{"id":13372,"date":"2012-05-29T08:50:36","date_gmt":"2012-05-29T06:50:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372"},"modified":"2012-05-29T11:38:54","modified_gmt":"2012-05-29T09:38:54","slug":"hinweise-des-tages-1642","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h01\">Das Friedensgutachten 2012: Globale Machtverschiebungen verlangen nach  gemeinsamer Sicherheit und Kooperationsmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h02\">The Crisis This Time<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h03\">It&rsquo;s payback time: don&rsquo;t expect sympathy &ndash; Lagarde to Greeks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h04\">Sparen in Spanien: Angst vor einer R&uuml;ckkehr Francos in die Klassenzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h05\">Slowakei schafft Einheitssteuer ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h06\">Neuer Chef der Deutschen Bank: Der Schrotth&auml;ndler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h07\">Solare Angstbei&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h08\">Allianz Zuversichtsstudie: EM-Vorfreude hebt Stimmung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h09\">Wie viele Nullen hat der BdV? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h10\">Blinde Gewalten und ihre Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h11\">Christoph Butterwegge &uuml;ber Gegenwart und Zukunft des deutschen Sozialsystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h12\">Wie stressig sind Krippen f&uuml;r die Kinder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h13\">Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h14\">Der &Ouml;konomen-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h15\">Das Linke Trauerspiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h16\">Eine Linke begeistert die Konservativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h17\">Georg F&uuml;lberth: Warum Piraten? Konturen einer b&uuml;rgerlichen Partei neuen Typs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h18\">Blogger m&uuml;ssen mehr wissen als Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h19\">Frank Plasberg, Sandra Maischberger, Anne Will, G&uuml;nther Jauch und Maybritt Illner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h20\">Der Mythos von der unternehmerischen Universit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h21\">DFG stellt &bdquo;F&ouml;rderatlas 2012&ldquo; vor: Wettbewerb um Drittmittel als &bdquo;selbstverst&auml;ndlicher Alltag&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h22\">Fachhochschulen sind keine schlechten Universit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h23\">Franz&ouml;sische Wahlen: Buhlen um den Front National<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372#h24\">Zu guter Letzt: Euro-Rettung, da hilft nur noch Satire<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13372&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Friedensgutachten 2012: Globale Machtverschiebungen verlangen nach gemeinsamer Sicherheit und Kooperationsmacht<\/strong><br>\nVorbei sind die Zeiten unangefochtener Dominanz des Westens. Die BRICS-Staaten gewinnen an Einfluss. Die friedenspolitischen Implikationen dieser Verschiebungen stehen im Fokus des diesj&auml;hrigen Friedensgutachtens.<br>\nDie USA geben f&uuml;r ihr Milit&auml;r mehr Geld aus als der Rest der Welt zusammen. Sind sie dadurch sicherer geworden? Wir bezweifeln es. Milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit konnte die Regime in Afghanistan und im Irak st&uuml;rzen, doch beide L&auml;nder bleiben unbefriedet. Von den Kosten ganz zu schweigen. W&auml;hrend die USA zwei Kriege f&uuml;hrten und ihr Milit&auml;rbudget in zehn Jahren auf &uuml;ber 700 Mrd. USD verdoppelten, brachte China seine Wirtschaft voran und hortete Devisen. Dem Aufstieg der BRICS-Staaten korrespondiert der relative Abstieg des Westens &ndash; das n&auml;hrt Warnungen vor einer angeblich unvermeidlichen Konfrontation, f&uuml;r die man sich wappnen m&uuml;sse. Doch gibt es kein Naturgesetz, dem zufolge Macht&uuml;berg&auml;nge zu Kriegen f&uuml;hren. Die &Ouml;konomien des aufsteigenden Ostens und des von der Krise gebeutelten Westens sind so miteinander verflochten, dass Machtverschiebungen kein Nullsummenspiel sind. Ihren Boom verdanken die &ouml;konomisch erfolgreichen BRICS-Staaten, vor allem China, der bestehenden Weltwirtschaftsordnung &ndash; warum sollten sie diese beseitigen wollen? Wir pl&auml;dieren daf&uuml;r, die BRICS-Staaten mehr in die internationale Verantwortung einzubeziehen. Die globalen Machtverschiebungen verlangen neues Denken: Sicherheit ist nicht mehr gegen, sondern nur noch miteinander zu erreichen.<br>\nDie EU, mit ihrer Krise besch&auml;ftigt, ist nicht auf der H&ouml;he der Zeit. Wir brauchen einen &bdquo;New Deal f&uuml;r Europa.&ldquo; Sonst drohen Europa und der Sozialstaat vollends unter die R&auml;der zu geraten. Die Euro-Krise dr&auml;ngt Deutschland in eine europ&auml;ische F&uuml;hrungsverantwortung. Diese ist etwas anderes als Herrschaft: Sie organisiert den Konsens der anderen, indem sie ihre Interessen ber&uuml;cksichtigt. Man nennt das Kooperationsmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news478681\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>The Crisis This Time<\/strong><br>\nThey blew it, again. With Greece in meltdown, raising fears of cascading bank insolvencies and deepening recession, Europe&rsquo;s leaders failed again this week to agree on the ambitious initiatives needed to quell the crisis.<br>\nFor a few days before their Wednesday dinner meeting, it sounded as if Chancellor Angela Merkel of Germany might be ready to change her all-austerity-all-the-time tune. France&rsquo;s new president, Fran&ccedil;ois Hollande, had campaigned and won on a pro-growth agenda, and Ms. Merkel was suddenly suggesting that some stimulus for Greece and others to spur growth might be possible.<br>\nBut, on Wednesday, she was again insisting on the same draconian budget cuts and the same unreachable targets as the price of aid to Greece and other indebted euro-zone nations.<br>\nBy this point, there should be no debate: Austerity has been a failure, shrinking economies and making it ever harder for indebted countries to repay their debts&hellip;<br>\nInstitutional reform, however, is a long-term solution. Right now, Greece and other weakened nations need an aid plan that will help them grow as they reduce their debt burdens. If Europe&rsquo;s leaders don&rsquo;t figure that out soon, the consequences could be disastrous &mdash; for their countries and the rest of the world.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/05\/25\/opinion\/the-euro-crisis-this-time.html?