{"id":13099,"date":"2012-05-04T08:36:23","date_gmt":"2012-05-04T06:36:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099"},"modified":"2012-05-04T08:36:23","modified_gmt":"2012-05-04T06:36:23","slug":"hinweise-des-tages-1608","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h01\">Wolfgang Lieb: &raquo;F&uuml;r viele sind jetzt Piraten die Denkzettelpartei&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h02\">Antje Vollmer &ndash; Kein Henri-Nannen-Preis f&uuml;r Bild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h03\">Finanzmarktregulerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h05\">Der Wachstumspakt &ndash; eine PR-Nummer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h06\">SPD-Minister fordern von Schweiz Nachbesserungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h07\">Die Transfer-Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h08\">Neue UBS-F&uuml;hrung &ndash; Aktion&auml;re kritisieren Webers Millionen-Bonus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h09\">ILO-Bericht &uuml;ber die Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h10\">Arbeitsmarktprognosen, Mittelk&uuml;rzungen und die Bundesarbeitsministerin im Mai 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h11\">Schattenboxen mit Zapfs&auml;ulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h12\">Monopoly in Dresden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h13\">Unter deutscher F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h14\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Die Sehnsucht der Iraner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h15\">Kabinett beschlie&szlig;t Wissenschaftsfreiheitsgesetz &ndash; Mehr Freiheit f&uuml;r Forscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h16\">Gef&auml;hrdet die Hochschulpolitik Menschenleben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13099#h17\">Springer? 1,70 Euro pro Zeile! &Auml;h &hellip; Anteilsschein!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=13099&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wolfgang Lieb: &raquo;F&uuml;r viele sind jetzt Piraten die Denkzettelpartei&laquo;<\/strong><br>\nVor der Wahl: NRW-Medien legen sich ins Zeug, um die FDP zu retten und Linkspartei auszuschalten.<br>\nDass die Medien konservative oder wirtschaftsliberale Parteien und deren F&uuml;hrer unterst&uuml;tzen, konnte man in Italien, in Frankreich oder auch in England sehen &ndash; Stichwort &raquo;Murdoch-Aff&auml;re&laquo;. Und in Deutschland ist es jetzt die Kampagne zugunsten der FDP.<br>\nEine Partei wie Die Linke wird entweder ignoriert oder angegriffen &ndash; ein Schicksal, das B&uuml;rgerbewegungen genauso trifft. Aber auch die SPD, sobald sie mal etwas linker tickt. Diese Asymmetrie m&uuml;sste zum medienpolitischen Thema gemacht werden, weil sie die Vielfalt der &ouml;ffentlichen Meinungsbildung kaputt macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-03\/045.php?sstr=Wolfgang|Lieb\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Antje Vollmer &ndash; Kein Henri-Nannen-Preis f&uuml;r Bild<\/strong><br>\nF&uuml;r den renommierten Henri-Nannen-Preis ist die Bild-Zeitung nominiert. So wird eine Kampagne des Boulevards statt seri&ouml;ser Journalismus gew&uuml;rdigt.<br>\nDavon wird sich der Henri-Nannen-Preis nicht erholen. Die &bdquo;Recherche&ldquo; der Bild-Zeitung in der Sache Christian Wulff wird f&uuml;r so gro&szlig;artig gehalten, dass sie &ndash; offenbar mit den meisten Voten der Jurymitglieder &ndash; in die engste Auswahl der Preisw&uuml;rdigen gelangt ist. Obwohl dar&uuml;ber in Berliner Journalistenkreisen seit Wochen gewispert wird, ist es niemanden eine offene Debatte wert &ndash; ein erstaunlicher Vorgang auf einem Markt, der in der Regel Mutma&szlig;ungen lange vor deren Realisierung skandalisiert. Eines fernen Tages wird vielleicht ein mutiges Rechercheteam herausfinden, wie viele Telefonate schon bei der Vorauswahl gelaufen sind &ndash; ohne Spuren auf Mail-Boxen zu hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag---kein-henri-nannen-preis-fuer-bild,1472602,15116676.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zu diesem Thema passend werden die NachDenkSeiten am n&auml;chsten Montag die aktuelle Studie <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitshefte\/shop\/bild-und-wulff-ziemlich-beste-partner.html\">&ldquo;BILD&rdquo; und Wulff &ndash; ziemlich beste Partner<\/a>&ldquo; der Otto-Brenner-Stiftung vorstellen. Die Nominierung der BILD f&uuml;r den Nannen-Preis ist ein geistiges Armutszeugnis f&uuml;r die Jury.