{"id":129826,"date":"2025-03-07T12:00:03","date_gmt":"2025-03-07T11:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129826"},"modified":"2025-03-17T07:27:16","modified_gmt":"2025-03-17T06:27:16","slug":"europa-im-panikmodus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129826","title":{"rendered":"Europa im Panikmodus"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Aussetzen der US-Zuwendungen an die Ukraine reichen die milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten der verbliebenen Unterst&uuml;tzer bei Weitem nicht aus, um die Ausf&auml;lle zu kompensieren. Das zeigt eine entsprechende Analyse der Streitkr&auml;fte derjenigen L&auml;nder, die der Ukraine weiterhin zum Sieg verhelfen wollen. Auch die kurzfristig gefassten Pl&auml;ne zur Aufr&uuml;stung Europas k&ouml;nnen kaum verhindern, dass dem Land schon in wenigen Monaten Munition und Ausr&uuml;stung ausgehen. Insbesondere die Aufkl&auml;rung und die Bereitstellung von Internet aus dem All k&ouml;nnen die Unterst&uuml;tzerstaaten nicht ersetzen. Von<strong> Karsten Montag<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3396\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-129826-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=129826-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250307_Europa_im_Panikmodus_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dieser Tage f&auml;llt es schwer, als ein um Frieden bem&uuml;hter Mensch die Welt zu verstehen. Im Wei&szlig;en Haus regiert zur Abwechslung ein Pr&auml;sident, der einen Krieg beenden will &ndash; und europ&auml;ische Politiker lassen nichts unversucht, den Konflikt fortzuf&uuml;hren. Es gehe um einen <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/baerbock-london-ukraine-krieg-russland-100.html\">&bdquo;gerechten Frieden&ldquo;<\/a>, hei&szlig;t es von der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock. Eine weitere &bdquo;massive Unterst&uuml;tzung&ldquo; der Ukraine sei deshalb notwendig. Doch das bedeutet in letzter Konsequenz eine R&uuml;ckeroberung der verlorenen Gebiete in der Ukraine und somit eine Fortf&uuml;hrung des Krieges bis zur milit&auml;rischen Niederlage Russlands.<\/p><p>Dabei hat der Stellvertreterkrieg in der Ukraine das Potential, zu einem atomaren Weltkrieg zu eskalieren. Das zentrale Schlachtfeld der Auseinandersetzung w&auml;re h&ouml;chstwahrscheinlich Ost- und Mitteleuropa. Zudem haben die Folgen des Konflikts schon jetzt enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Wohlstand in den (noch) reichen Industriel&auml;ndern westlich der sich abzeichnenden Front an den Grenzen Russlands und Wei&szlig;russlands. Ein Frieden mit Russland sollte demnach das prim&auml;re Ziel europ&auml;ischer Politiker sein, l&auml;ge ihnen das Wohl der eigenen Bev&ouml;lkerung am Herzen. Was also geht in den K&ouml;pfen der Kriegsfalken in London, Paris, Berlin und Br&uuml;ssel vor?<\/p><p><strong>Russland ist in der Ukraine auf dem Vormarsch<\/strong><\/p><p>Wenn die Ukraine die russische Armee in die Defensive dr&auml;ngen will, dann ben&ouml;tigt sie kurzfristig immensen Beistand in Form von Waffen und Soldaten. Denn entgegen den <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/russland-bilanz-ukraine-krieg-soldaten-militaer-drohne-analyse-100.html\">Behauptungen<\/a> westlicher Medien und Denkfabriken, Russland w&uuml;rde unter hohen Verlusten nur unbedeutende Gebiete erobern, ist bei genauem Hinsehen das Gegenteil der Fall.<\/p><p>Die russische Armee ist seit der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Awdijiwka (russisch Awdejewka) Anfang 2024 im s&uuml;dlichen Donbass best&auml;ndig auf dem Vormarsch und erobert eine wichtige Verteidigungsposition der Ukraine nach der anderen. Hierzu geh&ouml;ren unter anderem die zum Teil befestigten St&auml;dte <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-verliert-an-ostfront-ihre-festung-wuhledar\/a-70385762\">Wuhledar (russisch Ugledar)<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/zwei-vorteile-fur-russland-was-der-fall-von-kurachowe-in-der-ostukraine-bedeuten-konnte-12965308.html\">Kurachowe (russisch Kurachowo)<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/493176.moskau-ukrainische-linien-bei-welyka-nowosilka-durchbrochen.html\">Welyka Nowosilka (russisch Welikaja Nowosjolka)<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article255370262\/Krieg-in-der-Ukraine-Russland-verkuendet-Eroberung-der-strategisch-wichtigen-Stadt-Torezk.html\">Torezk<\/a>. Mittlerweile haben russische Einheiten auch im Norden des Donbass nat&uuml;rliche Barrieren wie den Fluss Oskil n&ouml;rdlich von Kupjansk sowie den Fluss Scherebets bei Lyman (russisch Liman) &uuml;berschritten und r&uuml;cken Richtung Westen vor.