{"id":130752,"date":"2025-03-26T16:18:55","date_gmt":"2025-03-26T15:18:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130752"},"modified":"2025-03-26T16:19:06","modified_gmt":"2025-03-26T15:19:06","slug":"leserbriefe-zu-br-sendung-stammtisch-wenn-politiker-selbst-der-kriegspropaganda-unterliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130752","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBR-Sendung \u201eStammtisch\u201c: Wenn Politiker selbst der Kriegspropaganda unterliegen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich der <a href=\"https:\/\/x.com\/NurderK\/status\/1901279650854150210\">Sendung &bdquo;Stammtisch&ldquo;<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130451\">hier<\/a> den Umgang von Politikern mit Propaganda. Bekannt sei, dass Politik B&uuml;rger der Propaganda aussetze. Eine Stelle in der Fernsehsendung mit der CSU-Politikerin Dorothee B&auml;r als Gast lasse jedoch den Verdacht aufkeimen, dass Politiker sich selbst in Propaganda verfangen und ihr unterliegen. Im Hinblick auf die Frage von Krieg und Frieden sei das nicht lustig, sondern gef&auml;hrlich. Wir haben dazu interessante Leserbriefe bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Hier nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>beim Lesen Ihres Artikels musste ich an eine Aussage Hannah Arendts im Gespr&auml;ch mit G&uuml;nter Gaus aus dem Jahre 1964 denken:<\/p><p>&ldquo;[&hellip;] Aber da&szlig; es im Wesen dieser ganzen Sachen liegt, da&szlig; man sich sozusagen zu jeder Sache etwas einfallen lassen kann, das sehe ich immer noch so. Sehen Sie, da&szlig; jemand sich gleichschaltete, weil er f&uuml;r Frau und Kind zu sorgen hatte, das hat nie ein Mensch &uuml;belgenommen. Das Schlimme war doch, da&szlig; die dann wirklich daran glaubten! F&uuml;r kurze Zeit, manche f&uuml;r sehr kurze Zeit. [&hellip;] Sie gingen ihren eigenen Einf&auml;llen in die Falle, w&uuml;rde ich heute sagen. Das ist das, was passierte. [&hellip;]&rdquo;<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nMatthias M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;&hellip;.<\/p><p>Man m&ouml;chte nicht, dass Russland immer weiter nach Westen wandert&rdquo;&hellip;.sagt csU Politikerin B&auml;r.<\/p><p>Russland nach Westen wandert? Die russische Armee? Nach Westen? Die Rote Armee ist schon einmal nach Westen gewandert, bzw. marschiert. War das nicht 1944? Warum das ? Sonntagsausflug ?<\/p><p>Wie dieses Spiel funktioniert, Politiker erz&auml;hlen L&uuml;gen-Propaganda, lesen diese dann in den Medien und sind dann noch &uuml;berzeugter als zuvor. <\/p><p>Wie das so funktioniert, das hat Karl Kraus schon vor 100 Jahren dargelegt. Nichts Neues unter der Sonne.<\/p><p>Georg Lichtenberg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Ihre Analyse ist sehr treffend und genau! Alle bekannten Medien, auch die &Ouml;R verbreiten unter dem Begriff Journalismus Propaganda, wobei vielen dieser &ldquo;Journalisten&rdquo; dies gar nicht mehr bewusst ist. Und Politiker &uuml;bernehmen diese &ldquo;propagandistischen&rdquo; Aussagen, was sich dann zu einer &ldquo;scheinfaktischen Realit&auml;t&rdquo; verkl&auml;rt, aus der politisch wichtige oder gef&auml;hrliche Entscheidungen getroffen werden.<\/p><p>Es gab nie einen russischen, aggressiven Angriffskrieg gegen die Ukraine! Aber es gab im Feb 2014 einen mit 5 Mrd Dollar finanzierten, westlichen, aggressiven Putsch gegen eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung in Kiev und danach einen acht Jahre w&auml;hrenden brutalen Angriffskrieg ukrainischer NAZI-Bataillone gegen die russisch-st&auml;mmige und sprechende Bev&ouml;lkerung der Ukraine, zu deren Schutz Russland die Milit&auml;rische Sonderoperation im Feb 2022 eingeleitet hat, nachdem achtj&auml;hrige diplomatische Verhandlungen vom Westen, der EU und besonders Deutschland blockiert wurden.