{"id":13084,"date":"2012-05-03T08:39:31","date_gmt":"2012-05-03T06:39:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084"},"modified":"2012-05-03T15:22:24","modified_gmt":"2012-05-03T13:22:24","slug":"hinweise-des-tages-1627","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h01\">Die Linke: Mindestens 3,8 Millionen Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h02\">Die Linke: Fiskalpakt und Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus nicht ratifizieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h04\">Joseph Stiglitz &ndash; &ldquo;Politics Is at the Root of the Problem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h05\">The Inflation Threat Is a Bogeyman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h06\">Monti macht in Medien &ndash; Italiens Ministerpr&auml;sident wendet sich gegen Berlusconis Medienpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h07\">Soziologe Wolfgang Streeck &uuml;ber Goldman Sachs: Die Goldm&auml;nner sind &uuml;berall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h08\">Psychische Erkrankungen &ndash; Die Arbeitswelt in den Blick nehmen, nicht die Privatsph&auml;re!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h09\">1. Mai in Berlin: Polizei kontrolliert Versammlungen nach Gutd&uuml;nken und schr&auml;nkt Versammlungsfreiheit ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h10\">Bascha Mika &ndash; Der Irrtum der W&ouml;lfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h11\">Politik, die zum Leben nicht reicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h12\">Tausende Arbeitspl&auml;tze bei Lufthansa gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h13\">Transparenzl&uuml;cke bei Parteispenden schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h14\">GEW: &bdquo;Freiheit braucht Verantwortung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h15\">Unparteilich, weil unparteiisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h16\">Reality TV stellt teilweise fast 50 Prozent Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h17\">Das Letzte: Joachim Paul (Die Piraten) der &uuml;berzeugendste Ministerpr&auml;sidentenkandidat in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13084#h18\">Zu guter Letzt: Facebook and You<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"\/?p=13084&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Linke: Mindestens 3,8 Millionen Arbeitslose<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine halbe Million nicht erwerbst&auml;tige Personen &ndash; die sog. stille Reserve &ndash; taucht in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zur&uuml;ckgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120503_arbeitslosigkeit.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120503_arbeitslosigkeit_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120503_linke_im_bt_tatsaechliche_arbeitslosigkeit_april_2012.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 15.8 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201204.pdf\">Zur offiziellen Meldung der Agentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a> <\/p>\n<p>Dazu:<\/p>\n<p><strong>Jubel! Arbeitslosigkeit endlich besiegt!<\/strong><br>\nIn unserer kleinen Reihe &ldquo;L&uuml;gen statt Atmen&rdquo; befassen wir uns heute mit dem aktuell bejubelten Sinken der offiziellen Arbeitslosigkeit unter die Zahl vom 3 Millionen Erfassten. Das ist ja so gut wie Vollbesch&auml;ftigung&reg;, wie wir durch das Ministerium f&uuml;r Wahrheit wissen. Schauen wir uns also eine weitere Grafik an und erinnern uns, warum Helmut Schmidt 1982 als Kanzler zur&uuml;ckgetreten wurde: Die Zahl der Arbeitslosen ging auf die 2 Millionen zu&hellip;<br>\nIhre Nachfolger bejubeln jetzt knapp 3 Millionen, zuz&uuml;glich Minijobber, Befristete, Praktikanten und Fr&uuml;hrentner.<br>\nWas sind wir doch bescheiden geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=13792\">Feynsinn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Linke: Fiskalpakt und Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus nicht ratifizieren<\/strong><br>\nArbeit und Soziales\/Antrag<br>\nDie Bundesregierung soll sich nach dem Willen der Fraktion Die Linke in der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r einen politischen Kurswechsel einsetzen, &bdquo;der darauf abzielt, soziale Standards zu erhalten und auszubauen sowie die Krisenverursacher zur Rechenschaft zu ziehen&ldquo;. Zu einem solchen Kurswechsel z&auml;hlt die Fraktion in einem Antrag (17\/9410), dass Deutschland weder den Fiskalpakt noch den Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) ratifiziert und die Bundesregierung f&uuml;r diese Position bei den Regierungen und Parlamenten der anderen EU-Staaten wirbt.<br>\nAuch sollten Darlehen an notleidende Staaten &bdquo;nicht mehr an den Abbau sozialer Standards, das Aush&ouml;hlen von Tarifvertragssystemen und das Absenken von Mindestl&ouml;hnen gekoppelt&ldquo; werden, hei&szlig;t es in der Vorlage weiter. Stattdessen seien die &ouml;ffentlichen Haushalte der Eurozone &bdquo;von den Finanzm&auml;rkten abzuschirmen, indem Kredite &uuml;ber eine &ouml;ffentliche Bank vergeben werden, um Zinsaufschl&auml;ge zu verhindern&ldquo;.<br>\nFerner fordert die Fraktion, Einschnitte im &ouml;ffentlichen Dienst, der Arbeitslosen- und der Rentenversicherung sowie erh&ouml;hte Verbrauchssteuern und eingeleitete Privatisierungen zur&uuml;ckzunehmen. &bdquo;Statt Bankenrettung und Sparpakete&ldquo; solle die Politik in der EU besch&auml;ftigungsschaffende und sozialpolitische Ma&szlig;nahmen initiieren. Dazu geh&ouml;rten ein &bdquo;europaweites Zukunftsinvestitionsprogramm zum sozial&ouml;kologischen Umbau, kurzfristig Konjunkturpakete in den Krisenstaaten und sanktionsfreie Mindestsicherungssysteme&ldquo;.