<\/p><p>An dem taktischen Vorgehen ist erkennbar, dass es der russischen Armee weniger um schnelle Gel&auml;ndegewinne, sondern prim&auml;r um das Abnutzen der gegnerischen Kr&auml;fte geht. So werden die ukrainischen Positionen von den russischen Streitkr&auml;ften, wo immer m&ouml;glich, weitr&auml;umig eingekesselt, vom Nachschub abgeschnitten sowie mit Artillerie, Raketenwerfern, Gleitbomben und Drohnen so lange aus mehreren Richtungen aus der Luft angegriffen, bis die Verteidiger unter hohen Verlusten an Menschenleben und milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/world-news\/2024\/09\/30\/russia-ukraine-war-vuhledar-soldiers-trapped-advance\/\">ihre Stellungen r&auml;umen<\/a>. Dieses, das Leben der eigenen Soldaten schonende Vorgehen der Russen ist aktuell unter anderem auch bei der Belagerung von Pokrowsk, einer logistisch wichtigen Stadt im S&uuml;den des Donbass, sowie im Rahmen der Bek&auml;mpfung der ukrainischen Offensive bei Kursk beobachtbar. Frontalangriffe und H&auml;userk&auml;mpfe mit hohen eigenen Verlusten wie beispielsweise in der bereits im Mai 2023 eroberten Stadt Bachmut versucht die russische Armee zu vermeiden.<\/p><p>Dass Russland &uuml;berhaupt in der Lage ist, mit dieser Taktik Erfolge zu erzielen, liegt einerseits an der &Uuml;berlegenheit an Artilleriegesch&uuml;tzen und Raketenwerfern inklusive Munition, an der Luft&uuml;berlegenheit und dem Einsatz von Gleitbomben, an einem fortgeschrittenen Einsatz von Drohnen und Drohnenabwehr sowie an einer h&ouml;heren Truppenst&auml;rke. Andererseits fehlt es der ukrainischen Armee an der notwendigen Luftverteidigung, um die Bombardierungen aus der Luft durch Flugzeuge und Drohnen abzuwehren. Zudem hat die Ukraine gro&szlig;e Probleme, ihre Verluste an Soldaten durch Neurekrutierungen auszugleichen.<\/p><p>Vereinzelte gegenseitige Schl&auml;ge mit Marschflugk&ouml;rpern und Kurzstreckenraketen gegen milit&auml;rische Anlagen, logistische Infrastruktur und Energieversorgungseinrichtungen im jeweiligen Hinterland haben bisher keine erkennbaren Auswirkungen auf das Frontgeschehen gehabt. Im Falle der russischen Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine besteht das Ziel offenbar vornehmlich darin, die energieintensive Stahl- und R&uuml;stungsproduktion des Landes <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118865\">zu behindern<\/a>. Die entsprechenden Ausf&auml;lle wurden bislang mithilfe der Unterst&uuml;tzung aus dem Ausland kompensiert.<\/p><p>Die von der Ukraine eingesetzten Kurzstreckenraketen und Marschflugk&ouml;rper &ndash; US-amerikanische ATACAMS sowie die britischen Storm Shadows und franz&ouml;sischen SCALPs &ndash; haben aufgrund ihrer begrenzten Reichweite von maximal 300 Kilometern und der Gr&ouml;&szlig;e Russlands keine Auswirkungen auf die russische R&uuml;stungsproduktion. Mit ihnen lassen sich h&ouml;chstens Milit&auml;rflugpl&auml;tze und weitere logistische Infrastruktureinrichtungen hinter der Front erreichen. Zudem bergen sie aufgrund der notwendigen Unterst&uuml;tzung bei der Zielerfassung durch die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich das Potential, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125179\">den Stellvertreterkrieg eskalieren<\/a> zu lassen.<\/p><p><strong>USA wollen dritten Weltkrieg vermeiden<\/strong><\/p><p>Im Verlauf des in aller &Ouml;ffentlichkeit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gr_1JTgDlF8\">ausgetragenen Streits<\/a> zwischen dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj sowie dem US-Pr&auml;sidenten Donald Trump und dem US-Vizepr&auml;sidenten J.D. Vance im Wei&szlig;en Haus Ende Februar wurde deutlich, was den Bem&uuml;hungen um einen Frieden in der Ukraine im Wege steht. Selenskyj forderte im Gegenzug zum Rohstoffabkommen, das den Vereinigten Staaten langfristigen Zugriff auf Seltene Erden und andere Bodensch&auml;tze der Ukraine gew&auml;hren soll, konkrete &bdquo;Sicherheitsgarantien&ldquo;, also Zusagen der USA, diese Ressourcen und damit das Land im Notfall auch mit eigenen Streitkr&auml;ften zu verteidigen.<\/p><p>Angesichts der Schwierigkeiten der Ukraine, neue Soldaten zu rekrutieren und die Offensiven Russlands abzuwehren, erscheint es aus Sicht Selenskyjs nur logisch, dass er alles versucht, seinen im Oktober 2024 &ouml;ffentlich gemachten <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-einzelheiten-von-selenskyjs-siegesplan-100.html\">&bdquo;Siegesplan&ldquo;<\/a> doch noch umzusetzen. Darin forderte er:<\/p><ul>\n<li>die bedingungslose Einladung der Ukraine in die NATO,<\/li>\n<li>die St&auml;rkung der ukrainischen Verteidigung und Angriffe auf Russland sowie<\/li>\n<li>die Aufr&uuml;stung seines Landes.<\/li>\n<\/ul><p>Im Gegenzug hatte er bereits damals die Nutzung der Bodensch&auml;tze der Ukraine sowie den Einsatz der kriegserprobten ukrainischen Soldaten f&uuml;r die Sicherheit Europas und der NATO angeboten.