{"id":13304,"date":"2012-05-22T09:00:40","date_gmt":"2012-05-22T07:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304"},"modified":"2012-05-22T09:00:40","modified_gmt":"2012-05-22T07:00:40","slug":"hinweise-des-tages-1638","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h01\">Geringverdiener schuften &uuml;ber 50 Stunden pro Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h02\">Nato-Gipfel: Die unsichtbare Faust des Marktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h03\">Wolfgang Neskovic &ndash; Herr des Hinterzimmers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h04\">Sarrazin reloaded<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h06\">Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h07\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h08\">EU will st&auml;rkere Besteuerung von Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h09\">Paul Krugman &ndash; Die Wall Street muss dringend reguliert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h10\">Staatsanwaltschaft wittert Kursmanipulation &ldquo;im ganz gro&szlig;en Stil&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h11\">Verpatzter B&ouml;rsenstart &ndash; Facebook-Aktie bricht ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h12\">Tarifabschluss der IG Metall: Magerkost f&uuml;r die Malocher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h13\">Botschaften der Konzerne &ndash; &Ouml;konomie im Schulunterricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h14\">Eine m&ouml;rderische Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h15\">Emp&ouml;rung &uuml;ber Demonstrationsverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304#h16\">R&ouml;ttgens hei&szlig;e, gef&auml;hrliche Geschichte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13304&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geringverdiener schuften &uuml;ber 50 Stunden pro Woche<\/strong><br>\nSie arbeiten so viel wie Top-Banker oder Spitzen&auml;rzte, verdienen aber nur einen Bruchteil. Eine neue Studie zeigt, dass hunderttausende Geringverdiener &uuml;ber 50-Stunden-Wochen haben. Das k&ouml;nnte sie krank machen. [&hellip;]<br>\nViele Besch&auml;ftige mit Niedrigl&ouml;hnen schuften extrem lange, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener mit Vollzeitjob arbeite in der Regel w&ouml;chentlich 50 Stunden und mehr, berichtet die &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nDies sei nicht nur ein sozialpolitisches Problem, sondern die Besch&auml;ftigten riskierten auch gesundheitliche Beeintr&auml;chtigungen. &bdquo;So lange Arbeitszeiten wie bei den Niedrigl&ouml;hnern gibt es ansonsten nur am oberen Ende der Einkommensskala, also bei Gutverdienern in Vollzeit&ldquo;, zitiert das Blatt den Studienautor Karl Brenke.<br>\nInsgesamt arbeiten der Untersuchung zufolge fast 900 000 Geringverdiener mindestens 50 Wochenstunden. Als Beispiele werden Kraftfahrer, Lagerarbeiter und Besch&auml;ftigte im Gastgewerbe genannt. Im Durchschnitt sind Geringverdiener mit Vollzeitjob laut DIW 45 Wochenstunden im Einsatz &ndash; und damit zwei Stunden mehr als alle anderen Vollzeitkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wirtschaftsstudie-geringverdiener-schuften-ueber-50-stunden-pro-woche\/6658322.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nato-Gipfel: Die unsichtbare Faust des Marktes<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis erhebt den Anspruch, weltweit f&uuml;r Frieden und Sicherheit zu sorgen. In Chicago muss man danach lange suchen [&hellip;]<br>\nWenn ein solcher Gipfel in einer Stadt wie Chicago stattfindet, wird nicht nur deutlich, mit welcher Brutalit&auml;t diese Ungleichheiten auf globalem Level aufrechterhalten werden, sondern erm&ouml;glicht auch, einen Blick darauf zu werfen, wie die Ungleichheit auf globaler Ebene sich auf lokaler wiederholt. Chicago zeigt, dass Armut und Mangel &uuml;berall zuhause sind, nicht zuletzt im Herzen der entwickelten Welt. Die Sterblichkeitsrate Chicagos entspricht bei Kindern von Afroamerikanern derjenigen der West Bank; die Lebenserwartung von Schwarzen liegt in ganz Illinois knapp unter der in &Auml;gypten und knapp &uuml;ber derjenigen in Usbekistan. &Uuml;ber ein Viertel aller Einwohner Chicagos haben keine Krankenversicherung, unter den schwarzen M&auml;nnern der Stadt hat jeder f&uuml;nfte keine Arbeit und jeder dritte lebt in Armut. Latinos geht es nicht viel besser. Chicago ist vielleicht ein extremes Beispiel, aber keineswegs ein Einzelfall. Mag die ethnische Zusammensetzung der Armut von Land zu Land variieren, d&uuml;rfte ihre Dynamik wohl allen Teilnehmern von G8- und Nato-Gipfel gel&auml;ufig sein.