<br>\nZur Krisenbew&auml;ltigung soll dem Antrag zufolge eine EU-weite Verm&ouml;gensabgabe und eine &bdquo;echte Bankenabgabe&ldquo; in der Europ&auml;ischen Union eingef&uuml;hrt werden &bdquo;sowie zur Begrenzung der Spekulation eine europaweite Finanztransaktionssteuer&ldquo;. Dar&uuml;ber hinaus pl&auml;dieren die Abgeordneten in der Vorlage daf&uuml;r, in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von zehn Euro pro Stunde und eine &bdquo;sanktionsfreie, bedarfsdeckende Mindestsicherung einzuf&uuml;hren&ldquo;. Zur St&auml;rkung der Binnennachfrage sei zudem in Deutschland eine Ausweitung der &ouml;ffentlichen Investitionen um 125 Milliarden Euro j&auml;hrlich erforderlich, schreibt die Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_05\/2012_217\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\"><strong>Spanien: &ldquo;Krise gigantischen Ausma&szlig;es&rdquo;<\/strong><br>\nDie extreme Arbeitslosigkeit steigt weiter stark und das Rating Spaniens n&auml;hert sich gef&auml;hrlich der Ramsch-Grenze.<br>\nFast k&ouml;nnte man meinen, die neue rechte Regierung in Spanien treibe das Land mit aller Gewalt in den Ruin. Die hohe Arbeitslosigkeit ist nach der dekretierten Arbeitsmarktreform im ersten Quartal so stark gewachsen, wie seit Beginn der Krise 2009 nicht. Sie wird immer gef&auml;hrlicher, denn Steuereinnahmen brechen weg und immer gr&ouml;&szlig;ere L&ouml;cher werden in die Bilanzen der gestressten Banken gerissen. Auch die Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P) sieht darin und in fallenden L&ouml;hnen ein Risiko. Der Konsum wird aber weiter einbrechen, weil nun, wie erwartet (Erleichterung nach gegl&uuml;cktem Schuldenschnitt in Griechenland), auch die Mehrwertsteuer angehoben wird. Zentrale Probleme, zu denen auch enorme Abh&auml;ngigkeit von &Ouml;l- und Gasimporten geh&ouml;ren, werden immer weiter verschlimmert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36843\/1.html\">Telepolis<\/a><\/ol><\/li>\n<li><strong>Spaniens Regierung will ihr Land schneller sanieren.<\/strong><br>\nAuch eine Bad Bank ist im Gespr&auml;ch. Doch zuerst testen die Finanzm&auml;rkte das Land.<br>\nDie spanische Regierung hat angek&uuml;ndigt, im Kampf gegen die Wirtschaftskrise das Reformtempo zu beschleunigen. &bdquo;Die Regierung wird an jedem Freitag neue Reformen beschlie&szlig;en&ldquo;, sagte Premierminister Mariano Rajoy auf einem Parteitag. Schon f&uuml;r diesen Freitag sei eine &bdquo;bedeutende Reform&ldquo; zu erwarten. Die stellvertretende Premierministerin Soraya S&aacute;enz de Santamar&iacute;a erg&auml;nzte, die Regierung bereite Privatisierungen in der Verkehrsbranche vor und arbeite an einer Reform des Bankensystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/schuldenkrise-spanien-bekommt-jeden-freitag-eine-neue-reform-11736318.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Den Sozialstaat kann man sich nicht leisten, daf&uuml;r aber eine Bad Bank. So l&auml;uft halt das Spiel: Dem Staat private Verluste aufb&uuml;rden, ihm dann mangelnde Disziplin  bezichtigen und dem Volk vorwerfen, es lebe &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse. Das ist Zynismus pur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>UN-Kritik am Sparkurs in Europa<\/strong><br>\nEine UN-Organisation &uuml;bt scharfe Kritik am Sparkurs der Bundesregierung und warnt vor wachsender Arbeitslosigkeit in Europa, sollte nicht in Wachstum investiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/225542.un-kritik-am-sparkurs.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Sarah Wagenknecht sprach vom &ldquo;blauen Brief&rdquo; der ILO an die Bundesregierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fiscal austerity obsession &ndash; that&rsquo;s a dud policy!<\/strong><br>\nI have been reading the latest report from the International Labour Organization (ILO) &ndash; World of Work Report 2012 &ndash; which documents the disastrous trends in employment that are expected as fiscal austerity grinds economies into the ground. The ILOs Social Unrest Index has risen in 57 out of 106 nations and negatively related to employment fortunes. The ILO also found that &ldquo;deregulation policies &hellip; fail to boost growth and employment&rdquo; and &ldquo;there is no clear link between labour market reforms and employment levels&rdquo;. They conclude that the &ldquo;austerity trap&rdquo; is destroying jobs and that concerted effort is needed to ensure that &ldquo;wages grow in line with productivity&rdquo; and that there should be a &ldquo;coordinated increase in the minimum wage&rdquo;. I will analyse this report in more detail another day because it is schizophrenic in approach reflecting the struggle within the ILO between the neo-liberal influences that have grown over the last few decades and the more balanced labour market understandings that come from a thorough understanding of the importance of labour market institutions and government oversight and a keen appreciation of the empirical dimensions.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=19226\">Bill Mitchell<\/a><\/li>\n<li><strong>Ihr selbstgerechten Deutschen!