{"id":13326,"date":"2012-05-24T09:11:59","date_gmt":"2012-05-24T07:11:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326"},"modified":"2012-05-24T11:58:14","modified_gmt":"2012-05-24T09:58:14","slug":"hinweise-des-tages-1640","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h01\">Sarrazin provoziert Eskalation der Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h02\">IMK: Mehr Zeit zum Konsolidieren und glaubw&uuml;rdige Schuldengarantie zur Rettung der W&auml;hrungsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h03\">Eurobonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h05\">Marshall Auerback &ndash; Today Germany is the Big Loser, Not Greece<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h06\">Blockade-Drohung: SPD wirft Sch&auml;uble T&auml;uschung beim Fiskalpakt vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h07\">Finanztransaktionssteuer: Europaparlament fordert z&uuml;gige Umsetzung in einer Koaltion der Willigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h08\">Rohstoffderivatem&auml;rkte sollen reguliert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h09\">Kosten der Arbeitslosigkeit seit 2005 um mehr als ein Drittel gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h10\">Geringe Stundenl&ouml;hne, lange Arbeitszeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h11\">F&uuml;hrungsdebatte in der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h12\">SPD-Fraktion scheitert mit Vorsto&szlig; gegen EU-Atomf&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h13\">Die Lebensl&uuml;ge der Energiekonzerne: Was kostet der Strom wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h14\">Schicker Flughafen, sch&auml;bige L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h15\">Beim Mindestlohn entscheiden statt lavieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h16\">Clash of Realities an der FH K&ouml;ln: Gamesbranche &amp; Forschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h17\">&ldquo;Seit Aristoteles wird geklagt, die Jugend sei nicht leistungsf&auml;hig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h18\">Nur so mal zur Erinnerung: Entwicklungstendenz des privaten Verbrauchs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326#h19\">Zu guter Letzt: Dieter Hildebrandt im Interview<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13326&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sarrazin provoziert Eskalation der Euro-Krise<\/strong><br>\nThilo Sarrazin verbreitet mit seinem Anti-Euro-Buch falsche Botschaften. Damit tr&auml;gt er in der gegenw&auml;rtigen krisenhaften&nbsp;Situation&nbsp;zu m&ouml;glicherweise verheerenden &ouml;konomischen und politischen Entscheidungen bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-sarrazin-provoziert-eskalation-der-euro-krise-seite-all\/6662010-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ich finde es interessant, wie das Handelsblatt mit zwei K&auml;stchen mit Zitaten von Wirtschaftsf&uuml;hrern zwei &Uuml;berschriften innerhalb des Artikels untergebracht hat, die Gustav Horn sicherlich nie geschrieben h&auml;tte:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Konjunkturprogramme &ndash; Kein Wachstum auf Pump&rdquo;<br>\n&ldquo;Teuerung &ndash; Inflation w&auml;re ein Irrweg&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ein Leser, der den Artikel grob &uuml;berfliegt, k&ouml;nnte anhand dieser &Uuml;berschriften meinen, diese Aussagen stammten vom Autor des Artikels. In diesem Fall handelt es sich um Aussagen, die eher nicht im Sinne des Autors sind, und dennoch werden sie ihm quasi in den Mund gelegt. Auch eine Form der Meinungsmache.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IMK: Mehr Zeit zum Konsolidieren und glaubw&uuml;rdige Schuldengarantie zur Rettung der W&auml;hrungsunion<\/strong><br>\nFiskalpakt und permanenter Rettungsschirm werden dem Euroraum nicht aus seiner gegenw&auml;rtigen Vertrauenskrise helfen. Eine zeitliche Streckung der Konsolidierungsanforderungen, insbesondere in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern, und glaubw&uuml;rdige Garantien f&uuml;r die Staatsanleihen der Euro-Staaten sind kurzfristig die zielf&uuml;hrendsten Ans&auml;tze zur Rettung der W&auml;hrungsunion. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nAnfang M&auml;rz verabschiedeten 25 EU-Staaten den Fiskalpakt als Kernst&uuml;ck ihrer Strategie zur &Uuml;berwindung der Krise. Diesem Anspruch k&ouml;nne das Abkommen jedoch ebenso wenig wie der Rettungsfonds ESM gerecht werden, zeigt eine Analyse von Dr. Silke Tober. Die IMK-Expertin f&uuml;r Geldpolitik hat die EU-Pl&auml;ne anl&auml;sslich einer Bundestagsanh&ouml;rung eingehend gepr&uuml;ft. Ihr Fazit: Die derzeitige Krisenstrategie d&uuml;rfte &ldquo;dazu f&uuml;hren, dass ein Schuldenschnitt und ein Austritt aus der W&auml;hrungsunion f&uuml;r einige L&auml;nder die attraktivere Option wird&rdquo;. Dies h&auml;tte auch f&uuml;r die im Euroraum verbleibenden Staaten gravierende Folgen.