{"id":130968,"date":"2025-03-31T12:45:07","date_gmt":"2025-03-31T10:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130968"},"modified":"2025-03-31T15:55:04","modified_gmt":"2025-03-31T13:55:04","slug":"weltgeschichte-im-zeitraffer-wo-bleibt-eu-europa-sechs-szenarien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130968","title":{"rendered":"Weltgeschichte im Zeitraffer: Wo bleibt EU-Europa? \u2013 Sechs Szenarien"},"content":{"rendered":"<p>Die Ver&auml;nderungen in der internationalen Politik verlaufen immer schneller. Wir k&ouml;nnen einen grundlegenden Wandel der internationalen Politik beobachten, der in einem Tempo vonstatten geht, welches kaum zul&auml;sst, die sich wandelnde Realit&auml;t ad&auml;quat zu erfassen. Man kann ohne &Uuml;bertreibung von einem Zeitraffereffekt sprechen: Bahnte sich der Epochenbruch &ndash; das Ende der unipolaren Weltordnung &ndash; anf&auml;nglich sehr langsam und in der westlichen Politik und den Medien nahezu unbemerkt an, so ist sp&auml;testens mit dem Beginn des hei&szlig;en Krieges im Februar 2022 in und um die Ukraine dieser nun un&uuml;bersehbar. Der offene Krieg selbst katalysierte den Umbruchsprozess in einer f&uuml;r den Westen nicht erwarteten Dimension: Der globale Nicht-Westen verweigert den Gehorsam im Hinblick auf das vorgegebene Kriegsnarrativ sowie die Forderung, sich der Sanktionspolitik gegen Russland anzuschlie&szlig;en. Von <strong>Alexander Neu<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nVielmehr sieht sich der Westen gen&ouml;tigt, sogenannte Sekund&auml;rsanktionen gegen die &bdquo;ungehorsamen&ldquo; Staaten zu verh&auml;ngen oder anzudrohen, um &uuml;berhaupt ein Minimum an Gefolgschaft herbeizwingen zu k&ouml;nnen. Zwei weitere &bdquo;Booster&ldquo; beschleunigen den Epochenbruch: Erstens, der Krieg im Nahen Osten, mit massenhaft zivilen Opfern, die im globalen Nicht-Westen, insbesondere in der islamischen Welt mindestens f&uuml;r Unverst&auml;ndnis sorgen, was die westliche Doppelmoral im Hinblick auf die zivilen Opfer betrifft. Die Glaubw&uuml;rdigkeit der vom Westen vorgetragener Werte wie die als universell geltenden Menschenrechte wird f&uuml;r den Rest der Welt absolut sichtbar zu Grabe getragen. <\/p><p>Und der zweite Booster: Die Amts&uuml;bernahme der US-Administration durch D. Trump. Dieser letzte Booster stellt nicht einen wachsenden Riss zwischen dem Westen und dem Nicht-Westen dar, sondern er ist ein Riss innerhalb des Westens &ndash; und das auch noch zwischen der bisherigen und unangefochtenen westlichen F&uuml;hrungsmacht USA und seiner Satelliten im transatlantischen Raum. Die neue USA unter Trump will den direkten Krieg in der Ukraine und offensichtlich auch tendenziell den Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und Russland beenden. EU-Europa sitzt &ndash; selbstverschuldet &ndash; nicht mit am Verhandlungstisch. Die Entt&auml;uschung &uuml;ber den 180-Grad-Wandel (nicht 360 Grad) der USA sitzt in EU-Europa tief und bef&ouml;rdert Frustration, Orientierungslosigkeit, Aktionismus und sogar verbale Aggression gegen&uuml;ber den neuen USA. EU-Europa befindet sich derweil nun &ndash; erneut v&ouml;llig selbstverschuldet &ndash; zwischen allen St&uuml;hlen in Konfrontation mit Russland (irgendwas zwischen indirektem und direktem Kriegsgegner), China (strategischer Rivale) und den Trump-USA (Verr&auml;ter der transatlantischen Welt), um es etwas zugespitzt zu formulieren. <\/p><p>Ungeachtet der derzeitig tats&auml;chlich miserablen Situation EU-Europas stellt sich die Frage, wohin EU-Europa sich entwickeln wird in der sich neuformierenden Weltordnung mit mehreren Prim&auml;rpolen (USA, China und Russland als erste Liga) und Sekund&auml;rpolen (Indien, Brasilien, Iran, Indonesien, T&uuml;rkei, S&uuml;dafrika etc. als zweite Liga) &ndash; also in einer multipolaren Welt mit unterschiedlichen Pol-Ebenen. Welcher der beiden Ebenen wird EU-Europa zugeh&ouml;rig sein? Wird EU-Europa Subjekt oder Objekt der neuen, sich herausbildenden Weltordnung sein? Oder wird EU-Europa sogar tendenziell oder gar absolut zerfallen, die europ&auml;ische Integration also scheitern? Welche Folgen wird das f&uuml;r Deutschland haben? <\/p><p>Die Zukunft pr&auml;zise vorherzubestimmen, ist nicht m&ouml;glich. M&ouml;glich jedoch ist, sich abzeichnende Tendenzen zu identifizieren und damit m&ouml;gliche Entwicklungspfade aufzuzeigen. Der Aspekt des Krieges in und um die Ukraine und seiner Beendigung unter welchen Bedingungen spielt auch f&uuml;r die k&uuml;nftige Entwicklung EU-Europas &ndash; angesichts des Stellvertretercharakters des Krieges &ndash; und somit auch f&uuml;r Europa eine zentrale Rolle. Im Folgenden sollen einige Szenarien holzschnittartig dargestellt werden. Diese Szenarien sind weder ersch&ouml;pfend noch zwingend, zeigt die Geschichte doch immer wieder, wie komplex, wie viele Graustufen es zwischen schwarz und wei&szlig; gibt.<\/p><ol>\n<li>\n<strong>Szenario &ndash; Wiederentdeckung der Realpolitik:<\/strong> EU-Europa und seine Mitgliedsl&auml;nder erkennen in den n&auml;chsten Wochen und Monaten ihre schwache Position im Verh&auml;ltnis zu den USA und Russland mit Blick auf den Ukrainekrieg im Speziellen und hinsichtlich des globalen Wandels im Generellen an. Die Entscheidungseliten zeigen sich zunehmend beratungsoffen f&uuml;r einen realpolitischen Kurswechsel, der den neuen Realit&auml;ten des Multipolarisierungsprozesses Rechnung tr&auml;gt. Es geht im Prinzip nur noch darum, sich den neuen Entwicklungen gesichtswahrend zu stellen, so auch hinsichtlich des US-amerikanischen Kurses unter D. Trump mit Blick auf dessen Friedensinitiative. Das hei&szlig;t, auch den Ukrainekrieg so schnell wie m&ouml;glich &ndash; und das nicht nur verbal, sondern auch diplomatisch und materiell &ndash; zu beenden. Dar&uuml;ber hinaus wird an Konzepten gearbeitet, welche Stellung EU-Europa in der k&uuml;nftigen neuen Weltordnung durch konstruktives Mitwirken mit der Zielsetzung, einen Platz in der ersten Liga zu besetzen, f&uuml;r sich sichern kann.\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung tendiert gegen Null. Die politischen Entscheider sowie auch die jeweiligen Mainstreammedien, insbesondere in den gro&szlig;en EU-Staaten Frankreich und Deutschland, aber auch in einigen osteurop&auml;ischen Staaten sowie au&szlig;erhalb der EU, Gro&szlig;britannien, sind transatlantisch gepr&auml;gt. Die politischen Biographien verdanken sich einer speziellen ideologischen Grundierung, die nicht so einfach aufgebrochen werden kann. Es k&ouml;nnte sich, wenn es um einen Wandel gehen soll, um eine Lost-Generation handeln, die nicht imstande ist, sich den neuen Realit&auml;ten pragmatisch anzupassen &ndash; es fehlt schlichtweg an geistiger Flexibilit&auml;t. Sie fokussieren sich unverdrossen und alternativlos auf das transatlantische B&uuml;ndnis, da sie die Trump-Administration nur f&uuml;r einen tempor&auml;ren Betriebsunfall betrachten, den man nur aussitzen m&uuml;sse.