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzmarktregulerung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eigenkapitalregeln f&uuml;r Banken &ndash; Briten stellen sich quer<\/strong><br>\nLondon hat den Durchbruch zur Anwendung sch&auml;rferer Eigenkapitalregeln f&uuml;r Europas Banken platzen lassen. Auch nach sechzehnst&uuml;ndigem Verhandlungsmarathon stimmte der britische Finanzminister George Osborne einem gemeinsamen Beschluss der EU nicht zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eigenkapitalregeln-fuer-banken-briten-stellen-sich-quer-11738156.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn man sich die deutschen Zeitungen so durchliest, k&ouml;nnte man glatt zu dem Schluss kommen, die Briten w&uuml;rden schon wieder eine effektive Bankenregulierung blockieren, um die City of London zu sch&uuml;tzen. Bei <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/82eab320-949c-11e1-bb0d-00144feab49a.html#axzz1tpXz09pk#\">n&auml;herer Betrachtung<\/a> trifft hier jedoch das exakte Gegenteil zu. London bef&uuml;rchtet abgeschw&auml;chte Eigenkapitalrichtlinien, die es Deutschland und Frankreich erlauben, die Basel-III-Richtlinien zu verw&auml;ssern.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sven Giegold: Gescheiterte Einigung bei der Bankenregulierung:<\/strong><br>\nSamthandschuh-Strategie der Bundesregierung r&auml;cht sich<br>\nGestern verhandelten die Finanz- und Wirtschaftsminister der EU bei einem au&szlig;erordentlichen EcoFin ohne Ergebnis &uuml;ber die zuk&uuml;nftige europ&auml;ische Bankenregulierung. Die Eigenkapitalrichtlinie samt zugeh&ouml;riger Verordnung (CRD IV\/CRR) soll die Konsequenzen aus der Eigenkapitalschw&auml;che vieler europ&auml;ischer Banken ziehen und die globalen Vereinbarungen im Baseler Ausschuss in Europ&auml;isches Recht umsetzen. Schon Basel blieb mit seinen Empfehlungen hinter den Forderungen vieler Experten zur&uuml;ck. So hatte etwa der wissenschaftliche Beirat des deutschen Wirtschaftsministeriums eine Schuldenbremse (&bdquo;leverage ratio&ldquo;) von 10% gefordert. Der Vorschlag CRD IV\/CRR der EU-Kommission zur Umsetzung schw&auml;chte die Basel-Vorschl&auml;ge weiter ab.<br>\nSeit Monaten wird hinter den Kulissen und unter massivem Druck der Bankenlobby &uuml;ber den Vorschlag der Kommission verhandelt. Als Reaktion auf den schwachen Kommissionsvorschlag forderten Staaten mit besonders gro&szlig;en Banken im Vergleich zu ihrer Wirtschaftsleistung wie das Vereinigte K&ouml;nigreich, Schweden und die Niederlande unterst&uuml;tzt von der EZB, national h&ouml;here Eigenkapitalanforderungen festsetzen zu d&uuml;rfen. Dies wurde von Frankreich, Deutschland mit weiteren Mitgliedsl&auml;ndern unterst&uuml;tzt von der EU-Kommission zur&uuml;ckgewiesen. Sie sehen damit einheitliche Regeln im Binnenmarkt gef&auml;hrdet. CRD IV\/CRR brauchen neben der Zustimmung des Rates auch die Mitentscheidung des Europaparlaments, das derzeit im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung (ECON) konstruktiv an einer gemeinsamen Position arbeitet.<br>\nDazu erkl&auml;rt Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament:<br>\n&ldquo;Die Strategie der Bundesregierung, die Gro&szlig;banken nach der Krise mit Samthandschuhen zu behandeln, hat sich ger&auml;cht. Zurecht verlangen Gro&szlig;britannien und Schweden h&ouml;here Eigenkapitalanforderungen und eine bindende Schuldenbremse f&uuml;r Banken. Es ist unverantwortlich, Banken nach der Krise mit weniger als 3% harten Eigenkapital an der Bilanzsumme zu betreiben.  Ebenso unverantwortlich ist, die globalen Standards des Baseler Ausschuss in Europa unterbieten zu wollen.<br>\nAllerdings haben auch die Steuerzahler au&szlig;erhalb Gro&szlig;britanniens und Schwedens ein Recht darauf, dass Banken f&uuml;r ihre Risiken selbst aufkommen. Deshalb ist die Spaltung des Binnenmarkts in schlechter und besser regulierte Bereiche, wie Gro&szlig;britannien es fordert, falsch. Richtig w&auml;re &uuml;berall  hohe Eigenkapitalanforderungen durchzusetzen. Dazu m&uuml;sste die Bundesregierung aber wagen, gro&szlig;e Investmentbanken wie die Deutsche Bank anders zu behandeln als die Sparkasse in der Region. Das Haftungsprinzip muss auch im Bankenbereich wieder gelten. Nur so kann noch weiterer Schaden in das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft abgewendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/gescheiterte-einigung-bei-der-bankenregulierung\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Detail viel erreicht, Grundprobleme ungel&ouml;st<\/strong><br>\n2009 k&uuml;ndigten die Regierungschefs der wichtigsten Wirtschaftsm&auml;chte an, die Finanzm&auml;rkte so zu regulieren, dass sich die 2007 ausgebrochene Krise nicht wiederholen kann. Inzwischen ist vieles umgesetzt. Doch das d&uuml;rfte nicht ausreichen.<br>\nDie beiden Krisen-Treffen der G-20 endeten 2009 mit umfassenden und konkreten Vereinbarungen. Inwieweit diesen Beschl&uuml;ssen in Europa und den USA Taten gefolgt sind, hat der Berliner Wirtschaftsprofessor Sebastian Dullien im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung untersucht.