{"id":131092,"date":"2025-04-02T11:00:57","date_gmt":"2025-04-02T09:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=131092"},"modified":"2025-04-09T13:11:42","modified_gmt":"2025-04-09T11:11:42","slug":"der-enthuellte-wahnsinn-die-new-york-times-glorifiziert-ein-kriegsverbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=131092","title":{"rendered":"Der enth\u00fcllte Wahnsinn: Die \u201eNew York Times\u201c glorifiziert ein Kriegsverbrechen"},"content":{"rendered":"<p>Ein aktueller <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2025\/03\/29\/world\/europe\/us-ukraine-military-war-wiesbaden.html\">Artikel der <em>New York Times<\/em><\/a>, verfasst von Adam Entous, offenbart auf schockierende Weise die operative Tiefe der US-amerikanischen Kriegsf&uuml;hrung in der Ukraine &ndash; und entlarvt zugleich das jahrelange Narrativ vom &bdquo;Stellvertreterkrieg&ldquo; als bewusste T&auml;uschung. Doch statt diesen Skandal als solchen zu benennen, feiert die Zeitung den massenhaften Tod junger Ukrainer als strategisches Kalk&uuml;l. Der Artikel ist nicht nur ein journalistisches Dokument, sondern ein moralisches Desaster &ndash; es ist ein Mahnmal einer entgrenzten Kriegsf&uuml;hrung, die jedes menschliche Ma&szlig; verloren hat. Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6341\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-131092-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=131092-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Dieser Artikel liegt auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/flyer\/250402_Der_enthuellte_Wahnsinn_Die_New_York_Times_glorifiziert_ein_Kriegsverbrechen_NDS.pdf\">als gestaltetes PDF vor<\/a>. Wenn Sie ihn ausdrucken oder weitergeben wollen, nutzen Sie bitte diese M&ouml;glichkeit. Weitere Artikel in dieser Form <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=54\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p>Am 29. M&auml;rz 2025 ver&ouml;ffentlichte die <em>New York Times<\/em> unter der Feder von Journalist Adam Entous den Artikel &bdquo;The Partnership: The Secret History of the War in Ukraine&ldquo; (Die Partnerschaft: Die geheime Geschichte des Krieges in der Ukraine) &ndash; ein 26-seitiges Dokument, das die direkte und umfassende Verstrickung der USA und der NATO in den Ukraine-Krieg offenlegt. Basierend auf &uuml;ber 300 Interviews mit Vertretern aus Regierungen, Milit&auml;r und Geheimdiensten, darunter aus den USA, Gro&szlig;britannien, Deutschland, Polen, Belgien, Lettland, Litauen, Estland, der T&uuml;rkei und der Ukraine, zeichnet Entous ein Bild, das die bisherigen Narrative der Biden-Regierung und westlicher Medien als L&uuml;ge entlarvt. Doch statt diese Enth&uuml;llungen als Skandal zu brandmarken, verpackt er sie in eine heroische Erz&auml;hlung &ndash; ein moralisches Desaster, das den Tod Hunderttausender glorifiziert. Der Beitrag bedeutet eine tektonische Verschiebung &ndash; nicht, weil er neue Wahrheiten zutage f&ouml;rdert, sondern weil er die lange bekannten, aber medial verschwiegenen Tatsachen &uuml;ber die Rolle der USA im Ukraine-Krieg nun &ouml;ffentlich legitimiert. <\/p><p>Was jahrzehntelang als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; diffamiert wurde, wird jetzt zur offiziellen Heldensaga einer imperialen Kriegsmaschinerie umgedeutet. Wer den Artikel liest, h&auml;lt