<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Szenario &ndash; Das Aussitzen:<\/strong> Die Trump-Administration vermag es nicht, einen Waffenstillstand und einen Frieden f&uuml;r die Ukraine durchzusetzen. Entweder unterl&auml;uft Russland oder EU-Europa die US-Anstrengungen. Die USA ziehen sich frustriert aus den Friedensbem&uuml;hungen zur&uuml;ck und &uuml;berlassen EU-Europa das Feld. EU-Europa zahlt und liefert weiterhin Waffen an die Ukraine. Ein Sieg ist auf beiden Seiten weiterhin nicht in Aussicht. In EU- und NATO-Br&uuml;ssel setzt man entweder auf einen vorzeitigen oder regul&auml;ren Machtwechsel in Washington, da man die Trump-Administration als einen tempor&auml;ren Betriebsunfall betrachtet. Bis dahin h&auml;lt EU-Europa plus Gro&szlig;britannien die Stellung in der liberalen Welt in der Hoffnung, dass die USA sp&auml;testens 2029 wieder die F&uuml;hrungsrolle in der transatlantischen Welt &uuml;bernehmen und man gemeinsam den Sieg der Ukraine und die Niederlage Russlands herbeizuf&uuml;hren vermag. Die gute alte Zeit der bestenfalls unipolaren Weltordnung ist wieder greifbar nahe. Das US-Engagement in Europa und die NATO erleben einen zweiten Fr&uuml;hling. Es ist davon auszugehen, dass auch der neue, derzeit auszuhandelnde schwarz-rote Koalitionsvertrag genau diese Denk- und Handlungsrichtung reflektiert.\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist eher gering. Ein vorzeitiger Machtwechsel ist wenig wahrscheinlich. Das Wahlergebnis f&uuml;r D. Trump war &uuml;berw&auml;ltigend, womit er eine hohe politische Legitimit&auml;t besitzt. Allenfalls k&ouml;nnte ein Amtsenthebungsverfahren erfolgreich sein, wenn D. Trump einen gewaltigen Fehler macht &ndash; gekoppelt mit einem signifikanten Zustimmungsverlust. Sollte D. Trump durch ein erneutes Attentat amtsunf&auml;hig oder get&ouml;tet werden, w&uuml;rde J. D. Vance, sein Vize, das Amt &uuml;bernehmen. Und was seine politische Positionierung anbetrifft, hat er auf der M&uuml;nchner Siko k&uuml;rzlich ausgef&uuml;hrt.<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Szenario &ndash; Sieg EU-Europas:<\/strong> Die Trump-Administration vermag es nicht, einen Waffenstillstand und einen Frieden f&uuml;r die Ukraine durchzusetzen. Entweder unterl&auml;uft Russland oder EU-Europa die US-Anstrengungen. Die USA ziehen sich frustriert aus den Friedensbem&uuml;hungen zur&uuml;ck und &uuml;berlassen EU-Europa das Feld. EU-Europa zahlt und liefert weiterhin Waffen an die Ukraine. Die massive Unterst&uuml;tzung der Ukraine &uuml;berfordert Russland. Moskau verliert den Krieg und muss sich aus der Ukraine zum Teil oder g&auml;nzlich zur&uuml;ckziehen. Russland wird verpflichtet, massive Reparationszahlungen an die Ukraine zu leisten und seine Streitkr&auml;fte signifikant abzubauen.\n<p>EU-Europa setzt im B&uuml;ndnis mit Gro&szlig;britannien (London assoziiert sich zumindest sicherheitspolitisch wieder mit EU-Europa) auf eine massive Militarisierung. Der Abstimmungsmodus in EU-Europa im Bereich der Gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik \/Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik wird vom Einstimmigkeitsprinzip auf das Prinzip der qualifizierten Mehrheit ver&auml;ndert, wodurch die Entscheidungen in Br&uuml;ssel klarer, schneller und somit EU-Europa handlungsf&auml;higer wird. Insgesamt werden weitere nationalstaatliche Handlungskompetenzen auf die EU-Ebene verlagert und somit den nationalstaatlichen Willensbildungsprozessen entzogen. Die &bdquo;Republik Europa&ldquo; als Elitenprojekt gewinnt an Konturen.<\/p>\n<p>EU-Europa wird trotz tendenzieller Deindustrialisierung, Sozialabbau und damit einhergehenden Protesten zu einem Globalakteur in der ersten Liga &ndash; neben den USA, Russland und China. Die USA akzeptieren eine neue transatlantische Partnerschaft auf Augenh&ouml;he, orientieren sich jedoch sicherheitspolitisch sehr stark auf den pazifischen Raum, sodass sich EU-Europa f&uuml;r die Sicherheit Europas zust&auml;ndig und bef&auml;higt f&uuml;hlt. Der Westen als transatlantisches Projekt existiert wieder, jedoch mit einem eigenst&auml;ndigen EU-Europa. Die neue europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur wird ohne Russland oder gegen Russland geformt, womit die Grundlagen f&uuml;r einen erneuten Konflikt, wie auch schon im Versailler Vertrag 1919, geschaffen werden. Die NATO reduziert sich operativ auf die europ&auml;ischen NATO-Staaten.