* Sein Fazit: &ldquo;Anders als h&auml;ufig &ouml;ffentlich wahrgenommen, haben die Regierungen sowohl in den USA als auch in der EU seitdem gro&szlig;e Anstrengungen unternommen, die Finanzm&auml;rkte zu regulieren und haben eine Vielzahl ihrer Detailvorschl&auml;ge umgesetzt.&rdquo; Allerdings stelle sich aus heutiger Sicht die Frage, ob &ldquo;der Grundansatz der G-20 nicht zu kleinteilig war und zu wenig auf ein echtes Umdenken bei der Finanzmarktregulierung gesetzt hat&rdquo;. Vor allem sei wenig geschehen, um makro&ouml;konomische Ungleichgewichte zu beseitigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/39512_39523.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Besser als Basel<\/strong><br>\nDie Baseler Abkommen &ndash; eigentlich dazu gedacht, Sparer und Allgemeinheit vor schlechten Praktiken der Banken zu sch&uuml;tzen &ndash; versch&auml;rften die durch die Finanzkrise des Jahres 2008 ausgel&ouml;ste wirtschaftliche Abw&auml;rtsspirale. Da das Vertrauen in die Wirtschaft schwand, waren die Banken w&auml;hrend der Krise gezwungen, Verm&ouml;genswerte zu verkaufen und die Kreditvergabe zu k&uuml;rzen, um die aufgrund der Abkommen geforderten Kapitalanforderungen zu erf&uuml;llen. Diese Kreditverknappung f&uuml;hrte zu starken Einbr&uuml;chen in den Bereichen BIP und Besch&auml;ftigung, w&auml;hrend der drastische Ausverkauf der Verm&ouml;genswerte f&uuml;r weitere R&uuml;ckg&auml;nge sorgte.<br>\nIn meiner vor kurzem gemeinsam mit Jacopo Carmassi durchgef&uuml;hrten Studie unter dem Titel Time to Set Banking Regulation Right, wird aufgezeigt, dass die Baseler Bankenregeln die Krise nicht nur erm&ouml;glichten, sondern ironischerweise noch intensivierten, indem sie exzessive Fremdfinanzierung und Risiko&uuml;bernahme gro&szlig;er Banken zulie&szlig;en &ndash; in manchen F&auml;llen h&auml;uften Banken Verbindlichkeiten an, die 40, ja bis zu 50 Mal h&ouml;her waren, als ihr Eigenkapital.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/better-than-basel\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krise frisst sich zum Euro-Kern<\/strong><br>\nIn Folge der harschen Sparprogramme schrumpft die Produktion, die Arbeitslosigkeit steigt &ndash; nun auch in Deutschland.<br>\nDie Rezession in der Euro-Zone ist st&auml;rker als erwartet und erfasst nun auch Deutschland. Die Sparprogramme in Europa haben die Stimmung in der Industrie deutlich ged&auml;mpft, nur noch in &Ouml;sterreich ging es im April aufw&auml;rts. Das schl&auml;gt auf den Arbeitsmarkt durch: Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone hat einen neuen Rekord erreicht. Im April verlor sogar Deutschland Jobs. &bdquo;Die Krise ist nicht mehr auf die Peripheriel&auml;nder begrenzt&ldquo;, stellt das Marktforschungsinstitut Markit fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-krise-frisst-sich-zum-euro-kern,1472780,15093424.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland &ndash; Polizeistaat von EU&rsquo;s Gnaden<\/strong><br>\nDie EU hat sich im Namen der Menschenrechte h&auml;ufig moralisierend in die Angelegenheiten anderer Staaten eingemischt. Die &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo; in Serbien im Jahr 1999 ist ein gutes Beispiel. Und die Br&uuml;sseler Elite scheut sich nicht, ihre Nase in die Angelegenheiten von Nicht-Mitgliedern wie Russland, Ukraine oder Wei&szlig;russland zu stecken &ndash; sei es nun wegen tats&auml;chlicher oder vorgeblicher Verletzungen b&uuml;rgerlicher Freiheiten oder der Pressefreiheit. Sogar Kuba, am anderen Ende der Welt, steht im Fadenkreuz des moralischen Menschenrechts-Kreuzzugs der EU. Aber die Transformation Griechenlands in einen Quasi-Polizeistaat durch die EU straft ihr angeblich uneingeschr&auml;nktes Eintreten f&uuml;r Menschenrechte und b&uuml;rgerliche Freiheiten L&uuml;gen.<br>\nDiese Behauptung mag bei manch einem Stirnrunzeln hervorbringen. Ein Quasi-Polizeistaat? In der EU? Im Jahr 2012? Das ist doch Panikmache durch einen &uuml;bersensiblen Linken, oder? Darauf w&auml;re meine Antwort: Nein. Das ist eine zutreffende Beschreibung der brutalen Wirklichkeit in Griechenland, seit es unter Aufsicht der &bdquo;Troika&ldquo; aus EU, EZB und IWF gestellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.novo-argumente.com\/magazin.php\/novo_notizen\/artikel\/0001122#When:09:30:49Z\">Novo Argumente<\/a><\/li>\n<li><strong>Skandal&ouml;se Jugendarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nHeute ver&ouml;ffentlichte Eurostat die saisonbereinigten Arbeitslosenquoten f&uuml;r die EU17 und die EU27. In der Eurozone stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im M&auml;rz 2012 auf 10,9%, nach 10,8% im Vormonat und in der EU27 lag sie unver&auml;ndert bei 10,2%. Die 10,9% Arbeitslosenquote im M&auml;rz 2012 in der Eurozone ist die h&ouml;chste Quote seit Bestehen der Gemeinschaft. Deprimierend stellen sich weiter vor allem die hohen Arbeitslosenquoten in den S&uuml;dperipherie-Staaten dar. So stieg die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosenquote in Portugal im M&auml;rz auf 15,3% (+0,3 Prozentpunkte), in Italien auf 9,8% (+0,2 Prozentpunkte) und in Griechenland, die mit ihrer monatlichen Datenerhebung immer hinterherhinken, stieg die saisonbereinigte Quote f&uuml;r Januar auf 21,7% (+0,5 Prozentpunkte), jeweils im Vergleich zum Vormonat! Die h&ouml;chste Quote in der gesamten EU erzielte Spanien mit 24,1% (+0,3 Prozentpunkte zum Vormonat).