{"id":133275,"date":"2025-05-22T14:00:12","date_gmt":"2025-05-22T12:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133275"},"modified":"2025-05-23T16:51:43","modified_gmt":"2025-05-23T14:51:43","slug":"bio-imperialismus-made-in-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133275","title":{"rendered":"Bio-Imperialismus made in USA"},"content":{"rendered":"<p>Die USA betreiben weltweit Biolabore unter dem Deckmantel von Gesundheit und Sicherheit. Diese Einrichtungen, oft milit&auml;risch gepr&auml;gt und unter Pentagon-Kontrolle, entziehen sich lokaler Aufsicht. Kritiker werfen den USA vor, in L&auml;ndern wie der Ukraine, Georgien und diversen Staaten Afrikas biologische Tests durchzuf&uuml;hren. Besonders umstritten sind Verbindungen zu Firmen wie Metabiota und politische Figuren wie Hunter Biden. Trotz &ouml;ffentlicher Kritik fehlt es an Transparenz und internationaler Kontrolle. Von <strong>Tun&ccedil; Akko&ccedil;<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1097\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-133275-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=133275-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Dieser Artikel liegt auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/flyer\/250522_Bio_Imperialismus_made_in_USA_NDS.pdf\">als gestaltetes PDF<\/a> vor. Wenn Sie ihn ausdrucken oder weitergeben wollen, nutzen Sie bitte diese M&ouml;glichkeit. Weitere Artikel in dieser Form <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=54\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p>Bem&uuml;hungen zur Eind&auml;mmung des Einsatzes chemischer und biologischer Waffen geh&ouml;ren zu den &auml;ltesten diplomatischen Initiativen in der Menschheitsgeschichte. Die fr&uuml;heste bekannte Vereinbarung in diesem Bereich ist das Stra&szlig;burger Abkommen von 1675 zwischen Frankreich und dem Heiligen R&ouml;mischen Reich. Der Einsatz von Giften im Krieg reicht jedoch weit in fr&uuml;here Zeiten zur&uuml;ck. Im modernen Zeitalter offenbarte der Einsatz von Chlor- und Senfgas im Ersten Weltkrieg das ganze Ausma&szlig; dieser Bedrohung. Der tragische Verlust von etwa einer Million Menschenleben l&ouml;ste eine reflexartige Reaktion der internationalen Gemeinschaft aus und f&uuml;hrte 1925 zur Unterzeichnung des Genfer Protokolls. Dieses Protokoll verbot den Einsatz chemischer und biologischer Waffen, vers&auml;umte es jedoch, verbindliche Beschr&auml;nkungen f&uuml;r deren Herstellung oder Lagerung festzulegen. Die Vereinigten Staaten traten diesem Protokoll erst 1975 bei &ndash; gleichzeitig unterzeichneten sie auch das &Uuml;bereinkommen &uuml;ber biologische Waffen, nachdem sie ihre Beteiligung bis dahin hinausgez&ouml;gert hatten.<\/p><p>Dieser sp&auml;te Beitritt unterstreicht das besondere Interesse der USA im Bereich biologischer Waffen. Die Forschung zur biologischen Kriegsf&uuml;hrung, die 1941 begann, entwickelte sich rasch zu einem zentralen Bestandteil der Staatspolitik. 1942 wurde Pr&auml;sident Roosevelt ein geheimes Memorandum unter der Leitung des damaligen Kriegsministers Henry L. Stimson vorgelegt, das das aktive Programm der USA in diesem Bereich formalisierte. Hinter diesem geheimen Prozess stehen der Schatten des Pentagons und die institutionellen Reflexe dessen, was gemeinhin als &bdquo;tiefer Staat&ldquo; bezeichnet wird. Kurz gesagt: Das biologisch-chemische Programm der USA wurde im Pentagon geboren und wird bis heute unter dessen Schirmherrschaft weltweit fortgef&uuml;hrt. Zur offiziellen Festlegung des geheimen Programms schickte Minister Stimson im April 1942 ein Memorandum an Pr&auml;sident Roosevelt mit dem Inhalt: &bdquo;Wir m&uuml;ssen vorbereitet sein &hellip; Und diese Vorbereitung muss mit gro&szlig;er Geheimhaltung und Sorgfalt erfolgen.