{"id":13120,"date":"2012-05-07T08:38:00","date_gmt":"2012-05-07T06:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120"},"modified":"2012-05-07T08:38:00","modified_gmt":"2012-05-07T06:38:00","slug":"hinweise-des-tages-1628","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h01\">Wahlen in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h02\">Welt der Arbeit 2012: Kurzbericht Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h03\">Sch&auml;uble pl&auml;diert f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h04\">Jugendarmut kaum untersucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h05\">Existenz&auml;ngste breiten sich unter den Deutschen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h06\">Arvato Bertelsmann betreibt das ServiceCenter f&uuml;r die Landesregierung NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h07\">Konstantin Wecker im Interview &ndash; &ldquo;F&uuml;r einen Rebellen ist Demut angebracht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h08\">Philipp Lahm kritisiert ukrainisches Regime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h09\">Auch die USA verletzen Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h10\">Viertes deutsches U-Boot der Marine &uuml;bergeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h11\">China fokussiert auf Mitteleuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h12\">Feldforschung in der Banlieue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h13\">Rechtswidrige Sch&uuml;tzenhilfe von der Fraktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h14\">&Ouml;konomie im Schulunterricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h15\">Tom Schimmeck &ndash; Bild und Wulff: Ziemlich beste Partner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120#h16\">STREITBAR 14: RETTET DAS KULTURRADIO JETZT!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13120&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<p><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen in Europa<\/strong><\/p>\n<li>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Angela allein zu Haus. Ein guter Tag f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDrei Dinge machte dieser Super-Wahlsonntag heute deutlich. Erstens: Praktisch jede Wahl in einem EU-Land ist heute bereits eine Europa-Wahl. Blo&szlig; dass ein Gro&szlig;teil der Europ&auml;er passive Zuseher sind. Zweitens: Angela Merkel hat sich als Sparmeisterin zur Frontfrau eines neoliberalen Europa gewandelt &ndash; und ab jetzt hei&szlig;t es: Angela allein zu Haus. Drittens: Hollands Wahlsieg kann nat&uuml;rlich nur deshalb eine Wende markieren, weil die neoliberalen Krisenl&ouml;sungskonzepte sich als Krisenversch&auml;rfungskonzepte erwiesen haben; weil heute eigentlich nicht einmal mehr die Bef&uuml;rworter dieser Politik erkl&auml;ren k&ouml;nnen, wie denn genau durch vereinheitlichtes Sparen der Karren aus den Dreck gezogen werden k&ouml;nnte. Plan hatten sie noch nie einen, aber immerhin hohle Phrasen. Aber selbst aus denen ist jetzt die Luft raus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1334797175359\/FS-Misik-Angela-allein-zu-Haus-Ein-guter-Tag-fuer-Europa\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Those Revolting Europeans<\/strong><br>\nThe French are revolting. The Greeks, too. And it&rsquo;s about time.<br>\nBoth countries held elections Sunday that were in effect referendums on the current European economic strategy, and in both countries voters turned two thumbs down. It&rsquo;s far from clear how soon the votes will lead to changes in actual policy, but time is clearly running out for the strategy of recovery through austerity &mdash; and that&rsquo;s a good thing.<br>\nNeedless to say, that&rsquo;s not what you heard from the usual suspects in the run-up to the elections. It was actually kind of funny to see the apostles of orthodoxy trying to portray the cautious, mild-mannered Fran&ccedil;ois Hollande as a figure of menace. He is &ldquo;rather dangerous,&rdquo; declared The Economist, which observed that he &ldquo;genuinely believes in the need to create a fairer society.&rdquo; Quelle horreur!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/05\/07\/opinion\/krugman-those-revolting-europeans.