{"id":132254,"date":"2025-04-29T16:00:41","date_gmt":"2025-04-29T14:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132254"},"modified":"2025-04-29T15:42:03","modified_gmt":"2025-04-29T13:42:03","slug":"leserbriefe-zu-bischof-fordert-kriegstauglichkeit-ein-brief-an-den-mann-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132254","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBischof fordert Kriegstauglichkeit \u2013 ein Brief an den \u201eMann Gottes\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132038\">hier<\/a> die Worte &bdquo;Wir m&uuml;ssen &acute;kriegstauglich&acute; werden und uns zugleich &acute;friedenst&uuml;chtig&acute; f&uuml;r einen gerechten Frieden einsetzen&ldquo; von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. Der &bdquo;Mann Gottes&ldquo; klinge mit diesen Worten wie ein Politiker. Daher hat er dem ehrw&uuml;rdigen Bischof einen Brief geschrieben und u.a. gefragt, woher er die Auffassung nehme, dass &bdquo;wir&ldquo; angeblich einer &bdquo;Bedrohung&ldquo; ausgesetzt seien. Es gebe keine Bedrohung. Die Bedrohung durch Russland gleiche einem Phantasma. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen und interessanten E-Mails. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat die nun folgende Leserbrief-Auswahl f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>ganz herzlichen Dank f&uuml;r diesen Brief an einen angeblichen &ldquo;Mann Gottes&rdquo; &ndash; oder ist er es gar nicht?<\/p><p>G&uuml;nter Grzega<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-Team,<\/p><p>es h&auml;tte gereicht, wenn der so genannte Ruhrbischof in die Autobiografie des leider verstorbenen Papstes Franziskus rein gelesen h&auml;tte. Da hei&szlig;t es n&auml;mlich:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen uns in jedem Fall bem&uuml;hen, dem Wettr&uuml;sten und der immer weiteren Verbreitung von Waffen auf der Welt ein Ende zu setzen, sowohl auf individueller wie auf staatlicher Ebene, sowohl im Kontext eines Krieges als auch in unseren St&auml;dten. Vor allem aber in den wirtschaftlich entwickelten L&auml;ndern, wo es um einen verg&auml;nglichen Konsens und ein tr&uuml;gerisches Gef&uuml;hl der Sicherheit geht. Wer glaubt, das B&ouml;se mit dem B&ouml;sen bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen, schafft unweigerlich das noch Schlimmere. Jene politischen F&uuml;hrer, die dieser Gesinnung das Wort reden, die nicht f&auml;hig sind, Dialoge und Diskussionen zu f&uuml;hren, die ihr Amt nicht mit der Demut dessen ausf&uuml;llen, der gew&auml;hlt wurde, um Bande des Miteinander zu kn&uuml;pfen, sondern stattdessen auf Arroganz setzt, jene F&uuml;hrer werden ihrem Volk weder Frieden noch Gerechtigkeit und Wohlstand bieten k&ouml;nnen. In der Regel f&uuml;hren sie es nur an den Abgrund und in den Ruin.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Danke, Franziskus! Dem ist wohl nur hinzuzuf&uuml;gen: Was f&uuml;r Politiker gilt, sollte f&uuml;r Bisch&ouml;fe schon lange gelten. Vielleicht kapiert auch einer wie Overbeck das irgendwann.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nGeorg Raacke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>beim lesen ihres Beitrags ist mir sofort die Versuchung Jesus durch den Teufel eingefallen. Schon lange aus der Kirche ausgetreten war ich trotzdem einer katholischen gepr&auml;gten Erziehung ausgesetzt. Dieses &bdquo;Wasser predigen und Wein saufen&ldquo; war allerdings schon damals ein Kennzeichen dieser Kirche und mir schon sehr fr&uuml;h (Gott sei Dank) bewusst. Aus theologischer Sichtweise w&uuml;rde ich mal sagen, dieser Bischof ist an den Teufel verloren gegangen. Wie hat sich Jesus bei einer solchen teuflischen Attacke verhalten?<\/p><p>Matth&auml;us 4<\/p><p>Jesu Versuchung<\/p><p>(Mk 1,12-13;&nbsp;Lk 4,1-13)<\/p><p>Da wurde Jesus vom Geist in die W&uuml;ste gef&uuml;hrt, damit er von dem Teufel&nbsp;versucht w&uuml;rde.&nbsp;Und da er&nbsp;vierzig Tage und vierzig N&auml;chte gefastet hatte, hungerte ihn.&nbsp;Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.&nbsp;Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben&nbsp;5. Mose 8,3:&nbsp;&raquo;Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.