{"id":129774,"date":"2025-03-06T14:00:05","date_gmt":"2025-03-06T13:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129774"},"modified":"2025-03-07T12:48:05","modified_gmt":"2025-03-07T11:48:05","slug":"deutschland-drosselt-hilfe-fuer-ueberlebende-der-blockade-von-leningrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129774","title":{"rendered":"Deutschland drosselt Hilfe f\u00fcr \u00dcberlebende der Blockade von Leningrad"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsgruppe BSW erkl&auml;rt, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine &bdquo;dazu gef&uuml;hrt hat&ldquo;, dass die von der Bundesregierung 2019 versprochene finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r &Uuml;berlebende der Blockade von Leningrad &bdquo;langsamer als zuvor geplant voranschreitet&ldquo;. Bei der 900 Tage dauernden Blockade starben &uuml;ber eine Million Menschen an Hunger und Krankheiten. 48.000 &Uuml;berlebende der Blockade leben heute noch in St. Petersburg. Von <strong>Ulrich Heyden<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8160\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-129774-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=129774-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250307-D-drosselt-Hilfe-fuer-Ueberlebende-Leningrad-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des BSW vom 20. Januar hei&szlig;t es in der <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/150\/2015032.pdf\">Drucksache 20\/15032<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Corona-Pandemie sowie die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Umsetzung langsamer als zuvor geplant voranschreitet.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Was ist mit &bdquo;den Folgen&ldquo; genau gemeint? Sind unter &bdquo;Folgen&ldquo; von der Bundesregierung verf&uuml;gte Sanktionen gegen russische Banken gemeint? Warum hat man das Krankenhaus in St. Petersburg f&uuml;r Blockade-&Uuml;berlebende, dem die Bundesregierung 2019 zw&ouml;lf Millionen Euro versprochen hat, dann nicht von diesen Sanktionen ausgenommen, so wie die deutschen Rentner, die in Russland leben und ihre Rente auf ein russisches Konto beziehen? <\/p><p><strong>Die stockenden Zahlungen wurden geheimgehalten<\/strong><\/p><p>Warum war man nicht so ehrlich und hat nicht schon zum 80. Jahrestag der Befreiung von Leningrad am 27. Januar 2024 bekanntgegeben, dass man die 2019 versprochene Hilfe in H&ouml;he von 12 Millionen Euro f&uuml;r das Krankenhaus in St. Petersburg, in dem &Uuml;berlebende der Blockade behandelt werden, nur in begrenztem Umfang leistet? Stattdessen hat man so getan, als ob es bei der Hilfe f&uuml;r die &Uuml;berlebenden der Blockade keinerlei Verz&ouml;gerungen gibt. <\/p><p>Noch am 27. Januar 2024 &ndash; zum 80. Jubil&auml;um der Befreiung der Stadt Leningrad &ndash; lobte das Ausw&auml;rtige Amt die deutschen Hilfszahlungen. Kein Wort von irgendwelchen Verz&ouml;gerungen bei zugesagten Geldern: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Als Geste der Vers&ouml;hnung und des Erinnerns f&ouml;rdert die Bundesregierung zum einen die Modernisierung eines Krankenhauses in St. Petersburg. In diesem Krankenhaus werden zahlreiche noch lebende Blockadeopfer behandelt. Zum anderen f&ouml;rdert die Bundesregierung in St. Petersburg Begegnungen mit Blockadeopfern. Dabei sollen junge Menschen mit den &Uuml;berlebenden in den Austausch kommen, die Erinnerung an die Blockade soll gest&auml;rkt und weitergegeben werden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Offenbar wurde von der Bundesregierung von Anfang an einkalkuliert, dass Menschen, denen Deutschland Leid zugef&uuml;gt hat &ndash; wie die