{"id":13270,"date":"2012-05-18T09:03:33","date_gmt":"2012-05-18T07:03:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270"},"modified":"2012-05-18T09:04:17","modified_gmt":"2012-05-18T07:04:17","slug":"hinweise-des-tages-1636","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h02\">Warum Deutschland kein Vorbild f&uuml;r Europa ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h03\">EU-Studie zur Finanztransaktionssteuer: Und sie funktioniert doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h04\">Der &raquo;vorsorgende Sozialstaat&laquo; in der Praxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h05\">Lasst sie ruhig zocken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h06\">Blockupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h07\">Neskovic: Vorratsdaten helfen nicht bei Strafermittlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h08\">Beschluss des DGB-Bundesvorstandes: Mehr Demokratie statt &bdquo;unternehmerischer&ldquo;Hochschulr&auml;te!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h09\">Der Fall R&ouml;ttgens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h10\">Lafontaine: Der Mann, der Vorg&auml;rten zertrampelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h11\">&Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge darf kein Gesch&auml;ft werden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h12\">Schuldenfalle: Wenn Krankenkassen unerbittlich sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h13\">Vorsitzende nimmt Lobbyjob an &ndash; EU-Parlament r&uuml;gt Verflechtungen der EU-Lebensmittelbeh&ouml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h15\">DLF: Andruck &ndash; Bl&auml;tterrauschen &ndash; Blick in politische Zeitschriften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h15\">USA: Weltweite Kritik an Fatca<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h16\">Afghanistan: Hat der Westen aus der Geschichte gelernt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h17\">Buch: Deutschland ohne Ausl&auml;nder &ndash; Die Sarrazins bleiben unter sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h18\">Das Letzte: Stern macht mit Sarrazin auf: &bdquo;Europa braucht den Euro nicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270#h19\">Zu guter Letzt: Troika &hellip; leicht aufgeschreckt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13270\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Allgemeine Verunsicherung<\/strong><br>\nDie Griechen sind verunsichert und r&auml;umen ihre Bankkonten. Die EZB gibt ihnen auch kein Geld mehr. Griechenland steht der Euro-Austritt kurz bevor.<br>\nAus Angst vor einer Versch&auml;rfung der Krise r&auml;umen die Griechen ihre Bankkonten. Und nun gibt auch die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) kein Geld mehr: Einige griechische Institute h&auml;tten durch den Schuldenschnitt f&uuml;r Athen gro&szlig;e Verluste erlitten, nun seien sie unterkapitalisiert, so die EZB. Bis diese Banken ihr Kapital wieder aufgestockt h&auml;tten, sei es der EZB laut eigenen Statuten verboten, ihnen Geld zu leihen. Dies m&uuml;sse nun die griechische Zentralbank &uuml;bernehmen.<br>\nDie Begr&uuml;ndung der EZB klingt technisch. Sie stellt damit jedoch klar: Die Einhaltung ihrer eigenen Regeln ist ihr wichtiger als der unbedingte Erhalt der griechischen Euro-Mitgliedschaft. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuvor bereits erkl&auml;rt, er habe eine &bdquo;starke Pr&auml;ferenz&ldquo; daf&uuml;r, das Land im Euro zu halten. Das bedeutet aber auch: Es muss nicht sein.<br>\nDer Euro-Austritt Athens r&uuml;ckt n&auml;her. Man sei auf diesen Fall vorbereitet, hei&szlig;t es in den Hauptst&auml;dten der Euro-Zone. Andernorts herrschen Zweifel: Die Meldungen lie&szlig;en die B&ouml;rsenkurse in Tokio und New York fallen. In S&uuml;dkorea bereitet man Notfallma&szlig;nahmen vor. Malaysias Zentralbankchefin Zeti Akthtar Aziz warnte vor einer Kettenreaktion wie in der Asienkrise 1997. Ob ein Griechenland-Austritt die Weltfinanzm&auml;rkte in den Abgrund rei&szlig;en w&uuml;rde, das wei&szlig; im Moment niemand. Das ist die eigentlich erschreckende Erkenntnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-zu-griechenland-allgemeine-verunsicherung,1472602,16060494.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Hohe Schulden sind ein Problem der Gl&auml;ubiger<\/strong><br>\nDie Zuspitzung der Schuldenkrise entwickelt sich zu einer klassischen Auseinandersetzung zwischen Schuldnern und Gl&auml;ubigern. Angels&auml;chsische Marktbeobachter sprechen von einem &laquo;game of chicken&raquo; &ndash; wer lenkt bzw. knickt zuerst ein? Zwar wird Griechenland mit Konsequenzen gedroht, sollte es sich nicht an die Abmachungen halten. Aber Marktanalytiker sehen das Land in einer recht guten Verhandlungsposition. Wegen der Default-Option haben Drohungen &ouml;ffentlicher Gl&auml;ubiger, keine weiteren Kredite mehr zu gew&auml;hren, an Kraft verloren. Hinzu kommt, was zumindest in der &ouml;ffentlichen Diskussion wenig beachtet wird, dass die Gl&auml;ubiger kein wirksames Druckmittel in der Hand haben. Vielmehr schneiden sie sich mit einer Weigerung, weitere Kredite zu geben, ins eigene Fleisch. Griechenland ben&ouml;tigt die von der Troika versprochenen Kredite, so auch die f&uuml;r Mai vorgesehene Auszahlung, vor allem zur Bedienung bestehender Schulden. Beschliessen nun die &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubiger, aus welchen konkreten Gr&uuml;nden auch immer, Griechenland keine weiteren Kredite zu gew&auml;hren, so w&auml;ren sie davon als Erste betroffen, da sie wegen der Rettungsbem&uuml;hungen und Umschuldungen den Grossteil der griechischen Staatsschuld halten. Dies gilt auch, wenn Griechenland von sich aus ein Moratorium erkl&auml;ren w&uuml;rde. Die privaten Gl&auml;ubiger w&auml;ren weniger stark gesch&auml;digt, da ihre Forderungen bereits umstrukturiert worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/hohe-schulden-sind-ein-problem-der-glaeubiger_1.16882107.