<br>\nRund um den Globus werden Gated Communitys errichtet, um die Reichen vor dem Chaos zu sch&uuml;tzen, das durch unsere Wirtschafts- und Interventionspolitik anrichtet. Exemplarisch wurde dies verdeutlicht, als im vergangenen Jahr 72 afrikanische Fl&uuml;chtlinge in einem Kahn vor dem von der Nato angef&uuml;hrten Krieg in Libyen zu fliehen versuchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1220-die-unsichtbare-faust-des-marktes\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Wir delegieren politische Entscheidungen nicht an Gener&auml;le&rdquo;<\/strong><br>\nAbgeordnete reagieren irritiert auf die Forderung der Nato, die Rechte des Bundestags bei Auslandseins&auml;tzen der Armee einzuschr&auml;nken. Selbst Nato-freundliche Politiker sind sich einig: Bei der Frage nach Krieg oder Frieden muss das Parlament das letzte Wort haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nato-gipfel-wir-delegieren-politische-entscheidungen-nicht-an-generaele-1.1363011\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang Neskovic &ndash; Herr des Hinterzimmers<\/strong><br>\nDie Linke steht am Scheideweg. Nimmt sie das Angebot von Oskar Lafontaine an, erneut den Parteivorsitz zu &uuml;bernehmen oder setzt sie auf Dietmar Bartsch. Damit steht sie vor der Frage, ob sie die Person will, die den politischen Erfolg oder die, die den politischen Misserfolg verk&ouml;rpert.<br>\nLafontaine repr&auml;sentiert die Wahlerfolge in den Jahren 2005 und 2009, Bartsch hingegen den Misserfolg aus dem Jahr 2002. Bei der Wahl 2002 hat Bartsch als einer von vier Spitzenkandidaten daran mitgewirkt, die PDS ins parlamentarische Aus zu bef&ouml;rdern. Lafontaine hingegen hat die LINKE 2005 mit einem hervorragenden Wahlergebnis wieder in den Bundestag gef&uuml;hrt. Er hat die Fraktion zusammengehalten und zu einer schlagkr&auml;ftigen Einheit geformt. Dies war eine wesentliche Voraussetzung f&uuml;r den grandiosen Wahlerfolg 2009.<br>\nDer Niedergang der LINKEN begann mit dem krankheitsbedingten R&uuml;ckzug Lafontaines. Die neue Parteispitze hatte danach nie eine echte Chance. Bartsch und Ramelow, die sich als nat&uuml;rliche Nachfolger sahen, haben es nicht verkraftet, dass sie bei der Nachfolgeentscheidung &uuml;bergangen worden sind. St&auml;ndig haben sie und ihre Getreuen r&uuml;cksichtlos an der Demontage der neuen Parteispitze gearbeitet. [&hellip;]<br>\nMit Bartsch wird die LINKE zu einer ostdeutschen Regionalpartei mit absehbaren Verfallsdatum. Ihm scheint das gleichg&uuml;ltig zu sein. Er hat immer noch nicht begriffen, dass er mit seinem Festhalten an der Kandidatur, die politische Idee der LINKEN absehbar ihrer parteipolitischen Heimat beraubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-22\/047.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sarrazin reloaded<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thomas Straubhaar &ndash; Sarrazins Buch ist Zeitverschwendung<\/strong><br>\nThilo Sarrazin hat Recht und liegt doch v&ouml;llig falsch. Denn wie viele Euro-Gegner macht er einen entscheidenden Fehler: Er glaubt an eine Alternative. Doch die gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/wochenmarkt-die-wirtschaftskolumne-zur-euro-diskussion-sarrazins-buch-ist-zeitverschwendung-1830215.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=wirtschaft\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Jauch und Sarrazin: Der gemeinsame Nenner hei&szlig;t Bertelsmann<\/strong><br>\nJauch ist auch RTL-Mann, RTL eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter; Sarrazins Erg&uuml;sse erscheinen bei Random House, ebenfalls eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter; der &ldquo;Stern&rdquo; berichtet &ldquo;angewidert&rdquo; &uuml;ber den Jauch-Talk; das Nachrichtenmagazin erscheint bei Gruner + Jahr, ebenfalls eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter &ndash; Ergebnis: ein Meinungsmache- und Zitierkartell, an dem still und heimlich der G&uuml;tersloher Medien- und Dienstleistungsmulti gut verdient! Und noch etwas: Sarrazins Thesen eignen sich f&uuml;r die SozialforscherInnen der Bertelsmann Stiftung alsTestballon, um k&uuml;nftige nationalistische Trends in Deutschland zu ermitteln. Die Leitfrage dabei: &ldquo;Wie weit darf man gehen, ohne sich die Finger schmutzig zu machen?