{"id":13020,"date":"2012-04-27T15:37:35","date_gmt":"2012-04-27T13:37:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13020"},"modified":"2012-04-27T15:37:35","modified_gmt":"2012-04-27T13:37:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13020","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h01\">UNCTAD beh&auml;lt umfassendes Mandat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h02\">Kritik am deutschen Krisenkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h03\">Frankreich braucht keine Wahl, sondern eine Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h04\">OECD-Berechnungen &ndash; Geh&auml;lter in Griechenland um ein Viertel eingebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h05\">Paul Krugman &ndash; Death of a Fairy Tale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h06\">Neuver&ouml;ffentlichung: Deutschland im Schattenfinanzindex 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h07\">NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h08\">Ein Jahr Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit: Mit 79.000 Personen nur moderate Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h09\">Nokia baut Werk in Vietnam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h10\">T&ouml;dlich untersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h11\">Demokratieerkl&auml;rung rechtswidrig: Schwerer Schlag f&uuml;r Kristina Schr&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h12\">Des K&uuml;nstlers Brot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=13020#h13\">GEW und fzs: &ldquo;Bologna-Software muss von Hardware untersetzt werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13020&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>UNCTAD beh&auml;lt umfassendes Mandat<\/strong><br>\nDie UN-Konferenz &uuml;ber Handel und Entwicklung (UNCTAD) beh&auml;lt ihr Mandat, sich auch mit Fragen der Makro&ouml;konomie und des Finanzsystems zu befassen. Dies beschlossen die Delegierten zum Ende der 13. UNCTAD-Konferenz in Doha (Katar). Der gr&uuml;ne Entwicklungspolitiker Thilo Hoppe begr&uuml;&szlig;te das Ergebnis der Konferenz. Auch viele nichtstaatliche Organisationen hatten sich gegen eine Beschneidung der Kompetenzen der UNCTAD ausgesprochen.<br>\n&ldquo;Die Industriel&auml;nder wollten nicht weniger, als die UNCTAD in vielen Bereichen mundtot zu machen&rdquo;, erkl&auml;rte Hoppe am Freitag in Berlin. Die Industriestaaten unter F&uuml;hrung der sogenannten JZ-Gruppe (Japan, USA, Kanada, Neu Seeland, Australien, Norwegen, Schweiz) h&auml;tten gefordert, sie solle sich nicht mehr mit Fragen wie der globalen Finanzkrise, Entschuldung, Investitionen, Spekulation mit Agrarrohstoffen, nachhaltiger Entwicklung und Technologietransfer befassen, obwohl sie hierzu in den vergangenen Jahrzehnten wissenschaftlich fundierte und brillante Analysen geliefert habe.<br>\n&ldquo;Der Vorsto&szlig; der JZ-Gruppe, bei dem die EU und die Bundesregierung scheinheilig, aber energisch Pate standen, konnte nun abgewehrt werden&rdquo;, sagte Hoppe, Sprecher f&uuml;r Weltern&auml;hrung der Gr&uuml;nen im Bundestag. &ldquo;Die wichtigsten Punkte wurden im Abschlussdokument verankert, auch wenn es einzelne Abstriche gegen&uuml;ber entwicklungsf&ouml;rderlicheren und progressiveren Vorschl&auml;gen gab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=8350:unctad-behaelt-umfassendes-mandat&amp;catid=42&amp;Itemid=83\">epo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kritik am deutschen Krisenkurs<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europas Presse zur Euro-Krise &ndash; &ldquo;Das Ende des deutschen Diktats&rdquo;<\/strong><br>\nDer Aufstand gegen die Merkels Eurokrisen-Politik dominiert die Kommentare in Europas Zeitungen. &ldquo;El Pais&rdquo; feiert Fran&ccedil;ois Hollande als &ldquo;Asterix gegen das germanische Reich der Sparma&szlig;nahmen&rdquo;. Aber was soll werden, &ldquo;wenn Deutschland das einzige Land ist, das sich noch an Regeln h&auml;lt?&rdquo; fragt &ldquo;Trouw&rdquo;. [&hellip;]<br>\nWenn sich Sarkozys Niederlage im zweiten Wahlgang best&auml;tigt und Frankreich einen neuen Pr&auml;sidenten bekommt, dann hei&szlig;t das allerdings nicht, dass der neue Staatschef wirklich auf das deutsche Diktat in Europa reagieren wird. Insbesondere weil die M&auml;rkte Frankreich bald mit hohen Kreditzinsen drohen werden, wenn es sich nicht an die deutsche Politik anpasst. Denn Regierungen kann man einsch&uuml;chtern, V&ouml;lker nicht. Aus diesem Grund hat jetzt das Ende des deutschen Diktats begonnen, ganz egal ob Fran&ccedil;ois Hollande gew&auml;hlt wird oder nicht.