<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung pocht auf strengere Regeln in Europa. Damit verkennt sie das Wesen der Euro-Krise, schreibt der britische &Ouml;konom Simon Tilford im Gastbeitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-04\/deutschland-fiskalpakt-kritik\">Zeit-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Leider schreibt Simon Tilford zu wenig differenziert &uuml;ber &bdquo;Exzesse vor allem in der Peripherie&ldquo;. W&auml;hrend es in Griechenland tats&auml;chlich staatliche Exzesse gegeben hat und gibt: Korruption, Klientelpolitik, Beihilfe zu Steuerhinterziehung &ndash; b&ouml;se Zungen w&uuml;rden sagen, in Griechenland g&auml;be es so etwas wie hessische Verh&auml;ltnisse &ndash;, waren Spanien und Irland fiskalische Musterknaben und f&uuml;hrten Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse. Italien war zwar hochverschuldet, aber auch im gr&uuml;nen Bereich im Bezug auf Defizite. Und der Satz, &bdquo;nat&uuml;rlich brauchen s&uuml;deurop&auml;ische Staaten Reformen&ldquo;, h&ouml;rt sich zu sehr wie die &uuml;bliche Forderung nach Sozialabbau an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gustav Horn: Die Rettung in Europa ist nahe!<\/strong><br>\nDie Entwicklung in der Euro-Zone zeigt es immer deutlicher: Das strikte Spardiktat f&uuml;r die S&uuml;dl&auml;nder war ein Fehler. Was machen wir jetzt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-05\/sparkurs-europa-kritik\/komplettansicht\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die Rettung ist nahe, aber politisch unerreichbar.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; &ldquo;Politics Is at the Root of the Problem&rdquo;<\/strong><br>\nAusterity policies are driving us towards a double-dip recession, warns US economist Joseph Stiglitz. He sat down with Martin Eiermann to discuss new economic thinking and the influence of money in politics.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theeuropean-magazine.com\/633-stiglitz-joseph\/634-austerity-and-a-new-recession\">The European<\/a><\/li><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Inflation Threat Is a Bogeyman<\/strong><br>\nBritish celebrity historian and Harvard professor Niall Ferguson thinks inflation is &ldquo;really&rdquo; much higher than its official number. So does celebrity politician and self-styled Austrian economist Ron Paul. And then there&rsquo;s John Williams of Shadow Stats. He too warns of double-digit inflation &mdash; but curiously takes payments for his newsletter in dollars. Even more curiously, he hasn&rsquo;t increased its price in years.<br>\nThere&rsquo;s just one problem with the inflation monster. It&rsquo;s not real.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theatlantic.com\/business\/archive\/2012\/04\/the-inflation-threat-is-a-bogeyman\/256514\/\">The Atlantic<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Artikel lie&szlig;e sich auch 1:1 auf Deutschland &uuml;bertragen. Auch hier gibt es Scharlatane, wie beispielsweise den vermeintlichen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/crashkurs-inflation-die-nebelkerze-1.372484\">&bdquo;Finanzexperten&ldquo; Dirk M&uuml;ller<\/a>, der felsenfest davon &uuml;berzeugt sind, dass wir &bdquo;in Wahrheit&ldquo; eine zweistellige Inflationsrate haben.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Monti macht in Medien &ndash; Italiens Ministerpr&auml;sident wendet sich gegen Berlusconis Medienpolitik<\/strong><br>\nWarum sollen frei werdende TV-Frequenzen an das staatliche Programm RAI und an das Privatfernsehen Mediaset verschenkt werden?&rdquo; fragt Oppositionspolitiker Antonio di Pietro im Parlament die Regierung. Denn normalerweise w&auml;ren solche Frequenzen eine lukrative Einnahmequelle f&uuml;r den italienischen Staat, vorausgesetzt sie w&uuml;rden versteigert und nicht verschenkt. Doch die Regierung-Berlusconi hatte anders entschieden und der Medienunternehmer Berlusconi konnte sich so ganz sicher sein, gratis an die begehrten Frequenzen zu kommen. Selbst nach seinem R&uuml;cktritt sollte das so bleiben. Denn das Mediensystem werde er nicht antasten, hatte Mario Monti ihm bei der Amts&uuml;bernahme zugesichert. &ldquo;Wollen Sie das mitmachen oder diese Situation aufl&ouml;sen?&rdquo; fragt Antonio di Pietro.Mit seiner Oppositionspartei &ldquo;Italien der Werte&rdquo; hatte er jahrelang die Mediendominanz von Silvio Berlusconi kritisiert und bek&auml;mpft. Seit Monti regiert, hoffen er und seine Mitstreiter auf die Neuregelung des Medienmarktes. Doch daran war bisher nicht zu denken. Schon jeder Denkansto&szlig; in diese Richtung wurde von den Abgeordneten der Berlusconi-Partei &ldquo;Volk der Freiheit&rdquo; mit gro&szlig;em Protest zur&uuml;ckgewiesen. Sie stellen nach wie vor die st&auml;rkste Fraktion im italienischen Parlament und k&ouml;nnten die Regierung zu Fall bringen. Denn bei der Frage der Sendefrequenzen geht es um Silvio Berlusconis ganz pers&ouml;nliche Interessen. Der Augenblick ist g&uuml;nstig, weil die Angst an die italienische B&ouml;rse zur&uuml;ckgekehrt ist und ein Sturz der Regierung unbedingt verhindert werden muss. So haben Kabinett und Finanzausschuss mit Blick auf die schwierige Haushaltslage kurzerhand die Versteigerung innerhalb der n&auml;chsten vier Monate beschlossen. 1,2 Milliarden Euro sollen auf diesem Weg zus&auml;tzlich in die Staatskasse gesp&uuml;lt werden. Und auf so viel Geld k&ouml;nne man derzeit einfach nicht verzichten, erkl&auml;rte der zust&auml;ndige Minister Corrado Passera augenzwinkernd. Auch wenn er es nicht &ouml;ffentlich zeigt, Berlusconi d&uuml;rfte vor Wut kochen. Denn Mediaset geht es wirtschaftlich nicht allzu gut. Die Einschaltquoten sind zur&uuml;ckgegangen, und noch schlimmer: auch die Werbeeinnahmen. Au&szlig;erdem sind Investitionen in Spanien f&uuml;r den Konzern zur Last geworden, ebenso Anteile an der Produktionsfirma Endemol mit ihren Milliardenschulden.In dieser Situation w&auml;re der Ankauf von Sendefrequenzen f&uuml;r Berlusconi ein wirtschaftliches Risiko, mit diesen Kosten hatte er nicht gerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/04\/26\/dlf_20120426_0925_7448e75c.mp3\">Deutschlandradio <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur, was ist, wenn Silvio Berlusconi die Sendefrequenzen ersteigert. Sein Einfluss auf die aktuelle italienische Politik w&uuml;rde weiterhin bestehen bleiben. Die grunds&auml;tzliche Unvereinbarkeit von politischem Amt und Medienmacht ist damit noch nicht angegangen. Interessant w&auml;re es auch, etwas &uuml;ber die von Berlusconi eingesetzten Manager bei der RAI zu erfahren.