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland &ndash; Konservative und Sozialisten offenbar doch ohne Mehrheit<\/strong><br>\nNach der Ausz&auml;hlung von mehr als 95 Prozent der abgegebenen Stimmen haben die Verfechter des umstrittenen Sparprogramms die Mehrheit im griechischen Parlament verloren. Der konservativen Nea Dimokratia (ND) und der sozialdemokratischen PASOK fehlte ein Parlamentssitz f&uuml;r die absolute Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1334797181850\/Wahl-in-Griechenland-Konservative-und-Sozialisten-offenbar-doch-ohne-Mehrheit\">Der Standard<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Welt der Arbeit 2012: Kurzbericht Deutschland<\/strong><br>\nEine weitere St&auml;rkung der Binnennachfrage w&uuml;rde nicht nur die Abh&auml;ngigkeit des Besch&auml;ftigungswachstums von der Exportentwicklung reduzieren, sondern k&ouml;nnte auch Investitionen st&auml;rken, das Au&szlig;enhandelsungleichgewicht verringern sowie die Gleichgewichte innerhalb der EU bef&ouml;rdern.\n<ul>\n<li>Die wichtigsten Herausforderungen sind die Verbesserung der Qualit&auml;t atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse sowie die Anpassung der Reall&ouml;hne an die Produktivit&auml;tsentwicklung. Einige positive Entwicklungen wie die Verringerung des Anteils der Teilzeitarbeit konnten schon erreicht werden.<\/li>\n<li>Das Reallohnwachstum in den Jahren 2010 und 2011 war positiv. Allerdings haben nicht alle Arbeitnehmer Reallohnzuw&auml;chse verzeichnet. Der &bdquo;Welt der Arbeit&ldquo; Bericht 2012 zeigt das Problem des Niedriglohnsektors in Deutschland auf, wonach die H&auml;ufigkeit von Niedrigl&ouml;hnen um 4% zwischen den Zeitr&auml;umen 1995-2000 und 2007-2009 gestiegen ist.<\/li>\n<li>Der Anteil atypisch Besch&auml;ftigter ist mit 25 Prozent relativ hoch. Atypische Besch&auml;ftigung beinhaltet Kurzzeitvertr&auml;ge, Teilzeitarbeit, Mini-jobs und Zeitarbeit. Die Stundenl&ouml;hne in diesen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen liegen im Schnitt ein Drittel unter den L&ouml;hnen in normalen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen.<\/li>\n<li>Bereits erzielte Abschl&uuml;sse in den diesj&auml;hrigen Tarifverhandlungen deuten auf weitere Reallohnzuw&auml;chse f&uuml;r 2012 und 2013 hin. Dies ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Von den Reallohnzuw&auml;chsen sollten allerdings auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den unteren Lohngruppen und solchen Branchen profitieren, die nicht durch Mindestl&ouml;hne oder Tarifvertr&auml;ge abgedeckt sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/download\/snapshotge.pdf\">ILO World of Work Report 2012 [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;uble pl&auml;diert f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne<\/strong><br>\nMitten in der hei&szlig;en Phase der Tarifverhandlungen bekommen die Gewerkschaften der Metall- und Chemieindustrie &uuml;berraschend Unterst&uuml;tzung aus der schwarz-gelben Bundesregierung &ldquo;Es ist in Ordnung, wenn bei uns die L&ouml;hne aktuell st&auml;rker steigen als in allen anderen EU-L&auml;ndern&rdquo;, meinte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble in einem Interview. Deutschland habe seine Hausaufgaben gemacht und k&ouml;nne sich h&ouml;here Tarifabschl&uuml;sse besser leisten als andere Staaten, sagte Sch&auml;uble an diesem Wahlwochenende dem &ldquo;Focus&rdquo;. [&hellip;]<br>\nAuch wenn Sch&auml;uble zugleich vor &Uuml;bertreibungen in der Tarifpolitik warnte und darauf pochte, das rechte Ma&szlig; m&uuml;sse gewahrt bleiben, reagierten die Arbeitgeber erbost auf die Einmischung der Politik. &ldquo;Die Tarifparteien brauchen keine Belehrungen aus der Politik, egal von welcher Seite&rdquo;, wies der Arbeitgeberverband Gesamtmetall Sch&auml;uble und Lieberknecht zurecht. &ldquo;Der sensible Prozess des Aushandelns der L&ouml;hne durch die Tarifparteien kann durch Einmischung von au&szlig;en nur besch&auml;digt und gest&ouml;rt werden&rdquo;, warnten die Metallarbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article106265829\/Schaeuble-plaediert-fuer-hoehere-Loehne.