{"id":130115,"date":"2025-03-14T14:00:45","date_gmt":"2025-03-14T13:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130115"},"modified":"2025-03-20T09:55:14","modified_gmt":"2025-03-20T08:55:14","slug":"leserbriefe-zu-arbeitsministerium-entlaesst-mitarbeiterin-nach-hetzkampagne-von-bild-wegen-israel-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130115","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eArbeitsministerium entl\u00e4sst Mitarbeiterin nach Hetzkampagne von BILD wegen Israel-Kritik\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129962\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert <strong>Florian Warweg<\/strong> die fristlose Entlassung und den Verlust des Beamtenstatus der Referentin Melanie Schweizer durch das Arbeits- und Sozialministerium unter Hubertus Heil (SPD). Das sei &bdquo;nach einer massiven Hetzkampagne der <em>BILD-Zeitung&ldquo;<\/em> geschehen. F&uuml;r die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollte er daher wissen, &bdquo;wie das Ministerium, auch im Sinne der Meinungsfreiheit, die Entlassung einer Mitarbeiterin in Reaktion auf eine Verleumdungskampagne der <em>BILD<\/em> sowie mit Verweis auf &Auml;u&szlig;erungen in den sozialen Medien rechtfertigt, die Bezug nahmen auf Apartheidstrukturen in Israel und das mutma&szlig;lich genozidale Vorgehen in Gaza&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Warweg,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Ausdauer auf der BPK.<\/p><p>Herr Heil hat ja nicht grunds&auml;tzlich etwas gegen ultrarechten Rassismus, es darf halt nicht die falschen treffen, da hat er seine Prinzipien.&nbsp;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nElke Zetl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das ist ungeheuerlich was da passiert ist! Die BILD wie man sie schon 1968 kennengelernt hat, wo das Blatt gegen Studierende gehetzt hat, die gegen den Vietnamkrieg demonstriert haben. Heinrich B&ouml;ll hat in seinem Buch &bdquo;Die verlorene Ehre der Katharina Blum&ldquo;, ohne den Namen der Zeitung zu nennen, auf die BILD gezielt. Auch heute noch m&uuml;ssen Werkstudenten bei BILD im Vertrag unterschreiben, dass sie sich nicht negativ gegen USA und Israel &auml;u&szlig;ern d&uuml;rfen. So stellt sich das Arbeitsministerium mit BILD auf eine Stufe. Da hat wohl der amerikanische Vizepr&auml;sident Vance recht, wenn er die Meinungsfreiheit in Europa in Gefahr sieht.<\/p><p>Christine Ullrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Warweg,<\/p><p>sehr verdienstvoll ist es, dass Sie sich dieses Schmierentheater, genannt Bundespressekonferenz, immer noch antun!<\/p><p>Ich mag schon gar nicht mehr lesen, was diese Propaganda-, pardon Pressesprecher so von sich geben. Wenn sie nicht l&uuml;gen, verschweigen sie. Man kann diese Haltung in einem Satz zusammenfassen: Der B&uuml;rger hat die Politik gef&auml;lligst zu akzeptieren, Begr&uuml;ndung ist nicht n&ouml;tig, Nachfragen sind Majest&auml;tsbeleidigung.<\/p><p>Nun k&ouml;nnte man daraus den Schluss ziehen, es einfach zu lassen. Vergiss diese Pressekonferenz, vergiss die Regierung, vergiss dieses Land.