&rdquo; (&ldquo;To Vima&rdquo;, Athen, 23. April)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,830111,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie sagt man &bdquo;Basta&ldquo; auf Deutsch?<\/strong><br>\nTrotz der sozialen und politischen Folgen preisen die Bundesbank und Angela Merkel nach wie vor den Sparkurs, der seit zwei Jahren in Europa gesteuert wird. Es sei Zeit, den Schaden zu begrenzen, protestiert der spanische Politologe Jos&eacute; Ignacio Torreblanca. [&hellip;]<br>\nIst die Zeit gekommen, Berlin gegen&uuml;ber &bdquo;Basta&ldquo; zu sagen? Ja, absolut. Doch wie? Indem man von Br&uuml;ssel aus die nationalen Reformprogramme mit dem europ&auml;ischen Wachstumsprogramm koordiniert. Dazu muss das zersplitterte politische und institutionelle Gleichgewicht in Europa wiederhergestellt werden. Einerseits wurde die Europ&auml;ische Kommission, die im Namen aller Mitgliedsstaaten sprechen sollte, vom politischen Spiel ausgeschlossen. Am Anfang seiner zweiten und letzten Amtsperiode w&auml;re ihr Pr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Dur&atilde;o Barroso fast zu einer echten F&uuml;hrungsfigur geworden. Doch sobald die Dinge spannend wurden, lie&szlig; er die Strategie des nachhaltigen Wachstums, die er seit Jahren vertreten hatte, von heute auf morgen fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/1881011-wie-sagt-man-basta-auf-deutsch\">El Pais via Presseurop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein sch&ouml;ner Artikel, der jedoch einen inhaltlichen Fehler hat: Das Ende der Weimarer Republik ist weniger auf die Hyperinflation der fr&uuml;hen 1920er, als vielmehr auf die Deflation der fr&uuml;hen 1930er zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Diese Deflation war eine direkte Folge der Austerit&auml;tspolitik Br&uuml;nings. Dieses ern&uuml;chternde Fazit widerspricht jedoch nicht Jos&eacute; Ignacio Torreblancas Aufsatz, sondern unterstreicht vielmehr seinen Hilfeschrei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik an Merkels Kurs: EZB-Chef Draghi will Euro ohne Spardiktat retten<\/strong><br>\nAngesichts der schlechten Wirtschaftslage in vielen europ&auml;ischen Staaten w&auml;chst die Kritik an einer zu einseitigen Sparpolitik. EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi forderte am Mittwoch einen Wachstumspakt f&uuml;r Europa. &ldquo;Wir haben einen Fiskalpakt&rdquo;, sagte der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank im EU-Parlament. &ldquo;Was mir jetzt durch den Kopf geht, ist, dass wir einen Wachstumspakt brauchen.&rdquo; Mit seinem Vorsto&szlig; verschiebt der oberste W&auml;hrungsh&uuml;ter die Koordinaten der wirtschaftspolitischen Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kritik-an-merkels-kurs-ezb-chef-draghi-will-euro-ohne-spardiktat-retten\/70027871.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120427_anmerkung_op.pdf\">hier [PDF &ndash; 48,6 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hollande stichelt gegen Deutschland<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sidentschaftskandidat Hollande stellt sich offen gegen den von Angela Merkel verfolgten Sparkurs in der EU: &bdquo;Deutschland entscheidet nicht f&uuml;r Europa&ldquo;. Er m&ouml;chte neu &uuml;ber den Fiskalpakt verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/praesidentschaftskandidat-hollande-stichelt-gegen-deutschland-11732422.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Hollande bemerkt zutreffend, dass Deutschland nicht f&uuml;r die Gesamtheit Europas entscheiden kann. Aber unsere Damen und Herren Spitzenpolitiker k&uuml;mmern sich ja auch nicht um die Meinung des deutschen (Wahl)-Volkes und sind es daher schon gewohnt, &uuml;ber die K&ouml;pfe der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger hinweg marktkonforme Entscheidungen zu treffen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Hollande spricht aus, was noch nicht einmal die FAZ ernsthaft bezweifeln kann &ndash; Deutschland entscheidet nicht f&uuml;r Europa! Was daran eine &bdquo;Stichelei&ldquo; sein soll, wei&szlig; wohl auch nur die Wirtschaftsredaktion der FAZ.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stiglitz sieht Europa am Rande des Selbstmords<\/strong><br>\nJoseph E. Stiglitz, Wirtschaft-Nobelpreistr&auml;ger des Jahres 2001, glaubt, dass &ldquo;Europa sich auf seinen Selbstmord hinbewegt&rdquo;. In einer Diskussionsveranstaltung in Wien prophezeite der Wirtschaftsprofessor gravierende Probleme, sollten die europ&auml;ischen L&auml;nder auf ihren Sparkurs beharren: &ldquo;Austerit&auml;t, kombiniert mit den strengen Vorgaben der Eurozone k&ouml;nnte sich als t&ouml;dliche Kombination erweisen.