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jugendarmut kaum untersucht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist schlecht &uuml;ber die Situation von armutsgef&auml;hrdeten Jugendlichen informiert. Das wirft ihr die Linksfraktion vor, nachdem sie nur sp&auml;rliche Antworten auf eine Anfrage zum Thema erhalten hat. Weder zu den Wohnorten der jungen Leute noch zu deren sozialen Merkmalen wie Migrationshintergrund oder Schulabschluss konnte die Regierung Daten vorlegen. Aus der Antwort geht jedoch hervor, dass das Armutsrisiko bei Menschen in der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren deutlich &uuml;ber dem deutschen Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt von 15 Prozent liegt. Junge Frauen waren in den vergangenen Jahren demnach mit knapp 23 Prozent von Armut bedroht waren, f&uuml;r junge M&auml;nner betrug das Risiko 18 Prozent. &ldquo;Die Bundesregierung m&uuml;sste eigentlich mehr wissen&rdquo;, sagt Kolja Fuchslocher, Referent f&uuml;r Kinder- und Jugendpolitik in der Linksfraktion. Eine Sprecherin von Bundesfamilienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) h&auml;lt dagegen: Herauszufinden, ob etwa eher Studierende oder Auszubildende von einem Abrutschen unter die Armutsgrenze bedroht sind, geh&ouml;re nicht zum &ldquo;Standardrepertoire.&rdquo; Erst im April hatten Abgeordnete der schwarz-gelben Regierungsfraktionen eine &ldquo;eigenst&auml;ndige Jugendpolitik&rdquo; gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F05%2F05%2Fa0159&amp;cHash=8e8c5c96a9\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Existenz&auml;ngste breiten sich unter den Deutschen aus<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen f&uuml;hlen sich ausgeschlossen, Resignation und Selbstaufgabe sind die Folge<br>\nSichere und gut bezahlte Normalarbeitsverh&auml;ltnisse sind in Deutschland auf dem R&uuml;ckzug. 3,8 Millionen Normalarbeitsverh&auml;ltnisse wurden laut Statistischem Bundesamt zwischen 1991 und 2010 abgebaut, w&auml;hrend atypische und zumeist prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen im gleichen Zeitraum um 3,5 Millionen zugenommen haben. Besonders die Einf&uuml;hrung von Hartz IV hat zu einem Boom des Niedriglohnsektors in Deutschland gef&uuml;hrt &ndash; und die deutsche Gesellschaft &ldquo;inhumaner, unsozialer und brutaler&rdquo; gemacht, wie der Armutsforscher Christoph Butterwegge konstatiert. Wissenschaftler der Universit&auml;t Kassel haben nun in einer Untersuchung herausgefunden, dass sich immer mehr Menschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen f&uuml;hlen &ndash; und welche verheerenden Folgen dies f&uuml;r die Betroffenen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36808\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arvato Bertelsmann betreibt das ServiceCenter f&uuml;r die Landesregierung NRW<\/strong><br>\nIm Jahre 2009, also noch unter der CDU-Regierung unter Ministerpr&auml;sident R&uuml;ttgers hat arvato den Zuschlag zum Betrieb eines ServiceCenters in den R&auml;umen der Staatskanzlei erhalten. Auch noch unter Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft arbeiten seither 17 sog. B&uuml;rgerinnen-Berater im Dienste der Landesregierung. arvato bezeichnet sich selbst als die &bdquo;Zentrale Service-Instanz f&uuml;r die Ministerien des Landes&ldquo;. Der Gesamtbetrieb umfasse sowohl die Erbringung von Service-Dienstleistungen als auch die Entwicklung und Aktualisierung des Web-Auftritts und des sog. Brosch&uuml;renservices sowie weitere IT-Dienstleistungen. Das ServiceCenter bearbeite zudem den gesamten B&uuml;rger-Posteingang der Staatskanzlei: Eingehend Briefe w&uuml;rden gescannt, im Content-Management-System erfasst und an die zust&auml;ndige Referate bzw. Ministerien weitergeleitet oder eigenst&auml;ndig beantwortet. Daneben sei das ServiceCenter auch f&uuml;r die erfolgreiche Umsetzung von verschiedenen Sonderprojekten zust&auml;ndig. Dazu geh&ouml;rten insbesondere die Abbildung von Hotlines zu hochvolumigen Themen (z.B. Zensus) oder zu kurzeitig akuten Fragestellungen (z.B. Schweinegrippe). Im Schnitt w&uuml;rden monatlich 22.000 Anrufe entgegengenommen, 1.400 Briefe bzw. 400 Faxe und Mails beantwortet. In 80% aller F&auml;lle k&auml;me es zu einen Fallabschluss im Erstkontakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120507_Hinweise.pdf\">Anzeige in &bdquo;innovative Verwaltung&ldquo; 4\/2012 S. 11 [PDF &ndash; 315 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo Landesregierung draufsteht, steckt also ganz h&auml;ufig arvato drin. Da ruft oder schreibt man die Staatskanzlei an und in 80% der F&auml;lle antwortet arvato und bearbeitet sogar den Fall.