<br>\nDie Umsetzung des Fiskalpaktes hingegen erlaube vielen Eurol&auml;ndern noch nicht einmal, h&ouml;here Schulden hinzunehmen, wenn sie in einer hartn&auml;ckigen Krise auf konjunkturbedingt geringere Steuereinnahmen und konjunkturbedingt h&ouml;here Ausgaben, beispielsweise f&uuml;r Arbeitslosengeldzahlungen, reagieren m&uuml;ssen. Als einziger Ausweg blieben dann weitere Budgetk&uuml;rzungen, warnt die Wissenschaftlerin. Absehbare Folgen: Noch gr&ouml;&szlig;ere Steuerausf&auml;lle, wom&ouml;glich eine Schw&auml;chung des Bankensystems und ein erneuter Vertrauensverlust auf den Finanzm&auml;rkten.<br>\nUm derartige Abw&auml;rtsspiralen zu vermeiden, favorisiert das IMK eine zeitlich abgestimmte Finanzpolitik als bessere M&ouml;glichkeit: &ldquo;Zwar muss konsolidiert werden, aber nicht in allen L&auml;ndern gleichzeitig, sondern zeitlich st&auml;rker gestreckt&rdquo;, erl&auml;utert Tober. &ldquo;Die Krisenstaaten haben l&auml;ngst einen harten Konsolidierungskurs eingeschlagen. Das Problem ist, dass darunter ihre Konjunktur massiv leidet. Die wirtschaftlichen Einbr&uuml;che und die rapide steigende Arbeitslosigkeit konterkarieren die Sparbem&uuml;hungen. Den Krisenl&auml;ndern mehr Zeit zu geben, um ihre Defizitziele zu erreichen, ist der Schl&uuml;ssel, wenn man diesen Teufelskreis durchbrechen will.&rdquo; Zus&auml;tzlich empfiehlt Tober befristete Steuererh&ouml;hungen bei hohen Einkommen, um eine z&uuml;gigere R&uuml;ckzahlung der seit 2007 massiv gestiegenen Schulden zu erm&ouml;glichen.<br>\nAnders als der Fiskalpakt ist der permanente Rettungsschirm &ldquo;Europ&auml;ischer Stabilit&auml;tsmechanismus&rdquo; &ndash; kurz: ESM &ndash; nach Analyse des IMK ein grunds&auml;tzlich zielf&uuml;hrendes Instrument. Angesichts der ausstehenden Staatsverschuldung der Krisenl&auml;nder sei er allerdings zu gering ausgestattet. Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien stehen insgesamt mit 3,5 Billionen Euro in der Kreide. Die veranschlagten potenziellen Rettungsmittel belaufen sich aber nur auf 800 Milliarden Euro, zeigen Tobers Berechnungen. &ldquo;Eben aus diesem Grund muss ein Rettungsschirm ein unbegrenztes Einsatzvolumen haben&rdquo;, argumentiert die Wissenschaftlerin.<br>\nSie empfiehlt den Eurol&auml;ndern, gemeinsam eine Garantie f&uuml;r die ausstehenden Staatsanleihen zu geben, zum Beispiel &uuml;ber den vom deutschen Sachverst&auml;ndigenrat vorgeschlagenen Schuldentilgungsfonds: Staatsschulden, die 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts &uuml;berschreiten, w&uuml;rden gemeinschaftlich garantiert, aber einzelstaatlich abgetragen. Durch die R&uuml;ckgewinnung des Vertrauens w&uuml;rde die expansive Geldpolitik insbesondere in den Krisenl&auml;ndern st&auml;rker als bisher auf die Wirtschaft wirken und damit den restriktiven Impuls der Fiskalpolitik zumindest teilweise kompensieren. Sollten sich die Renditen der einzelstaatlich garantierten Schuldtitel nicht auf niedrigem Niveau angleichen, k&ouml;nnte die Europ&auml;ische Zentralbank signalisieren, dass sie in den Markt f&uuml;r Staatsanleihen eingreift. &ldquo;Im g&uuml;nstigsten Fall w&auml;re ein tats&auml;chlicher Einsatz von finanziellen Mitteln gar nicht erforderlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_2_2012.pdf\">IMK Policy Brief [PDF &ndash; 680 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurobonds<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel`s alternativlose Herrschaft der Finanzm&auml;rkte in Gefahr: Der Kampf um die Eurobonds &ndash; ein Kampf um die Entmachtung der Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nKommentierte Presseschau von Volker Bahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl31.html\">LabourNet.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Streit &uuml;ber Euro-Bonds<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Hollande will Euro-Bonds. Doch die kleinm&uuml;tige SPD schafft es nicht, ihn mit voller Kraft zu unterst&uuml;tzen. Dabei b&ouml;te sich gerade jetzt eine Chance, die europ&auml;ische Wirtschafts- und Finanzpolitik nach linken Vorstellungen umzugestalten. F&uuml;r deutsche Sozialdemokraten und ihre europ&auml;ischen Kollegen m&uuml;sste die derzeitige Existenzkrise des Kapitalismus eigentlich ein Gl&uuml;cksfall sein. Die Krise gab den Sozialdemokraten eine Chance, die sie seit der Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik nicht hatten &ndash; n&auml;mlich auf eine grundlegende Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik im Sinne sozialdemokratischer Grunds&auml;tze. Wenn die SPD