{"id":132850,"date":"2025-05-13T11:00:08","date_gmt":"2025-05-13T09:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132850"},"modified":"2025-05-13T14:54:45","modified_gmt":"2025-05-13T12:54:45","slug":"leserbriefe-zu-d-englisch-auf-allen-kanaelen-zum-maeuse-melken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132850","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eD-englisch auf allen Kan\u00e4len \u2013 zum M\u00e4use melken\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In diesem kurzen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132760\">Beitrag<\/a> hat <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong> darauf hingewiesen, dass zahlreiche Organisationen z.B. in Prospekten englische Begriffe verwenden. Es seien &bdquo;offensichtlich Dummk&ouml;pfe oder Wichtigtuer unterwegs&ldquo;, denn damit gehe &bdquo;unsere Sprache kaputt&ldquo;. Abschlie&szlig;end folgt ein Appell: &bdquo;Wir sollten uns wenigstens ein bisschen dagegen wehren. Machen Sie in Ihrer Umgebung, in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis anhand von konkreten Beispielen darauf aufmerksam&ldquo;. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Zuschriften erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Stimme voll zu! Das wird alles langsam zur &ldquo;challenge&rdquo; fuer uns. Dies ist mein Lieblingswort, dessen unnoetig haeufige Benutzung mir immer wieder auffaellt&hellip; <\/p><p>Karin Tancke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Glauben sie bitte nicht, dass dies auf Deutschland begrenzt ist.<\/p><p>Schlimmer als in Belgien kann es nicht werden.<\/p><p>Manchmal verstehe ich nicht mehr, was gemeint ist. Der &ouml;ffentliche Raum in Belgien ist voll davon.<br>\nWas ein concept store ist, verstehe ich bis heute nicht.<br>\nIn Antwerpen gibt es in der Hauptgesch&auml;ftsstrasse \/ Fussg&auml;ngerzone ein Bekleidungsgesch&auml;ft, wo es nur noch Englisch gibt. Die Umkleidekabine wird angezeigt als fitting room. Die Kasse als check out.<\/p><p>Sie rennen mit ihrem Artikel bei mir offene T&uuml;ren ein.<\/p><p>Shit ist schon l&auml;ngst verdr&auml;ngt durch oh my god.<\/p><p>Ganz schlimm ist es bei den Berufsbezeichnungen.<\/p><p>Sprachlich sind wir bereits ein Teil der USA.<\/p><p>Ich ende nicht witzig gemeint mit: resistance is futile.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Habe den Eindruck, dass es sich hier um hirnloses Geplapper handelt &ndash; man h&auml;lt sich f&uuml;r gebildet.<\/p><p>Bernd Lich&eacute;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>als ich noch im Schuldienst war, habe ich die Kollegen mit meinem Kampf gegen D-Englisch genervt, wenn ich z.B. gefragt habe, warum ein feedback besser sei als eine R&uuml;ckmeldung. Und die Kirche veranstaltete pray-days, die Sozialarbeiterin verteilte flyer statt altmodische Faltbl&auml;tter und manche Kollegen haben lieber relaxt als eine aufmerksame Pausenaufsicht gemacht. Es gab viele Anl&auml;sse um sich gegen die Sprachverhunzung zu wehren &mdash; und sich den entsprechenden Stempel zu verdienen.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nBernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen kurzen &ldquo;Einwurf&rdquo;. <\/p><p>Ich bin da weitgehend bei Ihnen.<br>\n&ldquo;Weitgehend&rdquo;, da ich der Ansicht bin, wir sollten englische \/ amerikanische W&ouml;rter komplett aus unserem deutschen Sprachschatz entfernen und nicht nur auf die Vermischung mit dem Englischen hinweisen. <\/p><p>Wir ben&ouml;tigen Englisch nicht, und zeigen damit nur, wie wir uns den USA anbiedern, gar unterwerfen.