<br>\nZu gerne w&uuml;rde man wissen, was sich die Landesregierung dieses ServiceCenter kosten l&auml;sst und welche Kosten damit eingespart werden. Wie sieht der Vertrag aus oder unterliegt er der Geheimhaltung?<br>\nEs ist ja bekannt, dass die Bertelsmann-Tochter arvato ihr Dienstleistungsgesch&auml;ft mit St&auml;dten und Kommunen massiv ausbauen will, aber dass sie schon in eine Staatskanzlei vorgedrungen ist, war uns bisher unbekannt. Die Auslagerung eines ServiceCenters auf einen privaten Betreiber ist eigentlich Rosst&auml;uscherei: Man lagert entweder Stellen aus oder rechnet die derzeit 17 &bdquo;B&uuml;rgerinnen-Berater&ldquo; als Dienstleistung einer privaten Firma ab.<br>\nDamit kann man nach au&szlig;en hin so tun und sich wom&ouml;glich noch r&uuml;hmen, als habe man Planstellen abgebaut oder man verbirgt de facto zus&auml;tzliches  Personal hinter einem Dienstleistungsvertrag.<br>\narvato sieht auf diesem Feld der &ouml;ffentlichen und staatlichen Dienstleistungen einen riesigen Markt. Dahinter steckt die Bertelsmannsche Mission, dass Private alles besser und effizienter k&ouml;nnten als der Staat, deshalb &bdquo;so wenig Staat wie m&ouml;glich&ldquo; und daf&uuml;r so viel Profit f&uuml;r private Unternehmen wie m&ouml;glich.<br>\nDie Kommune East Riding in England war das Versuchslabor f&uuml;r Deutschland.<br>\nWie ist eigentlich wirklich gesichert, dass mit solchen Dienstleistungen nicht hoheitliche Aufgaben an private Betreiber &uuml;bertragen werden? Wie ist gesichert, dass pers&ouml;nliche Daten der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gesammelt, ausgewertet, neu verkn&uuml;pft und weiterverkauft werden. Gibt es einen besonders garantierten Datenschutz?<br>\nHat man schon mal die angebliche Effizienz von arvato &uuml;berpr&uuml;ft? In W&uuml;rzburg ist selbst bei einer mittelgro&szlig;en Kommune das Service-Konzept kl&auml;glich gescheitert und schon gar nicht sind damit die versprochenen Kosteneinsparungen erzielt worden. Die Stadt und arvato haben inzwischen das <a href=\"http:\/\/www.mainpost.de\/regional\/wuerzburg\/Vollbremsung-auf-der-Datenautobahn;art735,5986338\">Pilotprojekt &bdquo;W&uuml;rzburg integriert&ldquo; wurde inzwischen beendet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Konstantin Wecker im Interview &ndash; &ldquo;F&uuml;r einen Rebellen ist Demut angebracht&rdquo;<\/strong><br>\nKonstantin Wecker gilt als Rebell, als Schreck des B&uuml;rgertums. Aber der Liedermacher bezeichnet sich auch als dem&uuml;tig. Im Interview spricht er &uuml;ber das Scheitern und die Aufgaben eines K&uuml;nstlers.<br>\nKonstantin Wecker sagte einmal, er habe im Gef&auml;ngnis Momente erlebt, in denen er gl&uuml;cklich wie nie gewesen sei. Der Liedermacher, der die Schule abbrach, fr&uuml;h von zu Hause ausriss, in den siebziger Jahren gegen die b&uuml;rgerliche Moral ansang, ist zur Ruhe gekommen.<br>\nAls Konstantin Wecker das Ende des Satzes h&ouml;rt, protestiert er, als habe man ihn beleidigt: Er singt weiterhin bei Kundgebungen, tritt ein f&uuml;r Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t, soziales Handeln. Trotzdem ist er stiller geworden, reflektierter. &ldquo;Es war wie ein Panzer, der einen vermeintlich sch&uuml;tzt, hinter dem einen aber nichts mehr wirklich ber&uuml;hrt&rdquo;, schrieb er &uuml;ber die Jahre, in denen er kokains&uuml;chtig war. Und was kann es Schlimmeres geben f&uuml;r einen K&uuml;nstler, als dass ihn nichts ber&uuml;hrt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,druck-829464,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>AM:<\/strong> Gut, dass es den Konstantin Wecker gibt. Gut, dass er weiter singt und k&auml;mpft, wenn auch stiller.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Philipp Lahm kritisiert ukrainisches Regime<\/strong><br>\nDer Kapit&auml;n bezieht Stellung: Philipp Lahm hat sich im SPIEGEL-Interview als erster Nationalspieler zu Menschenrechtsverletzungen im EM-Gastgeberland Ukraine ge&auml;u&szlig;ert und den Umgang des Regimes mit Julija Timoschenko kritisiert. Er fordert klare Worte von Uefa-Pr&auml;sident Michel Platini.