<br>\nDie Arbeitslosenquoten in der S&uuml;dperipherie der Eurozone steigen unaufh&ouml;rlich Monat f&uuml;r Monat und sind ein klares Zeichen der Dynamik der Abw&auml;rtsbewegung der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t. Aberwitzig bleiben die gew&auml;hlten Mittel zur Bew&auml;ltigung der Krise, undifferenzierte Austerit&auml;t, zu Lasten vor allem der Masseneinkommen und damit Motor f&uuml;r Konsum-, Investitions- und Wertsch&ouml;pfungskontraktion in der S&uuml;dperipherie.<br>\nNoch schlimmer stellen sich in der S&uuml;dperipherie die Daten zur Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) dar. Das Korsett des Euro stranguliert die schwachen Volkswirtschaften und die Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen f&uuml;hren zu einer sich selbstverst&auml;rkenden Abw&auml;rtsspirale, welche sich eben auch in einer Perspektivlosigkeit f&uuml;r die Jugend dokumentiert:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/skandalose-jugendarbeitslosigkeit\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Charts zum Artikel sind in der Tat verst&ouml;rend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwache Auftragslage &ndash; Maschinenbauer sp&uuml;ren die Krise<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise macht sich in den Auftragsb&uuml;chern der deutschen Maschinenbauer bemerkbar. Die Bestellungen aus L&auml;ndern der Euro-Zone brachen um 17 Prozent ein. Der Branchenverband bem&uuml;ht sich trotzdem um Optimismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vdma-maschinenbauer-klagen-ueber-minus-bei-auftraegen-a-831122.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Wachstumspakt &ndash; eine PR-Nummer?<\/strong><br>\nWie es aussieht, soll eine Kapitalerh&ouml;hung der Europ&auml;ischen Investitionsbank ein Pfeiler des neuen Wachstumspakts werden. Was ist davon zu halten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/05\/02\/der-wachstumspakt-eine-pr-nummer_4715\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD-Minister fordern von Schweiz Nachbesserungen<\/strong><br>\nDie rot-gr&uuml;nen Bundesl&auml;nder lehnen das Seuerabkommen mit der Schweiz strikt ab. An zwei entscheidenden Punkten m&uuml;sse nachgebessert werden, lautet die Forderung<br>\nDie von SPD und Gr&uuml;nen regierten Bundesl&auml;nder waren am Mittwoch sehr bem&uuml;ht, ihre Ablehnungsfront gegen das Steuerabkommen mit der Schweiz aufrechtzuerhalten. Baden-W&uuml;rttembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) widersprach dem Eindruck, es gebe einen Konflikt zwischen seinem Ministerpr&auml;sidenten Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) und ihm. Er h&auml;tte sich in der Schweiz sicher anders ausgedr&uuml;ckt, aber in der Sache seien sie einer Meinung, sagte Schmid der FTD. &ldquo;Baden-W&uuml;rttemberg ist gegen das Abkommen in der jetzigen Form. Aber wir sind gespr&auml;chsbereit, weil wir an einer L&ouml;sung interessiert sind.&rdquo;<br>\nF&uuml;r sein Land sei entscheidend, dass die Schweiz an zwei Punkten nachbessere: Der Mindeststeuersatz f&uuml;r Altf&auml;lle von Steuerhinterziehung m&uuml;sse 25 Prozent oder mehr betragen &ndash; zurzeit sind es 21 Prozent. Und die Steuerhinterzieher d&uuml;rften nicht bis Anfang 2013 Zeit haben, ihr Geld in andere Steueroasen zu schaffen. [&hellip;]<br>\nDer D&uuml;sseldorfer Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sagte am Mittwoch der FTD, das Abkommen mit der Schweiz sei eine Einladung, dubioses Kapital anonym anzulegen. &ldquo;Da hilft auch keine elastische Anwendung von Grunds&auml;tzen&rdquo;, f&uuml;gte er als Seitenhieb auf Kretschmann hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:steuerabkommen-spd-minister-fordern-von-schweiz-nachbesserungen\/70030911.