&rdquo; Der Mediengigant Bertelsmann liefert dann die entsprechenden Produkte f&uuml;r die Stammtische mundfertig. Hat es solches in Deutschland nicht schon gegeben?<br>\nSarrazin versteht was vom B&uuml;cher-Gesch&auml;ft. In der Eurozone knirscht und kracht es. In dieser Gemengelage kommt am Dienstag Sarrazins Buch &bdquo;Europa braucht den Euro nicht&ldquo; auf den Markt. Und wie bei seinem Bestseller &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; gibt es in ausgew&auml;hlten Magazinen Vorabdrucke. Der Auftritt bei Jauch ist ebenfalls perfektes Marketing. Sarrazin setzt wiederum auf kalkulierte Provokation. Sein Buch &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo;, das Vers&auml;umnisse bei der Integration aufzeigt, wurde rasch auf seine kruden biologistischen Passagen reduziert. Daf&uuml;r hatte Sarrazin vor der Ver&ouml;ffentlichung selbst gesorgt, indem er von der Existenz eines Juden-Gens sprach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissenschafftgesellschaft.blogspot.de\/2012\/05\/jauch-und-sarrazin-der-gemeinsame.html\">Wissen schafft Gesellschaft &ndash; Weblog von Steffen Roski<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Wettrennen zur M&uuml;llkippe<\/strong><br>\nDeutschland &ndash; eine intellektuelle Insel? Was hierzulande niemand wahrhaben will oder erkennt, wird jenseits der deutschen Grenzen intensiv diskutiert: die deutsche Mit-Verantwortung f&uuml;r die urs&auml;chlichen Probleme der Euro-Zone.<br>\nIm Wesentlichen h&ouml;rt man hier immer das Gleiche. Die Euro-Krise &ndash; daran sind ein paar Defizitl&auml;nder Schuld, S&uuml;deuropa genannt. Deren Staatsschulden ufern aus, die Zinsen explodieren. Ein klares Weltbild, klare Verantwortliche; ein klares Rezept: Wer zu viel ausgibt, muss halt sparen. Die gute deutsche Hausfrauenmentalit&auml;t. Doch bei n&auml;herer Betrachtung stellt man fest, dass die unterstellte Gleichung hohe Schulden gleich hohe Zinsen nicht aufgeht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.regjo.de\/sn\/ein-wettrennen-zur-mullkippe-2274\/\">Regjo<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.regjo.de\/sn\/dt1\/uploads\/2012\/05\/Finanzkrise_SN1-12_DS1.pdf\">als PDF-Version (mit Grafiken) [PDF &ndash; 762 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Ungleichgewichte versperren Weg aus der Eurokrise<\/strong><br>\nDeutschland ist f&uuml;r den rasanten Anstieg der Auslandsverschuldung von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien mit verantwortlich. Ohne eine st&auml;rkere Koordination der Wirtschaftspolitik bleibt die Stabilit&auml;t des Euroraums bedroht&hellip;<br>\nDie hohe Verschuldung der Staaten ist dabei aber nur ein Krisensymptom. Wesentliche Ursache der Krise ist die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedsl&auml;ndern seit Einf&uuml;hrung der Gemeinschaftsw&auml;hrung, zeigt eine Untersuchung von Heike Joebges und Camille Logeay&hellip;<br>\nSeit der Euro-Einf&uuml;hrung bis zum Beginn der Finanzkrise entfiel rund die H&auml;lfte des deutschen Wachstums auf den Au&szlig;enbeitrag. Das war ein deutlich h&ouml;herer Anteil als in anderen gro&szlig;en europ&auml;ischen L&auml;ndern&hellip;Zwar stiegen Deutschlands Exporte in den Rest der Welt &ndash; besonders nach Osteuropa und Asien &ndash; noch st&auml;rker als diejenigen in andere Eurol&auml;nder. Doch gleichzeitig nahmen auch die Importe aus L&auml;ndern au&szlig;erhalb des Euroraums st&auml;rker zu. Im Au&szlig;enhandel mit China ergibt sich f&uuml;r Deutschland deshalb sogar ein Leistungsbilanzdefizit.<br>\nViele Eurol&auml;nder gerieten hingegen gegen&uuml;ber der Bundesrepublik immer tiefer ins Minus&hellip;<br>\nDeutschland hat bis 2007 seine Gl&auml;ubigerposition gegen&uuml;ber dem Rest der Welt ausgebaut: von 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 29 Prozent&hellip;<br>\nAngesichts der gemeinsamen W&auml;hrung sind f&uuml;r die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit die Relationen der nominalen Lohnst&uuml;ckkosten der Mitgliedsl&auml;nder ma&szlig;geblich: In Staaten wie Griechenland und Spanien stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten bis zur Finanzkrise um 17 bis 28 Prozent, in Deutschland stagnierten sie. Damit verloren die Handelspartner der Bundesrepublik zunehmend an Wettbewerbsf&auml;higkeit. Die Stagnation der Lohnst&uuml;ckkosten lasse sich nicht auf einen &uuml;berm&auml;&szlig;igen Anstieg der Arbeitsproduktivit&auml;t zur&uuml;ckf&uuml;hren, so die Forscherinnen, sondern vor allem auf die geringen Zuw&auml;chse bei den Effektivl&ouml;hnen.