Blockade-Opfer &ndash; wegen &bdquo;des Krieges in der Ukraine&ldquo; nochmal leiden m&uuml;ssen. Aber man versuchte, diese Tatsache durch sch&ouml;n klingende &ouml;ffentliche Erkl&auml;rungen zu verdecken. <\/p><p>Ja, der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff legte zum Gedenken an die Blockade-Opfer in St. Petersburg 2024 und 2025 einen Kranz und Blumen nieder. Aber in den deutschen Medien war der 80. Jahrestag der Befreiung von Leningrad 2024 nur ein Randthema. Der 81. Jahrestag 2025 war dann gar kein Thema mehr. <\/p><p>Dass die Bundesregierung 2025 keine Vertreter zu Blockade-Gedenkveranstaltungen in St. Petersburg entsandt hat, begr&uuml;ndet die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der BSW-Gruppe wie folgt: Russland habe &bdquo;Deutschland im M&auml;rz 2022 auf die Liste der &acute;unfreundlichen Staaten&acute; gesetzt. Seither laden staatliche russische Stellen das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg nicht mehr zu offiziellen Gedenkveranstaltungen zu den Jahrestagen der Leningrader Blockade ein.&ldquo;<\/p><p><strong>Das Versprechen der Bundesregierung von 2019<\/strong><\/p><p>2019 hatte die Bundesregierung anl&auml;sslich des 75. Jahrestags der Befreiung von Leningrad noch einen Anlauf unternommen, um den &Uuml;berlebenden der Blockade Hilfe aus Deutschland zukommen zu lassen. Der damalige Au&szlig;enminister Heiko Maas vereinbarte mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow die Zahlung von 12 Millionen Euro f&uuml;r das erw&auml;hnte Krankenhaus, welches sich um &Uuml;berlebende der Blockade k&uuml;mmert, sowie &ndash; unter dem Projektnamen &bdquo;Humanit&auml;re Geste&ldquo; &ndash; die Einrichtung eines Begegnungszentrums, das Treffen zwischen deutschen Jugendlichen und &Uuml;berlebenden der Blockade in St. Petersburg organisieren sollte.<\/p><p>Als ich mich im Herbst letzten Jahres mit einer &Uuml;berlebenden der Blockade von Leningrad traf und recherchierte, inwieweit die von Berlin angek&uuml;ndigte Hilfe an die &Uuml;berlebenden der Blockade geleistet wurde, war ich erstaunt, dass diese Hilfe ins Stocken geraten war. <\/p><p>In einem Beitrag f&uuml;r die <em>NachDenkSeiten<\/em> im November 2024 habe ich dann mit Fakten dokumentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124359\">&bdquo;Wie eine Siebenj&auml;hrige die Blockade von Leningrad &uuml;berlebte und die deutsche Regierung das Thema absch&uuml;tteln will&ldquo;<\/a> sowie, dass die 2019 von der Bundesregierung angek&uuml;ndigte Leistung von 12 Millionen Euro f&uuml;r das Krankenhaus in St. Petersburg trotz einer Verpflichtungserkl&auml;rung der Bundesregierung nicht mehr als zur H&auml;lfte gezahlt wurde. Das russische Au&szlig;enministerium hatte mir gegen&uuml;ber sogar erkl&auml;rt, es seien nur &bdquo;etwas mehr als zwei Millionen Euro&ldquo; gezahlt worden. <\/p><p>Au&szlig;erdem hatte ich ermittelt, dass ein 2019 von der Bundesregierung initiiertes Begegnungszentrum in St. Petersburg zwar von der Bundesregierung finanziert wurde, es aber seit 2022 <a href=\"https:\/\/drb-ja.com\/events\/kategorie\/oeffentliche-veranstaltungen\/\">zu fast keinen Begegnungen mehr<\/a> zwischen deutschen Jugendlichen und den &Uuml;berlebenden der Blockade von Leningrad kam. <\/p><p><strong>Die Antwort der Bundesregierung auf die BSW-Anfrage<\/strong><\/p><p>Die BSW-Gruppe nutzte meine Recherchen dann f&uuml;r eine Kleine Anfrage, die am 6. Februar 2025 bei der Bundesregierung eingereicht und am 20. Februar beantwortet wurde.<\/p><p>In der Antwort auf die Kleine Anfrage schreibt die Bundesregierung, &bdquo;die rechtliche Bewertung der Bundesregierung, dass die Blockade von Leningrad durch die deutschen Besatzungstruppen und ihre verb&uuml;ndeten Hilfstruppen in den Jahren 1941 bis 1944 ein Kriegsverbrechen darstellte, gilt unver&auml;ndert fort&ldquo;.