jetzt clever w&auml;re, dann h&auml;tten wir zum ersten Mal seit Menschengedenken eine Chance auf eine flexiblere Geldpolitik. K&ouml;nnte, h&auml;tte, w&auml;re. Die SPD folgt lieber der Kanzlerin. Und wenn die Sozialdemokraten mal aufm&uuml;pfig werden, wie etwa in der Diskussion um den Fiskalpakt, dann geht es lediglich um Kleingedrucktes wie die Sicherstellung der Finanzierung f&uuml;r die Gemeinden. Wenn man wie mein Kollege Jakob Augstein so richtig sauer auf die Banken ist und etwas &auml;ndern will, warum ergreift man nicht die Keule, die direkt vor der Nase liegt? Nichts w&uuml;rden deutsche und spanische Banken so sehr hassen wie den Gedanken, vollst&auml;ndig unter eine europ&auml;ische Bankenaufsicht zu fallen, weil dann der eine oder andere Bilanzierungstrick nicht mehr funktionieren w&uuml;rde.<br>\nZiemlich absurd auch die Debatte um Euro-Bonds, so lange die Politiker sich hier um konkrete Definitionen dr&uuml;cken. Am Projektbond wird in Br&uuml;ssel eh schon gebastelt. Projektbonds und echte Euro-Bonds sind so unterschiedlich voneinander wie Fahrrad und Ferrari. In Br&uuml;ssel sprach man diese Woche von einer Gr&ouml;&szlig;enordnung f&uuml;r Projektbonds von 230 Millionen Euro. Ja, richtig gelesen: Millionen, nicht Milliarden. Der Euro-Raum ist eine 9500 Milliarden Euro schwere Volkswirtschaft &ndash; also ungef&auml;hr vierzigtausendmal gr&ouml;&szlig;er als dieses Projektb&ouml;ndchen. Wer Projektbonds bef&uuml;rwortet und sie als Euro-Bonds verkauft, setzt vor allem auf die Ignoranz seiner Zuh&ouml;rer oder seiner W&auml;hler. Diese Form des Euro-Bonds ist substanzlos. Der Tilgungsfonds ist keine schlechte Idee an sich. Ein vergleichsweise langweiliges technisches Konstrukt, das es lediglich erm&ouml;glicht, eine Regel im Fiskalpakt zu erf&uuml;llen: Die Reduzierung des jetzigen &ouml;ffentlichen Schuldenstandes auf ein Niveau von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung binnen 20 Jahren. Wenn ich von Euro-Bonds rede, dann nat&uuml;rlich vom dritten Typ, also von Gemeinschaftsanleihen f&uuml;r die k&uuml;nftige Schuldenfinanzierung. In den USA erschuf man solche Bonds ebenfalls nach einem ber&uuml;hmten Abendessen, und zwar im Juni 1790 zwischen Alexander Hamilton, Thomas Jefferson und James Madison. Vor allem aber gelang es Hamilton, den skeptischen Madison von der Notwendigkeit von Gemeinschaftsanleihen zu &uuml;berzeugen. Es war das wichtigste Abendessen in der amerikanischen Geschichte, denn es legte den Grundstein zu einer echten Fiskalunion.<br>\nIch glaube, der SPD ist zumindest auf Bundesebene der Killerinstinkt abhandengekommen. Zudem gibt es ein Problem, das &Ouml;konomen als Wegabh&auml;ngigkeit bezeichnen. Mit ihrem Ja zur Schuldenbremse hat sich die SPD auf einen Pfad begeben, der jegliche zuk&uuml;nftige Flexibilit&auml;t in der Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa auf Dauer untergr&auml;bt. Die Geldpolitik steht bei uns ohnehin schon auf Autopilot. Sie unterliegt vorrangig dem Ziel der Preisstabilit&auml;t.&nbsp; Wenn jetzt noch die Fiskalpolitik ebenfalls auf Automatik gesetzt wird, was bleibt dann an Wirtschaftspolitik &uuml;brig? Die SPD hat sich auf diesen Pfad festgelegt, weil sie ihren Erfolg wie in fr&uuml;heren Zeiten in der politischen Mitte w&auml;hnt. Ein allzu lautes Ja zu Gemeinschaftsanleihen w&uuml;rde die W&auml;hler verschrecken, so ist wohl das Kalk&uuml;l. &ndash; Die SPD und m&ouml;glicherweise auch ihre franz&ouml;sischen Kollegen lassen gerade ihre gro&szlig;e Chance sausen, den disfunktionalen konservativen Konsens in der Euro-Politik zu brechen. Beide k&ouml;nnten den Fiskalpakt blockieren und darauf bestehen, dass er neu verhandelt wird, und zwar mit einer echten Wachstumspolitik und mit echten Euro-Bonds. Aber dazu fehlt beiden der Mumm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/streit-ueber-euro-bonds-spd-scheut-konflikt-mit-merkel-a-834663.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich kann man wie so oft bei M&uuml;nschau &uuml;ber einelne Punkte streiten, z. B. inwiefern die Schaffung einer kleineren W&auml;hrungsunion heutzutage &uuml;ber die B&uuml;hne gehen soll. Aber in der Tat, der SPD ist Killerinstinkt abhanden gekommen &ndash; und mehr.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und nebenbei vielleicht noch den Euro zu retten. Aber das wird nicht passieren, denn dazu fehlt den Dreien einfach eine Idee davon, was eigentlich &ldquo;politisch links&rdquo; ist, und der &Uuml;bervater M&uuml;ntefering darf auch reinquatschen und jede Abweichung von der rechten Linie verhindern:<\/em><\/p>\n<p><strong>Streit &uuml;ber Europa-Politik: M&uuml;ntefering warnt SPD vor Kurs &agrave; la Hollande<\/strong><br>\nIn der SPD ist eine Debatte &uuml;ber das Verh&auml;ltnis der Partei zu Fran&ccedil;ois Hollande entbrannt. Die Pragmatiker warnen Sigmar Gabriel davor, sich von Frankreichs Pr&auml;sident vereinnahmen zu lassen. In der Fraktionssitzung wurde der SPD-Chef indirekt von seinem Vorg&auml;nger kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/muentefering-a-834681.