{"id":130790,"date":"2025-03-27T12:00:38","date_gmt":"2025-03-27T11:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130790"},"modified":"2025-03-28T09:02:45","modified_gmt":"2025-03-28T08:02:45","slug":"vom-green-new-deal-zum-olivgruenen-wirtschaftswunder-der-irrsinn-regiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130790","title":{"rendered":"Vom \u201eGreen New Deal\u201c zum \u201eolivgr\u00fcnen Wirtschaftswunder\u201c \u2013 der Irrsinn regiert"},"content":{"rendered":"<p>Es ist noch nicht lange her, da wollte Deutschland mit gr&uuml;ner Technologie nicht nur die Welt retten, sondern auch gleich das etwas angestaubte deutsche Wirtschaftsmodell aufpolieren. Klimainvestitionen sollten Deutschland zu einem Green-Tech-Standort mit Zukunft machen, in Koalitionsverhandlungen wurde gar eine Aufweichung der Schuldenregeln f&uuml;r Investitionen in diesem Bereich diskutiert. Diese Zeiten sind vorbei. Nun tr&auml;umt Deutschlands &Ouml;konomenzunft von einem &bdquo;olivgr&uuml;nen Wirtschaftswunder&ldquo;, R&uuml;stung und Milit&auml;r sollen Wachstumsmotoren werden, statt Autos sollen k&uuml;nftig vermehrt Panzer &uuml;ber die Flie&szlig;b&auml;nder deutscher Industriestandorte rollen. Nicht f&uuml;r gr&uuml;ne Investitionen, sondern f&uuml;r olivgr&uuml;nen Konsum wurde nun sogar die Schwarze Null der Schuldenbremse au&szlig;er Kraft gesetzt. Das ist nicht nur politisch fatal, sondern auch volkswirtschaftlich eine katastrophale Entscheidung. Wenn Deutschland diesen Kurs einschl&auml;gt, wird es daran langfristig zugrunde gehen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4467\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-130790-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=130790-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250327_Vom_Green_New_Deal_zum_olivgruenen_Wirtschaftswunder_der_Irrsinn_regiert_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Liest man in diesen Tagen Aufs&auml;tze deutscher &Ouml;konomen, kommt man nicht drum herum, sich verwundert die Augen zu reiben. Genau die fiskalpolitischen Hardliner, die noch vor wenigen Jahren jegliche Form des &bdquo;Schuldenmachens&ldquo; als Teufelswerk bezeichnet und der Schwarzen Null gehuldigt haben, sind nun zu Keynesianern konvertiert, die den volkswirtschaftlichen Segen kreditfinanzierter Investitionen loben. Freilich ist damit nicht die Art von Investitionen gemeint, die von der kleinen Diaspora progressiver &Ouml;konomen gefordert wurde &ndash; also Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder gar die Energiewende. Nein, es geht um R&uuml;stungsausgaben. Diese werden seit neuestem nach einer Revision des internationalen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen zwar tats&auml;chlich den &bdquo;Investitionen&ldquo; zugerechnet, erf&uuml;llen aber bei <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112034\">n&auml;herer Betrachtung<\/a> keine der Bedingungen, die man gem&auml;&szlig; volkswirtschaftlicher Logik an Investitionen anlegen muss. R&uuml;stungs- und Milit&auml;rausgaben sind vielmehr &bdquo;kollektiver Konsum&ldquo;, wie es bereits 1982 der gro&szlig;e &Ouml;konom Hyman Minsky <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/12-2025\/ein-olivgrunes-wirtschaftswunder\/\">formuliert hat<\/a>.