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Griechen raus &ndash; und dann?<\/strong><br>\nWerft Griechenland aus dem Euro &ndash; diese populistische Forderung macht sich allm&auml;hlich die Politik zu eigen. Doch wenn die Griechen gehen m&uuml;ssen, werden auch Frankreich und Italien nicht mehr zu halten sein. Binnen Stunden, Tagen oder weniger Wochen w&uuml;rde es zu einer Massenkapitalflucht aus Portugal, Spanien und Italien kommen.  In Griechenland hat der Bank-Run schon eingesetzt. Ich kenne reiche Italiener, die ihr Geld schon seit langem ins Trockene gebracht haben, in die Schweiz, und zwar ganz legal. Sie melden die Zinsen dem italienischen Finanzamt. Bislang handelt nur eine kleine Minderheit so &ndash; Leute, die eine gewisse N&auml;he zu den Finanzm&auml;rkten haben. Wenn aber die Panik erst einmal die Mittelschicht ergreift, dann kommt es zu einem Run auf die Banken in ganz S&uuml;deuropa.<br>\nAngela Merkel wollte den Punkt der echten Entscheidung bis nach der Bundestagswahl 2013 hinausschieben. Sie wollte immer vermeiden, vor der Wahl die Weggabelung zu erreichen, an der wir uns entscheiden m&uuml;ssen, ob wir die Fiskalunion wollen mit Euro-Bonds, oder ob wir bereit sind, die Euro-Zone auseinanderbrechen zu lassen. An diesem ungem&uuml;tlichen Punkt m&uuml;ssen wir uns entscheiden, ob wir &uuml;ber Griechenland hinaus noch weitere Austritte in Kauf nehmen, oder ob wir den Rest der Euro-Zone mit einer Fiskalunion zusammen halten wollen. Dann stellt sich nat&uuml;rlich noch die Frage, was der Rest ist: Die Euro-Zone minus Griechenland? Minus Griechenland, Portugal und Irland? Minus Spanien und Italien? Und was ist mit Frankreich? Ein germanischer Rumpf-Euro-Raum? Wir und &Ouml;sterreich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/muenchau-warnt-vor-ausschluss-von-griechenland-aus-euro-zone-a-833487.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro-Vater sieht schwarz f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nGriechenland k&ouml;nnte nach Einsch&auml;tzung des fr&uuml;heren EZB-Chefvolkswirts Otmar Issing keine andere Wahl bleiben, als die Eurozone zu verlassen. &ldquo;Wenn sie nicht mehr Geld bekommen, m&uuml;ssen sie entscheiden, was sie tun&rdquo;, sagte Issing in einem Exklusivinterview mit dem Wall Street Journal Deutschland. &ldquo;Sie m&uuml;ssen eine Entscheidung f&auml;llen, aber eventuell gibt es keine andere Alternative als auszutreten&rdquo;. Issing gilt als einer der Gr&uuml;nderv&auml;ter des Euro und geh&ouml;rte von 1998 bis 2006 der Europ&auml;ischen Zentralbank an. Er war seinerzeit ma&szlig;geblich an den Vorbereitungen zur Einf&uuml;hrung der europ&auml;ischen Gemeinschaftsw&auml;hrung beteiligt. &ndash; Nachdem Griechenland in den Euro-Klub aufgenommen wurde, kritisierte Issing immer wieder &ouml;ffentlich, dass sich das Land die Mitgliedschaft erschlichen habe. Das Verh&auml;ltnis der griechischen Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt entsprachen damals denen Italiens, doch &ldquo;niemand hatte auch nur eine Ahnung, wie stark die griechischen Zahlen zur Verschuldung vor Einf&uuml;hrung des Euro gesch&ouml;nt wurden&rdquo;, glaubt Issing.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424052702304371504577404352527467564.html\">Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist unstrittig, dass Griechenland, genauso wie &uuml;brigens seinerzeit Italien, recht kreativ mit den Maastrichtkriterien umgegangen ist. Allerdings ist es, es tut mir leid, erb&auml;rmlich, wie Otmar Issing diese Tricksereien zum Einfallstor f&uuml;r die heutige Krise machen m&ouml;chte. H&auml;tte man in Maastricht genauso verpflichtend einige realwirtschaftliche Kriterien einbezogen, w&uuml;rde heute kein Mensch in dieser Weise &uuml;ber die mangelnde Wettbewerbsf&auml;higkeit einiger Mitgliedsl&auml;nder der W&auml;hrungsunion klagen. Wenn man schon keinen automatischen Finanzausgleich wie bei in den Vereinigten Staaten oder auch in der BRD wollte, so h&auml;tten nur Volkswirtschaften auf &auml;hnlichen Entwicklungsniveau eine W&auml;hrungsunion bilden k&ouml;nnen. Wirklich peinlich wird es, wenn der &ldquo;Euro-Vater&rdquo; Issing nicht mitbekommen haben m&ouml;chte, dass Griechenland getrickst hat. Als die Griechen  der EU-Kommission im Jahre 2000 die H&ouml;he des Neuverschuldungskriteriums f&uuml;r die Jahre 1997, 1998 und 1999 meldeten, kamen sie f&uuml;r 1997 bezogen auf ihr BIP auf einen Wert von 4 Prozent, f&uuml;r 1998 auf 2,5 Prozent und f&uuml;r 1999 auf 1,8 Prozent. Damit lagen sie im Schnitt unter der geforderten Grenze von 3 Prozent. Nur, eurostat rechnete die gemeldeten Daten noch einmal nach und kam auf Werte deutlich &uuml;ber dieser Grenze. Eurostat meldete f&uuml;r das Jahr 1997 ein Defizit von 4,6 Prozent und f&uuml;r 1998 von 3,2 Prozent. Und die Diskussion um diese Zahlen wie auch die viel breitere Diskussion um die h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Praxis von Punktlandungen will Issing nicht mitbekommen haben? Da reden einige Herren, nicht nur Issing, um die Tatsache herum, dass das ganze Konzept falsch war.