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Cutting Off Your Nose&hellip;<\/strong><br>\n&hellip;to spite your face.  This should be the new, official slogan of German policymakers.<br>\nMerkel sees a large stick as the only way to end the crisis. &nbsp;She is unwilling to recognize that she needs to match that stick with a large carrot. &nbsp;At the end of the day, rather than concede on the necessity of internal fiscal transfers to make this work, she would rather doom the entire project to failure.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economistsview.typepad.com\/timduy\/2012\/05\/cutting-off-your-nose.html\">Tim Duy&rsquo;s Fed Watch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Marshall Auerback &ndash; Today Germany is the Big Loser, Not Greece<\/strong><br>\n[&hellip;] To be sure, the Germans might well say, &ldquo;Enough is enough&rdquo; and leave the euro zone (which would probably destroy the currency union). The likely result of a German exit would be a huge surge in the value of the newly reconstituted DM. In effect, then, everybody would devalue against Berlin, shifting the onus for fiscal reflation on to the most vociferous opponent of fiscal activism. Germany would likely have to bail out its banks (particularly the Landesbanken). This might well be more politically palatable than, say, bailing out the Greek banks (at least from the perspective of the German populace), but it would not be without significant short term economic cost for Berlin. And in the interim, the likely currency shock would put an immediate halt to its export machine, as the built-in conferred by the euro zone would be dissipated in the event that Germany reverts to a newly reconstituted DM.<br>\nBy accounting identity, a fall in Germany&rsquo;s external surplus would mean a large increase in the budget deficit (unless the private sector begins to expand rapidly, which is doubtful under the scenario described above), so Germany will find itself experiencing much larger budget deficits. It will become a &lsquo;profligate&rsquo; if it wishes to mitigate the effects of a collapse in its current account surplus. Quite a reversal in fortune.<br>\nSo who holds the gun now?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neweconomicperspectives.org\/2012\/05\/today-germany-is-the-big-loser-not-greece.html#more-2310\">New Economic Perspectives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blockade-Drohung: SPD wirft Sch&auml;uble T&auml;uschung beim Fiskalpakt vor<\/strong><br>\nKurz vor dem entscheidenden Treffen mit der Bundesregierung zum Fiskalpakt hat die SPD schwere Vorw&uuml;rfe gegen Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble erhoben &ndash; er soll get&auml;uscht und verschleiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/blockade-drohung-spd-wirft-schaeuble-taeuschung-beim-fiskalpakt-vor\/6662226.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und trotzdem hat die SPD kein Problem damit, einem Trickser und T&auml;uscher zuzustimmen. Geht ja nur um die Aushebelung des Grundgesetzes und der Rechte eines demokratisch gew&auml;hlten Parlaments, dar&uuml;ber kann man schon mal gro&szlig;z&uuml;gig hinwegsehen. Man wei&szlig;, da&szlig; die SPD nur blufft und staatstragend niemals ihre Drohung, nicht zuzustimmen, niemals wahr machen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer: Europaparlament fordert z&uuml;gige Umsetzung in einer Koaltion der Willigen<\/strong><br>\nHeute hat das Europaparlament &uuml;ber den Kommissionsvorschlag zur Einf&uuml;hrung einer europ&auml;ischen Finanztransaktionssteuer (FTT) abgestimmt. Die Abgeordneten sprechen sich f&uuml;r eine FTT mit einer breiten Bemessungsgrundlage in der gesamten EU aus. F&uuml;r Derivate liegt der geplante der Steuersatz bei 0,01%; bei Aktien und Anleihen bei 0,1%. Um Verlagerungen von Gesch&auml;ften einzuschr&auml;nken, will die Kommission die Steuer nicht am Ausf&uuml;hrungsort des Gesch&auml;fts, sondern am Sitz des Auftraggebers erheben. Es w&auml;ren damit auch Transaktionen steuerpflichtig, die au&szlig;erhalb der EU durchgef&uuml;hrt werden&hellip;<br>\nDas Parlament unterst&uuml;tzt und versch&auml;rft damit den Vorschlag der Kommission. Jetzt sind die Mitgliedsl&auml;nder am Zug, die in Steuerfragen alleine entscheiden und das Europaparlament lediglich anh&ouml;ren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/finanztransaktionssteuer-europaparlament-fordert-zugige-umsetzung-in-einer-koaltion-der-willigen\/\">Sven