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120522_01.jpg\" alt=\"\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120522_02.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">B&ouml;ckler Impuls Ausgabe 08\/2012 aus Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Stellenwert der Demokratie<\/strong><br>\nVor der Neuwahl in Griechenland debattieren die deutschen Eliten unterschiedliche Gewaltszenarien zur Sicherung der Kontrolle &uuml;ber Athen. Diskutiert werden neben der Errichtung eines Protektorats auch ein Putsch sowie die Entsendung von &ldquo;Schutztruppen&rdquo; in den s&uuml;deurop&auml;ischen Staat. Das deutsche Spardiktat, das Griechenland in die Verelendung treibt, entfacht einen immer st&auml;rkeren Widerstand in der Bev&ouml;lkerung, der sich auf demokratischem Wege nicht l&auml;nger niederhalten zu lassen scheint. Die Bem&uuml;hungen Berlins, die Unterordnung Athens mit der Drohung zu erzwingen, Griechenland den Euro zu nehmen, scheitern ebenso wie die Forderung der Bundesregierung, die griechische Parlamentswahl mit einem Referendum &uuml;ber den Verbleib des Landes in der Eurozone zu verbinden. Die Option, das Spardiktat zur&uuml;ckzunehmen und statt seiner neue Wachstumsprogramme aufzulegen, wie es f&uuml;hrende &Ouml;konomen weltweit fordern, weist Berlin kategorisch zur&uuml;ck &ndash; obwohl der Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone die gesamte W&auml;hrung in den Abgrund zu rei&szlig;en droht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58332\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bank<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Harald Schumann: Das dunkle Erbe des Josef Ackermann<\/strong><br>\nZehn Jahre f&uuml;hrte er das m&auml;chtigste Geldhaus der Republik &ndash; nun geht er. Unter Ackermann stieg die Deutsche Bank in die Weltliga auf. Doch ihr Ruf ist ruiniert, und viele Kunden klagen wegen Betrugs auf Milliarden von Dollar&hellip;<br>\nNicht nur hat sich der B&ouml;rsenwert der Bank seit 2006 fast halbiert. Wenn Ackermann Ende Mai seinen Posten abgibt, hinterl&auml;sst er auch ein juristisches Schlachtfeld: In Dutzenden von Prozessen sind die Bank und ihre Manager in den USA und Europa schwersten Vorw&uuml;rfen ausgesetzt, sie m&uuml;ssen Entsch&auml;digungs- oder Vergleichszahlungen in Milliardenh&ouml;he f&uuml;rchten. Vier volle Seiten f&uuml;llt die Aufz&auml;hlung der Prozessrisiken im j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftsbericht.<br>\nSo r&auml;cht sich jetzt, dass Ackermann in den zehn Jahren an der Bankspitze radikal auf den Ausbau des Investmentbankings nach angels&auml;chsischem Vorbild setzte und dabei moralische Kriterien f&uuml;r das Gesch&auml;ft auf der Strecke blieben. Sein engster Partner war der indischst&auml;mmige Investmentbanker Anshu Jain, der nun die Nachfolge antritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/deutsche-bank-das-dunkle-erbe-des-josef-ackermann\/6648514.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;lschte Dokumente, verzweifelte Schuldner<\/strong><br>\nEine Tochterfirma der Deutschen Bank in den USA verwaltet treuh&auml;nderisch zahllose Hypothekenpakete aus der Boomzeit. Nun werden in deren Namen Millionen von H&auml;usern zwangsversteigert. Doch Grundlage sind oft dubiose Papiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/deutsche-bank-gefaelschte-dokumente-verzweifelte-schuldner\/6654688.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Unfaire Wetten mit der Deutschen Bank Zinsgesch&auml;fte brachten St&auml;dten Millionenverluste<\/strong><br>\nDas Urteil h&auml;tte kaum h&auml;rter ausfallen k&ouml;nnen. Die Deutsche Bank habe &bdquo;die Risikostruktur des Gesch&auml;fts bewusst zu Lasten des Kunden und zu ihrem Vorteil gestaltet&ldquo;, stellte der Richter fest. Dabei habe die Bank ihre Beratungspflicht verletzt und dem Kunden ein Produkt verkauft, &bdquo;das bis zum finanziellen Ruin&ldquo; h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Der Kl&auml;ger habe darum Anspruch auf Ersatz des Schadens von mehr als einer halben Million Euro, der ihm durch den Kauf des Produkts bei der Deutschen Bank entstanden sei.<br>\nSo urteilte der Bundesgerichtshof im M&auml;rz 2011 in letzter Instanz &uuml;ber ein Gesch&auml;ft mit Wetten auf Zinsdifferenzen, das der Hygieneartikel-Hersteller Ille bei der Deutschen Bank gezeichnet hatte.