&rdquo; Die &ldquo;Schmerzen (des Sparkurses, Anm.) sind nutzlos&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1334796333925\/Nobelpreistraeger-Stiglitz-sieht-Europa-am-Rande-des-Selbstmords\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel: Fiskalpakt ist nicht verhandelbar<\/strong><br>\nEr sei von 25 Regierungschefs unterzeichnet und teilweise ratifiziert worden, &bdquo;er ist nicht neu verhandelbar&ldquo;, betonte Merkel mit Blick auf entsprechende Forderungen des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Fran&ccedil;ois Hollande der WAZ-Mediengruppe.<br>\nNeben soliden Finanzen sei auch das Thema Wachstum wichtig, es sei &bdquo;l&auml;ngst die zweite S&auml;ule unserer Politik&ldquo;&hellip;<br>\nDer Sozialist Hollande reagierte bereits am Donnerstagabend auf Merkels &Auml;u&szlig;erungen in der deutschen Zeitung, die vorab vom franz&ouml;sischen Fernsehen verbreitet wurden. &bdquo;Es ist nicht Deutschland, das f&uuml;r die Gesamtheit Europas entscheiden wird&ldquo;, sagte Hollande im Programm von France 2. Auf die Frage, was er der Kanzlerin bei seinem Wahlsieg sagen werde, meinte Hollande: &bdquo;Ich werde ihr sagen, dass das franz&ouml;sische Volk eine Wahl getroffen hat, die eine Neuverhandlung des Vertrages darstellt.&ldquo; Seine Position zum Fiskalpakt und dessen Zielen sei bekannt: &bdquo;Es wird nicht m&ouml;glich sein, diese Ziele ohne Wachstum zu erreichen&ldquo;.<br>\nViele andere europ&auml;ische L&auml;nder warteten nur darauf, dass Frankreich die Initiative ergreife. &bdquo;Wir sind eines der f&uuml;hrenden L&auml;nder Europas&ldquo;, betonte Hollande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zu-hollande-forderungen-merkel-fiskalpakt-ist-nicht-verhandelbar\/6562904.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da st&uuml;rzt in Europa eine Regierung nach der anderen und ein Regierungschef, der den Fiskalpakt unterzeichnet hat, nach dem anderen wird abgew&auml;hlt.<\/em><br>\n<em>Das sind praktisch Volksabstimmungen gegen den Fiskalpakt. Und Merkel h&auml;lt den Fiskalpakt f&uuml;r nicht verhandelbar. Von Wachstum redet Merkel zwar st&auml;ndig, nur tut sie nichts daf&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p><strong>So auch die New York Times:<\/strong><br>\nThe idea that Germany knows best &mdash; that what is best for it is best for the euro zone as a whole &mdash; is growing less and less popular in the rest of Europe&hellip;<br>\nAnger is on the rise in many countries. That worries a lot of people, and politicians in many countries are now talking about the need to pursue policies that will bring growth soon, rather than in some distant future.<br>\nBut there is little evidence that the Germans are concerned&hellip;.<br>\nWere the currency to collapse, Germany would suffer greatly. A new Deutsche mark would no doubt rise rapidly against other currencies, making Germany&rsquo;s goods more expensive and in that way damaging the country&rsquo;s competitiveness&hellip;<br>\nGermany&rsquo;s rigid belief that others must suffer to preserve the system may yet make some other country decide to take the risk of ending what has become a very bad marriage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/04\/27\/business\/for-germany-austerity-elsewhere-in-europe-is-a-harder-sell.html?_r=2&amp;ref=business%20\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuldenabbau geht nur anders: Mit Wachstum, ohne Fiskalpakt<\/strong><br>\nDer Irrsinn soll mit dem Fiskalpakt f&uuml;r alle Ewigkeit festgeschrieben werden. Dieser schreibt allen L&auml;ndern vor, den Schuldenstand schrittweise auf 60 % des Bruttoinlandsprodukts zur&uuml;ckzufahren. Deshalb muss jeder Steuer-Cent zuerst f&uuml;r die Schuldentilgung verwendet werden. Erst danach d&uuml;rfen Steuereinnahmen f&uuml;r die Finanzierung des &ouml;ffentlichen Lebens genutzt werden.<br>\nDass dadurch eine ganze Gesellschaft lahmgelegt wird, interessiert Merkel nicht.<br>\nAnders als Unternehmen und private Haus-halte kann der Staat seine Einnahmen auf zwei Wegen selbst bestimmen: Zum einen mit sinnvollen &ouml;ffentlichen Investitionen. Jeder gut investierte Cent finanziert sich selbst. Der Staat gibt Auftr&auml;ge an Unternehmen. Diese schaffen Arbeitspl&auml;tze. Besch&auml;ftigte bekommen Lohn, Unternehmen machen Gewinn. Beide zahlen Steuern. Die Kosten f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Arbeitslosigkeit und Armut entfallen. &Ouml;ffentliche Investitionen machen aus St&auml;dten und Gemeinden attraktive Standorte. Die neuen Strukturen sind effizienter und umweltfreundlicher. Das zieht Innovationen und private Investitionen nach sich. Neue armutsfeste Jobs und h&ouml;here Steuereinnahmen folgen. Es entsteht Wohlstand statt Armut.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120427_602.