{"id":13090,"date":"2012-05-03T13:35:42","date_gmt":"2012-05-03T11:35:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13090"},"modified":"2015-02-15T11:32:03","modified_gmt":"2015-02-15T10:32:03","slug":"die-privatisierungswelle-im-krankenhaussektor-nimmt-erneut-fahrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13090","title":{"rendered":"Die Privatisierungswelle im Krankenhaussektor nimmt erneut Fahrt auf"},"content":{"rendered":"<p>Durch die geplante &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n Klinikum AG durch die zum Fresenius Konzern geh&ouml;rende Helios-Gruppe nimmt der seit Jahren zu beobachtende Konzentrierungsprozess im privatisierten Krankenhaussektor geh&ouml;rig Fahrt auf. Zugleich hat die Politik durch die Schuldenbremse und die fortw&auml;hrende Unterfinanzierung der kommunalen Krankenh&auml;user bereits die Weichen f&uuml;r weitere Privatisierungen gestellt. Anstatt Alarm zu schlagen, verbreiten Teile der Medien lieber Mythen und L&uuml;gen, um den berechtigten Widerstand der Bev&ouml;lkerung gegen den Ausverkauf unseres Gesundheitssystems zu brechen. Von <strong>Jens Berger<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nHintergr&uuml;nde und vertiefende Informationen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8797\">15% Rendite auf Kosten der Patienten &ndash; ein Irrweg der Privatisierung<\/a>.<\/p><p>Mit dem Artikel <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_wirtschaft\/article106232858\/Gut-fuer-Patienten.html\">&bdquo;Gut f&uuml;r Patienten&ldquo;<\/a> er&ouml;ffnete die WELT in der letzten Woche die manipulative Begleitmusik zur sich momentan abzeichnenden Privatisierungs- und Konzentrationswelle des Krankenhaussektors. Springer-Autor Daniel Zwick h&auml;lt nicht viel von Fakten, sondern verbiegt sich die Wirklichkeit nach Lust und Laune so lange, bis sie in sein privatisierungsfreundliches Weltbild passt. In seinem Artikel wirft  Zwick die steile These in den Raum, dass &bdquo;Kliniken in privater Hand nicht nur f&uuml;r Aktion&auml;re und die Krankenkassen, sondern auch f&uuml;r die Patienten und Versicherten [attraktiv seien]&ldquo;. Als zentrales Argument f&uuml;hrt er dabei die &bdquo;enormen Kostenvorteile&ldquo; ins Feld, die &bdquo;ein Konzern wie Helios-Rh&ouml;n gegen&uuml;ber staatlichen Krankenh&auml;usern [habe]&ldquo;. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnten &bdquo;die fast 200 Kliniken und Versorgungszentren [&hellip;] gemeinsam Medikamente einkaufen und bei Pharmakonzernen hohe Rabatte aushandeln&ldquo;. <\/p><p><strong>Mythen, L&uuml;gen, Verdrehungen<\/strong><\/p><p>Offenbar hat sich Herr Zwick noch nicht sonderlich ausgiebig mit der Thematik befasst. Selbstverst&auml;ndlich handeln fast alle Krankenh&auml;user, egal ob privat, kommunal oder freigemeinn&uuml;tzlich (z.B. kirchlich), solche &bdquo;hohen Rabatte&ldquo; &uuml;ber sogenannte Einkaufsgemeinschaften aus. So sind beispielsweise mehr als 70 Kliniken mit zusammen mehr als 65.000 Betten in der <a href=\"http:\/\/www.einkaufsgemeinschaft-kommunaler-krankenhaeuser.de\/\">EKK eG des Deutschen St&auml;dtetages<\/a> organsiert. Andere H&auml;user schlie&szlig;en sich oft regional zusammen oder werden Mitglieder