{"id":133809,"date":"2025-06-01T13:00:40","date_gmt":"2025-06-01T11:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133809"},"modified":"2025-05-30T13:27:45","modified_gmt":"2025-05-30T11:27:45","slug":"leserbriefe-zu-der-souveraen-und-seine-volksvertreter-plaedoyer-fuer-die-demokratisierung-der-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133809","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDer Souver\u00e4n und seine Volksvertreter \u2013 Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Demokratisierung der Demokratie\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alexander Neu<\/strong> hinterfragt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133224\">in diesem Beitrag<\/a> den Zustand der Demokratie. Gefragt wird u.a., wie das &bdquo;Bild von Demokratie mit den mitunter selbstherrlichen Entscheidungen politischer Entscheider&ldquo; zusammenpasse. Der entscheidende Begriff hierf&uuml;r laute Repr&auml;sentation. Gegen politische Selbstherrlichkeit der Gew&auml;hlten gebe es das entscheidende Instrument des Volksentscheids. Die politische Klasse &ndash; formiert in diverse Parteien &ndash; habe jedoch &bdquo;keinerlei Interesse, ihre Macht mit dem eigentlichen Souver&auml;n zu teilen, weder hinsichtlich der politischen Themen und Inhalte noch organisatorisch&ldquo;. Wir haben hierzu interessante Leserbrief bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Die nun folgende Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Neu und NDS Team,<\/p><p>In Ankn&uuml;pfung an den Artikel m&ouml;chte ich an die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 3 M&auml;rz 2010 erinnern, wo sie folgendes sagte:<\/p><p>Wir k&ouml;nnen im R&uuml;ckblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass alle gro&szlig;en Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten als sie gef&auml;llt wurden.<\/p><p>Die Politik, die Regierung entscheidet also wissentlich und willentlich gegen den Willen des Volkes.<\/p><p>Anders formuliert: Regierung: im Namen des Volkes entscheiden wir gegen den willen des Volkes &hellip;<\/p><p>Das klingt wie die Definition einer totalit&auml;ren Regierung.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Alexander Neu beendet seinen Beitrag mit folgender Frage und entsprechender Antwort:<\/p><blockquote><p>&ldquo;Aber warum wird so vehement gegen das partizipative Instrument des Volksentscheids nahezu partei&uuml;bergreifend Stimmung gemacht? Die Antwort ist so einfach wie banal: Die politische Klasse &ndash; formiert in diverse Parteien &ndash; hat keinerlei Interesse, ihre Macht mit dem eigentlichen Souver&auml;n zu teilen, weder hinsichtlich der politischen Themen und Inhalte noch organisatorisch.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Daher halte ich die Abschaffung des vorherrschenden Parteisystems f&uuml;r notwendig. Die aktuelle wie historische Erfahrung zeigt, dass Parteien gesellschaftlicher Spaltungen und Unfrieden zum eigenen Machterhalt regelrecht bed&uuml;rfen.<\/p><p>Sehr gut, dass in diesem Beitrag f&uuml;r eine Demokratisierung der Demokratie geworben wird. Allerdings braucht es mehr als den bundesweiten Volksentscheid.<\/p><p>Der Zweck von Demokratie ist ein System zu etablieren, das Gesellschaften stabil befriedet, so dass menschliche Gesellschaften &uuml;berhaupt gedeihen k&ouml;nnen.<\/p><p><a href='https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1YggtK74m2w\"\"'>&ldquo;Frieden ist teuer&hellip;&rdquo;<\/a><\/p><p>H&ouml;renswert auch das Gespr&auml;ch auf dem Kanal von Jasmin Kosubeck ab MIn. 4.50:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7w5QYUUmAII\">Systemkritiker Ralph Boes: &bdquo;Der Staat achtet das Grundgesetz nicht mehr &ndash; &hellip;.&ldquo;<\/a><\/p><p>Ute Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Neu,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren interessanten Artikel! So sehr ich mit Ihrer Analyse des nicht sehr demokratischen Zustands dieses Landes &uuml;bereinstimme, so wenig teile ich Ihren Optimismus bez&uuml;glich der heilsamen Wirkung von Volksabstimmungen oder -entscheiden.