<\/p><p>Eine derartige Eskalation will die US-Regierung jedoch aufgrund eigener Aussagen unbedingt vermeiden, da dies zu einem &bdquo;dritten Weltkrieg&ldquo; f&uuml;hren k&ouml;nnte. Diese Haltung wurde anhand des f&uuml;r die ganze Welt sichtbaren Streits im Oval Office auch glaubhaft deutlich &ndash; zumindest f&uuml;r diejenigen Beobachter, die den Interpretationen einflussreicher westlicher Medien nicht bedingungslos folgen. Das Rohstoffabkommen zwischen den USA und der Ukraine wurde folglich nicht unterzeichnet.<\/p><p>Die US-Regierung hat daraufhin bereits zugesagte Unterst&uuml;tzungsleistungen an die Ukraine Anfang M&auml;rz <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/trump-setzt-militaerhilfe-fuer-die-ukraine-aus-wie-die-us-regierung-argumentiert-100.html\">ausgesetzt<\/a>. Auch Geheimdienstinformationen werden von den USA nicht mehr an die Ukraine <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/us-geheimdienst-informationen-ukraine-krieg-russland-100.html\">weitergegeben<\/a>. Bereits bei den kurz zuvor abgehaltenen Treffen von US-Pr&auml;sident Trump mit dem britischen Premierminister Keir Starmer sowie mit dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron jeweils in Washington zeichnete sich ab, dass die US-Regierung zu keinem weitreichenden Engagement in der Ukraine bereit ist.<\/p><p><strong>Milit&auml;rische Niederlage Russlands ist weiterhin das Ziel der europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzer<\/strong><\/p><p>Nach dem Eklat im Wei&szlig;en Haus kam es zwei Tage sp&auml;ter, am 2. M&auml;rz, in London zu einem spontanen Ukraine-Gipfel, an dem hochrangige Regierungsvertreter der verbliebenen Unterst&uuml;tzerstaaten, der ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj sowie EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekret&auml;r Mark Rutte <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/2025_London_Summit_on_Ukraine\">teilnahmen<\/a>. Die <em>BBC<\/em> fasst die von dem britischen Premierminister Keir Starmer vorgetragenen Ergebnisse des Treffens <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c9vygkzkkrvo\">wie folgt zusammen<\/a>:<\/p><ul>\n<li>weiterhin Milit&auml;rhilfe in die Ukraine flie&szlig;en zu lassen und den wirtschaftlichen Druck auf Russland weiter zu erh&ouml;hen,<\/li>\n<li>dass jeder dauerhafte Frieden die Souver&auml;nit&auml;t und Sicherheit der Ukraine gew&auml;hrleisten und die Ukraine bei allen Friedensgespr&auml;chen anwesend sein muss,<\/li>\n<li>im Falle eines Friedensschlusses die Verteidigungskapazit&auml;ten der Ukraine zu st&auml;rken, um eine k&uuml;nftige Invasion abzuwehren,<\/li>\n<li>eine &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; aufzubauen, um ein Abkommen in der Ukraine zu verteidigen und den Frieden danach zu garantieren.<\/li>\n<\/ul><p>Bis auf die konkrete Forderung der Aufnahme der Ukraine in die NATO und Angriffspl&auml;ne auf Russland &auml;hnelt das Vorhaben der verbliebenen Unterst&uuml;tzer und der Ukraine inhaltlich dem &bdquo;Siegesplan&ldquo; Selenskyjs. Es widerspricht zudem grunds&auml;tzlich den Bedingungen Russlands, &uuml;berhaupt Friedensverhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen. Der Kreml <a href=\"https:\/\/tass.com\/politics\/1883091\">fordert<\/a>, dass:<\/p><ul>\n<li>die Ukraine nicht Mitglied der NATO wird,<\/li>\n<li>keine Milit&auml;rbasen und keine milit&auml;rischen &Uuml;bungen auf ukrainischem Boden mit Beteiligung ausl&auml;ndischer Truppen eingerichtet beziehungsweise durchgef&uuml;hrt werden und<\/li>\n<li>die Realit&auml;t am Boden sowie die &Auml;nderungen der russischen Verfassung nach den Referenden in den Republiken Donezk und Lugansk sowie in den Regionen Cherson und Saporoshje und damit der russische Anspruch auf diese Gebiete akzeptiert werden.<\/li>\n<\/ul><p>Da Russland seine Ziele derzeit aufgrund der milit&auml;rischen &Uuml;berlegenheit in der Ukraine auch mit Gewalt durchsetzen kann und keine Anzeichen erkennbar sind, dass sich die russische Regierung davon abbringen l&auml;sst, muss das Vorhaben der verbliebenen ukrainischen Unterst&uuml;tzer als Fortsetzung des Krieges und nicht als Friedensbem&uuml;hung gewertet werden. Dessen vermeintliches Ziel ist es, Russland mit milit&auml;rischer Gewalt und weiteren Wirtschaftssanktionen zu zwingen, die Forderungen der Ukraine zu akzeptieren.<\/p><p>Dass es den wichtigsten europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzern nicht um einen Frieden in der Ukraine geht, ist auch an ihrer Rhetorik zu erkennen. So <a href=\"https:\/\/x.com\/CDU\/status\/1893922826731631066\">schrieb<\/a> die CDU zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns auf ihrem X-Account: &bdquo;Die Ukraine muss den Krieg gewinnen&ldquo;. Nachdem der britische Premierminister Starmer weitere Waffenlieferungen an die Ukraine angek&uuml;ndigt hatte, <a href=\"https:\/\/www.gbnews.com\/politics\/keir-starmer-watch-in-full-mps-address-ukraine-video\">sagte<\/a> er leicht verklausuliert im Parlament: &bdquo;Wir m&uuml;ssen den Frieden gewinnen&ldquo;. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron hatte bereits Anfang 2024 <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-68410219\">verk&uuml;ndet<\/a>, die russische Niederlage in der Ukraine sei entscheidend f&uuml;r die Sicherheit in Europa.<\/p><p>Wie illusorisch dieses Vorhaben ohne die Unterst&uuml;tzung der Vereinigten Staaten ist, zeigen die Daten der bisherigen milit&auml;rischen Zuwendungen sowie ein Vergleich der milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten Russlands und seiner Kriegsverb&uuml;ndeten Nordkorea und Iran auf der einen Seite und derjenigen der Ukraine und seiner verbliebenen Unterst&uuml;tzer auf der anderen.<\/p><p><strong>Milit&auml;rische Zuwendungen der USA gr&ouml;&szlig;er als die aller anderen Unterst&uuml;tzerstaaten zusammen<\/strong><\/p><p>Die Ukraine hat in der Vergangenheit signifikanten milit&auml;rischen Beistand von den USA, zahlreichen europ&auml;ischen Staaten sowie von Kanada, Australien und Japan erhalten. Die Vereinigten Staaten haben die Ukraine zwischen Januar 2022 und Dezember 2024 mit milit&auml;rischen Zuwendungen im Wert von 69 Milliarden Dollar unterst&uuml;tzt. Die Zuwendungen aller anderen Staaten summieren sich auf einen Wert von 62 Milliarden Dollar.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 1: Milit&auml;rische Zuwendungen an die Ukraine in Milliarden Dollar, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/topics\/war-against-ukraine\/ukraine-support-tracker\/\">Kiel Institute for the World Economy<\/a><\/small><\/p><p>Ein Blick in die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_military_aid_to_Ukraine_during_the_Russo-Ukrainian_War\">Liste<\/a> der an die Ukraine gelieferten Waffen sowie deren Herkunft zeigt, dass die Versorgung des Landes mit Luftverteidigungssystemen insbesondere von Zuwendungen aus den USA abh&auml;ngig ist.<\/p><p>Doch auch Russland ist seit Beginn des Krieges milit&auml;rische B&uuml;ndnisse eingegangen und hat nach Informationen westlicher Regierungen Waffenlieferungen aus dem Ausland erhalten. Besonders zu nennen sind die <a href=\"https:\/\/www.gisreportsonline.com\/r\/russia-north-korea-treaty\/\">Abkommen mit Nordkorea<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c87dd4n4jd0o\">Iran<\/a>. Der britischen Regierung zufolge soll der Iran Russland mit Drohnen und Kurzstreckenraketen <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/uk-and-partners-respond-to-irans-transfer-of-ballistic-missiles-to-russia\">beliefert<\/a> haben. Nordkorea soll Russland mit Artilleriemunition und Raketenwerfern <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/ukraine-krieg-nordkorea-steigert-waffenproduktion-fuer-russland-a-05953e8e-b1e1-407d-b4c1-f5aed410fbb7\">versorgen<\/a>.<\/p><p>Zudem sollen nordkoreanische Soldaten im Gebiet Kursk bei der Verteidigung gegen die ukrainische Offensive eingesetzt worden sein. <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/north-korea-troops-in-russia\/\">Bis heute fehlen<\/a> jedoch unabh&auml;ngige Belege daf&uuml;r. Das angebliche Eingreifen nordkoreanischer Truppen hat zur Erteilung der Erlaubnis der US-Regierung unter Pr&auml;sident Joe Biden an die Ukraine gef&uuml;hrt, US-Kurzstreckenraketen vom Typ ATACAMS f&uuml;r Angriffe auf russisches Staatsgebiet einzusetzen.<\/p><p><strong>Milit&auml;rische Kapazit&auml;ten der Unterst&uuml;tzerstaaten sind denjenigen Russlands unterlegen<\/strong><\/p><p>Ein Vergleich der f&uuml;r die mehr als 1.200 Kilometer lange Frontlinie in der Ukraine wichtigen Land- und Luftstreitkr&auml;fte Russlands und der Ukraine sowie die ihrer jeweiligen milit&auml;rischen Verb&uuml;ndeten verdeutlicht nicht nur die milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit Russlands &uuml;ber die Ukraine, sondern auch &uuml;ber die der Unterst&uuml;tzerl&auml;nder. Bei weitem nicht alle europ&auml;ischen NATO-L&auml;nder haben sich bisher an einem signifikanten milit&auml;rischen Beistand der Ukraine beteiligt. Einige Mitglieder, <a href=\"https:\/\/ungarnheute.hu\/news\/ungarn-blockiert-als-einziges-land-die-zahlung-fuer-waffenlieferungen-an-die-ukraine-25528\/\">wie beispielsweise Ungarn<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/slowakei-regierung-waffenlieferung-100.html\">die Slowakei<\/a>, haben direkte Waffenlieferungen offiziell sogar ausgeschlossen. Daher finden sich in nachfolgendem Vergleich unter den europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzern nur diejenigen L&auml;nder, die in der Vergangenheit der Ukraine substantiell milit&auml;risch beigestanden sowie eine zuk&uuml;nftige Waffenlieferung nicht ausgeschlossen haben. Dies sind Gro&szlig;britannien, D&auml;nemark, Niederlande, Frankreich, Schweden, Polen, Deutschland, Finnland, Italien, Norwegen, Belgien, Tschechien, Rum&auml;nien, Litauen, Lettland und Spanien.