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/fussball-em-philipp-lahm-kritisiert-ukrainisches-regime-a-831445.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die Kampagne l&auml;uft weiter. Hier &auml;u&szlig;erst sich der in Menschenrechtsfragen und Timoschenko-Angelegenheiten unglaublich kompetente Phlipp Lahm.<\/em><\/p>\n<p><strong>UND NOCH MEHR ZUR GLEICHEN KAMPAGNE AUF SPIEGEL ONLINE:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,831465,00.html\">Fall Timoschenko: Bundesregierung verst&auml;rkt Druck auf die Ukraine (05.05.2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,831429,00.html\">Inhaftierte Oppositionsf&uuml;hrerin: Deutsche &Auml;rzte sollen Timoschenko in der Ukraine behandeln (04.05.2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/0,1518,831081,00.html\">Fu&szlig;ball-EM 2012: Redefreiheit f&uuml;r DFB-Spieler, Maulkorb f&uuml;r Schiedsrichter (03.05.2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,830660,00.html\">Julija Timoschenko: Der Kampf ihres Lebens (30.04.2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/sonst\/0,1518,830587,00.html\">EM in der Ukraine: Hinfahren, Mund aufmachen, gewinnen (30.04.2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,830453,00.html\">Fu&szlig;ball-EM in der Ukraine: Hoene&szlig; fordert von Nationalelf Solidarit&auml;t mit Timoschenko (28.04.2012)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Auch die USA verletzen Menschenrechte<\/strong><br>\nBei ihrem Besuch in China hat US-Aussenministerin Hillary Clinton auch die Menschenrechtslage in China angesprochen, was zu begr&uuml;ssen ist. Hoffentlich erreicht sie, dass der blinde Dissident Chen Guangchen ausreisen kann. Wie steht es aber mit den Menschenrechten in der Heimat von Hillary Clinton, in den USA?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=17756&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Viertes deutsches U-Boot der Marine &uuml;bergeben<\/strong><br>\nIsrael hat ein viertes in Deutschland gebautes U-Boot der Dolphin-Klasse erhalten, das auch mit Atomwaffen best&uuml;ckt werden kann. Nach israelischen Presseberichten wurde das Unterseeboot am Donnerstag im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Kiel der israelischen Marine &uuml;bergeben. Das Kriegsschiff soll Israels F&auml;higkeit zu einem atomaren Zweitschlag im Fall eines nuklearen Angriffs garantieren. [&hellip;]<br>\nIsrael will von Deutschland noch ein f&uuml;nftes und sechstes U-Boot beziehen. [&hellip;]<br>\nDeutschland hat Israel die ersten beiden U-Boote nach dem ersten Golfkrieg geschenkt, beim dritten wurden die Kosten geteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1334796956776\/Viertes-deutsches-U-Boot-der-Marine-uebergeben\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>China fokussiert auf Mitteleuropa<\/strong><br>\nIm Rahmen einer mehrt&auml;gigen Europareise hat der chinesische Ministerpr&auml;sident Wen Jiabao am Mittwoch und Donnerstag Polen besucht. Begleitet von einer 300-k&ouml;pfigen Wirtschaftsdelegation, er&ouml;ffnete Wen am Donnerstag ein chinesisch-mitteleurop&auml;isches Wirtschaftsforum, an dem 16 ostmitteleurop&auml;ische Reformstaaten mit hochrangigen Delegationen vertreten waren. Die tschechische Wirtschaftszeitung &laquo;Hospodarske Noviny&raquo; bemerkte, bis anhin habe sich der ostmitteleurop&auml;ische Raum nur begrenzten Interesses der zweitgr&ouml;ssten Wirtschaftsmacht der Welt erfreut. Das Warschauer Forum deute jedoch eine Wende an. Die Gespr&auml;che mitteleurop&auml;ischer Regierungschefs mit Wen waren dabei, wie die Zeitung &laquo;Rzeczpospolita&raquo; schrieb, im 20-Minuten-Rhythmus angesetzt. Jedem Gespr&auml;chspartner des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten seien dabei bloss zwei Fragen zugestanden worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/china-fokussiert-auf-mitteleuropa_1.16645305.