{"id":13052,"date":"2012-04-30T17:04:46","date_gmt":"2012-04-30T15:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052"},"modified":"2012-04-30T17:04:46","modified_gmt":"2012-04-30T15:04:46","slug":"hinweise-des-tages-ii-57","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h01\">Euro-Krisenstaaten &ndash; Exporte sind kr&auml;ftig gewachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h02\">Arbeitsproduktivit&auml;t in Deutschland seit 1991 um 22,7 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h03\">Internationale Arbeitsorganisation fordert Investitionen in Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h04\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: Memorandum 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h05\">Hoher Krankenstand bei &auml;lteren Arbeitnehmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h06\">Draw at Doha  (Unentschieden in Doha)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052#h07\">1 Prozent und der Rest &ndash; der Exitus der amerikanischen Mittelschicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13052&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krisenstaaten &ndash; Exporte sind kr&auml;ftig gewachsen<\/strong><br>\nGriechenland, Italien, Portugal und Spanien haben im internationalen Wettbewerb zuletzt Boden gutmachen k&ouml;nnen. So sind die Handelsbilanzdefizite seit 2008, als in fast allen der heutigen Krisenstaaten ein H&ouml;chststand erreicht wurde, zum Teil deutlich geschrumpft&hellip;<br>\nBemerkenswert ist diese positive Entwicklung umso mehr, als sich an der Preis- und Kostensituation der Euro-Krisenl&auml;nder im vergangenen Jahr meist nur wenig ge&auml;ndert hat. Vor diesem Hintergrund ist zweifelhaft, ob diese Staaten wirklich weitere drastische Lohnsenkungen &ndash; manche &Ouml;konomen fordern K&uuml;rzungen von bis zu 30 Prozent &ndash; vornehmen m&uuml;ssen, um ihre internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/beitrag\/84497\">Institut der deutschen Wirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Pressemitteilungen des Institutes der deutschen Wirtschaft sind manchmal erstaunlich erhellend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsproduktivit&auml;t in Deutschland seit 1991 um 22,7 % gestiegen<\/strong><br>\nDie Arbeitsproduktivit&auml;t je Erwerbst&auml;tigen ist in Deutschland zwischen 1991 und 2011 um 22,7 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl&auml;sslich des Internationalen Tags der Arbeit weiter mitteilt, erh&ouml;hte sich die Arbeitsproduktivit&auml;t je Erwerbst&auml;tigenstunde sogar um 34,8 %. Ursache daf&uuml;r ist, dass sich in den letzten 20 Jahren die in Deutschland je Erwerbst&auml;tigen durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden um 9,0 % verringert haben.<br>\nDie gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivit&auml;t wird als Quotient aus preisbereinigtem Bruttoinlandsprodukt und Erwerbst&auml;tigen (Arbeitnehmer und Selbstst&auml;ndige) beziehungsweise Erwerbst&auml;tigenstunden berechnet.<br>\nDie Lohnkosten, die als das Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer definiert sind, stiegen zwischen 1991 und 2011 um 47,5 %. Je Arbeitnehmerstunde erh&ouml;hten sie sich mit + 63,4 % deutlich st&auml;rker, da 2011 im Vergleich zu 1991 durchschnittlich 9,7 % weniger Arbeitsstunden je Arbeitnehmer geleistet wurden. Der Verbraucherpreisindex, der die Inflation in Deutschland misst, stieg zwischen 1991 und 2011 um 45,8 %.