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 2: Gr&ouml;&szlig;e der Landstreitkr&auml;fte Russlands und der Ukraine sowie ihrer jeweiligen Verb&uuml;ndeten, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">Global Firepower<\/a><\/small><\/p><p>Lediglich bei der Anzahl der Kampfflugzeuge k&ouml;nnen die europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzerl&auml;nder mit Russland mithalten.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 3: Gr&ouml;&szlig;e der Luftstreitkr&auml;fte Russlands und der Ukraine sowie ihrer jeweiligen Verb&uuml;ndeten, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">Global Firepower<\/a><\/small><\/p><p>Auch bei der Herstellung von Kampf- und Aufkl&auml;rungsdrohnen, die sich im Verlauf des Krieges in der Ukraine zu einem entscheidenden Faktor auf dem Schlachtfeld entwickelt haben, hinken die europ&auml;ischen Staaten hinterher. W&auml;hrend der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin Ende 2024 eine Verzehnfachung der j&auml;hrlichen Produktion von 140.000 auf 1,4 Millionen in 2025 <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Putin-kuendigt-Verzehnfachung-der-Drohnenproduktion-an-article25239962.html\">angek&uuml;ndigt<\/a> hat, beginnt die Entwicklung und Produktion in gr&ouml;&szlig;erem Stile in Europa gerade erst. So soll die Ukraine in K&uuml;rze 4.000 Kamikaze-Drohnen aus Deutschland <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ukraine-krieg-erstmals-deutsche-kamikazedrohnen-was-steckt-hinter-der-waffenhilfe-a-9acd52a3-2331-4bbb-80be-d64771176338\">erhalten<\/a>. Die britische Regierung hat <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/30000-new-drones-for-ukraine-in-boost-to-european-security\">angek&uuml;ndigt<\/a>, in Kooperation mit D&auml;nemark, den Niederlanden, Lettland und Schweden weitere 30.000 Drohnen zu liefern. Frankreich will der Ukraine erstmals 100 Kamikaze-Drohnen <a href=\"https:\/\/breakingdefense.com\/2024\/11\/france-begins-delivery-of-100-loitering-munitions-to-ukraine\/\">zukommen<\/a> lassen.<\/p><p>Schlussendlich zeigt sich, dass die derzeitige gesamte Truppenst&auml;rke an aktiven Soldaten und Reservisten der milit&auml;risch der Ukraine beistehenden Staaten nicht ausreicht, um dem Land einen signifikanten Vorteil im Konflikt mit Russland zu verschaffen &ndash; vorausgesetzt, dass auch die milit&auml;rischen Verb&uuml;ndeten Russlands in diesem Fall ihrem Partner entsprechenden Beistand leisten. Der britische Premierminister Starmer hat k&uuml;rzlich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/starmer-truppen-ukraine-100.html\">angek&uuml;ndigt<\/a>, dass sein Land bereit sei, Soldaten zu entsenden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-04.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 4: Truppenst&auml;rke Russlands und der Ukraine sowie ihrer jeweiligen Verb&uuml;ndeten, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">Global Firepower<\/a><\/small><\/p><p><strong>Europ&auml;ische Aufr&uuml;stung kommt zu sp&auml;t<\/strong><\/p><p>Aufgeschreckt von den Entscheidungen in Washington hat EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen einen &bdquo;Plan zur Wiederaufr&uuml;stung Europas&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-milliarden-plan-aufruestung-100.html\">vorgelegt<\/a>. Eine Lockerung der Schuldenregeln sowie Anreize zur Steigerung der Verteidigungsausgaben sollen &bdquo;nahezu 800 Milliarden Euro&ldquo; mobilisieren. Die EU-Mitgliedsl&auml;nder m&uuml;ssen dem Plan jedoch zustimmen, und die Regierungen Ungarns und der Slowakei haben bereits Widerstand angek&uuml;ndigt.<\/p><p>In Deutschland haben sich die Union und die SPD <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/union-spd-sondierungen-finanzen-100.html\">darauf geeinigt<\/a>, die R&uuml;stungsausgaben mit der Neuaufnahme von Schulden deutlich zu steigern. Die Entscheidung soll noch in der alten Zusammensetzung des Bundestages gef&auml;llt werden, um die Sperrminorit&auml;t von AfD und den Linken im neuen Bundestag zu umgehen. Zur <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/495211.staatsschulden-merz-aufr%C3%BCstung-sofort.html\">Verhandlung<\/a> stand ein &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; &ndash; also eine Neuverschuldung &ndash; f&uuml;r die Bundeswehr in H&ouml;he von 400 Milliarden Euro. Dies kann als Bruch des Wahlversprechens der Unionsparteien gewertet werden, denn in ihrem <a href=\"https:\/\/www.politikwechsel.cdu.de\/sites\/www.politikwechsel.cdu.de\/files\/docs\/politikwechsel-fuer-deutschland-wahlprogramm-von-cdu-csu-1.pdf\">Wahlprogramm<\/a> zur Bundestagswahl hie&szlig; es noch: &bdquo;Wir halten an der Schuldenbremse des Grundgesetzes fest. Die Schulden von heute sind die Steuererh&ouml;hungen von morgen.