_r=1&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss\">Editorial der New York Times<\/a>\n<p>Siehe dazu den Kommentar auf dem <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2012\/05\/26\/by-this-point-there-should-be-no-debate-13752088\/\">Tautenhahn-Blog<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>It&rsquo;s payback time: don&rsquo;t expect sympathy &ndash; Lagarde to Greeks<\/strong><br>\nTake responsibility and stop trying to avoid taxes, International Monetary Fund chief tells Athens.<br>\nThe International Monetary Fund has ratcheted up the pressure on crisis-hit Greece after its managing director, Christine Lagarde, said she has more sympathy for children deprived of decent schooling in sub-Saharan Africa than for many of those facing poverty in Athens.<br>\nIn an uncompromising interview with the Guardian, Lagarde insists it is payback time for Greece and makes it clear that the IMF has no intention of softening the terms of the country&rsquo;s austerity package.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2012\/may\/25\/payback-time-lagarde-greeks\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber das Interview von IWF-Chefin Lagarde haben Sie &uuml;ber die Feiertage sicherlich genug geh&ouml;rt und gelesen. Hier also nur der Original-Ton. Niels Kadritzke hat auf den NachDenkSeiten mehrfach geschildert, welches &Uuml;bel die Steuerhinterziehung (der Reichen) f&uuml;r Griechenland bedeutet. Zwar ist Steuerhinterziehung dort geradezu ein Nationalsport, aber die gro&szlig;e Mehrheit der Griechen zahlt ihre Steuern. Lagarde sollte ihre Vorw&uuml;rfe gegen die Parteien richten, die es zugelassen haben, dass die Reichen keine Steuern bezahlen. Es sind eben gerade die sozialdemokratische Pasok und die konservative ND, die das Diktat der Troika aus EU, IWF und EZB umsetzen wollen. In diesem Diktat (Memorandum) ist ausschlie&szlig;lich von Sparen (ganz &uuml;berwiegend f&uuml;r die kleinen Leute) die Rede, eine Empfehlung, wie die Steuerhinterzieher zur Kasse gebeten werden k&ouml;nnten oder gar wie das ins Ausland abgeflossene Kapital der reichen Griechen zum Schuldenabbau herangezogen werden k&ouml;nnte, findet sich darin leider kaum. Dar&uuml;ber geht auch Lagarde locker hinweg und belegt mit ihrem Hinweis auf die viel gr&ouml;&szlig;ere Not der afrikanischer Kinder, dass ihr das Schicksal des &uuml;berwiegenden Teils der griechischen Bev&ouml;lkerung v&ouml;llig egal ist, Hauptsache die Schulden werden von denjenigen, die nun am meisten zu leiden haben, zur&uuml;ckbezahlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sparen in Spanien: Angst vor einer R&uuml;ckkehr Francos in die Klassenzimmer<\/strong><br>\nHunderttausende Lehrer demonstrieren gegen geplante K&uuml;rzungen im Bildungsbereich. Wir kehren zum Franco-Schulsystem zur&uuml;ck&rdquo;, beschwert sich der Generalsekret&auml;r der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaft im Bildungsbereich, der postkommunistischen CCOO, Jos&eacute; Campos. Seit die Regierung des Konservativen Mariano Rajoy die Regionalregierungen dazu anh&auml;lt, im Bildungsbereich 3 Milliarden Euro einzusparen, werden &uuml;berall an Schulen und Universit&auml;ten Stellen abgebaut. In Madrid wurde im laufenden Schuljahr die Zahl der Unterrichtsstunden pro Lehrer erh&ouml;ht. 2.300 Stellen fielen dem zum Opfer. Den verbleibenden Lehrern bleibt keine Zeit mehr f&uuml;r Aktivit&auml;ten au&szlig;erhalb des Klassenzimmers. Die Bibliotheks&ouml;ffnungszeiten m&uuml;ssen eingeschr&auml;nkt, freiwillige Arbeitsgemeinschaften gestrichen werden. K&uuml;nftig werden in der Oberstufe statt bisher 30 Sch&uuml;lern pro Klasse 42 bis 47 Sch&uuml;ler zul&auml;ssig sein. Falls dies von allen Regionen konsequent umgesetzt wird, werden &ndash; so die Gewerkschaften &ndash; spanienweit 80.000 der 500.000 Lehrer ihren Arbeitsplatz verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2012%2F05%2F24%2Fa0105&amp;cHash=b22552820b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn ein Land immer noch darum k&auml;mpft, &ouml;konomisch Anschluss an Kerneuropa zu finden, so ist dieses blinde Sparen nach der Art eines umgekehrten Gie&szlig;kannenprinzips kaum nachvollziehbar. Die Investitionen in Bildung m&uuml;ssten eigentlich erh&ouml;ht werden wie zum Beispiel im Schwellenland S&uuml;dkorea. Die wirtschaftlich positiven Auswirkungen einer h&ouml;heren Qualifizierung auf den Lebensweg des Einzelnen und die Entwicklung der Gesellschaft im Ganzen sind durch viele Studien immer wieder best&auml;tigt worden. &ndash; Allerdings sollten wir uns nicht auf die Schultern klopfen, denn die Bildungsausgaben Deutschlands liegen anteilig am BIP mit 4,8 Prozent noch unter den spanischen mit 5,1 Prozent (OECD, Bildung auf einen Blick 2011, Stand 2008). Die ausbleibenden Investitionen in das Humankapital werden auch dem Hochindustrieland Deutschland den Hals brechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Slowakei schafft Einheitssteuer ab<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung einer Flat Tax sorgte die Slowakei f&uuml;r Furore &ndash; jetzt kassiert das Land die Einheitssteuer wieder. Au&szlig;erdem schraubt die Regierung die Firmensteuer hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:flat-tax-slowakei-schafft-einheitssteuer-ab\/70042211.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuer Chef der Deutschen Bank: Der Schrotth&auml;ndler <\/strong><br>\nInterne Unterlagen aus der Deutschen Bank zeigen: Der neue Bankchef Anshu Jain war im Jahr 2007 pers&ouml;nlich am Verkauf einer Anlage beteiligt, die der Bank eine Schadensersatz-Klage wegen Betruges einbrachte. Die Deutsche Bank einigte sich im Februar 2012 au&szlig;ergerichtlich und zahlte eine Summe, deren H&ouml;he sie nicht bekannt geben m&ouml;chte. Kl&auml;ger war eine Tochtergesellschaft der deutschen Mittelstandsbank IKB mit dem Namen Loreley, die bei ihren Gesch&auml;ften mit der Deutschen Bank knapp 440 Millionen Dollar verloren hatte. Die IKB musste im Jahr 2007 von der Bundesregierung mit mehreren Hilfspaketen gerettet werden.<br>\nDie IKB-Tochtergesellschaften zitieren in ihrer Klage ausf&uuml;hrlich aus den internen Dokumenten der Bank, die der Senat ver&ouml;ffentlicht hatte&hellip;<br>\nDer Fall ist geeignet, das Vertrauen in die Deutsche Bank zu ersch&uuml;ttern. Das Institut stellt sich gerne so dar, als sei es der Anwalt seiner Kunden und berate sie objektiv &uuml;ber Chancen und Risiken einzelner Investitionsm&ouml;glichkeiten. Doch die internen Dokumente belegen, dass Bankmitarbeiter von der schlechten Qualit&auml;t eines konkreten Anlageproduktes wussten. Und dass auch der designierte Bankchef Anshu Jain pers&ouml;nlich genau dieses Produkt anbot. Mit dem au&szlig;ergerichtlichen Vergleich in der Betrugsklage entgeht die Deutsche Bank einer Verhandlung und einem Urteil.