<\/p>\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Ob EU-Europa tats&auml;chlich unter dem Eindruck des Ukraine-Krieges, der graduellen Abwendung der USA von seinen europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten sowie insgesamt des globalen Epochenbruchs tats&auml;chlich in der Lage ist, sich so zu einen, dass es sich zu einem Globalakteuer der 1. Liga zu entwickeln imstande sein wird, ist zu bezweifeln. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind vielf&auml;ltig. Angefangen von der Voraussetzung, dass Russland milit&auml;risch ins Hintertreffen k&auml;me. Die Realit&auml;t vor Ort sieht anders aus. Es mangelt an dem entscheidenden Willen, die verbliebene nationale Souver&auml;nit&auml;t in wichtigen politischen Feldern wie der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik tats&auml;chlich an eine Br&uuml;ssler, wenig demokratisch legitimierte B&uuml;rokratie zu delegieren. Die EU-S&uuml;dl&auml;nder haben andere au&szlig;enpolitische Interessen als die EU-Nord- oder EU-Ostl&auml;nder. <\/p>\n<p>Die osteurop&auml;ischen Staaten stehen ohnehin eher f&uuml;r ein intergouvernementales statt ein supranationales EU-Europa. Und Deutschland irgendwo dazwischen &ndash; einerseits mit viel Verst&auml;ndnis gegen&uuml;ber den osteurop&auml;ischen Mitgliedsstaaten, wenn es um das Verh&auml;ltnis zu Russland geht, andererseits aber dem Leitbild eines supranationalen Europas, also einer &bdquo;Republik Europa&ldquo; gegen&uuml;ber offen. Zugleich sehen wir in EU-Europa sowohl im Westen als auch im Osten in der Bev&ouml;lkerung eine ideologische Zeitenwende, die konservativen bis rechten Kr&auml;ften, die sich ausgesprochen EU-kritisch positionieren, gewinnen an politischem Zuspruch. Ein Weiter-so des politisch-liberalen Mainstreams in Politik und Medien wird immer schwieriger.<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Szenario &ndash; Niederlage der Ukraine:<\/strong> Die Trump-Administration vermag es nicht, einen Waffenstillstand und einen Frieden f&uuml;r die Ukraine durchzusetzen. Entweder unterl&auml;uft Russland oder EU-Europa die US-Anstrengungen. Letztendlich gewinnt Russland den Krieg in und um die Ukraine. Die von Russland besetzten Gebiete &ndash; welche Ausma&szlig;e sie auch immer annehmen werden &ndash; gehen f&uuml;r die Ukraine verloren. Die Rest-Ukraine wird zur Neutralit&auml;t verpflichtet und ist weitgehend gesellschaftlich und wirtschaftlich zerst&ouml;rt. Eine schleichende, aber unaufhaltsame millionenfache Armutsmigration aus der Ukraine nach Polen, Deutschland und &Ouml;sterreich beginnt. \n<p>EU-Europa sieht sich zwar weiterhin in der Pflicht, die Ukraine wirtschaftlich und finanziell zu unterst&uuml;tzen, wird dies aber nur unzureichend leisten (k&ouml;nnen), da die Mitgliedsl&auml;nder der EU selbst unter enormem wirtschaftlichem Druck stehen. Die Militarisierungskosten, die Schuldenlast der Staatshaushalte, die tendenzielle Deindustrialisierung aufgrund der B&uuml;rokratie, der verfehlten Energiesanktionen gegen Russland und der US-Z&ouml;lle auf EU-Produkte, der verfehlten Migrationspolitik etc. f&uuml;hren zu sozialen Unruhen und damit einhergehenden Instabilit&auml;ten bis hin zur Gef&auml;hrdung der inneren Sicherheit. <\/p>\n<p>Diese Entwicklung zwingt die EU und ihre Mitgliedsstaaten, die Unterst&uuml;tzung der Ukraine bis auf ein paar Potemkin&rsquo;sche D&ouml;rfer runterzufahren. Eine Mitgliedschaft der