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soziologe Wolfgang Streeck &uuml;ber Goldman Sachs: Die Goldm&auml;nner sind &uuml;berall<\/strong><br>\nDer demokratische Kapitalismus ist in Gefahr, die Staaten sind nur noch Inkassoagenturen schwerreicher Investoren: Der Soziologe Wolfgang Streeck kritisiert, dass immer mehr Freunde und Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs auf einflussreichen politischen Posten sitzen. Was sie dazu bef&auml;higt? Vor allem finanztechnisches Wissen. Und Intrigenkompetenz. Robert Rubin, 26 Jahre bei Goldman Sachs, wurde unter Clinton Finanzminister und sorgte in dieser Funktion f&uuml;r die Befreiung der M&auml;rkte von beschr&auml;nkenden Regeln. Ihm zur Seite stand Larry Summers, der auch sein Nachfolger als Finanzminister wurde. Die von beiden vorangetriebene Deregulierung geh&ouml;rte zu den Voraussetzungen der Finanzkrise des Jahres 2008. Im Krisenjahr verdiente Summers, zuvor Pr&auml;sident der Harvard Universit&auml;t, nicht nur bei einem Hedgefonds, sondern auch 2,7 Millionen Dollar durch Vortr&auml;ge bei JP Morgan Chase, Citigroup, Merrill Lynch und anderen Bankh&auml;usern. 135 000 Dollar bekam Summers f&uuml;r einen Auftritt bei Goldman Sachs. Was wurde da bezahlt? Eine wunderbare Freundschaft? Oder handelte es sich, fragte Streeck, um &ldquo;antizipatorische Korruption&rdquo;, getarnt als Unternehmensberatung? Larry Summers wurde unter Obama, dessen Wahlkampf Goldman Sachs gro&szlig;z&uuml;gig unterst&uuml;tzt hatte, Direktor des National Economic Council. Kurz zuvor hatte der Finanzminister Henry Paulson, bis 2006 CEO bei &ndash; richtig &ndash; Goldman Sachs, mit Lehman Brothers den gr&ouml;&szlig;ten Konkurrenten der Investmentbank pleitegehen lassen, den Versicherungsriesen AIG aber mit Steuergeldern gerettet, dort standen schlie&szlig;lich Milliarden auf dem Spiel &ndash; f&uuml;r Goldman Sachs. Man trifft sie immer wieder: Mario Draghi, heute an der Spitze der EZB, war zuvor Europa-Chef bei Goldman Sachs, dem Unternehmen, das Griechenland durch Anleitung in kreativer Rechnungsf&uuml;hrung die Mitgliedschaft in der W&auml;hrungsunion erm&ouml;glich hat. Partner bei der griechischen Notenbank war damals Loukas Papadimos. Ein kurzer Blick nach Italien: Mario Monti hat als EU-Wettbewerbskommissar kr&auml;ftig geholfen, das &ouml;ffentliche Bankenwesen in Deutschland zu zerschlagen. Sp&auml;ter beriet der Mann, dem die M&auml;rkte vertrauen, Goldman Sachs. &ndash; Verschw&ouml;rungstheorien gelten als unfein. Aber es gibt doch, so Streeck, Verschw&ouml;rungen. Wer die Krise verstehen will, muss die &ldquo;geballte Pr&auml;senz&rdquo; der &ldquo;Goldm&auml;nner&rdquo; in der amerikanischen Politik und inzwischen global ebenso zur Kenntnis nehmen wie die absurde Tatsache, dass man als Rettungssanit&auml;ter regelm&auml;&szlig;ig die ruft, die den Wagen an die Wand gefahren haben. Man muss von den Machttechniken der Experten reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/soziologe-wolfgang-streeck-ueber-goldman-sachs-die-goldmaenner-sind-ueberall-1.1335228\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da nimmt nicht irgendein linker oder rechter &ldquo;Spinner&rdquo; das Wort Verschw&ouml;rung in den Mund, sondern ein renommierter Soziologe, seines Zeichens Direktor am Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung. In der Tat liegt der Gedanke nahe, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn ein Protagonist der gro&szlig;en Krise wie Goldman Sachs heute das Personal f&uuml;r den Weg aus der Krise stellt &ndash; irgendwie so als ob der Schl&auml;ger, der seinen Gegner fast zu Tode gepr&uuml;gelt hat &ndash; noch wissen wir nicht, ob er wegen Totschlag angeklagt werden soll &ndash; auch den idealen Arzt f&uuml;r das Opfer darstellt. Nur, irgendwie verleiht die Rede von der Verschw&ouml;rung den Akteuren der Finanzkrise eine Art &uuml;berlegene Intelligenz, Kraft derer sie in aller Heimlichkeit Regierungen, B&uuml;rger und M&auml;rkte zu ihren Gunsten manipulieren konnten und k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Heimlich war eigentlich gar nichts, die bewusste Deregulierung der M&auml;rkte durch die Regierungen, und das ist immer noch der Ausgangspunkt f&uuml;r die Befreiung der Gier nach mehr, mehr und nochmals mehr Geld, Macht, Luxus, usw., ging in aller &Ouml;ffentlichkeit vonstatten. Und nicht nur &ldquo;gef&auml;hrlichste Mann Europas&rdquo; (Sun), Oskar Lafontaine, warnte davor. Auch vor der amerikanischen, der britischen und der spanischen Immobilienblase wurde fr&uuml;hzeitig und nachvollziehbar gewarnt. Warren Buffett, erfolgreichster Investor weltweit, warnte fr&uuml;hzeitig vor CDS (Kreditausfallversicherungen) als Massenvernichtungswaffen, mit welchen sich trefflich spekulieren l&auml;sst, denn f&uuml;r den K&auml;ufer von CDS muss nicht notwendigerweise ein entsprechendes Kreditengagement entgegenstehen. &Uuml;berhaupt die Welt der Derivate bzw. der Strukturierten Produkte. Hat wirklich niemand geahnt, dass in den Finanzinstitutionen die eine Hand, welche &ldquo;Struckis&rdquo; an den Mann bzw. die Frau brachte, nichts von der anderen Hand wu&szlig;te, welche Wetten gegen die &ldquo;Strukis&rdquo; am Laufen hatte. Nat&uuml;rlich sind sich die Goldm&auml;nner und Ackerm&auml;nner darin einig, dass jedwede Regulierung verhindert werden muss, aber dazu brauchten sie sich nicht abzustimmen, denn der Glaube, dass sich die M&auml;rkte selbst regulieren, sitzt tief. Es gilt eigentlich nur, diesen Glauben in den jeweiligen L&auml;ndern zu erhalten und die politischen Mandatstr&auml;ger dieser Glaubensausrichtung zu f&ouml;rdern. Ob in den roten, gr&uuml;nen oder schwarzen K&ouml;pfen des kapitalistischen Westens wie auch in den weniger kapitalistischen Aufsteigerl&auml;ndern- siehe den gegenw&auml;rtigen Machtkampf in China &ndash; das neoliberale &Ouml;konomieverst&auml;ndnis, eine Art vulgarisierte Neoklassik, hat schon l&auml;ngst den Charakter einer Ersatzreligion gewonnen.