{"id":13124,"date":"2012-05-07T08:45:10","date_gmt":"2012-05-07T06:45:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13124"},"modified":"2015-02-15T11:39:33","modified_gmt":"2015-02-15T10:39:33","slug":"zu-den-wahlen-die-politik-der-bundesregierung-hat-in-deutschland-und-in-europa-keine-mehrheit-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13124","title":{"rendered":"Zu den Wahlen: Die Politik der Bundesregierung hat in Deutschland und in Europa keine Mehrheit mehr"},"content":{"rendered":"<p>Die Wahlen in Frankreich und in Griechenland sowie innerhalb Deutschlands im kleinen Schleswig-Holstein zeigen &ndash; so unterschiedlich die Ursachen f&uuml;r deren Ausgang auch sein m&ouml;gen -, dass die Politik der Bundesregierung sich nicht mehr auf die Zustimmung der Mehrheit der Menschen in Deutschland und in Europa st&uuml;tzen kann. In Frankreich gab es eine Niederlage f&uuml;r &bdquo;Merkozy&ldquo; und auch in Griechenland lehnt sich eine gro&szlig;e Mehrheit gegen den von der Kanzlerin aufgezwungenen Austerit&auml;tskurs auf. Im Kleinen zeigte sich auch in Schleswig-Holstein, dass Schwarz-Gelb eine Niederlage nach der anderen einstecken muss. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Volksabstimmungen in Frankreich und Griechenland gegen den Austerit&auml;tskurs<\/strong><\/p><p>Die Wahlen in Griechenland und in Frankreich stellen mehr Fragen an die deutsche Politik und haben sicherlich gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf die europ&auml;ische Entwicklung als die Landtagswahlen in dem relativ kleinen Schleswig-Holstein mit gerade mal 2,2 Millionen Wahlberechtigten. <\/p><p>In Frankreich hat nach 17 Jahren zum zweiten Mal in der F&uuml;nften Republik nach Francois Mitterand mit Francois Hollande wieder einmal ein &bdquo;Sozialist&ldquo; mit etwas &uuml;ber 51 Prozent die Wahl zum Pr&auml;sidentenamt gewonnen. Ob es mit Hollande zu einem &ndash; wie er sagt &ndash; &bdquo;Neustart f&uuml;r Europa&ldquo; kommen wird, ist noch eine offene Frage. Jedenfalls in der Hoffnung der franz&ouml;sischen W&auml;hler ist das Regime &bdquo;Merkozy&ldquo; abgew&auml;hlt worden. Selbst wenn Hollande im Amt wieder den Zw&auml;ngen der (finanz-)&ldquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; (Merkel) ausgesetzt sein d&uuml;rfte, so ist der Wahlausgang aufgrund der Ank&uuml;ndigungen des neuen Staatspr&auml;sidenten eine Volksabstimmung gegen den Fiskalpakt und das Spardiktat, verordnet durch die deutsche Bundesregierung. <\/p><p>Das Gleiche gilt f&uuml;r den Wahlausgang in Griechenland. Die Parteien der griechischen Klientelpolitik und der Exekutoren der Troika sind abgestraft worden. Die konservative Nea Dimokratia (ND) ist von 33,5 auf 21% abgesackt und die Verluste der bis zur Einsetzung der technokratischen Papadimos-Regentschaft regierenden PASOK sind noch dramatischer. Die griechischen Sozialdemokraten sind von 43,9 auf 14 Prozent regelrecht abgest&uuml;rzt. Selbst eine Gro&szlig;e Koalition h&auml;tte keine Stimmenmehrheit mehr. Die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13066\">&bdquo;Anti-Memorandums-Partei&ldquo;<\/a> Syriza liegt sogar noch vor der PASOK.