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuer-Chef-der-Deutschen-Bank\/!94108\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/rechercheblog\/\">taz rechercheblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r NDS-Leser sind diese Informationen so neu nicht, bereits fr&uuml;h wurde <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3470\">auf die Verbindung der Deutschen Bank mit der IKB hingewiesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen d&uuml;rfte die Deutsche Bank noch nicht aus dem Schneider sein, denn die amerikanische B&ouml;rsenaufsicht SEC plant immer noch Anklagen wegen falscher Angaben zu den Risiken hypothekenbesicherter Anleihen gegen mehrere gro&szlig;e Banken, u.a. gegen die Deutsche Bank. Zu bef&uuml;rchten ist allerdings, dass auch hier das Prinzip &ldquo;Bail not Jail&rdquo; zum Zuge kommt. Dennoch ist zu vermerken, dass in den USA wenigsten Ermittlungen in die Wege geleitet wurden. Bei Deutschlands bzw. Europas Justiz herrscht absolute Windstille bzw. Friedhofsstille. Ob &uuml;berhaupt jemand die ca. 50 Seiten gelesen hat, die im &ldquo;<a href=\"http:\/\/cybercemetery.unt.edu\/archive\/fcic\/20110310173538\/http:\/\/www.fcic.gov\/report\">Final Report of the National Commission on the Causes of the Financial and Economic Crisis in the United States<\/a>&ldquo;<\/em> <em>die Deutsche Bank betreffen? Wir treffen hier auf vertraute Namen wie die IKB oder weniger Vertraute wie Greg Lippmann, der mit Milliardenwetten gegen die Immobilienblase der Deutschen Bank betr&auml;chtliche Verluste ersparen konnte. In der Langfassung des taz- Artikels holt Sebastian Heiser das nach und konzentriert sich auf die Rolle von Lippman: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2012%2F05%2F26%2Fa0024&amp;cHash=685de4ed93\">Der Chef und sein Schatten<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die NDS haben immer wieder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4043#h19\">auf Lippman hingewiesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Immerhin scheinen jetzt einige Kunden der Deutschen Bank aufzumucken, so hat die Bayerische Landesbank jetzt Klage gegen die Deutsche Bank erhoben &ndash; allerdings in New York. Die Deutsche Bank habe beim Verkauf <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article106239806\/Deutsche-Bank-und-der-Fluch-der-Schrottpapiere.html\">falsche Angaben zur Qualit&auml;t des Portfolios gemacht<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die Bayern LB machte in der Finanzkrise mit riskanten US-Wertpapieren einen Verlust von etwa 5 Milliarden Euro. Die Bank of America hat im vergangenen Jahr einen Vergleich &uuml;ber  8,5 Milliarden Dollar mit diversen Investoren aus der ganzen Welt, u.a. der BayernLB, abgeschlossen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Solare Angstbei&szlig;er<\/strong><br>\nK&uuml;rzung der Photovoltaikf&ouml;rderung macht Private Equity Fonds aggressiv. Gewerkschaftsfeindliche Stimmung versch&auml;rft sich mit der Branchenkrise.<br>\nAm Donnerstag verhandelt das Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) &uuml;ber die fristlose K&uuml;ndigung eines Betriebsratsmitgliedes der Photovoltaikfabrik First Solar in der ostbrandenburgischen Stadt. Ende April hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Tempe, Arizona, bekanntgegeben, seine beiden Werke in Brandenburg zu schlie&szlig;en und Deutschland zu verlassen. Drei Tage sp&auml;ter wurde das Betriebsratsmitglied Sven Hennig entlassen. Als Begr&uuml;ndung gab das Management gegen&uuml;ber der Lokalpresse an, Hennig habe den Produktionsablauf gest&ouml;rt. Die IG Metall protestierte und erkl&auml;rte, es handele sich offenkundig um eine politisch motivierte K&uuml;ndigung.<br>\nFirst Solar geh&ouml;rt dem Risikokapitalfonds True North Partners, der wiederum vom US-amerikanischen Walton-Clan kontrolliert wird, der Familie, der auch die Supermarktkette WalMart geh&ouml;rt. &raquo;Gewerkschaftsfresser&laquo;, meint S&ouml;ren Niemann-Findeisen vom IG-Metall-Vorstand.<br>\nAuffallend ist, da&szlig; die Fertigungsst&auml;tten gr&ouml;&szlig;tenteils in Ostdeutschland liegen. Das entscheidende Kriterium daf&uuml;r d&uuml;rfte in der gro&szlig;z&uuml;gigeren F&ouml;rderpolitik der dortigen Landesregierungen gelegen haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-29\/012.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Allianz Zuversichtsstudie: EM-Vorfreude hebt Stimmung in Deutschland<\/strong><br>\nJeden Vierten befl&uuml;gelt Ausblick auf EM \/ Pers&ouml;nliche Zuversicht erreicht H&ouml;chststand<br>\nAm st&auml;rksten hat sich das Fu&szlig;ballfieber bislang in der Gruppe der unter 30-J&auml;hrigen ausgebreitet: Hier geben 36 Prozent an, dass der Ausblick auf die EM sich positiv auf ihre Stimmung auswirkt&hellip;<br>\nWenn es um Deutschlands Zukunft geht, hat sich die Stimmung gegen&uuml;ber dem Mai 2008 merklich verbessert: Vor vier Jahren zeigten sich 26 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass sich die Gesamtsituation in Deutschland in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Monaten positiv entwickeln werde. Im Mai 2012 teilt mehr als jeder dritte Bundesb&uuml;rger diese Einsch&auml;tzung (37 Prozent)&hellip;<br>\nAuch das Ergebnis f&uuml;r die allgemeine Wirtschaftslage f&auml;llt sechs Prozentpunkte h&ouml;her aus (39 Prozent) als im Mai 2008. Wie schon vor vier Jahren zeigen die Menschen aktuell f&uuml;r die Wirtschaftslage Deutschlands die gr&ouml;&szlig;te Zuversicht&hellip;<br>\nNoch nie seit Beginn der Erhebungen zur Allianz Zuversichtsstudie im Jahr 2007 waren die Menschen in Deutschland zuversichtlicher im Hinblick auf ihre pers&ouml;nliche Zukunft als im Mai 2012. Fast drei Viertel der Bundesb&uuml;rger (70 Prozent) erwarten eine positive Entwicklung f&uuml;r ihr Leben in den kommenden zw&ouml;lf Monaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news479223\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sollte man jedes Jahr eine Fu&szlig;ball-Europameisterschaft durchf&uuml;hren, dann k&ouml;nnte  Europa zusammen brechen, die europ&auml;ische Wirtschaft kollabieren (und den Deutschen ginge es immer noch relativ besser als den Anderen), die Umverteilung von unten nach oben weiter vorangetrieben werden und die Leute w&uuml;rde sogar noch anstandslos die Kosten der Bankenkrise schultern. Die Deutschen h&auml;tten ja den Fu&szlig;ball und w&auml;ren hochzufrieden. Fu&szlig;ball ist unser Leben, ganz so wie es der Allianz und der Regierung gef&auml;llt.