{"id":13245,"date":"2012-05-15T14:03:53","date_gmt":"2012-05-15T12:03:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13245"},"modified":"2015-02-15T15:46:57","modified_gmt":"2015-02-15T14:46:57","slug":"europa-spielt-mit-dem-feuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13245","title":{"rendered":"Europa spielt mit dem Feuer"},"content":{"rendered":"<p>Die Fronten zwischen Griechenland und seinen &bdquo;Rettern&ldquo; verh&auml;rten sich von Tag zu Tag mehr. Der Ausschluss Griechenlands aus EU und Eurozone galt zum Jahresbeginn noch als wenig wahrscheinliches und vor allem auch bedrohliches Schreckensszenario. Glaubt man deutschen und &ouml;sterreichischen Regierungsvertretern ist aus diesem Szenario mittlerweile eine Option geworden, die ernsthaft in Betracht gezogen wird. F&uuml;r Alexis Tsipras, den neuen starken Mann in Athen, ist diese Option jedoch lediglich ein Bluff. Sollte Europa nicht schon bald das Ruder herumrei&szlig;en, k&ouml;nnte es zu einem Showdown an der &Auml;g&auml;is kommen, der nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Europa in einer &ouml;konomischen und politischen Katastrophe enden k&ouml;nnte. Von <strong>Jens Berger<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, aber ob Griechenland in der Eurozone bleibt, das liegt in den H&auml;nden der Griechenlands und das ist eine Entscheidung, die in Griechenland gef&auml;llt wird&ldquo;. Diese Worte, die Vito Corleone aus Mario Puzos Paten alle Ehre machen w&uuml;rden, stammen vom deutschen Au&szlig;enminister Guido Westerwelle. Griechenlands W&auml;hler haben sich nicht gegen das Verbleiben in der Eurozone <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/05\/11.mondeText.artikel,a0053.idx,15\">entschieden<\/a> und werden dies auch in den f&uuml;r Juni anberaumten Neuwahlen aller Voraussicht nach nicht tun. Das Votum des griechischen Volkes war vielmehr ein Votum gegen die Klientelparteien ND und Pasok und gegen das zerst&ouml;rerische Austerit&auml;tsprogramm (Memorandum), das dem Land von der Troika (EU, EZB und IWF) aufgezwungen wurde.<\/p><p>Die politischen Ziele der aufstrebenden Parteien links der sozialdemokratischen PASOK sind nicht der Austritt aus der Eurozone, sondern seine Stundung sowie ein Teilerlass der Schulden und eine Abkehr vom alles abw&uuml;rgenden Sparkurs. Doch selbst wenn Alexis Tsipras und sein linkssozialistisches B&uuml;ndnis Syriza bei einer Wiederholung der Wahlen eine absolute Mehrheit bekommen sollten, haben sie nicht die Mittel, ihre Forderungen auch durchzusetzen.<\/p><p>&Uuml;ber das Schicksal Griechenlands wird l&auml;ngst nicht mehr in Athen entschieden. Wie die griechische Trag&ouml;die enden wird, liegt in der Hand der Troika. Griechenland h&auml;ngt am finanziellen Tropf seiner Geldgeber und nicht das griechische Volk oder die Politik, sondern sie entscheiden &uuml;ber die Zukunft des Landes. <\/p><p>Ginge es nach Alexis Tsipras, w&uuml;rde Athen aus &ouml;konomischer Notwehr heraus, die von der Troika oktroyierte Sparpolitik beenden und seine Kreditverpflichtungen einstweilen nicht mehr bedienen. Tsipras ist davon &uuml;berzeugt, dass die Geldgeber sich aus Sorge vor dem kompletten Ausfall ihrer Forderungen und aus Angst, dass auch andere Euro-Sorgenkinder in den Abgrund gerissen werden k&ouml;nnten, sich mit einer neuen griechischen Regierung zu Nachverhandlungen bereiterkl&auml;ren w&uuml;rden.