{"id":133805,"date":"2025-05-31T13:00:38","date_gmt":"2025-05-31T11:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133805"},"modified":"2025-05-30T16:40:31","modified_gmt":"2025-05-30T14:40:31","slug":"kosmetische-massnahmen-der-eu-um-ihr-image-angesichts-des-voelkermords-in-gaza-zu-wahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133805","title":{"rendered":"Kosmetische Ma\u00dfnahmen der EU, um ihr Image angesichts des V\u00f6lkermords in Gaza zu wahren"},"content":{"rendered":"<p>Nach 600 Tagen bedingungsloser Unterst&uuml;tzung Israels durch die deutsche Politik, inklusive Waffenlieferungen, geraten Regierung und Medien in ein Dilemma: Andere europ&auml;ische Regierungen kritisieren Israel offen, werfen dem Staat Kriegsverbrechen oder Genozid vor und erkennen Pal&auml;stina an. Deutsche Medien sind &uuml;berfordert, Kommentatoren suchen nun Erkl&auml;rungen. Ein neuer, kritischerer Ton des Kanzlers zu Israels Gaza-Einsatz ist sp&uuml;rbar, doch die Waffenlieferungen gehen dennoch weiter. In Spanien hingegen wird die Regierung trotz Pal&auml;stina-Anerkennung und Genozid-Vorw&uuml;rfen kritisiert. <strong>Olga Rodr&iacute;guez&rsquo;<\/strong> Analyse im reichweitenstarken Medium <em>eldiario.es<\/em> w&auml;re in Deutschland undenkbar. <strong>Eckart Leiser<\/strong> hat sie f&uuml;r die NachDenkSeiten ins Deutsche &uuml;bersetzt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Kosmetische Ma&szlig;nahmen der EU, um ihr Image angesichts des V&ouml;lkermords in Gaza zu wahren<\/strong><\/p><p><em>von Olga Rodr&iacute;guez <\/em><\/p><p><em>eldiario.es, 24. Mai 2025<\/em><\/p><p>Die EU erwacht aus einem langen Schlaf und gibt sich entsetzt &uuml;ber den V&ouml;lkermord, doch es bleibt bei Gesten: Sie verh&auml;ngt keine Sanktionen gegen Israel, h&auml;lt ihre Gesch&auml;ftsbeziehungen aufrecht und kommt dem Urteil des Den Haager Gerichtshofs nicht nach.<\/p><p>Der gesellschaftliche Druck hat die Regierungen der EU dazu veranlasst, eine Reaktion auf den israelischen V&ouml;lkermord in Gaza vorzut&auml;uschen. Dazu beigetragen haben die gro&szlig;en Demonstrationen der letzten Tage in Den Haag, London und Madrid sowie die Ergebnisse von Umfragen, die an verschiedenen Orten eine breite gesellschaftliche Ablehnung des Verhaltens Israels zeigen, sogar in einem Land wie Deutschland. Zus&auml;tzlich zu diesen Mobilisierungen finden Kampagnen, die den Waffenhandel anprangern und die Aussetzung der Beziehungen zu Israel fordern, in der &ouml;ffentlichen Meinung einiger L&auml;nder wie beispielsweise Spanien gro&szlig;en Anklang.<\/p><p>Ein weiteres Druckmittel ist der seit Langem bestehende juristische Weg. Der Internationale Gerichtshof hat im Juli dieses Jahres ein Urteil gef&auml;llt, in dem er die UN-Mitgliedstaaten auffordert, &bdquo;Handels- und Investitionsbeziehungen zu unterbinden&ldquo;, die zur illegalen Besetzung durch Israel beitragen. Kein europ&auml;isches Land h&auml;lt sich daran.<\/p><p>Ein anderer Gerichtshof in Den Haag, der Internationale Strafgerichtshof, hat vor Monaten einen Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanjahu erlassen und setzt trotz der Sanktionen seitens der Vereinigten Staaten seine Ermittlungen gegen die israelische Regierung wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit fort.