<br>\nDie deutsche Sprache ist reich genug. <\/p><p>Gruss<br>\nD. Heil<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Her M&uuml;ller,<\/p><p>einmal wieder vielen Dank f&uuml;r diesen kurzen Einwurf. <\/p><p>Ja, da sind Dummk&ouml;pfe und Wichtigtuer unterwegs. Und schon ziemlich sehr dumm m&uuml;ssen die sein, wenn sie es n&ouml;tig haben, sich mit so einem Flachsinn wichtig zu machen. <\/p><p>&ldquo;Damit geht unsere Sprache kaputt.&rdquo; <\/p><p>Nein, meine Sprache nicht. Im Familien und Bekanntenkreis kann man seine Sprache anbieten, aber diese Dummk&ouml;pfe umerziehen, das geht wohl nicht, das hat (!) keinen Sinn (nicht &ldquo;macht&rdquo;). Auch da ist die Gesellschaft gespalten. Nur zum M&auml;usemelken? Ich bewundere Ihre Geduld. Ich finde es eher zum Schreien. Und es ist auch keine Kleinigkeit, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheinen mag. Es ist eine ganz b&ouml;se und grundlegende Angelegenheit, um die Menschen schleichend zu dummen und f&uuml;gsamen Untertanen zu machen. Orwell l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. <\/p><p>Von mir aus k&ouml;nnen die sich ein Klavier vor den Bauch binden, einen Knopf an die Backe n&auml;hen und La Paloma pfeifen. Es wird die Zeit kommen, da werden sie sich sch&auml;men daf&uuml;r. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und geruhsames Wochenende,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Servus beinand,<\/p><p>Danke f&uuml;r Eure gute Arbeit. Die Nachdenkseiten sind meine Tageslekt&uuml;re.<\/p><p>Bei den Anmerkungen zu D-Englisch fiel mir Folgendes ein:<\/p><p>Wer viele Anglizismen benutzt, ist nur zu bl&ouml;d, gleich ganz englisch zu sprechen.<\/p><p>&ldquo;Gendern&rdquo; passt direkt in diesen Kontext. W&uuml;rden manche gleich ganz englisch sprechen, h&auml;tten sie kein Genderproblem, denn im Englischen gibt&acute;s gar keine m&auml;nnlichen und weiblichen Formen. Trotzdem gibt es in englischsprachigen L&auml;ndern ein Patriarchatsproblem. Bl&ouml;d gelaufen.<\/p><p>Ein starkes Indiz, dass &ldquo;gendern&rdquo; gar nicht bringt, was so manche sich w&uuml;nschen.<\/p><p>Ich finde das nur noch zum Lachen. Man muss kein Sprachfetischist sein, um zu erkennen, da&szlig; es affig ist, mit Anglizismen und &ldquo;gendern&rdquo; die eigene Sprache zu verunstalten.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e und beste W&uuml;nsche<br>\nSigi Heider<\/p><p>PS: Mir ist noch nicht eingefallen, wie man &ldquo;gendern&rdquo; schl&uuml;ssig ersetzt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gro&szlig;artig, Herr M&uuml;ller, dass Sie dieses Thema wieder mal aufgreifen.<\/p><p>&Uuml;berwiegend reagiere ich auf immer neue &ndash; teilweise absolut absurde d-englische Formulierungen &ndash; mit Widerwillen und Emp&ouml;rung.<br>\nMerkt denn keiner, wie die deutsche Sprache (auch noch) abgeschafft wird?<br>\nFindet es die Mehrheit der Menschen in diesem Land als &ldquo;cool&rdquo;, auf die eigene Sprache zu verzichten?<br>\nUnd dabei bei exakt diesem Wort gar nicht erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen, was sie eigentlich sagen wollen&hellip; <\/p><p>Manche W&ouml;rter haben sich bereits so etabliert, dass man scharf &uuml;berlegen muss, wie der deutsche Begriff hei&szlig;t! <\/p><p>Gerne erz&auml;hle ich noch von einer Frau, die konsequent die ungeliebten englischen Begriffe in deutsche &uuml;bersetzt.<br>\nSie spricht grunds&auml;tzlich vom &ldquo;Klapprechner&rdquo; statt von Notebook oder Laptop. Und l&auml;sst sich daf&uuml;r gerne komisch angucken.<br>\nSie entlarvte k&uuml;rzlich eine Firma hier im Ort, die sich &ldquo;Bad Art&rdquo; nennt.<br>\nBad wie Badezimmer. Art wie Kunst auf englisch.