&ldquo;<\/p><p><strong>Die neue US-Strategie in der &Auml;ra nach dem Kalten Krieg<\/strong><\/p><p>Das Ende des Kalten Krieges bot den Vereinigten Staaten eine bedeutende strategische Gelegenheit. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begannen die USA, unter dem Vorwand der Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen biologische Forschungseinrichtungen in ehemaligen Sowjetstaaten zu errichten. Diese Einrichtungen werden offiziell als dem &bdquo;Zivilschutz&ldquo; und der &bdquo;&ouml;ffentlichen Gesundheit&ldquo; dienend beschrieben, doch ein erheblicher Teil ihrer Aktivit&auml;ten tr&auml;gt milit&auml;rischen Charakter.<\/p><p>Das Koordinationszentrum dieser Programme ist die Defense Threat Reduction Agency (DTRA), eine dem Pentagon angegliederte Einrichtung. Im Rahmen ihres Programms zur Kooperativen Bedrohungsreduktion (CTR) hat die DTRA Labore in L&auml;ndern wie der Ukraine, Georgien, Armenien und Kasachstan errichtet, die alle unter direkter Aufsicht der USA betrieben werden. Laut der offiziellen Website der DTRA reichen die Urspr&uuml;nge der Agentur auf das Manhattan-Projekt von 1942 bis 1947 zur&uuml;ck, das die erste Atombombe der Welt entwickelte: &bdquo;Das reiche Erbe der DTRA beginnt mit dem Manhattan Engineer District, sp&auml;ter einfach als Manhattan-Projekt bekannt, das w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs zur Entwicklung der ersten Atombombe gegr&uuml;ndet wurde.&ldquo; Die Agentur betont stolz, dass der Beginn des Atomzeitalters auf den Erfolg des TRINITY-Nukleartests zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Die DTRA, die nach eigenen Angaben mit der Mission arbeitet, die Welt vor nuklearen und biologischen Bedrohungen zu sch&uuml;tzen, begr&uuml;ndet ihre historische Legitimit&auml;t mit ebendiesen Urspr&uuml;ngen.<\/p><p><strong>Biologische Experimente in Georgien und der Ukraine<\/strong><\/p><p>Einer der schwerwiegendsten Vorw&uuml;rfe betrifft biologische Experimente an Soldaten in der Ukraine und in Georgien. Laut Dokumenten der bulgarischen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva sammelten vom Pentagon geleitete Projekte Blutproben von Tausenden Soldaten, die anschlie&szlig;end in die Vereinigten Staaten &uuml;berf&uuml;hrt wurden. Die Projekte verlangten, dass Todesmeldungen von freiwilligen Soldaten innerhalb von 24 bis 48 Stunden eingereicht werden, doch es wurden keine Daten &ouml;ffentlich gemacht.<\/p><p>Einrichtungen wie das Lugar-Labor in Georgien sowie Labore in ukrainischen St&auml;dten wie Lwow, Kiew, Charkow und Odessa &ndash; alle vom Pentagon finanziert &ndash; wurden von amerikanischem Personal mit diplomatischer Immunit&auml;t betrieben. Dies hat den Zugang durch lokale Beh&ouml;rden stark eingeschr&auml;nkt und ernste Fragen zur Art und Kontrolle der in diesen Einrichtungen durchgef&uuml;hrten Arbeiten aufgeworfen.<\/p><p>Diese Biolabore existieren nicht nur in diesen oft genannten L&auml;ndern &ndash; auch in Deutschland gibt es sie. Derzeit errichtet die US-Armee im rheinland-pf&auml;lzischen Weilerbach ein Hochsicherheitslabor der Schutzstufe 3. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollten von der Bundesregierung wissen, ob sie &uuml;ber das Projekt informiert wurde, ob eine Genehmigung der US-Seite vorlag und inwiefern deutsche Beh&ouml;rden &uuml;berhaupt Kontrollrechte &uuml;ber solche Einrichtungen auf US-Milit&auml;rgel&auml;nde in Deutschland haben. Der Journalist Florian Warweg brachte das Thema in der Bundespressekonferenz <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128625\">zur Sprache<\/a> &ndash; zufriedenstellende Antworten auf seine Fragen erhielt er jedoch nicht.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/r0YkPxgwyk8?si=XYMRtvsBa6Oc_sOQ\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Marburg-Ausbruch und die Debatte &uuml;ber den Ursprung von COVID-19<\/strong><\/p><p>Im Jahr 2025 l&ouml;ste ein Ausbruch des Marburg-Virus in Ruanda erneut Besorgnis &uuml;ber m&ouml;gliche Laborlecks aus. Die als m&ouml;gliche Quelle genannte Einrichtung, das Family Health Research Center, wurde mit US-Finanzierung gegr&uuml;ndet und direkt vom Pentagon unterst&uuml;tzt. Ehemalige Experten, die mit den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verbunden sind, vermuteten, dass der Ausbruch auf ein Laborleck zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein k&ouml;nnte.<\/p><p>Das Fehlen lokaler Aufsicht, die Zur&uuml;ckhaltung von Ergebnissen gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit und die Verlagerung von Proben ins Ausland zeigen die beunruhigende Realit&auml;t eines m&ouml;glichen &bdquo;biologischen Testgel&auml;ndes&ldquo;. Dass ein Virus wie Marburg mit seiner hohen Sterblichkeitsrate eine unregulierte Bedrohung f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit darstellen kann, wirft nicht nur wissenschaftliche, sondern auch ethische und rechtliche Fragen nach Verantwortlichkeit auf.<\/p><p>Die USA haben keinen transparenten Bericht &uuml;ber diesen Ausbruch ver&ouml;ffentlicht. Die ruandische Regierung wurde weitgehend von dem Prozess ausgeschlossen. Obwohl der Ausbruch schlie&szlig;lich unter Kontrolle gebracht wurde, wurde deutlich, dass ein Fehler in einem von den USA unterst&uuml;tzten Labor katastrophale Folgen in einem afrikanischen Land haben kann.<\/p><p><strong>Ist Trump anders?<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend der Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump, insbesondere in seiner zweiten Amtszeit, r&uuml;ckten die US-amerikanischen Biolabor-Politiken verst&auml;rkt in den Fokus. Trump betonte die Gefahren von &bdquo;Gain-of-Function&ldquo;-Experimenten, bei denen Krankheitserreger gezielt leistungsf&auml;higer gemacht werden, und ergriff Ma&szlig;nahmen zur K&uuml;rzung der Finanzierung solcher Forschungen. Anfang 2025 erlie&szlig; er eine Durchf&uuml;hrungsverordnung, die die US-Finanzierung biologischer Experimente in &bdquo;L&auml;ndern von Interesse&ldquo; verbot. Diese Entscheidung bezog sich jedoch nicht auf die Kontrolle oder Regulierung der bereits in fr&uuml;heren Jahren errichteten Labore, deren Betrieb somit weitgehend unkontrolliert blieb.<\/p><p>Die Trump-Regierung investierte weiterhin in biologische Forschungseinrichtungen in der Ukraine, lieferte jedoch keine zufriedenstellenden &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen zur Transparenz dieser Labore. Dadurch wurden Fragen zur Verantwortlichkeit in diesem Zeitraum zu einem intensiv diskutierten Thema.<\/p><p>Trumps markige Rhetorik diente nicht dazu, das Management biologischer Risiken anzugehen, sondern sie zu verschleiern. Die fr&uuml;hzeitige Ablehnung der M&ouml;glichkeit eines Laborlecks durch seine Regierung, ihre Zur&uuml;ckhaltung bei der Untersuchung von Verbindungen zu Unternehmen wie Metabiota sowie die stillschweigende Zustimmung zu DTRA-Projekten zeigen deutlich, dass die Trump-Regierung ein Mitwirkender dieses globalen Systems war. Obwohl Trump in der Position gewesen w&auml;re, Untersuchungen zu viralen Laborurspr&uuml;ngen voranzutreiben, entschied er sich &ndash; wie andere US-Pr&auml;sidenten &ndash; dagegen.