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum Deutschland kein Vorbild f&uuml;r Europa ist<\/strong><br>\nDeutschlands L&ouml;sung f&uuml;r die Eurokrise ist einfach: Die anderen L&auml;nder sollen einfach so werden wie es selbst. Oder zumindest so, wie Deutschland glaubt zu sein. Das ist nach Ansicht einiger Volkswirte zwar keine schlechte Idee. Nur gerade jetzt passt sie nicht. Was Deutschland europaweit verankern will, ist bekannt: Regierungen sollen ihre Haushaltsdefizite herunterfahren und genauso verantwortlich mit ihren Finanzen umgehen, wie es die Bundesrepublik tut. Schwache Staaten br&auml;uchten &auml;hnliche Strukturreformen, wie sie Deutschland vor zehn Jahren eingef&uuml;hrt hat &ndash; schlie&szlig;lich war es dem Land so gelungen, seine L&ouml;hne im Zaum zu halten und sich in den Exportweltmeister zu verwandeln, der es heute ist. Und nat&uuml;rlich soll sich die Geldpolitik in der Eurozone klar gegen die Inflation richten. Auch das macht Deutschland den anderen seit langem vor. &ndash; Erst in dieser Woche erkl&auml;rte Au&szlig;enminister Guido Westerwelle auf einer Konferenz in Br&uuml;ssel, Deutschland habe harte Reformen hinter sich, davon aber profitiert. Jetzt seien die Schw&auml;chlinge in der Eurozone an der Reihe, es dem Musterknaben gleich zu tun.<br>\nF&uuml;r einige Experten ist l&auml;ngst klar: Deutschlands Geschichte vom Reformerfolg ist ein Mythos. Nur geringf&uuml;gig h&auml;tten sich die deutschen Arbeitsmarktreformen in den vergangenen 15 Jahren auf die Lohninflation ausgewirkt, sagt Daniel Gros, Wissenschaftler am Centre for European Policy Studies in Br&uuml;ssel. Au&szlig;erdem merken Fachleute an, dass Deutschland seine Arbeitsmarktreformen zu einer Zeit unternahm, als das globale Umfeld extrem g&uuml;nstig war. Damals ging es mit der Weltwirtschaft bergauf, und China und andere Schwellenl&auml;nder deckten sich massig mit deutschen Maschinen und anderen Produktionsg&uuml;tern &bdquo;made in Germany&rdquo; ein&hellip;<br>\nViele Beobachter haben vor allem ein Problem damit, dass alle sich &auml;ndern sollen, nur Deutschland nicht. Schon rein rechnerisch w&uuml;rde das auch gar nicht funktionieren: Wenn alle Volkswirtschaften der Eurozone das deutsche Exportmodell nachahmen w&uuml;rden, m&uuml;ssten sich erst einmal andere Staaten auf der Welt finden, die entsprechend gro&szlig;e Handelsdefizite tolerieren. Damit die Rechnung aufginge, m&uuml;sste Deutschland im Gegenzug auch mehr investieren und konsumieren, argumentiert Gros. Kurz: &bdquo;Wenn die anderen so werden sollen wie Deutschland, dann muss Deutschland auch mehr so werden wie die anderen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424052702304070304577397702627506224.html\">Wallstreet Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn einiges zu hinterfragen ist, wie z.B. der von Gros f&uuml;r Deutschland behauptete Zusammenhang von niedrigem Lohn wegen schwacher Nachfrage nach Arbeit, dieser Artikel war vom Wallstreet Journal (Deutschland) nicht zu erwarten. Auch wenn im Wesentlichen die Auffassungen bestimmter Wissenschaftler zitiert werden, so ist doch die Botschaft des Artikels klar: Am deutschen Wesen wird Europa nicht genesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Studie zur Finanztransaktionssteuer: Und sie funktioniert doch<\/strong><br>\nSteuern auf Spekulationsgesch&auml;fte sind stark umstritten. Auch weil es hei&szlig;t, Geldh&auml;user w&uuml;rden ihre Gesch&auml;fte dann eben ins Ausland verlagern &ndash; und damit das heimische Wachstum bremsen. Doch eine neue Studie der EU-Kommission entkr&auml;ftet alle Argumente gegen die Finanztransaktionssteuer. Sie nennt einen Vorteil der Spekulationsabgabe, an den bisher niemand gedacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/eu-studie-zur-finanztransaktionssteuer-und-sie-funktioniert-doch-1.1353438\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der &raquo;vorsorgende Sozialstaat&laquo; in der Praxis &ndash; Beispiele aus der Arbeits- und Sozialpolitik der skandinavischen L&auml;nder<\/strong>\n<ul>\n<li>Die deutsche Diskussion &uuml;ber den vorsorgenden Sozialstaat wird oft mit vagen Verweisen auf die skandinavische Sozialpolitik gef&uuml;hrt. In diesem Beitrag wird systematisch gezeigt, wie die vorsorgende Sozialpolitik in Nordeuropa beschaffen ist, welche politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Grundlagen sie besitzt &ndash; und wie leistungsf&auml;hig sie ist.<\/li>\n<li>Die nordischen Sozialstaaten bieten ihren B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sowohl einen umfassenden monet&auml;ren Schutz gegen soziale Risiken als auch umfassende Investitionen in das Humankapital &ndash; mit vielf&auml;ltigen Mechanismen und Programmen lebenslangen Lernens. Ebenso bedeutsam ist das administrativ breit aufgestellte und finanziell gut ausgestattete Angebot sozialer Humandienstleistungen. Kern der nordischen vorsorgenden Sozialpolitik ist die umfassende Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt.<\/li>\n<li>Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die nordischen Wohlfahrtsstaaten nicht nur ein hohes Ma&szlig; an sozialer Gerechtigkeit erreichen, sondern auch eine hohe wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit aufweisen. Die vorsorgenden Sozialstaaten des Nordens sind in ein umfassendes steuer- und fiskalpolitisches Regime eingebettet, das die Prinzipien solider &ouml;ffentlicher Finanzen absichert.<\/li>\n<li>Eine vorsorgende Sozialpolitik in Deutschland ist mit vielen Hindernissen konfrontiert, aber nicht undenkbar. Wichtige Reformen w&auml;ren die fiskalpolitische Absicherung der dezentralen Aufgabentr&auml;ger, die St&auml;rkung des Bildungssystems sowie eine Qualit&auml;tsoffensive bei humanen Dienstleistungen verbunden mit dem Abbau atypischer Besch&auml;ftigungsformen und der Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09095.pdf\">Sven Jochem, Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 675 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lasst sie ruhig zocken!<\/strong><br>\nAber Finanzkolosse wie JPMorgan m&uuml;ssen zerschlagen werden. Sonst k&ouml;nnten Fehlspekulationen erneut die Welt gef&auml;hrden.<br>\nKann es denn angehen, dass nicht ganz vier Jahre nach der gro&szlig;en Krise der Finanzkoloss JPMorgan Chase zwei Milliarden Dollar einfach so verliert? Ausgerechnet mit Kreditderivaten, jenen Papieren, die schon in der Finanzkrise eine wesentliche Rolle spielten? Haben die Banken immer noch nichts gelernt?