<\/em><br>\n<em>Der nutzenmaximierende &lsquo;homo oeconomicus, die segensreiche Konkurrenz, der bis zur Einkommensverteilung alles ausgleichende Marktmechanismus, alles tief verankerte Glaubenss&auml;tze. Da nutzt es wenig, wenn der Wissenschaftler irgendwo auch wei&szlig;, dass dies blo&szlig; in die Wissenschaft einf&uuml;hrende Modelle sind, die nur unter wenig realen Pr&auml;missen funktionieren, der aber als Politikberater oder in &ouml;ffentlich Diskussionsrunden, d.h. im realen Leben diese Pr&auml;missen verdr&auml;ngt. Nat&uuml;rlich werden in der Mikro&ouml;konomik die Auswirkungen von allen m&ouml;glichen Formen von Marktmacht und Marktversagen, von Informationsunvollst&auml;ndigkeit und Informationsasymmetrien behandelt. Aber warum kann sie so wenig zu den in der Realit&auml;t auftretenden Ph&auml;nomenen von Marktmacht oder Informationsdefiziten sagen? Diese kl&auml;gliche Eingestehen der meisten &Ouml;konomen, dass sie die Finanzkrise nicht voraussehen konnten! So kl&auml;glich wie die Einf&uuml;hrung eines &ldquo;rationalen&rdquo; &ouml;konomischen Akteurs zur Rettung der Neuen Mikro&ouml;konomie, der letztlich auch nur im Modell wei&szlig;, wie sein &ouml;konomisches Umfeld funktioniert oder gar Aussagen zum Ergebnis bzw. zur Zukunft machen kann. &ndash; Auch die Erkl&auml;rung, dass die Wirtschaftswissenschaften nur die Ausbeutung durch das Finanzkapital legitimieren sollen, also im Dienste der Handlanger des Finanzkapitals, der Goldm&auml;nner und Ackerm&auml;nner stehen, greift bis auf einige allerdings bedeutende Ausnahmen zu kurz. Viel schlimmer ist, dass sie in der Vulgarisierung der Neoklassik einen entscheidenden Beitrag zum neoliberalen Volksglauben geleistet hat. Angebot, Nachfrage, Konkurrenz, mehr braucht dieser Glaube nicht. Nur so ist es zu erkl&auml;ren, dass auch in der heutigen Krise das Versagen des Marktes von Politik und Wissenschaft immer noch mit zu wenig Markt begr&uuml;ndet wird. Also wird den Arbeitsm&auml;rkten unserer Krisenstaaten mehr Markt empfohlen und durchgesetzt. &ndash; Verschw&ouml;rung im Sinne von &ldquo;sich heimlich mit jemand verbinden&rdquo;, Nein. Im Sinne einer verschworenen Glaubensgemeinschaft, in der sich die nat&uuml;rlichen Triebe des Menschen ungehemmt ausleben lassen, aber ja.<\/em><br>\n<em>Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass Wolfgang Streeck selbst dereinst zu diesen Markgl&auml;ubigen geh&ouml;rte &ndash; seine heutige Einstellung kenne ich nicht. Zusammen mit Rolf Heinze u.a. verantwortete er den Benchmarking-Bericht im zweiten B&uuml;ndnis f&uuml;r Arbeit, der den Ausbau eines Niedriglohnsektors begr&uuml;ndete. In diesem Zusammenhang schrieben er und Heinze im Spiegel (Nr. 19\/1999: 38ff.): &ldquo;Das wichtigste Instrument einer neuen Arbeitsmarktpolitik im &Uuml;bergang zur Dienstleistungsgesellschaft ist &ndash; der Markt.&rdquo; Lassen wir die fehlgeleitete Hoffnung auf die Dienstleistungsgesellschaft (siehe Gro&szlig;britannien) au&szlig;en vor, Streeck glaubte uneingeschr&auml;nkt an die G&uuml;ltigkeit des Marhallianischen Kreuz auf dem Arbeitsmarkt, das ber&uuml;hmte Diagramm der sich schneidenden Angebots- und Nachfragekurven. Er glaubte daran, dass der Preis der Arbeit nur weit genug absinken m&uuml;sse, um nachgefragt zu werden. Gleichzeitig ging er davon aus, dass auch f&uuml;r die Werkt&auml;tigen jeder Arbeitsplatz besser w&auml;re als keiner. Diese von manchen bis heute vorgetragene &Uuml;bertragung der Mikroebene auf Makrozusammenh&auml;nge ist von einer derartigen intellektuellen Schlichtheit, dass sie nur als Ausdruck einer quasi religi&ouml;sen Form der Marktgl&auml;ubigkeit begriffen werde kann. Wenn Streeck heute von einer Verschw&ouml;rung der Goldm&auml;nner spricht, weicht er der Erkenntnis aus, dass die Macht der Goldm&auml;nner, auf der von der Politik frei gesetzten Kr&auml;fte des Marktes beruht, hier konkret die Befreiung der Finanzm&auml;rkte durch Politiker wie Clinton, Blair und Schr&ouml;der. Ob diese nur als Handlanger des Finanzkapitals zu betrachten sind, w&auml;re mir pers&ouml;nlich zu verschw&ouml;rungstheoretisch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Wolfgang Streeck l&auml;uft mit seinen Hinweisen auf die Personalpolitik von Goldman Sachs eigentlich nur dem hinterher, was auf den NachDenkSeiten und an anderen Stellen schon vielfach zu lesen war. Z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11326\">hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>Auffallend ist, dass die Verstrickung der Bundeskanzlerin und der deutschen Politik mit Goldman Sachs in dem schon etwas &auml;lteren Artikel der S&uuml;ddeutschen Zeitung nicht vorkommt. So ist z.B. einer der wichtigsten Betreiber der Deregulierung der Finanzm&auml;rkte und sp&auml;tere  Goldman Sachs-Berater Otmar Issing Berater der Kanzlerin. Soll denn schon wieder alle Schuld auf die USA geschoben werden? Sieht man den Balken im eigenen Auge nicht?<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Psychische Erkrankungen &ndash; Die Arbeitswelt in den Blick nehmen, nicht die Privatsph&auml;re!