&laquo;<\/p><p>Da f&uuml;hrte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels&nbsp;und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben&nbsp;Ps 91,11-12: &raquo;Er wird seinen Engeln f&uuml;r dich Befehl geben; und sie werden dich auf den H&auml;nden tragen, damit du deinen Fu&szlig; nicht an einen Stein st&ouml;&szlig;t.&laquo;&nbsp;Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben&nbsp;5. Mose 6,16:&nbsp;&raquo;Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.&laquo;<\/p><p>Der Volksmund hat da eine wirklich gute Phrase parat. &bdquo;Der wird wohl vom Teufel geritten&ldquo;. Vielleicht w&auml;re hier Exorzismus eher ein Weg zum Erfolg als dieser wirklich sehr gut geschriebene Brief? Nat&uuml;rlich denke ich dabei nur an das Seelenheil dieses fehlgeleiteten Bischofs.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e und ein Danke f&uuml;r eure Arbeit,<\/p><p>Armin Hellinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren sehr wichtigen Artikel.<\/p><p>Anbei eine von vielen unbeantworteten Anfragen an den Rat der EKD.<\/p><p>Mit friedlichen Gr&uuml;&szlig;en Udo und Ulrike B&ouml;ttcher<\/p><p>An den EKD-Rat.<\/p><p>Guten Tag, &bdquo;&Ouml;ffentlichkeit hat Anspruch darauf Positionen der Kirche zu h&ouml;ren&ldquo; (K. Fehrs, 13.2. 2025 EKD-News).<br>\nDie Absichten &uuml;ber materielle und mentale Militarisierungs- und Aufr&uuml;stungsgigantomanie &uuml;berschlagen sich in Berlin und Br&uuml;ssel&hellip;<br>\nDie aktuelle Ausgabe der Zeitschrift &bdquo;Internationale Politik&ldquo; der DGAP befasst sich mit diesem Thema.<br>\nDa k&ouml;nnte man der &Ouml;ffentlichkeit doch zeigen wie man pr&uuml;ft (Erkenntnisprozess) und ob man &uuml;berhaupt pr&uuml;ft (man m&uuml;sste dann allerdings zeigen warum nicht bzw. wozu nicht).<br>\nWir erwarten eine &ouml;ffentliche kirchliche Positionsbeschreibung.<\/p><p>Mit erwartungsvollen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUdo und Ulrike B&ouml;ttcher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>Sehr gut, was Markus Kl&ouml;ckner da schreibt.<\/p><p>Allerdings bef&uuml;rchte ich, dass er damit so einen Milit&auml;rprediger intellektuell &uuml;berfordert.<\/p><p>Mir f&auml;llt nur ein, dass alle kriegsf&uuml;hrenden V&ouml;lkern &ndash; am aktuellsten Deutschland unter Hitler und die USA seit Vietnam &ndash; immer &ldquo;Gottes Vertreter&rdquo; an ihrer Seite hatten, um die Waffen zu segnen.&nbsp;<\/p><p>Nichts ist leichter, wenn hinter all dem nichts steht, als Glaube &ndash; der von Milliarden Erdbewohnern in Millionen Varianten praktiziert wird.<\/p><p>Aber ein Bischof im Talar hat eben mehr Autorit&auml;t, als ein buddhistischer M&ouml;nch oder ein Pariser Arbeiterpriester.<\/p><p>Toll, welche Narrheiten sich &uuml;ber Jahrtausende halten. Und mit oder ohne &ldquo;g&ouml;ttlichen&rdquo; Segen stirbt es sich gleicherma&szlig;en endg&uuml;ltig.&nbsp;<\/p><p>Mein Vorschlag: ab an die Front, Herr Bischof, die Ukraine, der Sudan, Ruanda oder Myanmar warten auf Sie!<\/p><p>Damit ein gutes Wochenende &ndash; es wird endlich w&auml;rmer und dann k&ouml;nnen wir bald Bisch&ouml;fe grillen, verbal, meine ich<\/p><p>H. Rudolf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Marcus Kl&ouml;ckner!<\/p><p>Ich bin beim Lesen bzw. &Uuml;berfliegen Ihres Artikels an folgender Stelle h&auml;ngen geblieben:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Haben Sie sich jemals gefragt, warum Russland &bdquo;uns&ldquo; angreifen sollte? Europa besteht aus 450 Millionen B&uuml;rgern, w&auml;hrend in Russland etwa 150 Millionen Menschen leben. Europa &ndash; ein Gebilde aus zahlreichen Kulturen, Mentalit&auml;ten, Sprachen. &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich m&ouml;chte Sie h&ouml;flich darauf hinweisen, dass Europa laut einer kurzen Recherche meinerseits ca. 750 Millionen Einwohner hat, davon ca. 123 Millionen im europ&auml;ischen Teil Russlands ?.<\/p><p>Lang genug eingeh&auml;mmert, wirken die verbreiteten Narrative bis in die Hirnwindungen von uns allen. Die Propagandisten verstehen ihr Handwerk! Die Europa wird oft und beliebig mit der EU gleichgesetzt, so funktioniert Spaltung. So werden Feindbilder erzeugt, so ist pl&ouml;tzlich Russland au&szlig;erhalb von &ldquo;Europa&rdquo;.