<\/p><p>Doch wer auf volkswirtschaftliche Logik z&auml;hlt, hat es in diesen Tagen nicht einfach. Der neue, von Politik und Medien gefeierte deutsche Star&ouml;konom scheint Moritz Schularick zu sein. Schularick ist Pr&auml;sident des steuerfinanzierten Kiel Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW), hat sich als Falke in den letzten Jahren einen Namen gemacht und geh&ouml;rt zu den lautesten Stimmen, wenn es darum geht, h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben zu fordern. Sein Motto lautet: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/kiel-focus\/aufruesten-fuer-den-wohlstand\/\">&bdquo;Aufr&uuml;sten f&uuml;r den Wohlstand&ldquo;<\/a>. Sein Programm wird von Medien wie dem <em>Handelsblatt<\/em> bereits als <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/verteidigungspolitik-es-kann-ein-olivgruenes-wirtschaftswunder-geben\/100111458.html\">&bdquo;olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder&ldquo; abgefeiert<\/a>. Das ist seltsam, sind die volkswirtschaftlichen Aussagen Schularicks doch &ndash; sagen wir es mal sehr diplomatisch &ndash; &bdquo;angreifbar&ldquo;.<\/p><p>Welche volkswirtschaftlichen Effekte haben eigentlich R&uuml;stungsausgaben? Schaut man sich die Argumentation der Aufr&uuml;stungsfans an, so &uuml;berwiegen dort vor allem die Effekte, die man als kurzfristig bezeichnen k&ouml;nnte. Vollkommen klar. Wenn der Staat einen Kredit aufnimmt und damit beispielsweise Panzer eines deutschen Herstellers kauft, kurbelt er damit zun&auml;chst die Wirtschaft an. Der Panzerhersteller macht Umsatz, stellt vielleicht sogar Arbeitnehmer ein. Und da so ein Panzer ein sehr physisches Gut ist, werden auch Zulieferer, wie z.B. Stahlwerke, ihren Umsatz steigern. Isoliert betrachtet ist das nat&uuml;rlich ein positiver Impuls. Aber das ist auch keine Kunst, denn ein solch kurzfristiger positiver wirtschaftlicher Impuls entsteht nat&uuml;rlich immer, wenn der Staat &uuml;ber Schulden frisches Geld sch&ouml;pft und es ausgibt. Auch wenn Friedrich Merz mit seinem Privatjet &uuml;ber Berlin fliegen und frisch gedruckte 100-Euro-Scheine aus dem Fenster werfen w&uuml;rde, h&auml;tte dies kurzfristig einen positiven wirtschaftlichen Impuls. <\/p><p>Weniger banal sind die zwei Folgefragen: Wie bewertet man die volkswirtschaftlichen Folgen im Vergleich zu alternativen Investitionen? Und wie steht es mit den mittel- bis langfristigen volkswirtschaftlichen Folgen?<\/p><p>Fangen wir mit der Frage der Alternativen an. Wenn der Staat beispielsweise eine Milliarde Euro in die zivile Forschung stecken w&uuml;rde, w&uuml;rde dieses Geld auch zun&auml;chst bei denjenigen landen, die damit am Ende der Kette bezahlt werden &ndash; Hiwis an den Instituten, Forscher und vielleicht auch die Mitarbeiter von Ausr&uuml;stern oder Baufirmen, die die Infrastruktur f&uuml;r die Forschungseinrichtungen stellen. Hier ist zun&auml;chst kein Unterschied zu R&uuml;stungsausgaben festzustellen. Ob ein Zerspanungsmechaniker bei Rheinmetall oder ein Doktorand in einem Forschungsinstitut Geld bekommt, spielt volkswirtschaftlich auf der ersten zeitlichen Ebene eine untergeordnete Rolle. Auf sp&auml;teren zeitlichen Ebenen sieht dies jedoch anders aus.<\/p><p>Der Forscher entwickelt im Idealfall Ideen, Konzepte oder gar Patente, die ihrerseits die Produktivit&auml;t steigern, und die Investitionen k&ouml;nnen daher &ndash; volkswirtschaftlich gesprochen &ndash; als reproduktive Staatsausgaben gelten. Der Doktorand gr&uuml;ndet beispielsweise dank seiner Forschungsergebnisse ein Unternehmen, stellt Mitarbeiter ein und so weiter. Und was macht der Panzer? Der steht auf einem Kasernenhof herum und produziert &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; h&ouml;chstens volkswirtschaftliche Kosten, da er gewartet werden muss, und wenn er einmal herumf&auml;hrt, die Infrastruktur besch&auml;digt. Daraus wird klar, warum &Ouml;konomen wie Minsky R&uuml;stungsausgaben als &bdquo;Konsum&ldquo; einordnen und von Investitionen unterscheiden. Das &bdquo;olivgr&uuml;ne Wirtschaftswunder&ldquo; ist aus dieser Perspektive ein reines Strohfeuer, w&auml;hrend beispielsweise Investitionen in die Weiterentwicklung regenerativer Energieerzeugung zweifelsohne einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen, der auch volkswirtschaftlich messbar ist.