<\/p><p>Alexis Tsipras hat jedoch das Problem, dass die Entscheider unter den Gl&auml;ubigern nicht rational denken, sondern &ndash; wie die bisherige Politik  zur Bek&auml;mpfung der Euro-Krise beweist &ndash; Getriebene ihrer eigenen Ideologie sind. Wenn Griechenland der Troika die Bedingungen diktieren k&ouml;nnte, w&uuml;rde der &ndash; vor allem von Deutschland propagierten &ndash;&bdquo;Shock and Awe&ldquo;-Strategie (&bdquo;Schrecken und Ehrfurcht&ldquo;) der Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen. Warum sollten Portugal, Irland, Spanien und Italien sich dann noch von der Troika knallharte Bedingungen diktieren lassen, mit denen die &ouml;konomische Basis dieser L&auml;nder erodiert und die Bev&ouml;lkerung in Armut getrieben wird? Auch Portugal hat eine Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50% und leidet erb&auml;rmlich unter Merkels Austerit&auml;tsknute. Die Macht des Paten Vito Corleone gr&uuml;ndete darauf, dass jedermann wusste, wie er mit Menschen umging, die sich seinem Willen widersetzten und keine Kompromisse einging. Es ist keinesfalls auszuschlie&szlig;en, dass die EU nicht blufft und ihren Worten auch Taten folgen l&auml;sst und Griechenland aus der Eurozone zwingt.<\/p><p>Um sich die Folgen des Machtpokers in Athen und Br&uuml;ssel auszumalen, lohnt es sich, einen Blick auf die im Raume stehenden Optionen zu werfen, mit denen die europ&auml;ische Politik auf die Entwicklungen in Griechenland reagieren kann:<\/p><p><strong>Option 1: Fortsetzung der Memorandum-Politik<\/strong><\/p><p>Ginge es nach den Willen der deutschen Regierung und der EU-Kommission w&uuml;rde Griechenland den eingeschlagenen Weg fortf&uuml;hren, die Staatsausgaben noch weiter zur&uuml;ckfahren und die neoliberalen Strukturreformen fortf&uuml;hren. Dadurch w&uuml;rde sich die nun bereits f&uuml;nf Jahre andauernde Rezession sich noch weiter vertiefen und da mit der Wirtschaftskraft auch die Staatseinnahmen in den Keller gehen, ist auch keine Sanierung des Staatshaushalts in Sicht. Ob und auf welchem Niveau der Teufelskreis aus Einsparungen, Lohnsenkungen, Deregulierung des Arbeitsmarkts, Arbeitslosigkeit und der zwingend damit verbundenen weiteren Verschlechterung des Staatshaushalts zu stoppen ist, k&ouml;nnen noch nicht einmal die Bef&uuml;rworter der Sparpolitik sagen. Sie setzen ihre Hoffnung ausschlie&szlig;lich darauf, dass das in ferner Zukunft zum Erfolg f&uuml;hren k&ouml;nnte.<\/p><p>Griechenland steht immer noch vor einem gigantischen Schuldenberg, der immer noch weiter w&auml;chst. Sollte kein &ouml;konomisches Wunder geschehen, wird das Land seine Verpflichtungen auch mittel- bis langfristig nicht alleine stemmen k&ouml;nnen. Andere Optionen (Schuldenerlass\/Euro-Austritt) werden durch die Memorandum-Politik lediglich hinausgeschoben. Eine Fortsetzung der Memorandum-Politik stelle somit keine L&ouml;sung der Probleme dar, sie ist &ouml;konomisch unsinnig und &ndash; wie es immer so sch&ouml;n hei&szlig;t &ndash; politisch (d.h. gegen die Menschen) nicht umsetzbar. Die massenhafte Verarmung, die fortw&auml;hrenden Dem&uuml;tigungen und vor allem die schiere Hoffnungslosigkeit haben dazu beigetragen, dass sich das griechische Volk aus seiner Duldungsstarre befreit und zu mehr als zwei Dritteln eine Politik <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13227\">gew&auml;hlt hat<\/a>, die sich gegen eine Fortsetzung der &ouml;konomischen Strangulierung des Landes richtet. Eine weitere Suspendierung der Demokratie h&auml;tte somit nicht nur &ouml;konomische, sondern auch politisch unabsehbare Folgen, siehe z.B. das Aufkommen der Neonazis. <\/p><p><strong>Option 2: Stundung und\/oder Teilerlass der Schulden<\/strong><\/p><p>Griechenland ist nach der Umschuldung der Forderungen privater Gl&auml;ubiger und dem daraus resultierenden <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/afontevecchia\/2012\/03\/09\/on-greece-defaults-and-the-future-of-derivatives\/\">technischen Staatsbankrott im M&auml;rz dieses Jahres<\/a> mittlerweile fast ausschlie&szlig;lich bei der Troika verschuldet. Eine Sonderrolle nimmt hier der &bdquo;Rettungsschirm&ldquo; EFSF ein, bei dem Athen momentan mit 103 Milliarden Euro <a href=\"http:\/\/www.efsf.europa.eu\/about\/operations\/index.htm\">verschuldet ist<\/a> &ndash; hier garantieren die Eurostaaten die R&uuml;ckzahlung der Kredite an &ndash; meist &ndash; private Investoren. Technisch gesehen, vertritt die Troika somit inzwischen nahezu die gesamte Gl&auml;ubigerseite. Bei entsprechendem politischem Willen, k&ouml;nnte die Troika ohne weiteres ein Moratorium &uuml;ber die griechischen Schulden verh&auml;ngen. Dazu gibt es durchaus historische Parallelen. US-Pr&auml;sident Hoover verh&auml;ngte beispielsweise 1931 im Zuge der Weltwirtschaftskrise ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hoover-Moratorium\">Moratorium<\/a> f&uuml;r die europ&auml;ischen Schuldner der USA. W&uuml;rde man Griechenland ein paar Jahre Luft zum Atmen geben und warten, bis die griechische Konjunktur wieder Fu&szlig; fasst, k&ouml;nnte man immer noch &uuml;ber die R&uuml;ckzahlungsmodalit&auml;ten der Kredite verhandeln. Jeder Gl&auml;ubiger wei&szlig;, dass es manchmal durchaus von Vorteil sein kann, seinen Schuldner am Leben zu lassen.<\/p><p>Sollte die Troika zu keinen Konzessionen bereit sein, droht ohnehin ein Ausfall der vergebenen Kredite. Im Falle eines Euro-Austritts Griechenlands ist sogar ein Totalausfall der Kredite der anderen Eurol&auml;nder und der EZB wahrscheinlich. Durch einen Erlass oder eine weit gestreckte Stundung der Forderungen k&ouml;nnten die Kreditgeber wenigstens einen Teil ihrer Kredite zur&uuml;ckbekommen. Noch wichtiger ist jedoch, dass eine solche L&ouml;sung einen Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft und des griechischen Bankensystems verhindern w&uuml;rde und so die Ansteckungsgefahr f&uuml;r den Rest der Eurozone minimieren w&uuml;rde. Eine solche L&ouml;sung l&auml;ge jedenfalls in beidseitigem Interesse.<\/p><p><strong>Option 3: Staatsbankrott und Ausschluss aus EU und Eurozone<\/strong><\/p><p>Die Euro-Vertr&auml;ge sehen zwar weder einen freiwilligen noch einen erzwungenen Austritt eines Eurolandes aus der Gemeinschaftsw&auml;hrung vor. Doch Papier ist geduldig, zumal ein Stopp der Hilfszahlungen derart desastr&ouml;se Auswirkungen h&auml;tte, das Griechenland gar keine Wahl h&auml;tte, als die Gemeinschaftsw&auml;hrung zu verlassen. Da Griechenland ein Prim&auml;rdefizit hat, die Einnahmen des Staates also die Ausgaben nicht decken, k&ouml;nnte der Staat bereits wenige Wochen nach dem Stopp der EU-Zahlungen seine Rechnungen und damit auch die L&ouml;hne der Staatsbediensteten nicht mehr bezahlen. Aber dies w&auml;re sogar noch das harmloserer Problem im Vergleich zur &ouml;komischen Lawine, die das Land niederwalzen w&uuml;rde.  Der gesamte griechische Bankensektor h&auml;ngt am Tropf der EZB, ohne den Zugang zur europ&auml;ischen Zentralbank k&ouml;nnen sich die griechischen Banken nicht refinanzieren und w&auml;ren von einem Tag auf den anderen pleite, zumal der griechische Staat und &ouml;ffentliche Betriebe, f&uuml;r die der Staat haftet (<a href=\"http:\/\/www.zerohedge.com\/news\/greek-%E2%82%AC107-billion-contingent-liability-gorilla-exposed\">zusammen sind dies 107 Mrd. Euro<\/a>), nicht nur als potentieller Retter, sondern nun auch als Schuldner ausfallen w&uuml;rde. Ein Zusammenbruch des griechischen Bankensystems w&uuml;rde zum einen zu einer panikartigen Kapitalflucht f&uuml;hren und andererseits der griechische Wirtschaft den Todessto&szlig; verpassen. Wohl dem Betrieb, der &uuml;ber Auslandskonten verf&uuml;gt!<\/p><p>In einem solchen Szenario w&uuml;rde die EU Griechenland am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Der gesamte griechische Staat w&auml;re vom Geldverkehr abgeschnitten und gezwungen, aus dem Euro auszutreten und eine &ndash; wie auch immer geartete &ndash; eigene W&auml;hrung einzuf&uuml;hren. Selbstverst&auml;ndlich w&auml;ren damit die bestehenden Zahlungsverpflichtungen nicht weg. Eine &bdquo;neue Drachme&ldquo; w&uuml;rde gegen&uuml;ber dem Euro zwischen 30 und 50 Prozent abwerten. Die Altschulden aller Sektoren (Privathaushalte\/Unternehmen\/Staat) sind aber in Euro notiert und es ist