<\/p><p>Ein professioneller Politiker glaubt nicht, was man in den Medien erf&auml;hrt. Leider beziehen viele &ldquo;Politiker&rdquo; in Deutschland naiverweise Fake News aus den Medien und halten sie f&uuml;r die Wahrheit. Das kann eine Hausfrau machen, aber nicht eine professionelle Politikerin, die in Verantwortung steht!<\/p><p>Die meisten Politiker\/innen k&ouml;nnen noch nicht einmal kritisch denken und hinterfragen, weil sie einen extrem schlechten, fachlichen Background besitzen. Sie sind und pr&auml;sentieren sich einfach &ldquo;kindlich-naiv&rdquo;.<\/p><p>Das einzige Interesse, dass die russische F&uuml;hrung jemals an der EU und an Deutschland gezeigt hat, war der Wunsch einer gesch&auml;ftlich-basierten, friedlichen Zusammenarbeit mit der EU und Deutschland. Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass Russland diesen &ldquo;geistigen Kindergarten Deutschland&rdquo; je besetzen wollte oder will?<\/p><p>Von unserem Leser R.O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>keine 4 Tage her, da ich genau zu dem Thema auch mal wieder eine Diskussion im TP Forum hatte.<\/p><p>Als Beleg f&uuml;r Russlands Expansionsdrang f&uuml;hrte man folgenden Artikel an <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/stephan-wackwitz-putin-russland-ukraine-100.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">deutschlandfunkkultur.de\/stephan-wackwitz-putin-russland-ukraine-100.html<\/a><\/p><p>zentrales Zitat zu der Expansionsthese:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir haben damals nicht zugeh&ouml;rt&ldquo;, sagt Wackwitz. Putin habe immer gesagt, was er vorhat. &bdquo;Er hat ja gesagt, die Aufl&ouml;sung der Sowjetunion war die zentrale Katastrophe des 20. Jahrhunderts.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ja das hat Putin gesagt, was hier aber kontextm&auml;&szlig;ig ausgelassen wird, Putin hat dazu auch gesagt:<\/p><blockquote><p>\nWer die Sowjetunion nicht vermisst, hat kein Herz. Wer sie sich zur&uuml;ckw&uuml;nscht, keinen Verstand.\n<\/p><\/blockquote><p>(Quelle zum Zitat: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Putin-Wir-wollen-die-UdSSR-nicht-zurueck-article16616201.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">n-tv.de\/politik\/Putin-Wir-wollen-die-UdSSR-nicht-zurueck-article16616201.html<\/a>)<\/p><p>Das 2te Zitat, &auml;ndert den Kontext des ersten Zitats ja dann doch dramatisch und es w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn es auch in Deutschland viele Menschen gibt, die &auml;hnlich auf die DDR\/Sowjetunion zur&uuml;ckblicken.<\/p><p>Jedenfalls wollte ich das nur erg&auml;nzen, denn um Propaganda bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen, muss man ja auch wissen, wo diese herkommt und in diesem Fall kommt man halt immer wieder bei diesem&nbsp; ersten Zitat an, das bewusst nicht kontextualisiert wird.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke, Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><blockquote><p>&bdquo;Was w&uuml;rde man selber als Mutter akzeptieren? Das eigene Kind an die Front zu schicken? Das ist doch v&ouml;llig klar, dass das Diskussionen sind, die in jeder Familie genau so gef&uuml;hrt werden, weil jeder sagt, man opfert sein Kind doch nicht als Kanonenfutter.