{"id":130159,"date":"2025-03-16T15:00:59","date_gmt":"2025-03-16T14:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130159"},"modified":"2025-03-15T02:32:52","modified_gmt":"2025-03-15T01:32:52","slug":"leserbriefe-zu-europa-im-panikmodus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130159","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEuropa im Panikmodus\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129826\">In diesem Beitrag<\/a> vertritt <strong>Karsten Montag<\/strong> die These, dass die milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten der verbliebenen Unterst&uuml;tzer der Ukraine bei Weitem nicht ausreichen w&uuml;rden, um die Ausf&auml;lle durch das Aussetzen der US-Zuwendungen zu kompensieren. Die milit&auml;rischen Zuwendungen der USA seien gr&ouml;&szlig;er als die aller anderen Unterst&uuml;tzerstaaten zusammen gewesen. Die europ&auml;ische Aufr&uuml;stung komme zu sp&auml;t und k&ouml;nne die Satellitenaufkl&auml;rung und Starlink der USA nicht kurzfristig ersetzen. Gegen die Atommacht Russland k&ouml;nne ein Krieg niemals gewonnen werden. Die europ&auml;ischen Transatlantiker st&uuml;nden daher vor einem Scherbenhaufen. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Montag,<\/p><p>danke f&uuml;r den guten Artikel.<\/p><p>Die Aufr&uuml;stung in der EU war schon lange, bevor man Russland und den Stellvertreterkrieg um die Ukraine als Ausrede benutzt, beschlossen worden.<\/p><p>Schon 1999 wurde das angedacht.<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iss.europa.eu\/publications\/alerts\/new-impetus-esdp\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">iss.europa.eu\/publications\/alerts\/new-impetus-esdp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Helsinki_Headline_Goal\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">en.wikipedia.org\/wiki\/Helsinki_Headline_Goal<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA. Haack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Europa im Panikmodus? Naja, nicht ganz Europa. Es gibt da noch Vernunft und EU ist nicht Europa. Und Russland, das auch zu Europa geh&ouml;rt, ist ebenfalls nicht im Panikmodus. Ist aber richtig, es sind viele die sich derzeit als Kriegshetzer wichtig machen.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Was also geht in den K&ouml;pfen der Kriegsfalken in London, Paris, Berlin und Br&uuml;ssel vor?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Krieg gegen Russland bis zum Sieg? Wenn sie ihre K&ouml;pfe nicht nur zum H&uuml;tetragen h&auml;tten, w&auml;re klar dass die Realit&auml;t genau andersrum aussieht. Soweit es sich nicht um v&ouml;llig abgedrehte Psychopathen handelt, die nicht mal mehr einen Rest Wirklichkeit wahrnehmen, siehe z.B. &ldquo;unser&rdquo; Lenchen, geht es denen nur um eins. Die wollen ihre gutdotierten P&ouml;stchen in der Politik nicht verlieren. Deshalb um jeden Preis weitermachen! Realit&auml;t jenseits der Nasenspitze? Vergiss es!<\/p><p>Das Gute aber ist, die wollen zwar (aufr&uuml;sten und Krieg f&uuml;hren), aber sie k&ouml;nnen nicht! Ein Deutschland, das nicht einmal in der Lage ist einen Bahnhof zu bauen oder Autobahnbr&uuml;cken zu reparieren, von all dem &uuml;brigen, Gesundheits- und Sozialsystem, etc., ganz zu schweigen, kann einfach nicht. Schulden machen wollen sie und das k&ouml;nnen sie auch. Aber weiter geht der Plan nicht. Hauptsache das Geld kommt irgendwie bei Blackrock an.