wahrscheinlich, dass ein gro&szlig;er Teil dieser Altschulden nicht bedient werden kann. Griechenland w&auml;re fortan ein Paria auf den internationalen Finanzm&auml;rkten. Es k&auml;me zu einem harten Schuldenschnitt, bei dem wohl nur der IWF seine Gelder zur&uuml;ckbekommt. Kredite des IWF gelten vor allem bei Staaten, die von den Finanzm&auml;rkten abgeschnitten sind, als einzige M&ouml;glichkeit, &uuml;berhaupt noch an Devisen zu kommen. Die einzigen Staaten, die noch nicht einmal ihre Schulden beim IWF bedienen k&ouml;nnen, sind <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/apps\/news?pid=newsarchive&amp;sid=apw6IW7NfhGk\">Somalia, Sudan und Zimbabwe<\/a>. <\/p><p>Es ist sehr spekulativ, die konkreten Folgen eines Euroaustritts Griechenland zu benennen. Fest steht jedoch, dass Griechenland zum Armenhaus Europas w&uuml;rd. Es gab bislang noch keinen Staat, der einen Staatsbankrott hinlegen musste und gleichzeitig aus einer W&auml;hrungsunion ausgeschlossen wurde. <\/p><p>Die Schockwellen einer solchen &ouml;komischen und politischen Katastrophe lie&szlig;en sich mit Sicherheit nicht auf Griechenland begrenzen. Sollte Europa Griechenland fallen lassen, w&uuml;rde eine massive Kapitalflucht auch aus den angeschlagenen Eurol&auml;ndern (Portugal, Irland, Spanien, Italien) in das Zentrum der Eurozone stattfinden. Gleichzeitig w&uuml;rden die Banken keine Kredite mehr in die Peripherie vergeben, m&uuml;ssten sie doch nach dem Pr&auml;zedenzfall Griechenland gleichfalls mit einem Ausfall rechnen, wenn auch andere Staaten aus der Eurozone herausfallen w&uuml;rden. Ein Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone h&auml;tte eine epidemische Wirkung und w&uuml;rde die Eurokrise binnen k&uuml;rzester Zeit auf die n&auml;chste Eskalationsstufe heben. Dieses Szenario w&auml;re der worst case und wahrscheinlich der Beginn des Endes der Gemeinschaftsw&auml;hrung &uuml;berhaupt. <\/p><p><strong>Was will Europa?<\/strong><\/p><p>Nach rationalen Abw&auml;gungen gibt es nur eine Option, mit der Europa nicht nur Griechenland, sondern auch sich selbst aus der Krise befreien kann: Ein Schuldenmoratorium f&uuml;r Griechenland, kombiniert mit einem durchdachten Wachstums- und Investitionsprogramm f&uuml;r die Europeripherie und einer Anpassung der Lohnst&uuml;ckkosten im Zentrum der Eurozone zur St&auml;rkung der Binnennachfrage. Sollte Europa sich f&uuml;r diesen Weg entscheiden, werden auch kommende Generationen noch in einem gemeinsamen Europa leben k&ouml;nnen. Sollte sich Europa entgegen jeder rationalen Abw&auml;gung dazu entscheiden, an Griechenland ein Exempel zu statuieren, wie mit Staaten umgegangen wird, die sich der neoliberalen Doktrin verweigern, werden die Folgen f&uuml;r den gesamten Kontinent zerst&ouml;rerisch sein und den Traum vom gemeinsamen Europa nachhaltig besch&auml;digen. Sechs Jahrzehnte der europ&auml;ischen Ann&auml;hrung st&uuml;nden pl&ouml;tzlich zur Disposition. Der Kontinent w&auml;re durch politische Borniertheit pl&ouml;tzlich um 100 Jahre zur&uuml;ckgeworfen in die Zeit der konkurrierenden Nationalstaaten mit ihren hegemonialen Sph&auml;ren. Es steht viel auf dem Spiel, hoffen wir, dass sich die Verantwortlichen in Athen, Berlin und Br&uuml;ssel ihrer historischen Verantwortung bewusst sind.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/95299b1979384422be9c1eaa36ee07d3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fronten zwischen Griechenland und seinen &bdquo;Rettern&ldquo; verh&auml;rten sich von Tag zu Tag mehr. Der Ausschluss Griechenlands aus EU und Eurozone galt zum Jahresbeginn noch als wenig wahrscheinliches und vor allem auch bedrohliches Schreckensszenario. Glaubt man deutschen und &ouml;sterreichischen Regierungsvertretern ist aus diesem Szenario mittlerweile eine Option geworden, die ernsthaft in Betracht gezogen wird. 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