{"id":132033,"date":"2025-04-25T09:00:23","date_gmt":"2025-04-25T07:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132033"},"modified":"2025-12-02T20:27:25","modified_gmt":"2025-12-02T19:27:25","slug":"mit-der-diesellok-zur-front-deutschland-uebt-den-zivil-militaerischen-schulterschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132033","title":{"rendered":"Mit der Diesellok zur Front \u2013 Deutschland \u00fcbt den zivil-milit\u00e4rischen Schulterschluss"},"content":{"rendered":"<p>Die Lufthansa bildet Kampfpiloten aus, die Bahn will Panzer bef&ouml;rdern, Rheinmetall schafft Umschlagpl&auml;tze f&uuml;r Waffen. Die innere Militarisierung der Gesellschaft ist in vollem Gange. Auf rechtsstaatlich wackeligem Terrain verb&uuml;nden sich Bundeswehr und Konzerne auf der Mission Kriegsert&uuml;chtigung. Richtig geheim ist das Treiben nicht, daf&uuml;r aber gemeingef&auml;hrlich. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_97\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-132033-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=132033-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250425_Mit_der_Diesellok_zur_Front_Deutschland_uebt_den_zivil_militaerischen_Schulterschluss_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Preisfrage: Was braucht die Deutsche Bahn am dringendsten? Dieselloks und Flachwagen! Nun ja, beides br&auml;uchte sie wohl mit am allerwenigsten, lebten wir in normalen Zeiten. Tats&auml;chlich ist das deutsche Schienennetz heute noch <a href=\"https:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/themen\/infrastruktur\/elektrifizierung-bahn\/\">fast zur H&auml;lfte nicht elektrifiziert<\/a>, weshalb es vor allem Oberleitungen bed&uuml;rfte und, zwecks Mobilit&auml;tswende, mehr Personenwagen zur Bef&ouml;rderung von Pendlern und Reisenden. Aber die Zeiten sind nicht normal und die Gedankeng&auml;nge vieler Politiker und sogenannter Experten sind es auch nicht. Sie meinen, Deutschland m&uuml;sse sich auf einen Krieg vorbereiten und die Bahn z&uuml;gig in die Lage versetzt werden, in gro&szlig;er Zahl schweres Kriegsger&auml;t und Soldaten zu transportieren.<\/p><p>Als einer der besagten Experten firmiert hierzulande die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP), eine &bdquo;Denkfabrik&ldquo;, deren Vertreter bei <em>ARD<\/em> und <em>ZDF<\/em> h&auml;ufig und gerne die Welt erkl&auml;ren. Schon im Juli des Vorjahres war auf der Webseite der Organisation im Beitrag <a href=\"https:\/\/dgap.org\/de\/forschung\/publikationen\/militaerische-mobilitaet\">&bdquo;Milit&auml;rische Mobilit&auml;t&ldquo;<\/a> zu lesen, dass die DB &uuml;ber viel zu wenige Flachwagen verf&uuml;ge. Zitat des Autors und DGAP-Analysten Jannik Hartmann: &bdquo;Aufgrund der geringen Kapazit&auml;ten ist es nahezu unm&ouml;glich, schnell eine gro&szlig;e Zahl von Panzern von und durch Deutschland in Richtung NATO-Ostflanke zu entsenden.&ldquo; Und gegen&uuml;ber dem <em>Handelsblatt<\/em> (hinter Bezahlschranke) &auml;u&szlig;erte dieser Tage derselbe Hartmann: &bdquo;F&uuml;r den wahrscheinlichen Fall, dass das Stromnetz angegriffen wird, braucht die DB viel mehr Dieselloks als heute.&ldquo;<\/p><p><strong>Hauptschlagader zur Front<\/strong><\/p><p>Man bekommt beim Gesagten eine Ahnung davon, wohin das ganze Geld des per Grundgesetz&auml;nderung durchgeboxten Schuldenpakets im Umfang von 500 Milliarden Euro zur Instandsetzung der maroden Infrastruktur auch und vielleicht vor allem flie&szlig;t: in die Kriegsert&uuml;chtigung von Schienen, Stra&szlig;en, Br&uuml;cken, Tunneln, Krankenh&auml;usern und allem, was sonst noch in Schuss zu bringen ist, damit von deutschem Boden wieder geschossen werden kann. Aber nicht jeder d&uuml;rfte bemerkt haben: Die Gro&szlig;mobilmachung ist bereits in vollem Gange. Im Handelsblatt-Artikel &bdquo;Hilferuf der Bundeswehr&ldquo; vom vergangenen Dienstag wird dankenswerterweise in aller Offenheit rapportiert, was eigentlich streng geheim ist, weil eigentlich gar nicht rechtens.