<\/p><p>Mein Vorschlag, machen Sie weiter, solange Sie nicht Leib, Leben oder berufliche Existenz riskieren. Ihre Arbeit ist wichtig f&uuml;r die Geschichtsb&uuml;cher. Und ich w&uuml;rde es kommentiert ver&ouml;ffentlichen (ich meine die in Leder gebundenen dicken Sammelb&auml;nde, nicht die t&auml;glichen Berichte auf den NDS), geordnet nach Verst&ouml;&szlig;en gegen Demokratie, Menschenrechte, Verfassung, Gute Sitten und Anstand, etc.. So haben es Historiker sp&auml;ter leichter, den Niedergang der Deutschen Demokratie, nach Symptomen gegliedert, einzuordnen und den zeitlichen Verlauf zu dokumentieren.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Florian Warweg!<\/p><p>Ach ja, die BILD&hellip;! Klar, man k&ouml;nnte jetzt schlicht sagen, was hat irgendwer, der noch halbwegs bei Verstand ist, anderes erwartet. Doch ich finde es richtig, auch nach den entsprechenden Erg&uuml;ssen dieses Mediums, darauf hinzuweisen, wenn sie es mal wieder gar zu sehr &uuml;bertrieben haben. W&uuml;rde man die journalistische Landschaft im Aufbau eines menschlichen K&ouml;rpers abbilden, dann k&auml;men der BILD die Ebenen vom Mastdarm abw&auml;rts zu. Allerdings, so muss man einr&auml;umen, ist dieser Bereich eben auch kaum entbehrlich. Denn irgendwie muss der Shit ja raus. Die Springer &ndash; Leute bieten daf&uuml;r ihr ganz spezielles &bdquo;stilles&ldquo; &Ouml;rtchen an und den Schl&uuml;ssel geben sie niemals aus der Hand. Genau da hat sich die Frau Melanie Schweizer, f&uuml;r einige Oberklofrauen &ndash; und M&auml;nner, wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>wie schafft man es, einen solchen Artikel zu schreiben, ohne an die AfD zu denken, die dieses Problem t&auml;glich hat? Warum ausgerechnet die Sorge f&uuml;r diese spezielle Kleinpartei und diese spezielle Person? Dies ist umso problematischer, als Mitarbeiter des &ouml;ffentlichen Dienstes und staatlich gef&ouml;rderter&nbsp;NGOs im Bundestag sehr stark vertreten sind.<\/p><p>Weiterhin ist zu unterscheiden zwischen der rechtlichen Bewertung durch den Arbeitgeber und die neue (ampelbedingte)&nbsp;Gesetzeslage, wonach der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz zur&uuml;ckklagen muss und nicht der Arbeitgeber ihn rausklagen muss. Auch das h&auml;tte erw&auml;hnt werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Wobei die h&ouml;chstrichterliche Bewertung noch aussteht.<\/p><p>Warum diese Einseitigkeit? Egal wie man politisch steht, sollte man immer noch unterscheiden k&ouml;nnen zwischen den Inhalten der AfD und dem Umgang mit der AfD sowie zwischen der Partei selbst und individuellen Mitgliedern mit speziellen Eigenschaften. Was man bei anderen Parteien ja auch kann!&nbsp;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p><em><strong>Anmerkung FW:<\/strong> Lieber Leser, ich verstehe ehrlich gesagt Ihren Punkt nicht. Hier geht es um eine Juristin des Bundesarbeitsministeriums, die wegen privaten &Auml;u&szlig;erungen und Kritik am nachweislich v&ouml;lkerrechtswidrigen Vorgehen Israels in Gaza und Westbank gefeuert wurde. Dar&uuml;ber habe ich geschrieben. Einseitig w&auml;re es gewesen, wenn es einen &auml;hnlichen Fall in einem Bundesministerium gegeben h&auml;tte, mit einem Beamten mit AfD-Mitgliedschaft, der ebenfalls f&uuml;r seine privaten &Auml;u&szlig;erungen in dieser Form entlassen worden w&auml;re und seinen Beamtenstatus verloren h&auml;tte &ndash; und ich diesen Fall ignoriert h&auml;tte. Mir ist ehrlich gesagt aber so ein Fall nicht bekannt. Falls es so einen Fall gibt, schicken sie unserer Redaktion gerne entsprechende Informationen zu. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>Sie erw&auml;hnen den &ldquo;Antisemitismusbeauftragten&rdquo; Felix Klein, der sich in der Osnabr&uuml;cker Zeitung feist &uuml;ber die Pl&auml;ne und Absichten von Donald Trump freute, die Pal&auml;stinenser aus dem Gaza-Streifen zu vertreiben. Weil Felix Klein die &Auml;u&szlig;erungen von Trump billigte, habe ich beim Bundestag eine Petition eingereicht mit der Bitte um die Amtsenthebung von Felix Klein, sowie eine (wortgleiche) Strafanzeige gegen Felix Klein bei der Staatsanwaltschaft Berlin wegen eines m&ouml;glichen Versto&szlig;es gegen &sect; 140 Nr. 2 StGB, &sect; 130 Abs. 5 StGB. (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/felix-klein-07.03.2025-4.odt\">siehe hier<\/a>)<\/p><p>Ich sagen Ihnen das, weil ich ja nichts dagegen h&auml;tte, wenn da mal jemand dr&uuml;ber berichten w&uuml;rde. Das Aktenzeichen beim Petitionsausschuss des Bundestages oder bei der StA Berlin ist mir noch nicht bekannt, da ich das auch erst letzten Freitag abgeschickt hatte.<\/p><p>Gegen einen weiteren&nbsp;&ldquo;Antisemitismusbeauftragten&rdquo;, diesmal des Landes Brandenburgs, mit dem Namen Andreas B&uuml;ttner, hatte ich ebenfalls eine Petition gerichtet auf Amtsenthebung eingereicht. Die Israelh&ouml;rigkeit und der Hass auf die Pal&auml;stinenser war bei diesem &ldquo;Antisemitismusbeauftragten&rdquo; einfach zu offensichtlich, als dass ich dazu geschwiegen h&auml;tte. (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/petition-landtag-brandenburg-bitte-um-amtsenthebung-von-andreas-buttner-29.01.2025-2.odt\">Siehe bei Interesse hier<\/a>). Die Petition soll wohl im April beraten werden. Das Aktenzeichen beim Petitionsausschuss des Landtags Brandenburgs lautet Pet.-Nr. 123\/8.<\/p><p>Weiterhin, wegen dem demokratiefeindlichen Umgang mit der UN-Ermittlerin Francesca Albanese w&auml;hrend ihres Besuches im Berlin im Februar 2025 hatte ich beim&nbsp;Abgeordnetenhaus Berlin folgende Petition eingereicht: Hinwirken auf Amtsenthebungen durch Verabschiedung einer Demokratie-Resolution: Amtsenthebung von Berlins B&uuml;rgermeister Kai Wegner, Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborrahin, Innensenatorin Iris Spranger und FU-Pr&auml;sident G&uuml;nter Ziegler, f&uuml;r ihren Verrat an unseren demokratischen Werten. &ndash; Zionistische Organisationen in Deutschland untergraben die freiheitlich-demokratische Ordnung und bek&auml;mpfen sie aktiv. (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/petition-abgeordnetenhaus-berlin-zionistische-organisationen-in-deutschland-untergraben-die-freiheitlich-demokratische-ordnung-und-bekampfen-sie-aktiv-6.odt\">siehe hier<\/a>) Das Aktenzeichen beim Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses ist mir noch nicht bekannt.<\/p><p>Schon im Januar 2025 hatte ich beim Bundesinnenministerium Verbotsantr&auml;ge gegen verschiedene Einflussoperationen Israels in Deutschland gestellt, (Deutsch-Israelische-Gesellschaft, Zentralrat der Juden in Deutschland, Tikvah Institut), mit der Begr&uuml;ndung, dass sie das v&ouml;lkerrechtswidrige Vorgehen Israels propagandistisch unterst&uuml;tzen.