<\/em><\/p>\n<p><em>In ihrer Begeisterung daf&uuml;r, wie zufrieden die Deutschen doch sind, merken die Auftraggeber gar nicht mehr, dass die Zufriedenheitswerte keineswegs so rosig sind, wie Auftraggeber und Macher der Studie uns einreden wollen: Gerade 31 Prozent sind im Hinblick auf die Sicherheit ihrer Arbeitspl&auml;tze zufrieden, nur 39 Prozent sind mit der allgemeinen Wirtschaftslage zufrieden, der Zufriedenheitswert bei der gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung liegt bei mageren 20 Prozent und nur jeder zehnte Befragte (13 Prozent) ist hinsichtlich der Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung zufrieden.<\/em> <\/p>\n<p><em>&bdquo;Mit der Reduzierung des Rentenbeitrags hat die Bundesregierung im Januar ein weiteres Zeichen gesetzt, das bei den Menschen positiv ankommt. Das festigt die Zuversicht f&uuml;r den eigenen Arbeitsplatz und die eigenen Finanzen&ldquo;, meint der Professor, der f&uuml;r die Allianz die Studie erstellt hat. Dar&uuml;ber d&uuml;rfte nat&uuml;rlich vor allem der Versicherungskonzern zufrieden sein, wird doch mit der (f&uuml;r den einzelnen kaum sp&uuml;rbaren) Senkung des Rentenversicherungsbeitrags jede Chance auf eine Verbesserung des Rentensystems verbaut und das treibt die Kundschaft in die private Altersvorsorge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie viele Nullen hat der BdV?<\/strong><br>\nErfolg f&uuml;r eine militante Revanchistentruppe: Der Bund der Vertriebenen darf die Zahl seiner Sitze im Rat der &ldquo;Vertriebenenstiftung&rdquo; verdoppeln &ndash; obwohl die Zahl seiner Mitglieder schrumpft.<br>\nAm 6. Januar 2010 meldete die Nachrichtenagentur DDP, da&szlig; der Bund der Vertriebenen (BdV) weitaus weniger Mitglieder habe als offiziell angegeben. Grundlage der Meldung war eine Telefonumfrage der Agentur bei s&auml;mtlichen BdV-Landesverb&auml;nden (mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns). Die Auswertung dieser Umfrage habe eine Gesamtmitgliederzahl des Bundes von etwa 550.000 ergeben.<br>\nDas Dementi kam am n&auml;chsten Tag. BdV-Generalsekret&auml;rin Michaela Hriberski erkl&auml;rte die Angaben der eigenen Landesverb&auml;nde f&uuml;r falsch und best&auml;tigte in einer Presseerkl&auml;rung die seit f&uuml;nfzig Jahren behauptete Mitgliederzahl: &ldquo;Der BdV hat unter Ber&uuml;cksichtigung aller Mitgliedsverb&auml;nde in der Gesamtschau rund zwei Millionen Mitglieder. Die Umfrage hat den gravierenden Fehler, da&szlig; nur ein Teil der BdV-Mitgliedsverb&auml;nde befragt wurde, n&auml;mlich die Landesverb&auml;nde. Der BdV ist aber ein Verband, dem 16 Landesverb&auml;nde, 20 Landsmannschaften und vier au&szlig;erordentliche Mitgliedsverb&auml;nde angeh&ouml;ren, mit einem insgesamt bundesweit verzweigten Netz von &uuml;ber 7.000 Unterorganisationen.&rdquo; Der Versuch, die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r dumm zu verkaufen, gelang wie in den Jahrzehnten zuvor. Nicht einmal die Tatsache, da&szlig; der im Jahr 2009 mit 16 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt subventionierte BdV &ndash; eine Million wird allein f&uuml;r den Betrieb der Bundesgesch&auml;ftsstelle gezahlt &ndash; &uuml;ber keinerlei Mitgliederverwaltung verf&uuml;gt, wurde thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.konkret-verlage.de\/kvv\/txt.php?text=wievielenullenhatderbdv&amp;jahr=2010&amp;mon=03\">konkret<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Blinde Gewalten und ihre Geschichte<\/strong><br>\nVerdr&auml;ngen und Vertuschen: Vom Anschlag aufs Oktoberfest bis zu den Morden des &raquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&laquo; &auml;hneln sich die Muster der Ermittlungen. Es ist ein schlichter Satz von berufener Stelle, der verdeutlicht, warum der NSU in Deutschland &uuml;ber Jahre unentdeckt bleiben konnte. Er stammt aus dem Verfassungsschutzbericht 2010 und lautet: &raquo;Auch 2010 waren in Deutschland keine rechtsterroristischen Strukturen erkennbar.&laquo; 811 Waffen wurden nach offiziellen Angaben in den Jahren 2009 und 2010 bei militanten Neonazis gefunden. In der Rubrik &raquo;Politisch motivierte Kriminalit&auml;t &ndash; rechts&laquo; verzeichnet der oben zitierte Bericht 762 Gewalttaten, darunter sechs versuchte T&ouml;tungsdelikte. Rechtsterroristische Strukturen waren jedoch nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/21\/45496.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &uuml;ber Gegenwart und Zukunft des deutschen Sozialsystems<\/strong><br>\nMit Hartz IV hat die deutsche Politik eine Reform geschaffen, anhand der man auf die sozialen Verwerfungen des kapitalistischen Marktes mit seiner Ausweitung und der Versch&auml;rfung seiner Prinzipien reagiert. Im Zuge der Finanzkrise wird nun der Versuch unternommen, diese Sozialpolitik mit der Abrissbirne innerhalb der EU zum Export-Schlager zu entwickeln. Dabei halten sich die Erfolge der Reform f&uuml;r die hiesigen Arbeitnehmer durchaus in Grenzen. Ein Gespr&auml;ch mit dem Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge, der dieses Jahr mit Krise und Zukunft des Sozialstaates und Armut in einem reichen Land B&uuml;cher zum Thema ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36980\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie stressig sind Krippen f&uuml;r die Kinder?<\/strong><br>\nDie Mutter ist die wichtigste Bezugsperson in den ersten Lebensjahren. Ob eine ausserfamili&auml;re Betreuung im Sinne des Kindes gelingt, ist von vielen Faktoren abh&auml;ngig. Wegen der F&uuml;lle an Einflussfaktoren k&ouml;nne man nicht von vornherein sagen, dass es einem Kind schade, wenn es fr&uuml;h in eine Betreuungseinrichtung gegeben werde, sagt Guy Bodenmann vom Psychologischen Institut an der Universit&auml;t Z&uuml;rich. Die Folgen sind von der Anzahl der Stunden pro Tag und der Gesamtdauer pro Woche, der Qualit&auml;t der Einrichtung, dem Betreuungsverh&auml;ltnis und der Konstanz der Betreuer, aber auch dem Alter des Kindes, seiner Pers&ouml;nlichkeit und famili&auml;ren Bindungen allgemein abh&auml;ngig. Eine grosse Studie aus den USA, die seit Anfang der neunziger Jahre die Folgen der Krippenbetreuung bei &uuml;ber 1000 Kindern bis ins Teenageralter verfolgt hat, zeige, dass Kinder verhaltensauff&auml;llig w&uuml;rden, wenn sie im ersten Lebensjahr mehr als 30 Stunden in der Woche ausserhalb der Familie betreut wurden, sagt der Depressions- und Schlafforscher Serge Brand von den Universit&auml;ren Psychiatrischen Kliniken Basel. Ob ein Kind auch unterhalb dieser Zahl psychische Probleme bek&auml;me, sei abh&auml;ngig davon, wie stark das famili&auml;re Gesamtsystem belastet sei. Die Krippe k&ouml;nne hier ein dr&uuml;ckender Faktor sein. Wichtig sei, dass es gen&uuml;gend Zeiten des unbelasteten Miteinanders zwischen Eltern und Kind gebe, so Brand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/nzz_equity\/wie-stressig-sind-krippen-fuer-die-kinder_1.16993799.