<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen sahen sich viele Experten, Institutionen und Verb&auml;nde berufen, Erkl&auml;rungen und Stellungnahmen zu psychischen Erkrankungen und deren bedrohliche Zunahme abzugeben, so z.B. die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverb&auml;nde (BDA) in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung mit dem Verband der Deutschen Betriebs- und Werks&auml;rzte (VDBW), wie auch fast zeitgleich die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Ende des letzten Jahres erschien auch eine Brosch&uuml;re des Ausschusses f&uuml;r Arbeitsmedizin beim Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Sozialordnung. Die genannten Erkl&auml;rungen treffen in der Fachwelt und der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit auf viel Interesse, doch spiegeln sie keinesfalls den Stand der arbeits- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse wider.<br>\nDer erhebliche Beitrag schlechter Arbeitsbedingungen an diesen Erkrankungen, vorwiegend an Depressionserkrankungen, wird umgangen oder verschwiegen. Stattdessen wird versucht, die Ursachen dieses Anstiegs in den privaten Lebensbereich der Menschen hineinzuverlagern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++26711e1c-9051-11e1-6aba-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>1. Mai in Berlin: Polizei kontrolliert Versammlungen nach Gutd&uuml;nken und schr&auml;nkt Versammlungsfreiheit ein<\/strong><br>\nDie Demonstrationsbeobachtungsgruppe Berlin des Komitees f&uuml;r Grundrechte und Demokratie hat in Zusammenarbeit mit dem arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin und den Kritischen Juristinnen und Juristen an der Freien Universit&auml;t Berlin zum Schutze des Versammlungsrechts zahlreiche Versammlungen mit jeweils rund 30 Beobachter_innen am 30. April und 1. Mai 2012 in Berlin begleitet. Die Beobachtung konzentrierte sich auf die Demonstration &bdquo;Nimm Dir, was Dir zusteht!&ldquo; am 30. April 2012 ab 20 Uhr in Berlin-Wedding, die Demonstration &bdquo;Verdr&auml;ngung verhindern &ndash; Mieten senken&ldquo; am 1. Mai 2012 ab 17 Uhr in Berlin-Kreuzberg sowie die &bdquo;Revolution&auml;re 1. Mai Demonstration&ldquo; am 1. Mai<br>\n2012 ab 18 Uhr ab Berlin-Kreuzberg.<br>\nBei allen Versammlungen haben fast durchgehend rigide Einlasskontrollen stattgefunden, die das Recht auf ungehinderten Zugang zu einer Versammlung verletzten. Sowohl auf der Vorabend-Demonstration in Berlin-Wedding als auch auf der &bdquo;Revolution&auml;ren 1. Mai Demonstration&ldquo; am 1. Mai 2012 hat die Polizei die Versammlungsteilnehmer_innen entlang der Demonstrationsroute von Kamerawagen und mit Handkameras anlassunabh&auml;ngig und demonstrativ gefilmt.<br>\nDie Berliner Polizeieinheiten trugen eine individuelle Kennzeichnung, womit eine jahrzehntealte Forderung von B&uuml;rgerrechtsgruppen endlich umgesetzt worden war. Corinna Genschel vom Grundrechtekomitee hebt jedoch hervor:<br>\n&bdquo;Insbesondere die martialisch auftretenden Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten waren ohne jegliche Erkennungsmerkmale auf ihren Uniformen nicht identifizierbar. Und die Kennzeichnung nutzt nur wenig, wenn die eingesetzten Polizeieinheiten der Bundespolizei und aus anderen Bundesl&auml;ndern dar&uuml;ber nicht verf&uuml;gen.<br>\nZudem hat die Polizei alle Versammlungen mit einer sehr gro&szlig;en Anzahl an Zivilbeamten begleitet, die sich lediglich in manchen Situation kurzzeitig durch eine Polizeiweste kenntlich machten. Durch diese Vorgehensweise ist keine sichtbare Trennung zwischen Demonstrationszug und Ordnungskr&auml;ften mehr m&ouml;glich. Nach &sect; 12 des Versammlungsgesetztes m&uuml;ssen jedoch Polizeibeamte in einer &ouml;ffentlichen Versammlung kenntlich sein. Die individuelle Kennzeichnung von Polizist_innen wird f&uuml;r diese zahlenm&auml;&szlig;ig mittlerweile bedeutsame Gruppe so umgangen.<br>\nNach Ende der Versammlungen erzeugte die &bdquo;Durchmischungstaktik&ldquo; der Polizei, die mit gr&ouml;&szlig;eren behelmten Einsatzgruppen mehrfach z&uuml;gig durch eine vom Versammlungsende nicht-informierte Menge lief, um sie zu zerstreuen, teilweise panikartige Situationen und gef&auml;hrdete die k&ouml;rperliche Unversehrtheit der Versammlungsteilnehmer_innen.<br>\nQuelle: Pressemitteilung der Beobachtungsgruppe des Komitees f&uuml;r Grundrechte und Demokratie in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis kritischer Juristinnen  und Juristen an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin.<br>\nQuelle: Bisher nicht im Netz<\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bascha Mika &ndash; Der Irrtum der W&ouml;lfe<\/strong><br>\nDer Wolf ist ein ziemlich gefr&auml;&szlig;iger Bursche. Rotk&auml;ppchen &ndash; nur ein Haps, weg ist es. Die Gro&szlig;mutter &ndash; da wird nicht lange gefackelt. Sieben Gei&szlig;lein &ndash; haps, haps, haps, kriegt er doch m&uuml;helos runter.<br>\nBekanntlich gibt es dieses Haps-und-Hauptsache-ich-bin-satt nicht nur bei Tieren. Uners&auml;ttlichkeit ist heutzutage eine Volkskrankheit, der Raffke hat Konjunktur! Nehmen wir nur mal die alleinerziehenden Hartz-IV-M&uuml;tter. Die haben tats&auml;chlich geglaubt, wenn sie schon daheimbleiben m&uuml;ssen, weil sie f&uuml;r ihre Kleinen keinen Kita-Platz kriegen, dann k&ouml;nnten sie auch das Betreuungsgeld einstreichen. Aber bitte &ndash; so war das nun wirklich nicht gemeint. Wie unversch&auml;mt kann man denn sein? Wir zahlen Betreuungsgeld nur f&uuml;r Gut- und Besserverdienende!<br>\nUnsympathisch begehrlich sind zweifellos auch die acht Millionen Niedriglohn-Jobber im Land. Warum nehmen die zu ihren zwei, drei Arbeitsstellen nicht noch eine weitere hinzu, wenn es bei ihnen nicht reicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/kolumne-der-irrtum-der-woelfe,1472596,15052400.