Giegold<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/sides\/getDoc.do?type=REPORT&amp;reference=A7-2012-0154&amp;language=DE&amp;mode=XML\">Entwurf einer legislativen Entschlie&szlig;ung des Europ&auml;ischen Parlaments<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=COM:2011:0594:FIN:DE:PDF\">der Vorschlag der Kommission [PDF &ndash; 150 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rohstoffderivatem&auml;rkte sollen reguliert werden<\/strong><br>\nRohstoffderivatem&auml;rkte und Hochfrequenzhandel sollen reguliert werden. Der Finanzausschuss stimmte am Mittwoch einem gemeinsamen Antrag von CDU\/CSU- und FDP-Fraktion (17\/8882) zu. W&auml;hrend sich die SPD-Fraktion der Stimme enthielt, lehnten Linksfraktion und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen den Antrag der Koalition ab. Auch ein &Auml;nderungsantrag der SPD-Fraktion fand keine Mehrheit.<br>\nNach dem Antrag der Koalition sollen alle Hochfrequenzh&auml;ndler, die in Millisekunden Wertpapiere kaufen und verkaufen und damit erhebliche Preisschwankungen ausl&ouml;sen k&ouml;nnen, der Marktaufsicht unterstellt werden. Der Handel mit Rohstoffderivaten soll sch&auml;rfer &uuml;berwacht werden. Bei Fehlentwicklungen sollen Gegenma&szlig;nahmen wie die Begrenzung der Positionen einzelner H&auml;ndler an den B&ouml;rsen m&ouml;glich sein. Unions- und FDP-Fraktion weisen darauf hin, dass an den weltweiten Rohstoffm&auml;rkten seit einigen Jahren erhebliche Preisschwankungen zu verzeichnen sind. Gleichzeitig w&uuml;rden Rohstofftermingesch&auml;fte eine immer wichtigere Rolle spielen. Neben dem Einsatz der Rohstofftermingesch&auml;fte zur Absicherung von Preisrisiken lasse sich eine zunehmende Aktivit&auml;t von Finanzinvestoren an den globalen Rohstoffterminm&auml;rkten feststellen&hellip;<br>\nIn der Debatte des Ausschusses bezeichnete die SPD-Fraktion den Antrag als &bdquo;weit hinter der Problemlage zur&uuml;ckbleibend&ldquo;. Gerade bei der Nahrungsmittelproduktion gebe es Handlungsdruck. Auch die Linksfraktion vertrat die Ansicht, &bdquo;dass die Koalition mit dem Antrag zu kurz springt&ldquo;. Es m&uuml;sse etwas gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln getan werden. F&uuml;r B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen bildet der Antrag der Koalition die Debatte vor vier Jahren ab. Die gesellschaftliche Diskussion sei viel weiter. So h&auml;tten die ersten Banken den R&uuml;ckzug aus dem Nahrungsmittelbereich angek&uuml;ndigt. Ein Sprecher der Fraktion verlangte, dass der Rohstoffmarkt st&auml;rker von den Finanzm&auml;rkten getrennt w&uuml;rden.<br>\nF&uuml;r die FDP-Fraktion war der R&uuml;ckzug von Banken aus dem Nahrungsmittelbereich der Beweis, dass die Marktwirtschaft funktioniere. &bdquo;Und was funktioniert, muss man nicht regulieren&ldquo;, so ein Sprecher der FDP-Fraktion, der daf&uuml;r heftigen Widerspruch bei der Opposition erntete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_05\/2012_259\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kosten der Arbeitslosigkeit seit 2005 um mehr als ein Drittel gesunken<\/strong><br>\nDie gute Konjunktur, aber auch die Arbeitsmarktreformen haben die Kosten der Arbeitslosigkeit f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte deutlich sinken lassen, zeigt eine am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Jahr 2005 betrugen die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit noch 88 Milliarden Euro. In den Jahren 2005 bis 2011 nahmen sie um mehr als ein Drittel auf 56 Milliarden Euro ab, geht aus der IAB-Studie hervor.<br>\nEtwas mehr als die H&auml;lfte der gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit entsteht den &ouml;ffentlichen Haushalten direkt in Gestalt von Ausgaben, vor allem f&uuml;r Arbeitslosengeld I und II. Das IAB beziffert diese Ausgaben f&uuml;r das Jahr 2011 mit 31 Milliarden Euro.<br>\nDie Einnahmeausf&auml;lle bei Steuern und Sozialbeitr&auml;gen umfassten im gleichen Jahr 25 Milliarden Euro. So hat der Staat wegen der Arbeitslosigkeit knapp zehn Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen &ndash; davon acht Milliarden weniger Lohn- und Einkommenssteuer. Die h&ouml;chsten Beitragsausf&auml;lle verzeichnete mit rund neun Milliarden Euro die Rentenversicherung. Den Krankenversicherungen sind im Jahr 2011 Einnahmen in H&ouml;he von mehr als vier Milliarden Euro und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit fast zwei Milliarden Euro entgangen.