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120427_602_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/service\/publikationen\/++co++cd5b8d4a-8f9b-11e1-7d7b-00188b4dc422%20\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Faltblatt: Europa geht nur anders &ndash; Investitionen, Jobs und Wohlstand statt Arbeitslosigkeit und Armut &middot; DGB20015<\/strong><br>\nDas Faltblatt &bdquo;Europa geht nur anders&ldquo; gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Positionen des DGB zur Krise in der Eurozone. Mit Hilfe von Schaubildern werden in wenigen S&auml;tzen die Hauptursachen der aktuellen Krise sowie notwendige L&ouml;sungsschritte leicht verst&auml;ndlich erl&auml;utert. Es wird aufgezeigt, dass die offiziellen L&ouml;sungsstrategien der EU-Regierungen in die falsche Richtung gehen, dass es neuer Wachstumsperspektiven anstelle eines radikalen Sparkurses bedarf. Die Behauptung, die Krise sei auf eine zu lockere Haushalts- und Verschuldungspolitik der &ouml;ffentlichen Hand zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, wird widerlegt. Das Faltblatt macht deutlich, dass die Krisenkosten nicht auf dem R&uuml;cken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgeladen werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb-bestellservice.de\/besys_dgb\/auswahl.php?artikelnr=DGB20015\">DGB<\/a><\/p>\n<p><strong>Wie zum Beweis, dass Sparen in dieser Phase die Wirtschaft abw&uuml;rgt: Ratingagentur stuft Madrid ab &ndash; Kreditw&uuml;rdigkeit um zwei Stufen gesenkt &ndash; Ausblick negativ<\/strong><br>\nDie Abw&auml;rtsspirale in der Schuldenkrise setzt sich wieder in Gang. Die m&auml;chtige Ratingagentur S&amp;P hat Spanien abgestuft. Angesichts der schwachen Wirtschaftskraft sei es wahrscheinlich, dass sich die Haushaltsprobleme Spaniens weiter versch&auml;rften&hellip;<br>\nEs gebe erhebliche Risiken f&uuml;r das Wirtschaftswachstum und den Haushalt, erkl&auml;rten die Bonit&auml;tsw&auml;chter. Es sei m&ouml;glich, dass das s&uuml;deurop&auml;ische Land dem Bankensektor ein weiteres Mal unter die Arme greifen m&uuml;sse. Die Agentur erkl&auml;rte zudem, sie glaube nicht, dass die Arbeitsmarktreformen unter dem Strich in absehbarer Zeit Jobs schaffen w&uuml;rden&hellip;<br>\nZuletzt zeigte sich die Regierung in Madrid zuversichtlich, ihr Sparziel f&uuml;r dieses Jahr zu erf&uuml;llen. Mit Hilfe eines strikten Sparkurses von mehr als 27 Milliarden Euro will das Land einen Fehlbetrag von 5,3 Prozent nach Br&uuml;ssel melden. Im vergangenen Jahr waren es noch 8,5 Prozent. Die Sparbem&uuml;hungen sollen dazu f&uuml;hren, dass die Finanzm&auml;rkte wieder Vertrauen in das hoch verschuldete Land fassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/17\/0,3672,8509969,00.html\">ZDF heute<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich braucht keine Wahl, sondern eine Krise<\/strong><br>\nEs ist absurd, mit welchen Themen sich Sarkozy und Hollande im Wahlkampf besch&auml;ftigen. Erst eine kr&auml;ftige Krise k&ouml;nnte das Land dazu bringen, sich zu ver&auml;ndern.<br>\nF&uuml;hrerscheinreform, islamische Schlachtriten, Grenzen dichtmachen, Einkommensmillion&auml;re mit 75 Prozent besteuern. Frankreich hat keine echten Probleme &ndash; k&ouml;nnte man meinen angesichts der Themen, mit denen Nicolas Sarkozy und Fran&ccedil;ois Hollande im Wahlkampf irrlichtern.<br>\nLeider ist es genau umgekehrt. Die teils absurden, teils erschreckenden Randthemen, mit denen die zwei Hauptanw&auml;rter um Frankreichs Pr&auml;sidentenamt um Stimmen werben, lenken die Debatte von den wichtigen Fragen des Landes ab. Die Auseinandersetzung um &uuml;berzeugende Konzepte, wie die Arbeitslosigkeit und die Abgabenlast sinken, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Firmen steigen und wie soziale Brandherde gel&ouml;scht werden k&ouml;nnen, wird selbst zum Randthema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:wahlen-2012-frankreich-braucht-keine-wahl-sondern-eine-krise\/70024920.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Manchmal sagt ein waschecht neoliberaler Leitartikel mehr als jede Kritik am Neoliberalismus. FTD-Autor Leo Klimm w&uuml;nscht Frankreich eine Krise herbei, um dem Land gegen den Willen des franz&ouml;sischen Volkes die neoliberale Agenda aufzuzw&auml;ngen. Dies ist exakt die Vorgehensweise, die Naomi Klein in ihrem Buch gleichnamigen Buch als &bdquo;Schock-Strategie&ldquo; beschreibt. Man muss Klimm jedoch auch zugute halten, dass er Tacheles spricht und gar nicht versucht, seine Agenda hinter wohlfeilen Phrasen aus dem Satzbaukasten seiner Kollegen zu verstecken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OECD-Berechnungen &ndash; Geh&auml;lter in Griechenland um ein Viertel eingebrochen<\/strong><br>\nGriechenland kommt nicht aus der Krise. Das merken die Besch&auml;ftigten auch an ihrer Lohnt&uuml;te. Laut Berechnungen der OECD sind die Geh&auml;lter in der Privatwirtschaft im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/oecd-berechnungen-gehaelter-in-griechenland-um-ein-viertel-eingebrochen-11732063.