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Meldung ist in ihrem optimistischen Grundton ein Witz. F&uuml;r die zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht der Erde sind die bisher get&auml;tigten Direktinvestitionen in Osteuropa von 622 Mio. &euro; doch Peanuts, genauso wie die zuk&uuml;nftige Einrichtung eines Spezialfonds von 500 Mio. $ f&uuml;r Osteuropa. (Allein BASF baut zurzeit in China eine Schaumstoffproduktionsanlage im Wert von 860 Mio. &euro;.) Die Qualit&auml;t dieser Direktinvestitionen wird kaum hinterfragt. Beim im Artikel erw&auml;hnte Stra&szlig;enbauprojekt konnte das 100-prozentige chinesische Staatsunternehmen Covec mit absoluten Dumpingpreisen  &ndash; die chinesische Offerte lag 60 Prozent unter die Preisvorgabe des polnischen Stra&szlig;enbauamtes &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7129#h16\">die europ&auml;ische Konkurrenz verdr&auml;ngen<\/a> und scheiterte grandios. Europ&auml;ische Autobahnen sind eben etwas anderes als irgendwelche Stra&szlig;en in Afrika, aber der Versuch war dreist. Und best&auml;tigt nur die generellen Dumpingverw&uuml;rfe gegen die Chinesen bzw. die chinesische Wirtschaftspolitik.<br>\nUnd dann diese &Uuml;berbetonung des k&uuml;nftigen Handelsvolumens, in dem Exporte und Importe zusammengez&auml;hlt werden. Die Importe aus China sind 10 Mal so gro&szlig; wie die polnischen Exporte. Wie im &uuml;brigen Europa profitieren einige Exporteure vom Handel mit China, aber die L&auml;nder selbst liegen im Defizit. Wenn z.B. in Frankreich oder auch von anderen das Defizit gegen&uuml;ber Deutschland beklagt wird, so hat das neben anderen Gr&uuml;nden auch damit zu tun, dass hierzulande franz&ouml;sische bzw. europ&auml;ische Importe durch chinesische verdr&auml;ngt werden &ndash; wie in ganz Europa. Die Betonung des Handelsvolumens, wie auch j&uuml;ngst auf der Messe zu Hannover, sagt wenig. Viel wichtiger sind die Strukturen des Handels. &ndash; Interessant war auch, dass sich die ansonsten recht empfindlichen Osteurop&auml;er nicht am &ldquo;Hofzeremoniell&rdquo; des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten Wen Jiabao&rdquo; gest&ouml;rt haben: 20 Minuten und zwei Fragen f&uuml;r jeden Regierungschef.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Feldforschung in der Banlieue<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Islam-Spezialist Gilles Kepel hat j&uuml;ngst zwei B&uuml;cher &uuml;ber Pariser Banlieues ver&ouml;ffentlicht. Mit Marc Zitzmann sprach er &uuml;ber diese sowie &uuml;ber die Terrorakte in Montauban und Toulouse: &ldquo;&laquo;Les Banlieues de l&rsquo;islam&raquo; schlug 1987 Schneisen durch den damals noch weitgehend unerforschten Wald des Islams in Frankreich. Demgegen&uuml;ber nimmt &laquo;Banlieue de la R&eacute;publique&raquo; jetzt Tiefenbohrungen in einem eng begrenzten Territorium vor: dem Gemeindeverband Clichy-sous-Bois und Montfermeil &ouml;stlich von Paris, wo 2005 der Z&uuml;ndfunke des Fl&auml;chenbrands von Frankreichs Vorst&auml;dten gesprungen war. Von einem importierten Islam sind wir zu einem heimischen &uuml;bergegangen. &hellip; Ich unterscheide drei Phasen. Erst den anpassungsf&auml;higen Islam der &laquo;V&auml;ter&raquo;, der nord- und schwarzafrikanischen Arbeiter, die als billige Arbeitskr&auml;fte am Wiederaufbau mithalfen und sich bloss als zeitweilige G&auml;ste sahen. Dann den rigoroseren Islam der im Ausland ausgebildeten &laquo;Br&uuml;der&raquo;, die die Kinder der &laquo;V&auml;ter&raquo; islamisierten, bestrebt waren, sie nicht zu laizistischen kleinen Franzosen &laquo;entarten&raquo; zu lassen, und an vorderster Front die Schlachten mitfochten, welche die diversen Schleier-Aff&auml;ren seit den 1990er Jahren ausl&ouml;sten. Endlich den Islam der &laquo;Kinder&raquo;, der Vertreter der jungen Generation von heute, die in Frankreich geboren und aufgezogen wurden, direkt an der Politik ihres Landes teilhaben wollen und &ndash; in den armen Vierteln &ndash; ihre zu einem Gutteil auf der Verweigerung der Integration basierende Identit&auml;t durch ein verkrampft-demonstratives Wetteifern um die Achtung des Halal-Gebots behaupten. &hellip; Der Begriff Halal hat hierzulande seit ein paar Jahren Hochkonjunktur. Seine Definition hat sich stark erweitert. &laquo;Halal&raquo; ist heute so ziemlich alles, vom Essen &uuml;ber die Mode bis zur Finanz. Jede der drei Phasen hat ihren eigenen Kristallisationsort: Fabrik, Schule, Konsummarkt. &hellip; Der von Sarkozy versprochene &laquo;Marshall-Plan&raquo; blieb aus, investiert wurde bloss in den Beton, nicht in die Menschen. Viele der befragten