<br>\nSelbst wenn ND und PASOK aufgrund der merkw&uuml;rdigen &bdquo;Siegpr&auml;mie&ldquo; f&uuml;r die st&auml;rkste Partei eine knappe Mehrheit im Parlament und damit die Regierung stellen k&ouml;nnten, h&auml;tte diese Regierung nicht die Mehrheit der Griechen hinter sich. Das Wahlergebnis hat das geradezu absurde Resultat, dass gerade die Partei, n&auml;mlich die ND, die die Hauptverantwortung daf&uuml;r tr&auml;gt, dass die griechische Karre im Dreck steckt, immer noch st&auml;rkste Partei ist und vermutlich mit Samaras sogar den Regierungschef stellen d&uuml;rfte. Die Wut und Entr&uuml;stung, die sich in diesem Wahlergebnis ausdr&uuml;ckt, bliebe folgenlos. Dennoch ist auch dieses Wahlergebnis eine Absage an den aufgezwungenen Kurs der Troika aus EU, IWV und EZB und damit auch an die Politik der Bundesregierung. Doch eine realistische Alternative ist auch in Griechenland nicht in Sicht.<\/p><p><strong>Auch zu Hause eine Absage an die Bundesregierung<\/strong><\/p><p>Doch kehren wir vor der eigenen Haust&uuml;r und betrachten uns den Wahlausgang in Schleswig-Holstein etwas n&auml;her: <\/p><p>Die CDU b&uuml;&szlig;te mit ihrem erst j&uuml;ngst als Nachfolger von Peter Harry Carstensen von seiner Partei zum Spitzenkandidaten bestimmten Jost de Jager gegen&uuml;ber der Wahl 2009 0,6%-Prozentpunkte ein. Die CDU blieb zwar mit 30,8% der abgegebenen Stimmen eine Nasenl&auml;nge vor der SPD mit 30,4 %, die einen Zuwachs von 5,0% gegen&uuml;ber ihrem Absturz im Wahljahr 2009 verzeichnen konnte. Beide (noch einigerma&szlig;en) gro&szlig;en Parteien erzielten jedoch ihr zweitschlechtestes Wahlergebnis in der Landesgeschichte. <\/p><p>Die CDU erreichte in etwa das Ergebnis, das ihr die Demoskopen jedenfalls in j&uuml;ngster Zeit prognostiziert haben. Die SPD blieb deutlich unter den Vorhersagen und vor allem hinter den eigenen Erwartungen zur&uuml;ck. Und das, obwohl der sozialdemokratische Spitzenkandidat und derzeitige Oberb&uuml;rgermeister von Kiel, Torsten Albig in der schleswig-holsteinischen Bev&ouml;lkerung mit 42% deutlich h&ouml;here Sympathiewerte hatte als sein Gegenkandidat Jost de Jager mit nur 30%. Dass die SPD weniger als erhofft von der allgemeinen Wertsch&auml;tzung ihres Spitzenkandidaten profitieren konnte, hat sicherlich damit zu tun, dass die SPD wohl am st&auml;rksten unter der schlechtesten Wahlbeteiligung seit 1947 gelitten hat. Nur noch 60,4% der Wahlberechtigten &ndash; der niedrigste Wert aller Zeiten &ndash; gingen zur Urne, obwohl in den letzten Tagen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen heftig Stimmung gemacht worden ist. Bezogen auf alle Wahlberechtigten ist der Prozentanteil der Nichtw&auml;hler gr&ouml;&szlig;er als die Anteile der beiden gro&szlig;en Parteien zusammen. <\/p><p>Man sollte zwar die W&auml;hlerwanderungsanalysen nicht so genau nehmen, aber wenn angeblich 50.000 fr&uuml;here SPD-W&auml;hler\/innen nicht zur Wahlurne gingen, dann ist das ein schmerzhafter Denkzettel. Nach einer gestern verbreiteten Umfrage liegt das auch daran, dass 52% der Menschen der Meinung sind, dass die SPD wegen Hartz IV oder der Rente mit 67 ihr sozialdemokratisches Profil verloren habe und dass gleichfalls fast die H&auml;lfte der Befragten (46%) sagen, dass man gar nicht wisse, f&uuml;r welche Politik die SPD eigentlich stehe. Jedenfalls sollten solche Befunde Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, die die SPD gestern mal wieder als einen Gewinner der Wahl herausstellten, nachdenklich machen.