<br>\nDiese Kombination eines deutschen und eines englischen Wortes hat es in sich. Spricht man sie konsequent englisch aus, dann wird aus Bad bad, und das hei&szlig;t &ldquo;schlecht, schlimm, arg, b&ouml;se&rdquo;.<br>\nAlso <bad art>, was als Werbung nicht so verhei&szlig;ungsvoll klingt und entschieden von der urspr&uuml;nglich beabsichtigten totschicken Aussage abweicht. <\/bad><\/p><p>cool? not 4 me. it&rsquo;s 2 bad!!! Ich liebe die deutsche Sprache.<\/p><p>Herzlich gr&uuml;&szlig;t Sie mit ebensolchem DANK<br>\nAnna Gro&szlig;-Alpers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie haben Recht, dieses Thema sollte nicht untersch&auml;tzt werden. <\/p><p>Wie nimmt man einem Volk die Kultur? Man nimmt ihm die Sprache! Das Weitere l&auml;sst sich denken. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Kunz<\/p><p>P.S.<br>\nDie NDS z&auml;hlen zu meiner t&auml;glichen Lekt&uuml;re und ich bin unendlich dankbar, dass es die NDS gibt! <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wenn es nur Einzelf&auml;lle w&auml;ren, k&ouml;nnte man sich dar&uuml;ber am&uuml;sieren oder auch &auml;rgern, aber ich bef&uuml;rchte, daf&uuml;r ist es zu sp&auml;t. Unsere Sprache und Kultur wurde inzwischen derart verunstaltet, dass es mir unm&ouml;glich erscheint, das Rad zur&uuml;ck zu drehen. F&uuml;r mich ist es eine weitere deutsche Trag&ouml;die. Mir fallen dazu die Worte von Horst Eberhard Richter ein, der schon 1995 in &ldquo;Bedenken gegen Anpassung&rdquo; geschrieben hat: &ldquo;Die Sieger fanden im Westen Deutschlands ein Volk von willigen Mustersch&uuml;lern vor, die gar nicht schnell genug beweisen konnten, wie gern sie ihre gesamte Kultur nach dem importierten Vorbild anzupassen willens waren. Es war die Befreiung von einer schlimmen Diktatur, aber psychologisch war es zum Teil nur die Vertauschung einer H&ouml;rigkeit durch eine andere.&rdquo;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEberhard Schwarz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr M&uuml;ller:<\/p><p>Dieses Thema ist ja insofern interessant, als unser &ldquo;Denglisch&rdquo; auch Ausdr&uuml;cke benutzt, die in der englischsprachigen Welt andere Bedeutungen als im &ldquo;Denglischen&rdquo; haben. Allerdings kennen wir beide schon Begriffe wie OK seit l&auml;ngerer Zeit. Und manche Begriffe aus dem technischen Bereich wie Computer oder Scanner werden auch seit einigen Jahren verwendet. Aber diese Mischung aus deutschen und englischen Worten klingt schon recht seltsam. Ich habe eine Untermieterin aus Indien, die aber schon mich nach deutschen Begriffen und Redewendungen fragt. Trotzdem fallen mir manchmal auch englische Begriffe wie &ldquo;Workaround&rdquo; (f&uuml;r ein Problem umgehen) ein. Es kann also schon &ldquo;ansteckend&rdquo; sein. <\/p><p>Hochachtungsvoll<br>\nRudi Knoth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihr Kommentar zum D-englisch hat einen Nerv bei mir getroffen. Vor zwei Tagen bin ich mit einer Freundin durch Berlin-Mitte gewandert, an jedem Schaufenster nur englische Satzfetzen. Wir gingen vorbei am Summer Sale, der Spring Collection, an up to 50 % off und cards only, um nur einige Beispiele zu nennen.<\/p><p>Vor einiger Zeit hat mich eine Tagesspiegelredakteurin, der ich schrieb, dass der Satz &ldquo;das macht keinen Sinn&rdquo; nicht deutsch, sondern falsch &uuml;bersetztes Englisch sei darauf hingewiesen, dass das aber mittlerweile Standard und sogar im Duden zu finden sei.<\/p><p>Zur Kr&ouml;nung des Kommentars sei auf den Aufdruck auf dem Hemd von Jan van Aken &ldquo;tax the rich&rdquo; verwiesen, das er auf dem Parteitag trug. Warum will er nicht einfach die Reichen besteuern?