&nbsp;In der Sache werde ich wohl Unt&auml;tigkeitsklage einreichen m&uuml;ssen. Fast wortgleich war meine Anzeige bei der StA Berlin&nbsp;gegen Volker Beck und gegen Dr. Josef Schuster wegen (versuchter) Strafvereitelung und &ouml;ffentlicher Aufforderung zur Strafvereitelung, weil sie die Bundesregierung dahingehend beeinflussen wollten, dass der gesuchte Kriegsverbrecher Benjamin Netanjahu nicht von der Bundesregierung verhaftet wird (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/zionismusterroristen-kriegsverbrecher-volkermord-israel-was-kann-das-recht-hier-leisten-20.odt\">bei Interesse hier<\/a>;&nbsp;<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1-anhang-iv-zu-den-verbotsantragen-gegen-zionistische-organisationen-heusgen-30.odt\">oder hier<\/a>; meine Petition an das Berliner Abgeordnetenhaus ist zu diesen Verbotsantr&auml;gen der Anhang V = wortgleich).<\/p><p>In einer j&uuml;ngeren Entscheidung des VG Frankfurt, 16.12.2024 &ndash; 5 L 3799\/24.F wurden Waffenlieferungen an Israel durchgewunken (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/rechtsbeugung-vg-frankfurt-main-20.odt\">siehe hier<\/a>; Anhang: <a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1-vg-regensburg-vg-frankfurt-hollywood-und-israelwood-1.odt\">siehe hier<\/a>). Laut einer Entscheidung des VG Regensburg, 07.10.2024 &ndash; RO 9 K 24.782 kann einem Pal&auml;stinenser die Einb&uuml;rgerung verwehrt werden, wenn er das &ldquo;Existenzrecht&rdquo; Israels nicht anerkennt (<a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/rechtsbeugung-vg-regensburg-30.odt\">siehe hier<\/a>; Anhang: <a href=\"https:\/\/notizblaetterteig.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1-vg-regensburg-vg-frankfurt-hollywood-und-israelwood-1.odt\">siehe hier<\/a>).&nbsp;Gegen die Richter, die an den beiden genannten Verwaltungsgerichtsentscheidungen beteiligt waren, hatte ich Anzeige wegen Rechtsbeugung (&sect; 339 StGB) gestellt.<\/p><p>Die sog. &ldquo;Antisemitismus-Resolution&rdquo; wurde in der Entscheidung VG Frankfurt, Beschlu&szlig; vom 16.12.2024 &ndash; 5 L 3799\/24.F dazu benutzt Waffenlieferungen an Israel vor der gerichtlichen Kontrolle, ob das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht eingehalten wird oder ob Menschenrechte eingehalten werden, abzuschirmen. Allein dieser Sachverhalt erf&uuml;llt meiner Ansicht nach bereits den Straftatbestand der Rechtsbeugung (&sect; 339 StGB).<\/p><p>Das VG Regensburg behauptete in seinem Leitsatz Nr. 1: &ldquo;Das Bekenntnis nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a StAG zur besonderen historischen Verantwortung Deutschlands f&uuml;r die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihre Folgen, insbesondere f&uuml;r den Schutz j&uuml;dischen Lebens, verlangt auch ein inhaltlich wirksames Bekenntnis des Einb&uuml;rgerungsbewerbers zur Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel.&rdquo; Daf&uuml;r gibt es weder im vorgeschlagenen Gesetzestext (BT-Drucksache 20\/10093), noch im verabschiedeten Gesetzestext einen Anhaltspunkt, und auch nicht in der Begr&uuml;ndung der Gesetzesentw&uuml;rfe (Entwurf der Bundesregierung, Beschlu&szlig;empfehlung des Innenausschusses des BT) Es handelt sich damit um eine Auslegung gegen den Wortlaut des Gesetzes. Eine Auslegung gegen den Wortlaut des Gesetzes ist nicht m&ouml;glich, erf&uuml;llt meiner Ansicht nach aber den Tatbestand der Rechtsbeugung (&sect; 339 StGB).