Ukraine in der EU steht nicht mehr zur Debatte, sofern &uuml;berhaupt noch eine Erweiterungspolitik eine Rolle spielen wird. EU-Europa besteht zwar weiter in der bisherigen Konstitution, muss sich aber auf die Aufrechterhaltung seiner Binnenstabilit&auml;t konzentrieren. Und auf globaler Ebene wird EU-Europa als unseri&ouml;ser Sicherheitsgarant mit viel Werteideologie, aber wenig Ausstrahlungskraft und praktizierten Doppelstandards wahrgenommen und spielt sodann auf der weltpolitischen B&uuml;hne bestenfalls in der zweiten Liga. <\/p>\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Dass die Ukraine den Krieg nicht gewinnen wird, ist sehr wahrscheinlich. Ein milit&auml;rischer Sieg unterhalb der R&uuml;ckgewinnung der von Russland eroberten Gebiete w&auml;re kein Sieg. Auch scheint, sofern es nach den USA geht, eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine vom Tisch zu sein, auch wenn die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten das immer noch anders sehen. Damit h&auml;tten die EU respektive ihre Mitgliedstaaten Hunderte Milliarden Euro Steuergelder in den Sand gesetzt. Weitere Milliarden Steuergelder f&uuml;r die Aufr&uuml;stungsorgie als vermeintlich verbindendes Instrument der Koh&auml;sion der EU werden mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gegenteil in den EU-Gesellschaften erzeugen. Es fehlt schlicht an einer neuen attraktiven, progressiven und sodann verbindlichen Idee f&uuml;r die Europ&auml;ische Integration. Der mangelnde Sinn f&uuml;r politischen Realismus in den Zeiten des weltpolitischen Umbruchs f&uuml;hrt eher in eine Selbstisolation EU-Europas.<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Szenario &ndash; Ende der europ&auml;ischen Integration:<\/strong> EU-Europa unterst&uuml;tzt die Ukraine weiterhin massiv. Dennoch verliert die Ukraine den Krieg (siehe Szenario 3 &ndash; Niederlage der Ukraine). Obschon EU-Europa sehr viel in die Unterst&uuml;tzung der Ukraine als auch in die eigene Militarisierung investiert hat, wird weltweit, aber auch innerhalb der EU deutlich, das EU-Europa kein ernstzunehmender Sicherheitsgarant ist. Das Vertrauen in die eigenen F&auml;higkeiten schwindet. Die ersten EU-Mitgliedsstaaten orientieren sich zun&auml;chst verdeckt, dann immer offener auf die Trump-Administration, in der Hoffnung auf einen bilateralen US-Schutzschirm. \n<p>Es beginnt ein Wettlauf europ&auml;ischer Staaten um die Gunst der USA. Die EU wird zwar nicht offiziell aufgel&ouml;st, aber EU-Br&uuml;ssel verliert zunehmend an Handlungskompetenzen, da die Mitgliedsstaaten ihr Heil in der eigenen Souver&auml;nit&auml;t suchen. Diese Entwicklung wird dann als R&uuml;ckkehr zum Leitbild des &bdquo;Europas der Vaterl&auml;nder&ldquo; der &Ouml;ffentlichkeit verkauft, tats&auml;chlich jedoch wird die europ&auml;ische Integration in erheblichem Ma&szlig;e r&uuml;ckabgewickelt. Die NATO selbst spielt f&uuml;r die USA keine wesentliche Rolle mehr &ndash; Artikel 5 des NATO-Statuts verkommt zur Lyrik. Die NATO wird zwar ebenfalls nicht offiziell aufgel&ouml;st, verabschiedet sich aber in die Passivit&auml;t.<\/p>\n<p>Einige, insbesondere osteurop&auml;ische Staaten setzen auf Ann&auml;herung und Ausgleich mit Russland in der Hoffnung, dass dies angesichts der neuen Realit&auml;ten ihrer eigenen Sicherheit zutr&auml;glicher als ein Konfrontationskurs ist. EU-Europa als Gestaltungsakteur findet nicht statt. Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten bewegen sich in ihrer politischen Souver&auml;nit&auml;t in dem Spektrum zwischen Mittelmacht (Deutschland, Frankreich, Polen und Italien) und wenig relevanten Staaten auf der internationalen B&uuml;hne.