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dann steht der Boom in Griechenland jetzt unmittelbar bevor. Schlie&szlig;lich ist &ldquo;L&ouml;hne senken&rdquo; das Heilmittel f&uuml;r alle wirtschaftlichen Probleme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Death of a Fairy Tale<\/strong><br>\nThis was the month the confidence fairy died.<br>\nFor the past two years most policy makers in Europe and many politicians and pundits in America have been in thrall to a destructive economic doctrine. According to this doctrine, governments should respond to a severely depressed economy not the way the textbooks say they should &mdash; by spending more to offset falling private demand &mdash; but with fiscal austerity, slashing spending in an effort to balance their budgets.<br>\nCritics warned from the beginning that austerity in the face of depression would only make that depression worse. But the &ldquo;austerians&rdquo; insisted that the reverse would happen. Why? Confidence! [&hellip;]<br>\nHowever, something has changed in the past few weeks. Several events &mdash; the collapse of the Dutch government over proposed austerity measures, the strong showing of the vaguely anti-austerity Fran&ccedil;ois Hollande in the first round of France&rsquo;s presidential election, and an economic report showing that Britain is doing worse in the current slump than it did in the 1930s &mdash; seem to have finally broken through the wall of denial. Suddenly, everyone is admitting that austerity isn&rsquo;t working.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/04\/27\/opinion\/krugman-death-of-a-fairy-tale.html?_r=1\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Krugman l&auml;sst sich anscheinend vom Zweckoptimismus fehlleiten.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> I think you&rsquo;re grasping onto a hope that isn&rsquo;t there. While there has apparently been some rebellion among voters in Europe against austerity policies, the primary actors &ndash; the Germans &ndash; haven&rsquo;t lost their faith in the confidence fairy one bit. Quite the contrary: whenever austerity fails to work, they insist on even more austerity in the belief that the medicine was right, but the dose was too small. Or more specifically, that the countries in question just aren&rsquo;t working &ndash; or suffering &ndash; hard enough.<\/em><br>\n<em>If you look at German history of the last 100 years, you&rsquo;ll notice that Germans hang on to bad ideas long past the point where everybody around them could see that those ideas were bad. And the turnaround usually involved significant upheaval, to put it mildly.<\/em><br>\n<em>If you think this time will be different, you&rsquo;re wrong. Germany won&rsquo;t change its course until forced to do so from either the outside, or from a national upheaval within Germany. I don&rsquo;t see how the former is going to happen, and I don&rsquo;t see the latter anywhere on the horizon &ndash; the German mainstream press and general public opinion is a nowhere near recognizing that the German solution is the wrong one. The confidence fairy may be dead, but faith that she will save Europe isn&rsquo;t.<\/em><br>\n<em>There&rsquo;s a joke here in Germany about the guy who gets a call from his wife warning him about reports that there&rsquo;s a driver going the wrong way on the autobahn. He replies, &ldquo;One? There are hundreds!&rdquo;.<\/em><br>\n<em>That is Germany.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuver&ouml;ffentlichung: Deutschland im Schattenfinanzindex 2011<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat j&uuml;ngst die EU in einer Entschlie&szlig;ung aufgefordert, mehr gegen Steueroasen und Steuerhinterziehung zu unternehmen (Vgl. hier). Gleichzeitig lancierte die parlamentarische Versammlung des Europarats eine Resolution, die ebenfalls Steueroasen und -hinterziehung anprangert. &Uuml;ber diese wird heute in Stra&szlig;burg abgestimmt. Die Resolution st&uuml;tzt sich auf einen parlamentarischen Bericht, der den Schattenfinanzindex des Tax Justice Network ausf&uuml;hrlich zitiert (Vgl. NZZ). Die Schweiz steht dabei im Zentrum des &ouml;ffentlichen Interesses, da die Schweiz an erster Stelle des Schattenfinanzindexes von 2011 steht. Jedoch schneidet Deutschland beim Schattenfinanzindex ebenfalls nicht gut ab. Deutschland belegt den 9. Platz der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/04\/neuveroffentlichung-deutschland-im.