<br>\nDie gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit werden wegen der guten Besch&auml;ftigungssituation zwar auch im Jahr 2012 sinken, erwartet das IAB. Dennoch sei eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung nicht geboten. &bdquo;Um eine tempor&auml;re oder gar permanente Unterfinanzierung der BA zu vermeiden, sollte der aktuelle Beitragssatz bis auf Weiteres stabil gehalten und aus &Uuml;bersch&uuml;ssen R&uuml;cklagen gebildet werden, auch um f&uuml;r konjunkturell schlechte Zeiten vorzusorgen&ldquo;, schreiben die Arbeitsmarktforscher. Die Erfahrungen in der gro&szlig;en Rezession 2008\/2009 und der konjunkturellen Erholung 2010\/2011 w&uuml;rden zeigen, dass die Ausgaben und Einnahmen des Haushalts der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sehr konjunktursensibel seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2012\/kb0812.pdf\">IAB [PDF &ndash; 460 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Uuml;berschrift k&ouml;nnte auch lauten: Die Kosten der Arbeitslosigkeit sind auf Kosten der Arbeitslosen gesunken. Gek&uuml;rzt wurde etwa bei den Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen, bei den Leistungen zur Eingliederung in Arbeit, bei &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Besch&auml;ftigung, bei Ein-Euro-Jobs, im letzten Jahr gab es 912.377 Sanktionsf&auml;lle etc.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Geringe Stundenl&ouml;hne, lange Arbeitszeiten<\/strong><br>\nSeit 2006 ist das starke Wachstum des Niedriglohnsektors vorbei, in den letzten Jahren entfielen auf diesen Bereich konstant 22 Pro- zent aller Arbeitnehmer. Innerhalb des Niedriglohnsektors hat sich in der vergangenen Dekade die T&auml;tigkeitsstruktur nicht ver&auml;ndert. In der gesamten Wirtschaft wird einfache Arbeit jedoch immer we- niger ben&ouml;tigt, konzentriert sich immer mehr im Niedriglohnsektor.<br>\nUnter den gering Entlohnten finden sich relativ viele Teilzeit- und insbesondere geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte. Lediglich die H&auml;lfte der Arbeitnehmer ist in Vollzeit t&auml;tig. Diese nehmen angesichts der sp&auml;rlichen Stundenl&ouml;hne lange Arbeitszeiten in Kauf, um &uuml;berhaupt auf einigerma&szlig;en ausk&ouml;mmliche Entgelte zu kommen. Die Vollzeit- besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor arbeiten im Schnitt fast 45 Stun- den, ein Viertel sogar 50 Wochenstunden und mehr. Der R&uuml;ckstand zu den monatlichen Durchschnittsverdiensten wird dadurch aber l&auml;ngst nicht wettgemacht. Arbeitszeiten wie bei den Niedrigl&ouml;hnern gibt es ansonsten nur am oberen Ende der Einkommensskala, also bei den Gutverdienern in Vollzeit. Die Mehrzahl der Teilzeitkr&auml;fte, vor allem der Minijobber, w&uuml;rde gern mehr arbeiten und mehr ver- dienen; hier zeigt sich eine verdeckte Unterbesch&auml;ftigung.<br>\nDie T&auml;tigkeit im Niedriglohnsektor geht nicht automatisch und auch nicht in der Regel mit sozialer Bed&uuml;rftigkeit einher; lediglich jeder achte wenig verdienende Arbeitnehmer bezieht Leistungen nach Hartz IV. Besonders gering ist der Anteil unter den Vollzeit- besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor; bei denen fallen staatliche Leistungen nur dann an, wenn ein gr&ouml;&szlig;erer Haushalt zu versorgen ist. Auch unter den gering entlohnten Teilzeitbesch&auml;ftigten und Minijobbern erh&auml;lt nur eine Minderheit Sozialleistungen. Meist leben in den Haushalten weitere Erwerbst&auml;tige, oder es gibt Ein- kommen wie Altersrente und private Unterhaltsleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.400060.de\/12-21-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 440 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&uuml;hrungsdebatte in der Linkspartei<\/strong><br>\nEinige kritische Anmerkungen zu Personal undPolitik. Ein Gespr&auml;ch mit Albrecht M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-24\/054.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD-Fraktion scheitert mit Vorsto&szlig; gegen EU-Atomf&ouml;rderung<\/strong><br>\nDer Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und Technologie hat am Mittwoch einen Antrag der SPD-Fraktion (17\/9554) mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU\/CSU und FDP zur&uuml;ckgewiesen, mit dem jede Subventionierung neuer oder vorhandener Atomkraftwerke in der Europ&auml;ischen Union unterbunden werden sollte. Die SPD-Fraktion hatte auf die von der d&auml;nischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft erbetenen Stellungnahmen zum EU-Energiefahrplan bis 2050 verwiesen. Darin h&auml;tten sich vier Mitgliedstaaten (Gro&szlig;britannien, Frankreich, Polen und Tschechien) f&uuml;r eine Gleichstellung der Atomenergie mit erneuerbaren Energien ausgesprochen. Beide Energieformen seien kohlendioxidneutral und damit wichtige Mittel gegen den Klimawandel, zitierte die SPD-Fraktion die Haltung der vier EU-Mitgliedsl&auml;nder, die deshalb vorgeschlagen h&auml;tten, die finanzielle F&ouml;rderung des Abbaus der Kohlendioxid-Emissionen technologiefrei erfolgen zu lassen.