<br>\nJPMorgans geplatzte Wette ist auch nur der j&uuml;ngste in einer Reihe von Milliardenverlusten der letzten Jahre. Schon kurz nach der Pleite von Lehman Brothers, die die Finanzkrise ausl&ouml;ste, schockierte Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale die Welt mit einem Verlust von 4,9 Milliarden Euro, verursacht durch einen Trader namens J&eacute;r&ocirc;me Kerviel. Vergangenen September musste die Schweizer UBS einr&auml;umen, dass unzul&auml;ssige Transaktionen eines H&auml;ndlers den Konzern 2,3 Milliarden Dollar gekostet hatten.<br>\nAll diese Vorf&auml;lle zeigen, wie schwierig es ist, in der Welt des Mega-Money noch die Kontrolle zu behalten. Ausgerechnet JPMorgan galt als die gro&szlig;e Ausnahme, die einzige f&uuml;hrende Bank, die nahezu ohne Blessuren durch die Hypothekenmisere kam. CEO Jamie Dimon war so &uuml;berzeugt von sich und seinem Management, dass er in Washington und London gegen neue Regulierung agitierte. Obamas Finanzreform nannte er &raquo;v&ouml;llig &uuml;berdreht&laquo;. Dimon f&uuml;hlte sich auch deshalb so sicher, weil JPMorgan als besonders stark im Risikomanagement galt.<br>\nSeit dem Ende der Krise sind die Gro&szlig;banken nur noch gr&ouml;&szlig;er geworden.<br>\nBesser als jede zus&auml;tzliche Regulierung w&auml;re daher eine Zerschlagung der Kolosse. Dann k&ouml;nnte die Katastrophe auch beim n&auml;chsten Bankenfehler vermieden werden. Dass einer kommt, ist schon sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/21\/Spekulation-Bank-JPMorgan\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blockupy<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Blockupy oder Der Kampf um Europas Demokratie<\/strong><br>\nNachdem die Stadt Frankfurt einen gro&szlig;en Teil der f&uuml;r diese Woche geplanten Proteste gegen die K&uuml;rzungspolitik der EU-Troika verboten hatte, ist das Verwaltungsgericht Kassel heute noch einen Schritt weiter gegangen: Es hat quasi alle Veranstaltungen von Blockupy Frankfurt (bis auf eine Demonstration am Samstag) untersagt &ndash; einschlie&szlig;lich Kulturprogramm, Rave-Parade und einer vom Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie angemeldeten Demonstration f&uuml;r das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit am 17.5.<br>\nDie Verbotsorgie wirft ein seltsames Licht auf das Demokratieverst&auml;ndnis der Stadt Frankfurt und der jeweiligen Gerichte. Das Recht auf Versammlungsfreiheit wird mit Verweis auf zerbrochene Fensterscheiben bei einer vorangegangenen Demonstration kurzer Hand au&szlig;er Kraft gesetzt &ndash; eine vollkommen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Reaktion. Mit dem Verbot der Demonstration am 17.5. ist es dar&uuml;ber hinaus sogar untersagt, f&uuml;r die Verteidigung des Rechts auf Versammlungsfreiheit eine Versammlung abzuhalten &ndash; eine zirkul&auml;re Logik der Repression.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/224\">Kontext TV<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankfurt okkupiert<\/strong><br>\nEs wurde getrommelt, getanzt, gesungen. Die Stimmung auf dem Frankfurter Paulsplatz war am Donnerstag durchweg friedlich &ndash; ganz anders als in den von den &ouml;rtlichen Beh&ouml;rden verbreiteten Horrorszenarien. Diese hatten mit der Behauptung, 2000 Gewaltt&auml;ter wollten im Rahmen der &raquo;Blockupy&laquo;-Aktionstage die Bankenmetropole heimsuchen, s&auml;mtliche Veranstaltungen bis auf die Gro&szlig;demo am Samstag untersagt. Trotz Best&auml;tigung des Pauschalverbots durch die Gerichte versammelten sich am Donnerstag an diversen Orten der Stadt Menschen, um gegen Bankenmacht und Kapitalismus zu protestieren &ndash; und gegen die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Auch die Pr&auml;senz Tausender Polizisten in der gesamten Innenstadt konnte das nicht verhindern.<br>\n&raquo;Der Versuch, die Versammlungsfreiheit fl&auml;chendeckend zu unterdr&uuml;cken, ist grandios gescheitert&laquo;, erkl&auml;rte Christoph Kleine von der Interventionistischen Linken gegen&uuml;ber junge Welt. &raquo;Ich freue mich sehr, dass sich die Leute so friedlich und entschlossen f&uuml;r ihre Rechte einsetzen &ndash; da ist auch so ein Repressionsapparat am Ende v&ouml;llig hilflos&laquo;, so Kleine vor der Frankfurter Paulskirche. Rund 1000 Menschen hatten sich an dem symboltr&auml;chtigen Ort &ndash; in der Schule gerne als &raquo;Wiege der deutschen Demokratie&laquo; bezeichnet &ndash; versammelt. Unter ihnen der Liedermacher Konstantin Wecker, der auf jW-Nachfrage meinte: &raquo;Ich habe schon in Bagdad und Athen gesungen, aber in Frankfurt darf ich es nicht.&laquo; Ein solches &raquo;Radikalverbot&laquo; politischer Veranstaltungen habe er noch nie erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-18\/062.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Polizei beendet &bdquo;Blockupy&ldquo;-Demo in Frankfurt<\/strong><br>\nStundenlang tolerierte die Polizei die verbotene Versammlung von Banken-Kritikern auf dem Frankfurter Rathausplatz &ndash; am Ende r&auml;umte sie doch. Zwischen den Beamten und den &ldquo;Blockupy&rdquo;-Aktivisten kam es dabei zu Rangeleien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/blockupy-polizei-in-frankfurt-raeumt-roemerberg-a-833729.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mindestens 150 Personen wurden festgenommen, auf dem Pauslplatz wurden rund 400 Demonstranten eingekesselt. Laut Bild-Zeitung sollen 8.000 Polizisten einsatzbereit sein. Wohlgemerkt es handelt sich um Frankfurt und nicht um Moskau. Aber wie hoch w&uuml;rden die Wellen der demokratischen Emp&ouml;rung in unseren Medien schlagen, wenn diese Bilder aus Moskau und nicht aus Frankfurt stammten.