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Endlich einmal ein nicht einseitige, differenzierende Berichterstattung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht<\/strong><br>\nWesteuropa tr&auml;gt das weltweit h&ouml;chste Risiko einer radioaktiven Kontamination durch schwere Reaktorunf&auml;lle.<br>\nKatastrophale nukleare Unf&auml;lle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind h&auml;ufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten k&ouml;nnen und damit 200 mal h&auml;ufiger sind als in der Vergangenheit gesch&auml;tzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die H&auml;lfte des radioaktiven C&auml;sium-137 bei einem solchen gr&ouml;&szlig;ten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert w&uuml;rde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa &ndash; inklusive Deutschland &ndash; wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem C&auml;sium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Beh&ouml;rde IAEA als radioaktiv  kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.mpg.de\/5809185\/Kernenergie_nuklearer_Gau\">Max-Planck-Gesellschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.atmos-chem-phys.net\/12\/4245\/2012\/acp-12-4245-2012.pdf\">Global risk of radioactive fallout after major nuclear reactor accidents [PDF &ndash; 10.2 MB]<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Weiterhin Sorge um Fukushima<\/strong><br>\nBesondere Aufmerksamkeit gilt dem Reaktorblock Nummer 4, der zum Zeitpunkt des Tsunami vom 11. M&auml;rz 2011 in Wartung war. Die 1535 Brennst&auml;be lagerten daher im Abklingbecken ausserhalb der Reaktorschutzh&uuml;lle. Als der Strom ausfiel, begann das Wasser zu verdampfen, und der Kraftwerkbetreiberin Tepco gelang es nur mit gr&ouml;sster M&uuml;he, Wasser nachzupumpen. Auch wenn die K&uuml;hlung heute funktioniert, stellt sich die Frage, wie stabil das Geb&auml;ude noch ist, nachdem es von einem starken Erdbeben, einem Tsunami und einer Wasserstoffexplosion ersch&uuml;ttert worden ist. Das Becken befindet sich zwischen dem dritten und dem f&uuml;nften Stock, der Zugang ist entsprechend schwierig, und sein Gewicht dr&uuml;ckt auf die Geb&auml;udestruktur. Falls das Reaktorgeb&auml;ude 4 einst&uuml;rzt oder das Wasser ausfliesst, sind die Folgen einer Kernschmelze nach Ansicht von Experten verheerend. Die dort lagernden Brennst&auml;be enthalten ein Vielfaches der in Tschernobyl freigesetzten Menge an radioaktivem C&auml;sium. Da das Becken seit der Explosion nicht einmal mehr ein Dach hat, w&uuml;rden die radioaktiven Stoffe in die Umwelt gelangen und je nach Windrichtung und -st&auml;rke weite Gebiete verstrahlen. Erst wenn alle Brennst&auml;be geborgen sind, ist diese Gefahr gebannt. Doch selbst Tepco geht davon aus, dass dies fr&uuml;hestens in dreieinhalb Jahren der Fall sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/weiterhin-sorge-um-fukushima_1.17033868.html%20\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der &Ouml;konomen-Krieg<\/strong><br>\nDie Wirtschaftswissenschaft hat in der Krise versagt. Seit die Gewissheiten fehlen, kann sich auch die Politik nicht mehr auf sie verlassen&hellip;<br>\nErstens: In der Wirtschaftstheorie gibt es eine weltanschauliche Auseinandersetzung zwischen progressiven und konservativen &Ouml;konomen, wie sie auf dem oft recht entideologisierten Feld der Politik nur noch selten vorkommt.<br>\nZweitens ist der Wechsel von neoliberaler Dominanz zum Aufschwung des Keynesianismus bis hin zum organisierten Dissens, wie wir ihn jetzt erleben, ein sch&ouml;nes Anschauungsbeispiel daf&uuml;r, wie sich Ideen verbreiten und durchsetzen, wie Hegemonie und Konsens entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1221-der-konomen-krieg\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Linke Trauerspiel<\/strong><br>\nWor&uuml;ber sonst keine Bundestagspartei redet, dar&uuml;ber redet die LINKE, dar&uuml;ber hat sie geredet: Die Militarisierung der deutschen Au&szlig;enpolitik und die fortschreitende Aufspaltung der Gesellschaft in arm und reich. Genau hier liegt das Verdienst einer Partei, deren Bestand gef&auml;hrdet ist. Wird die Linkspartei nach den n&auml;chsten Wahlen den Bundestag mangels W&auml;hlerzustimmung verlassen, wird die politische Debatte in der Bundesrepublik noch &auml;rmer werden als sie es ohnehin schon ist. Denn der &ouml;ffentliche Diskurs ist &ndash; einer Demokratie scheinbar angemessen &ndash; auf das Parlament fixiert: Was dort besprochen oder nicht besprochen wird, das bestimmt die politischen Texte der Medien und deren Inhalte wiederum setzten die Themen dessen, wor&uuml;ber die Deutschen politisieren. Wenn die Linkspartei in die parlamentarische Bedeutungslosigkeit f&auml;llt, zerf&auml;llt sie. Denn genau dort, wo ihre St&auml;rke lag, den Parlamenten eine eigene, eine alternative Position hinzuzuf&uuml;gen, liegt ihre Hauptschw&auml;che: Die LINKE ist eine Parlamentspartei. Au&szlig;erhalb der Parlamente existiert sie nahezu nicht&hellip;<br>\nDoch wer gehofft hatte, mit der Verabschiedung eines lange diskutierten Parteiprogramms, dem immerhin 95,81 Prozent der Mitglieder zustimmten, w&auml;re der Prozess innerparteilicher K&auml;mpfe beendet oder zumindest gemildert, sah sich entt&auml;uscht.<br>\nDenn es war ausgerechnet ein Repr&auml;sentant jenes Parteifl&uuml;gels, der st&auml;rker auf Regierungsbeteiligungen setzt als andere, der die innerparteiliche Diskussion nach der Verabschiedung des Programms erneut er&ouml;ffnete. Der stellvertretende Chef der Bundestagsfraktion Dietmar Bartsch, der vom Medienmainstream gern als vern&uuml;nftiger Praktiker gegen die &ldquo;wirren, antikapitalistischen Ideologen&rdquo; ausgespielt wird, stellte mit seiner Kandidatur f&uuml;r den Parteivorsitz zugleich das neue Programm infrage, das jetzt mal &ldquo;auf seine Politikf&auml;higkeit getestet&rdquo; werden m&uuml;sse und verlangte zugleich von seiner Partei einen &ldquo;Aufbruch&rdquo;. Schon seit geraumer Zeit dudelt das deutsche Medienklavier die Melodie von den praktischen, reformf&auml;higen Realos in der Linkspartei, mit denen SPD und GR&Uuml;NE Koalitionen eingehen k&ouml;nnten und den marxistischen Fundamentalisten, die au&szlig;erhalb der Wirklichkeit lebten und deshalb auszugrenzen seien. Wer sich an die Anf&auml;nge der GR&Uuml;NEN erinnert, der kennt das Spiel: Die Realos bekamen damals die Talkshows und die Kommentarspalten, bis sich auch die Fundis, anf&auml;nglich z&auml;hneknirschend, sp&auml;ter l&auml;chelnd, dem neuen, praktischen Kurs anschlossen, der gradewegs nach Afghanistan f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/archiv\/index_1_592.