nicht etwa eine investigativ-journalistische Aufarbeitung in der Hand, sondern eine moralisch enthemmte Propagandanarration &ndash; verfasst im Ton eines Hollywood-Drehbuchs, das den Tod von Hunderttausenden als notwendiges Opfer auf dem Altar amerikanischer Weltordnung verkl&auml;rt. Der Artikel belegt auch, was kritische Analysten l&auml;ngst sagten: Die Ukraine ist kein eigenst&auml;ndiger Akteur in diesem Konflikt, sondern ein vollst&auml;ndig integrierter Satellit in einer &bdquo;Kill Chain&ldquo;, die von Washington &uuml;ber die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden bis an die russische Grenze reicht. Entous selbst schreibt, dass die Amerikaner nicht nur Waffen lieferten, sondern taktische Operationen planten, Zielkoordinaten lieferten, Angriffe steuerten und das Kommando faktisch aus&uuml;bten. Ukrainische Gener&auml;le reisten regelm&auml;&szlig;ig ins US-Kommandozentrum nach Wiesbaden, wo die entscheidenden Schlachtpl&auml;ne geschmiedet wurden. Das ukrainische Milit&auml;r war &ndash; und ist &ndash; Exekutor einer westlich bestimmten Agenda.<\/p><p><strong>Buchhaltung des Mordens<\/strong><\/p><p>Doch statt dieses Eingest&auml;ndnis mit der gebotenen Scham oder wenigstens Neutralit&auml;t zu pr&auml;sentieren, feiert Entous den massenhaften Tod junger Menschen als Beweis einer funktionierenden &bdquo;Partnerschaft&ldquo;. Besonders ersch&uuml;tternd: Die wiederholte Klage dar&uuml;ber, dass nicht gen&uuml;gend Ukrainer geopfert wurden. Man forderte &ndash; ganz offen &ndash; die Mobilisierung 18-j&auml;hriger Jungen f&uuml;r den Tod an der Front. Dass dieser Zynismus nicht einmal mehr verschleiert, sondern als strategische Vernunft verkauft wird, ist ein journalistischer Tiefpunkt &ndash; und ein moralischer Offenbarungseid.<\/p><p>Verteidigungsminister Austin wird zitiert, wie er bei einem Besuch in Kiew verwundert war, dass &bdquo;so viele junge M&auml;nner in Zivil&ldquo; durch die Stra&szlig;en liefen, anstatt an der Front zu sterben. General Cavoli mahnte: &bdquo;Bringt eure 18-J&auml;hrigen ins Spiel.&ldquo; Das ist kein milder Rat. Das ist ein Befehl zur Menschenopferung. Und genau das ist die Schl&uuml;sselerkenntnis dieses Artikels: Die USA betrachten die Ukraine als Schlachtfeld ihrer eigenen geopolitischen Ambitionen &ndash; und die Ukrainer als entbehrliche Bauern im Spiel gegen Russland.<\/p><p>Entous schreibt von einem &bdquo;Missverh&auml;ltnis an Arbeitskr&auml;ften&ldquo; &ndash; als ginge es um Fabrikproduktion, nicht um Menschenleben. Was wir lesen, ist nicht nur ein Eingest&auml;ndnis einer tiefen operativen Integration &ndash; es ist eine entmenschlichte Bilanzierung von Toten, eine Buchhaltung des Mordens, in der junge ukrainische Leben als kalkulierbare Ressource betrachtet werden. Die Ukraine wurde unterworfen &ndash; milit&auml;risch, politisch und moralisch. Ihre F&uuml;hrung, wie der Artikel zwischen den Zeilen erkennen l&auml;sst, war nichts weiter als ein Ausf&uuml;hrungsorgan westlicher Interessen. Und das alles wird in der <em>New York Times<\/em> nicht etwa angeklagt &ndash; sondern verkl&auml;rt.