einer kommerziellen Einkaufsgemeinschaft. Eine Studie der Universit&auml;t Bayreuth <a href=\"http:\/\/krankenhaeuser.blogspot.de\/2010\/03\/die-vielfalt-der-einkaufsgemeinschaften.html\">ergab<\/a>, dass im Jahr 2009 mehr als 80% aller Krankenh&auml;user Mitglied mindestens einer Einkaufsgemeinschaft waren. Der Eindruck, dass H&auml;user, die zum gleichen Konzern geh&ouml;ren, automatisch auch einer konzernweiten Einkaufsgemeinschaft angeh&ouml;ren, ist &uuml;berdies falsch. Aus rechtlichen Gr&uuml;nden firmieren die privatisierten Krankenh&auml;user in nahezu allen F&auml;llen als unabh&auml;ngige Unternehmen, die in der Praxis nur selten Kernaufgaben an die Holding abgeben. Meist betrifft dies klassische Controlling-Aufgaben, wie das Aufstellen konzernweiter Benchmarks, mit denen vor Ort das Personal unter Druck gesetzt werden kann.<\/p><p>Der von der WELT als Fakt dargestellte Kostenvorteil ist ohnehin ein sorgsam gepflegter Mythos. Wie eine gro&szlig; angelegte <a href=\"http:\/\/www.ivkk.de\/images\/downloads\/2010-05-04_Endbericht_Erfolgreiches_kommunales_Krankenhaus_IVKK.pdf\">Vergleichsstudie [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a> des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) aus dem Jahre 2010 belegt, gibt es bei den Betriebskosten in toto keinen nennenswerten Kostenvorteil bei den privaten Tr&auml;gern. Der einzige Kostenfaktor, der bei den Privaten deutlich geringer ausf&auml;llt, sind &ndash; wen wundert es &ndash; die Personalkosten. Pro Pflegedienst-Vollkraft zahlen die privaten Tr&auml;ger ganze 10% weniger, hinzu kommt, dass der Personalschl&uuml;ssel bei den Privaten geringer ist und die Mitarbeiter nicht von der vorbildlichen betrieblichen Altersvorsorge kommunaler Tr&auml;ger profitieren, die f&uuml;r die kommunalen H&auml;user einen gewaltigen Kostenfaktor darstellt. Daf&uuml;r haben die privaten Tr&auml;ger h&ouml;here Zinskosten, die sich nicht zuletzt aus dem teilweise horrenden Fremdkapitalanteil ergeben. Die Krankenhauskonzerne wachsen n&auml;mlich nicht aus der eigenen Substanz heraus, sondern auf Pump &ndash; und die Zinsen wollen bedient werden. Was die kommunalen H&auml;user ihren Mitarbeitern mehr auszahlen, zahlen die Privaten den kreditgebenden Banken und den Aktion&auml;ren. <\/p><p>Vollends grotesk mutet daher auch die WELT-These an, die vermeintlichen Kostenvorteile w&uuml;rden &bdquo;der Krankenhaus AG [den] finanziellen Spielraum [geben], um mehr &Auml;rzte und Pfleger einzustellen&ldquo;. Ein solcher Satz muss sich f&uuml;r jeden Besch&auml;ftigten eines privatisierten Krankenhauses wie blanker Hohn anh&ouml;ren. Es wird nicht eingestellt, stattdessen werden die &bdquo;Betriebsabl&auml;ufe optimiert&ldquo;, wie es im Branchenjargon euphemistisch hei&szlig;t. Auslaufende Stellen werden nicht neu besetzt, Zeitvertr&auml;ge nicht verl&auml;ngert, examinierte Krankenpfleger gegen schnell angelernte und billige Pflegeassistenten ersetzt und &ndash; vor allem im &auml;rztlichen Bereich &ndash; auf zweitklassiges Personal ausgewichen. Ob es f&uuml;r die Patienten von Vorteil ist, von einem unzureichend ausgebildeten Arzt aus Albanien behandelt zu werden, ist mehr als fraglich. Offiziell wird dann vom