Bewohner &auml;usserten denn auch die Sorge, dass die neuen Wohnbauten schnell wieder verwahrlosen w&uuml;rden, da die sozialen Probleme unver&auml;ndert fortbestehen. Yazid Sabeg, der Regierungskommissar f&uuml;r Diversit&auml;t und Chancengleichheit, klagte j&uuml;ngst, man habe bloss &laquo;sauberere Ghettos&raquo; gebaut. N&ouml;tig w&auml;re ein Quantensprung in der Erziehungspolitik. Wer die Schule verl&auml;sst, m&uuml;sste zumindest lesen und schreiben k&ouml;nnen und die grundlegenden Verhaltensregeln so weit verinnerlicht haben, dass er eine reale Chance hat, Arbeit zu finden. Das ist f&uuml;r viele Banlieue-Bewohner, insbesondere junge M&auml;nner, nicht der Fall. Aus Ressentiment verteufeln sie dann mit der &laquo;nutzlosen&raquo; Schule auch die durch diese vertretenen republikanischen Werte, namentlich die Laizit&auml;t. Etliche von ihnen fassen nie wirklich Fuss im Leben. Mohamed Merah war ein absolutes Extrembeispiel hierf&uuml;r. Zum Gl&uuml;ck aber auch eine absolute Ausnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/feldforschung-in-der-banlieue_1.16734496.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was wird sich unter dem Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande f&uuml;r die Banlieues &auml;ndern? &ndash; Wir in Deutschland &uuml;bersehen schnell, dass in Frankreich mehr Muslime leben als in Deutschland. Insofern sollten die Entwicklungen in Frankreich besondere Beachtung finden. Nach einer Umfrage der Stiftung Genshagen und des Institut Montaigne meint jeder dritte Franzose, dass Integration von Zuwanderern gescheitert ist. Damit vertreten zurzeit weit mehr Franzosen als Deutsche diese Ansicht. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass sich, wenn wir nicht mehr in Schule und Ausbildung unserer muslimischen Zuwanderer investieren, sich &auml;hnliche gesellschaftliche, kulturelle Trennlinien verfestigen wie in Frankreich. Wir sollten immer die Reihenfolge beachten. Nicht der Islam ist die Ursache von mangelnder Integration, sondern der versperrte Zugang zum Arbeitsmarkt und damit zur Gesellschaft. Das Gef&uuml;hl, nicht zur Gesellschaft zu geh&ouml;ren, wird durch ein sich immer weiter und intensiver ausdehnendes Regelwerk kompensiert, das vorschreibt, was nach islamischem Recht erlaubt oder zul&auml;ssig ist. Daf&uuml;r steht das Wort &ldquo;halal&rdquo;, das wir eher als Zertifikat f&uuml;r Nahrungsmittel, vor allem Fleisch kennen. D.h. diese Produkte wurden nach islamisch religi&ouml;sen Ern&auml;hrungsvorschriften hergestellt. In der von  Institut Montaigne in Auftrag gegebenen Studie stellen Kepel und sechs weiteren Wissenschaftler fest: &ldquo;Eine der wichtigsten Ver&auml;nderungen in Frankreich in vergangenen Vierteljahrhundert ist die Allgegenwart von Halal, das sich nicht mehr blo&szlig; auf die heikle Frage des Schulessen reduzieren l&auml;sst. Die Halal-Frage geht weit &uuml;ber Fleisch hinaus und greift tief in das Gesellschaftsleben ein. Halal umfasst komplexe Regeln, um das Erlaubte von dem Nichterlaubten zu unterscheiden. Diese Gesetze sind dynamisch und eng verbunden mit sozialer Kontrolle und Moralordnung.&ldquo; &ndash; Bevor wir nur unsere Vorurteile nur best&auml;tigt sehen, sollten wir uns erinnern, dass alle Gesellschaften eines Normenkodex von Erlaubtem und Verbotenem bed&uuml;rfen, auch nichtreligi&ouml;se. Mit Sorge muss uns allerdings erf&uuml;llen, wenn Muslime oder auch Christen angesichts einer versagenden Moderne nach Halt suchend diesen Kodex immer restriktiver und totalit&auml;rer auslegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rechtswidrige Sch&uuml;tzenhilfe von der Fraktion<\/strong><br>\nRainer Br&uuml;derle hat in einer gro&szlig;angelegten, offenbar von der FDP-Bundestagsfraktion finanzierten Briefkampagne einer Vielzahl von B&uuml;rgern geschrieben. Unmittelbar vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wirbt der Fraktionsvorsitzende f&uuml;r den FDP-Kurs des Schuldenabbaus. Damit &uuml;berschreitet er die Grenzen zul&auml;ssiger Information durch die Fraktionen, meint Sebastian Ro&szlig;ner. [&hellip;]<br>\nRechtlicher Hintergrund dieser Diskrepanz ist die Deckelung der Gesamtsumme der staatlichen Parteienfinanzierung auf gegenw&auml;rtig 150 Millionen Euro pro Jahr, die aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) resultiert. F&uuml;r die Fraktionen hingegen gibt es derartige Restriktionen nicht. Sie sind Staatsorgane und gelten rechtlich nicht als Teil ihrer Partei, sondern des jeweiligen Parlaments. Staatliche Zusch&uuml;sse an die Fraktionen werden somit nicht als Parteien-, sondern als Parlamentsfinanzierung verbucht.