&ldquo;<\/p><p>Des Weiteren <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/wehrpflicht-debatte-102.html\">fordert<\/a> die Union die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht noch in 2025. Auch der <a href=\"https:\/\/nachrichten.fr\/tv-ansprache-macron-verspricht-mehr-verteidigungsausgaben-ohne-steuererhoehungen\/\">franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Macron<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/verteidigung-grossbritannien-steigert-seine-ruestungsausgaben-deutlich\/100109812.html\">britische Premierminister Starmer<\/a> haben angek&uuml;ndigt, die R&uuml;stungsausgaben ihrer L&auml;nder zum Teil deutlich zu erh&ouml;hen.<\/p><p>Doch angesichts der derzeitigen milit&auml;rischen &Uuml;berlegenheit Russlands, die sich in den Erfolgen an der Front widerspiegelt, des daraus folgenden kurzfristigen Unterst&uuml;tzungsbedarfs der Ukraine sowie des politischen Kurses der US-Regierung stellt sich die Frage, ob die Entscheidungen zur R&uuml;stungssteigerung in den europ&auml;ischen L&auml;ndern &uuml;berhaupt eine Aussicht haben, den Verlauf des Krieges zu wenden. Gem&auml;&szlig; den <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/03\/05\/world\/americas\/ukraine-us-weapons-suspension.html\">Einsch&auml;tzungen<\/a> eines US-Milit&auml;ranalysten w&uuml;rden der Ukraine ohne die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten in sp&auml;testens vier Monaten Munition und Ausr&uuml;stung ausgehen. Abgesehen davon, dass eine kurzfristige Vervielfachung der europ&auml;ischen R&uuml;stungsproduktion praktisch nicht umsetzbar ist, k&ouml;nnen die verbliebenen Beistandsstaaten auch in anderen Schl&uuml;sselbereichen weder kurz- noch mittelfristig den Wegfall US-amerikanischer Unterst&uuml;tzung kompensieren.<\/p><p><strong>Europa kann Satellitenaufkl&auml;rung und Starlink der USA nicht kurzfristig ersetzen<\/strong><\/p><p>Die Vereinigten Staaten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/National_Reconnaissance_Office\">verf&uuml;gen<\/a> bereits seit den 1960er Jahren &uuml;ber Aufkl&auml;rungssatelliten im Weltall, um milit&auml;rische Eins&auml;tze vorzubereiten und Truppenbewegungen sowie Luftangriffe des Gegners fr&uuml;hzeitig zu erkennen. Mit der Einstellung der Weitergabe von Geheimdienstinformationen der USA an die Ukraine ist Letztere auf die Satellitenaufkl&auml;rung der europ&auml;ischen L&auml;nder angewiesen. Doch diese steckt noch in den Kinderschuhen.<\/p><p>Das deutsche Satellitensystem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/GEORG_(Satellitensystem)\">GEORG<\/a> befindet sich derzeit in der Entwicklung. Obwohl der erste Start f&uuml;r 2022 geplant war, befindet sich bis heute offenbar noch kein Satellit im Weltall. Die britische Regierung <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/uk-space-command-successfully-launches-first-military-satellite\">vermeldete<\/a> Mitte 2024 den ersten Start eines milit&auml;rischen Aufkl&auml;rungssatelliten. Frankreich hat Anfang M&auml;rz 2025 offensichtlich erstmals einen derartigen Satelliten in die Umlaufbahn <a href=\"https:\/\/www.rfi.fr\/en\/international\/20250303-first-commercial-launch-of-europe-s-ariane-6-carrying-french-military-satellite-rocket\">bef&ouml;rdert<\/a>.<\/p><p>Die Nutzung des satellitengest&uuml;tzten Internetzugangs &uuml;ber Starlink <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-nutzt-elon-musks-starlink-f%C3%BCr-drohnenangriffe\/a-61261207\">erm&ouml;glicht<\/a> es der ukrainischen Armee offenbar, Aufkl&auml;rung und Angriffe mit Drohnen durchzuf&uuml;hren. Schon vor dem Eklat im Wei&szlig;en Haus <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/us-could-cut-ukraines-access-starlink-internet-services-over-minerals-say-2025-02-22\/\">drangen Informationen<\/a> an die &Ouml;ffentlichkeit, dass die Vereinigten Staaten den Zugang zu Starlink in der Ukraine beenden k&ouml;nnten, falls das Rohstoffabkommen mit den USA nicht zustande kommt. Kein anderes Land auf der Welt kann derzeit ein &auml;hnliches System zur Verf&uuml;gung stellen.<\/p><p><strong>Ein Krieg gegen die Atommacht Russland kann niemals gewonnen werden<\/strong><\/p><p>Im Zuge der Diskussion um die wegfallende Unterst&uuml;tzung aus den USA hat der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/frankreich-europa-eu-nuklearwaffen-102.html\">angeboten<\/a>, &uuml;ber eine Ausweitung der nuklearen Abschreckung in Europa mit den Atomwaffen seines Landes zu diskutieren. Damit erweckt er den Eindruck, als k&ouml;nne Europa auch ohne den Schutz der Vereinigten Staaten bei der nuklearen Abschreckung mit Russland gleichziehen. Ein blo&szlig;er Vergleich der Anzahl der Atomsprengk&ouml;pfe in europ&auml;ischen Arsenalen mit denen Russlands zeigt, dass dies eine Illusion ist.