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>&ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130451\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">BR-Sendung &bdquo;Stammtisch&ldquo;: Wenn Politiker selbst der Kriegspropaganda unterliegen<\/a><\/p><p>Sarkasmus an.<\/p><p>Wir haben doch eine Parlamentsarmee. Also sollten Parlamentarier aller Parlamente, die sich f&uuml;r Aufr&uuml;stung und Krieg ausgesprochen haben, mit gutem, mit bestem, Beispiel vorangehen, und sich samt Nachwuchs ad hoc f&uuml;r den Kriegsdienst zur Verf&uuml;gung stellen. F&uuml;hren durch Vorbildfunktion.<\/p><p>Jedenfalls in fr&uuml;heren Zeiten hat sich der Adel gerne zur Armee gemeldet.<\/p><p>Sarkasmus aus.<\/p><p>Eigentlich das, was ich immer sage:<\/p><p>Wenn Politiker, die gesetzliche Krankenversicherung in Anspruch nehmen m&uuml;ssten, in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen m&uuml;&szlig;ten, oder ausschlie&szlig;lich &ouml;ffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen m&uuml;&szlig;ten, w&auml;ren diese herunter gesparten Systeme in dramatisch besserem Zustand. Kein Politiker w&uuml;rde sich diesen Zustand zumuten lassen.<\/p><p>Ebenso, wenn Kriegsbef&uuml;rworter prim&auml;r sich selbst oder mindestens einen Sohn oder eine Tochter f&uuml;r den Kriegsdienst bereitstellen m&uuml;&szlig;ten, Dann w&auml;re sehr schnell &bdquo;Schlu&szlig; mit lustig&ldquo;! Siehe obiges B&auml;r-Zitat.<\/p><p>Oder wie der r&ouml;mische Publius Cornelius Tacitus ausf&uuml;hrte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nichts erh&auml;lt die Gesetze so wirksam, wie ihre Anwendung gegen hochgestellte Personen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Jeder Politiker soll verpflichtet werden, die Suppe auszul&ouml;ffeln, die er gerne vorzugsweise anderen einbrockt, w&auml;hrend er sich selbst seit Jahrzehnten vornehm ausnimmt &ndash; darum sollte Tacitus Aussage gerne analog auf jegliches Verwaltungshandeln angewendet werden!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nLothar Gl&uuml;ck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>eine Anmerkung zu Ihrem Beitrag &ldquo;BR-Sendung &bdquo;Stammtisch&ldquo;&rdquo;. Sie schreiben, dass die NATO Osterweiterung Realit&auml;t ist. Das ist korrekt. Richtig ist aber auch, dass die These, dass es ein Versprechen an die sowjetische F&uuml;hrung gegeben habe, die NATO nicht zu erweitern, das gebrochen worden sei, eine Legende ist. Sie ist vielfach widerlegt worden. Die Zusicherungen des damaligen US-Au&szlig;enministers James Baker waren mit Washington nicht abgesprochen, das angebliche &bdquo;Versprechen&ldquo; wurde nirgendwo verbindlich fixiert und Michail Gorbatschow versicherte 1990, dass die Staaten Ostmitteleuropas das Recht h&auml;tten, sich um Aufnahme in die NATO zu bem&uuml;hen. Die k&uuml;rzlich erschienene umfassende Studie der Historikerin Mary Sarotte zeigt, wie kompliziert das Ringen um eine europ&auml;ische Sicherheitsordnung Ende der 1980er Jahre und in den 1990er Jahren war. Weder in Washington noch in Moskau bestand in dieser Frage zu Beginn der 1990er Jahre Einigkeit. W&auml;hrend Gorbatschow 1990 das Recht auf freie B&uuml;ndniswahl auch eines wiedervereinigten Deutschlands betonte, waren seine Berater dar&uuml;ber entsetzt.<\/p><p>Mit den baltischen Staaten traten 2004 zum ersten Mal Staaten der NATO bei, die bis 1991 Teil der Sowjetunion gewesen waren. Putin reagierte gelassen: Auch wenn er diesen Schritt nicht bef&uuml;rwortete, so stellte er in einem Radio-Interview von 2001 klar, dass man Staaten im Hinblick auf ihre sicherheitspolitischen Entscheidungen keine Vorschriften machen k&ouml;nne. Das widerlegt die These, dass nach einem Aktions-Reaktions-Modell die NATO-Osterweiterung zu Russlands Angriffskrieg gef&uuml;hrt habe.