<br>\nDas war nicht nur ein weiterer Schlag f&uuml;r den von Josef Ackermann beschworenen &bdquo;guten Ruf&ldquo; der Deutschen Bank, sondern auch politisch brisant. Denn &auml;hnliche Deals hatte der Geldkonzern auch mit rund 200 deutschen Kommunen oder deren Betrieben geschlossen. Die dabei erlittenen Verluste belaufen sich nach Sch&auml;tzung des in zahlreichen Verfahren engagierten M&uuml;nchner Anwalts Jochen Weck auf bis zu eine Milliarde Euro&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/unfaire-wetten-mit-der-deutschen-bank-zinsgeschaefte-brachten-staedten-millionenverluste\/6648518.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verzockt &ndash; und verklagt. Die guten Gesch&auml;fte der Deutschen Bank<\/strong><br>\nDeutschlands Vorzeigebank steht vor Prozessrisiken in Milliardenh&ouml;he. Der Film hinterfragt die Gesch&auml;ftspraktiken des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Geldinstituts im In- und Ausland und beleuchtet die Rolle der Deutschen Bank bei der Finanzkrise.<br>\nDie Dokumentation berichtet &uuml;ber drei Gruppen von Anlegern, die sich von der Deutschen Bank hintergangen f&uuml;hlen. Da sind zun&auml;chst viele Kleinanleger, denen Anlageprodukte vermittelt wurden, die sich als Flop entpuppten. Beispiel: ein Fonds, der in Riesenr&auml;der in Berlin und Singapur investieren wollte. Die Riesenr&auml;der wurden nie gebaut, Anleger verloren viel Geld. Die Deutsche Bank aber kassierte gute Provisionen und muss sich nun vorwerfen lassen, die Anleger weder dar&uuml;ber noch &uuml;ber die hohen Risiken ausreichend informiert zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/doku\/beitrag_dyn~uid,ow3dj4aafnbpx3b0~cm.asp\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann nur Rudolf Hickel zitieren: Zerschlagt die Banken!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Warum die &ldquo;Linksradikalen&rdquo; die beste Wahl f&uuml;r Griechenland sind<\/strong><br>\nDie konservativen und liberalen Spie&szlig;er &uuml;berbieten sich in ihrer Panik vor der griechischen Syriza-Partei, die sich selbst die &ldquo;radikale Linke&rdquo; nennt. Wie k&ouml;nnen die Griechen nur so unvern&uuml;nftig sein? Die &ldquo;Krone&rdquo; erkl&auml;rt gar, Demokratie und Wahlen seien gar nichts f&uuml;r Anarcho-V&ouml;lker wie die Griechen.<br>\nAber was w&auml;re denn vern&uuml;nftiger in Griechenland? Die alte Nea Demokracia mit ihrem verantwortungslosen Trickser Antonis Samaras? Geh bitte! Dagegen ist Alexis Tsipras ein Ausbund an Seri&ouml;sit&auml;t, zudem ein unverbrauchter junger Mann, der in den Augen der Griechen ein neues Blatt aufschl&auml;gt. Und in seinen &ouml;konomischen Ansichten unterscheidet er sich kaum von den Ansichten von Wirtschaftsnobelpreistr&auml;gern wie Paul Krugman und Joseph Stiglitz. Also, was soll so schlimm an ihm sein?<br>\nNicht, dass er nicht m&ouml;glicherweise auch populistische Klischees verbreitet und ein bisserl Bl&ouml;dsinn sagt. Aber so viel Bl&ouml;dsinn wie Merkel, Sch&auml;uble, Fekter &amp; Co. ganz gewiss nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1336697373505\/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-234-Warum-die-Linksradikalen-die-beste-Wahl-fuer-Griechenland-sind\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro-Austritt Griechenlands w&uuml;rde Austerit&auml;t ohne Ende bedeuten<\/strong><br>\nDer international akkreditierte &Ouml;konom James Kenneth Galbraith lastet speziell Deutschland das sture Beharren auf einer primitiven volkswirtschaftlichen Sparpolitik an. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r James Kenneth Galbraith sind die Dinge v&ouml;llig klar: eben so dumm wie das Beharren auf der Austerit&auml;t ist auch das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro. In einem exklusiven Gespr&auml;ch mit der &ldquo;Imerisia&rdquo; bringt der ber&uuml;hmte amerikanische Wirtschaftswissenschaftler seine Abscheu &uuml;ber die Haltung Deutschlands zum Ausdruck: &ldquo;Es ist unglaublich, dass in Europa die primitive Idee vorherrscht, die strenge volkswirtschaftliche Disziplin und die Sparpolitik w&uuml;rden Griechenland in einen Aufschwung f&uuml;hren und das Vertrauen der M&auml;rkte in das Land und den Euro wiederherstellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2012\/euro-austritt-griechenlands-wuerde-austeritaet-ohne-ende-bedeuten\/8134\/\">Griechenland-Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU will st&auml;rkere Besteuerung von Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nDie EU hat im laufenden Jahr im Durchschnitt einen Anstieg bei Einkommens-, K&ouml;rperschafts- und Mehrwertsteuern verzeichnet. Dies geht aus einem von Eurostat und der EU-Kommission vorgelegten Bericht hervor. Der durchschnittliche Mehrwertsteuersatz stieg in der EU seit 2008 stark an. Er lag 2012 in der EU bei 21 Prozent (2000: 19,2 Prozent), in &Ouml;sterreich unver&auml;ndert bei 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1336697433372\/Bericht-EU-will-staerkere-Besteuerung-von-Vermoegen\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Die Wall Street muss dringend reguliert werden<\/strong><br>\nDer Verlust von einigen Milliarden Dollar der JPMorgan Chase ist der beste Beweis, dass die Wall Street dringend reguliert werden muss. [&hellip;]<br>\nWas kann getan werden? In den 1930er Jahren, nach der wohl bekanntesten Bankenkrise, haben wir mit Garantien und Aufsicht eine tragf&auml;hige L&ouml;sung gefunden. Auf der einen Seite wurde der m&ouml;gliche Umfang einer Krise durch die staatliche Garantie der Einlagen begrenzt. Auf der anderen Seite wurden die Banken durch entsprechende Regeln davon abgehalten, ihren privilegierten Status zu missbrauchen, der sich aus der Einlagensicherung ergeben hat, die ja im Endeffekt eine staatliche Garantie der Schulden der Bank ist. Besonders beachtenswert: Banken mit staatlich gesicherten Einlagen durften keine riskanten Spekulationsgesch&auml;fte machen, die so charakteristisch f&uuml;r Investmentbanken wie Lehman Brothers waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/paul-krugman-bankenkrise-die-wall-street-muss-dringend-reguliert-werden,1472602,16076436.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsanwaltschaft wittert Kursmanipulation &ldquo;im ganz gro&szlig;en Stil&rdquo;<\/strong><br>\nSie platzierten angeblich Jubelmeldungen in den Medien und trieben den Kurs einer Gold-Aktie damit um bis zu 1000 Prozent nach oben: In Stuttgart sind vier M&auml;nner angeklagt worden, die mit Marktmanipulationen Millionen gescheffelt haben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:ramschaktie-de-beira-goldfields-staatsanwaltschaft-wittert-kursmanipulation-im-ganz-grossen-stil\/70039974.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bessere Hintergrundinformationen zum Fall bietet ein <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/geldanlage\/:hochgezockt-und-abgestuerzt\/109454.html?mode=print\">FTD-Artikel<\/a> aus dem Jahre 2006.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Fall &bdquo;De Beira Goldfields&ldquo; ist ein bemerkenswertes Drama, bei dem es vor allem um Gier geht und bei dem es viele Schurken aber nur wenige Opfer gibt. Wer sich einmal einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Gier der Spekulanten machen will, dem sei eine stichprobenartige Lekt&uuml;re in <a href=\"http:\/\/www.wallstreet-online.de\/diskussion\/1061499-1-10\/de-beira-goldfields\">diesem B&ouml;rsen-Forum<\/a> empfohlen, die sich auf &uuml;ber 100.000(!) Beitr&auml;ge zum Thema De Beira streckt. Es ist offenkundig, dass damals bezahlte PR-Schreiber in diesem Forum die Gier der Nutzer anstachelten und damit sei auch die Frage in den Raum gestellt, warum die Betreiber solcher Foren nicht zur Rechenschaft gezogen werden, unterliegen sie doch einer Sorgfaltspflicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verpatzter B&ouml;rsenstart &ndash; Facebook-Aktie bricht ein<\/strong><br>\nDer B&ouml;rsen-Hype ist schon wieder vorbei: An ihrem zweiten Handelstag ist die Facebook-Aktie deutlich unter den Ausgabepreis gefallen. In den USA rutschte sie zeitweise auf rund 33 Dollar ab &ndash; ein Minus von 13 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/facebook-aktie-faellt-unter-ausgabepreis-a-834267.