<\/p><p>Bei all der &uuml;blichen Sch&ouml;nrednerei aus dem Berliner Regierungslager sollte das &uuml;berraschend gute Ergebnis der CDU und vor allem der &uuml;berall gro&szlig; gefeierte, bis vor einigen Wochen von niemand mehr erwartete Wiedereinzug der FDP nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass Schwarz-Gelb abgew&auml;hlt worden ist. Es war die zehnte Wahlniederlage der Berliner Koalition nacheinander. <\/p><p>Die FDP hat es zwar mit 8,2% wieder in den Kieler Landtag geschafft, aber gegen&uuml;ber der letzten Wahl 6,7 Prozentpunkte eingeb&uuml;&szlig;t. Die Stimmenverluste lassen sich sicherlich auch damit erkl&auml;ren, dass die FDP 2009 vom damaligen H&ouml;henflug der Partei bei der gleichzeitig durchgef&uuml;hrten Bundestagswahl profitiert hat, doch gemessen an den Umfragewerten Anfang dieses Jahres, hat Wolfgang Kubicki einen Rekordwert gemessen am Ansehen seiner Partei erzielt. &Uuml;ber die Gr&uuml;nde daf&uuml;r haben wir in unserem letzten Beitrag berichtet (Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13102\">&bdquo;Doping f&uuml;r die FDP&ldquo;<\/a>). <\/p><p>Entgegen den Mutma&szlig;ungen, dass sich die Gr&uuml;nen im Sinkflug bef&auml;nden, haben sie mit 13,2 % ihr bestes Ergebnis im n&ouml;rdlichsten Bundesland erzielt. Das steht gegen die Behauptungen, dass der Aufschwung der Piratenpartei vor allem auch zu Lasten der Gr&uuml;nen gehe. <\/p><p>Die Piratenpartei hat ihren H&ouml;henflug fortgesetzt und zieht mit 8,2% &ndash; also dem gleichen Ergebnis wie die FDP &ndash; nach Berlin und dem Saarland zum dritten Mal in ein L&auml;nderparlament ein. Nach Umfragen sind allerdings 91% der Meinung, dass die Piraten haupts&auml;chlich deshalb gew&auml;hlt werden, weil die Menschen unzufrieden mit den anderen Parteien sind. Selbst 74% der Anh&auml;nger der Piratenpartei sind dieser Ansicht und nur 22% meinen, dass diese Partei wegen ihrer politischen Inhalte gew&auml;hlt werde. Dieser Parteienverdruss spiegelt sich wohl auch darin wider, dass 21% der unter 30-J&auml;hrigen die Piraten w&auml;hlten und &ndash; man staune &ndash; 13% der Arbeiter und Arbeitslosen. <\/p><p>Gerade diese Zuflucht selbst von Arbeitern zur Piratenpartei d&uuml;rfte daf&uuml;r gesorgt haben, dass die Partei DIE LINKE von 6% auf 2,2% geschrumpft ist. Nur 4% der Arbeiter setzten offenbar noch ihre Hoffnungen auf die Partei, die die Anliegen der sozial Benachteiligten zu ihrem Programm gemacht hat. Die Linkspartei ist damit zum ersten Mal wieder aus einem Landtag herausgefallen. Das ist zwar den Gr&uuml;nen und der FDP in der Vergangenheit auch schon des &Ouml;fteren passiert, doch im Gegensatz zu diesen Parteien, wird der Linkspartei sicherlich k&uuml;nftig wieder eine Debatte aufgezwungen, ob sie nicht doch eher eine Partei des Osten Deutschlands sei. Wie sich dies in der innerparteilichen Debatte auswirken wird, muss sich noch zeigen. <\/p><p>Eine Schlussfolgerung l&auml;sst sich jedoch insgesamt ziehen: Trotz der  Abwahl von Schwarz-Gelb f&uuml;hrt das Aufkommen der Piratenpartei eher zu einer Zerfaserung und damit auch machtpolitischen Schw&auml;chung des Lagers jenseits von CDU und FDP. Wohin der politische Weg der Piratenpartei geht, wird man wohl noch l&auml;ngere Zeit abwarten m&uuml;ssen. Wie offen diese Entwicklung ist, zeigt sich z.B. darin, dass auf Platz 6 der Landesliste der Piraten die ehemalige Bundesvorsitzende der Gr&uuml;nen Angelika Beer wieder in den Landtag einzieht, die wegen ihres engagierten Eintretens f&uuml;r eine deutsche Beteiligung am Kosovokrieg selbst von den Gr&uuml;nen an den Rand gedr&auml;ngt wurde.