<br>\nNach Fukushima werde &uuml;ber die Risiken der Atomenergie neu nachgedacht, sagte ein Sprecher der SPD-Fraktion in der Sitzung. Die Atomenergie d&uuml;rfte keine subventionierte Energieerzeugung werden. In ihrem Antrag sieht die Fraktion &ouml;konomische Motive hinter der Forderung der vier EU-L&auml;nder. Alte abgeschriebene Reaktoren seien nur durch die Milliardensubventionen und die Vergesellschaftung der Folgekosten profitabel. Der Neubau vor Reaktoren rechne sich dagegen nicht, da er teurer sei und l&auml;nger dauere als bei jedem anderen Kraftwerk, gleichzeitig aber durch die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Zukunft kein Preisvorteil mehr bestehe. &bdquo;Atomenergie ist nicht nur viel zu gef&auml;hrlich, sondern auch schlichtweg nicht wettbewerbsf&auml;hig&ldquo;, so die SPD-Fraktion. Au&szlig;erdem sei die Atomenergie wegen des hohen Energieverbrauchs beim Uranabbau nicht Kohlendioxid-neutral&hellip;<br>\nDie Linksfraktion erkl&auml;rte, es k&ouml;nne nicht sein, dass ein ganzes Volk aus der Atomenergie aussteige und in Br&uuml;ssel alles so weitergehe wie bisher. Die Atomkraft habe ausgedient. Der deutsche Atomaussteig sei ein &bdquo;leuchtendes Beispiel in der Welt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_05\/2012_260\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Lebensl&uuml;ge der Energiekonzerne: Was kostet der Strom wirklich?<\/strong><br>\nDas Fraunhofer-Institut f&uuml;r Solare Energiesysteme hat nachgerechnet: Was kostet die Erzeugung von Strom aus verschiedenen Quellen aktuell und wahrscheinlich in den kommenden Jahren. Dabei hat das Forscherteam auch eine Reihe von zus&auml;tzlichen Kostenfaktoren ber&uuml;cksichtigt, zum Beispiel die unterschiedlichen Zinss&auml;tze und die Lebensdauer der Anlagen. Interessant dabei: Vor allem Windkraftanlagen schneiden &uuml;berraschend gut ab. Allerdings nur die landgest&uuml;tzten Windr&auml;der; die Offshore-Windparks haben zwar eine h&ouml;here Volllastzeit, k&ouml;nnen damit aber die aufw&auml;ndigere Technik nicht kompensieren. Das ist nicht zuletzt deswegen brisant, weil sowohl die Bundesregierung als auch die Stromkonzerne massiv auf letztere setzen. Kleine, privat installierte Photovoltaik-Anlagen sind &uuml;brigens, auch Dank heftiger Preissenkungen, mittlerweile durchaus attraktiv. Noch mehr gilt das f&uuml;r gro&szlig;fl&auml;chige Systeme. Au&szlig;erdem werden die Kosten mittelfristig weiter zur&uuml;ckgehen. Umgekehrt verh&auml;lt es sich mit der konventionellen Stromerzeugung, etwa durch Kohle- oder &Ouml;lkraftwerke. Denn die fossilen Brennstoffe werden mit Sicherheit teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/presseschau\/wirtschaft\/ressourcen-energie\/die-lebensluege-der-energiekonzerne\">Das Dossier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schicker Flughafen, sch&auml;bige L&ouml;hne<\/strong><br>\nDie Versprechen sind immer noch immens: Wenn der neue Berliner Gro&szlig;flughafen nun vielleicht im M&auml;rz 2013 seinen Betrieb aufgenommen haben wird, rechnet die Betreibergesellschaft mit 73.000 Arbeitspl&auml;tzen rund um den Flughafen. 40.000 davon sollen neu in der Region entstehen. Und wenn die Passagierzahlen von derzeit 25 Millionen an den bisherigen Berliner Flugh&auml;fen Tegel und Sch&ouml;nefeld am neuen Standort auf 45 Millionen geklettert sein sollten, wie die Betreiber hoffen, dann sollen es sogar 70.000 neue Arbeitspl&auml;tze werden. Tats&auml;chlich wird der Flughafen Berlin Brandenburg auf einer Fl&auml;che so gro&szlig; wie 2000 Fu&szlig;ballfelder zur Er&ouml;ffnung 18.000 Besch&auml;ftigte z&auml;hlen. Soweit die H&ouml;henfl&uuml;ge.<br>\nNun entstehen am neuen Flughafen durchaus auch neue Arbeitspl&auml;tze. Nur nicht die, von denen die Betreiber &ndash; die L&auml;nder Brandenburg und Berlin und der Bund &ndash; reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2012\/ausgabe-04\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/A0\">ver.di Publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Beim Mindestlohn entscheiden statt lavieren<\/strong><br>\nWenn der Gesetzgeber Mindestl&ouml;hne haben will, muss er sich auch trauen, sie gesetzlich zu verordnen. Augenma&szlig; ist gefordert.<br>\nFast 900.000 Arbeitnehmer arbeiten im Niedriglohnsektor regelm&auml;&szlig;ig 50 Stunden und mehr pro Woche. So kommen sie einigerma&szlig;en einigerma&szlig;en &uuml;ber die Runden. Und viele Teilzeitkr&auml;fte k&ouml;nnen mit ihren sp&auml;rlichen Entgelten kaum die Haushaltskasse auff&uuml;llen. Es kann sein, dass auch hier der Markt nicht richtig funktioniert &ndash; wegen einer &uuml;berm&auml;&szlig;igen Verhandlungsmacht der Arbeitgeber.