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Oh je, oh je! Man hat sich ja bereits daran gew&ouml;hnt, dass SPIEGEL Online keine nennenswerten Kompetenzen bei volkswirtschaftlichen Themen hat und stattdessen der Interpretation irgendwelcher &bdquo;Analysten&ldquo; das Wort redet. Da wundert es eigentlich nicht, dass man dieses &bdquo;Erfolgsrezept&ldquo; nun auch auf die B&ouml;rsenberichterstattung ausweitet. F&uuml;r das Unternehmen &bdquo;Facebook&ldquo; war der B&ouml;rsengang sehr erfolgreich, da es offenbar genug Anleger gab, die Facebook die Aktien zu den verlangten Mondpreisen abkauften. Dass diese Anleger nun ein langes Gesicht machen, ist klar. Dass auch die Banken, die f&uuml;r Facebook den B&ouml;rsengang organisierten, nicht sonderlich gl&uuml;cklich sind, ist ebenfalls klar. Es ist auch klar, dass sich einige Brokerh&auml;user und Investmentbanken kr&auml;ftig die Finger verbrannt haben. Aber ist das so tragisch? Wer auf ein derart offensichtlich gehyptes und &uuml;berbewertetes Papier setzt, muss damit rechnen, Geld zu verlieren. Das Geld ist ja auch noch da, es geh&ouml;rt nun blo&szlig; jemand anderem &ndash; dem Unternehmen Facebook, das mit dem B&ouml;rsengang 16 Milliarden Dollar eingenommen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tarifabschluss der IG Metall: Magerkost f&uuml;r die Malocher<\/strong><br>\nDrei Ziele hatte die IG Metall vor der diesj&auml;hrigen Tarifrunde: Die Besch&auml;ftigten sollte endlich deutlich mehr Geld in der Tasche haben, das Unwesen der grassierenden Leiharbeit sollte beendet werden, und die willk&uuml;rliche Befristung von Arbeitsverh&auml;ltnissen sollte gestoppt werden. Alle drei Ziele waren lohn- und gesellschaftspolitisch vern&uuml;nftig &ndash; aber erreicht hat sie die st&auml;rkste deutsche Gewerkschaft leider nicht, trotz voller Auftragsb&uuml;cher der Unternehmer. Sie scheute &ndash; vielleicht wegen des Schocks m&ouml;glicher Werksschlie&szlig;ungen bei Opel &ndash; einen gr&ouml;&szlig;eren Tarifkonflikt und begn&uuml;gte sich damit, allererste Schritte zur Erreichung ihrer Ziele gemacht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F05%2F21%2Fa0101&amp;cHash=9c7e258f3c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Konfliktscheu wegen m&ouml;glicher Werksschlie&szlig;ungen bei Opel? Was haben Managementfehler bei GM mit den Forderungen der IG Metall zu tun? Und so toll wie jetzt allgemein dargestellt ist die Lohnerh&ouml;hung auch nicht, zumal f&uuml;r 13 Monate. Traurig und irgendwie bezeichnend ist, dass die m&auml;chtigste Gewerkschaft der Welt die Schr&ouml;derschen &ldquo;Reformen&rdquo; in Bezug auf die Leiharbeit realiter nicht anging. Die Gewerkschaft besitzt doch inzwischen gen&uuml;gend Zahlenmaterial um beurteilen zu k&ouml;nnen, inwiefern Leiharbeit die Antwort auf Auslastungsschwankungen gibt. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Wie meinte unl&auml;ngst Norbert Bl&uuml;m: &ldquo;Wenn Leiharbeit, dann gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit. Es kann ja nicht sein, dass der Flie&szlig;bandarbeiter, der den rechten Reifen montiert, mehr verdient als derjenige, der f&uuml;r das linke Rad zust&auml;ndig ist. Das widerspricht ja jedem Leistungsgedanken.&rdquo; Wie t&ouml;nte die IG-Metall-Verhandlungsf&uuml;hrerin Helga Schwitzer vor den Verhandlungen: &bdquo;Nur wenn es gelingt, eine Ann&auml;herung der Entgelte der Leihbesch&auml;ftigten an die der Stammbelegschaft zu erzielen, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung fairer Gestaltung der Leiharbeit getan &hellip; Das bisherige, vor allem auf Lohndumping basierende Gesch&auml;ftsmodell, funktioniert nicht mehr.&ldquo; Da hat die IG Metall ein St&uuml;ck Glaubw&uuml;rdigkeit verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Botschaften der Konzerne &ndash; &Ouml;konomie im Schulunterricht<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es Sch&auml;tzungen zufolge &uuml;ber 200 Projekte zur &ouml;konomischen Bildung. Die Schulen werden zugesch&uuml;ttet mit Angeboten der Konzerne und ihrer Organisationen. So bietet die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)<\/a> mit ihrem Lehrerportal &bdquo;Wirtschaft und Schule&ldquo; zahlreiche Unterrichtsentw&uuml;rfe und Publikationen f&uuml;r Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen an. Die Initiative &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblattmachtschule.de\">Handelsblatt macht Schule<\/a>&ldquo; wird unter anderem von der Deutschen Telekom Stiftung, der Deutschen Verm&ouml;gensberatung (DVAG), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young gesponsert. Auch das privatrechtlich organisierte Institut f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.ioeb.de\">&Ouml;konomische Bildung Oldenburg GmbH<\/a> bietet Unterrichtsmaterialien und Lehrerfortbildung. Tr&auml;ger sind unter anderem<br>\ndie Bertelsmann Stiftung, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die L&auml;nder Niedersachsen und Baden-W&uuml;rttemberg. Nach