<\/p><p>Die Mehrheits- und damit die Regierungsbildung in Schleswig-Holstein war allerdings auch vor dem Aufkommen der Piratenpartei schon h&auml;ufig ein Problem. Man erinnere sich daran, dass Heide Simonis (SPD) 2005 wegen eines Abweichlers aus dem eigenen Lager mit ihrer Wiederwahl als Ministerpr&auml;sidentin scheiterte. Die daraufhin gebildete Gro&szlig;e Koalition zerbrach am Streit zwischen Ministerpr&auml;sident Carstensen und dem SPD-Landeschef Ralf Stegner. Nach der Wahl im September 2009, die zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfand, erhielten CDU und FDP drei Mandate mehr, obwohl sie etwa 27.000 Stimmen weniger hatten, als SPD, Gr&uuml;ne, Linke und S&uuml;dschleswigscher W&auml;hlerverband (SSW) zusammen. Kurze Zeit sp&auml;ter schrumpfte die schwarz-gelbe Mehrheit auf eine Stimme Mehrheit aufgrund von Neuausz&auml;hlungen der Stimmen in einigen Wahlkreisen. Auch die vorgezogene Neuwahl in diesem Jahr wurde durch das Landesverfassungsgericht erzwungen, weil die damalige Berechnung der Sitzverteilung f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt wurde.<\/p><p>Nach dem gestrigen Wahlabend ist erneut keineswegs sicher, wer Ministerpr&auml;sident werden und zu welcher Regierungskoalition es kommen wird. <\/p><p>Klar ist eigentlich nur, dass es zu einer Neuauflage einer schwarz-gelben Koalition nicht reicht. Jost de Jager von der CDU nimmt f&uuml;r sich in Anspruch, dass er als Kandidat der knapp st&auml;rksten Partei den Auftrag habe, Gespr&auml;che mit anderen Parteien &uuml;ber eine Regierungsbildung unter seiner F&uuml;hrung zu f&uuml;hren. Er redete den ganzen Wahlabend so oft von Stabilit&auml;t und von der Fragilit&auml;t aller anderen Konstellationen, dass ziemlich deutlich wurde, dass er eine Gro&szlig;e Koalition anstrebt. Dem mit seiner Wunschkoalition von Rot-Gr&uuml;n gescheiterte Torsten Albig von der SPD w&auml;re zwar eine &bdquo;Schleswig-Holstein-Ampel&ldquo; zusammen mit den Gr&uuml;nen und dem SSW ( 4,6% der Stimmen) als zweitbeste L&ouml;sung am liebsten, doch wollte er eine Gro&szlig;e Koalition nicht ausschlie&szlig;en. Und wenn man den fr&uuml;heren Sprecher von Finanzminister Steinbr&uuml;ck an seinen fr&uuml;heren politischen &Auml;u&szlig;erungen misst, ist f&uuml;r ihn die CDU als Partner durchaus vorstellbar. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Th&uuml;ringen oder j&uuml;ngeren Datums in Berlin und im Saarland wurde das von der SPD  ja trotz anderer Koalitionsoptionen schon vorexerziert. <\/p><p>Den ganzen Wahlabend &uuml;ber wurde ja auf beiden &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehkan&auml;len schon besorgt darauf hingewiesen, dass eine &bdquo;Schleswig-Holstein-Ampel&ldquo;, zu der die Gr&uuml;nen und der SSW sich eindeutig bekannten, nur 35 von 69 Mandaten und damit nur eine Mehrheit von einer Stimme im Kieler Landtag h&auml;tte. Dass eine Jamaika-Koalition von Schwarz, Gr&uuml;n und Gelb oder eine &bdquo;echte&ldquo; Ampel von Rot, Gr&uuml;n und Gelb auch nur 38 Sitze und damit auch nur 3 Mandate &uuml;ber der Mehrheit h&auml;tte, wurde dabei schlicht unterschlagen. F&uuml;r die Gr&uuml;nen scheint jedoch ein Zusammengehen mit der FDP kaum vorstellbar. Und Schwarz-Gr&uuml;n h&auml;tte auch zusammen keine Mehrheit. Der SSW ist somit das Z&uuml;nglein an der Waage.<\/p><p>Wenn SPD, Gr&uuml;ne und SSW bei ihren Koalitionsaussagen blieben, dann k&ouml;nnte es in Schleswig-Holstein zu einem Regierungswechsel kommen. <\/p><p>Damit k&ouml;nnte Schwarz-Gelb im Bundesrat nur noch mit den Stimmen Sachsens, Niedersachsens, Hessens und Bayerns fest rechnen, das w&auml;ren nur noch 21 der 69 Stimmen. Angela Merkels Bundesregierung d&uuml;rfte es also im Bundesrat nicht leichter werden, ihre Politik durchzusetzen. <\/p><p><strong>Ist nun diese Wahl in Schleswig-Holstein ein positives Signal oder ein Warnschuss f&uuml;r die am kommenden Wochenende stattfindende Wahl NRW?