<\/p><p><strong>Die USA und Ebola: Intervention in Westafrika unter dem Deckmantel der &bdquo;Hilfe&ldquo;<\/strong><\/p><p>Als 2014 der Ebola-Ausbruch in Westafrika begann, intervenierten die Vereinigten Staaten rasch in der Region. Doch war das Engagement der USA rein humanit&auml;r motiviert? Das Biotechnologieunternehmen Metabiota war w&auml;hrend des Ausbruchs in Sierra Leone aktiv und arbeitete mit dem US-Milit&auml;r zusammen. Dieses Unternehmen wurde von einer Investmentfirma finanziert, die mit Hunter Biden in Verbindung steht. Die Aktivit&auml;ten von Metabiota unterlagen nicht der Aufsicht durch lokale Beh&ouml;rden, was in der Bev&ouml;lkerung Besorgnis hervorrief &ndash; es wurde die Frage laut: &bdquo;Werden wir als Versuchspersonen benutzt?&ldquo;<\/p><p>Der Umgang mit einem t&ouml;dlichen Erreger wie dem Ebola-Virus durch milit&auml;rische und medizinische Kan&auml;le, verbunden mit der &Uuml;berf&uuml;hrung von Proben in US-Labore, kann nicht nur als Gesundheitsma&szlig;nahme interpretiert werden, sondern auch als Versuch, eine biopolitische Hegemonie zu etablieren. Das globale Netz der US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte umfasst ein paralleles Netz von Biolaboren. Letztlich werden biologische Daten und die DNA der Menschheit unter die Kontrolle des US-Milit&auml;rs gebracht. Wer kann garantieren, dass diese gewaltige DNA-Datenbank in einem zuk&uuml;nftigen Konflikt nicht vom US-Milit&auml;r als Waffe eingesetzt wird? Und was rechtfertigt die privilegierte Position der USA beim Sammeln genetischer Informationen der gesamten Menschheit?<\/p><p><strong>Das Dreieck Pentagon, Black &amp; Veatch und Hunter Biden<\/strong><\/p><p>Ein bedeutender Teil der Labore in der Ukraine wurde durch Vertr&auml;ge zwischen dem Pentagon und dem privaten Unternehmen Black &amp; Veatch errichtet. Metabiota, ein Subunternehmer von Black &amp; Veatch, wurde von einer Investmentfirma finanziert, die mit Hunter Biden, dem Sohn des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Joe Biden, in Verbindung steht. Obwohl Metabiota angibt, im Bereich der &ouml;ffentlichen Gesundheit t&auml;tig zu sein, werfen Projekte mit milit&auml;rischem Personal in den Gastgeberl&auml;ndern Zweifel an der &bdquo;zivilen&ldquo; Natur dieser Aktivit&auml;ten auf.<\/p><p>Dieses Geflecht von Beziehungen verdeutlicht, dass biologische Forschung nicht nur durch wissenschaftliche Ziele, sondern auch durch politische und wirtschaftliche Interessen gepr&auml;gt ist. Aus frei zug&auml;nglichen Quellen geht hervor, dass das Pentagon bei der Einrichtung und dem Betrieb von Biolaboren mit Black &amp; Veatch zusammenarbeitet. In Georgien und der Ukraine vergibt Black &amp; Veatch Unterauftr&auml;ge an Metabiota, das eine F&ouml;rderung in H&ouml;he von 30 Millionen Dollar von Hunter Bidens Investmentfirma Rosemont Seneca Technology Partners (RSTP) erhielt. Die Defense Threat Reduction Agency (DTRA) des Pentagon unterzeichnete zwischen 2008 und 2017 einen Vertrag &uuml;ber 215,6 Millionen Dollar mit Black &amp; Veatch, der die Errichtung und den Betrieb von Biolaboren in der Ukraine, Aserbaidschan, Vietnam, Kamerun, Thailand, &Auml;thiopien und Armenien umfasste.