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das war zu erwarten. Anstatt die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12942\">grundlegenden Schw&auml;chen des Steuerabkommens<\/a> zu kritisieren, bleibt die baden-w&uuml;rttembergische Regierung sich selbst treu und will sich mit einem Judaslohn abspeisen lassen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der weitaus kompetenter argumentierende NRW-Finanzminister gegen seine Kollegen aus S&uuml;dwest wird durchsetzen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Transfer-Union<\/strong><br>\nDie EU als Transfer-Union &ndash; das ist f&uuml;r die Bundesregierung in etwa das, was dem Teufel das Weihwasser der katholischen Kirche ist: etwas, das man um jeden Preis meiden will. Die Bundeskanzlerin d&uuml;rfte in diesem Punkt eine Mehrheit der W&auml;hler und W&auml;hlerinnen in Deutschland hinter sich haben. Und auch die bundesdeutschen Leit-Medien st&uuml;tzen sie in der &ouml;ffentlichen Debatte &uuml;ber dieses Thema. Ein zweiter Blick zeigt: Es gibt l&auml;ngst eine Transfer-Union. Aber nicht &ndash; wie die Bundesregierung glauben machen will &ndash; von den reicheren, hochwettbewerbsf&auml;higen nordeurop&auml;ischen Euro-L&auml;ndern in die krisengesch&uuml;ttelten, wettbewerbsschw&auml;cheren Euro-L&auml;nder S&uuml;deuropas. Ganz im Gegenteil. Vor allem Deutschland profitiert in einem erheblichem Umfang von der Krise im S&uuml;den der EU. Das Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW K&ouml;ln) hat das Anfang dieses Jahres mit konkreten Zahlen unterlegt (&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/de\/infodienste\/iwd\/archiv\/beitrag\/28087?highli\">Vom Gl&uuml;ck der billigen Schulden<\/a>&rdquo;). Demnach betrugen die Zinsen in den Krisenjahren 2009 bis 2011 f&uuml;r zweij&auml;hrige deutsche Staatsanleihen durchschnittlich 1,11 Prozent und f&uuml;r zehnj&auml;hrige durchschnittlich 2,91 Prozent. In den acht Jahren davor lagen die durchschnittlichen Zinsen dagegen bei 3,42 Prozent bzw. 4,27 Prozent. Laut der Berechnungen des IW K&ouml;ln hat die Bundesrepublik aufgrund der g&uuml;nstigeren Zinss&auml;tze infolge der so genannten Euro-Krise rund 45 Milliarden (!) weniger Zinsen zahlen m&uuml;ssen&hellip;<br>\nSchlie&szlig;lich hat es im Zuge der Euro-Krise enorme Liquidit&auml;tsabfl&uuml;sse aus den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern und auch aus Irland vor allem nach Deutschland gegeben.<br>\nZum einen haben verm&ouml;gende Privatleute nach sichereren Anlagem&ouml;glichkeiten als in ihren Herkunftsl&auml;ndern gesucht. Zum anderen haben Renten- und Lebensversicherungsgesellschaften auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben infolge der schlechten Ratings ihre Investitionen in Anleihen aus diesen L&auml;ndern absto&szlig;en m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/die-transfer-union\/\">Ruhrbarone<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue UBS-F&uuml;hrung &ndash; Aktion&auml;re kritisieren Webers Millionen-Bonus<\/strong><br>\nGoldenes Gr&uuml;ezi f&uuml;r Axel Weber: Der neue UBS-Pr&auml;sident erh&auml;lt f&uuml;r seinen Einstand vier Millionen Schweizer Franken. Aktion&auml;re der Gro&szlig;bank kritisieren den Begr&uuml;&szlig;ungsbonus. Auch die Geh&auml;lter anderer Bankmanager sorgen f&uuml;r Unmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/neuer-ubs-praesident-axel-weber-in-der-kritik-wegen-millionen-bonus-a-831211.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>ILO-Bericht &uuml;ber die Welt der Arbeit<\/strong><br>\nObwohl sich die Weltwirtschaft langsam von der Krise zu erholen scheint, bleibt die Lage auf den Arbeitsm&auml;rkten angespannt. Das zeigt ein neuer Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) &uuml;ber die Welt der Arbeit. Die Arbeitslosigkeit nimmt seit Ende 2011 sogar wieder zu. 2012 d&uuml;rften ILO-Sch&auml;tzungen zufolge 202 Millionen Menschen weltweit arbeitslos sein. Die Besch&auml;ftigung in den Industriel&auml;ndern werde fr&uuml;hestens Ende 2016 wieder ein Niveau wie vor der Krise erreichen, so die Prognose der ILO, einer Sonderorganisation der UN.<br>\nDie einseitige Betonung von Sparma&szlig;nahmen zumal in den Eurol&auml;ndern vertieft die Besch&auml;ftigungskrise und k&ouml;nnte Europa erneut in die Rezession bringen&rdquo;, kritisiert der Autor des Berichts Raymond Torres, Direktor des ILO Forschungsinstituts. &ldquo;L&auml;nder, die sich f&uuml;r eine besch&auml;ftigungsorientierte Wirtschaftspolitik entschieden haben, haben sowohl wirtschaftlich als auch sozial bessere Ergebnisse erzielt. Wir m&uuml;ssen uns diese L&auml;nder genau ansehen und Lehren daraus ziehen.&rdquo;<br>\nIn einem eigenen Kurzbericht zu Deutschland h&auml;lt die ILO fest, dass dank starker Exporte vor allem au&szlig;erhalb der Eurozone sowohl das Wirtschafts- als auch das Besch&auml;ftigungswachstum stark blieben. Dennoch sieht die Organisation auch einige Probleme &ndash; zum Beispiel den hohen Anteil von Beziehern von Niedrigl&ouml;hnen und von atypischer Besch&auml;ftigung wie Mini-Jobs oder Leiharbeit. Zudem l&auml;gen die Investitionen gemessen am Bruttoinlandsprodukt immer noch unter ihrem Vor-Krisen-Niveau. Aufgrund der Eurokrise und des geringeren Wachstums in L&auml;ndern au&szlig;erhalb der Eurozone sei ein Wachstumsr&uuml;ckgang zu erwarten. Die ungewissen Aussichten k&ouml;nnten Investitionen weiter verz&ouml;gern und dadurch das Besch&auml;ftigungswachstum bremsen.