<\/p><p>Etwas sp&auml;ter verwenden Sie das Wort &ldquo;Ungeimpfte&rdquo;, das ich ebenso als Kampfbegriff der Propaganda sehe, der Spaltung erzeugt, wo keine ist. Wie viele der nicht &ldquo;Corona-Geimpften&rdquo; haben andere Impfungen wie Tetanus usw., sind also sicher keine &ldquo;Ungeimpften&rdquo;?<\/p><p>Inzwischen habe ich mir Ihren Brief an den Bischof als Ganzes zum Fr&uuml;hst&uuml;ck angeh&ouml;rt. Ich kann Ihnen nur zustimmen, abgesehen von dem oben erw&auml;hnten.<\/p><p>Im &Uuml;brigen finde ich es einfach traurig, aber wenig &uuml;berraschend, dass kirchliche Vertreter sich noch immer und wieder unter die kl&auml;ffenden Kriegstreiber mischen.<\/p><p>Es hat sich nichts ge&auml;ndert. Leider. Nach meiner Erfahrung seit &uuml;ber 40 Jahren nicht. Von wegen Zeitenwende.<\/p><p>Und auch die Rede des Bischofs habe ich nun gelesen (f&uuml;r mich interessantes Detail: Das Papierformat des PDF ist &ldquo;US-Letter&rdquo;&hellip; ). Die Rede ist ziemlich wirr. Mir tut das im Kopf weh.<\/p><p>Wenn die &ldquo;Christliche Kirche&rdquo; ihre eigene Botschaft ernst n&auml;hme, g&auml;be es diese Kirche nicht.<\/p><p>W&auml;r die Kirch a Engerl, es h&auml;tt sich seine Fl&uuml;gerl abgeschnitten.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en!<br>\nDietmar Egle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>&ldquo;&bdquo;Wir m&uuml;ssen &bdquo;kriegstauglich&ldquo; werden und uns zugleich &bdquo;friedenst&uuml;chtig&ldquo; f&uuml;r einen gerechten Frieden einsetzen&ldquo; &ndash; das sind aktuelle Worte von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck.&rdquo;. Diese Worte erinnern doch sehr an den neuen woken Zeitgeist &ndash; frei nach Tobias Riegel &ndash; &ldquo;Kapiert es endlich: Frieden ist jetzt Krieg! Und links ist jetzt rechts!&rdquo;<\/p><p>Aber wir m&uuml;ssen verstehen, denn dieser arme Bischof hat es auch nicht leicht! Einerseits gibt es in der christlichen Lehre das Gebot der Gewaltfreiheit (so mein Kenntnisstand) andererseits wird der gute Mann (meiner Meinung nach (m.M.n.) zumindest &uuml;berwiegend) monatlich von Steuergeldern gut entlohnt. Was soll der gute (Gottes)Mann also tun? Schwierig, schwierig, schwierig!<\/p><p>Der gute Mann scheint sich auf altbew&auml;hrtes besonnen zu haben &ldquo;Wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing&rdquo; &ndash; und er strahlt dabei!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Auch ich finde die Aussagen des Herrn Overbeck abwegig f&uuml;r einen Christen und deshalb habe ich ihm folgenden Brief geschrieben.<\/p><p>Sehr geehrter Herr Overbeck<\/p><p>Mit Befremden habe ich Ihre Aussagen zu Ostern gelesen. Sie sagen zu Recht: &bdquo;F&uuml;r das christliche Profil einer Friedensethik ist es entscheidend, stets das Ziel der &Uuml;berwindung von Gewalt zu verfolgen&ldquo;, und Sie betonen zu Recht das Recht auf Selbstverteidigung.&nbsp; Dann sagen Sie:&nbsp; Niemals d&uuml;rfe es einen &bdquo;Siegfrieden&ldquo; geben. Was ist denn nun christlich, die &Uuml;berwindung von Gewalt, oder zu verhindern, dass das Recht des St&auml;rkeren sich durchsetzt? Putin ist im Ukraine Krieg der &uuml;berlegene Aggressor, wenn Sie also daf&uuml;r pl&auml;dieren, dass das Recht des St&auml;rkeren nicht die St&auml;rke des Rechts ersetzen darf, dann pl&auml;dieren Sie daf&uuml;r, die Ukraine in die Lage zu versetzen, den Krieg so lange fortzusetzen, bis Putin aus der Ukraine vertrieben wurde, wie Herr Merz formulierte: koste es was es wollen. Das ist kein christlicher Aufruf zum Frieden schaffen durch Diplomatie, sondern ein unchristlicher Aufruf zur Kriegsf&uuml;hrung, und ein Aufruf an unsere Bev&ouml;lkerung an dem Krieg teilzunehmen, denn Russland ist nun mal der &uuml;berlegene Aggressor, den die Ukraine nur mit aktiver Unterst&uuml;tzung von uns besiegen kann. Ist das die christliche Friedensbotschaft zu Ostern?