<\/p><p>Hinzu kommen Schritte von sozialen und juristischen Akteuren, die Klagen vor nationalen Gerichten eingereicht haben. Dies ist beispielsweise im Vereinigten K&ouml;nigreich der Fall, dessen Regierung von mehreren Menschenrechtsorganisationen beschuldigt wird, weiterhin Waffen nach Israel zu liefern &ndash; konkret Teile von F-35-Kampfflugzeugen. Diese Woche fanden die Anh&ouml;rungen vor dem Obersten Gerichtshof in London statt, wo die Regierung ihre Position durch ein Team von Anw&auml;lten zu verteidigen versuchte. Diese Aktionen allein reichen zwar nicht aus, aber in Verbindung mit dem gesellschaftlichen Druck haben sie das Vereinigte K&ouml;nigreich dazu gezwungen, zumindest den Anschein zu erwecken, etwas zu unternehmen. Schlie&szlig;lich m&ouml;chte keine Regierung als Komplize eines V&ouml;lkermords in die Geschichte eingehen.<\/p><p>Den letzten Schlag versetzte vor einer Woche der Eurovision Song Contest, bei dem Tel Aviv sich um die Unterst&uuml;tzung Europas bem&uuml;hte und diese auch erhielt. Aber die Obsz&ouml;nit&auml;t der Ereignisse hatte einen Bumerang-Effekt. Der Musikwettbewerb der Europ&auml;ischen Rundfunkunion, derselbe, der vor drei Jahren Russland sofort ausgeschlossen hatte, wurde schlie&szlig;lich zu einem Spiegel, in dem sich mehrere europ&auml;ische Regierungen mit einem gewissen Unbehagen wiederfanden.<\/p><p>Am Montag begann die kosmetische Runde, als w&auml;re die EU aus einem langen Schlaf erwacht und h&auml;tte gerade entdeckt, dass Israel Verbrechen von gro&szlig;em Ausma&szlig; begeht.<\/p><p><strong>Die Inszenierungen der EU<\/strong><\/p><p>Nach einem Jahr und sieben Monaten V&ouml;lkermord k&uuml;ndigen mehrere europ&auml;ische Regierungen Initiativen an oder geben &ouml;ffentliche Erkl&auml;rungen ab, in denen sie die israelischen Verbrechen verurteilen. Damit haben viele Medien in der EU gr&uuml;nes Licht erhalten, einen anderen Ton anzuschlagen und das zu sagen, was sie in neunzehn Monaten des Massakers nicht gesagt hatten. Es gibt Stimmen, die nur dann sprechen und anprangern, wenn sie von oben die Erlaubnis dazu erhalten.<\/p><p>Die Worte sind willkommen. Aber die Menschen in Pal&auml;stina brauchen sofortige und entschlossene Ma&szlig;nahmen, um ihr Leben und ihre k&ouml;rperliche und geistige Unversehrtheit zu retten. Es w&auml;re unverantwortlich, anzunehmen, dass die Verteidigung der Menschenrechte und des V&ouml;lkerrechts bereits auf den Weg gebracht und dass beharrliches Anprangern fehl am Platz ist. Was fehl am Platz ist, ist die Normalisierung dieser europ&auml;ischen Politik, die Handels- und diplomatische Beziehungen zur israelischen Regierung aufrechterh&auml;lt. Um dies zu verstehen, ist es wichtig, auf das Kleingedruckte zu achten und nicht nur auf politische Erkl&auml;rungen.<\/p><p>So hat beispielsweise die britische Regierung angek&uuml;ndigt, die Verhandlungen &uuml;ber ein neues Handelsabkommen mit Tel Aviv auszusetzen, was jedoch nicht bedeutet, dass sie ihre Handelsbeziehungen mit Israel einstellt, wie in einigen Medien angedeutet wurde. Tats&auml;chlich unterh&auml;lt das Vereinigte K&ouml;nigreich weiterhin Transaktionen aller Art &ndash; einschlie&szlig;lich Waffenausfuhren und -einfuhren &ndash; mit der israelischen Regierung und israelischen Unternehmen.<\/p><p><strong>Das Abkommen zwischen der EU und Israel<\/strong><\/p><p>Ein weiteres Beispiel ist die Ank&uuml;ndigung zum Pr&auml;ferenzhandelsabkommen zwischen der EU und Israel. 17 Mitgliedstaaten haben eine &Uuml;berarbeitung des Abkommens vorgeschlagen &ndash; was nicht gleichbedeutend mit einer Aussetzung ist &ndash;, aber neun andere, darunter Deutschland, haben sich dagegen ausgesprochen.<\/p><p>Mit einer &Uuml;berpr&uuml;fung soll nun festgestellt werden, ob Israel gegen Artikel 2 des Abkommens mit der Europ&auml;ischen Union verst&ouml;&szlig;t, in dem die Vertragsparteien zur Achtung der Menschenrechte aufgefordert werden. Da hierf&uuml;r Einstimmigkeit erforderlich ist, wird es zu keiner Aufk&uuml;ndigung des Abkommens mit Tel Aviv kommen, es sei denn, der Druck auf die ablehnenden Regierungen wird erh&ouml;ht oder es werden andere Wege gesucht.