<br>\nZu den wichtigsten Herausforderungen in Deutschland z&auml;hlen der ILO zufolge eine Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen sowie die Anpassung der Reall&ouml;hne an die Produktivit&auml;tsentwicklung. Bereits erzielte Abschl&uuml;sse in den diesj&auml;hrigen Tarifverhandlungen deuten auf weitere Reallohnzuw&auml;chse f&uuml;r 2012 und 2013 hin. Dies ist nach Einsch&auml;tzung der ILO ein gro&szlig;er Schritt in die richtige Richtung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/aktuelles\/wow12.htm\">Internationale Arbeitsorganisation<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/global\/publications\/books\/world-of-work\/lang--en\/index.htm\">World of Work Report 2012 (zum Download des gesamten Berichtes, der Zusammenfassung und zu animierten Grafiken)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsmarktprognosen, Mittelk&uuml;rzungen und die Bundesarbeitsministerin im Mai 2012<\/strong><br>\nJahresdurchschnittlich 2,916 Millionen Arbeitslose im Jahr 2011, &bdquo;nur&ldquo; noch 2,659 Millionen Arbeitslose im Jahr 2012 und ein weiteres Sinken der amtlich registrierten Arbeitslosen auf 2,500 Millionen im Jahr 2015: diese Eckwerteprognose war gem&auml;&szlig; &bdquo;Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015&ldquo;1, neben &bdquo;weiterer bereits im Zukunftspaket beschlossener strukturell wirkender Ma&szlig;nahmen&ldquo;, die Begr&uuml;ndung der Bundesregierung f&uuml;r die weiteren K&uuml;rzungen der Bundesmittel f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; (SGB II und Bundesprogramme) und &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo; (SGB II &ndash; Bundesanteil). (siehe Auszug im Anhang &ndash; insbesondere Schaubild 5 auf Seite 15 und Seite 16 der Drucksache 17\/6601)<br>\nNach insgesamt 11,0 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2010 (6,6 Millionen Euro f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; und 4,4 Milliarden f&uuml;r der Bundesanteil an den &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo;) und 9,59 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 20112 wurden im Bundeshaushalt 2012 nur noch 8,45 Milliarden Euro veranschlagt und f&uuml;r die Folgejahre (2013 bis 2015) &bdquo;eine weitere Absenkung der Ans&auml;tze&ldquo; auf nur noch 7,95 Milliarden Euro4 vorgesehen.<br>\n2011 wurden jahresdurchschnittlich 2,976 Millionen Arbeitslose registriert, 60.000 mehr als die im &bdquo;Finanzplan 2011 bis 2015&ldquo; genannten 2,916 Millionen. Und wie sieht es im laufenden Haushaltsjahr nach Bekanntmachung der amtlichen Arbeitsmarktdaten f&uuml;r den April 2012 durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit aus?<br>\ndpa berichtet, bei Zeit-Online z.B. unter der erstaunlichen &Uuml;berschrift &bdquo;Arbeitslosigkeit trotz Konjunkturd&auml;mpfers auf Rekordtief&ldquo;: Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit halte weiterhin an ihrer &bdquo;optimistischen Arbeitsmarktprognose f&uuml;r das laufende Jahr&ldquo; fest: 2,92 Millionen Arbeitslose. Der von der &bdquo;Forschungseinrichtung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&ldquo; (IAB) erst am 22. M&auml;rz 2012 auf jahresdurchschnittlich 2,84 Millionen Arbeitslose korrigierten Prognose traut der Vorstandsvorsitzendende der BA, Frank-J. Weise, offensichtlich nicht (mehr). Und von den jahresdurchschnittlich 2,659 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2012, die von der Bundesregierung im Finanzplan 2011 bis 2015 als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die weiteren K&uuml;rzungen (siehe oben) genannt wurden, spricht niemand mehr &ndash; auch die Bundesarbeitsministerin,<br>\nUrsula von der Leyen (CDU), schweigt dazu bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-05-03-prognosen-arbeitsmarkt-kuerzungen-mai-2012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 415 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schattenboxen mit Zapfs&auml;ulen<\/strong><br>\nDie Autofahrer werden an den Zapfs&auml;ulen f&uuml;r dumm verkauft &ndash; im Bundeskabinett aber auch. Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler sei Dank.<br>\nEtwas Popul&auml;res von der FDP und dann auch noch von ihrem angez&auml;hlten Parteichef Philipp R&ouml;sler. Wenn hier pr&auml;ventiv Zweifel kommen, dann zu Recht: R&ouml;slers j&uuml;ngst verk&uuml;ndete und vom Bundeskabinett beschlossene &bdquo;Transparenzstelle&ldquo; wird so viel Einfluss auf die Preistafeln der Tankstellen haben wie ein Windhauch.