<\/p><p>Auf die Frage, wieviel der 2019 von der Bundesregierung versprochenen Modernisierungs-Gelder in H&ouml;he von 12 Millionen Euro an das St. Petersburger Krankenhaus &uuml;berwiesen wurden, nennt die Bundesregierung den Betrag 4,6 Millionen Euro.<\/p><p>F&uuml;r das 2019 gestartete Begegnungszentrum in St. Petersburg wurden nach Aussage der Bundesregierung seit 2019 1,4 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung gestellt. <\/p><p>2019 und 2020 seien 111 Personen und 2021 und 2022 37 Personen unter 24 Jahren im Rahmen des Projekts &bdquo;Humanit&auml;re Geste&ldquo; nach St. Petersburg gereist, um sich dort mit &Uuml;berlebenden der Blockade zu treffen. Das macht zusammen 148 Jugendliche im Zeitraum 2019 bis 2022. Eine sehr bescheidene Zahl. <\/p><p>In den Jahren 2023 und 2024 fuhren dann gar keine deutschen Jugendlichen mehr im Rahmen des Projekts &bdquo;Humanit&auml;re Geste&ldquo; nach Russland. &bdquo;Pr&auml;senzteilnahmen waren pandemiebedingt und wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zunehmend schwieriger, so dass auf Hybrid- und Onlineformate umgestiegen wurde&ldquo;, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort.<\/p><p>Auf die Frage, ob die Reisen der Jugendlichen nach Russland medial begleitet wurden, schreibt die Bundesregierung, dass die Reisen &bdquo;vor Beginn des russischen Angriffskrieges&ldquo; auf Social-Media-Kan&auml;len begleitet wurden. &bdquo;Zudem gab es Ver&ouml;ffentlichungen in russischen Zeitungen wie im &acute;Kommersant&acute; und der &acute;Moskauer Deutsche Zeitung&acute;. In Deutschland berichtete unter anderem die Zeitung &acute;Neues Deutschland&acute;.&ldquo; Seit Februar 2022 gab es keine Medienbegleitung des Projekts mehr, offenbar, weil es gar nichts mehr zu begleiten gab.<\/p><p><strong>Finnische Kriegsverbrechen vor Leningrad<\/strong><\/p><p>Andrej Hunko und die Gruppe des BSW hatten in ihrer Kleinen Anfrage au&szlig;erdem um Auskunft gebeten, &bdquo;inwieweit die Bundesregierung an einer gemeinsamen Aufarbeitung der im Rahmen der Leningrad-Blockade begangenen Kriegsverbrechen mit der finnischen Regierung interessiert&ldquo; ist. Finnland, das 2023 Mitglied der NATO wurde, hatte sich mit der Wehrmacht und der spanischen &bdquo;Blauen Division&ldquo; an der Einkesselung von Leningrad beteiligt. <\/p><p>Dies sei &bdquo;nicht Gegenstand der bilateralen Zusammenarbeit mit der finnischen Regierung&ldquo; gewesen, antwortete die Bundesregierung. Zu vertraulichen Gespr&auml;chen mit anderen Staaten &auml;u&szlig;ere sich die Bundesregierung &bdquo;grunds&auml;tzlich nicht&rdquo;.<\/p><p><strong>Einmalzahlungen f&uuml;r j&uuml;dische &Uuml;berlebende der Blockade<\/strong><\/p><p>Auf die Frage von Andrej Hunko und der BSW-Gruppe, ob es zutreffe, dass die Bundesregierung ihre direkten humanit&auml;ren Zahlungen ausschlie&szlig;lich an j&uuml;dische &Uuml;berlebende der Blockade leiste, verwies die Bundesregierung auf ihre Antwort auf eine <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/18\/117\/1811708.pdf\">Kleine Anfrage der Partei Die LINKE vom M&auml;rz 2017<\/a>. <\/p><p>Damals hatte die Bundesregierung geantwortet, j&uuml;dische &Uuml;berlebende der Blockade von Leningrad &bdquo;konnten von der Jewish Claims Conference seit 2008 eine Einmalzahlung von 2.556 Euro erhalten&rdquo;.<\/p><p>Nichtj&uuml;dische &Uuml;berlebende der Blockade k&ouml;nnten &ndash; so schreibt die Bundesregierung &ndash; keine Entsch&auml;digungen aus Deutschland erwarten, da sie &bdquo;nicht rassisch motivierter Verfolgung&ldquo; ausgesetzt gewesen seien, &bdquo;sondern allgemeinen Kriegshandlungen&ldquo;, die nicht &bdquo;unter das allgemeine V&ouml;lkerrecht fallen.