<\/p><p><strong>Koordinatoren des Krieges werden zu Halbg&ouml;ttern<\/strong><\/p><p>Erinnern wir uns: Im April 2022 lagen auf dem Verhandlungstisch in Istanbul greifbare Friedensvereinbarungen. Die russische Seite zeigte sich bereit, die K&auml;mpfe einzustellen &ndash; bei gegenseitigen Sicherheitsgarantien und Neutralit&auml;t der Ukraine. Doch der Westen wollte keinen Frieden. Boris Johnson reiste nach Kiew, um Selenskyj zum R&uuml;ckzug aus den Verhandlungen zu bewegen. Der Krieg sollte weitergehen &ndash; und er ging weiter, weil die USA es wollten.<\/p><p>Die <em>New York Times<\/em> inszeniert das als geopolitisches Heldenepos. Doch was dieser Artikel eigentlich ist, ist das schriftgewordene Eingest&auml;ndnis eines imperialen Verbrechens. Die USA haben diesen Krieg geplant, befeuert, eskaliert &ndash; und bis zur letzten ukrainischen Patrone gef&uuml;hrt. Sie haben einen ganzen Staat zur Operationsbasis umfunktioniert. Sie haben Kinder und Alte zum Kanonenfutter gemacht. Und jetzt, da alles scheitert, weil Russland die strategische Oberhand gewinnt, versuchen sie, das Scheitern den Ukrainern in die Schuhe zu schieben &ndash; weil sie nicht &bdquo;genug M&auml;nner opfern wollten&ldquo;.<\/p><p>Wir stehen an einem zivilisatorischen Abgrund. Und Adam Entous hat ihn f&uuml;r das Weltarchiv kartografiert &ndash; nicht als Mahnmal, sondern als Kriegserz&auml;hlung im Glanz amerikanischer &bdquo;F&uuml;hrungsst&auml;rke&ldquo;. Es ist ein Zeugnis, das bleiben wird. Und das uns sp&auml;ter &ndash; in noch finstereren Tagen &ndash; den Ma&szlig;stab liefern k&ouml;nnte, nach dem wir die Schuld bemessen. Was Adam Entous mit seinem Artikel in der <em>New York Times<\/em> enth&uuml;llt, ist nicht nur eine weitere Eskalationsstufe in der Erz&auml;hlung eines &bdquo;wohlmeinenden&ldquo; US-Imperialismus &ndash; es ist ein personifiziertes Tableau einer neuen Kriegsb&uuml;rokratie, deren Protagonisten sich in einer Welt der Entgrenzung bewegen. Menschen wie General Christopher Cavoli, Verteidigungsminister Lloyd Austin, CIA-Schattenkrieger General Donahue und &bdquo;Koordinatoren&ldquo; wie General Milley erscheinen in Entous&rsquo; Text nicht als Kriegsverantwortliche, sondern als strategische &Uuml;berflieger, fast als Halbg&ouml;tter einer modernen Kriegsreligion. Die Ideologie: Amerikanische Planung, ukrainisches Blut, geopolitischer Endsieg.<\/p><p>Dabei ist das Ma&szlig; der Perversion an vielen Stellen geradezu greifbar. Nehmen wir General Cavoli, der sich laut Entous &uuml;ber das ukrainische Mobilisierungsalter von 27 Jahren beschwerte. W&ouml;rtlich wird er mit den Worten zitiert: &bdquo;Bringt eure 18-J&auml;hrigen ins Spiel.&ldquo; Diese ersch&uuml;tternde Kaltschn&auml;uzigkeit gegen&uuml;ber menschlichem Leben spricht B&auml;nde &uuml;ber die innere Haltung jener, die sich &bdquo;Verb&uuml;ndete&ldquo; nennen &ndash; aber ihre Partner wie Verbrauchsmaterial behandeln. Noch entlarvender ist eine andere Szene, die Entous beschreibt: Verteidigungsminister Lloyd Austin beobachtet bei einem Besuch in Kiew aus dem Fenster seines gepanzerten Fahrzeugs die jungen M&auml;nner in den Stra&szlig;en &ndash; &bdquo;zu viele von ihnen nicht in Uniform&ldquo;, wie er feststellt. Der Subtext ist klar: Diese M&auml;nner, diese S&ouml;hne, Br&uuml;der, Studenten, jungen V&auml;ter &ndash; sie sollten nicht leben, sondern sterben. F&uuml;r die USA. F&uuml;r eine Strategie, die in Wiesbaden gezeichnet wurde, in Washington genehmigt, in Kiew ausgef&uuml;hrt. Die zynische Konsequenz? Wer nicht bereit ist, mehr Leiber zu opfern, versagt im Auge der Planer.