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eine Linke begeistert die Konservativen<\/strong><br>\nWagenknecht wie Gauweiler, waren sich in der Analyse der Hellas-Problematik &uuml;berraschend einig. Vielleicht lag es daran, dass der CSU-Politiker das Wagenknecht-Buch &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee lobte, wie sich sp&auml;ter zeigen sollte. Oder vielleicht lag es daran, dass die Linkspartei-Vizevorsitzende Gauweilers offen gezeigte Sympathie f&uuml;r ihre radikalen &ouml;konomischen Gedanken mit einem dauerverschmitzten L&auml;cheln zur Kenntnis nahm. Jedenfalls harmonierten die beiden ganz gut auf dem Podium und wetterten unisono gegen gierige Banker und handlungsunf&auml;hige Staaten. Vor allem aber gegen Staaten, die den Griechen Lasten aufb&uuml;rden, die sie im Leben nicht stemmen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nWagenknecht bietet eine andere L&ouml;sung an, angelehnt an eine Theorie Walter Euckens, einem der geistigen V&auml;ter des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft. &bdquo;Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen&ldquo;, zitiert Wagenknecht den Wissenschaftler der Freiburger Schule und fordert, dass die griechischen Million&auml;re und Multimillion&auml;re &uuml;ber eine Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r das Griechenland-Desaster zu Verantwortung gezogen werden sollten. Denn sie h&auml;tten letztlich mit ihren Profiten den Staat zugrunde gerichtet. Daher sei es besser, die Euro-Politiker strichen Griechenland s&auml;mtliche Schulden und b&uuml;rdeten diese den Reichen auf.<br>\nDas beeindruckt dann auch Gauweiler, der es vor allem imposant findet, wie Wagenknecht die knallharte Marktwirtschaftlerin gibt. Dazu muss man wissen, dass Eucken quasi an der Wirtschaftsordnung mitgefeilt hat, die dann sp&auml;ter in den 1950er Jahren von Ludwig Erhard weitgehend umgesetzt wurde. In ihrem Buch f&uuml;hrt Wagenknecht Eucken auch als Zeugen daf&uuml;r an, dass der Staat zu gro&szlig;e wirtschaftliche Macht eind&auml;mmen sollte. Den &bdquo;kreativen Sozialismus&ldquo; der Ordoliberalen der Nachkriegszeit sieht sie als Fortsetzung dessen an, was die Liberalen damals gewollt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wagenknecht-und-gauweiler-eine-linke-begeistert-die-konservativen\/v_detail_tab_print\/6607888.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Georg F&uuml;lberth: Warum Piraten? Konturen einer b&uuml;rgerlichen Partei neuen Typs<\/strong><br>\nEs f&auml;llt auf, dass die neue Partei gegen den Staat mit seiner &ndash; zum Beispiel &ndash; Vorratsdatenspeicherung h&auml;rter auftritt als gegen die Sammelwut von privaten Unternehmen. Damit befindet sie sich in &Uuml;bereinstimmung mit dem einerseits paranoischen, andererseits plapperhaften Verhalten eines Publikums, das beim Surfen im Internet, beim Einkaufen mit Scheckkarte, beim Mailen und Twittern, bei der &ouml;ffentlichen Benutzung des Handys, auf Facebook und Youtube seine Daten und Intimit&auml;ten mit gro&szlig;er Bereitwilligkeit streut und sich zugleich die Illusion gesch&uuml;tzter Privatheit erhalten will. Zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung geh&ouml;rt nach liberalem Verst&auml;ndnis eben auch, dass man es zwar hat, aber nicht unbedingt davon Gebrauch machen muss. Seine Verteidigung ist m&uuml;hsam, seine Delegation an eine Partei, die in erster Linie dem Staat auf die Finger sehen will, verschafft die Illusion, sich doch etwas sichern zu wollen, was man tagt&auml;glich aus der Hand gibt.<br>\nDas Versprechen<br>\nIhre Schubkraft erhalten die Piraten aber nicht in erster Linie durch b&uuml;rgerrechtliche Defensive, sondern durch die Aussicht, die durch technische Entwicklungen nunmehr m&ouml;gliche Chance neuer Freiheiten und bisher unvorstellbarer kultureller Teilhabe gegen &uuml;berholte administrative und rechtliche Hemmnisse durchzusetzen. Dieses Angebot wird von ihnen in durchaus bekannten Begriffen formuliert: Neben der Freiheit sind dies Demokratie und Transparenz. Neu sind nicht diese Ziele, sondern die Mittel, mit denen sie jetzt erreicht werden sollen. Die neue freiheitliche Politik w&auml;re dann, so denkt man sich das, nur noch der Tritt, mit dem umgesto&szlig;en wird, was ohnehin schon zu fallen scheint: Hierarchien und Zwang.<br>\nSeit &uuml;ber hundert Jahren werden alle Versuche, innerparteiliche Demokratie zu verwirklichen, frustriert. Mit ihrer Software &raquo;Liquid Feedback&laquo; wollen die Piraten jetzt zumindest bei sich selbst damit Ernst machen.<br>\nWer aus den verblichenen oder gerade verbleichenden sozialistischen Organisationen deshalb gleich zu den Piraten &uuml;berlaufen m&ouml;chte, sollte sich das vorher gr&uuml;ndlich &uuml;berlegen, aus zwei Gr&uuml;nden:\n<ul>\n<li>Erstens: Diese b&uuml;rgerliche Partei ist zwar f&uuml;r die Vergesellschaftung von geistigem Eigentum, wie sie es aber mit dem Eigentum an Produktionsmitteln, Banken und Versicherungen h&auml;lt, hat sie noch nicht mitgeteilt. Es ist anzunehmen, dass sie dazu auch k&uuml;nftig keine Meinung haben will.<\/li>\n<li>Zweitens: Die M&ouml;glichkeiten, die das Internet f&uuml;r demokratische Planung bietet, bleiben unbehandelt&hellip;<br>\nZulauf erh&auml;lt diese Partei derzeit von deutscher Wutb&uuml;rgerei, die sich immer neue Advokaten sucht. Darunter sind neuerdings ausweislich der Landtagswahlergebnisse &uuml;berdurchschnittlich viele Arbeiter und Erwerbslose. Sie sind anderw&auml;rts so oft und gr&uuml;ndlich verladen worden, dass sie diese Erfahrung jetzt einmal an einer ganz neuen Adresse machen wollen&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihre Partei hat die alte Gr&uuml;nen-Parole: &raquo;Politik der ersten Person&laquo; aktualisiert. Die Piraten vertreten nicht andere, sondern sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/05-26\/022.