<\/p><p>Noch deutlicher wird der Widerspruch, wenn man sich die langfristigen volkswirtschaftlichen Folgen anschaut. Der Doktorand, der sp&auml;ter sein Unternehmen gr&uuml;ndet, steigert nicht nur das Bruttoinlandsprodukt, sondern zahlt auch Steuern &ndash; so wie seine Mitarbeiter. Fiskalisch ist das im Idealfall ein gutes &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo;, da die so zus&auml;tzlich generierten Steuereinnahmen h&ouml;her sind als die Zinsen f&uuml;r den Kredit, mit dem die Forschung finanziert wurde. Ein wenig komplizierter ist es bei Investitionen in die Infrastruktur, da der Nutzen hier breiter gefasst ist und die gesamte Volkswirtschaft betrifft. Letztlich sind aber auch Infrastrukturinvestitionen langfristig volkswirtschaftlich sinnvoll. <\/p><p>Ganz anders sieht es bei R&uuml;stungsausgaben aus. Will man beispielsweise die Jobs bei Rheinmetall und seinen Zulieferern langfristig sichern, reicht es ja nicht, nur einen Panzer zu bestellen. Dann muss man jedes Jahr einen neuen Panzer kaufen und dies dauerhaft. Die Jobs sind nur so lange &bdquo;sicher&ldquo;, wie der Staat zus&auml;tzliches(!) Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgibt. &Ouml;konomen sprechen hier von einem Monopson &ndash; einem Markt, bei dem es zwar verschiedene Anbieter, aber nur einen einzigen Abnehmer gibt.<\/p><p>Pikant ist in diesem Zusammenhang, dass die R&uuml;stungsausgaben ja kreditfinanziert sein sollen. Und sp&auml;testens hier entsteht dann auch ein gesamtgesellschaftlicher Schaden. Um dies zu verdeutlichen, hilft hier sogar ein Bild aus der Betriebswirtschaftslehre. Wenn ein Betrieb einen Kredit aufnimmt, den er in die Verbesserung seiner Produktivit&auml;t investiert, muss der wirtschaftliche Nutzen der Investitionen h&ouml;her als die Kosten des Kredits sein. In diesem Fall ist der Kredit sinnvoll. Wenn der gleiche Betrieb jedoch einen Kredit aufnimmt, der keine Verbesserung der Produktivit&auml;t bringt, er die Kreditsumme also &bdquo;konsumiert&ldquo;, stehen den zus&auml;tzlichen Kreditkosten auf der Einnahmeseite keine zus&auml;tzlichen Einnahmen gegen&uuml;ber. In diesem Fall ist der Kredit nicht nur sinnlos, sondern sogar sch&auml;dlich. Sind die Kosten zu hoch, wird der Betrieb sogar um seine wirtschaftliche Existenz f&uuml;rchten m&uuml;ssen.<\/p><p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich bei den R&uuml;stungsausgaben. Die Zinsen daf&uuml;r werden &uuml;ber einen sehr langen Zeitraum von unseren Steuern bezahlt, also der Volkswirtschaft entzogen, und k&ouml;nnen zudem vom Staat nicht mehr f&uuml;r andere &ndash; sinnvollere &ndash; Dinge ausgegeben werden. Die Ausgaben steigen, auf der Einnahmeseite steht jedoch nichts. Panzer zahlen keine Steuern und erwirtschaften auch keinen Gewinn, wenn sie erst einmal ausgeliefert wurden. Indirekte positive &ouml;konomische Effekte bei Dritten l&ouml;sen Panzer &ndash; anders als beispielsweise neue Bahn- oder Stromtrassen &ndash; auch nicht aus. Dies ist sowohl nach betriebswirtschaftlicher als auch nach gesamt- bzw. volkswirtschaftlicher Logik eine klare Fehlinvestition.<\/p><p>Auch wenn ein Moritz Schularick sicher vor allem ein Ideologe ist, so hat er ja dennoch eine volkswirtschaftliche Ausbildung genossen und wei&szlig; sicher auch, dass seine Argumentation schlichtweg falsch ist. Um dies zu kaschieren, greift er zu einem rhetorischen Trick: Er stellt zus&auml;tzliche positive Effekte in den Raum, die so nicht messbar sind und bestenfalls als &bdquo;Wishful Thinking&ldquo; durchgehen. So tr&auml;umt er beispielsweise von einem &bdquo;Technologietransfer&ldquo; vom milit&auml;rischen in den zivilen Sektor. Unternehmen, die in der echten Marktwirtschaft agieren, so die Logik dahinter, haben also einen &bdquo;Kollateralnutzen&ldquo; durch milit&auml;rische Technologien.