<\/p><p>Wir leben in unruhigen Zeiten, die Welt &auml;ndert sich rapide. Aber das geht an Europa vorbei. Liebe Deutsche Bundesl&auml;nder, besinnt euch auf eure Lokalkultur! Dann k&ouml;nnt ihr in Zukunft wenigstens noch mit Tourismus ein bisschen Geld verdienen. Und Chinesische Touristen mit der Fahrradrikscha zur Lorelei kutschieren. Oder Bayrisches Bier und Frankfurter W&uuml;rstchen im Vergn&uuml;gungspark Deutschland verkaufen. Mit Achterbahn, Schie&szlig;buden und Geisterbahn aus den Guten alten Zeiten. Mit Wachsfiguren&nbsp; Lenchen, Robert und Olaf, wie es fr&uuml;her einmal war.<\/p><p>De mortuis nihil nisi bene et Quatsch et So&szlig;e,<\/p><p>Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Montag,<\/p><p>zu den genannten Ausf&uuml;hrungen m&ouml;chte ich eine andere Sichtweise beif&uuml;gen: Gibt es m&ouml;glicherweise Konflikte einfach aufgrund einer unterschiedlichen Mentalit&auml;t zwischen amerikanischer und europ&auml;ischer Denkweise?<\/p><p>In den USA ist ja das Tragen von Waffen im Alltag scheinbar etwas &ldquo;Normales&rdquo; um sich sicherer zu f&uuml;hlen. In Europa ist es nicht so. Auch wenn die amerikanische Sicht meines Erachtens schon etwas Pathologisches ist, k&ouml;nnte es ja durchaus sein, dass es Situationen gibt, wo diese Denkweise mehr Flexibilit&auml;t erm&ouml;glicht. Wenn in Europa z.B. Forderungen nach mehr Waffen in der Argumentationskette nur m&ouml;glich sind, indem auf Kriegsszenarien verwiesen wird, sollte in amerikanischer Sichtweise Waffen und Frieden kein Ausschlusskriterium sein.<\/p><p>Anscheinend sollen ja der R&uuml;stungsindustrie Milliarden zugetragen werden, wovon die Politiker &ndash; beiderseits des Atlantiks &ndash; schwer abzubringen sein werden. Nur: im europ&auml;ischen Denken f&uuml;hrt das zu einer &ldquo;Quadratur des Kreises&rdquo;, wo europ&auml;isch-transatlantische Politiker &uuml;ber Servilit&auml;t ihr Gesicht verlieren m&uuml;ssen, w&auml;hrend sich amerikanische Politiker wohl alle Handlungsm&ouml;glichkeiten vorstellen k&ouml;nnen, also auch R&uuml;stung und gleichzeitig Frieden.<\/p><p>Beides finde ich nicht gut: ich bin f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung und denke, s&auml;mtliche Politiker k&ouml;nnen sich nicht den Einfl&uuml;ssen der R&uuml;stungslobby erwehren. Da w&auml;ren mentale Waffen und pers&ouml;nlicher Mut angesagt &hellip;&hellip;<\/p><p>MfG<br>\nNorbert Nielsen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Der Ukraine-Krieg ist bzw. war ein von den USA provozierter Krieg mit dem Ziel, Russland als Rivalen auszuschalten, die Ukraine auszubeuten und zum amerikanischen Br&uuml;ckenkopf vor den Toren Moskaus auszubauen und &ndash; nicht zuletzt &ndash; Europa zu schw&auml;chen, von Russland zu trennen, von den USA &ouml;konomisch noch abh&auml;ngiger zu machen. Man kann also durchaus auch von einem Krieg der USA gegen Europa sprechen. Die europ&auml;ischen Eliten &ndash; gekauft, erpresst, verblendet &ndash; haben sich f&uuml;r diese gegen die ureigenen Interessen ihrer L&auml;nder und V&ouml;lker gerichtete Politik einspannen lassen.