<\/p><p>Der Text zeichnet unter anderem nach, wie die Deutsche Bahn in die Kriegslogistik eingebunden wird, die Lufthansa zur Ausbildung von Kampfpiloten beitr&auml;gt, private Spediteure Waffen und schweres Ger&auml;t an die Frontlinien verfrachten sollen, Stra&szlig;en, Br&uuml;cken und H&auml;fen beh&ouml;rdlich auf Belastbarkeit gepr&uuml;ft werden und Rheinmetall Umschlagpl&auml;tze f&uuml;r Waffen, Munition und Treibstoff errichtet. All das l&auml;uft unter der Devise &bdquo;Hilfe&ldquo;, Hilfe f&uuml;r die deutsche Truppe, ihren B&uuml;ndnisverpflichtungen im Rahmen der neuen NATO-Strategie <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/nato-force-model-wie-deutschland-sich-ab-2025-engagiert-5465714\">&bdquo;New Force Model&ldquo;<\/a> erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen. Nach den Vorgaben, festgeschrieben im zum 1. Januar in Kraft getretenen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operationsplan_Deutschland\">&bdquo;Operationsplan Deutschland&ldquo;<\/a>, muss die BRD ab 2025 im sogenannten B&uuml;ndnis- und Verteidigungsfall innerhalb von 30 Tagen 35.000 Soldaten sowie mehr als 200 Schiffe und Kampfflugzeuge in Einsatzbereitschaft versetzen. In seiner Position als dann zentrale &bdquo;logistische Drehscheibe&ldquo; h&auml;tte Deutschland au&szlig;erdem die Verlegung und Versorgung auch ausl&auml;ndischer Truppenverb&auml;nde zu erledigen, die Rede ist von 800.000 Mann, und w&auml;re damit so etwas wie die Hauptschlagader zur Front.<\/p><p><strong>In der Grauzone<\/strong><\/p><p>Aber: Solange der B&uuml;ndnisfall nicht ausgerufen wurde, gibt es f&uuml;r die deutsche Armee gar keine Befugnisse und Handhabe, die &uuml;ber Amtshilfe im Katastrophenfall nach Artikel 35 Grundgesetz hinausgehen. Deshalb schrieb etwa die <em>Welt am Sonntag<\/em> (hinter Bezahlschranke) Ende M&auml;rz, die Truppe bewege sich in einer &bdquo;rechtlichen Grauzone&ldquo;, wenn sie schon jetzt mit Unterst&uuml;tzung privater und staatlicher Unternehmen Strukturen aufbaut, um f&uuml;r den Tag X ger&uuml;stet zu sein. Allerdings ist die scheidende und kommende Bundesregierung bereits im Begriff, die Gesetzeslage an die neuen Realit&auml;ten anzupassen. So solle der fragliche &bdquo;Operationsplan Deutschland&ldquo; um &bdquo;zivile Beitr&auml;ge im Sinne einer &sbquo;gesamtstaatlichen Verteidigung&rsquo;&ldquo; erweitert werden, hei&szlig;t es im Artikel.<\/p><p>Wegweisend d&uuml;rfte dabei das von Spitzenmilit&auml;rs und Spitzenpolitikern erarbeitete <a href=\"https:\/\/zoes-bund.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/250306_Gruenbuch_ZMZ_digital.pdf\">&bdquo;Gr&uuml;nbuch ZMZ 4.0&ldquo; (Zivil-Milit&auml;rische Zusammenarbeit)<\/a> sein, das Ende Januar ver&ouml;ffentlicht wurde. Darin ist im Licht eines Szenarios, wonach es 2030 zwischen Russland und der NATO zur kriegerischen Auseinandersetzung kommt, detailliert skizziert, wie Milit&auml;rs und Zivilgesellschaft verschmelzen, um den Herausforderungen zu begegnen. Ein Punkt betrifft die medizinische Versorgung. Kalkuliert wird mit t&auml;glich &bdquo;bis zu 1.000&ldquo; verletzten Soldaten, weshalb Zivilisten nur noch nachrangig behandelt werden k&ouml;nnten.