<\/p><p>Das sollte man in der Betrachtung mit ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Boremann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>anscheinend verf&auml;ngt die Propaganda, die auch schon bald seit achtzig Jahren l&auml;uft, das Deutschland wieder Milit&auml;risch wer sein muss.<\/p><p>Traurig das so viele darauf hereinfallen.<\/p><p>Ich lese gerade das Buch Kino der Angst von Peter B&uuml;rger wieder.<\/p><p>Das steht eine Menge zu den Bem&uuml;hungen durch Filme die Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken, wie z.b. das der zweite Weltkrieg der &ldquo;beste Krieg aller Zeiten&rdquo; ist, weil die Guten und die B&ouml;sen so eindeutig zu benennen sind.&nbsp;<\/p><p>Schon fr&uuml;h nach diesem Krieg&nbsp;gab es Filme die die Schuld am Krieg und den ganzen Morden auf einige wenige Nazis beschr&auml;nkten.<\/p><p>Ein anderes interessantes Beispiel im Buch die Wahrheit &uuml;ber die Wehrmacht zu unterdr&uuml;cken ist folgendes zur Ausstellung &raquo;Vernichtungs-krieg &ndash; Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944&laquo;:<\/p><p>Ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende bricht die Ausstellung &raquo;Vernichtungskrieg &ndash; Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944&laquo; ein hartn&auml;ckiges Tabu, in dem sie das deutsche Milit&auml;r nicht l&auml;nger vom verbrecherischen NS-System abspaltet. Die systematische Beteiligung der Streitkr&auml;fte am V&ouml;lkermord kommt unmissverst&auml;ndlich zum Vorschein. Die ehrw&uuml;rdige Wehrmacht selbst, gr&ouml;&szlig;te Organisation im NS-Staat, wird als operierender T&auml;ter vorgestellt. In ihrem Einsatzbereich, so erf&auml;hrt man endlich, sind allein zwei Millionen Juden ermordet worden! Im Kampf gegen diese traurige Wahrheit der Geschichte werden dann vor allem der Begriff &raquo;Ehre&laquo; und schlie&szlig;lich Recherchen zu einigen irrt&uuml;mlichen Fotozuschreibungen mobilisiert. Konservative und Rechtsextremisten laufen Sturm und verhindern an manchen Orten &ndash; so in D&uuml;sseldorf die CDU im Einklang mit den Republikanern &ndash; das Ausstellungsprojekt.<br>\nAuch die vielfach ger&uuml;hmte Debatte im Bundestag erzielt als Stellungnahme keinen Klartext, der dem historischen Forschungsstand gerecht w&uuml;rde. Indessen scheint eine an Hitlers Streitkr&auml;ften orientierte &raquo;Traditionspflege&laquo;, wie sie j&auml;hrlich Gebirgsj&auml;ger aus kriegsverbrecherischen Wehrmachtsdivisionen und aus der Bundeswehr im ober-bayrischen Mittenwald betreiben, im Milit&auml;r heute immer weniger Tabu oder Anlass f&uuml;r Disziplinarma&szlig;nahmen zu sein. Eine Kaserne im nieders&auml;chsischen Visselh&ouml;vede und das an der Donau stationierte Jagdgeschwader 74 der Bundeswehr waren bis Januar 2005 nach Werner M&ouml;lders (+ 1941) benannt, dem h&ouml;chstdekorierten Offizier in Hitlers Luftwaffe.Hartes Vorgehen der Polizei gilt seit Jahren eher antifaschistischen Gruppen, vor deren Protest Neonazi-Aufm&auml;rsche &raquo;gesch&uuml;tzt&laquo; werden sollen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.friedensbilder.de\/kriegsfilme\/Buch-KINO%20DER%20ANGST-2-Auflage%2016%2010%202006.pdf\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">friedensbilder.de\/kriegsfilme\/Buch-KINO%20DER%20ANGST-2-Auflage%2016%2010%202006.pdf<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.Haack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>dass