<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, Christel Weller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gr&uuml;&szlig; Gott Herr M&uuml;ller &ndash;  <\/p><p>dank f&uuml;r Ihren Denglisch-Beitrag &ndash; ich glaube, M&auml;usemelken ist eher m&ouml;glich als diese Kuh noch vom Eis zu kriegen &ndash; wenn ich das beklage, dann hei&szlig;t es immer:  Sprache ver&auml;ndert sich halt.<\/p><p>Es ist offensichtlich kein Bewu&szlig;tsein daf&uuml;r da, dass auch dadurch die Demokratie gef&auml;hrdet ist, weil wir uns nicht mehr verstehen &ndash;  nicht mehr verst&auml;ndigen k&ouml;nnen &ndash; Menschen ausgegrenzt werden.  Was f&uuml;r ein Land, in dem neben JournalistInnen auch Bundeskanzler kein Bewu&szlig;tsein daf&uuml;r haben und meinen: whatever it takes &ndash; you will never walk alone!<\/p><p>Die Frage nach der Dummheit und Wichtigtuerei m&ouml;chte ich erg&auml;nzen mit der Frage: Wer hat eigentlich Interesse daran, dass ein Pidgin-Deutsch entsteht?<\/p><p>Gru&szlig;, B.Hagelauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diese sehr zutreffende Beschreibung!<\/p><p>Das Thema ist ja inzwischen in allen Bereichen angekommen.<br>\nMeine Antwort ist, diese Produkte nicht zu kaufen.<br>\nIm S&uuml;&szlig;igkeitenregal findet man kaum noch &ldquo;Kekse&rdquo;. Aber es gibt &ldquo;Cookies&rdquo;. American Cookies, Choko Cookies.<br>\nHier f&auml;llt es mir besonders leicht, zu verzichten. So tut man gleich was f&uuml;r seine Gesundheit.<\/p><p>Im Marketing-Seminar lernt man in der ersten Lektion &ldquo;Sprich die Sprache deiner Kunden!&rdquo;<br>\nSo soll ein Autoverk&auml;ufer vom Auto sprechen und nicht vom Kraftfahrzeug.<br>\nDas schafft N&auml;he und Vertrautheit und f&ouml;rdert den Verkauf.<br>\nHat man das wieder vergessen?<\/p><p>Serge Aubin ist seit 2019 Trainer der Eisb&auml;ren Berlin, hat vorher mehrere Jahre einen Hamburger Eishockey-Klub trainiert.<br>\nEr kann keine zwei S&auml;tze auf deutsch in ein Reportermikrofon sprechen und braucht immer noch einen Dolmetscher.<br>\nDas betrifft auch viele seiner Spieler und andere Trainer in Deutschland.<br>\nUnd er ist &ldquo;Deutscher Meister&rdquo;!<\/p><p>Und nat&uuml;rlich ebenso in andere Sportarten wie Basketball, Fu&szlig;ball usw.<\/p><p>Als einen Grund f&uuml;r diese Entwicklung sehe ich einen fehlenden Patriotismus.<br>\nWer ist denn noch stolz auf Deutschland und seine Sprache und Kultur?<br>\nUnd die letzten Reste von Patriotismus werden im Genderwahn zertrampelt.<br>\nWenn wir selbst keinen Patriotismus zeigen und Forderungen an hier lebende Ausl&auml;nder stellen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die sich auch nicht f&uuml;r unsere Sprache interessieren.<\/p><p>Vielleicht hat meine Sichtweise auch etwas damit zu tun, dass ich in der DDR aufgewachsen bin und mir 40 Jahre Ami-Lobhudelei erspart blieben.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ&uuml;rgen Heidenreich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich muss gestehen, dass ich beim Lesen Ihres Textes schmunzeln musste, weil ich mir bei solchen Begriffen wie &ldquo;Crossover Wochen&rdquo; gleich versuche vorzustellen, was wohl damit gemeint sein k&ouml;nnte (jede meiner Ideen dazu liegen bestimmt total daneben) und ja, auch ich &auml;rgere mich oft &uuml;ber die denglischen und englischen W&ouml;rter oder Redewendungen in unserer Sprache, also gebe ich jetzt meinen Senf dazu.<\/p><p>Solche Ausdr&uuml;cke nerven aber nicht nur, manchmal ist es auch einfach lustig. Zum Beispiel warb eine B&auml;ckerei bei uns mal f&uuml;r ein kringelf&ouml;rmiges Geb&auml;ck mit: &ldquo;I love my Kringel.