<\/p>\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Dieses Szenario erachte ich als nicht unwahrscheinlich. Eine R&uuml;ckkehr zur Nationalstaatlichkeit wie im 19. Jahrhundert wird es zwar nicht werden, aber EU-Br&uuml;ssel wird politisch-operativ weitgehend irrelevant werden. Einige EU-Staaten werden untereinander bi-, tri- oder multilateral ggf. unter R&uuml;ckgriff auf EU-Strukturen enger miteinander kooperieren, andere eher nicht. Die jeweilige neue nationalstaatliche Ausrichtung einiger EU-Mitgliedsstaaten (beispielsweise Ungarn, die Slowakei, aber auch Polen, Rum&auml;nien und Bulgarien) auf die USA und Russland stellt eine Flucht in die neuen internationalen Realit&auml;ten dar.<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Szenario: Krieg in Europa:<\/strong> Gro&szlig;britannien, Frankreich, Deutschland und eventuell ein paar andere Staaten &ndash; nicht jedoch die EU oder NATO als solche &ndash; entscheiden, in den Ukraine-Krieg aktiv einzugreifen. Entweder als &bdquo;Friedenstruppe&ldquo; zur Absicherung eines Friedensabkommens oder als Interventionstruppe, um eine drohende Niederlage der Ukraine doch noch abzuwenden. In beiden F&auml;llen k&auml;me es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu Kampfhandlungen, da bislang Moskau &bdquo;Friedenstruppen&ldquo; aus EU- und NATO-Staaten kategorisch ablehnt und sie als milit&auml;rische Ziele betrachtet. Die oben genannten europ&auml;ischen Staaten setzen auf Artikel 5 des NATO-Statuts, d.h., dass die USA ihr Schutzversprechen einhalten und damit die Abschreckung gegen Russland aufrechterhalten, so dass ihre Armeen nicht in die Defensive geraten oder auch ihre Territorien Schauplatz von Kampfhandlungen werden, womit sich das Risiko f&uuml;r die Truppenstellerstaaten in ihren Augen als &uuml;berschaubar erweise. \n<p><strong>Exkurs<\/strong><\/p>\n<p>Der Text des Artikel 5 lautet:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;<em>Die Parteien vereinbaren, da&szlig; ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere von Ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, dass im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen (&hellip;) der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverz&uuml;glich f&uuml;r sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Ma&szlig;nahmen, einschlie&szlig;lich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie f&uuml;r erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebietes wieder herzustellen und zu erhalten. (&hellip;)<\/em>&ldquo;. <\/p><\/blockquote>\n<p>Die Formulierung des Artikels impliziert indessen zwei Unsicherheiten: Erstens ist der &bdquo;Beistand&ldquo; nicht eindeutig qualifiziert, muss also nicht unbedingt milit&auml;rischer Art sein. Und zweitens l&auml;sst diese Formulierung mindestens offen, ob diese Beistandsklausel auch dann verbindlich ist, wenn der Angriff nicht auf die Territorien der NATO-Staaten stattfindet, sondern auf die Truppen der Truppenstellerstaaten in der Ukraine. Geht man vom klassischen territorialgebundenen Verteidigungsbegriff, der auch mit der Formulierung &bdquo;nordatlantisches Gebiet&ldquo; &ndash; mithin NATO-Territorium &ndash; gemeint ist, aus, so w&uuml;rde ein Angriff auf deutsche oder franz&ouml;sische Truppen in der Ukraine nicht den Verteidigungsfall gem&auml;&szlig; Artikel 5 bedeuten. <\/p>\n<p>Selbst wenn sich die Kampfhandlungen auf polnisches Gebiet oder das anderer NATO-Staaten ausdehnen sollten, ist nicht unbedingt ein Beistandsautomatismus gew&auml;hrleistet. Stellt Polen selbst Truppen in der Ukraine oder nicht, ist eine entscheidende Frage f&uuml;r den Fall, dass sich die K&auml;mpfe auf polnisches Staatsgebiet ausdehnten. W&auml;ren angesichts der K&auml;mpfe in der Ukraine