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Politik, die zum Leben nicht reicht<\/strong><br>\nDie Regels&auml;tze sind zu niedrig. Jetzt darf man es offiziell sagen, weil es ein Gericht offiziell gesagt hat. Dass die Regels&auml;tze nach ihrer Neuberechnung nur popelige f&uuml;nf Euro h&ouml;her lagen als zuvor, scheint der &Ouml;ffentlichkeit damals relativ entgangen zu sein. Die zu niedrigen S&auml;tze waren damals schon skandal&ouml;s, weil man es ja gewusst, mindestens aber geahnt und mitgef&uuml;hlt hat &ndash; und sie sind heute skandal&ouml;s &ndash; und weil man in diesem Land auf Kontinuit&auml;ten setzt, wird es auch hernach, sollte man mal wieder neu berechnen, skandal&ouml;s bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/04\/politik-die-zum-leben-nicht-reicht.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tausende Arbeitspl&auml;tze bei Lufthansa gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDer Lufthansa-Vorstand hat in einem Rundbrief an die 117.000 Mitarbeiter des Konzerns ein neues Sparprogramm namens &bdquo;Score&ldquo; angek&uuml;ndigt, mit dem bis 2014 mindestens 1,5 Milliarden Euro eingespart werden sollen.<br>\nDirekt bei Lufthansa sind 40.000 Menschen besch&auml;ftigt. Im gesamten Konzern, einschlie&szlig;lich der Tochterfluggesellschaften und den Technikbereichen, sind es knapp 120.000 Arbeiter und Angestellte.<br>\nLaut einem Bericht der Bild-Zeitung vom 26. April, sollen allein in den Verwaltungsbereichen Finanzen, Personal und Buchungen weltweit 3.000 von 6.000 Stellen gestrichen werden. Besonders schwer betroffen ist der Flughafen Frankfurt\/Main. Hier droht ein Abbau von 1.500 Stellen. Gleichzeitig sollen die verbleibenden Mitarbeiter in diesem Bereich in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden und dort f&uuml;r weniger Geld l&auml;nger und mehr arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/2012\/mai2012\/luft-m01.shtml\">World Socialist Web Site<\/a><\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Transparenzl&uuml;cke bei Parteispenden schlie&szlig;en<\/strong><br>\nEine 15.000 &euro;-Spende an die Marburger SPD sorgt f&uuml;r Aufregung. Von wem die Spende stammt, sagt die SPD nicht. Spenden &uuml;ber 10.000 &euro; stehen zwar in den Rechenschaftsberichten. Aber man kann nicht sehen, welche Spende an welche Parteigliederung (Stadt) ging.<br>\nAuf Grund dieser L&uuml;cke k&ouml;nnen Marburger B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aktuell nicht erfahren, ob die Spende tats&auml;chlich von der Deutschen Verm&ouml;gensberatungs AG stammt, wie vermutet wird. Wegen der fragw&uuml;rdigen\/ besonderen Rolle, die der DVAG-Vorstandsvorsitzende Reinfried Pohl in Marburg spielt, und der nicht unerheblichen Summe von 15.000 &euro; w&auml;re dies jedoch eine wichtige Information.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/05\/offener-brief-transparenzlucke-bei-parteispenden-schliesen\/\">LobbyControl<\/a><\/li><li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Freiheit braucht Verantwortung&ldquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zum Regierungsentwurf f&uuml;r ein Wissenschaftsfreiheitsgesetz:<br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf f&uuml;r ein Wissenschaftsfreiheitsgesetz kritisiert. &ldquo;Es gibt viele gute Gr&uuml;nde, die Autonomie der au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen zu st&auml;rken. Voraussetzung daf&uuml;r ist aber, dass die Wissenschaftseinrichtungen mit der Autonomie verantwortungsbewusst umgehen &ndash; Freiheit braucht Verantwortung! Die Einrichtungen d&uuml;rfen ihre Autonomie nicht ausnutzen, um die Besch&auml;ftigungsbedingungen in der Wissenschaft weiter zu destabilisieren&rdquo;, erkl&auml;rte das f&uuml;r Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Mittwoch in Frankfurt a.M.<br>\n&ldquo;Immer mehr Zeitvertr&auml;ge mit immer k&uuml;rzeren Laufzeiten, Zwangsteilzeit, Tarifflucht und die Verdr&auml;ngung sozialversicherungspflichtiger   Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse durch Stipendien &ndash; davon wird schon heute der Alltag vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestimmt. Die Politik muss dieser Entwicklung endlich einen Riegel vorschieben. Wer die Autonomie der Forschungseinrichtungen st&auml;rkt, muss diese gleichzeitig dazu verpflichten, Mindeststandards f&uuml;r faire Besch&auml;ftigungsbedingungen einzuhalten&rdquo;, sagte Keller. Der Gesetzgeber m&uuml;sse von &ouml;ffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen verlangen, dass diese Mindestlaufzeiten f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge und Tarifvertr&auml;ge einhalten sowie  Besch&auml;ftigungsbedingungen familienfreundlich ausgestalten.<br>\n&ldquo;Alle Bundestagsfraktionen haben inzwischen Antr&auml;ge f&uuml;r berechenbare Karrierewege und faire Besch&auml;ftigungsbedingungen in der Wissenschaft vorgelegt. Den Worten m&uuml;ssen Taten folgen. Ich erwarte, dass die Fraktionen zu ihrem Wort stehen und den von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf gr&uuml;ndlich gegen den Strich b&uuml;rsten. Nicht die Vorst&auml;nde und Institutsdirektoren, sondern vor allem die Forscherinnen und Forscher haben das Recht auf Wissenschaftsfreiheit. Daher muss das Wissenschaftsfreiheitsgesetz sicherstellen, dass bei der Gestaltung ihrer Besch&auml;ftigungsbedingungen ein Mindestma&szlig; an Anstand gewahrt wird&rdquo;, betonte der GEW-Wissenschaftsexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Freiheit_braucht_Verantwortung.html\">GEW<\/a><\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unparteilich, weil unparteiisch<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Rolle der Wissenschaft zwischen Politikberatung und dem Kampf um Drittmittel [&hellip;]<br>\nWenn ein bedeutender Finanzwissenschaftler unserer Tage, der zu den Wirtschaftsweisen z&auml;hlte und Namensgeber f&uuml;r eine Rente wurde, bevor er sich in die eintr&auml;glichen Gefilde eines in Hannover ans&auml;ssigen Finanzdienstleisters absetzte, unl&auml;ngst in einer Zeitung schrieb, wissenschaftliche Politikberatung sei das Erarbeiten von &bdquo;Handlungsempfehlungen &hellip; unter Beachtung der Zielvorstellungen&ldquo; des Adressaten, und wenn derselbe Finanzwissenschaftler dann weiter forderte, man m&uuml;sse endlich auch dem Wissenschaftler in der Rolle eines &bdquo;gebundenen Beraters&ldquo; die geb&uuml;hrende Wertsch&auml;tzung entgegenbringen (Handelsblatt vom 3. Februar 2012, Bert R&uuml;rup, &bdquo;Jenseits von falsch und richtig&ldquo;), dann ist da, gelinde gesagt, etwas durcheinander geraten.