<\/p><p>Im Falle des VG Regensburgs hat Staatsanwalt Dr. Moritz B&uuml;chele mit einer nicht &uuml;berzeugenden antidemokratischen Begr&uuml;ndung meiner Strafanzeige &ldquo;gem&auml;&szlig; &sect; 152 Abs. 2 StPO keine Folge gegeben&rdquo; (Staatsanwaltschaft Regensburg &ndash; 202 Js 2558\/25). Insbesondere hei&szlig;t es in dem Schreiben des Staatsanwalts vom 01.02.2025: &ldquo;Letztlich wird es jedoch der Rechtsprechung obliegen, den Begriff (der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands f&uuml;r die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihrer Folgen) zu konturieren&rdquo;, so Dr. Moritz B&uuml;chele. Ich glaube nicht, dass die Rechtsprechung eine monarchistisch anmutende Pr&auml;rogative dahingehend hat, Begriffe nach ihrem Belieben zu interpretieren, insbesondere, wenn es erkennbar gegen den Wortlaut des Gesetzes und gegen den im Wortlaut erkennbaren Willen des Gesetzgebers geht.&nbsp;Ich glaube auch nicht, dass die Rechtsprechung eine monarchistisch anmutende Pr&auml;rogative dahingehend hat, die Geschichte zu interpretieren. Dr. Moritz B&uuml;chele offenbart in seiner Begr&uuml;ndung ein seltsames Demokratieverst&auml;ndnis.<\/p><p>Das VG Regensburg argumentierte ahistorisch, entgegen dem Wortlaut des Gesetzes, und beging daher Rechtsbeugung: &bdquo;Ist also die Gr&uuml;ndung des Staates Israel nur drei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges eine wesentliche Konsequenz aus dem staatlich organisierten V&ouml;lkermord an den europ&auml;ischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland w&auml;hrend des 2. Weltkriegs, muss sich die historische Verantwortung Deutschlands f&uuml;r die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihre Folgen zwangsl&auml;ufig nicht allein auf den &ndash; bereits durch Grundgesetz (etwa Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 2 Satz 1 oder 3 Abs. 3 GG) und weitere Normen des einfachen Rechts (etwa &sect;&sect; 46 Abs. 3, 130 StGB) mit adressierten &ndash; Schutz j&uuml;dischen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland beziehen, sondern auch auf die Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel als &bdquo;Zufluchtsort&ldquo; f&uuml;r Menschen j&uuml;dischen Glaubens.&ldquo;. Das hat mit den historischen Tatsachen nichts zu tun und ist lediglich pro-israelische Staatspropaganda.<\/p><p>Die Bestrebungen einen Staat Israel zu gr&uuml;nden, existierten bereits lange vor dem Nationalsozialismus. Der Zionismus ist viel &auml;lter als der Nationalsozialismus. Warum soll es dann eine historische Konsequenz aus dem Nationalsozialismus sein einen Staat Israel zu gr&uuml;nden, wenn diese Absichten schon l&auml;ngst bestanden? Schon im Jahre 1917 versprach die damalige Weltmacht Gro&szlig;britannien (ein brutales Kolonialreich mit Rassentrennung und Rassentheorien) den Juden einen Staat in Pal&auml;stina, n&auml;mlich in der sog. Balfour-Deklaration, ohne nat&uuml;rlich die Pal&auml;stinenser oder die Syrer oder die Araber zu fragen, versteht sich.&nbsp;<\/p><p>Insbesondere haben Zionisten in den 1930ern und 1940er Jahren selbst Pal&auml;stinenser verfolgt, vertrieben und ermordet, also genau zu der Zeit, als Juden in Europa verfolgt und ermordet wurden, und zwar nicht nur von Deutschen, sondern von Antisemiten und NS-Kollaborateuren in ganz Europa. Die j&uuml;dischen &ldquo;Siedler&rdquo; haben die Pal&auml;stinenser in den 1930ern und 1940er Jahren durch Landraub, mit Pogromen, Terroranschl&auml;gen und milit&auml;rischer Gewalt mehr und mehr vertrieben und\/oder ermordet. Die Zionisten haben bereits V&ouml;lkermord (gegen die Pal&auml;stinenser) begangen, als es dieses Wort im V&ouml;lkerrecht noch gar nicht gab, sprich also insbesondere in den 1930ern und 1940ern. Warum sollte es dann eine historische Konsequenz aus dem Nationalsozialismus sein einen Staat Israel zu gr&uuml;nden? Das ist doch vollkommen l&auml;cherlich.