<\/p><p>Auch als Unterst&uuml;tzer desjenigen, der angegriffen wird, muss man sich fragen, ob die geleistete Hilfe dazu dient, Menschenleben zu sch&uuml;tzen oder dazu f&uuml;hrt, dass der Verteidiger immer mehr in Bedr&auml;ngnis ger&auml;t. Die westliche Waffenhilfe hat nur dazu gef&uuml;hrt, dass die Ukraine immer mehr in Bedr&auml;ngnis ger&auml;t und das ist nicht nur unchristlich, sondern auch unmenschlich, weil dies absehbar war. Ich h&auml;tte mir von Christen gew&uuml;nscht, auf eine diplomatische L&ouml;sung zu dr&auml;ngen. Solch eine f&uuml;r die Ukraine gute diplomatische L&ouml;sung w&auml;re zu Beginn des Krieges m&ouml;glich gewesen. Auch wenn es nicht gern geh&ouml;rt wird. Der Krieg in der Ukraine hat eine Vorgeschichte, an der auch die Politiker der Ukraine und einflussreiche Politiker des Westens mitgewirkt haben und an deren Ende die Aggression Russlands stand. Eine diplomatische L&ouml;sung war und ist also m&ouml;glich. Ein &bdquo;Siegfrieden&ldquo; (sehr eigenartige Wortsch&ouml;pfung eines Bischofs) schafft Frieden, was ja an erster Stelle stehen sollte. Die Geschichte hat gezeigt, dass ein Frieden, wie immer er geschlossen wurde, langfristig immer dazu gef&uuml;hrt hat, dass die Menschen verfeindeter Staaten eine immer engere Beziehung zueinander aufgebaut haben und ganz wichtig, viele durften unversehrt weiter leben, weil sie nicht f&uuml;r ein Prinzip (kein Siegfrieden) geopfert wurden.<\/p><p>Sie sagen: das Recht des St&auml;rkeren d&uuml;rfe nicht die St&auml;rke des Rechts ersetzen. Diese Aussage h&ouml;rt sich gut an, ist aber abwegig, denn ein Rechtssystem beruht ja auf den drei S&auml;ulen Gesetzgebung, einem Gerichtswesen und einer ausf&uuml;hrenden Macht. All das ist hier leider nicht vorhanden. Zudem impliziert diese Aussage, dass man im &bdquo;Recht&ldquo; ist und die Aufgabe und die Macht hat, das &bdquo;Recht&ldquo; durchzusetzen, das ist aber das Gegenteil von der &Uuml;berwindung von Gewalt. Dazu kommt, dass Russland eine Atommacht ist. Das Gleichgewicht des Schreckens hat uns bisher davor bewahrt, dass wir in einen Krieg verwickelt wurden. Wenn Sie nun das &bdquo;Recht&ldquo; gegen&uuml;ber Russland durchsetzen m&ouml;chten, gef&auml;hrden Sie dieses Gleichgewicht und riskieren eine atomare Auseinandersetzung. Die Schuld daf&uuml;r dann Putin zu geben, ist schon eine sehr billige Ausrede. Ist Ihnen als Bischof das Prinzip &ndash; kein Siegfrieden &ndash; wichtiger als das Leben von vielen, vielen Menschen?<\/p><p>Noch bin ich Mitglied der kirchlichen Gemeinschaft, aber wenn ich solche Aussagen lesen, die ich f&uuml;r zutiefst unchristlich halte, dann frage ich mich, ob diese Glaubensgemeinschaft noch meine Glaubensgemeinschaft ist.<\/p><p>Norbert Klose<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dem Text, den Herr Marcus Kl&ouml;ckner an den Bischof Overbeck geschrieben hat, kann ich nur zustimmen.<\/p><p>Ich habe vor kurzem auch einen Protestbrief geschrieben und zwar an Herrn K&uuml;hl von der Evangelischen Akademie Loccum, weil an deren Tagung auch Vertreter der R&uuml;stungsindustrie teilgenommen haben. Der Brieftext passt zum Thema, deswegen gebe ich ihn hiermit zur Kenntnis.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die Arbeit der Nachdenkseiten<br>\nHeidemarie Wegener<\/p><p>Sehr geehrter Herr K&uuml;hl,<\/p><p>aus den Nachdenkseiten vom 10.4.25 habe ich von einer Tagung der Evangelischen Akademie Loccum erfahren, an der au&szlig;er Vertretern aus Kirchenkreisen auch solche der R&uuml;stungsindustrie teilgenommen haben. Ja, sind wir denn schon wieder so weit?<br>\nDie Kirchen hatten selten ein Problem damit, Kanonen zu segnen aber sie scheinen ein gro&szlig;es Problem mit der Lehre eines gewissen Jesus Christus zu haben, die sie entweder nicht kennen oder aber verleugnen. Glaubt man der Bibel, war Jesus tats&auml;chlich radikaler als Marx und friedfertiger als Ghandi.<\/p><p>Hier eine kleine Auswahl an Bibelzitaten zum Thema Reichtum, Gier und Kriegsgewinne:<\/p><p>Matth&auml;us&nbsp; 19.23.<br>\nDa sagte Jesus zu seinen J&uuml;ngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.<br>\nMatth&auml;us 19.24 und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadel&ouml;hr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.<\/p><p>Ab Markus 10.17 wieder die Geschichte von dem reichen jungen Erben, der um Wege fragt, wie er das ewige Leben erlangen k&ouml;nne. Jesus fragt ihn, ob er die Gebote halten w&uuml;rde und fordert ihn auf, alles Ererbte den Armen zu geben. Darauf geht der junge Mann traurig davon.