Politiker das, was sie sagen, auch selbst glauben, kommt vor, insbesondere wenn sie es mit der n&ouml;tigen Raffinesse wie Frau B&auml;r &ndash; leicht naiv, mit viel Empathie und Authentizit&auml;t, etwas selbstzweifelnd, mindestens abw&auml;gend, in der Aussage letztlich undeutlich &ndash; vortragen. Unstrittiger Meister dieser Technik der &Uuml;berredung ist im &uuml;brigen wohl Robert Habeck. Diese Art der Kriegspropaganda kommt wahrscheinlich gut an, was einem dann schon Angst machen kann.<\/p><p>Sie reiht sich ein in den medialen Dauer&rdquo;beschuss&rdquo;, Deutschland m&uuml;sse sich f&uuml;r einen Krieg gegen Russland r&uuml;sten. Ein erschreckendes Beispiel und f&uuml;r mich trauriger H&ouml;hepunkt war das heute Journal von gestern (19.3.2025, 21.45 Uhr). Von Beginn an ging es &uuml;ber 15 Minuten lang nur um das Thema Aufr&uuml;stung, vor allem um die diesbez&uuml;gliche Strategie der EU-Kommission. Daraus einige Ausz&uuml;ge:<\/p><ul>\n<li>Bereits in der ersten Minute die Einsch&auml;tzung der Moderatorin Marietta Slomka: &ldquo;Die Europ&auml;er rechnen damit, dass Russland in wenigen Jahren auch EU-L&auml;nder angreifen wird, wenn Putin den Ukraine-Krieg f&uuml;r sich als erfolgreich verbuchen kann.&rdquo; &Uuml;ber den Sinn der Einschr&auml;nkung des Nebensatzes k&ouml;nnte man im &uuml;brigen ausf&uuml;hrlich spekulieren.<\/li>\n<li>Der Vorsitzende des EU-Milit&auml;rausschusses, General Robert Brieger, kam mit einem Hinweis auf die Wehrbereitschaft der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung zu Wort. &ldquo;Es geht auch um eine mentale Umstellung, abgesehen von allen materiellen &hellip; Voraussetzungen.&rdquo;<\/li>\n<li>Weiter ging es mit einem l&auml;ngeren Interview mit dem EU-Kommissar f&uuml;r Verteidigung&nbsp; Andrius Kubilius, der nochmal die Strategie der EU verk&uuml;ndete:&nbsp; Um einen Krieg zu vermeiden, m&uuml;sse Europa darauf vorbereitet sein. Als &auml;lterer Zeitgenosse h&ouml;re ich daraus: Kalter Krieg! Die Geschichtsvergessenheit unserer Politikerkaste ist wirklich unfassbar. Als g&auml;be es auf wirklich oder vermeintliche Bedrohungen keine andere Antwort als Abschreckung. Verhandlungen kommen diesen Typen nicht in den Sinn, obwohl der gro&szlig;e Bruder USA gerade genau das vormacht. Interessant wurde die Antwort des EU-Kommissars, als Frau Slomka einwarf, dass nicht alle L&auml;nder in Europa an die Bedrohung durch Putin glauben. Der Alarm w&uuml;rde von den europ&auml;ischen Geheimdiensten, u.a. auch den deutschen, angestimmt und es w&auml;re unverantwortlich dem nicht zu folgen. Mit Geheimdienstinformationen gigantische R&uuml;stungsausgaben zu begr&uuml;nden, erscheint mir geradezu surreal.<\/li>\n<li>Der wirklich traurige H&ouml;hepunkt war dann aber die Berichterstattung (oder so etwas &Auml;hnliches) &uuml;ber eine m&ouml;gliche Umstellung der deutschen Fahrzeugindustrie auf R&uuml;stungsproduktion. Bezug war das VW-Werk Osnabr&uuml;ck, das offenbar in den Focus von Rheinmetall ger&uuml;ckt ist. Und dann wurde es ganz schlimm; in Wort und Bewegtbild wurde erkl&auml;rt, dass VW ja mit den K&uuml;belwagen schon im Zweiten Weltkrieg und dann danach die Bundeswehr ausger&uuml;stet habe. Tenor: Das geht auch heute: &ldquo;In Niedersachsen wird das neue Munitionswerk von Rheinmetall in Windeseile hochgezogen. Pl&ouml;tzlich funktioniert das: Deutschland und Tempo.