<br>\nDie Regierung mache ernst im Kampf gegen die Abzocke an der Zapfs&auml;ule, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung des Wirtschaftsministers. &bdquo;Spiegel Online&ldquo; hat den K&ouml;der prompt geschluckt: &bdquo;Regierung k&auml;mpft gegen Sprit-Abzocke&ldquo;, titelte das Portal &ndash; damit kommt besagte Regierung aber viel zu gut weg. Die Mineral&ouml;lkonzerne beeindruckt das Papier weit weniger als das Nachrichtenportal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/sebastian-pfeffer\/10920-roeslers-gespielter-kampf-gegen-spritpreise#10920\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Monopoly in Dresden<\/strong><br>\n6 Jahre nach dem spektakul&auml;ren Kauf von kommunalen Dresdner Wohnungen will der Immobilienkonzern diese offenbar verkaufen. Linkspartei und SPD sind w&uuml;tend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!92675\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unter deutscher F&uuml;hrung<\/strong><br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitik-Experten diskutieren &uuml;ber die Ausgestaltung einer &ldquo;deutschen F&uuml;hrung&rdquo; in Europa und der Welt. Deutschland habe &ldquo;die Aufgabe, in F&uuml;hrung zu gehen&rdquo;, hei&szlig;t es in der soeben erschienenen neuen Ausgabe der Zeitschrift &ldquo;Internationale Politik&rdquo;, des einflussreichsten deutschen Fachblattes auf dem Gebiet der Au&szlig;enpolitik. Beitr&auml;ge mehrerer bekannter Spezialisten liefern Vorschl&auml;ge, wie die deutsche Hegemonie auszugestalten sei. Neben Pl&auml;doyers, die Bundesrepublik solle sich weltweit f&uuml;r Freihandel und &ldquo;Menschenrechte&rdquo; einsetzen, hei&szlig;t es, &ldquo;Deutschlands weltpolitische Mission&rdquo; liege in einer Neukonstituierung &ldquo;des Westens&rdquo;, also des B&uuml;ndnisses mit den USA, dem es &ndash; und zwar auf Augenh&ouml;he mit Washington &ndash; zu einer &ldquo;Renaissance&rdquo; verhelfen solle. Um das notwendige politische Gewicht zu erlangen, m&uuml;sse man die Machtmittel der EU im Sinne einer &ldquo;&lsquo;Hebelung&rsquo; deutscher au&szlig;enpolitischer Interessen&rdquo; nutzen. Mit ihrer aktuellen Ausgabe st&ouml;&szlig;t die &ldquo;Internationale Politik&rdquo; erstmals eine breitere &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die Berliner Hegemonialpolitik an, die bislang zwar ausge&uuml;bt, offiziell jedoch bis vor kurzem entschieden abgestritten wurde, um andere EU-Staaten nicht zu dem&uuml;tigen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58318\">German Foreign Policy<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58319\">Teil II<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Die Sehnsucht der Iraner<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Todenh&ouml;fer hat den Iran besucht. Gerne h&auml;tte er westliche Politiker mitgenommen &ndash; um Ihnen zu zeigen, dass dieses Land &bdquo;so ganz anders ist, als sie es ihren W&auml;hlern erz&auml;hlen&ldquo;: ein Land, in dem auch Juden in Frieden leben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1335978680737.shtml\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kabinett beschlie&szlig;t Wissenschaftsfreiheitsgesetz &ndash; Mehr Freiheit f&uuml;r Forscher<\/strong><br>\nStaatlich finanzierte Einrichtungen wie etwa die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft oder die Helmholtz-Zentren sollen k&uuml;nftig weitgehend eigenst&auml;ndig &uuml;ber ihren Haushalt entscheiden, wie Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) nach dem Beschluss sagte.<br>\nZudem d&uuml;rfen die Institute verst&auml;rkt Drittmittel zum Beispiel von Unternehmen verwenden, um Wissenschaftler anzulocken oder zu halten. Wenn sich Forschungseinrichtungen an Unternehmen beteiligen, zum Beispiel um Erfindungen zu vermarkten, wird eine entsprechende Genehmigung einfacher zu erhalten sein, sagte Schavan weiter. Bauprojekte sollen die Institute k&uuml;nftig mehr in Eigenregie verwirklichen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/kabinett-beschliesst-wissenschaftsfreiheitsgesetz-mehr-freiheit-fuer-forscher-1.1346839\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem nun schon die &bdquo;unternehmerischen Hochschulen&ldquo; &uuml;ber den Wettbewerb um die Einwerbung von Drittmitteln gesteuert werden, soll dies nun auch (noch mehr) f&uuml;r die staatlich finanzierten Forschungseinrichtungen gelten. Das hei&szlig;t der Staat bezahlt die Grundausstattung und die Unternehmen steuern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gef&auml;hrdet die Hochschulpolitik Menschenleben?