<br>\nMarkus 10.23 Und Jesus sah sich um und sprach zu seinen J&uuml;ngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!<\/p><p>Markus 10.24 Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist&rsquo;s dass die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in Reich Gottes kommen!<br>\nMarkus 10.25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadel&ouml;hr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.<\/p><p>Lukas 18.22 hier abermals die Geschichte von dem reichen jungen Erben der traurig davongeht, denn er mag seinen Reichtum nicht teilen)<br>\nGehe hin, verkaufe alles was du hast und gib&rsquo;s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!<br>\nLukas 18.23.Da er das h&ouml;rte ward er traurig, denn er war sehr reich.<br>\nDa aber Jesus sah, dass er traurig war geworden, sprach er: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen.<br>\nLukas 18.25. Es ist leichter, dass ein Kamel gehe durch ein Nadel&ouml;hr, denn dass ein Reicher in das Reich Gottes komme.<\/p><p>zum Thema Feindesliebe:<\/p><p>Lukas 6.27 Aber ich sage euch: Liebet eure Feinde, tut denen wohl, die euch hassen.<\/p><p>Lukas 6.21 und wie ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr.<\/p><p>Lukas 6.29 Und wer dich schl&auml;gt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar.<\/p><p>In der Hoffnung,&nbsp; Ihnen weitergeholfen zu haben verbleibe ich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen Beitrag.<\/p><p>Man sieht, die Denk- und Handlungsmuster und damit auch die Begriffe wiederholen sich in der Geschichte. Ich m&ouml;chte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass nicht nur der Begriff &ldquo;kriegst&uuml;chtig&rdquo;, sondern auch der Begriff &ldquo;gerechter Frieden&rdquo; seine Vergangenheit hat. W&auml;hrend die Bedeutung des Wortes &ldquo;kriegst&uuml;chtig&rdquo; relativ klar ist, hat der Begriff &ldquo;gerechter Frieden&rdquo; ein gro&szlig;es Potential f&uuml;r Heuchelei, wie aus dem Folgenden ersichtlich wird.<\/p><p>&raquo;Aus Anlass des Krieges hatte sich durch Initiative des nationalsozialistischen Ministers f&uuml;r die kirchlichen Angelegenheiten Hanns Kerrl ein &ldquo;Geistlicher Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche&rdquo; aus Vertretern der Deutschen Christen (Mecklenburgs radikaler DC-Landesbischof Walther Schultz), der Mitte (der Theologe und Oberkonsistorialrat Johannes Hymmen vom Evangelischen Oberkirchenrat in Berlin) und Konfessionslutheranern (Hannovers Landesbischof August Marahrens [1]) gebildet, der geistliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Hitlers Krieg anbot und fortan auch vielfach mit kr&auml;ftigen Worten leistete. Im &ldquo;Aufruf&rdquo; vom 2. September [1939] hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Seit dem gestrigen Tage steht unser deutsches Volk im Kampf f&uuml;r das Land seiner V&auml;ter, damit deutsches Blut zu deutschem Blute heimkehren darf. Die deutsche evangelische Kirche stand immer in treuer Verbundenheit zum Schicksal des deutschen Volkes. Zu den Waffen aus Stahl hat sie un&uuml;berwindliche Kr&auml;fte aus dem Worte Gottes gereicht: die Zuversicht des Glaubens, dass unser Volk und jeder einzelne in Gottes Hand steht, und die Kraft des Gebetes, die uns in guten und b&ouml;sen Tagen stark macht. So vereinigen wir uns auch in dieser Stunde mit unserem Volk in der F&uuml;rbitte f&uuml;r F&uuml;hrer und Reich, f&uuml;r die gesamte Wehrmacht und alle, die in der Heimat ihren Dienst f&uuml;r das Vaterland tun. Gott helfe uns, dass wir treu erfunden werden, und schenke uns einen Frieden der Gerechtigkeit!&rdquo;&laquo;<br>\n(Manfred Gailus, Im Bann des Nationalsozialismus &ndash; Das protestantische Berlin im Dritten Reich, Seite 224)<\/p><p>[1]&nbsp; August Marahrens war von 1928 bis 1950 Abt des Klosters Loccum. Ab 1933 war er Mitglied und ab 1935 Vorsitzender des Exekutivkomitees des Lutherischen Weltkonvents. Ab 1934 war Marahrens Vorsitzender der Kirchenf&uuml;hrerkonferenz der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) sowie zwischen 1934 und 1936 Vorsitzender der Bekennenden Kirche der DEK. Ab 1939 war er Mitglied des geistlichen Vertrauensrates der DEK.