zwischen westlichen und russischen Truppen russische Luftschl&auml;ge gegen Einrichtungen der Truppenstellerstaaten, beispielsweise in Frankreich oder Deutschland, hinreichend f&uuml;r den B&uuml;ndnisfall? Es m&uuml;sste gekl&auml;rt werden, ob diese Luftschl&auml;ge aktiv (zur Zerst&ouml;rung von Kommunikations- und Kommandoeinrichtungen oder Nachschub- und Transportlinien &ndash; Stichwort &bdquo;Drehscheibe Deutschland&ldquo;) oder reaktiv (westliche Truppen greifen zuerst russisches Territorium w&auml;hrend der Kampfhandlungen in der Ukraine an, beispielsweise mit Taurus-Marschflugk&ouml;rpern, um dortige Einrichtungen zu zerst&ouml;ren), stattfanden. <\/p>\n<p>Die Frage, wer wen zuerst angreift und wer sich verteidigt, ist angesichts der wachsenden Konfliktkomplexit&auml;t dann nicht mehr so einfach zu kl&auml;ren &ndash; trotz R&uuml;ckgriff auf die &bdquo;Definition der Aggression&ldquo;, die 1974 in einer Resolution der UN-Generalversammlung (A\/RES\/3314 (XXIX) vom 14. Dezember 1974) fixiert wurde. Und sind die beteiligten Entscheidungstr&auml;ger angesichts der Faktoren Zeitdruck, maximale Stresssituation und Emotionalit&auml;t &uuml;berhaupt in der Lage, eine ad&auml;quate rechtliche Beurteilung vorzunehmen? <\/p>\n<p>Diese Fragen m&uuml;ssten anhand vorheriger Szenarien, die, in der Natur der Sache liegend, nie abschlie&szlig;end sein k&ouml;nnen, gekl&auml;rt werden. Nicht zuletzt bliebe offen, ob jenseits der rechtlichen Ebene &ndash; B&uuml;ndnisfall ja oder nein &ndash; die Trump-Administration auch politisch bis zum &Auml;u&szlig;ersten &ndash; mithin Griff zur Atombombe &ndash; willens w&auml;re, eine rechtliche Verpflichtung auch milit&auml;risch umzusetzen. Denn, warum sollte D. Trump die europ&auml;ischen NATO-Staaten, die seine Friedensinitiative nur halbherzig unterst&uuml;tzt oder gar mit der Entsendung von Interventionstruppen unterlaufen h&auml;tten, dann tats&auml;chlich milit&auml;rische Hilfe zuteilwerden lassen? Insgesamt zeigt sich, dass die in Artikel 5 des NATO-Statuts formulierten Bedingungen sowie die daraus resultierenden Verpflichtungen alles andere als so eindeutig anwendbar in einem so komplexen Konfliktgef&uuml;ge sind, so dass sie der Trump-Administration eine gute M&ouml;glichkeit b&ouml;te, sich aus dem Abenteuer rauszuhalten. <\/p>\n<p><strong>Exkurs Ende<\/strong><\/p>\n<p>In beiden F&auml;llen (nicht-akzeptierte &bdquo;Friedenstruppen&ldquo; oder Interventionstruppen) bedeuten diese m&ouml;glichen Kampfhandlungen einen Krieg zwischen einzelnen NATO-Mitgliedsstaaten und Russland, ohne dass Artikel 5 wirklich garantiert ist. Wenn also die potentiellen europ&auml;ischen Truppenstellerstaaten der Auffassung sein sollten, Artikel 5 w&auml;re eine sichere R&uuml;ckfalllinie und dass somit die Risiken f&uuml;r die Truppenstellerstaaten &uuml;berschaubar seien, soll hei&szlig;en, die USA w&uuml;rden rettend eingreifen, so ist das ein eklatanter Trugschluss. Denn weder rechtlich noch politisch ist ein US-amerikanischer Beistand gesichert. Diese Fehlperzeption k&ouml;nnte f&uuml;r die EU-Europ&auml;er und letztlich f&uuml;r Gesamteuropa zum Desaster mutieren. Ein auf Europa &bdquo;begrenzter&ldquo; Nuklearkrieg w&uuml;rde die weitere Diskussion &uuml;ber die weltpolitische Rolle EU-Europas wohl irrelevant machen. Und selbst wenn die USA zu Gunsten der europ&auml;ischen Truppenstellerstaaten eingriffen, so w&uuml;chse die Gefahr einer nuklearen Eskalation exponentiell an. Dass dieses Armageddon eintr&auml;te, ist meines Erachtens wahrscheinlicher, als das es nicht eintr&auml;te &ndash; siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125274\">den Beitrag<\/a> zu aktualisierten Nukleardoktrin der Russischen F&ouml;deration.