<\/strong><\/p><p>Obwohl f&uuml;r zwei Drittel der Norddeutschen landespolitische Motive bei der Stimmabgabe im Vordergrund standen, versuchten nat&uuml;rlich alle Parteivertreter die Wahlergebnisse als Stimmungsmache f&uuml;r die Wahl im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland zu nutzen. Allen voran die Sprecher der FDP. Es passt in die allgemeine Stimmungsmache, dass der NRW-Shooting-Star Christian Lindner (FDP)  zusammen mit Norbert R&ouml;ttgen, als Herausforderer von der CDU von G&uuml;nter Jauch in seinen Wahl-Talk eingeladen wurden und sich nochmals aufspielen konnten. <\/p><p>Die CDU d&uuml;rfte jedoch aus dem Ergebnis in Schleswig Holstein nicht viel Honig saugen k&ouml;nnen. Dirk Niebel von der FDP nutzte die Gelegenheit f&uuml;r eine Zweitstimmenwerbung f&uuml;r seine Partei, was der CDU eher schaden d&uuml;rfte. Die Gr&uuml;nen k&ouml;nnten ein wenig Aufwind in ihrem herbeigeredeten Sinkflug bekommen. Die SPD, die derzeit in NRW (wie zu Ministerpr&auml;sident Raus Zeiten) 10 Prozent &uuml;ber den Werten der Bundespartei liegt, muss aufpassen, dass sie nicht gleichfalls unterhalb ihrer Hoffnungen bleibt. Die Wahl in Schleswig-Holstein m&uuml;sste der NRW-SPD gezeigt haben, dass sie aufpassen muss, nicht mit einer herumd&uuml;mpelnden Bundes-SPD in einen Topf geworfen zu werden.<br>\nDie Piratenpartei d&uuml;rfte auch in D&uuml;sseldorf vom derzeitigen Hype befl&uuml;gelt werden. Und ob es die Linkspartei schafft &ndash; wie von ihren Repr&auml;sentanten erhofft &ndash; in der verbleibenden Woche ihre sozialen Themen nach vorne zu schieben, ist eine offene Frage. An der Personaldebatte innerhalb der Partei kann die Wahlniederlage Linken jedenfalls nicht alleine liegen. Kubicki hat, gerade weil er eine Personaldebatte um seinen Parteivorsitzenden R&ouml;sler inszenierte, die FDP in Schleswig-Holstein gerettet. <\/p><p>P.S:<br>\nSkandal&ouml;s fand ich wie der &bdquo;Terrorismusexperte&ldquo; Elmar Theve&szlig;en in der Berliner Runde Steffi Lemke von den Gr&uuml;nen, die Einzige in dem Kreis, die inhaltlich argumentierte, st&auml;ndig das Wort entzog. Was die CSU als Faktotum immer noch in einer solchen  Runde zu suchen hat, kann ohnehin kaum noch jemand verstehen.<\/p><p>Quellen: Die Umfragewerte habe ich aus tagesschau.de und heute.de entnommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahlen in Frankreich und in Griechenland sowie innerhalb Deutschlands im kleinen Schleswig-Holstein zeigen &ndash; so unterschiedlich die Ursachen f&uuml;r deren Ausgang auch sein m&ouml;gen -, dass die Politik der Bundesregierung sich nicht mehr auf die Zustimmung der Mehrheit der Menschen in Deutschland und in Europa st&uuml;tzen kann. In Frankreich gab es eine Niederlage f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13124\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[190],"tags":[1043,1555,422],"class_list":["post-13124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wahlen","tag-frankreich","tag-griechenland","tag-schleswig-holstein"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13124"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13126,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13124\/revisions\/13126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}