<br>\nDie Lohnst&uuml;ckkosten, die die Ver&auml;nderung der Lohnkosten in Relation zur Arbeitsproduktivit&auml;t darstellen, stiegen von 1991 bis 2011 nach dem Personenkonzept um 20,2 % und nach dem Stundenkonzept um 21,2 %. Den gr&ouml;&szlig;ten Anstieg gab es jeweils in den ersten f&uuml;nf Jahren nach der Wiedervereinigung: Die Lohnst&uuml;ckkosten erh&ouml;hten sich von 1991 bis 1995 nach dem Personenkonzept um 13,5 % und nach dem Stundenkonzept um 14,5 %. Danach blieben die Lohnst&uuml;ckkosten bis 2008 weitgehend stabil, was nicht zuletzt die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich st&auml;rkte. Als Folge der Stabilisierungsma&szlig;nahmen zur Bew&auml;ltigung der Wirtschaftskrise stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland dann 2009 im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft an (Personenkonzept: + 5,5 %; Stundenkonzept + 6,0 %).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/04\/PD12_149_811.html;jsessionid=2B30A95C321AA67B3C631B5EBAA257A0.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Arbeitsproduktivit&auml;t je Erwerbst&auml;tigenstunde ist also um 34,8% gestiegen, das Arbeitnehmerentgelt abz&uuml;glich der Inflation gerade einmal um 1,7%. Das zeigt, dass der ideale Lohnpfad, n&auml;mlich Produktivit&auml;t + Inflation permanent unterschritten wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Internationale Arbeitsorganisation fordert Investitionen in Jobs<\/strong><br>\nDie Internationale Arbeitsorganisation &ndash; ILO &ndash; hat vor einer Verschlimmerung der Jobkrise durch staatliche Sparprogramme gewarnt. Nur mit gezielten Investitionen seien kurzfristig mehr Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, hei&szlig;t es im aktuellen Weltarbeitsbericht, der in Genf ver&ouml;ffentlicht wurde. Knapp f&uuml;nf Jahre nach Beginn der Weltwirtschaftskrise ist demnach auf dem globalen Arbeitsmarkt noch keine Besserung in Sicht. Ein reiner Sparkurs k&ouml;nnte sogar zu einer neuen Rezession in Europa f&uuml;hren. Au&szlig;erdem wird vor Unruhen infolge wachsender sozialer Ungleichheit gewarnt. Die zunehmende Jugend- Arbeitslosigkeit heize vor allem das Klima in Afrika und im Nahen Osten auf, warnen die Experten. &Auml;hnliche Tendenzen seien in Mittel- und Osteuropa zu beobachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201204300300\/2\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> F&uuml;r Deutschland wird in dem Bericht ein Wachstumsr&uuml;ckgang erwartet. Ursache daf&uuml;r sei neben der Schuldenkrise vor allem die schwache Entwicklung in den L&auml;ndern au&szlig;erhalb der Euro-Zone. Der Bundesregierung wird empfohlen, die Rahmenbedingungen f&uuml;r Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wie Mini-Jobs oder Leiharbeit zu verbessern. (So die 12-Uhr-Nachrichten im DLF)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: Memorandum 2012<\/strong><br>\nEuropa am Scheideweg &ndash; Solidarische Integration oder deutsches Spardiktat<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/memorandum_2012_grafiken.pdf\">Grafiken [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/memorandum_2012_tabellen.pdf\">Tabellen [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/kurzfassung_memorandum_2012.pdf\">Kurzfassung des Memorandums 2012 [PDF &ndash; 615 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessante Grafiken und Tabellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hoher Krankenstand bei &auml;lteren Arbeitnehmern: Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen dringende Aufgabe<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Krankenstand in Deutschland ist seit den 1980er Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig und hat in 2007 seinen bisher niedrigsten Wert (3,2 %) erreicht. Seit 2008 steigt der Krankenstand allerdings wieder: Im Jahresdurchschnitt 2011 waren 3,8 % der in den gesetzlichen Krankenkassen pflichtversicherten Arbeitnehmer arbeitsunf&auml;hig gemeldet.