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Bernd Schl&ouml;mer trifft Henry Kissinger<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/flaschenpost.piratenpartei.de\/2012\/05\/25\/die-alte-und-die-neue-welt-bernd-schlomer-trifft-henry-kissinger\/\">Flaschenpost<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Blogger m&uuml;ssen mehr wissen als Journalisten<\/strong><br>\nwenn sie nicht haften wollen. So jedenfalls sieht es das Landgericht Hamburg und hat den Blogger und Rechtsanwalt Markus Kompa (-&gt; &bdquo;Blog zum Medienrecht&ldquo;) zu Unterlassung verurteilt. Kompas -angeblicher- Fehler: Er hatte in einem Blog per Embedded-Link auf einen Fernsehbeitrag von WISO\/ZDF auf dessen YouTube-Kanal verwiesen, den seinerseits ein Unterlassungsurteil des gleichen Gerichts getroffen hat. Damit sei Kompa selbst St&ouml;rer und hafte f&uuml;r die Verbreitung des Filmbeitrags als w&auml;re es ein eigener&hellip; W&uuml;rde die Rechtsauffassung Schule machen, k&ouml;nnte eine goldene Regel f&uuml;r die Zukunft lauten: Trau den Medien nicht, vor allem wenn du Blogger bist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/ed2murrow\/blogger-muessen-mehr-wissen-als-journalisten\">der Freitag Community Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Frank Plasberg, Sandra Maischberger, Anne Will, G&uuml;nther Jauch und Maybritt Illner <\/strong><br>\nStatistik Dezember 2002 bis 2012<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/vonhaeften.wordpress.com\/2012\/05\/13\/auswertungen-der-talkshows-von-frank-plasberg-sandra-maischberger-anne-will-gnther-jauch-und-maybritt-illner-dezember-2002-bis-2012-05-12\/#m1_12\">Mehrfachwelten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist die Liste der h&auml;ufig eingeladenen G&auml;ste. Wenn schon Heiner Gei&szlig;ler als Talkshow-Gast ins Lager der &bdquo;Linken\/Gr&uuml;ne&ldquo; gez&auml;hlt wird, w&uuml;rde einen interessieren, war sonst noch als links oder gr&uuml;n eingeordnet wurde. Zudem sagt der Prozentanteil der h&auml;ufig eingeladenen Vertreter der Linken oder der Gr&uuml;nen noch &uuml;berhaupt nichts &uuml;ber die (politische) Zusammensetzung der einzelnen Talk-Runden. War es doch meistens so, dass der am h&auml;ufigsten Eingeladene Gregor Gysi nur als linkes Alibi f&uuml;r eine ansonsten rechtslastige Runde diente.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Der Mythos von der unternehmerischen Universit&auml;t<\/strong><br>\n&hellip;Das Problem bei der ungepr&uuml;ften &Uuml;bernahme von Managementinstrumenten aus der Wirtschaft ist, dass sie vielleicht f&uuml;r die am Modell der Flie&szlig;bandproduktion orientierten und auf den Aussto&szlig; standardisierter Produkte geeichten Unternehmen sinnvoll sein mag, dass sie aber f&uuml;r die Steuerung der Arbeit an Universit&auml;ten ungeeignet sind. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich schwer planen, die Lernfortschritte von Studierenden lassen sich nur schwer steuern, und Wissenschaftler werden nicht unbedingt besser, wenn sie mehr Geld bekommen. Deswegen brechen sich hier &ndash; noch viel st&auml;rker als in Unternehmen &ndash; die Steuerungsvorstellungen der Zentrale an der allt&auml;glichen Arbeit, die in den Dezentralen einer Universit&auml;t oder einer Fachhochschule verrichtet wird.<br>\nNur dadurch, dass die Ministerien mit &bdquo;ihren&ldquo; Universit&auml;ten Zielvereinbarungen &uuml;ber Studierendenzahlen, Absolventenquoten oder einzuwerbende Drittmittel abschlie&szlig;en, werden sie noch lange nicht zu Unternehmen&hellip;<br>\nInteressanterweise sind die Universit&auml;ten jedoch, die sich weitgehend &uuml;ber den Verkauf von Ausbildungen und Abschl&uuml;ssen an Studierende finanzieren und insofern eine Beschreibung als Unternehmen verdienen w&uuml;rden, &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltend damit, sich selbst als &bdquo;unternehmerische Universit&auml;t&ldquo; zu beschreiben. Vermutlich w&uuml;rden sie sogar viel daf&uuml;r geben (und vielleicht auch bezahlen), um in der &Ouml;ffentlichkeit nicht als an der Wirtschaft ausgerichtete Unternehmen, sondern als an der Wissenschaft ausgerichtete Universit&auml;ten wahrgenommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/frankfurter-allgemeine-zeitung\/beruf-und-chance\/hochschule-der-mythos-von-der-unternehmerischen-universitaet-11759995.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es mag im engeren Sinn nur die Hochschule als unternehmerischen Hochschule zu definieren sein, die sich weitgehend &uuml;ber den Verkauf von Ausbildungen und Abschl&uuml;ssen an Studierende finanziert, aber rechtfertigt nicht die von Stefan K&uuml;hl beschriebene &Uuml;bernahme von Managementinstrumenten aus der Unternehmenswelt viel deutlicher die Rede von der unternehmerischen Universit&auml;t. Fast scheint K&uuml;hl den &bdquo;autorit&auml;r-neoliberalen Umbau der Hochschulen&ldquo; als Verschw&ouml;rungsthese abzutun. Die Finanzierung, gewiss ein wichtiges Thema, aber ist nicht die strukturelle Ausrichtung der Hochschulleitung auf Unternehmensstrukturen der eigentliche &bdquo;autorit&auml;r-neoliberale Umbau der Hochschulen&ldquo;. Gleicht nicht z.B. die Einf&uuml;hrung von Hochschulr&auml;ten einem kalten Putsch gegen&uuml;ber der Hochschule selbst n&auml;mlich den Hochschulangeh&ouml;rigen und den Gremien der Hochschule, der Gemeinschaft von Forschung und Lehre.  Dabei m&uuml;ssen gar nicht unbedingt Pers&ouml;nlichkeiten aus der Wirtschaft z.B. den Hochschulratsvorsitzenden stellen. Die derzeitige Vorsitzende Dr. Annette Fugmann-Heesing in Bielefeld kommt nicht aus der Wirtschaft, Ihr Werdegang d&uuml;rfte allerdings gepr&auml;gt sein vom neoliberalen Politikbetrieb, der Ausbildung nur noch als <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/Universitaet\/Ueberblick\/Organisation\/Hochschulrat\/mitglieder.html%20\">kurzfristig &ouml;konomisch verwertbare Qualifikation versteht<\/a>.<\/em><br>\n<em>Man lese nur ihr Positionspapier als Vorsitzende deutscher Hochschulr&auml;te. Darin hei&szlig;t es zum Beispiel: &ldquo;Eine Reihe von Kompetenzen sind f&uuml;r diese Ausrichtung eines Hochschulrats unverzichtbar: neben der Mitwirkung bei der Wahl der Hochschulleitung vor allem die Zustimmung zur Strategie- und Entwicklungsplanung einer Hochschule, zum Wirtschaftsplan und zum Jahresabschluss (zur Entlastung der Hochschulleitung), zur mehrj&auml;hrigen Finanzplanung sowie zum Entwurf der Zielvereinbarungen zwischen Hochschule und Ministerium. Hochschulr&auml;te sollten auch im Blick behalten, ob die Hochschule durch geeignete Ma&szlig;nahmen die Sicherstellung und <a href=\"http:\/\/www.stifterverband.info\/wissenschaft_und_hochschule\/hochschulen_im_wettbewerb\/forum_hochschulraete\/positionspapier_2012\/index.html\">Verbesserung der Qualit&auml;t von Forschung, Lehre und Verwaltung verfolgt<\/a>.