&rdquo; Mein erster Gedanke war etwas Anz&uuml;gliches, auf das ich jetzt nicht n&auml;her eingehen werde. Oder ein Energieversorger wollte wohl zur&uuml;ck zu deutschen Begriffen und hat nun bei uns in der Stadt einen &ldquo;Servicepunkt&rdquo;, statt einem &ldquo;Servicepoint&rdquo;. Auch nicht besser. Informations- oder Beratungsstelle klang vielleicht zu banal. Aber noch seltsamer wird es, wenn man selber deutsche Begriffe englisch liest, weil man es mittlerweile einfach gewohnt ist, dass englische W&ouml;rter immer mit dabei sind, so z.B. war in einem Prospekt eine Werbung f&uuml;r eine Webhose, also eine Hose mit einer besonderen Webart. Mein Mann las die Silbe &ldquo;Web&rdquo; aber englisch, und fragte, was das denn sein solle, ob man sich vielleicht mit der Hose mit dem Internet (auch englisch) vernetzen k&ouml;nne. Und da wei&szlig; ich gar nicht, was komischer war, dass er den Begriff so falsch ausgesprochen hatte, oder dass er sich anscheinend wirklich vorstellen konnte, dass man sich mit einer Hose weltweit vernetzen kann&hellip;.<\/p><p>Doch im Allgemeinen nerven mich solche Begriffe schon, weil sie f&uuml;r mein Empfinden die Sprache kaputt, oder zumindest unsch&ouml;n machen. Andere sehen das vielleicht anders, und sehen das als stetigen Wandel der Sprache an. Da scheiden sich wohl die Geister. Vielleicht ist in beiden Ansichten ein wenig Wahrheit und ein wenig Falsches.<\/p><p>Nebenbei, man braucht nicht unbedingt englische W&ouml;rter in unserer Sprache, um einen Satz bl&ouml;de klingen zu lassen, auch Sternchen und Doppelpunkte lassen einen Text seltsam klingen. Oder es gab hier mal ein Plakat eines M&ouml;belhauses, auf dem stand &ldquo;Wir k&ouml;nnen auch K&uuml;che.&rdquo; Mein Mann und ich waren geneigt drunter zu schreiben &ldquo;Aber mit der Grammatik hapert es noch ein wenig &ndash; wir arbeiten dran&rdquo;.<\/p><p>In diesem Sinne, auch wenn es einen oft &auml;rgert, mal dr&uuml;ber lachen tut auch gut. Es passieren ganz andere Dinge in der Welt oder in unserem Land, &uuml;ber die ich mich wirklich aufregen kann, oder die mich entsetzen, so zum Beispiel die Forderung kriegst&uuml;chtig zu werden, Waffenlieferungen mit der Begr&uuml;ndung damit Frieden zu schaffen, unglaubliche Ausgaben f&uuml;r Militarisierung, statt f&uuml;r Bildung, Soziales, Umweltschutz usw., oder die fehlende Aufarbeitung der Corona-Jahre, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Da reicht die Sprache nicht einmal, um das zu beschreiben. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Petra Rader<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem kurzen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132760\">Beitrag<\/a> hat <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong> darauf hingewiesen, dass zahlreiche Organisationen z.B. in Prospekten englische Begriffe verwenden. Es seien &bdquo;offensichtlich Dummk&ouml;pfe oder Wichtigtuer unterwegs&ldquo;, denn damit gehe &bdquo;unsere Sprache kaputt&ldquo;. Abschlie&szlig;end folgt ein Appell: &bdquo;Wir sollten uns wenigstens ein bisschen dagegen wehren. Machen Sie in Ihrer Umgebung, in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis anhand<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132850\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-132850","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=132850"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132874,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132850\/revisions\/132874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=132850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=132850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=132850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}