<br>\nGer&auml;t eine Partei in finanzielle Engp&auml;sse, ist daher die Versuchung gro&szlig;, Gelder aus den meist gut gef&uuml;llten T&ouml;pfen der Fraktionen in die schwinds&uuml;chtigen Beutel der Partei umzuleiten. Das aber ist nicht erlaubt, denn es w&uuml;rde sowohl die Deckelung der staatlichen Parteienfinanzierung unterlaufen als auch den Wettbewerb der Parteien durch den Einsatz von Steuermitteln verzerren. Dementsprechend verbietet &sect; 25 Abs. 2 Nr. 1 Parteiengesetz Spenden der Fraktionen an die Parteien. Noch weitergehend formuliert &sect; 50 Abs. 4 S 2 Abgeordnetengesetz (AbgG) dieses finanzielle Trennungsgebot, indem die Vorschrift eine Verwendung von Fraktionsmitteln f&uuml;r Parteiaufgaben untersagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/rechtswidrige-schuetzenhilfe-von-der-fraktion-ein-brief-von-bruederle-mitten-im-wahlkampf\/\">Legal Tribune<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Ouml;konomie im Schulunterricht<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es Sch&auml;tzungen zufolge &uuml;ber 200 Projekte zur &ouml;konomischen Bildung. Die Schulen werden zugesch&uuml;ttet mit Angeboten der Konzerne und ihrer Organisationen. So bietet die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) www.insm.de mit ihrem Lehrerportal &bdquo;Wirtschaft und Schule&ldquo; zahlreiche Unterrichtsentw&uuml;rfe und Publikationen f&uuml;r Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen an. Die Initiative &bdquo;Handelsblatt macht Schule&ldquo; www.handelsblattmachtschule.de wird unter anderem von der Deutschen Telekom Stiftung, der Deutschen Verm&ouml;gensberatung (DVAG), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young gesponsert. Auch das privatrechtlich organisierte Institut f&uuml;r &Ouml;konomische Bildung Oldenburg GmbH www.ioeb.de bietet Unterrichtsmaterialien und Lehrerfortbildung. Tr&auml;ger sind unter anderem die Bertelsmann Stiftung, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die L&auml;nder Niedersachsen und Baden-W&uuml;rttemberg. Nach Angaben des Instituts steht j&auml;hrlich ein Etat von bis zu anderthalb Millionen Euro zur Verf&uuml;gung. Ein Drittel davon finanziert das Land Niedersachsen. Da stellt sich beispielsweise die Frage, warum das Land Niedersachsen die Finanzmittel nicht den Schulen unmittelbar zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tom Schimmeck &ndash; Bild und Wulff: Ziemlich beste Partner<\/strong><br>\nWer Bild im Fall Wulff f&uuml;r guten Journalismus lobt, der muss auch Stalker f&uuml;r ihre Treue auszeichnen.<br>\nTausend Freunde feiern Axel Springer&rdquo;, jubelte Bild letzte Woche und lie&szlig; uns per Internet-Video teilhaben an der geilen Party in der weitr&auml;umig abgeriegelten Kreuzberger Verlagszentrale: Mit Genscher und Gauck, mit Br&uuml;derle, Burda, Biermann und Broder. Da trank zusammen, was zusammengeh&ouml;rt. Berlin feiert jetzt jeden, der einen ausgibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kolumne-bild-und-wulff--ziemlich-beste-partner,1472602,15180308.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>STREITBAR 14: RETTET DAS KULTURRADIO JETZT!<\/strong><br>\nMittwoch, 09. Mai 2012<br>\n20.00 Uhr, K&ouml;lner Schauspielhaus, Offenbachplatz<br>\nMit: Hans-Joachim Lenger, Prof. f&uuml;r Philosophie,&ldquo;Initiative f&uuml;r Kultur im Radio&ldquo; \/ Richard David Precht, Autor und Philosoph \/ Manos Tsangaris, Komponist und Performance-K&uuml;nstler \/ Wolfgang Schmitz, H&ouml;rfunkdirektor des WDR \/  Klaus Staeck, Pr&auml;sident der Akademie der K&uuml;nste Berlin \/ Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff , Kulturpolitiker, bis 2010<br>\nKulturstaatssekret&auml;r in NRW (angefragt) \/ Gabriele Gillen, Redakteurin bei WDR3 (angefragt) \/ Moderation: Hermann Thei&szlig;en, Journalist, K&ouml;ln<br>\nEintritt frei<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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