<\/li>\n<li>Eine zentrale Ursache f&uuml;r den Anstieg des Krankenstandes ist die zunehmende Besch&auml;ftigung &auml;lterer Arbeitnehmer: Obwohl &auml;ltere Besch&auml;ftigte seltener krank sind als ihre j&uuml;ngeren KollegInnen, nimmt die Zahl der Fehltage zu, da &Auml;ltere im Falle einer Erkrankung in der Regel l&auml;nger ausfallen als ihre j&uuml;ngeren KollegInnen: Auf je 100 erwerbst&auml;tige AOK-Mitglieder entfielen in 2010 in der Altersgruppe der 20 bis<br>\n24-J&auml;hrigen insgesamt 1.500 Arbeitsunf&auml;higkeitstage und auf die Altersgruppe der 60 bis 64-J&auml;hrigen 4.400 Arbeitsunf&auml;higkeitstage.<\/li>\n<li>Diese Zahlen signalisieren, dass eine gro&szlig;e Gruppe der &Auml;lteren die heraufgesetzten Altersgrenzen nicht in voller Gesundheit erreicht. Die steigende Lebenserwartung l&auml;sst sich nicht gleichsetzen mit einer durchg&auml;ngig besseren physischen und psychischen Konstitution &auml;lterer Arbeitnehmer.<\/li>\n<li>Bezogen auf die AU-Tage (Arbeitsunf&auml;higkeitstage) nach Krankheitsarten nimmt bei den &auml;lteren Besch&auml;ftigen die relative Bedeutung von Muskel- und Herz\/Kreislauferkrankungen deutlich zu (rd. 41% der AU-Tage in der Altersgruppe der 60 bis 64-J&auml;hrigen) und die von Verletzungen und Atemwegserkrankungen deutlich ab.<\/li>\n<li>Der Anteil psychischer Erkrankungen als Grund f&uuml;r Krankheitsmeldungen nimmt in den h&ouml;heren Altersgruppen nicht zu. Allerdings ist hier zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Zug&auml;nge in Erwerbsminderungsrenten im Jahr 2010 in fast 40% der F&auml;lle mit psychischen St&ouml;rungen begr&uuml;ndet wurden. Im Jahr 1995 waren dies noch rd. 19%.<\/li>\n<li>Auch die altersunabh&auml;ngige Analyse der Entwicklung des Krankenstandes nach Krankheitsarten zeigt eine Zunahme der Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigungen, die auf psychische Erkrankungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind. Diese machten in 2010 9,3% der AU-Bescheinigungen der erwerbst&auml;tigen AOK-Mitglieder aus, im Jahr 1999 waren dies 5,4%.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>In der Diskussion um die Heraufsetzung des Berufsaustritts- und Renteneintrittsalters (&bdquo;Rente mit 67&ldquo;) bleibt h&auml;ufig unber&uuml;cksichtigt, dass trotz der Erh&ouml;hung der Lebenserwartung und der allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes nach wie vor die Krankheitsanf&auml;lligkeit &ndash; hier bezogen auf die Arbeitsunf&auml;higkeit &ndash; entscheidend vom Lebensalter abh&auml;ngt.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsbedingungen\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbV10b.pdf\">Sozialpolitik-aktuell.de Newsletter Nr. 4\/2012 vom 30.04.2012 [PDF &ndash; 190 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Sozialpolitik aktuell in Deutschland finden sie wieder eine Vielzahl neu eingestellter interessanter Dokumente zur Sozialpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Draw at Doha  (Unentschieden in Doha)<\/strong><br>\nAt UNCTAD, the Global North, led by the United States and Switzerland, tried to forbid this multilateral agency from its investigations of finance&rsquo;s domination over social life. Still beholden to the 192 members of the United Nations, UNCTAD is not under the thumb of the Global North. It has therefore been critical of parts of the financial architecture. It criticizes not only the ideology of neo-liberalism but also the institutions that benefit the kind of jobless growth that sustains the otherwise hollowed out economies of the North Atlantic.