<\/p><p>Die USA betreiben zudem umfangreiche biomilit&auml;rische Aktivit&auml;ten in Fort Detrick im US-Bundesstaat Maryland. Im Sommer 2019 wurde das h&ouml;chstklassifizierte Biosicherheitslabor des Landes in Fort Detrick wegen &bdquo;Sicherheitsverst&ouml;&szlig;en&ldquo; geschlossen, doch die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gaben nach der Schlie&szlig;ung keine &ouml;ffentlichen Details bekannt. Dar&uuml;ber hinaus wurde 2001 in Nevada eine von der DTRA eingerichtete Anlage zur Simulation eines Milzbrandangriffs genutzt, &bdquo;um die Bedrohung durch Bioterrorismus zu demonstrieren&ldquo;. 2015 r&auml;umte das Pentagon ein, dass lebende Milzbrandsporen versehentlich an eine US-Milit&auml;rbasis in S&uuml;dkorea geschickt wurden.<\/p><p>Einige Studien haben den Verdacht auf Lecks im Zusammenhang mit den USA im Kontext des COVID-19-Virus verst&auml;rkt. Spuren des Virus wurden bereits Ende 2019 in Italien, Frankreich und den USA entdeckt. So entdeckten die US National Institutes of Health (NIH) im Rahmen ihres &bdquo;All of Us&ldquo;-Projekts SARS-CoV-2-Antik&ouml;rper in Blutproben, die im Dezember 2019 gesammelt wurden &ndash; ein Hinweis darauf, dass das Virus in den USA vorhanden war, bevor der erste offizielle Fall gemeldet wurde (Axios, 15. Juni 2021). Eine weitere CDC-Studie fand SARS-CoV-2-Antik&ouml;rper in Blutspenden, die zwischen dem 13. und 16. Dezember 2019 entnommen wurden, was die These untermauert, dass das Virus bereits Ende 2019 in den USA zirkulierte (PMC7428442). Diese Erkenntnisse widersprechen deutlich der von Ex-Pr&auml;sident Trump verbreiteten &bdquo;China-Virus&ldquo;-Erz&auml;hlung und stellen seine Behauptungen wissenschaftlich in Frage.<\/p><p><strong>Wachsende Reaktionen aus Russland und China<\/strong><\/p><p>Russland betrachtet die biologischen Labore der USA in der Ukraine und in Georgien schon seit Langem mit Misstrauen. Diese Bedenken wurden nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges 2022 offen auf internationaler B&uuml;hne ge&auml;u&szlig;ert. Russland warf den USA milit&auml;risch-biologische Aktivit&auml;ten vor und brachte das Thema vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. China behauptete derweil, dass die USA 336 Labore in 30 L&auml;ndern errichtet h&auml;tten, und forderte von Washington Transparenz.<\/p><p>Russland geht noch weiter und wirft den USA vor, in Afrika biologische Waffen zu entwickeln. Russische Beamte behaupten, dass Labore in der Demokratischen Republik Kongo, in Sierra Leone, Kamerun, Uganda und S&uuml;dafrika &ndash; finanziert durch die DTRA, die National Security Agency und das US-Au&szlig;enministerium &ndash; mit Vorbereitungen f&uuml;r einen biologischen Krieg in Verbindung stehen.<\/p><p>Die USA wiesen diese Vorw&uuml;rfe als &bdquo;russische Propaganda&ldquo; zur&uuml;ck. Doch das offizielle Eingest&auml;ndnis des Pentagon, Millionenbetr&auml;ge in Labore in der Ukraine investiert zu haben, stellt ein bedeutendes Novum dar und verleiht den Vorw&uuml;rfen eine gewisse Glaubw&uuml;rdigkeit.<\/p><p><strong>US-Eingest&auml;ndnis und der UN-Prozess<\/strong><\/p><p>Im Jahr 2022 machte die US-Staatssekret&auml;rin Victoria Nuland w&auml;hrend einer Anh&ouml;rung im Ausw&auml;rtigen Ausschuss des Senats eine aufsehenerregende Aussage. Auf eine Frage des damaligen Senators aus Florida, Marco Rubio &ndash; heute Au&szlig;enminister &ndash;, ob die Ukraine biologische oder chemische Waffen besitze, antwortete Nuland: &bdquo;Die Ukraine verf&uuml;gt &uuml;ber biologische Forschungseinrichtungen. Wir sind sehr besorgt, dass russische Streitkr&auml;fte versuchen k&ouml;nnten, die Kontrolle &uuml;ber diese zu erlangen.