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250307-Panikmodus-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 5: Atomwaffenarsenal Russland und Nordkorea im Vergleich zu Frankreich und Gro&szlig;britannien, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36401\/umfrage\/anzahl-der-atomsprengkoepfe-weltweit\/\">Statista<\/a><\/small><\/p><p>Die Tatsache, dass Russland die gr&ouml;&szlig;te Atommacht der Welt ist, macht zudem deutlich, dass die Behauptungen der Kriegsfalken, man k&ouml;nne Russland milit&auml;risch besiegen, reine Fiktion und ein unverantwortliches Spiel mit der Existenz der menschlichen Spezies ist. Die russische F&uuml;hrung <a href=\"https:\/\/tass.com\/world\/1646601\">betrachtet<\/a> die Neutralit&auml;t der Ukraine als Voraussetzung f&uuml;r die Sicherheit ihres Landes. Der Weg zu einem dauerhaften Frieden und einer sichereren Welt beginnt mit der Bereitschaft, die Sichtweise des Gegners ernst zu nehmen und ihm nicht fortlaufend imperialistische Bestrebungen vorzuwerfen.<\/p><p><strong>Die europ&auml;ischen Transatlantiker stehen vor einem Scherbenhaufen<\/strong><\/p><p>Die milit&auml;rischen Erfolge Russlands in der Ukraine trotz der umfassenden milit&auml;rischen, finanziellen und humanit&auml;ren Unterst&uuml;tzung durch die USA, Europa und weiterer L&auml;nder haben gezeigt, dass Russland im Begriff ist, den Abnutzungskrieg gegen den Westen zu gewinnen. Offenbar hat die neue US-Regierung unter Donald Trump dies erkannt und aufgegeben, an der unipolaren Weltordnung unter der F&uuml;hrung der Vereinigten Staaten festzuhalten. In den USA zeichnet sich eine weitreichende au&szlig;enpolitische Neuausrichtung im Vergleich zur Vorg&auml;ngerregierung ab. Dies wird unter anderem in dem ersten <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/meldungen\/0167\">l&auml;ngeren Interview<\/a> des neuen US-Au&szlig;enministers Marco Rubio deutlich.<\/p><p>Statt die absehbare Niederlage der Ukraine mit weiteren Waffenlieferungen und der eventuellen Entsendung eigener Truppen herauszuz&ouml;gern und wom&ouml;glich sogar eine Eskalation zum dritten Weltkrieg zu riskieren, setzen Trump und sein Kabinett auf eine Entspannung der Beziehungen zu Russland. Gleichzeitig konzentrieren sie sich darauf, neben den aufstrebenden Gro&szlig;m&auml;chten China und Russland auch in Zukunft noch eine gestaltende Rolle auf der Weltb&uuml;hne zu spielen.<\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126494\">seit Jahrzehnten transatlantisch<\/a> ausgerichteten europ&auml;ischen Politiker stehen damit vor einem Scherbenhaufen. F&uuml;r die bis vor kurzem noch dominierenden geopolitischen Interessen der Vereinigten Staaten und die unipolare Weltordnung haben sie viel geopfert. Statt die v&ouml;lkerrechtlich &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdigen Kriege der USA in Serbien, Afghanistan und im Irak zu verurteilen und den Aggressor mit Sanktionen abzustrafen, haben sie sich gr&ouml;&szlig;tenteils bereitwillig daran beteiligt. Statt sich aus den B&uuml;rgerkriegen in Nordafrika und im Nahen Osten herauszuhalten, haben sie einseitig an der Seite der USA eingegriffen. Statt sich von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=84394\">dem von den Vereinigten Staaten vorangetriebenen Regime-Change<\/a> in der Ukraine zu distanzieren, haben sie diesen unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Als Russland mit seinem Einmarsch in die Ukraine deutlich gemacht hat, dass die Aufnahme des Landes in die NATO und die Fortsetzung des B&uuml;rgerkriegs im Donbass eine rote Linie darstellen, haben die europ&auml;ischen Transatlantiker die f&uuml;r die Wirtschaft ihrer eigenen L&auml;nder wichtigen Handelsbeziehungen mit Russland gr&ouml;&szlig;tenteils aufgeben und mit der umfassenden milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine ihr politisches Verh&auml;ltnis zur russischen F&uuml;hrung zerst&ouml;rt. Jetzt sind ihre L&auml;nder von amerikanischen Energielieferungen abh&auml;ngig und m&uuml;ssen als &bdquo;Dank&ldquo; bei einer Abkehr davon <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/trump-zoelle-was-sind-strafzoelle-und-wie-funktionieren-sie,UeTeeha\">damit rechnen<\/a>, dass Exporte in die USA mit Einfuhrz&ouml;llen belegt werden.<\/p><p><strong>Was passiert, wenn &bdquo;der Russe&ldquo; doch nicht kommt?