<\/p><p>Und ja, so was hat es ja fr&uuml;her in der Tat gegeben. W&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs entwickelten und verbesserten beispielsweise amerikanische Flugzeughersteller mit staatlichen Investitionen ihre Turbinentechnik und entwickelten dabei Technologien, mit deren Hilfe sie nach dem Krieg auch zivile Flugzeuge herstellten, die bald die Luftfahrt dominieren sollten. Aber dieses Beispiel &ndash; das Schularick auch verwendet &ndash; ist schon sehr selektiv. In den letzten vierzig, f&uuml;nfzig Jahren war es genau andersherum. Egal ob es sich um neue Technologien aus dem Bereich der Informationstechnologie, der Telekommunikation, der Mikroinformatik oder der K&uuml;nstlichen Intelligenz handelt &ndash; abseits der Grundlagenforschung waren hier stets zivile Forschungseinrichtungen, deren Erfindungen und Weiterentwicklungen vom milit&auml;rischen Sektor adaptiert worden. Der Technologietransfer ist also in der Tat zu beobachten, nur findet er empirisch genau umgekehrt statt. Dass Deutschland k&uuml;nftig Gro&szlig;produzent ziviler Drohnentechnologie werden k&ouml;nnte, nur weil die Bundeswehr zusammen mit dem milit&auml;risch-industriellen Komplex Deutschland <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/verteidigung-moritz-schularick-fordert-drohnen-statt-panzern-und-wirbt-fuer-atomare-aufruestung-a-bb66fd65-5d8b-47b8-9d09-6e1a43bd9615\">mit &bdquo;einer Million Drohnen&ldquo;<\/a> aufr&uuml;stet, ist doch sehr unwahrscheinlich.<\/p><p>Wenn der Staat nun also einen kreditfinanzierten R&uuml;stungswettlauf startet, wird der volkswirtschaftliche Nutzen daraus nicht nur nicht vorhanden, sondern sogar negativ sein. Reiche und prosperierende Volkswirtschaften k&ouml;nnen sich solche Torheiten ja vielleicht auch leisten. Deutschland ist aber weder reich noch prosperierend. Gem&auml;&szlig; der westlichen Erz&auml;hlung war es ja der von Ronald Reagan vorangetriebene R&uuml;stungswettlauf, der dem damaligen Systemgegner Sowjetunion zun&auml;chst &ouml;konomisch und dann politisch das Genick brach. Ich will diese Aussage hier nicht bewerten, aber in den 1980-ern, als Westdeutschland in der Tat R&uuml;stungsausgaben in H&ouml;he von rund drei Prozent des BIPs hatte, war das Land noch vergleichsweise reich und hatte ein substanzielles Wirtschaftswachstum. Heute schwankt Deutschland zwischen Stagnation und Rezession, w&auml;hrend das politische System von Jahr zu Jahr instabiler wird. Wenn Deutschland sich also auf einen volkswirtschaftlich desastr&ouml;sen R&uuml;stungswettlauf einl&auml;sst, k&ouml;nnte als historisches Vorbild nicht die USA der 1980-er, sondern die sp&auml;te Sowjetunion gelten. Deutschland wird diesen Wettlauf verlieren und m&ouml;glicherweise gar an ihm zugrunde gehen. Wer ein &bdquo;olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder&ldquo; herbeiredet, wird sein blaues Wunder erleben.<\/p><p><small>Titelbild: Anelo\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><em>Wer sich f&uuml;r die volkswirtschaftlichen Hintergr&uuml;nde der Debatte interessiert und tiefer ins Thema einsteigen will, dem sei G&uuml;nther Grunerts gestern erschienener Artikel <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/12-2025\/ein-olivgrunes-wirtschaftswunder\/\">&bdquo;Ein olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder?&ldquo;<\/a> ans Herz gelegt, der sich mit der gleichen Thematik auseinandersetzt.<\/em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/54f39bb49b6045d7a1151c9e7171bddb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist noch nicht lange her, da wollte Deutschland mit gr&uuml;ner Technologie nicht nur die Welt retten, sondern auch gleich das etwas angestaubte deutsche Wirtschaftsmodell aufpolieren. 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