<\/p><p>Stellen Sie sich vor, Sie m&uuml;ssten dies einer Frau aus Gaza erz&auml;hlen, die die Leichen ihrer beiden kleinen Kinder in den Armen h&auml;lt: &bdquo;Die EU wird pr&uuml;fen, ob Israel die Menschenrechte achtet.&ldquo; Dieses Gespr&auml;ch hatte ich diese Woche. Diese pal&auml;stinensische Frau wei&szlig;, wie so viele andere auch, um die Dynamik der westlichen Au&szlig;enpolitik, denn diese schreibt sich in ihren eigenen K&ouml;rper und den ihrer ermordeten Kinder ein. &bdquo;Sie kaufen Zeit, und wir sterben hier weiter und leiden Qualen&ldquo;, sagte sie mir zu Recht. Die EU ergreift weiterhin keine Ma&szlig;nahmen, zu denen sie durch Vertr&auml;ge und internationale Gerichte verpflichtet ist.<\/p><p>Vor siebzehn Monaten, als bereits mehr als 20.000 Menschen in Gaza get&ouml;tet worden waren und eine Blockade f&uuml;r die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten bestand, war V&ouml;lkermord ein reines normal gewordenes Hintergrundger&auml;usch. Wer dieses Wort &ndash; V&ouml;lkermord &ndash; in westlichen L&auml;ndern verwendete, musste mit Kritik rechnen.<\/p><p>Am 7. November 2023, einen Monat nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen, sagte ich in einem Interview, dass Israel, wenn die internationale Gemeinschaft nicht handle, im Namen seines &bdquo;Rechts auf Selbstverteidigung&ldquo; Tausende oder sogar &bdquo;Zehntausende&ldquo; weitere Menschen t&ouml;ten w&uuml;rde. Man musste nicht Chef des Geheimdienstes eines westlichen Landes sein, um zu wissen, dass dies geschehen w&uuml;rde. Es gen&uuml;gte ein Mindestma&szlig; an Kenntnissen &uuml;ber die j&uuml;ngste Geschichte Israels und Pal&auml;stinas. Und dennoch wurden die B&uuml;ndnisse mit Tel Aviv aufrechterhalten. Sie bestehen weiterhin.<\/p><p><strong>Nein, es gibt kein umfassendes Embargo<\/strong><\/p><p>Auch in Spanien gab es diese Woche Gesten mit gro&szlig;er Medienresonanz. Der spanische Kongress verabschiedete am Dienstag einen im Juli von mehr als 500 sozialen Organisationen eingebrachten Gesetzentwurf, der ein Verbot des Exports, Imports und Transits von Milit&auml;rg&uuml;tern mit L&auml;ndern vorsieht, gegen die wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder V&ouml;lkermord ermittelt wird. Der gesellschaftliche Druck und die Untersuchungen zum weiterhin bestehenden Waffenhandel zwischen Spanien und Israel waren ausschlaggebend daf&uuml;r, dass die PSOE schlie&szlig;lich daf&uuml;r gestimmt hat.<\/p><p>Dies bedeutet jedoch nicht, dass unser Land bereits ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel akzeptiert hat. Tats&auml;chlich hat die Regierung den langen Weg bevorzugt. Jetzt beginnt ein Verfahren, das sich ohne weiteren Druck &uuml;ber unbestimmte Zeit hinziehen kann, w&auml;hrend die Massaker, die illegale Besetzung und die ethnischen S&auml;uberungen im Gazastreifen weitergehen. Ohne &ouml;ffentlichen Druck k&ouml;nnte es sogar bis zur n&auml;chsten Legislaturperiode auf Eis gelegt werden, wie es in der Vergangenheit mit anderen Gesetzesvorlagen geschehen ist. Deshalb fordern die Druck aus&uuml;benden Organisationen weiterhin, wie sie es seit Monaten tun, &bdquo;ein K&ouml;nigliches Gesetzesdekret, das die Regierung schon morgen verabschieden kann&ldquo;, um das sofortige vollst&auml;ndige Embargo zu verh&auml;ngen. &bdquo;Was hindert sie daran?&ldquo;, fragen sie sich.