<\/strong><\/p><p>Es bleibt zu hoffen, dass nach den derzeitigen panikartigen Reaktionen der EU-Kommission und der Regierungen vieler europ&auml;ischer L&auml;nder wieder eine n&uuml;chterne Realpolitik einkehrt. Falls es US-Pr&auml;sident Trump tats&auml;chlich gelingt, den Krieg in der Ukraine auf dem Verhandlungsweg zu beenden, und wenn wider allen Behauptungen &bdquo;der Russe&ldquo; doch nicht weitere europ&auml;ische L&auml;nder angreift, k&ouml;nnten sich im g&uuml;nstigsten Fall zuk&uuml;nftige Generationen europ&auml;ischer Politiker kritisch mit der aggressiven und erfolglosen Au&szlig;enpolitik ihrer L&auml;nder an der Seite der USA auseinandersetzen. Denn:<\/p><ul>\n<li>Der Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo ist bis heute nicht endg&uuml;ltig beigelegt.<\/li>\n<li>In Afghanistan herrschen wieder die Taliban.<\/li>\n<li>Der Irak befindet sich seit seiner &bdquo;Befreiung&ldquo; 2003 immer wieder im B&uuml;rgerkrieg oder kurz davor.<\/li>\n<li>Libyen ist ein gescheiterter Staat.<\/li>\n<li>In Syrien sind islamistische Terroristen an der Macht.<\/li>\n<li>Russland <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115361\">verkauft<\/a> seine g&uuml;nstigen fossilen Energietr&auml;ger, die einstmals f&uuml;r einen langen wirtschaftlichen Aufschwung in Europa und insbesondere in Deutschland gesorgt haben, nun nach China und Indien.<\/li>\n<li>Die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me aus den Konfliktgebieten, in denen sich die europ&auml;ischen Staaten an gr&ouml;&szlig;tenteils v&ouml;lkerrechtlich fragw&uuml;rdigen milit&auml;rischen Interventionen beteiligt haben, haben zu innenpolitischen Spannungen gef&uuml;hrt, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Stabilit&auml;t gef&auml;hrden.<\/li>\n<\/ul><p>Vielleicht kommen sie dann zu dem Schluss, dass die Kriegsfalken und Geostrategen in den USA auch vor Trump noch nie die Bed&uuml;rfnisse Europas im Fokus hatten, sondern ihre eigenen geopolitischen Interessen verfolgt haben. Diese sind, folgt man der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_einzige_Weltmacht:_Amerikas_Strategie_der_Vorherrschaft\">Darstellung<\/a> des ehemaligen US-Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezi&#324;ski, die Sicherung der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten auf dem eurasischen Kontinent als Voraussetzung f&uuml;r die globale Vormachtstellung.<\/p><p>Vielleicht gelangen nach dieser Erkenntnis noch mehr europ&auml;ische F&uuml;hrungspolitiker neben dem ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orb&aacute;n und seinem slowakischen Amtskollegen Robert Fico zu der Einsicht, dass es f&uuml;r die Sicherheit und den Wohlstand des eigenen Landes vorteilhafter ist, mit den unmittelbaren Nachbarn in Frieden zu leben sowie ihre Sichtweisen und Bed&uuml;rfnisse zu akzeptieren, statt den geopolitischen Interessen der Vereinigten Staaten zu folgen.<\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130159\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: shocky\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/b6ff6b913163468581bc9cf9d8467649\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Aussetzen der US-Zuwendungen an die Ukraine reichen die milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten der verbliebenen Unterst&uuml;tzer bei Weitem nicht aus, um die Ausf&auml;lle zu kompensieren. Das zeigt eine entsprechende Analyse der Streitkr&auml;fte derjenigen L&auml;nder, die der Ukraine weiterhin zum Sieg verhelfen wollen. Auch die kurzfristig gefassten Pl&auml;ne zur Aufr&uuml;stung Europas k&ouml;nnen kaum verhindern, dass dem Land<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129826\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":129831,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,172,170,171],"tags":[1519,3293,2760,3240,813,2102,951,2066,466,1485,1367,259,2620,2873,2794,1800,260,1556,2377],"class_list":["post-129826","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-friedenspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-bellizismus","tag-bodenschaetze","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-drohnen","tag-geostrategie","tag-iran","tag-macron-emmanuel","tag-nato","tag-nordkorea","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-selenskyj-wolodymyr","tag-starmer-keir","tag-stellvertreterkrieg","tag-trump-donald","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenlieferungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Shutterstock_2133292397.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=129826"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130261,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129826\/revisions\/130261"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/129831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=129826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=129826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=129826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}