<\/p><p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Marahrens\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">de.wikipedia.org\/wiki\/August_Marahrens<\/a><\/p><p>Gem&auml;&szlig; lutherischer Zwei-Reiche-Lehre unterschied Marahrens streng zwischen kirchlichem und staatlichen Machtbereich: Als Geistlicher war er &uuml;berzeugter Anh&auml;nger, Gr&uuml;ndungsmitglied und Vorsitzender der 1. vorl&auml;ufigen Leitung der Bekennenden Kirche und duldete keine staatliche Einmischung in religi&ouml;se und kirchliche Belange. Als Staatsb&uuml;rger dagegen war er der Regierung und Hitler als Staatsoberhaupt treu und loyal ergeben und erlaubte kirchlicherseits keine offene Kritik an der staatlichen Politik.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.landeskirche-hannovers.de\/landeskirche\/landeskirche\/geschichte-der-landeskirche#kirchenkampf-und-krieg\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">landeskirche-hannovers.de\/landeskirche\/landeskirche\/geschichte-der-landeskirche#kirchenkampf-und-krieg<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Ralf B&ouml;hm<\/p><p>In Anbetracht der Nachrufe auf Papst Franziskus, die ihn meistens als einen &ldquo;Friedenspapst&rdquo; darstellen (&ldquo;Pilger des Friedens&rdquo; (Telepolis), &ldquo;Ein Papst wider die Hochr&uuml;stung zur Welt-Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo; (Overton-Magazin)) und in Anbetracht der Tatsache, dass genau dieser &ldquo;Friedenspapst&rdquo; der Vorgesetzte von Milit&auml;rbischof Franz-Josef Overbeck war, stellen sich mir doch einige Fragen.<br>\nIst der Papst in der katholischen Kirche nur f&uuml;r die Public Relations zust&auml;ndig, also f&uuml;r den christlichen Au&szlig;enanstrich, w&auml;hrend die katholischen Bisch&ouml;fe und erst recht die katholischen Politiker in den verschiedenen L&auml;ndern, insbesondere den NATO-L&auml;ndern, ganz andere Standpunkte vertreten?<br>\nWusste dieser Papst nicht, dass fast alle einflussreichen Katholiken dieser Welt sich ganz anders verhalten, als er es in seinen friedensbewegten Reden gefordert hat?<br>\nIch denke, er wusste es ganz genau und es gibt aus meiner Sicht eine kalkulierte Rollenverteilung zwischen Papst und Bisch&ouml;fen. Der Papst ist f&uuml;r die sch&ouml;nen Worte zust&auml;ndig, f&uuml;r Symbolpolitik, die der katholischen Kirche nichts kosten und f&uuml;r deren praktische Umsetzung der Papst von unseren Medien kaum zur Rechenschaft gezogen wird. Die Bisch&ouml;fe dagegen machen die praktische Politik vor Ort, wozu es geh&ouml;rt, sich mit den Regierungen der jeweiligen L&auml;nder gutzustellen, wozu es wiederum geh&ouml;rt, dem Milit&auml;rischen nicht allzu vehement zu widersprechen. Der ganze Papst-Rummel ist f&uuml;r mich der Gipfel der Heuchelei.<br>\nUnd sollte es wider meinen Ansichten tats&auml;chlich stimmen, dass Franziskus es ehrlich gemeint hat, aber sich gegen die b&ouml;sen Kardin&auml;le und Bisch&ouml;fe nicht durchsetzen konnte, obwohl er ja als unfehlbares Oberhaupt der katholischen Kirche alle M&ouml;glichkeiten dazu gehabt hat, dann stellt sich mir immer noch die Frage:<br>\nW&auml;re es f&uuml;r den Frieden in dieser Welt nicht besser gewesen, wenn Franziskus aus Protest aus der katholischen Kirche ausgetreten w&auml;re?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihren trefflich formulierten Brief!<\/p><p>Es ist leider fraglich, ob Ihr Brief das Herz von Hr. Bischof Overbeck erreicht oder auf Verst&auml;ndnis trifft.<\/p><p>Bischof Overbeck, der Impfen als &ldquo;Ausdruck konkreter N&auml;chstenliebe&rdquo;[1] sah und vor verantwortungslosen &ldquo;Corona-Leugnern&rdquo; auf &ldquo;gef&auml;hrlichem Irrweg&rdquo; warnte, die wom&ouml;glich als &ldquo;rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen die Corona-Krise nutzen, um unsere Demokratie zu besch&auml;digen&rdquo;[2], scheint generell &ndash; entgegen den Lehren, dem Menschen- und Glaubensverst&auml;ndnis von Jesus Christus &ndash; ein Hang zur Abgrenzung, Ausgrenzung und Kontaktschuldauferlegung zu haben.