<\/p>\n<p><u>Wahrscheinlichkeit:<\/u> Sollte Washington einer milit&auml;rischen Option &ndash; seien es europ&auml;ische &bdquo;Friedenstruppen&ldquo;, seien es Interventionstruppen &ndash; keine klare Absage erteilen, k&ouml;nnten sich E. Macron, K. Starmer und ggf. auch F. Merz zu einem unbedachten Abenteuer hinrei&szlig;en lassen, in dem Glauben, die Russen w&uuml;rden ihre in der Ukraine zu stationierenden Truppen letztlich doch nicht angreifen. Ob dieses Szenario eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich ist, h&auml;ngt auch einerseits von der US-Administration ab, andererseits aber auch von den Gesellschaften in Europa. D.h., werden die Menschen aufwachen und ein Ende derart gef&auml;hrlicher Sandkastenspielchen mit potentiell nuklearem Ausgang fordern oder folgen sie uninteressiert an der politischen Lage ihren schlafwandlerischen politischen Eliten und Mainstreammedien?\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Die dargestellten sechs Szenarien sind, wie bereits ausgef&uuml;hrt, weder absolut so zu sehen noch alternativlos, da die Wirklichkeit viel komplexer ist, als dass sie durch Szenarien ad&auml;quat erfasst werden k&ouml;nnte. Die Szenarien sind jedoch Ausdruck m&ouml;glicher Entwicklungen auf der Grundlage der gegenw&auml;rtigen, von mir erfassten Faktenlage. Und die Faktenlage sieht zumindest f&uuml;r EU-Europa, was die Anpassungsf&auml;higkeit an die realpolitischen Entwicklungen betrifft, nicht wirklich gut aus. EU-Europa droht, sofern es seinen Binnenzerfall noch abzuwenden vermag, nur noch in der zweiten weltpolitischen Liga zu spielen. Das hei&szlig;t auch, dass die Gro&szlig;m&auml;chte der ersten Liga die neuen Spielregeln der k&uuml;nftigen Weltordnung im Wesentlichen bestimmen werden. Der alte Kontinent, &uuml;ber Jahrhunderte das Zentrum der Weltpolitik, w&uuml;rde in die Peripherie rutschen.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Shutter SV <\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/aaf48ae194b74f38891b6b5f7dc95306\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ver&auml;nderungen in der internationalen Politik verlaufen immer schneller. Wir k&ouml;nnen einen grundlegenden Wandel der internationalen Politik beobachten, der in einem Tempo vonstatten geht, welches kaum zul&auml;sst, die sich wandelnde Realit&auml;t ad&auml;quat zu erfassen. Man kann ohne &Uuml;bertreibung von einem Zeitraffereffekt sprechen: Bahnte sich der Epochenbruch &ndash; das Ende der unipolaren Weltordnung &ndash; anf&auml;nglich sehr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130968\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":130969,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,181,171],"tags":[1519,3360,3517,3276,466,259,1977,260,1556],"class_list":["post-130968","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-europapolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-europaeische-union","tag-globaler-sueden","tag-multipolare-welt","tag-nato","tag-russland","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/shutterstock_1754233319.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130968","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=130968"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130968\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":131003,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/130968\/revisions\/131003"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/130969"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=130968"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=130968"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=130968"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}