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12093\">Die Lobby der Hochschulr&auml;te k&auml;mpft um ihre Macht<\/a><br>\nLieber Stefan K&uuml;hl, wie kommt es nur, dass Sie den Sieg der unternehmerischen Universit&auml;t an ihrer eigenen Universit&auml;t verschlafen haben, schlimmer noch, als Mythos bezeichnen k&ouml;nnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>DFG stellt &bdquo;F&ouml;rderatlas 2012&ldquo; vor: Wettbewerb um Drittmittel als &bdquo;selbstverst&auml;ndlicher Alltag&ldquo;<\/strong><br>\nDer Wettbewerb um diese Drittmittel von Ministerien und F&ouml;rderorganisationen wird zunehmend zu einem dominierenden Faktor in Wissenschaft und Forschung und umfasst inzwischen gro&szlig;e Teile der Hochschulen und au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dies geht aus dem neuen &bdquo;F&ouml;rderatlas 2012&ldquo; hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag, dem 24. Mai 2012, gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft in Berlin vorstellte&hellip;<br>\nDemnach sind die laufenden Grundmittel der Hochschulen in Deutschland zwischen 1998 und 2010 nur moderat angewachsen, n&auml;mlich von 12,6 auf 15,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 23 Prozent. Die von den Hochschulen im Wettbewerb eingeworbenen Drittmittel stiegen im selben Zeitraum dagegen um mehr als 100 Prozent von 2,5 auf &uuml;ber 5,3 Milliarden Euro an. Damit hat sich die &bdquo;Drittmittelquote&ldquo;, also der Anteil der Drittmittel an der Gesamtfinanzierung der Hochschulen und ihrer Forschungen, in nur gut einem Jahrzehnt von 16 auf 26 Prozent erh&ouml;ht&hellip;<br>\nSo wie bereits zwischen 2005 und 2007 konnten die 20 bewilligungsst&auml;rksten Hochschulen auch in den Jahren 2008 bis 2010 insgesamt mehr als 60 Prozent aller DFG-Drittmittel auf sich vereinigen.<br>\nDFG-Pr&auml;sident Kleiner: &bdquo;Der Wettbewerb ist l&auml;ngst nicht mehr nur auf wenige beschr&auml;nkt und auch keine Ausnahme, er ist f&uuml;r weite Teile des Wissenschaftssystems zum ganz selbstverst&auml;ndlichen Alltag geworden &ndash; man kann aber auch sagen: zur puren Notwendigkeit. An ihm sind immer mehr Personen und Einrichtungen beteiligt &ndash; man kann aber auch sagen: Von ihm werden immer mehr Personen und Einrichtungen erfasst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news479345\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist doch ganz im Sinne der Ideologen der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;, der Staat sorgt f&uuml;r die Grundfinanzierung und zieht sich auf die Rolle des &bdquo;Zuschussgebers&ldquo; zur&uuml;ck und &uuml;ber den Wettbewerb um die 26 Prozent Drittmittel, die auf dem Wissenschaftsmarkt eingeworben werden m&uuml;ssen, werden die Hochschulen und damit die wissenschaftliche Entwicklung gesteuert.<\/em><br>\n<em>Da ein kleiner Teil der Hochschulen den L&ouml;wenanteil der Drittmittel der DFG einsammelt, wird die Hierarchisierung des Hochschulsystems immer weiter vorangetrieben. Der Verlust der Gleichwertigkeit der Hochschulabschl&uuml;sse ist vorprogrammiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei wird immer noch argumentiert, 60 Prozent der Drittmittel stammten von &ouml;ffentlichen Geldgebern, das hei&szlig;t im Umkehrschluss, dass inzwischen schon 40 Prozent der umworbenen Drittmitteln von privaten Geldgebern stammen.  <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Fachhochschulen sind keine schlechten Universit&auml;ten<\/strong><br>\nNein, da liegt Horst Hippler, der neugew&auml;hlte Chef der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), v&ouml;llig daneben, wenn er in Interviews davon redet, besonders gute Fachhochschulen zu Universit&auml;ten machen zu wollen und forschungsschwache Universit&auml;ten zu Fachhochschulen. Das hat die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW (LRK) auf ihrer Sitzung in J&uuml;lich festgestellt. &bdquo;Aus einer schlechten Universit&auml;t kann so wenig eine Fachhochschule werden, wie aus einem schlechten Trompeter ein Geiger wird&ldquo; sagt Martin Sternberg, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz und Pr&auml;sident der Hochschule Bochum&hellip;<br>\n&bdquo;Von Horst Hippler als Vertreter von Universit&auml;ten und Fachhochschulen in der HRK erwarten wir eine differenzierte W&uuml;rdigung des Profils und der Forschungsleistung der Fachhochschulen.&ldquo; fasst Sternberg die Meinung der FH-Rektorinnen und Pr&auml;sidenten zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news478876\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass der neue HRK-Pr&auml;sident Hippler ein Vertreter des Elitegedankens ist, dass er aber mit dem f&uuml;r die Fachhochschulen bisher geltenden Grundsatz &bdquo;gleichwertig aber andersartig&ldquo; bricht, sollte die Fachhochschulen dar&uuml;ber nachdenken lassen, ob sie in dieser Hochschulrektoren-Konferenz noch aufgehoben sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Wahlen: Buhlen um den Front National<\/strong><br>\nKurz vor den Parlamentswahlen in Frankreich bem&uuml;ht sich die konservative UMP um die Stimmen der Anh&auml;nger des rechtsextremen Front National. 1996 bezeichnete Alain Jupp&eacute;, Chiracs damaliger Premierminister, den Front National (FN) als &raquo;rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Partei&laquo;, die au&szlig;erhalb der Demokratie stehe. Einen ganz anderen Tonfall schlug in den vergangenen Wochen Nicolas Sarkozy an. Er wendete sich ausdr&uuml;cklich an die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler des FN und befand: &raquo;Wenn die Demokratie Marine Le Pen das Recht gibt, zur Wahl anzutreten, dann ist Marine Le Pen mit der Demokratie vereinbar.&laquo; Noch nie wurde den franz&ouml;sischen Rechtsextremen seitens der Konservativen so deutlich signalisiert, dass ihre politische Existenz legitim und normal sei. Grund f&uuml;r diesen Strategiewechsel ist nicht nur das hohe Wahlergebnis des FN, dessen Pr&auml;sidentschaftskandidatin Marine Le Pen Ende April 18 Prozent der Stimmen erhielt, sondern auch eine politische Neuorientierung des konservativ-wirtschaftsliberalen Blocks. Erstmals, zumindest in dieser Deutlichkeit, bezeichnet die bis vor kurzem regierende UMP den rechtsextremen FN als gleicherma&szlig;en demokratische Partei. Offensichtlich sind bei Frankreichs Konservativen einige Tabus gefallen. Dennoch m&ouml;chten weder die UMP noch der FN derzeit mehrheitlich eine Koalition miteinander eingehen. Aus Sicht der Konservativen w&auml;re damit ein zu hohes politisches Risiko verbunden, w&auml;hrend der FN die eigene Partei zur st&auml;rksten Kraft der politischen Rechten aufbauen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/21\/45516.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Euro-Rettung, da hilft nur noch Satire<\/strong>\n<p><strong>Europa gerettet!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat einen Plan f&uuml;r mehr Wachstum in Europa entwickelt. Dem Spiegel zufolge gibt sie ihren europ&auml;ischen Partnern sechs Ratschl&auml;ge, darunter die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen. Die anderen f&uuml;nf lauten nach TITANIC-Informationen so&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=4976&amp;cHash=0bc95c5b922e760924390eb44c013b6\">Titanic<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13372","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13372"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13372\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13379,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13372\/revisions\/13379"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}