Fachkr&auml;ftemangel schwadroniert. Dabei handelt es sich hierbei um einen der wenigen Sektoren, auf denen der Arbeitsmarkt noch funktioniert. Wer kein gutes Geld zahlt, kriegt auch keine guten Leute. Sich dann &uuml;ber einen Fachkr&auml;ftemangel zu beklagen, ist unseri&ouml;s bis peinlich. <\/p><p>Wenn Sie eine Stellenanzeige aufgeben und eine Putzfrau f&uuml;r 50 Cent die Stunde suchen, beklagen Sie auch keinen Fachkr&auml;ftemangel, wenn sich niemand bei Ihnen meldet. Springer-Mann Daniel Zwick w&uuml;rde sich wahrscheinlich beklagen. Er ist ja auch der Ansicht, dass die privatisierten H&auml;user &bdquo;direkt mit den Krankenkassen &uuml;ber Leistungspakete verhandeln [k&ouml;nnen]&ldquo;. Wahrscheinlich hat es sich noch nicht bis zum Springer-Verlag durchgesprochen, dass in Deutschland die Honorierung der Krankenh&auml;user &uuml;ber Fallpauschalen geregelt wird. Wer &bdquo;besser&ldquo; wirtschaftet, als es die Fallpauschalen vorsehen, macht &Uuml;bersch&uuml;sse &ndash; &Uuml;bersch&uuml;sse, die bei kommunalen Tr&auml;gern in die R&uuml;cklage f&uuml;r Investitionen gehen und bei den privaten Tr&auml;gern entweder an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet oder f&uuml;r den weiteren Wachstum eingesetzt werden. Egal, wie man es dreht oder wendet &ndash; der Patient hat dadurch keinen Vorteil.<\/p><p><strong>Helios-Rh&ouml;n &ndash; Marktkonzentration zum Nachteil der Allgemeinheit<\/strong><\/p><p>Die Privatisierungsbef&uuml;rworter argumentieren gerne mit dem Argument, Privatisierungen w&uuml;rden die Konkurrenz beleben und zu einem &bdquo;funktionierenden Markt&ldquo; f&uuml;hren. Im Krankenhaussektor fehlen jedoch die elementaren Voraussetzungen f&uuml;r einen echten Markt. In einem echten Markt k&ouml;nnen die Anbieter ihr Leistungsspektrum frei zusammenstellen und die Leistungen frei bepreisen. Beides ist im streng regulierten Krankenhaussektor nicht der Fall. In einem echten Markt kann der Kunde zwischen verschiedenen Anbietern w&auml;hlen und gegebenenfalls auch auf den Kauf verzichten. Auch dies ist im Krankenhaussektor in der Regel nicht der Fall. Der Kunde hat ja noch nicht einmal einen Einblick in die Preise des Anbieters. <\/p><p>Selbst wenn man f&uuml;r einen Moment die &bdquo;Marktlogik&ldquo; ernst nehmen w&uuml;rde, g&auml;be es keinen Grund, die &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n-Kliniken durch Helios zu bejubeln, da eine Anbieterkonzentration der &bdquo;Marktlogik&ldquo; zuwider l&auml;uft, k&ouml;nnen marktbeherrschende Konzerne doch ihre Position gegen die Interessen des Kunden einsetzen. Durch die &Uuml;bernahme entsteht nicht mehr, sondern weniger Konkurrenz. Die WELT begr&uuml;&szlig;t die &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n-Kliniken jedoch ausdr&uuml;cklich, was zeigt, dass es dem Autor nicht um die &bdquo;Konkurrenz&ldquo; oder den &bdquo;Markt&ldquo;, sondern um den Ausverkauf des Gesundheitssystems geht. Mit der &bdquo;Ware&ldquo; Gesundheit l&auml;sst sich sehr viel Geld verdienen. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland 278 Milliarden Euro fu&#776;r Gesundheitsleistungen ausgegeben. Damit rangiert der Gesundheitsbereich noch vor der deutschen Automobilindustrie, die im gleichen Jahr &bdquo;nur&ldquo; 263 Milliarden Euro Umsatz (weniger als die Ha&#776;lfte davon im Inland) erzielen konnte. Private Krankenhauskonzerne streben eine Umsatzrendite von 15% an. Das hei&szlig;t, dass von jedem Euro, den die Krankenkassen an die privaten Tr&auml;ger &uuml;berweisen, 15 Cent in die Taschen der Aktion&auml;re wandern sollen. <\/p><p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit den Zinskosten. Fresenius will f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n-Kliniken nach eigenen Worten &bdquo;wie in der Vergangenheit  m&ouml;glichst viel Fremdkapital und m&ouml;glichst wenig Eigenkapital einsetzen&ldquo;. Wenn man einmal mit einer Fremdkapitalquote von 75% und einem Zinssatz von 5% kalkuliert, hie&szlig;e dies, dass der Konzern beim geplanten Kaufpreis von 3,2 Mrd. Euro j&auml;hrlich rund 160 Mio. Euro f&uuml;r den Zinsdienst bezahlen muss &ndash; dieses Geld stammt aus dem Topf der Krankenkassen und ist eigentlich f&uuml;r die Gesundheitsversorgung und nicht f&uuml;r das Monopoly-Spiel der Klinikkonzerne gedacht. Alle gro&szlig;en privaten Krankenhauskonzerne sind in den letzten Jahren vor allem durch &Uuml;bernahmen anderer privater H&auml;user gewachsen, so dass der Anteil der Zinskosten mittlerweile einen signifikanten Teil der Bilanzen der Krankenhauskonzerne ausmachen d&uuml;rfte. Daf&uuml;r sollte die Allgemeinheit aber keine Krankenkassenbeitr&auml;ge bezahlen &ndash; sie tut es dennoch, da die Politik sich standhaft weigert, hier einen Riegel vorzuschieben.<\/p><p>Wenn die WELT schreibt, dass die &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n-Kliniken &bdquo;den wirtschaftlichen Druck auf die fast 1400 Krankenh&auml;user in staatlicher und freier Tr&auml;gerschaft steigern [wird] und deren Lobbyisten [es] k&uuml;nftig schwerer haben, mehr Geld von den gesetzlichen und privaten Kassen zu verlangen&ldquo;, ist dies starker Tobak. Der wirtschaftliche Druck auf die kommunalen H&auml;user ist politisch gewollt. Die gesetzliche Basis der Krankenhausfinanzierung ist das Krankenhausfinanzierungsgesetz von 1972, in dem die Grundlage der dualen Finanzierung eingef&uuml;hrt wurde: Die Betriebskosten sollen durch die Krankenkassen, die Investitionskosten durch die Bundesl&auml;nder getragen werden. Heute werden die Investitionszusch&uuml;sse durch die Krankenhausplanung der Bundesl&auml;nder festgelegt und zwischen dem Bundesland, den Krankenkassen und dem Krankenhaustr&auml;ger aufgeteilt. Die chronische Unterfinanzierung der Kommunen und die Sparpolitik der L&auml;nder haben jedoch dazu gef&uuml;hrt, dass die kommunalen H&auml;user oft noch nicht einmal die dringend notwendigen Investitionen vornehmen konnten. So ist die Investitionsfinanzierung zwischen 1991 und 2006 um 44,3% gesunken. <\/p><p>Alleine der Umstand, dass die privaten Tr&auml;ger einen leichteren Zugang zu Krediten haben, hat so zu dem grotesken Ergebnis gef&uuml;hrt, dass die privaten Tr&auml;ger absolut und relativ mehr Investitionszusch&uuml;sse durch die L&auml;nder <a href=\"http:\/\/www.vlk-online.de\/files\/articles\/2009-04\/200904_9a8fd6173f.pdf\">bekommen [PDF &ndash; 730 KB]<\/a> als die kommunalen H&auml;user, die oft den Eigenanteil nicht aufbringen