<\/p><p>Spanien hat dieses Wochenende ebenfalls angek&uuml;ndigt, eine UN-Resolution voranzutreiben, damit Israel die Blockade der Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff nach Gaza beendet. Vor &uuml;ber einem Jahr forderte der Internationale Gerichtshof Israel mit zwei einstweiligen Verf&uuml;gungen im Januar und Mai auf, die Blockade zu beenden, doch Tel Aviv ignorierte diese Aufforderung. Wir wissen auch, dass mehrere Resolutionen der Vereinten Nationen seit Jahren und sogar Jahrzehnten ein Ende der illegalen Besatzung fordern, und Israel hat sie alle missachtet. Daher reichen Forderungen, sei es in Form von &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen oder durch Resolutionen der Vereinten Nationen, allein nicht aus.<\/p><p>Trotz mehr als 53.000 Toten durch israelische Angriffe in Gaza und zwei Millionen Pal&auml;stinensern, die fortw&auml;hrenden Vertreibungen ausgesetzt sind und unter Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten leiden, unterhalten die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union, darunter auch Spanien, weiterhin R&uuml;stungs-, Handels- und diplomatische Beziehungen zu Israel. Damit ignorieren sie das Urteil des Internationalen Gerichtshofs und die Genozid-Konvention, die verlangt, V&ouml;lkermord zu &bdquo;verhindern und zu bestrafen&ldquo;.<\/p><p>Unabh&auml;ngig von den Entscheidungen in Br&uuml;ssel haben die Nationen der Europ&auml;ischen Union Spielraum, eigene Entscheidungen zu treffen, und sie sollten dies unverz&uuml;glich tun. Die Regierung Netanjahu hat ihre Ziele noch nicht vollst&auml;ndig erreicht. Ohne strenge Sanktionen und ohne wirklichen Druck wird sie ihre Pl&auml;ne der ethnischen S&auml;uberung und illegalen Annexion weiterverfolgen, bis sie die dauerhafte Kontrolle &uuml;ber den Gazastreifen, die Ausweitung der Siedlungen und die weitere Vertreibung der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung erreicht hat.<\/p><p><strong>Internationale Verpflichtungen<\/strong><\/p><p>In zu vielen politischen und medialen Kreisen Europas wird seit Monaten wiederholt, dass Europa und Spanien nichts tun k&ouml;nnen, um die Massaker zu stoppen, und dass nur die Vereinigten Staaten dazu in der Lage sind. Das ist ein irref&uuml;hrendes Argument, das dazu dient, sich der Verantwortung zu entziehen. Wenn niemand Druck aus&uuml;bt, wird nichts geschehen.<\/p><p>Angesichts eines andauernden V&ouml;lkermords kann man Schiffen, die Milit&auml;rg&uuml;ter &ndash; oder Treibstoff f&uuml;r Kampfflugzeuge &ndash; nach Israel transportieren, das Anlaufen europ&auml;ischer H&auml;fen verbieten. Man kann ein umfassendes Waffenembargo per K&ouml;niglichem Erlass verh&auml;ngen, damit Spanien keine Gelder mehr an israelische Unternehmen zahlt, die zur illegalen Besatzung, zur Apartheid und zu den Massakern beitragen. Das Gleiche sollten auch andere Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union tun.<\/p><p>Der Vertrag, den Spanien vor Monaten mit einem staatlichen israelischen R&uuml;stungsunternehmen abgeschlossen hat, kann eingefroren werden. Alle Vertr&auml;ge, die an israelische R&uuml;stungsunternehmen und deren Tochtergesellschaften vergeben wurden, k&ouml;nnen widerrufen werden. Die Handelsbeziehungen zu Unternehmen und Einrichtungen, die an der Besetzung der pal&auml;stinensischen Gebiete mitwirken, k&ouml;nnen ausgesetzt werden, um so dem Urteil des Haager Gerichtshofs nachzukommen.<\/p><p>Israel kann aus der UN-Generalversammlung ausgeschlossen werden, wie es mit dem Apartheidstaat S&uuml;dafrika geschehen ist. Es k&ouml;nnen Ma&szlig;nahmen ergriffen werden, um europ&auml;ische Reedereien daran zu hindern, weiterhin Milit&auml;rg&uuml;ter nach Israel zu transportieren. Spanien k&ouml;nnte sich der Klage wegen V&ouml;lkermordes gegen Israel anschlie&szlig;en, was es bis heute nicht getan hat.