Angaben des Instituts steht j&auml;hrlich ein Etat von bis zu anderthalb Millionen Euro zur Verf&uuml;gung. Ein Drittel davon finanziert das Land Niedersachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine m&ouml;rderische Bilanz<\/strong><br>\nAuf bis zu einer Million Menschen wird die Zahl der Todesopfer des skrupellosen Diktators Saddam Hussein gesch&auml;tzt. 35 Jahre ben&ouml;tigte der Gewaltherrscher f&uuml;r sein m&ouml;rderisches Werk, mit dem er 1968 nach dem erfolgreichen Putsch seiner Baath-Partei begann, und das 2003 mit seiner Entmachtung durch die Invasionsarmee der Koalition der Willigen endete. Doch beendet wurde damals nur die Herrschaft Saddams nicht aber die Gewalt in Mesopotamien. Was mindestens ebenso erschreckt wie der menschenvernichtende Eifer des Baath-Regimes ist der Leichenteppich, der seit dessen Ende &uuml;ber dem geschundenen Zweistromland ausgebreitet wurde.<br>\nEin Jahrzehnt nach Beginn des amerikanischen Kriegs gegen den Terror hat die Deutsche Sektion der Internationalen &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) jetzt Bilanz gezogen und kommt auf erschreckende 1,7 Millionen Todesopfer in diesem l&auml;ngst weltweit gef&uuml;hrten Krieg. Allein im Irak sind nach vorsichtiger Sch&auml;tzung mindestens anderthalb Millionen kriegsbedingter Opfer seit 2003, dem Beginn der amerikanisch gef&uuml;hrten Invasion, zu beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debattiersalon.de\/bilanz-eines-massenmordens\/#more-2255\">debattiersalon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Emp&ouml;rung &uuml;ber Demonstrationsverbote<\/strong><br>\nEhemalige Bundesjustizministerin D&auml;ubler-Gmelin stellt Grundrechtereport in Karlsruhe vor Acht B&uuml;rger- und Menschenrechtsgruppen haben am Montag in Karlsruhe den Grundrechtereport 2012 vorgestellt. Der j&auml;hrlich erscheinende Bericht wurde in diesem Jahr von Herta D&auml;ubler-Gmelin, pr&auml;sentiert. Die fr&uuml;here Bundesjustizministerin und SPD-Politikerin forderte einen besseren Schutz der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Grundrechte in Deutschland. Ohne Einhaltung der im UN-Sozialpakt festgelegten Regeln k&ouml;nnten sich die Freiheitsrechte &raquo;nicht entfalten&laquo;, sagte D&auml;ubler-Gmelin vor Journalisten.<br>\nD&auml;ubler-Gmelin verwies darauf, da&szlig; die Bundesrepublik von den Vereinten Nationen 2011 zur Einhaltung des UN-Sozialpakts &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte ermahnt wurde. So k&ouml;nne etwa die Pflicht von Hartz-IV-Empf&auml;ngern, jegliche Arbeit anzunehmen, als menschenrechtswidrige &raquo;Zwangsarbeit&laquo; gewertet werden, sagte D&auml;ubler-Gmelin. Sie verwies zudem auf Verst&ouml;&szlig;e gegen das Recht auf Gesundheit und Bildung: Illegale Einwanderer w&uuml;rden bei Krankheit nicht behandelt und ihre Kinder bek&auml;men keinen freien Zugang zur Schulbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-22\/037.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>R&ouml;ttgens hei&szlig;e, gef&auml;hrliche Geschichte<\/strong><br>\nR&ouml;ttgens Leute verbreiten, Merkel habe ihm weit vor der Wahl versichert, dass sie auf seine Dienste als Umweltminister nicht verzichte wolle. Er solle zwar den Menschen in NRW sagen, er wolle auf jeden Fall in D&uuml;sseldorf bleiben, um damit seine Wahlchancen zu verbessern. Ginge aber die Wahl verloren, werde sie ihn derart unmissverst&auml;ndlich zur&uuml;ck nach Berlin zitieren, dass er gar nicht anders k&ouml;nne, als ihrem Ruf zu folgen. Er, R&ouml;ttgen, habe das Angebot aber abgelehnt, habe lieber bei der Wahrheit bleiben wollen: Entschieden werde nach der Wahl.<br>\nEs ist ein ziemlich unsch&ouml;nes Bild, das R&ouml;ttgen da von Merkel zeichnen l&auml;sst. Es zeigt eine versessene Machtpolitikerin, die das Wahlvolk in einer wichtigen Frage bewusst in die Irre f&uuml;hren w&uuml;rde. Stimmt die Geschichte, dann war Merkel bereit, sich die H&auml;nde schmutzig zu machen, um die drohende Niederlage in NRW etwas abzufedern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rauswurf-durch-merkel-roettgens-heisse-gefaehrliche-geschichte-1.1362451\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13304","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13304"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13308,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13304\/revisions\/13308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}