{"id":13195,"date":"2012-05-10T10:09:51","date_gmt":"2012-05-10T08:09:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13195"},"modified":"2015-02-15T15:28:30","modified_gmt":"2015-02-15T14:28:30","slug":"verkehrte-welt-die-einzige-partei-mit-einer-vernunftigen-haltung-zur-finanz-und-wirtschaftskrise-wird-gemobbt-die-linke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13195","title":{"rendered":"Verkehrte Welt: Die einzige Partei mit einer vern\u00fcnftigen Haltung zur Finanz- und Wirtschaftskrise wird gemobbt &#8211; Die Linke."},"content":{"rendered":"<p>Die politische Entscheidungsfindung ist bei der entscheidenden Frage, was zur &Uuml;berwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu tun ist, gepr&auml;gt von Inkompetenz: Alle sollen sparen, auch wenn dieses in einer wirtschaftlich kritischen Situation als prozyklisches Sparen die Krise versch&auml;rft. Das hat am 7. Mai bei einer Expertenbefragung des Haushaltsausschuss zum Rettungsschirm ESM und zum Fiskalpakt auch das Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates Peter Bofinger einmal mehr best&auml;tigt. (Schriftliche Stellungnahme <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/ausschuesse17\/a08\/anhoerungen\/Fiskalpakt_und_ESM\/Stellungnahmen\/Prof__Dr__Peter_Bofinger.pdf\">siehe hier [PDF &ndash; 400 KB]<\/a>) Prof. Bofinger sprach davon, mit ihrer bisherigen Strategie, die Krise &uuml;ber prozyklisch wirkende Sparprogramme zu l&ouml;sen, habe die Bundesregierung &bdquo;v&ouml;lligen Schiffbruch erlitten&ldquo;. &bdquo;Nicht zuletzt die dadurch entstandenen teilweise extrem hohen Arbeitslosenraten von jungen Menschen stellen eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die politische Stabilit&auml;t und zugleich f&uuml;r die Zustimmung der B&uuml;rger zur Europ&auml;ischen Union dar&ldquo;. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas alles konnte man vorher wissen. So hat zum Beispiel Gregor Gysi am 29.03.2012 zu &bdquo;ESM und Fiskalvertrag&ldquo; eine <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/esm-fiskalvertrag-merkel-schaeuble-unterschreiben-grundgesetzwidrige-vertraege\/\">aufr&uuml;ttelnde Rede im Deutschen Bundestag<\/a> gehalten .<\/p><p>Ich erw&auml;hne diese Rede, weil sie sachlich und bemerkenswert war und dennoch kein bemerkenswertes Echo erzielt hat. Die richtigen Argumente der Linken werden totgeschwiegen, weil sie nicht in das neoliberale Schema passen, das in Deutschland offensichtlich inzwischen zum nahezu fl&auml;chendeckenden Glaubensbekenntnis in Politik und Medienwelt geworden ist. Die Mehrheit der konkurrierenden Parteien und Medien reagiert inzwischen aggressiv und undemokratisch auf die Linke. <\/p><p><strong>Die Aggressionen der Etablierten und der Medien erkl&auml;ren!<\/strong><\/p><p>Der sp&uuml;rbare Hass ist gerade beim Thema Finanzkrise zu erkl&auml;ren. Die neoliberal gepr&auml;gten Parteien und Medien haben sich verrannt. Die Linke wie auch einige Wissenschaftler und einige wenige Publizisten wie wir von den NachDenkSeiten halten ihnen den Spiegel hin. Sie erkennen darin die Versager und ihre Lautsprecher. Zur Erkl&auml;rung geh&ouml;rt auch die Einsicht, dass hinter der neoliberalen Linie viel gro&szlig;es Geld der Finanzwirtschaft steckt und dieses in gro&szlig;er Menge &uuml;ber PR Agenturen auch zu den Medien und ihren Machern flie&szlig;t. Auch daran will man nicht gern erinnert werden.<\/p><p>Wenn die Linke das darauf gr&uuml;ndende Trommelfeuer &uuml;berstehen will, dann muss sie ihren Sympathisanten erkl&auml;ren, was hier abl&auml;uft. Die Medienbarriere existiert, also muss man sie auch thematisieren. Andernfalls verstehen die Sympathisanten nicht, warum eine sachlich gute Position nicht gew&uuml;rdigt wird. In abgewandelter Form gilt diese Empfehlung &uuml;brigens auch f&uuml;r SPD und Gr&uuml;ne. Diese bilden sich bisher doch nur noch ein, dass sie von den Medien fair behandelt werden. <\/p><p><strong>Weil die Vorstellungen der Linkspartei zur &Uuml;berwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise die einzig Vern&uuml;nftigen sind, darf sie sich den etablierten Parteien nicht anpassen.<\/strong><\/p><p>Sie muss darauf setzen, dass sich zumindest innerhalb der SPD und der Gr&uuml;nen die &ouml;konomische Vernunft doch noch durchsetzt. Beim linken Fl&uuml;gel der SPD bewegt sich schon etwas. Andere, auch eher konservative Sozialdemokraten beginnen zu merken, dass sie auf unbestimmte Zeit allenfalls nur noch Juniorpartner der CDU\/CSU sein werden und nie mehr den Bundeskanzler stellen, wenn sie nicht endlich ein klares Profil entwickeln. <\/p><p>Sich in der Wirtschafts- und Finanzpolitik gegen die Union zu profilieren und d.h. konkret auch Nein zu sagen zum Fiskalpakt, ist der SPD sozusagen in den Scho&szlig; gelegt. Was n&auml;mlich heute geboten w&auml;re, n&auml;mlich eine antizyklische Politik und aktive Besch&auml;ftigungspolitik zu betreiben, das hat die SPD 1967, also vor 45 Jahren, in Deutschland eingef&uuml;hrt. Sie wird auf diesen Pfad der Vernunft nur zur&uuml;ckkommen, wenn die Linkspartei nicht wankt. Ohne diese Drohung wird sich bei der SPD nichts bewegen. Das muss man leider angesichts des Herumeierns der SPD-F&uuml;hrung in Sachen Fiskalpakt und Besch&auml;ftigungspolitik feststellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die politische Entscheidungsfindung ist bei der entscheidenden Frage, was zur &Uuml;berwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu tun ist, gepr&auml;gt von Inkompetenz: Alle sollen sparen, auch wenn dieses in einer wirtschaftlich kritischen Situation als prozyklisches Sparen die Krise versch&auml;rft. Das hat am 7. Mai bei einer Expertenbefragung des Haushaltsausschuss zum Rettungsschirm ESM und zum Fiskalpakt auch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13195\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[195,180,156],"tags":[423,537,672,1247],"class_list":["post-13195","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-linke","category-europaeische-vertraege","category-schulden-sparen","tag-austeritaetspolitik","tag-bofinger-peter","tag-esmefsf","tag-fiskalpakt"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13195"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25041,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13195\/revisions\/25041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}