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &raquo;Deutschland ist so etwas wie eine Steueroase&laquo;<\/strong><br>\nInitiative reicher B&uuml;rger fordert Verm&ouml;gensabgabe &ndash; CDU, CSU und FDP wollen davon aber &uuml;berhaupt nichts wissen. Gespr&auml;ch mit Dieter Lehmkuhl<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/04-27\/024.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche<\/strong><br>\nVollzeitbesch&auml;ftigte in der Leiharbeitsbranche in Nordrhein&#8209;Westfalen erzielten im Jahr 2011 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 22 777 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein&#8209;Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lagen ihre Verdienste je nach Qualifikation und ausge&uuml;bter T&auml;tigkeit zwischen 20 und 40 Prozent unter dem Durchschnitt der Besch&auml;ftigten aller Wirtschaftszweige. Einzige Ausnahme bildeten leitende Angestellte in der Leiharbeitsbranche, deren durchschnittliche Jahresgeh&auml;lter (82 487 Euro) um 1,8 Prozent unter denen aller F&uuml;hrungskr&auml;fte (84 007 Euro) lagen.<br>\nInsgesamt betrachtet lagen die Verdienste in der Zeitarbeitsbranche nur bei etwa der H&auml;lfte des gesamtwirtschaftlichen Durchschnittseinkommens (45 753 Euro). Der Verdienstabstand von 50 Prozent im Branchendurchschnitt liegt in der besonderen T&auml;tigkeitsstruktur des Zeitarbeitssektors begr&uuml;ndet: 61 Prozent der hier Vollzeitbesch&auml;ftigten waren un- oder angelernte Kr&auml;fte, die in der Regel nur mit einfacheren T&auml;tigkeiten betraut werden. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige lag der Anteil der un- und angelernten Kr&auml;fte an allen Vollzeitbesch&auml;ftigten in Nordrhein&#8209;Westfalen bei vergleichsweise niedrigen 20 Prozent. (IT.NRW)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.it.nrw.de\/presse\/pressemitteilungen\/2012\/pres_080_12.html\">IT.NRW (Statistisches Landesamt NRW)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein Jahr Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit: Mit 79.000 Personen nur moderate Zuwanderung<\/strong><br>\nNur um 79.000 stieg 2011 die Zahl der Personen aus den acht mittel- und osteurop&auml;ischen L&auml;ndern, f&uuml;r die seit dem 1. Mai 2011 die vollst&auml;ndige Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit gilt. Das berichtete das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Freitag in N&uuml;rnberg. Die eher moderate Zuwanderung ist nach Einsch&auml;tzung des IAB vor allem auf Sprachbarrieren und Unterschiede in den Ausbildungs- und Bildungssystemen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nNach der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit  stieg die sozialversicherungspflichtige und geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung aus den acht  L&auml;ndern im Jahr 2011 um 82.000 Personen und damit etwas st&auml;rker als die Nettozuwanderung&hellip;<br>\nGleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen aus den acht neuen L&auml;ndern nahezu konstant geblieben. Das zus&auml;tzliche Arbeitsangebot konnte also in den Arbeitsmarkt integriert werden.<br>\nDie zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung aus den neuen Mitgliedsstaaten konzentrierte sich auf die Arbeitnehmer&uuml;berlassung (+14.200),  das Baugewerbe (+11.000), das Verarbeitende Gewerbe (+10.500), die sonstigen Dienstleistungen ohne Arbeitnehmer&uuml;berlassung (+8.600) und das Gastgewerbe (+7.900). Auf den Gesundheitssektor entfielen nur 4.600 Personen.<br>\n&Uuml;berdurchschnittliche Anteile verzeichnen Bayern (+20.600), Baden-W&uuml;rttemberg (+11.700) und Nordrhein-Westfalen (+14.800). In den grenznahen Regionen Ostdeutschlands war die Zuwanderung dagegen vergleichsweise gering.<br>\nDie acht L&auml;nder, f&uuml;r die seit dem 1. Mai 2011 die vollst&auml;ndige Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit gilt, sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/arbeitnehmerfreizuegigkeit_0412.aspx\">IAB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nokia baut Werk in Vietnam<\/strong><br>\n&bdquo;Nokia hat in Vietnam mit dem Bau einer Fabrik f&uuml;r g&uuml;nstige Handys begonnen. In dem Werk in der vietnamesischen Provinz Bac Ninh sollen g&uuml;nstige Handys f&uuml;r die Wachstumsm&auml;rkte in Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern hergestellt werden, sagte Nokias Chefin der Handysparte, Mary McDowell, im Rahmen einer Zeremonie mit staatlichen Vertretern am Montag. Das neue Werk entsteht auf 17 Hektar in einem Industriepark 20 Kilometer &ouml;stlich von Hanoi. Anfang 2013 will der Handyhersteller dort die Produktion aufnehmen. Der angeschlagene Mobilfunkgigant hatte im vergangenen Herbst die Handy-Fabrik im rum&auml;nischen Cluj geschlossen, um die Produktion nach zu Asien zu verlagern. Das anschlie&szlig;end an einen Hausger&auml;tehersteller verkaufte Werk war erst 2008 von Bochum aus nach Rum&auml;nien gezogen. Anfang Februar k&uuml;ndigte Nokia an, auch die Smartphone-Herstellung in Asien anzusiedeln.