<br>\nAt the Doha meeting, UNCTAD released a report (Trade and Development Report, 1981-2011) that illustrated the excellent work done by this UN agency over the past three decades. The Global North argued that UNCTAD could deal with finance, but only the effects of the financial crisis in the &ldquo;emerging and developing nations&rdquo;. What it was not to do was to explore the causes of the crisis, which would take it into an investigation of the banking sector and the role of monetary policy of the Northern states. This was unacceptable&hellip;<br>\n&ldquo;The combined pressure of an outraged civil society, a reinvigorated G-77, and skilled BRICS negotiating support, delivered an outcome that mandates the continuance of UNCTAD&rsquo;s excellent research on macroeconomic policy and the global financial and economic crises. Not only did rich country overreach contribute to this outcome, it also helped increase public awareness of the value of UNCTAD&rsquo;s analytical contributions, as they challenge the status quo in economic orthodoxy.&rdquo;&hellip;<br>\nAt one session, the US delegate said, &ldquo;We don&rsquo;t want UNCTAD engaging in intellectual competition&rdquo; with the IMF and World Bank. Such arrogance was not taken lightly&hellip;<br>\nUNCTAD XIII&rsquo;s Doha Mandate underlined the agency&rsquo;s ability to &ldquo;continue, as a contribution to the work of the UN, research and analysis on the prospects of, and impact on, developing countries in matters of trade and development, in light of the global economic and financial crisis&rdquo; (paragraph 17, d). Such a mild formulation was precisely what the North had wanted to prevent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/Global_Economy\/NE01Dj02.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>1 Prozent und der Rest &ndash; der Exitus der amerikanischen Mittelschicht<\/strong><br>\nDer Umfang und die Tiefe der heutigen Stratifikation lassen die Ausw&uuml;chse des Kapitals w&auml;hrend dem Gilded Age und den Roaring Twenties wie unbeabsichtigte Verfehlungen eines sich noch in der Orientierungsphase befindlichen Wirtschaftssystems aussehen. Aufgek&uuml;ndigt wurde das nach dem Zweiten Weltkrieg vereinbarte gentlemen agreement, auf alle Wirtschaftskrisen mit deutlichen Einstellungs- und Einkommenssch&uuml;ben zu antworten. Als Richtschnur galt, etwa 50 Prozent der Produktivit&auml;tssteigerungen an die Arbeiter und Angestellten als L&ouml;hne weiterzugeben. Einer Gallup-Umfrage zufolge verbuchten die 1 Prozent Reichen nach der &uuml;berstandenen Rezession zu Beginn der 90er Jahre zun&auml;chst 42 Prozent aller Einkommenszuw&auml;chse auf sich; nach der IT-Rezession zehn Jahre sp&auml;ter waren es bereits 65 Prozent. Dieser Anteil wurde 2010 noch einmal gewaltig aufgestockt: Knapp zwei Jahre nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise stellte das renommierte Wall Street Journal eine Produktivit&auml;tssteigerung von 5,2 Prozent fest, bei einem Lohnzuwachs von lediglich 0,3 Prozent. Das bedeutet, dass die 1 Prozent atemberaubende 93 Prozent aller Einkommenszuw&auml;chse f&uuml;r sich beanspruchten, w&auml;hrend sich der Rest mit den &uuml;briggeliebenen 7 Prozent zufrieden geben musste. Diese Verschiebungen innerhalb von nur 20 Jahren kommen einem gesellschaftspolitischen Tsunami gleich&hellip;<br>\nEine immer st&auml;rker auseinanderklaffende Bildungs- und Einkommensschere stellt nicht nur die wirtschaftliche Existenz besonders der Mittelschicht zur Disposition, sie stellt ebenso eine der Grundfesten des Selbstverst&auml;ndnisses der Amerikaner schlechthin infrage: der Zuversicht, dass es ungeachtet zyklischer Aufs aund Abs den nachfolgenden Generationen wie bisher auch letztlich besser gehen wird als der jetzigen &ndash; und dass der American dream damit fortlebt.<br>\nIm Amerika des Jahres 2012 geht die Angst um. Und diese Angst ist mehr als nur die Befindlichkeit von Individuen. Es ist eine kollektive Angst, die sich in allen Bev&ouml;lkerungsschichten breitmacht. Diese Angst legt die Bruchstellen der amerikanischen Gesellschaft offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++8532f23c-8f83-11e1-5a48-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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