{"id":132626,"date":"2025-05-08T11:34:12","date_gmt":"2025-05-08T09:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132626"},"modified":"2026-01-27T11:52:26","modified_gmt":"2026-01-27T10:52:26","slug":"waffen-um-zu-bluten-nicht-um-zu-gewinnen-ex-cia-einsatzleiter-spricht-das-offensichtliche-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132626","title":{"rendered":"Waffen, um zu bluten, nicht um zu gewinnen \u2013 Ex-CIA-Einsatzleiter spricht das Offensichtliche aus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.thetimes.com\/us\/news-today\/article\/ex-cia-chief-we-gave-ukraine-enough-weapons-to-bleed-not-to-win-r3q0r2fcg\">&bdquo;Wir gaben der Ukraine genug Waffen, um zu bluten, nicht um zu gewinnen&ldquo;<\/a> &ndash; so lautet die &Uuml;berschrift eines aktuellen Artikels der britischen Zeitung <em>The Sunday Times<\/em>. In dem Beitrag kommt der ehemalige CIA-Einsatzleiter f&uuml;r Europa und Eurasien zu Wort. Seine Aussage ist weder spektakul&auml;r noch ein Geheimnis. Sie untermauert aber einmal mehr, was von Anfang an offensichtlich war: Die Ukraine wird an der Leine gef&uuml;hrt &ndash; zum schweren Nachteil des Landes. Ein Kommentar von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5998\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-132626-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=132626-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250508_Waffen_um_zu_bluten_nicht_um_zu_gewinnen_Ex_CIA_Einsatzleiter_spricht_das_Offensichtliche_aus_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Warum bekommt die Ukraine nicht gen&uuml;gend Waffen? Die konsequente Beantwortung dieser Frage f&uuml;hrt in die Tiefen einer westlichen Politik, die &uuml;ber Leichen geht.<\/p><p>&bdquo;Sie gaben den Ukrainern also diese Waffen, aber sie gaben ihnen nie genug, um zu gewinnen. Sie gaben ihnen nur genug, um zu bluten.&ldquo; Das sind die Worte von Ralph Goff, ver&ouml;ffentlicht in einem Artikel der <em>Sunday Times<\/em>. Goff war bis vor Kurzem noch CIA-Einsatzleiter f&uuml;r Europa und Eurasien unter der Biden-Regierung. Dann kam Donald Trump. Im M&auml;rz sollte der Geheimdienststratege die &bdquo;Leitung der geheimen Operationen der CIA&ldquo; &uuml;bernehmen, hei&szlig;t es in dem Artikel der <em>Sunday Times<\/em>. Doch dies lie&szlig; die neue Regierung, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, nicht zu.<\/p><p>Wie immer, wenn es um Aussagen aus dem Geheimdienstumfeld geht, ist Vorsicht geboten. Was stimmt? Was stimmt nicht? Was sind manipulierte Informationen, was ist politisch motiviert? Das ist bisweilen nicht leicht zu sagen. Die Aussage Goffs dr&auml;ngt sich jedenfalls unter einer n&uuml;chternen, analytisch-logischen Betrachtung geradezu auf. Die USA h&auml;tten der Ukraine von Anfang an maximale Waffenhilfe zukommen lassen k&ouml;nnen &ndash; genauso auch wie andere NATO-Staaten. Das war aber nicht der Fall. Sie f&uuml;hrten die Ukraine eng an der Leine &ndash; bis heute. Die USA und die NATO-Staaten dr&uuml;ckten das Land von hinten im Kampf gegen Russland nach vorne an die Front und die Soldaten direkt in die Fleischw&ouml;lfe rein. <\/p><p>Das Ergebnis dieses Vorgehens ist bekannt: &Uuml;ber drei Jahre Krieg, Hunderttausende von get&ouml;teten, verletzten, verst&uuml;mmelten und traumatisierten Soldaten. Der ach so &bdquo;hilfsbereite&ldquo; Westen gab der Ukraine immer genauso viele Waffen, dass das Land zwar Russland entgegentreten konnte. Von einem ernsthaften Verdr&auml;ngen der russischen Armee konnte aber nie die Rede sein &ndash; geschweige denn davon, dass die Ukraine den Krieg h&auml;tte f&uuml;r sich entscheiden k&ouml;nnen.<\/p><p>Von diesen Erkenntnissen gilt es weiterzudenken. Der Grund f&uuml;r das Vorgehen des Westens soll, wie es immer wieder kommuniziert wird, darin liegen, dass die NATO im Umgang mit Russland &bdquo;vorsichtig&ldquo; sein wolle, also bem&uuml;ht sei, den Krieg nicht zu eskalieren. Es gehe lediglich darum, die Ukraine in eine st&auml;rkere Verhandlungsposition zu bringen. Das klingt logisch und plausibel &ndash; es ist aber weder das eine noch das andere. Realistisch betrachtet: Die beste Position, in der die Ukraine je war, war <em>vor<\/em> dem Krieg. <\/p><p>Unabh&auml;ngig davon, wie es noch weitergeht: Die schweren menschlichen Verluste sind nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Selbst wenn sich zeitnah g&uuml;nstigere Verhandlungsbedingungen f&uuml;r die Ukraine ergeben sollten &ndash; was nicht zu erwarten ist &ndash;, werden sich Russlands Kernforderungen, wie etwa Verzicht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft, nicht &auml;ndern. Wie von Anfang an wird auch weiterhin gelten: Egal, wie viele Waffen noch auf die Schlachtfelder geworfen werden, ob weiterhin mit halber oder ganzer Kraft: Die Eskalationsdominanz wird weiterhin bei Russland liegen. <\/p><p>So betrachtet, kommt ein dreckiges politisches Spiel zum Vorschein. In der Frage, warum die USA nicht gleich von Anfang an mehr Waffen geliefert haben, sodass die Ukraine den Krieg f&uuml;r sich entscheiden kann, liegt mindestens eine Falschannahme, eher jedoch eine politische L&uuml;ge. Denn: Von Anfang an musste jedem klar gewesen sein, dass die Ukraine nie eine Chance hatte oder haben w&uuml;rde, Russland eine milit&auml;rische Niederlage zuzuf&uuml;gen. Von daher waren die als &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; bezeichneten Waffenlieferungen des Westens Schritte, die bis heute nicht zum Frieden gef&uuml;hrt haben. Das Resultat der veranschlagten Politik ist eine v&ouml;llig zerr&uuml;ttete Beziehung zwischen dem Westen und Russland. Vielleicht war genau dies das Ziel.<\/p><p><small>Titelbild: Niphon Subsri\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/01e93f5ddf774a99a5ce9c49ed00dd3e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.thetimes.com\/us\/news-today\/article\/ex-cia-chief-we-gave-ukraine-enough-weapons-to-bleed-not-to-win-r3q0r2fcg\">&bdquo;Wir gaben der Ukraine genug Waffen, um zu bluten, nicht um zu gewinnen&ldquo;<\/a> &ndash; so lautet die &Uuml;berschrift eines aktuellen Artikels der britischen Zeitung <em>The Sunday Times<\/em>. 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