<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch die <a href=\"http:\/\/www.blockupy-frankfurt.org\/\">Website von Blockupy Frankfurt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neskovic: Vorratsdaten helfen nicht bei Strafermittlungen<\/strong><br>\nLinken-Politiker fordert Abschaffung von V-Leuten<br>\nMit der Vorratsdatenspeicherung werde &ldquo;das Misstrauen gegen alle B&uuml;rger institutionalisiert&rdquo;, meint der Rechtspolitiker Wolfgang Neskovic von der Linken-Bundestagsfraktion. Bei den Ermittlungen gegen die Zwickauer Terrorzelle h&auml;tte das Verfahren ohnehin nichts gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/tacheles\/1755096\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Beschluss des DGB-Bundesvorstandes: Mehr Demokratie statt &bdquo;unternehmerischer&ldquo;Hochschulr&auml;te!<\/strong><br>\nSeit mehr als einem Jahrzehnt befinden sich unsere Hochschulen in einem historischen Umbruch. So gibt es insbesondere bei gro&szlig;en Teilen der Wirtschaft und den ihr nahestehenden Interessenverb&auml;nden das Bestreben, Hochschulen nach dem Vorbild von Wirtschaftsunternehmen umzubauen. In den unternehmerischen Hochschulen soll nach den Gesetzen des Wettbewerbs und der Konkurrenz auf dem Wissenschaftsmarkt gearbeitet werden. Die Qualit&auml;t einer Hochschule bemisst sich nicht nur an ihrer wissenschaftlichen Anerkennung und Leistung, sondern zum Beispiel am erfolgreichen Einwerben von Drittmitteln in der Forschung. Forschende und Lehrende werden so zu kleinen Ich-AGs, die leistungsabh&auml;ngig bezahlt werden. Viele dieser Vorstellungen sind in den vergangenen Jahren in die Hochschulgesetze der L&auml;nder eingeflossen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a9b97b12-9f37-11e1-506a-00188b4dc422\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/dgb-will-mehr-demokratie-in-unis-weg-mit-den-raeten\/6636672.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11535\">Versto&szlig;en die Hochschulr&auml;te im &bdquo;Hochschulfreiheitsgesetz&ldquo; NRW gegen die Wissenschaftsfreiheit?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Fall R&ouml;ttgens<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>CDU: Der Rauswurf eines Karrieristen<\/strong><br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Fehler seiner Karriere beging Norbert R&ouml;ttgen, als er 2006 vor der Wahl stand, sich f&uuml;r die Politik oder den Job als Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu entscheiden. Er w&auml;hlte genau das, was er am wenigsten kann: die Politik.<br>\nIn seiner kurzen Amtszeit als Landeschef der NRW-CDU und im sehr kurzen NRW-Wahlkampf wurde deutlich, wie begrenzt seine politischen F&auml;higkeiten sind. So, wie er aus der politischen Verantwortung ausschied, best&auml;tigt er diesen Eindruck nun noch einmal eindrucksvoll&hellip;<br>\nMerkel hatte zun&auml;chst den gegenteiligen Eindruck erweckt. Am Montag lobte sie noch seine Arbeit als Umweltminister. Es schien, als sei sein Kabinettsposten sicher. Nach Seehofers Angriff &auml;nderte sich die Lage jedoch. Es war klar, dass die CSU R&ouml;ttgen nicht mehr in Ruhe lassen w&uuml;rde. Klar war aber auch, dass er nicht freiwillig wich.<br>\nSo blieb Merkel nichts anderes &uuml;brig, als eine weitere Wende ihrer wendereichen Politik zu vollziehen. Sie warf den gerade gelobten R&ouml;ttgen aus dem Kabinett, ehe er dort zu einer noch gr&ouml;&szlig;eren Belastung werden konnte. Sie setzte dabei ihre Glaubw&uuml;rdigkeit aufs Spiel, denn nun war die Arbeit des Umweltministers pl&ouml;tzlich alles andere als lobenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/05\/16\/cdu-der-rauswurf-eines-karrieristen\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein politisches Schwergewicht<\/strong><br>\nDer neue Umweltminister Peter Altmaier ist die Allzweckwaffe der Kanzlerin. Niemand kann die schwarz-gelben Widerspr&uuml;che so brillant gl&auml;tten wie er.<br>\nDie Kanzlerin servierte am Mittwoch nicht nur R&ouml;ttgen eiskalt ab, sie &uuml;bertrug im selben Atemzug Altmaier dessen Amt. Als k&uuml;nftiger Umweltminister soll er schaffen, was sie seinem geschw&auml;chten Vorg&auml;nger nicht mehr zutraute: Die Energiewende managen, die Stromnetze ausbauen, endlich ein Atomm&uuml;ll-Lager finden, mit dem alle leben k&ouml;nnen. Ihm, der bisher treu in der zweiten Reihe diente, &uuml;bertr&auml;gt sie eines der wichtigsten gesellschaftlichen Projekte dieser Zeit.<br>\nDie Entscheidung f&uuml;r ihn ist typisch f&uuml;r die Merkel&rsquo;sche Logik. Altmaier ist einer ihrer wenigen Vertrauten, bestens vernetzt und von den Spitzenleuten der Opposition anerkannt. Wenn einer die Energiewende mit SPD und Gr&uuml;nen wuppen kann, dann er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Umweltminister-Peter-Altmaier\/!93563\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Entlassung von Umweltminister R&ouml;ttgen &ndash; Wie Merkels Machtmaschine funktioniert<\/strong><br>\nDie Entlassung von Umweltminister R&ouml;ttgen zeigt, wie effektiv und pr&auml;zise das Maschinenherz der deutschen Politik arbeitet: Um ihre Macht zu sichern, hat die Kanzlerin ein angeblich abgenutztes Teil ersetzt. Das klingt herzlos, gef&uuml;hllos und r&uuml;cksichtslos; das ist es auch. Aber es funktioniert.<br>\nWer seine Gesch&auml;fte maschinenm&auml;&szlig;ig betreibt, bekommt ein Maschinenherz&rdquo;: Der Satz ist alt, er stammt nicht vom Bundespr&auml;sidenten, sondern vom chinesischen Philosophen Zhuangzi. Die Entlassung des Bundesumweltministers Norbert R&ouml;ttgen bietet die Gelegenheit, das Maschinenherz der deutschen Politik zu besichtigen; es arbeitet effektiv und pr&auml;zise.<br>\nR&ouml;ttgen hatte eine Wahl verloren und wom&ouml;glich auch seine Autorit&auml;t als Minister; er wurde ausgewechselt. Angela Merkel hat das getan, um nicht in K&uuml;rze, bei der Bundestagswahl,  selbst ausgewechselt zu werden.<br>\nSolch mechanistisches Handeln hat wenig mit dem christlichen Menschenbild  zu tun, von dem Angela Merkel an Sonntagen gern spricht, aber viel mit einem sehr funktionalen Verst&auml;ndnis von Macht.