<\/strong><br>\nHochschulpolitik kann die Gesundheit von Arbeitnehmern gef&auml;hrden. Das mag zu&shy;n&auml;chst &uuml;berraschend klingen und muss erl&auml;utert werden. Ein Zusammenhang zwischen der Organisation der Wissenschaft und m&ouml;glicher Gesundheitsgef&auml;hrdung am Arbeitsplatz ergibt sich aus der Notwendigkeit, die &bdquo;Gef&auml;hrlichkeit&ldquo; chemischer Stoffe wissen&shy;schaftlich zu bewerten, zum Beispiel um Stoff-Grenzwerte abzuleiten. Die Belastung mit Gefahrstoffen an Arbeitspl&auml;tzen scheint in der &Ouml;ffentlichkeit kaum noch f&uuml;r Aufregung zu sorgen, kann bei Betroffenen aber drastische Auswirkungen haben. Die Kosten, welche der Volkswirtschaft durch beruflich verursachte Krebserkrankungen und andere Berufskrankheiten entstehen, sind insgesamt schwierig zu beziffern, die &bdquo;Dunkelziffer&ldquo; d&uuml;rfte betr&auml;chtlich sein. Konkrete Zahlen ver&ouml;ffentlicht die &bdquo;Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung&ldquo; (DGUV), der Spitzenverband der zust&auml;n&shy;digen Unfallversicherungen: der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfall&shy;versicherungstr&auml;ger der &ouml;ffentlichen Hand. Nach deren Gesch&auml;ftsbericht wurden im Jahr 2009 insgesamt rund 16.000 Berufskrankheitsf&auml;lle anerkannt, und bei den Auf&shy;wendungen f&uuml;r Berufskrankheiten ging es im Jahr 2009 insgesamt um einen Betrag von fast eineinhalb Milliarden Euro. Bei den 2009 anerkannten Berufskrankheitsf&auml;llen handelte es sich in mehr als 6.000 F&auml;llen um Erkrankungen von &bdquo;Atemwegen, Lunge, Rippenfell, Bauchfell&ldquo;, die durch anorganische St&auml;ube verursacht wurden&hellip;<br>\nSp&auml;testens hier wird die Verbindung zur Hochschulpolitik sehr deutlich: Die Toxikologen &ndash; die potentiellen &bdquo;Fahrscheinkontrolleure&ldquo; &ndash; werden in Kooperation mit der chemischen Industrie ausgebildet. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel wird f&uuml;r den &bdquo;NRW-Masterstudiengang Toxikologie&ldquo; mit dem Schlagwort &bdquo;Kompetenznetz&ldquo; &ndash; &bdquo;Konzentrierung toxikologischer Expertise in NRW&ldquo; &ndash; geworben, erl&auml;utert damit, dass neben mehreren Universit&auml;ten auch die Industrieunternehmen BAYER Schering Health Care AG und Henkel AG &amp; Co. KGaA an dem Studiengang beteiligt sind. Als finanzieller F&ouml;rderer ist neben dem zust&auml;ndigen Landesministerium der FCI &ndash; Fonds der chemischen Industrie &ndash; angegeben. Die Technische Universit&auml;t Kaiserslautern f&uuml;hrt als Partner die Firmen BASF, Boehringer Ingelheim und Merck auf. Und die Charit&eacute; Berlin nennt f&uuml;r ihren Masterstudiengang Toxikologie als finanzielle F&ouml;rderer bzw. als Beteiligte an der Lehre die Firmen Nycomed GmbH, Bayer-Schering Pharma AG, Merz Pharma GmbH und Berlin-Chemie AG. Welche Perspektive auf Entscheidungs&shy;fragen in der Toxikologie im Spannungsfeld von Pr&auml;ventivmedizin und Vermarktungs&shy;interessen darf man von solcherma&szlig;en ausgebildeten Toxikologen erwarten? Wie soll ein Toxikologe, der w&auml;hrend seines Studiums von Dozenten aus der Industrie stets geh&ouml;rt hat, f&uuml;r diese und jene Stoffgruppe m&uuml;sse es doch eine Wirkungsschwelle und &bdquo;unbedenkliche Dosis&ldquo; geben, sp&auml;ter im Disput in einem Fachgremium die Position verteidigen, die von der Industrie propagierte &bdquo;unbedenkliche Dosis&ldquo; bei einer solchen Substanz sei naturwissenschaftlich nicht abgesichert und ethisch nicht zu verantworten? Und der Begriff &bdquo;Kompetenznetz&ldquo; sagt es direkt: Kompetenz, ja, aber eben nicht unabh&auml;ngig, sondern vernetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmr-online.de\/documents\/hochschulpolitik.html\">Beratungsb&uuml;ro f&uuml;r Risikoabsch&auml;tzung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Springer? 1,70 Euro pro Zeile! &Auml;h &hellip; Anteilsschein!<\/strong><br>\nDie Stimmung in der Vorstandsetage des Axel Springer-Verlags stellen wir uns ziemlich spritzig vor. Schlie&szlig;lich kommt man da gar nicht heraus aus dem Champagnertrinken: Auch f&uuml;r dieses Jahr rechnet das Unternehmen wieder mit einer Steigerung des Gewinns gegen&uuml;ber dem Vorjahr, der da 289 Millionen Euro betrug. Gewiss &ndash; es k&ouml;nnte noch etwas mehr sein. Aber mit so einem S&uuml;mmchen l&auml;sst sich schon einiges anfangen. Zum Beispiel den Aktion&auml;ren pro Anteilsschein die Rekorddividende von 1,70 Euro auszuzahlen. So ist es geplant.<br>\nDie freien Mitarbeiter im Print-Sektor werden dagegen weiterhin mit ihrem ausgesp&uuml;lten Senfglas zum Wasserhahn schlappen m&uuml;ssen. In Hamburg etwa &ndash; so sickerte gerade durch &ndash; wurde passenderweise genau am Tag der Verk&uuml;ndung der Gewinnprognose den Freien der dortigen Regionalausgaben von WELT und WELT AM SONNTAG die K&uuml;rzung ihrer Honorare bekannt gegeben. Gab es vor einigen Monaten f&uuml;r sie eine moderate Erh&ouml;hung des Zeilengeldes auf etwa 1,10 &euro;, sollen sie jetzt wieder f&uuml;r 82 Cent die Zeile schreiben d&uuml;rfen. So viel wie &uuml;brigens auch die freien Kollegen beim HAMBURGER ABENDBLATT seit langem bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freischreiber.de\/home\/springer-170-euro-pro-zeile-%C3%A4h-%E2%80%A6-anteilsschein\">Freischreiber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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