&rdquo; Kommentar von Prof. Moritz Schularick, Pr&auml;sident Kiel Institut f&uuml;r Weltwirtschaft: &ldquo;Wir werden alle &uuml;berrascht sein, was da alles m&ouml;glich ist. Das ist auch etwas, was wir aus der Vergangenheit wissen, wenn wir an die Flugzeugproduktion etwa im Zweiten Weltkrieg denken. Da kann man sehr schnell sehr viel hochfahren, wenn man die entsprechenden Priorit&auml;ten setzt.&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Dass ein angesehener Wirtschaftswissenschaftler unseres Landes die R&uuml;stungswirtschaft der Nazis im Zweiten Weltkrieg als Ma&szlig;stab oder Vorbild anf&uuml;hrt, hat mit glatt die Sprache verschlagen. Nachdem ich meine Sprache wieder habe, so viel: Dieser Herr Professor meint die Vergangenheit zu kennen, aber offensichtlich, was die R&uuml;stungsproduktion im Zweiten Weltkrieg angeht, nur den Output, nicht die Bedingungen, unter denen dieser zustande kam: mehr als 25 Millionen Zwangsarbeiter, Zivilisten und Kriegsgefangene, von denen viele die Zwangsarbeit nicht &uuml;berlebten, Kriegsgefangene aus der Sowjetunion &uuml;berwiegend nicht, aus den westlichen L&auml;ndern die meisten. Die &ldquo;Masters of War&rdquo;, wie Bob Dylan sie nannte, gingen buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen. Ferdinand Porsche, der Gr&uuml;nder des VW-Werks, geh&ouml;rte zu ihnen. Wenn jemand im deutschen Fernsehen sagen darf, was Herr Schularick sagt, ohne dass es kommentiert oder dem widersprochen wird, dann ist das eigentlich ein Skandal.<\/p><p>Warum ich das an dieser Stelle schreibe: Sorgen machen mir solche Kriegspropagandisten wie Frau B&auml;r eigentlich nicht. Sie sind letztlich durchschaubar und irgendwie auch zuweilen ehrlich. Vielmehr Sorge bereiten mir die anscheinend n&uuml;chternen Wissenschaftler und Technokraten, die jetzt &ndash; von der &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrgenommen &ndash; die Umstellung unseres Leben auf Krieg in allen nur denkbaren Bereichen unseres Lebens planen und umsetzen, angefangen von der Wehrert&uuml;chtigung in den Kitas und Schulen bis zur Umwidmung der Krankenh&auml;user in Lazarette. Die Umstellung unserer Wirtschaft auf Kriegswirtschaft ist nur eine Facette davon. Und es gut sich daran zu erinnern, dass es diese &ndash; ich nenne sie &ndash; Technokraten waren, die die Etablierung des Nazi-Regimes beg&uuml;nstigt und deren anf&auml;nglichen Kriegserfolge ma&szlig;geblich mitbewirkt haben. Frei nach dem Motto: Es muss und wird funktionieren, egal wozu und auf wessen Kosten.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. Ulrich Zumdick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich der <a href=\"https:\/\/x.com\/NurderK\/status\/1901279650854150210\">Sendung &bdquo;Stammtisch&ldquo;<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130451\">hier<\/a> den Umgang von Politikern mit Propaganda. Bekannt sei, dass Politik B&uuml;rger der Propaganda aussetze. Eine Stelle in der Fernsehsendung mit der CSU-Politikerin Dorothee B&auml;r als Gast lasse jedoch den Verdacht aufkeimen, dass Politiker sich selbst in Propaganda verfangen und ihr unterliegen. Im Hinblick auf die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130752\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-130752","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=130752"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130754,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130752\/revisions\/130754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=130752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=130752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=130752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}