<br>\nEine Regierung, diese schwarz-gelbe Regierung schon gar nicht, ist keine Maiandacht; sie ist ein Machterhaltungsmechanismus. Zu diesem Zweck hat Angela Merkel nun ein angeblich abgenutztes Teil ersetzt. Das klingt herzlos, gef&uuml;hllos  und r&uuml;cksichtslos, das ist es auch. Aber so funktioniert Politik.<br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/entlassung-von-umweltminister-roettgen-wie-merkels-machtmaschine-funktioniert-1.1359271\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei Anne Will sagte Wolfgang Bosbach, er habe kurz vor der Sendung noch mit seinem Freund und Kollegen Norbert R&ouml;ttgen telefoniert. Dieser sei &ldquo;betroffen und getroffen&rdquo; gewesen, &ldquo;&uuml;berrascht&rdquo;. Er h&auml;tte &ldquo;offensichtlich durch die Medien&rdquo; von seiner Entlassung erfahren.<br>\nHeribert Prantl gelingt es, trotz kritischen Untertons, dennoch Merkel zu loben. Die Kanzlerin kann tun und machen, was sie will. Sie findet f&uuml;r jede noch so brutale oder falsche Entscheidung die Unterst&uuml;tzung der Medien.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lafontaine: Der Mann, der Vorg&auml;rten zertrampelt<\/strong><br>\nOskar Lafontaine soll der gebeutelten Linken wieder Leben einhauchen. Ein hohes Risiko: In seinem politischen Leben hielt er schon oft Schl&uuml;sselpositionen &ndash; und warf sie weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/tid-25815\/personalgerangel-um-den-vorsitz-der-linken-lafontaine-der-mann-der-vorgaerten-zertrampelt_aid_753288.html?drucken=1\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Propaganda geht ja gleich wieder los: Lafontaine, der von allen wichtigen Posten desertiert. Eine schwere Krebserkrankung ist nat&uuml;rlich kein akzeptabler Grund, z. B. nicht wieder als Vorsitzender der LINKEn zu kandidieren (als h&auml;tte Lafontaine den Posten weggeworfen!). Es fehlt in dieser Aufz&auml;hlung noch der Hinweis darauf, da&szlig; Lafontaine 1985 (als neugew&auml;hlter Ministerpr&auml;sident des Saarlands) den Oberb&uuml;rgermeisterposten in Saarbr&uuml;cken &bdquo;wegwarf&ldquo; und als Bundesfinanzminister den Ministerpr&auml;sidentenjob. Der Mann ist einfach immer vor der Verantwortung weggelaufen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Nur Lindner von der FDP darf &bdquo;wegwerfen&ldquo; und wiederkommen und wird daf&uuml;r in h&ouml;chsten T&ouml;nen gelobt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge darf kein Gesch&auml;ft werden!<\/strong><br>\nIhr Wasserversorger &ndash; ein privatwirtschaftliches Unternehmen &ndash; hatte weniger gr&uuml;ndlich gefiltert als es die Top-Standards in Deutschland vorsehen. Trotzdem ist der Kubikmeter Wasser teurer als fr&uuml;her, noch unter der Regie Ihres kommunalen Stadtwerks.<br>\nDas k&ouml;nnte drohen, wenn sich die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag zu Dienstleistungskonzessionen durchsetzt und damit &ouml;ffentliche Aufgaben dem Wettbewerb aussetzen. Das Regelwerk ist in den Beratungen und soll noch in diesem Jahr vom Europ&auml;ischen Parlament beschlossen werden. Die Gefahr: Soziale, &ouml;kologische und qualitative Standards geraten unter Druck, wenn k&uuml;nftig auch private Anbieter um das risikoarme Gesch&auml;ft mit &ouml;ffentlichen G&uuml;tern und Dienstleistungen buhlen.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120518_Oeffentliche_Daseinsvorsorge_darf_kein_Geschaeft_werden.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schuldenfalle: Wenn Krankenkassen unerbittlich sind<\/strong><br>\nFranz M&uuml;ller m&ouml;chte nicht erkannt werden, er sch&auml;mt sich. Wir treffen ihn in einer Notfallambulanz in M&uuml;nchen. Geht es nach dem Gesetz, d&uuml;rfte es Menschen wie ihn nicht mehr geben. Er hat keine Krankenversicherung, w&auml;re aber gern versichert. 15.000 Euro trennen ihn von seinem Wunsch. Der Grund: die Versicherungspflicht. Wer nach dem 1. April 2007 in die Gesetzliche Kasse zur&uuml;ck will, muss Beitr&auml;ge nachzahlen r&uuml;ckwirkend bis zu diesem Stichtag. Franz M&uuml;ller ist Fr&uuml;hrentner, weil seine Diabetes zu sp&auml;t entdeckt wurde. Die Kassenbeitr&auml;ge sind von der kleinen Rente kaum zu stemmen, eine Nachzahlung utopisch. Entmutigt gibt er auf. Mittlerweile m&uuml;sste er f&uuml;nf Jahre nachzahlen. Eine Krankenversicherung wird so f&uuml;r Menschen wie ihn unerreichbar, M&uuml;ller hat ein mulmiges Gef&uuml;hl: Es kann ja doch immer mal was sein, ein Unfall oder was, da sind sie immer mit einem Bein auf der Kippe.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,xnc0hgligirbkxmr~cm.asp\">PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/432744_plusminus\/10554738_schuldenfalle-wenn-krankenkassen-unerbittlich?buchstabe=P\">PlusMinus (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorsitzende nimmt Lobbyjob an &ndash; EU-Parlament r&uuml;gt Verflechtungen der EU-Lebensmittelbeh&ouml;rde<\/strong><br>\nWie gestern bekannt wurde, wechselt die Vorsitzende des EFSA-Verwaltungsrats, Di&aacute;na B&aacute;n&aacute;ti, zur Lebensmittellobby. Dies konterkariert die Bem&uuml;hungen der European Food Safety Authority (EFSA) um bessere Standards zur Wahrung ihrer Unabh&auml;ngigkeit gegen&uuml;ber Lobbyeinfl&uuml;ssen. Der Wechsel kommt auch deshalb zur Unzeit, weil das EU-Parlament heute im Plenum &uuml;ber den Haushalt der EFSA abstimmte. Das Parlament dr&uuml;ckte in seinem f&uuml;r die EFSA sehr peinlichen Bericht unter anderem Sorgen &uuml;ber die mangelhaften Vorkehrungen gegen eben solche problematischen Seitenwechsel aus. Der Fall B&aacute;n&aacute;ti verdeutlicht sehr anschaulich, wie berechtigt diese Kritik ist. Das Parlament verweigerte die Entlastung des Haushalts der EFSA und verlangt ausdr&uuml;cklich Nachbesserungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/05\/eu-parlament-rugt-lobbyverflechtungen-bei-der-eu-lebensmittelbehorde-efsa-vorsitzende-nimmt-lobbyjob-an\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>DLF: Andruck &ndash; Bl&auml;tterrauschen &ndash; Blick in politische Zeitschriften<\/strong><br>\nAndere Blogs und Bl&auml;tter nehmen die deftigen Voten in Paris und Athen zum Anlass, nicht nur mit der Politik, sondern auch mit den Medien abzurechnen. Die linkssozialdemokratische Plattform &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; befindet sich seit jeher auf verschw&ouml;rungsideologischem Kriegsfu&szlig; gegen die Berichterstattung im Lande. Blogger Jens Berger versucht dieses Mal sogar der angeblich allzu willf&auml;hrigen Presse das demokratische Mandat zu entziehen:<br>\n&ldquo;Eigentlich kaum anders zu erwarten, hat das Gros der deutschen Medien mit hysterischer Schnappatmung auf den Linksrutsch in Frankreich und Griechenland reagiert (&hellip;) Die B&uuml;rger vertrauen (&hellip;) l&auml;ngst nicht mehr darauf, dass die Politik ihre Interessen vertritt. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob Medien, die ganz offen die Interessen der Eliten und der Finanzlobby &uuml;ber die Interessen des Volkes stellen, &uuml;berhaupt noch der freiheitlich demokratischen Grundordnung entsprechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1757276\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist ganz typisch f&uuml;r die Abwehrreaktion gegen die Meinungsmache und gegen offensichtliche Kampagnen, wenn der gesch&auml;tzte Norbert Seitz zur Keule einer angeblichen &bdquo;Verschw&ouml;rungsideologie&ldquo; greift, wenn wir von den NachDenkSeiten den Medien den Spiegel vorh&auml;lt. Mit dieser Polemik k&ouml;nnen wir ziemlich gut leben, denn leider ist die Wirklichkeit schlimmer als es sich jeder Verschw&ouml;rungstheoretiker ausmalen k&ouml;nnte.<br>\nDer Beitrag von Norbert Seitz im DLF ist ein Beispiel daf&uuml;r. Dazu passt ganz gut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13260\">Chomskys Kritik der Intellektuellen<\/a> vom Mittwoch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA: Weltweite Kritik an Fatca<\/strong><br>\nEs d&uuml;rfte selten sein, dass sich vor der amerikanischen Steuerbeh&ouml;rde IRS eine Schlange bildet, die Einlass begehrt. Anlass daf&uuml;r war am Dienstag eine Anh&ouml;rung zur umstrittenen &laquo;Foreign Account Tax Compliance Act&raquo;, Fatca. Das Akronym steht f&uuml;r ein Gesetz, das von Finanzdienstleistern im Ausland, also etwa von Banken, Fonds, Brokern oder gewissen Versicherern, verlangt, dass sie dem IRS detailliert Auskunft &uuml;ber ihre US-Kunden geben. Tun sie dies nicht, werden ihre Erl&ouml;se aus US-Wertschriften mit einer Strafsteuer von 30% belegt. Diese pr&auml;zedenzlose extraterritoriale Anwendung von Steuerrecht bewegt die Branche seit zwei Jahren. Aus der ganzen Welt kamen Interessenvertreter nach Washington, um ihre Bedenken anzumelden. Zu verhindern ist das Gesetz allerdings nicht mehr. Stattdessen versucht die Branche vor allem, Vereinfachungen bei der Umsetzung zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/weltweite-kritik-an-fatca_1.16932387.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Besondere an diesem von der Finanzbranche als &ldquo;Monster&rdquo; bezeichneten Gesetz ist eigentlich die Botschaft an die Europ&auml;er: Warum schaffen es die USA eigentlich, die Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse ihrer B&uuml;rger weltweit zu kontrollieren und das ebenso wirtschaftsstarke Europa nicht? Warum sind die USA in der Lage und bereit, bei Nicht-Erf&uuml;llung der FATCA-Richtlinien Foreign Financial Institutions (FFI), also nichtamerikanische Finanzdienstleister, mit einem Einbehalt in H&ouml;he von 30% auf alle Zahlungen an diesen Finanzdienstleister, die auf einen US-Verm&ouml;genswert zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, zu bestrafen? Da komme irgendwer in Europa noch einmal mit dem Argument, Regulierungen h&auml;tten nur einen Sinn, wenn sie global ausfielen. &ndash; Wunderbar die Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter, darunter Deutsche Bank, HSBC, Bank of Singapore und die DBS Gesch&auml;fte mit verm&ouml;genden US-Kunden zur&uuml;ckweisen w&uuml;rden: &ldquo;Amerikanische Million&auml;re wollen wir nicht.&rdquo; Das alles sei zu komplex, generiere kostentr&auml;chtigen Verwaltungsaufwand und w&uuml;rde zu Problemen mit den amerikanischen Aufsichtsbeh&ouml;rden f&uuml;hren. Der amerikanische Steuerstaat d&uuml;rfte sich freuen. Warum fangen wir nicht damit an, dieselben Rechte f&uuml;r europ&auml;ische Beh&ouml;rden im Steuerparadies Delaware einzufordern. Ist nat&uuml;rlich illusion&auml;r, wir schaffen das ja nicht einmal in der EU.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Afghanistan: Hat der Westen aus der Geschichte gelernt?<\/strong><br>\nVerstehen die Afghanen, dass Europ&auml;er und Amerikaner sie nicht unterjochen, sondern ihnen beim Aufbau helfen wollen? Was wird nach 2014 bleiben? Zum Abschluss seiner Afghanistan-Reportage zieht Ulrich Schmid eine Bilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/hat-der-westen-aus-der-geschichte-gelernt_1.16810898.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der NZZ-Korrespondent Ulrich Schmid hat die Truppen der Bundeswehr in Mazar-e-Sharif und auf verschiedenen Au&szlig;enposten besucht. Nicht nur f&uuml;r diejenigen f&uuml;r die feststeht, dass dieser Krieg sinn- und zwecklos ist, sondern auch f&uuml;r Kriegsbef&uuml;rworter vermittelt Schmid  jenseits weit verbreiteter Klischees wichtige Eindr&uuml;cke. &ndash; Leider beantwortet obiger Artikel die selbst gestellte Frage kaum. Es geht doch nicht darum, dass &bdquo;der Westen die Afghanen trotz all seiner Fehler und Vers&auml;umnisse mehr f&uuml;r sich eingenommen hat als einst die Sowjets.