<\/p><p>Das &auml;u&szlig;ert er auch direkt politisch, wenn er dem BSW &ldquo;Z&uuml;ge des Neo-Stalinismus&rdquo;[3] vorwirft und von allen Christen ebenso scharfe Abgrenzung wie zur AfD fordert:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;So wie die Parteien der Mitte eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschlie&szlig;en, sollten sie sich auch auf ein Kooperationsverbot mit dem BSW verst&auml;ndigen, meinte Overbeck. Ob im Bundestag, in L&auml;nderparlamenten, Stadt- oder Kreisr&auml;ten &ndash; eine Zusammenarbeit mit extremistischen Parteien solle es auf keiner demokratischen Ebene geben.&rdquo;[3]\n<\/p><\/blockquote><p>Die Bibel ist voll von Beispielen, die den Ansichten und dem von Bischof Overbeck geforderten Umgang entgegen stehen.<\/p><p>Bischof Overbeck hat schon lange den Tarnanzug angelegt &ndash; und verbreitet unchristliche und politisch geistlose &Auml;u&szlig;erungen im Gewandt eines Geistlichen. Sein Talar ist bereits sein Tarnanzug um in Gestalt als Gottes (gesandter) Krieger auch die Gl&auml;ubigen f&uuml;r die &lsquo;gute Sache&rsquo; zu t&auml;uschen (oder verf&uuml;hren?), aber vermag dennoch nicht vor christlichen W&auml;rmebildkameras die menschliche K&auml;lte zu verbergen, die diesen Mann umgibt.<\/p><p>Wir erinnern uns: Was wurde alles geschimpft &uuml;ber die &ldquo;Unheilige Allianz zwischen Staat und [orthodoxer] Kirche in Russland&rdquo;[4]. Bei &lsquo;uns&rsquo; scheint diese Allianz zwischen Staat und Kirche jedoch heilig. Wie k&ouml;nnte es anders sein?&nbsp;<\/p><p>Und sowieso meinte Overbeck schon in der Vergangenheit (2012), dass man mit Gott und in christlichem Glauben besser t&ouml;tet:<\/p><p>&ldquo;Oberste Priorit&auml;t hat, dass Soldaten Gewalt nur im &auml;u&szlig;ersten Notfall und vor allem verantwortungsvoll einsetzen. Mit einem festen Glauben lassen sich solche Entscheidungen gewissenhafter treffen.&rdquo;[5]<\/p><p>Overbecks Kreuzzug gegen Menschen, die sich dem heiligen Sakrament der &lsquo;Impfung&rsquo; widersetzten, gegen Narrativungl&auml;ubige, Regierungsuntreue und Meinungsabweichler ist von ganz besonderer Scheinheiligkeit:<\/p><p>Am Gr&uuml;ndonnerstag widmete &lsquo;Widerstandsk&auml;mpfer&rsquo; Overbeck seine Predigt dem Theologen Dietrich Bonhoeffer und gedachte ihm mit den Worten:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Vor allem m&uuml;ssen wir Widerstand leisten gegen Kriegstreiber und alle, die Hass und Missgunst s&auml;en&ldquo;[6]\n<\/p><\/blockquote><p>Jedoch, an Karfreitag schon, machte Overbeck die rhetorische R&uuml;ckw&auml;rtswandlung vom Paulus zum Saulus und forderte die &ldquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo;.[7]<\/p><p>Vergessen anscheinend die Worte von Dietrich Bonhoeffer, der durch seine deutliche Kritik an Krieg und Gewalt von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede mu&szlig; gewagt werden, ist das eine gro&szlig;e Wagnis, und l&auml;&szlig;t sich nie und nimmer sichern. Friede ist das Gegenteil von Sicherung. Sicherheiten fordern hei&szlig;t Mi&szlig;trauen haben, und dieses Mi&szlig;trauen gebiert wiederum Krieg.&nbsp;<\/p>\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p>K&auml;mpfe werden nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit Gott.<\/p>\n<p>[&hellip;], weil diese Kirche Christi ihren S&ouml;hnen im Namen Christi die Waffen aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet und den Frieden Christi ausruft &uuml;ber die rasende Welt.<\/p>\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p>Die Stunde eilt &ndash; die Welt starrt in Waffen und furchtbar schaut das Mi&szlig;trauen aus allen Augen, die Kriegsfanfare kann morgen geblasen werden &ndash; worauf warten wir noch? Wollen wir selbst mitschuldig werden, wie nie zuvor?&rdquo;[8]\n<\/p><\/blockquote><p>Man versucht sich vorzustellen, beide h&auml;tten sich zu gleichen Zeiten kennengelernt. Ob der regierungstreue Milit&auml;rbischof Overbeck der gleichen Meinung gewesen w&auml;re wie der nichtkonformistische Pazifist Bonhoeffer?<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Andere zu verurteilen macht uns blind, wohingegen Liebe erhellend ist. Indem wir andere verurteilen, machen wir uns blind f&uuml;r unsere eigene Schlechtigkeit und f&uuml;r die Gnade, die anderen genauso zusteht wie uns.&rdquo;[9]\n<\/p><\/blockquote><p>Offensichtlich gibt es keine Zeitenwende: Die Menschen und die Gesellschaft, die Mechanismen und Muster waren und sind weltweit, allerorten und zu allen Zeiten gleich.