<\/p><p>Sie ziehen n&auml;mlich meiner Meinung nach das wichtigste Gegenargument nicht in Betracht, n&auml;mlich den erbarmungsw&uuml;rdigen Zustand der deutschen Medien, die ihrer Rolle als &ldquo;vierte Gewalt&rdquo; in keiner Weise gerecht werden. So lange praktisch alle Privatmedien in der Hand weniger Familien von Superreichen, die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien nur Regierungs-Verlautbarungs-Anstalten und alle Chefredaktionen ausschlie&szlig;lich mit Transatlantikern besetzt sind, er&ouml;ffnen Volksabstimmungen nur weitere Wege, um eine Politik durchzusetzen, die nicht im Sinne der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung dieses Landes ist. Als Beispiel bitte ich Sie, sich daran zu erinnern, wovon dieses Land durch seine Medien w&auml;hrend der Coronazeit &uuml;berzeugt werden konnte. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne demokratische Medien gibt es keine informierte &Ouml;ffentlichkeit, und deshalb auch keine echte Demokratie, ganz egal, welcher Mechanismus zum Ausdruck der Mehrheitsmeinung gew&auml;hlt wird.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ. Schlichter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Neu, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen &auml;u&szlig;erst wichtigen Artikel, wie der Krise der vermeintlichen Demokratie im Rahmen des Grundgesetzes begegnet werden k&ouml;nnte und sollte. Er reiht sich vorbildlich ein in eine Reihe von sehr gut reflektierten und argumentierenden Artikeln von Ihnen in den Nachdenkseiten.<\/p><p>Ich kann ihren Argumenten voll zustimmen. Die repr&auml;sentative Demokratie hat allzu oft bewiesen, dass sie den mehrheitlichen Volkswillen nicht umsetzt. Letztes unr&uuml;hmliches Beispiel daf&uuml;r ist die offensichtliche Wahll&uuml;ge des aktuellen Bundeskanzlers.<\/p><p>Wir brauchen mehr direkte Demokratie auch auf Bundesebene! Ein gutes Beispiel daf&uuml;r ist die Schweiz, wo regelm&auml;&szlig;ig Volksabstimmungen stattfinden.<\/p><p>Eine kleine Anmerkung m&ouml;chte ich aber noch hinsichtlich des Ausdrucks &ldquo;Populismus&rdquo; machen, der in den letzten Jahren durch die herrschende Politik und ihre Medien als Kampfbegriff gegen unliebsame Mitbewerber aufgebaut wurde, um diese zu diffamieren.<\/p><p>Letztlich sind aber die mehrheitlich gew&auml;hlten Parteien doch die eigentlichen Populisten, weil sie doch von der Mehrheit gew&auml;hlt werden und sich entsprechend w&auml;hrend den Wahlen und im Vorfeld dem Volk angebiedert haben. Nichtpopulistisch sind sie nur insofern als sie den Mehrheitswillen w&auml;hrend ihrer Regierungszeit nicht umsetzen, was ja letztlich eines der wesentlichen gegenw&auml;rtigen Demokratieprobleme ist.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Neu,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren Artikel. Dem zweiten Absatz aus &ldquo;Volksentscheide als Korrektive&rdquo; stimme ich voll zu, auch wenn er genau so in einem AFD Flugblatt stehen k&ouml;nnte. Die letzten Jahre haben m.E. ganz gut gezeigt, was von plakatierten Spr&uuml;chen, Wahlprogrammen und Politikerversprechen auf Bundesebene zu halten ist. Auch wenn man das mit einiger Lebenserfahrung schon vorher wusste, wurden hier ganz neue H&ouml;hen erklommen. Ob Volksentscheide als potentielles Revisionsinstrument hier mehr Einhaltung erzwingen k&ouml;nnen, bezweifle ich. Ich vermute die Ablehnung seitens der politischen Klasse basiert eher auf dem Effizienzgedanken den Souver&auml;n w&auml;hrend einer Wahlperiode noch &ouml;fter &ldquo;&uuml;berzeugen&rdquo; zu m&uuml;ssen, als nur einmal zum Wahltag, und man hat dann weniger Zeit &ldquo;um das Land voranzubringen&rdquo;. Es w&uuml;rde auch den kontinuierlichen Druck zur Konformit&auml;t der Meinungsbildung noch weiter erh&ouml;hen, und der wurde ja vor kurzem wieder angehoben (div. Artikel auch auf den NDS zu clownswelt, red media und Anti-Spiegel). Der politisch-m&uuml;ndige und kritische B&uuml;rger ist seitens des politischen Establishments sicherlich nicht erw&uuml;nscht, auf der anderen Seite fehlt meiner Erfahrung nach den (Vollzeit) arbeitenden, sich um die Familie k&uuml;mmernden und ggf. noch ehrenamtlich t&auml;tigen Mitmenschen einfach die Zeit um der t&auml;glichen Informationsflut Herr zu