<br>\nDavon sind 4000 der 6900 Mitarbeiter an Standorten in Ungarn, Finnland und Mexiko betroffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Nokia-baut-Werk-in-Vietnam-1545872.html\">Heise-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nokia verh&auml;lt sich wie eine marodierende Bande von Pl&uuml;nderern, die einen Standort nach dem anderen auspl&uuml;ndert und dann weiter zieht und verbrannte Erde zur&uuml;ckl&auml;sst.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks &ndash; &ldquo;Betriebsrat und IG Metall haben unsere Interessen verraten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Kompromiss ist umstritten: 1600 Mitarbeiter m&uuml;ssen bei Nokia Siemens Networks in M&uuml;nchen gehen, daf&uuml;r bleibt der Standort erhalten. Viele Mitarbeiter f&uuml;hlen sich verraten &ndash; zumal die IG Metall einigen Mitgliedern h&ouml;here Abfindungen erk&auml;mpft hat als anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/stellenabbau-bei-nokia-siemens-networks-betriebsrat-und-ig-metall-haben-unsere-interessen-verraten-1.1341772\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong>  Bei aller Kritik an Gewerkschaft und Betriebsrat, was sollten sie schon gegen Erpresser und Pl&uuml;nderer ausrichten k&ouml;nnen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>T&ouml;dlich untersch&auml;tzt<\/strong><br>\nDrei Anstalten produzieren ein Radiofeature zur NSU. In &bdquo;Rechter Terror&ldquo; kommen &uuml;berraschende Zeitzeugen zu Wort und machen das St&uuml;ck durchaus h&ouml;renswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!92258\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Radiofeature ist am Samstag, 9.05 Uhr auf SR 2 Kulturradio zu h&ouml;ren. Ab Sonntag steht es auch <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/sr2\/2290\/\">als Podcast<\/a> online.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Die verlorene Spur<\/strong><br>\nWarum kamen die Fahnder nie auf die Spur der rechtsradikalen M&ouml;rder aus der Neonazi-Bande? &Uuml;bermorgen m&uuml;ssen sich Beamte vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages erkl&auml;ren: In ihrer konzeptlosen Spurensuche gingen Hinweise auf die T&auml;ter einfach unter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1627284\/NSU-Terror-Die-verlorene-Spur#\/beitrag\/video\/1627284\/NSU-Terror-Die-verlorene-Spur\">Fronal 21 (Video)<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7027245,00.pdf\">Fronal 21 [PDF &ndash; 45,9 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demokratieerkl&auml;rung rechtswidrig: Schwerer Schlag f&uuml;r Kristina Schr&ouml;der<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Dresden hat die &ldquo;Extremismusklausel&rdquo; des Bundes f&uuml;r rechtswidrig erkl&auml;rt. Der Verein Alternative Kultur- und Bildungszentrum e. V. (AKuBiZ) hatte gegen den Landkreis S&auml;chsische Schweiz-Osterzgebirge geklagt, der ein Projekt des Vereins zwar als &ldquo;demokratief&ouml;rdernd&rdquo; anerkannte, ihm aber Mittel verweigerte, weil der Verein die Klausel nicht unterschreiben wollte. Nach dem Willen des Familienministeriums m&uuml;ssen alle Initiativen, die mit staatlicher Unterst&uuml;tzung gegen rechts aktiv sind, diese Klausel unterzeichnen. Demnach m&uuml;ssen Initiativen pr&uuml;fen, ob Kooperationspartner, Referentinnen und Referenten sich den Zielen des Grundgesetzes verpflichtet f&uuml;hlen. Das Ministerium begr&uuml;ndete die Einf&uuml;hrung der Klausel 2010 mit dem Verdacht, Initiativen gegen rechts w&uuml;rden von Linksextremisten unterwandert. Das Dresdener Urteil ist ein schwerer Schlag f&uuml;r Kristina Schr&ouml;der, denn das Gericht gab dem Kl&auml;ger in allen Punkten recht. Steffen Richter, Sprecher des AKuBiZ, triumphiert: &ldquo;Wir waren immer der Meinung, dass die Feinde der Demokratie nicht diejenigen sind, die aktiv f&uuml;r sie streiten, sondern diejenigen, die sie durch Formalia einschr&auml;nken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F04%2F26%2Fa0093&amp;cHash=57ed56acd7\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Des K&uuml;nstlers Brot<\/strong><br>\nDie Piraten sehen sich gerne in der Rolle des modernen Robin Hood. Echte Alternativen f&uuml;r kommerzielle Kultur im Internet zeigen sie aber nicht auf. [&hellip;]<br>\nWer die gegenw&auml;rtige Debatte