<br>\nWas w&uuml;rde nun der CDU-Vorschlag bewirken? In solchen Bereichen, in denen Tarifvertr&auml;ge existieren, w&uuml;rde gar nichts passieren &ndash; auch wenn es dort keine Mindestlohnregelungen gibt. Die gelernte Friseurin in Sachsen m&uuml;sste sich daher weiterhin mit einem Kummerlohn unter f&uuml;nf Euro begn&uuml;gen. In den Branchen ohne Tarifvertrag soll dagegen eine Kommission aus Arbeitgeberverb&auml;nden und Gewerkschaften jeweils spezifische Mindestl&ouml;hne aushandeln. So bleibt scheinbar die Tarifautonomie gewahrt. Verfassungsrechtlich k&ouml;nnte es dennoch Probleme geben, da sich die Tarifpartner in die Lohnfindung solcher Branchen einmischen, in denen sie bisher keine Rolle spielen. Zudem k&ouml;nnte eine solche Regelung Arbeitgeber dazu einladen, Scheingewerkschaften zugr&uuml;nden, mit denen sie sehr niedrige Tarifl&ouml;hne aushandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-mindestlohn-beim-mindestlohn-entscheiden-statt-lavieren,1472602,16091758.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Clash of Realities an der FH K&ouml;ln: Gamesbranche &amp; Forschung<\/strong><br>\nErneut gibt die Fachhochschule K&ouml;ln Raum f&uuml;r Computerspiele-Designer &amp; Co, die als Forscher getarnten Werbetrommler der IT-Branche. Allen voran Literaturp&auml;da-goge und Plagiator Prof. Winfred Kaminski, der nach wie vor das Institut f&uuml;r Medien-forschung und Medienp&auml;dagogik an der FH K&ouml;ln leitet und die &bdquo;Clash of Realities&ldquo;-Tagung ausrichtet&hellip;<br>\nDie Computerspiele-Konferenz ist seit ihrem Auftakt vor vier Jahren in der Kritik &ndash; wegen der Verharmlosung und Propagierung von Mediengewalt, dem Verkleiden so manchen Software-Produkts als Bildungsmotor, sowie der Beteiligung nicht ganz neutraler Wissenschaftler, die vom Sponsoring der IT-Branche profitieren&hellip;<br>\nWie seri&ouml;s das Unterfangen ist, kann man an der Federf&uuml;hrung von Noch-Professor Kaminski ablesen, der des Plagiats &uuml;berf&uuml;hrt wurde &ndash; in seinem Beitrag zum Sammelband &bdquo;Computerspiele(r) verstehen&ldquo; des Kollegen und Herausgebers J&uuml;rgen Fritz, der das von Electronic Arts und Nintendo finanziell unterst&uuml;tzte Spielraum-Institut der FH mit initiierte. Selbst die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung, die nicht f&uuml;r eine kritische Haltung zu dieser Thematik bekannt ist und LAN-Partys als Partner von Turtle Entertainment ausrichtet (siehe spielbar.de), hat die Werke der unseri&ouml;sen Forscher aus ihrem Programm gestrichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20120521_IMV-PM_Spielraum-fuer-Plagiatoren.pdf\">IMV Institut f&uuml;r Medienverantwortung [PDF &ndash; 160 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Seit Aristoteles wird geklagt, die Jugend sei nicht leistungsf&auml;hig&rdquo;<\/strong><br>\nIn ganz Europa finden Jugendliche immer h&auml;ufiger keinen Job. Doch die Quote k&ouml;nnte trotz Wirtschaftskrise niedriger sein. Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte am Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, findet: Die Unternehmen stellen zu hohe Anspr&uuml;che an die Berufseinsteiger.<br>\n.. Das Zweite ist, dass die Unternehmen gerade hierzulande recht verw&ouml;hnt waren. Sie konnten sich aus einer gro&szlig;en Zahl von Bewerbern ihre Auszubildenden aussuchen. Mitunter war es ja so, dass in manchen Branchen Lehrlinge &uuml;berhaupt nur eingestellt wurden, wenn die Jugendlichen Abitur gemacht hatten, etwa bei den Banken oder Finanzdienstleistern. Von diesen hohen Erwartungen m&uuml;ssen sich die Unternehmen verabschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/547456\/Seit-Aristoteles-wird-ueber-die-Jugend-geklagt\">jetzt S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nur so mal zur Erinnerung: Entwicklungstendenz des privaten Verbrauchs im ersten Quartal 1962<\/strong><br>\nDie Entwicklung des privaten Verbrauchs, der 1961 mit Ausnahme des zweiten Quartals einen Zuwachs zwischen 10 und 11 vH erreichte und damit etwa der Zunahme der verf&uuml;gbaren Einkommen entsprach, konnte im ersten Quartal 1962 &ndash; bei etwas geringerem Zuwachs der verf&uuml;gbaren Einkommen &ndash; nicht das gleiche Tempo einhalten; die Erh&ouml;hung lag bei fast 9 vH.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.400058.de\/12-21.pdf\">DIW Wochenbericht 21\/2012 [PDF &ndash; 600 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Heutzutage redet man vom &bdquo;Kaufrausch&ldquo; oder von einem &bdquo;Boom&ldquo; beim privaten Verbrauch, wenn die privaten Konsumausgaben sinken (2007 und 2009 = minus 0,2) oder leicht ansteigen (2008 = plus 0,7)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Dieter Hildebrandt im Interview<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buehne\/hildebrandt119.html\">NDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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