&ldquo;<\/p><p><strong>Millionen Sowjetsoldaten verhungerten auf freiem Feld<\/strong><\/p><p>Diese Einordnung der Verbrechen von deutschen Soldaten gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in der Sowjetunion h&auml;lt nach Meinung des Autors dieser Zeilen einer n&auml;heren Pr&uuml;fung nicht stand. Ja, dass die Juden aus rassischen Gr&uuml;nden von den Nazis verfolgt wurden, ist in Deutschland heute eine anerkannte Tatsache. <\/p><p>Die Tatsache, dass auf sowjetischem Territorium und in Kriegsgefangenenlagern sogenannte &bdquo;rassisch Minderwertige&ldquo; &ndash; wie Russen, &bdquo;Zigeuner&ldquo; und Juden &ndash; als sogenannte &bdquo;Untermenschen&ldquo; ausgehungert und erschossen wurden, ist in Deutschland aber noch nicht hinreichend bekannt. <\/p><p>Dabei liegen die Zahlen sp&auml;testens seit den 1990er-Jahren vor. Von f&uuml;nf Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen verhungerten 3,3 Millionen, weil sie schlecht oder gar nicht ern&auml;hrt wurden und hinter Stacheldraht auf freiem Feld dahinvegetieren mussten[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Kriegsgefangene aus westlichen Staaten wurden dagegen meist in Baracken oder festen Geb&auml;uden untergebracht. Die Kriegsgefangenen aus Frankreich und England galten nicht als &bdquo;Untermenschen&ldquo;. <\/p><p>Der deutsche &bdquo;Generalplan Ost&ldquo; von 1942 sah vor, Millionen Russen aus dem europ&auml;ischen Teil der Sowjetunion gen Osten umzusiedeln, um f&uuml;r deutsche Siedler &bdquo;Lebensraum&ldquo; zu schaffen. Bei diesen Umsiedlungspl&auml;nen zu Gunsten deutscher Kolonisten wurde der Hungertod von Millionen Russen von vorneherein einkalkuliert.<\/p><p>Russische Staatsanw&auml;lte und Gerichte haben in den letzten Jahren deutsche Kriegsverbrechen gegen die sowjetische Zivilbev&ouml;lkerung untersucht. Es wurden mehrere Gerichtsurteile gef&auml;llt, in denen V&ouml;lkermord festgestellt wurde (siehe dazu mein Referat beim Webinar von FriedenLinks: &bdquo;<a href=\"https:\/\/frieden-links.de\/russische-sichtweisen-zum-80-jahrestag-der-befreiung\/\">Russische Sichtweisen zum 80. Jahrestag der Befreiung<\/a>&ldquo;). <\/p><p>Das russische Au&szlig;enministerium hatte im M&auml;rz 2024 eine Verbalnote an das Ausw&auml;rtige Amt &uuml;bermittelt, mit der Forderung, die Belagerung von Leningrad als V&ouml;lkermord anzuerkennen. Dazu schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort an die BSW-Gruppe, die Bundesregierung habe in einer Antwortnote erkl&auml;rt, dass die Blockade von Leningrad &bdquo;ein Kriegsverbrechen darstellt und diese rechtliche Begr&uuml;ndung unver&auml;ndert fort gilt&ldquo;.<\/p><p>Das Anerkenntnis von V&ouml;lkermord w&uuml;rde die von russischer Seite vorgetragene Reparationsforderung im Fall der Blockade von Leningrad best&auml;tigen. <\/p><p><small>Titelbild: Voronchikhina Ekaterina \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Christian Streit:&nbsp;<em>Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941&ndash;1945.<\/em>&nbsp;Verlag J.H.W. Dietz. Nachf., Bonn 1997, S. 10.<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/262d88bb7cd548689cef38e502830d22\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsgruppe BSW erkl&auml;rt, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine &bdquo;dazu gef&uuml;hrt hat&ldquo;, dass die von der Bundesregierung 2019 versprochene finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r &Uuml;berlebende der Blockade von Leningrad &bdquo;langsamer als zuvor geplant voranschreitet&ldquo;. 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