&ldquo; Diese Aussage stellte die erste offizielle Best&auml;tigung der USA &uuml;ber die Existenz solcher Labore dar und best&auml;tigte damit Informationen, die zuvor als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; abgetan worden waren.<\/p><p>Nach diesem Eingest&auml;ndnis forderte Russland erneut eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats. UN-Protokolle belegen, dass sich die USA seit 2001 gegen die Einrichtung eines Verifikationsmechanismus im Rahmen des &Uuml;bereinkommens &uuml;ber biologische Waffen ausgesprochen haben.<\/p><p><strong>Fazit: Ein undurchsichtiges biologisches Risiko<\/strong><\/p><p>Die Biolabor-Politik der USA wirft tiefgreifende Fragen hinsichtlich Sicherheit, Ethik und V&ouml;lkerrecht auf. Die meisten als &bdquo;defensiv&ldquo; beschriebenen Labore entziehen sich jeglicher Kontrolle; Gesundheitsdaten der lokalen Bev&ouml;lkerung werden durch Institutionen erhoben, die internationaler &Uuml;berpr&uuml;fung verschlossen bleiben. Ob diese Aktivit&auml;ten tats&auml;chlich der &ouml;ffentlichen Gesundheit dienen, bleibt eine ernsthafte Frage.<\/p><p>Unter dem Vorwand der biologischen Sicherheit haben die USA ein grenz&uuml;berschreitendes Forschungsnetzwerk aufgebaut, das eng mit wirtschaftlichen und politischen Interessen verflochten ist. Das Fehlen transparenter Aufsicht &uuml;ber dieses Netzwerk stellt ein erhebliches Risiko f&uuml;r die globale Sicherheit dar. Sollten in Zukunft Pandemien oder biologische Bedrohungen aus diesen Laboren hervorgehen, w&uuml;rden nicht nur Wissenschaftler, sondern auch das internationale System, das zu deren Errichtung geschwiegen hat, zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p><p>Trotz seiner &bdquo;America First&ldquo;-Rhetorik, die eine Abkehr von ausl&auml;ndischen Interventionen suggerierte, erwies sich die Politik der Trump-Regierung im Hinblick auf Biolabore als Illusion. Tats&auml;chlich wurde die Finanzierung biologischer Projekte im Ausland durch das Pentagon w&auml;hrend Trumps Amtszeit nie eingestellt. Millionen von Dollar flossen weiterhin an Labore in der Ukraine, Georgien und Afrika. Die Art der dort durchgef&uuml;hrten Forschungen, einschlie&szlig;lich der getesteten Krankheitserreger, bleibt der &Ouml;ffentlichkeit konsequent verborgen.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ alexkich<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128625\">US-Milit&auml;r baut Bio-Labor der Sicherheitsstufe 3 in Deutschland &ndash; Bundesregierung wei&szlig; angeblich von nichts<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110491\">Wie die Welt in einen neuen Kalten Krieg taumelt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98682\">Wie viele ausl&auml;ndische Milit&auml;rs sind in Deutschland stationiert und was kostet dies den Steuerzahler? &ndash; Bundesregierung legt Zahlen vor<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52644\">Dem Zyklon in die Augen schauen: Die milit&auml;rische Bedeutung der US-Air-Base Ramstein in der US-Kriegsf&uuml;hrung gegen den Iran<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die USA betreiben weltweit Biolabore unter dem Deckmantel von Gesundheit und Sicherheit. Diese Einrichtungen, oft milit&auml;risch gepr&auml;gt und unter Pentagon-Kontrolle, entziehen sich lokaler Aufsicht. Kritiker werfen den USA vor, in L&auml;ndern wie der Ukraine, Georgien und diversen Staaten Afrikas biologische Tests durchzuf&uuml;hren. 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