<br>\nNicht jede Politikberatung durch einen Wissenschaftler ist wissenschaftliche Politikberatung. Deren Kennzeichen w&auml;re n&auml;mlich, dass sie gerade nicht &bdquo;interessengeleitet&ldquo; oder &bdquo;gebunden&ldquo; ist, sondern ergebnisoffen und ungebunden, verehrter Kollege R&uuml;rup.<br>\nAber es gibt noch mehr Missverst&auml;ndnisse. Zum Beispiel das weit verbreitete Missverst&auml;ndnis, die staatlichen Finanzzuweisungen an die Universit&auml;ten k&ouml;nnten folgenlos durch Drittmittel substituiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=10629#more-10629\">Forschung und Lehre<\/a><\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reality TV stellt teilweise fast 50 Prozent Programm<\/strong><br>\nReality-Formate nehmen nach dem aktuellen Programmbericht der Landesmedienanstalten in einzelnen Sendern fast die H&auml;lfte des Gesamtprogramms ein. Danach ist VOX Spitzenreiter mit knapp 40 Prozent, dicht gefolgt von RTL mit rund 38 Prozent. Sat.1 hat einen Anteil von knapp 30 Prozent am Gesamtprogramm, RTL II rund 16 Prozent, und kabel eins sowie Pro Sieben bleiben unter zehn Prozent. Das ist ein Ergebnis der kontinuierlichen Programmbeobachtung durch die G&ouml;faK Medienforschung, Potsdam, die die acht wichtigsten deutschen Vollprogramme erfasst und deren Trends im aktuellen Programmbericht vorgestellt werden. Umgerechnet auf Programmstunden bedeutet das, dass VOX und RTL an einem durchschnittlichen Tag jeweils etwa neun Stunden mit Reality-Formaten bestreiten, bei Sat.1 sind es etwa sieben Stunden.<br>\nMit dem Begriff &bdquo;Realit&auml;tsunterhaltung&ldquo; fassen die Wissenschaftler der G&ouml;faK Medienforschung verschiedene Kategorien des Reality TV zusammen: Sie unterscheiden &bdquo;Scripted-Reality-Formate&ldquo; (gescriptete Doku-Soaps, gescriptete Gerichts- oder Personal-Help Shows); &bdquo;Script-affne Formate&ldquo;, bei denen aus den<br>\nAufzeichnungen nicht eindeutig hervorging, ob sie gescriptet sind (Doku-Soaps, Daily Talks); und schlie&szlig;lich &bdquo;Realityshows&ldquo; (Castingshows, Real-Life-<br>\nExperimente, Spiel- und Wettbewerbsshows etc.). Auf Shows entfel insgesamt der geringste Anteil am Reality-Fernsehen, der Anteil der beiden anderen<br>\nFormate variierte stark zwischen den Sendern.<br>\nQuelle 1: DGB Medien Newsletter (nicht im Netz)<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.die-medienanstalten.de\/fileadmin\/Download\/Publikationen\/Programmbericht\/2011\/Programmbericht_2011_web.pdf\">Programmbericht 2011, die Medienanstalten [PDF &ndash; 2.2 MB]<\/a><\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Joachim Paul (Die Piraten) der &uuml;berzeugendste Ministerpr&auml;sidentenkandidat in NRW<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gestern Abend trafen die Spitzenkandidaten von SPD, CDU, FDP, Linken und den Piraten im WDR-Fernsehen aufeinander. Auf der Website des WDR konnte man abstimmen, welcher der Kandidaten am meisten &uuml;berzeugt hat. Das &bdquo;&uuml;berraschende&ldquo; Ergebnis, nach der elektronischen Abstimmung hat der Spitzenkandidat der Piraten (gegen Mitternacht) mit 31,3% der Stimmen vor der Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft mit 29,1% am meisten &uuml;berzeugt. R&ouml;ttgen, L&ouml;hrmann, Lindner und Schwabedissen landeten weit abgeschlagen. Joachim Paul, den noch kaum jemand in NRW kennt (kennen kann) machte sicherlich einen sympathischen Eindruck erkl&auml;rte jedoch bei nahezu allen Themen, dass seine Partei ihren Standpunkt noch entwickeln m&uuml;sse, dass man sich in einem Denkprozess befinde, dass man in der Diskussion sei, dass man das Programm der Piraten noch einem Realit&auml;tscheck unterziehen m&uuml;sse, dass man auf der Oppositionsbank noch lernen m&uuml;sse etc. Und dennoch war er nach dieser elektronischen Abstimmung am &uuml;berzeugendsten.<\/em><br>\n<em>Da kann man sehen, zu welchen Ergebnissen &bdquo;Liquid Democracy&ldquo; im Internet f&uuml;hrt. Die Internetfreaks schaffen die Mehrheiten im Internet.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/aks\/sendungsbeitraege\/2012\/kw18\/0502\/wahlarena.jsp?vote=14263\">WDR Fernsehen<\/a><\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Facebook and You<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120503_facebook_and_you.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Wenn Sie nicht daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen, dann sind Sie nicht der Kunde, sondern das Produkt, das verkauft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/TampaBandPhotos\">Tampa Band Photos<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Auch dann, wenn Sie daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen, kann es durchaus sein, dass Sie doch das eigentliche Produkt sind.<\/em><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13084"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13097,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13084\/revisions\/13097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}