<\/p><p><strong>General einer CIA-Todeseinheit wird zur Schl&uuml;sselfigur<\/strong><\/p><p>Und damit sind wir beim zweiten Strang der Entous&rsquo;schen Erz&auml;hlung, die schon ein Jahr zuvor angelegt wurde: In seinem Artikel &uuml;ber die seit 2016 verdeckten CIA-Operationen in der Ukraine &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/02\/25\/world\/europe\/cia-ukraine-intelligence-russia-war.html\">erschienen 2024 in der <em>New York Times<\/em><\/a> &ndash; hatte er bereits minuti&ouml;s beschrieben, wie die USA &uuml;ber Jahre hinweg das ukrainische Milit&auml;rsystem durchdrangen. Die CIA bildete Spezialkr&auml;fte aus, errichtete Geheimdienststrukturen mit &bdquo;Schl&auml;ferzellen&ldquo; in Russland, organisierte Attentatsversuche und Sabotageakte tief im feindlichen Gebiet &ndash; alles im Vorfeld der &bdquo;russischen Aggression&ldquo;. Das Eingest&auml;ndnis: Die &bdquo;milit&auml;rische Spezialeinheit&ldquo;, die heute t&ouml;tet, wurde von der CIA aufgebaut, geschult und mit t&ouml;dlicher Intelligenz versorgt &ndash; noch bevor ein russischer Soldat ukrainischen Boden betreten hatte.<\/p><p>Diese doppelte Artikellinie &ndash; erst die CIA-Offensive, dann die operative Kill-Chain &ndash; macht eines klar: Was Entous beschreibt, ist keine spontane Antwort auf russisches Handeln, sondern ein lang geplantes Szenario, in dem die Ukraine das perfekte Versuchslabor darstellte. General Donahue, ein Mann, der aus geheimen CIA-Todeseinheiten stammt und in Syrien, Afghanistan und Libyen &bdquo;Zielpersonen eliminierte&ldquo;, wurde an die Spitze der ukrainischen Kommando-Verbindung gestellt. Ein Mann, der gelernt hat, wie man ganze Staaten destabilisiert, wurde zur Schl&uuml;sselfigur eines &bdquo;demokratischen Verteidigungskampfes&ldquo;. Das ist keine Realsatire &ndash; das ist t&ouml;dlicher Zynismus. Entous konstruiert dabei ein groteskes Heldensystem. General Milley, der bei einem Treffen in Ramstein den ukrainischen Gener&auml;len sagte: &bdquo;Das sind eure Leute. Ihr m&uuml;sst mit ihnen zusammenarbeiten.&ldquo; &ndash; wird im Artikel nicht als Befehlshaber dargestellt, sondern als diplomatischer Mentor. Aus einem Zwang wird ein Vertrauensbekenntnis gemacht. Die Hierarchie wird mit der warmen Rhetorik einer Kameradschaft &uuml;bert&uuml;ncht, die in Wahrheit nie existierte. Die Ukrainer durften w&auml;hlen &ndash; zwischen Ausf&uuml;hrung oder Isolation.<\/p><p><strong>Materiallager f&uuml;r die westliche Waffenindustrie<\/strong><\/p><p>Interessant ist, wie selektiv Entous seine ukrainischen Protagonisten w&auml;hlt. Drei Namen tauchen auf: Verteidigungsminister Oleksij Resnikow, der inzwischen wegen Korruption entlassen wurde. General Syrsky, der unter Soldaten als &bdquo;Blutgeneral&ldquo; gef&uuml;rchtet ist, weil er in Bachmut tausende M&auml;nner opfern lie&szlig;. Und General Mykhailo Zabrodskyi &ndash; laut Artikel der zentrale Verbindungsmann zu den Amerikanern. Diese drei erscheinen wie Staffagefiguren, Platzhalter, deren einzige Funktion darin besteht, den amerikanischen Willen umzusetzen. Sie sprechen nicht &ndash; sie empfangen. Und das wird als &bdquo;Partnerschaft&ldquo; verkauft. Der vielleicht ersch&uuml;tterndste Moment im Text aber ist der Moment des Dankes. General Donahue dankt den Ukrainern &ndash; nicht etwa f&uuml;r politische Standfestigkeit oder milit&auml;rische Tapferkeit, sondern daf&uuml;r, dass sie ihr Blut vergossen, damit amerikanische Taktiken verfeinert, neue Waffen getestet, operative Schl&uuml;sse gezogen werden konnten. &bdquo;Dank euch&ldquo;, so Donahue, &bdquo;haben wir Dinge geschaffen, die wir allein nie h&auml;tten schaffen k&ouml;nnen.