&ldquo; Die Lehre, die der Westen gezogen hat, besteht doch nicht darin, dass er im Gegensatz zur Sowjetunion (?) nicht nach Belieben D&ouml;rfer und St&auml;dte bombardieren d&uuml;rfe. Der Westen hat gelernt, dass er in Afghanistan gescheitert ist, und deshalb zieht er sich definitiv zur&uuml;ck. Ulrich Schmid verweist selbst darauf, dass &bdquo;Afghanistan &hellip; auf absehbare Zeit noch nicht zentralstaatlich regierbar zu sein&ldquo; scheint. Das Tragische ist doch, dass jedem nachdenklichen Menschen klar war, dass der Afghanistaneinsatz von vornherein eine &bdquo;mission impossible&ldquo; war. Jeder Ethnologe, der sich mit der Region befasst, jeder Milit&auml;r, der sich mit Guerillakriegen auskennt, h&auml;tte dies best&auml;tigen k&ouml;nnen. &ndash; Die Gedankenspiele von Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re, Schutztruppen f&uuml;r zur&uuml;ckbleibende Ausbilder zu belassen sind gef&auml;hrlich (f&uuml;r die verbleibenden Soldaten) und naiv &ndash; oder Propaganda in Sachen Gesichtswahrung. Naiv, weil die die Auseinandersetzungen nach dem Abzug der Hauptkontingente verbleibende Truppenbestandteile hinwegfegen werden. Schmid spricht ziemlich euphemistisch davon, dass &bdquo;nach dem Abzug der Isaf-Truppen &hellip; die K&auml;mpfe mit Sicherheit wieder aufflammen&ldquo; werden. Seine Reportage gibt sich anders: Die westliche Milit&auml;rf&uuml;hrung gibt sich durchschaubar wolkig optimistisch. Ein von ihm interviewter deutscher Offizier spricht von B&uuml;rgerkrieg Und afghanische Offiziere sehen nicht in den Taliban die Gefahr, sondern  gehen davon aus, dass die afghanischen Ethnien wieder &uuml;bereinander herfallen werden. &ndash; Ulrich Schmid interpretiert in seinem letzten Artikel nicht konsequent genug seine wirklich gute Reportage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Buch: Deutschland ohne Ausl&auml;nder &ndash; Die Sarrazins bleiben unter sich<\/strong><br>\nAktuell empfinden rund 30 Millionen erwachsene Deutsche ausl&auml;ndische Menschen als St&ouml;rung im eigenen Land. Doch was w&uuml;rde geschehen, wenn sie tats&auml;chlich weg w&auml;ren?<br>\nIn unserem Szenario verlassen die Ausl&auml;nder Deutschland. Weil eine neue rechtspopulistische B&uuml;rgerbewegung gen&uuml;gend Einfluss erlangt hat, um ihren Willen durchzusetzen. Mit charismatischen Politikern, die versprechen, die &Auml;ngste der Menschen ernst zu nehmen und sich auf das Vorankommen der Deutschen zu konzentrieren. Also legt die Regierung einen Stichtag zur Ausreise der Ausl&auml;nder fest, all jener Menschen ohne deutschen Pass. Vom pl&ouml;tzlichen Verschwinden der Ausl&auml;nder sind vor allem die Ballungszentren der Republik betroffen. In Ostdeutschland ist der Verlust mit jedem 50. Einwohner &uuml;berschaubar. Im Westen sieht es ganz anders aus. Von den Fl&auml;chenstaaten trifft es vor allem Baden-W&uuml;rttemberg (11,9 Prozent) und Hessen (11,2 Prozent). Frankfurt b&uuml;&szlig;t mehr als ein Viertel seiner Bewohner ein &ndash; 25,1 Prozent. Einen solchen Exodus hat es seit Kriegstagen nicht mehr gegeben. Da die ausl&auml;ndischen Paare ihre Kinder trotz eines deutschen Passes mitnehmen, verliert Deutschland auch einen Gro&szlig;teil seines Nachwuchses und insgesamt sogar neun Millionen seiner Bewohner.<br>\nAm Abend des Tages, an dem die Ausl&auml;nder das Land verlassen, bricht in deutschen Pflegeheimen der Notstand aus. Nach Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums haben etwa 11 Prozent der Pflegekr&auml;fte aus Pflegediensten einen Migrationshintergrund und etwa 15 Prozent in Pflegeheimen. Als erstes brechen die Dienstpl&auml;ne der Pflegestationen zusammen. Sie sind ohne das ausl&auml;ndische Personal nicht mehr in der Lage, die alten Menschen zu Hause zu betreuen. Zigtausende m&uuml;ssen in Heime und Krankenh&auml;user verlegt werden &ndash; doch auch hier fehlen &uuml;berall Arbeitskr&auml;fte. Die Sterberaten in den Heimen steigen sprunghaft an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/buch-deutschland-ohne-auslaender-die-sarrazins-bleiben-unter-sich,1472596,15203786.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Stern macht mit Sarrazin auf: &bdquo;Europa braucht den Euro nicht&ldquo;<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/d1.stern.de\/bilder\/stern_5\/magazin\/2012\/KW21\/Heft_21_2012_300_maxpane_210_280.jpg\" alt=\"stern: Sarrazin - Europa braucht den Euro nicht\" title=\"stern: Sarrazin - Europa braucht den Euro nicht\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/magazin\/\">stern.de<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Stern: Sarrazin-Titelstory zum neuen Buch ohne Buch<\/strong><br>\nDa hat der Stern sich aber einen Klopper erlaubt! &bdquo;Europa braucht den Euro nicht!&ldquo;, l&auml;sst das Stern-Cover Thilo Sarrazin im zackigen Comic-Blasenstil sagen und titelt weiter &bdquo;Neues Buch, alte Masche: Wie Brandstifter Sarrazin mit schrillen Thesen Millionen macht&ldquo;. Der Stern bespricht also Sarrazins neues Buch? K&ouml;nnte man schon denken, aber weit gefehlt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienmilch.de\/frischmilch\/exklusiv\/kommentar\/artikel\/details\/102962stern-sarrazin-titelstory-zum-neuen-buch-ohne-buch\/\">Medienmilch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Troika &hellip; leicht aufgeschreckt<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/spd-troika.gif\" alt=\"Thomas Plassmann: Troika ... leicht aufgeschreckt\" title=\"Thomas Plassmann: Troika ... leicht aufgeschreckt\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.thomasplassmann.de\/\">Thomas Plassmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13270","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13270"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13270\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13273,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13270\/revisions\/13273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}