<\/p><p>Bischof Overbeck wird durch Ihren Brief keine Einsicht erlangen. Aber hoffentlich werden viele Gl&auml;ubige in ihrer Gemeinde den Mut und die Worte finden um auch der kirchlichen Kriegsert&uuml;chtigung zu widersprechen.[10] &ndash; Und zwar F&Uuml;R eine Zeitenwende.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Lorenz Faust<\/p><p>Quellen:<\/p><p>[1] <a href=\"https:\/\/www.bistum-essen.de\/pressemenue\/artikel\/bischof-overbeck-impfen-ist-ausdruck-konkreter-naechstenliebe\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">bistum-essen.de\/pressemenue\/artikel\/bischof-overbeck-impfen-ist-ausdruck-konkreter-naechstenliebe<\/a><br>\n[2] <a href=\"https:\/\/www.katholisch.de\/artikel\/28268-bischof-overbeck-corona-leugner-auf-gefaehrlichem-irrweg\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">katholisch.de\/artikel\/28268-bischof-overbeck-corona-leugner-auf-gefaehrlichem-irrweg<\/a><br>\n[3] <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/artikel\/buendnis-sahra-wagenknecht-bsw-stalinismus-kritik-bischof-franz-josef-overbeck\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">kirche-und-leben.de\/artikel\/buendnis-sahra-wagenknecht-bsw-stalinismus-kritik-bischof-franz-josef-overbeck<\/a><br>\n[4] <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/welt\/osteuropa\/politik\/russland-orthodoxe-kirche-ukraine-krieg-102.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">mdr.de\/nachrichten\/welt\/osteuropa\/politik\/russland-orthodoxe-kirche-ukraine-krieg-102.html<\/a><br>\n[5] <a href=\"https:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/kritik-an-militaerbischof-overbeck\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/kritik-an-militaerbischof-overbeck<\/a><br>\n[6] <a href=\"https:\/\/www.bistum-essen.de\/pressemenue\/artikel\/bischof-overbeck-feiert-chrisammesse-mit-hunderten-messdienerinnen-und-messdienern\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">bistum-essen.de\/pressemenue\/artikel\/bischof-overbeck-feiert-chrisammesse-mit-hunderten-messdienerinnen-und-messdienern<\/a><br>\n[7] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132038\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">nachdenkseiten.de\/?p=132038<\/a><br>\n[8] <a href=\"https:\/\/www.dietrich-bonhoeffer-verein.de\/dietrich-bonhoeffer\/bonhoeffers-friedensverstaendnis\/#:~:text=Sicherheit%20verwechselt%20wird.-,Es%20gibt%20keinen%20Weg%20zum%20Frieden%20auf%20dem%20Weg%20der,dieses%20Mi%C3%9Ftrauen%20gebiert%20wiederum%20Krieg\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">dietrich-bonhoeffer-verein.de\/dietrich-bonhoeffer\/bonhoeffers-friedensverstaendnis\/<\/a><br>\n[9] <a href=\"https:\/\/www.goodreads.com\/author\/quotes\/29333.Dietrich_Bonhoeffer\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">goodreads.com\/author\/quotes\/29333.Dietrich_Bonhoeffer<\/a><br>\n[10] <a href=\"https:\/\/www.meine-kirchenzeitung.de\/c-blickpunkt\/friedensfaehig-statt-kriegstuechtig_a54960\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">meine-kirchenzeitung.de\/c-blickpunkt\/friedensfaehig-statt-kriegstuechtig_a54960<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132038\">hier<\/a> die Worte &bdquo;Wir m&uuml;ssen &acute;kriegstauglich&acute; werden und uns zugleich &acute;friedenst&uuml;chtig&acute; f&uuml;r einen gerechten Frieden einsetzen&ldquo; von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. Der &bdquo;Mann Gottes&ldquo; klinge mit diesen Worten wie ein Politiker. Daher hat er dem ehrw&uuml;rdigen Bischof einen Brief geschrieben und u.a. gefragt, woher er die Auffassung nehme, dass &bdquo;wir&ldquo; angeblich einer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132254\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-132254","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=132254"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132258,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132254\/revisions\/132258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=132254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=132254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=132254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}