<\/p><p>Es k&ouml;nnen Sanktionen gegen Unternehmen verh&auml;ngt werden, die der israelischen Armee k&uuml;nstliche Intelligenz zur Verf&uuml;gung stellen, mit Algorithmen, die Zivilisten zu T&ouml;tungszielen machen. Es k&ouml;nnen diplomatische Beziehungen abgebrochen werden. Kurz gesagt, man kann endlich von Worten zu Taten &uuml;bergehen. Es ist keine Zeit mehr f&uuml;r b&uuml;rokratische Spielchen, f&uuml;r &bdquo;vorherige Rahmenbedingungen&ldquo;, f&uuml;r &bdquo;Pr&auml;missen&ldquo;, f&uuml;r &bdquo;Ausgangspunkte&ldquo;, f&uuml;r &bdquo;die Schaffung von Impulsen&ldquo; f&uuml;r einen &bdquo;ersten Schritt&ldquo;, der &bdquo;die Grundlagen schafft&ldquo;, damit eines Tages &hellip;<\/p><p>Niemand wird sich der Geschichte entziehen k&ouml;nnen, denn Millionen von Augen anst&auml;ndiger Menschen schauen darauf und nehmen Notiz. Es gibt nur einen Weg: alles zu tun, um Leben zu retten, alles zu tun, um die Massaker zu beenden; und dann alles zu tun, um die illegale Besatzung und die Apartheid zu beenden. Mit Nachdruck, mit Druck, mit allen Mitteln, die die internationalen Gerichte der Politik an die Hand gegeben haben und die die europ&auml;ischen L&auml;nder dennoch weiterhin nicht nutzen. Es m&uuml;ssen Bedingungen geschaffen werden, die Israel zwingen, zu erkennen, dass der Preis f&uuml;r das T&ouml;ten und Unterdr&uuml;cken h&ouml;her ist als der Preis daf&uuml;r, es nicht zu tun.<\/p><p>Nein, der V&ouml;lkermord darf n&auml;chste Woche nicht aus den Schlagzeilen verschwinden. Es gibt keine Erz&auml;hlung, die weitere kosmetische Ma&szlig;nahmen glaubw&uuml;rdig rechtfertigen k&ouml;nnte.<\/p><p><em>Dieser Artikel wurde mit Genehmigung der Autorin &uuml;bersetzt von Eckart Leiser.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: hapelinium\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 600 Tagen bedingungsloser Unterst&uuml;tzung Israels durch die deutsche Politik, inklusive Waffenlieferungen, geraten Regierung und Medien in ein Dilemma: Andere europ&auml;ische Regierungen kritisieren Israel offen, werfen dem Staat Kriegsverbrechen oder Genozid vor und erkennen Pal&auml;stina an. Deutsche Medien sind &uuml;berfordert, Kommentatoren suchen nun Erkl&auml;rungen. Ein neuer, kritischerer Ton des Kanzlers zu Israels Gaza-Einsatz ist sp&uuml;rbar,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133805\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":133806,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[2580,282,2637,3360,302,1917,469,2392,1440,1557,304,305,564,2377,2360],"class_list":["post-133805","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-apartheid","tag-buergerproteste","tag-embargo","tag-europaeische-union","tag-gaza","tag-genozid","tag-grossbritannien","tag-internationaler-gerichtshof","tag-internationaler-strafgerichtshof","tag-israel","tag-kriegsverbrechen","tag-menschenrechte","tag-spanien","tag-waffenlieferungen","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/shutterstock_2386482239.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=133805"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133805\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133852,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/133805\/revisions\/133852"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/133806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=133805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=133805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=133805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}