<\/p><p>Jetzt kommt die neue amerikanische Regierung und befindet: Es ist genug! Sie haben ihre Ziele nicht vollst&auml;ndig, aber doch zu einem guten Teil erreichen k&ouml;nnen, zumindest was die Schw&auml;chung Europas und die Ausbeutung der Ukraine betrifft. Weitere Investitionen in diesen Krieg lohnen sich f&uuml;r die USA nicht. Jetzt d&uuml;rfen die Europ&auml;er den Dreck wegr&auml;umen und die Zeche bezahlen. Sie waren ja bl&ouml;d genug, mitzumachen. Die USA stecken den Profit ein und wenden sich neuen Zielen zu.<\/p><p>Und was machen die europ&auml;ischen Eliten? Sie wollen diesen amerikanischen Krieg gegen Europa ohne Amerika weiterf&uuml;hren &ndash; weil sie nicht mehr aus der Spur heraus k&ouml;nnen, in die sie einmal gesetzt worden sind! Wie ein gek&ouml;pftes Huhn, das noch weiter rennt.<\/p><p>Ich kann mir trotz aller Warnungen vern&uuml;nftiger Menschen einfach nicht vorstellen, dass es in Europa wirklich zu einem atomaren Krieg kommen k&ouml;nnte. Dazu fehlt mir einfach die Vorstellungskraft. Aber selbst wenn der dritte Weltkrieg vorerst ausbleibt &ndash; allein schon, dass jetzt Hunderte von Milliarden f&uuml;r sinnlose R&uuml;stung verpulvert werden, auf Kosten der kommenden Generationen, auf Kosten von Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur, Gesundheit und Kultur, dass unser Verh&auml;ltnis zum wichtigsten Nachbarn Russland f&uuml;r Generationen vergiftet wird, das ist ein ungeheurer Schaden, ein monstr&ouml;ses Verbrechen.<\/p><p>Die gekauften &bdquo;Experten&ldquo;, die uns die Alternativlosigkeit dieser verbrecherischen Politik erkl&auml;ren, das Journalistenpack, das den Irrsinn bejubelt und befeuert und gegen Andersdenkende zu Felde zieht &ndash; die kennen wir alle noch von Corona. War nicht mal von Aufkl&auml;rung die Rede? Haha. Sie werden sich f&uuml;r ihre Russland-Hetze ebenso wenig zu verantworten haben wie f&uuml;r ihre Corona-Hetze. Was wir leider auch noch kennen: die Herde der Schlafschafe, die sich gl&auml;ubig bl&ouml;kend zur Schlachtbank f&uuml;hren l&auml;sst&hellip;<\/p><p>Diese Schafherde ist es, die laut der ARD-Umfrage zu 66% der neuen Hochr&uuml;stung und Konfrontationspolitik zustimmt. Es ist die gleiche Mehrheit, die 1914, von Propaganda besoffen, jubelnd in den Krieg zog. Machen wir uns nichts vor: Auch wenn die ARD bei ihrer Umfrage nicht geschummelt und Aufr&uuml;stung mit Infrastruktur gekoppelt h&auml;tte, d&uuml;rfte es noch eine satte Mehrheit f&uuml;r Aufr&uuml;stung gegeben haben. Es w&auml;re illusion&auml;r, zu glauben, dass jahrelange Gehirnw&auml;sche ohne Wirkung bleibt.<\/p><p>Der Erf&uuml;llung von Kants Forderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, sind wir seit Kants Zeiten keinen Millimeter n&auml;her gekommen. &ndash; Ich danke den Nachdenkseiten und anderen alternativen Medien, dass sie den Kampf gegen die Dummheit trotz scheinbarer Aussichtslosigkeit nicht aufgeben!<\/p><p>Joachim M&auml;dlow<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129826\">In diesem Beitrag<\/a> vertritt <strong>Karsten Montag<\/strong> die These, dass die milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten der verbliebenen Unterst&uuml;tzer der Ukraine bei Weitem nicht ausreichen w&uuml;rden, um die Ausf&auml;lle durch das Aussetzen der US-Zuwendungen zu kompensieren. Die milit&auml;rischen Zuwendungen der USA seien gr&ouml;&szlig;er als die aller anderen Unterst&uuml;tzerstaaten zusammen gewesen. 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