<\/p><p>Im Falle des&nbsp;VG Frankfurts hat Oberstaatsanwalt Mies mit Schreiben vom 27.02.2025 &ldquo;die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens&rdquo; mit Verweis auf &sect;&sect; 152 Abs. 2 i.V.m. &sect; 160 StPO &ldquo;abgelehnt&rdquo; (Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft Frankfurt Main &ndash; 8570 Js 210458\/25).&nbsp;Oberstaatsanwalt Mies hat sich im Gegensatz zu&nbsp;Dr. Moritz B&uuml;chele gar nicht erst die M&uuml;he gemacht, das zu begr&uuml;nden, denn er wird wohl wissen, dass diese rechtsbeugerische Entscheidung nicht zu verteidigen ist.<\/p><p>Die Ablehnung von Strafanzeigen ohne Begr&uuml;ndung, auch das offenbart ein seltsames Demokratieverst&auml;ndnis.<\/p><p>Die pro-israelischen gesetzgeberischen Aktivit&auml;ten des Bundestages kann man u.a. an drei Punkten festmachen, erstens: an der Einf&uuml;hrung des &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a StAG durch das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangeh&ouml;rigkeitsrechts v. 22.03.2024, woraufhin das VG Regensburg in einem am 7. Oktober 2024 verk&uuml;ndeten Urteil von Einb&uuml;rgerungsbewerbern die Anerkennung des &ldquo;Existenzrechtes&rdquo; von Israel verlangt (Aktenzeichen: RO 9 K 24.782), und zweitens: an der sog. Antisemitismus-Resolution des Bundestages aus dem November 2024 (BT-Drs. 20\/13627), die das Verwaltungsgericht Frankfurt heranzog, um in einem Beschlu&szlig; vom 16.12.2024 die Erm&ouml;glichung von bundesdeutschen R&uuml;stungsexporten trotz V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen, trotz V&ouml;lkermord und trotz Kriegsverbrechen an Israel zu rechtfertigen (Aktenzeichen: 5 L 3799\/24.F).<\/p><p>Drittens kann man die pro-israelischen gesetzgeberischen Aktivit&auml;ten des Bundestages an dem mit der Mehrheit des Bundestages verabschiedeten Antrag mit dem Titel &ldquo;Antisemitismus und Israelfeindlichkeit an Schulen und Hochschulen entschlossen entgegentreten sowie den freien Diskursraum sichern&rdquo; (BT-Drs. 20\/14703) festmachen, wodurch lediglich pro-israelische Staatspropaganda vorgeschrieben und jeder Dissenz unterdr&uuml;ckt wird, sowie die Gleichschaltung der bundesdeutschen Schulen und Hochschulen auf die Politik des Staates Israels, insbesondere in dem K&ouml;pfen der Sch&uuml;ler, Studenten und des Lehrpersonals, vorgenommen wird.<\/p><p>Das war ein bisschen Hintergrund.<\/p><p>Warum erz&auml;hle ich Ihnen das alles? Es w&auml;re nicht schlecht, wenn irgend jemand mal dar&uuml;ber berichten w&uuml;rde und so vielleicht ein bisschen Druck auf diese Demokratiezerst&ouml;rer zustande k&auml;me.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErnesto Loll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129962\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert <strong>Florian Warweg<\/strong> die fristlose Entlassung und den Verlust des Beamtenstatus der Referentin Melanie Schweizer durch das Arbeits- und Sozialministerium unter Hubertus Heil (SPD). 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