k&ouml;nnen, da der kommunale Tr&auml;ger keine neuen Schulden aufnehmen darf. Durch die ausbleibenden Investitionen wird das Finanzproblem der kommunalen H&auml;user zu einer selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung und der &bdquo;wei&szlig;e Ritter&ldquo; steht in Form von Helios, Asklepios, Rh&ouml;n oder Sana bereits vor der T&uuml;r und l&auml;sst sich die &Uuml;bernahme durch die Landeszusch&uuml;sse f&uuml;rstlich versilbern. <\/p><p><strong>Privatisierungswelle oder Privatisierungstsunami?<\/strong><\/p><p>In einem Punkt sind sich Finanzanalysten und die privaten Krankenhauskonzerne einig: Wir stehen vor einer gro&szlig;en Privatisierungswelle. Alleine die Rh&ouml;n-Kliniken stehen derzeit bei sechs konkreten Projekten mit 3.000 Betten im Gespr&auml;ch. Die Grenzen des Expansionsdrangs werden momentan nur durch die Wettbewerbsbeh&ouml;rden festgelegt. Die fokussieren ihren Blick jedoch auf regionale Monopole, so dass die privaten Krankenhauskonzerne bei einer geschickten regionalen Aufteilung des Marktes noch lange nicht an die Grenzen der Expansion sto&szlig;en. Ganz anders sieht dies paradoxerweise bei den kommunalen Tr&auml;gern aus. Hier macht es verst&auml;ndlicherweise wenig Sinn, wenn sich eine Klinik aus Flensburg mit einer Klinik aus dem Oberammergau zusammenschlie&szlig;en w&uuml;rde. Wenn sich regionale Kliniken zusammenschlie&szlig;en, &uuml;bertreten sie jedoch bereits schnell die Grenze eines regionalen Monopols. <\/p><p>So hat das Bundeskartellamt beispielsweise 2009 die Fusion der zwei Krankenh&auml;user des hessischen Werra-Mei&szlig;ner-Kreises mit der kommunalen Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) untersagt. Hier ist die Politik dringend gefordert. Es kann nicht sein, dass Zusammenschl&uuml;sse kommunaler Kliniken, die im Sinne der Allgemeinheit w&auml;ren, aus wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten verboten werden. Dies &ouml;ffnet den privaten Krankenhauskonzernen T&uuml;r und Tor, da sie sich so f&uuml;r die klammen Kommunen als letzte Alternative darstellen k&ouml;nnen. Man kann nicht lautstark &uuml;ber die Synergieeffekte privater Tr&auml;ger jubeln und den kommunalen H&auml;usern verbieten, solche Synergieeffekte zu nutzen. <\/p><p>Sollten den kommunalen Tr&auml;gern weiterhin Steine in den Weg gelegt werden und sollte sich die &ouml;ffentliche Hand weiterhin aus der Investitionsfinanzierung kommunaler Krankenh&auml;user zur&uuml;ckziehen, droht die Privatisierungswelle zu einem Privatisierungstsunami zu werden. Dies muss verhindert werden &ndash; zum Wohle der Allgemeinheit.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/5729f9f9facb4062991b2e2fda3a0bd0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die geplante &Uuml;bernahme der Rh&ouml;n Klinikum AG durch die zum Fresenius Konzern geh&ouml;rende Helios-Gruppe nimmt der seit Jahren zu beobachtende Konzentrierungsprozess im privatisierten Krankenhaussektor geh&ouml;rig Fahrt auf. Zugleich hat die Politik durch die Schuldenbremse und die fortw&auml;hrende Unterfinanzierung der kommunalen Krankenh&auml;user bereits die Weichen f&uuml;r weitere Privatisierungen gestellt. 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