&ldquo; Das ist der wahre Kern dieses Krieges: ein imperialer Feldversuch mit echtem Blut.<\/p><p>Die Ukraine als lebendiges Schlachtfeld f&uuml;r Pentagon-Strategen, als Materiallager f&uuml;r die westliche Waffenindustrie, als B&uuml;hne f&uuml;r ideologisch aufgeladene Narrative eines &bdquo;freiheitlichen&ldquo; Krieges gegen das &bdquo;B&ouml;se&ldquo;. Und all das wird durch eine Zeitung legitimiert, die sich einst dem investigativen Journalismus verschrieben hatte. Die <em>New York Times<\/em> ist nicht nur Mitwisserin &ndash; sie ist Mitgestalterin eines historischen Betrugs, bei dem der geopolitische Zynismus zur humanit&auml;ren Tugend erkl&auml;rt wird. Am Ende bleibt ein Gef&uuml;hl der Leere &ndash; und eine Warnung. Denn was Entous beschreibt, ist nicht das Ende einer Episode, sondern der Auftakt f&uuml;r neue Konflikte. Die amerikanische Kriegsmaschinerie hat gelernt, wie man fremde Nationen zerschl&auml;gt, ohne selbst Truppen zu verlieren. Und sie hat gelernt, wie man das moralisch rechtfertigt: Mit Hollywood-Narrativen, NATO-Flaggen &ndash; und dem n&auml;chsten Artikel in der <em>New York Times<\/em>.<\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=131407\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Tada Images\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein aktueller <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2025\/03\/29\/world\/europe\/us-ukraine-military-war-wiesbaden.html\">Artikel der <em>New York Times<\/em><\/a>, verfasst von Adam Entous, offenbart auf schockierende Weise die operative Tiefe der US-amerikanischen Kriegsf&uuml;hrung in der Ukraine &ndash; und entlarvt zugleich das jahrelange Narrativ vom &bdquo;Stellvertreterkrieg&ldquo; als bewusste T&auml;uschung. Doch statt diesen Skandal als solchen zu benennen, feiert die Zeitung den massenhaften Tod junger Ukrainer als strategisches<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=131092\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":131095,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,54,183,171,161],"tags":[3293,901,919,259,2794,260,1556],"class_list":["post-131092","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gestaltete-pdf","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","category-wertedebatte","tag-bellizismus","tag-geheimdienste","tag-nyt","tag-russland","tag-stellvertreterkrieg","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Shutterstock_2255570631.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/131092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=131092"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/131092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":131411,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/131092\/revisions\/131411"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/131095"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=131092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=131092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=131092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}