<\/p><p><strong>&bdquo;Hybride Bedrohungslagen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das &bdquo;Gr&uuml;nbuch&ldquo; pr&auml;sentiert auch die L&ouml;sung, wie sich ein zivil-milit&auml;rischer Schulterschluss schon lange im Vorfeld eines hei&szlig;en Konflikts juristisch beibiegen lie&szlig;e. Der Schl&uuml;ssel dazu ist das Konzept &bdquo;hybride Bedrohungslagen&ldquo; in Gestalt von &bdquo;Cyberangriffen&ldquo;, &bdquo;Desinformationskampagnen&ldquo; und &bdquo;Sabotage\/Spionage&ldquo; &ndash; alles Dinge, die der Westen vor allem Russland in die Schuhe schiebt, oft bar jedes Beweises. Jedenfalls empfehlen die Autoren die &bdquo;Einf&uuml;hrung eines eigenst&auml;ndigen Gesetzes zur Regelung Hybrider Bedrohungen&ldquo;, w&auml;hrend sie eine Verfassungs&auml;nderung wegen hoher H&uuml;rden und schwer abzusch&auml;tzender &bdquo;staatsrechtlicher Implikationen&ldquo; als &bdquo;kaum praktikabel&ldquo; einstufen.<\/p><p>Aber vorerst fehlt das erforderliche Gesetz noch, und alle Aktivit&auml;ten der inneren Mobilmachung stellen faktisch einen Verfassungsbruch dar. Ganz egal. Schlie&szlig;lich stelle laut <em>Handelsblatt<\/em> in den deutschen Chefetagen niemand mehr in Frage, &bdquo;dass den Streitkr&auml;ften geholfen werden muss&ldquo;. Und deshalb macht man es einfach &ndash; aus Patriotismus vielleicht, aber mehr noch, weil Kriegsert&uuml;chtigung ein fettes Gesch&auml;ft verspricht, allein mit Blick auf deutsche R&uuml;stungsausgaben, die in den n&auml;chsten zehn Jahren in die Billionen gehen k&ouml;nnten. Und die Bundeswehr ist dankbar. Bei logistischem Transport von Milit&auml;rg&uuml;tern und -material au&szlig;erhalb von Krisengebieten greife man &bdquo;fast ausschlie&szlig;lich auf zivilgewerbliche Leistungserbringer zur&uuml;ck&ldquo;, zitierte die Wirtschaftszeitung das Operative F&uuml;hrungskommando. Selbst in Krisengebieten sei man &bdquo;noch zu einem erheblichen Anteil&ldquo; auf die Dienste von gewerblichen Anbietern angewiesen.<\/p><p><strong>DB Gewehr bei Fu&szlig;<\/strong><\/p><p>Bei den vertraulichen Verhandlungen mit Privat- und Staatsunternehmen gehe es zun&auml;chst um &bdquo;erste vorbereitende Gespr&auml;chsrunden&ldquo;, berichtete das <em>Handelsblatt<\/em>, vieles sei &bdquo;noch ungekl&auml;rt, die Themen hochsensibel&ldquo;. Beispiele: Die Lufthansa soll die Grundausbildung der Kampfjetpiloten &uuml;bernehmen. Die gr&ouml;&szlig;te deutsche Airline trainiert schon heute auf dem Flughafen Rostock-Laage Drohnenpiloten der Bundeswehr. Aktuell f&uuml;hrt das Bundesverteidigungsministerium Verhandlungen mit mehreren Herstellern von Angriffsdrohnen mit dem Ziel, das entsprechende Kampfarsenal deutlich auszubauen. Um sie zu steuern, bedarf es zun&auml;chst einer regul&auml;ren Pilotenausbildung. Nur auf dieser Basis k&ouml;nnen Absolventen einsch&auml;tzen, welche Auswirkungen vom Boden gesteuerte Man&ouml;ver haben. Erst Anfang M&auml;rz hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf die engen Beziehungen zur Hardth&ouml;he verwiesen und erkl&auml;rt, auch das Thema Schulungen intensivieren zu wollen. Die Konzerntochter Lufthansa Technik unterh&auml;lt inzwischen eigens einen Gesch&auml;ftsbereich &bdquo;Defense&ldquo;, der sich k&uuml;nftig um die Instandhaltung von Kampfflugzeugen und Hubschraubern der Armee k&uuml;mmern soll.<\/p><p>Gewehr bei Fu&szlig; steht auch die DB. Im Berliner Bahntower sei man &bdquo;vorbereitet&ldquo;. Selbst Panzer mit 80 Tonnen Gewicht k&ouml;nne man &bdquo;problemlos transportieren&ldquo;, hei&szlig;t es dort. Seit 2023 besteht ein Vorhaltevertrag mit der Frachtsparte DB Cargo, der die Bahn-Tochter verpflichtet, auf Abruf bis zu 343 Flachwagen sowie zwei t&auml;gliche Zeitfenster f&uuml;r Milit&auml;rtransporte zu reservieren. Das jedoch reicht den Kriegsplanern nicht. Cargo biete nicht einmal ein Viertel der Kapazit&auml;ten, die im Ernstfall n&ouml;tig seien, sagte j&uuml;ngst Ben Hodges, Ex-Kommandeur der US-Streitkr&auml;fte in Europa, dem Branchendienst <em>RailFreight.com<\/em> (hinter Bezahlschranke). Sein Mantra: &bdquo;Die Russen m&uuml;ssen sehen, dass wir Panzer und Haubitzen schneller bewegen k&ouml;nnen als sie.