auf Facebook, Twitter und in Blogs verfolgt, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass das Internet die &bdquo;Allmende&ldquo; des 21. Jahrhunderts ist. Und das moderne &Auml;quivalent des Holzdiebstahls ist der Download von Musik, Filmen, Spielen und B&uuml;chern von oft illegalen Webseiten. Die Piraten wollen die Nutzung dieser Tauschb&ouml;rsen deswegen legalisieren, also eine neue digitale Allmende schaffen. [&hellip;]<br>\nEine echte Alternative, wie kommerzielle Kultur im Internetzeitalter funktionieren kann, bieten die Piraten jedoch nicht. Mehr oder weniger diplomatisch melden sich inzwischen jedoch auch immer mehr K&uuml;nstler zu Wort, die sich f&uuml;r die Verwertungsindustrie einsetzen. Und in der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; hat Malte Welding k&uuml;rzlich darauf hingewiesen, dass im Netz nicht der kleine K&uuml;nstler die meisten Klicks kriegt, sondern Lady Gaga: &bdquo;Das Internet stellt die Welt nicht auf den Kopf, es bildet sie ab.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/daniel-florian\/10822-die-piratenpartei-und-der-urheberschutz#10822\">The European<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In der allgemeinen Diskussion &uuml;ber die programmatischen L&uuml;cken der Piratenpartei bei politischen Fragen, die nicht zu deren Kernkompetenz geh&ouml;ren, geht h&auml;ufig unter, dass die Piraten vor allem auch mit ihren origin&auml;ren Themen keine ernsthaften Alternativen bieten.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Enteignung durch die Hintert&uuml;r: die Piraten und das Urheberrecht<\/strong><br>\nDie Piraten sind die Partei der Stunde: Mehr als 13 Prozent in Meinungsumfragen, obwohl kaum jemand wei&szlig;, wof&uuml;r die Partei eigentlich steht. Zu einem einzigen Thema existieren bei der Start-Up-Partei klare Vorstellungen: zum Urheberrecht haben die Piraten einen 80-Punkte-Plan entworfen. Unterm Strich soll das Urheberrecht abgeschafft werden, ein Plan der vom Softwareunternehmer bis zum Stra&szlig;enk&uuml;nstler alle Kreativen und Kulturschaffenden bedroht. Eine Enteignung durch die Hintert&uuml;r nennen das die Experten. Dass sich die Kreativen jetzt zu wehren beginnen, hatten die Piraten so nicht eingeplant. Und: Die Forderung nach der kompletten Abschaffung des Urheberrechts kommt bei den Piraten-Kandidaten recht vollmundig daher, bei der Frage nach den Alternativen werden die jungen Wilden schon etwas kleinlauter. Da haben die Piraten schon einmal einen konkreten politischen Vorschlag und der ist nicht durchdacht. Schade eigentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\">WDR Monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>GEW und fzs: &ldquo;Bologna-Software muss von Hardware untersetzt werden&rdquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft und Studierendenverband zu den Ergebnissen des Bologna-Gipfels in Bukarest.<br>\nAm 26. und 27. April trafen sich in Bukarest die f&uuml;r die Hochschulen verantwortlichen Ministerinnen und Minister aus den 47 Unterzeichnerl&auml;ndern der Bologna-Erkl&auml;rung zur Schaffung eines einheitlichen europ&auml;ischen Hochschulraums. Mit beratender Stimme sind auch die europ&auml;ischen Dachorganisationen der Bildungsgewerkschaften (Die Bildungsinternationale &ndash; Education International, deren Mitglied die GEW ist) und der Studierendenvertretungen (European Students` Union) in der rum&auml;nischen Hauptstadt vertreten. Dar&uuml;ber hinaus hat der fzs einen studentischen Vertreter in die deutsche Delegation des Treffens entsandt.<br>\n&ldquo;In der Ministerkonferenz haben sich die Unterzeichnerl&auml;nder der Bologna-Erkl&auml;rung verpflichtet, die soziale Dimension des europ&auml;ischen Hochschulraums zu st&auml;rken, den Hochschulzugang zu erweitern sowie die Lern- und Arbeitsbedingungen der Studierenden und Hochschulbesch&auml;ftigten zu verbessern. Das sind klare Worte, denen Taten folgen m&uuml;ssen: Die Bologna-Software muss von der entsprechenden Hardware untersetzt werden&rdquo;, erkl&auml;rten das f&uuml;r Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller und fzs-Vorstandsmitglied Erik Marquardt am Freitag.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/83459\/gew-und-fzs-bologna-software-muss-von-hardware-untersetzt-werden\/\">Bildungsklick<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bologna-bucharest2012.ehea.info\/\">Alle Infos zu der Konferenz in Bukarest finden Sie auf der offiziellen Homepage<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13020"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13025,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13020\/revisions\/13025"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}