&ldquo;<\/p><p><strong>Transa bleibt deutsch<\/strong><\/p><p>Hartmann von der DGAP hat eine ganze Reihe an Ratschl&auml;gen parat, etwa den, bei der angelaufenen Generalsanierung von 40 Hochleistungskorridoren solche Routen zu priorisieren, &bdquo;die als Milit&auml;rkorridore genutzt werden k&ouml;nnen&ldquo;. Ferner sollte die Bundesregierung in Absprache mit der DB &bdquo;gen&uuml;gend Reservelokomotiven und -Anh&auml;nger reservieren&ldquo;. Am dringlichsten w&auml;re aber das Erreichen einer Kapazit&auml;t &bdquo;von 1.000 Flachwagen&ldquo;. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten Milit&auml;rtransporte auf Schienen und Stra&szlig;en &bdquo;unabh&auml;ngig von Nachtfahrverboten oder L&auml;rmschutzzonen&ldquo; durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Laut <em>Welt am Sonntag <\/em>laufen bereits Planungen f&uuml;r &bdquo;konvertierbare ICE-Waggons, die als &sbquo;Bettenwagen&lsquo; dem R&uuml;cktransport von Verwundeten dienen sollen&ldquo;.<\/p><p>F&uuml;r den Transport auf der Stra&szlig;e setzt die Bundeswehr unter anderem auf die Speditionen Quehenberger mit Sitz in Salzburg und Transa aus Offenbach, ein Hauptauftragnehmer, wie es hei&szlig;t. Einst geh&ouml;rte das Unternehmen zur DB-Logistiktocher Schenker, deren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121377\">Ver&auml;u&szlig;erung an den d&auml;nischen Konkurrenten DSV<\/a> kurz vor dem Abschluss steht. Man darf annehmen, dass die Bundesregierung Transa als bedeutenden Milit&auml;rdienstleister nicht verlieren wollte. Also hat man wohl den Laden rechtzeitig aus der Verkaufsmasse herausgel&ouml;st und 2022 unters Dach von DB Cargo verschoben.<\/p><p><strong>&Ouml;ffentliche Debatte &ndash; sofort!<\/strong><\/p><p>Den Zuschlag f&uuml;r die Einrichtung sogenannter Convoy Support Center hat sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung Rheinmetall gesichert. Geplant sind laut <em>Handelsblatt<\/em> auf einem &bdquo;geheimen Aufmarschkorridor von Westen der Niederlande bis nach Polen im regelm&auml;&szlig;igen Abstand Raststationen zur Versorgung von Mensch und Material&ldquo;. Die D&uuml;sseldorfer Waffenschmiede macht seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130139\">&bdquo;Mordsgesch&auml;ft&ldquo;<\/a> und war lange Zeit B&ouml;rsianers Liebling. Allerdings verliert die Aktie seit mehreren Tagen an Wert. Hintergrund ist ein sich abzeichnender Deal Donald Trumps mit Moskau &uuml;ber einen m&ouml;glichen Friedensschluss mit Kiew. So etwas kommt bei Investoren schlecht an.<\/p><p>&bdquo;Die innere Militarisierung schreitet voran &ndash; leise, systematisch, tiefgreifend&ldquo;, konstatiert Arno Gottschalk auf seinem <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/1914939799049322670?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet\">X-Account<\/a>. Er sitzt f&uuml;r die SPD in der Bremischen B&uuml;rgerschaft und z&auml;hlt zu den noch wenigen &bdquo;friedensbewegten&ldquo; Sozialdemokraten im Land. &bdquo;Militarisierung ist keine Zukunftsvision &ndash; sie ist Gegenwart&ldquo; und &bdquo;dringt tief ins zivile Leben ein &ndash; in Unternehmen, in Verwaltungen, in den Alltag&ldquo;, f&uuml;hrt Gottschalk aus. &bdquo;Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine kritische &ouml;ffentliche Debatte.&ldquo;<\/p><p><small>Titelbild: Andreas Wolochow\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/19b02831ba70457ba417255f1c238f37\" alt=\"\" title=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lufthansa bildet Kampfpiloten aus, die Bahn will Panzer bef&ouml;rdern, Rheinmetall schafft Umschlagpl&auml;tze f&uuml;r Waffen. Die innere Militarisierung der Gesellschaft ist in vollem Gange. 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