werden und sich abseits von Tagesschau und heute noch umfassend in Blogs zu informieren, geschweige denn politische B&uuml;cher zu lesen. Ich schlie&szlig;e mich da nicht aus, mein Nachrichtenkonsum ist nicht ersch&ouml;pfend und das Risiko der Meinungs-Bubble besteht durchaus. Wenn ich mich zwinge eine heute-Sendung oder Talkshow durchzustehen, glaube ich danach der &Ouml;RR macht die Sendungen wissentlich nicht f&uuml;r mich. Vor kurzem habe ich irgendwo gelesen (NDS?), dass die Gesellschaft eher in Konformisten und Nonkonformisten gespalten ist, als in links und rechts. Da ist wohl was dran, wie weit man an die Institutionen des Staates (Parlament, Gerichtsbarkeit etc.) und Medien (4.Gewalt) noch glaubt oder nicht, und das hat wiederum mit den Informationsquellen zu tun, die man verwendet. Seit Corona gibt es weder im beruflichen, noch im privaten o. famili&auml;ren Umfeld Gespr&auml;che zu politischen Themen, um das gute Verh&auml;ltnis nicht zu gef&auml;hrden. Ein Austausch wird aufgrund der &ldquo;von oben&rdquo; vorgelebten, medialen Polarisierung, Etikettierung und Diffamierung vermieden und damit ist ein (Teil)Ziel erreicht. Wie Maike Gosch auch in Ihrem Artikel thematisiert hat, scheint die Methode Angsterzeugung zur Meinungsbildung sehr effektiv zu sein und wird von allen Seiten f&uuml;r ihr jeweiliges Anliegen eingesetzt. Eine Wahrheitsfindung ist meist sehr komplex, zeitraubend, wird oft gemischte Ergebnisse liefern und selbst bei relativ zeitnahen Widerlegungen (z.B. RKI Files) kr&auml;ht da kein Hahn mehr nach. F&uuml;r im Nachhinein Recht bekommen, gibt es keine Punkte mehr, die Realit&auml;t wurde schon erzeugt und ist Geschichte, aus der man heute nicht mehr lernen will.<\/p><p>MfG, Karsten Hunger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein sehr interessanter Vortrag von Herrn Neu, der meinen Gedanken erwecken l&auml;sst, dass man des anderen guten Denkens mit seinem eigenen Denken vergleichen sollte, um Fehler auszuschlie&szlig;en, um damit zu einem gemeinsamen sehr guten Denken zu kommen.<\/p><p>Das will ich hier einmal mit den Gedanken von Herrn Neu versuchen und ziehe dabei die Sache von hinten auf.<\/p><p>1933 und schon vorher haben sich SPD und KPD geweigert zusammen im Reichstag aufzutreten, zusammen aber h&auml;tten sie die absolute Mehrheit gehabt um den Hitlerfaschisten den Schneid abkaufen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Jawohl Herr Neu, das muss betont werden, dass die Todesstrafe weiterhin verboten bleibt, weil sie au&szlig;erhalb der vernunftbegrenzten Gewalt steht.<\/p><p>Die mittelbar gew&auml;hlte Bundesregierung, eine Erkenntnis von Herrn Neu, die ich nicht teilen kann. Die Regierung wird alleinig von denen in den Wahlen siegreichen Parteien ausgehandelt. Die Parteien wiederum sind &uuml;berhaupt nur im Wahlgespr&auml;ch, weil mit Listen-\/Verh&auml;ltniswahlen gew&auml;hlt wird und das sind mittelbare Wahlen. Mittelbare Wahlen aber sind eigentlich nach Art. 38 GG, der direkte\/unmittelbare Wahlen vorschreibt, GG widrig. Mit unmittelbaren\/direkten Wahlen w&uuml;rden mit 299 Wahlkreisen auch nur 299 Abgeordnete in der deutschen Volksvertretung sitzen.<\/p><p>Zum Art. 146 GG, wo ist da ein Geltungsbereich enthalten? Dieser war im Art. 23 alter Fassung festgeschrieben, der aber durch die drei Westbesatzer aufgrund ihres Vorbehaltsrechts zum GG, das sie im Genehmigungsschreiben festhielten, zum Ende der sog. 2+ 4 Verhandlungen aufgehoben. Aufgehoben bedeutet au&szlig;er Kraft gesetzt.<\/p><p>Ein Gesetz ohne Geltungsbereich ist nirgendwo rechtsg&uuml;ltig, da kann in der Pr&auml;ambel noch so viel stehen, sie hat nur eine erkl&auml;rende, keine setzende Wirkung, umso mehr der verfassungsgebende Kraftakt des deutschen Volks, mit dem es sich das Grundgesetz gegeben habe, erstunken und erlogen ist.<\/p><p>Zum Art. 29 GG zwecks des Volksentscheids. Dort sind Volksentscheide zugelassen aber nur in den L&auml;ndern, wobei trotzdem die Bestimmungen des Art. 20 GG mit den Entscheiden erf&uuml;llt wird. Das Problem ist, dass es von Anfang an im GG keine Bestimmung f&uuml;r einen bundesweiten Volksentscheid gab und auch damit ein Volksentscheid\/verfassungsgebender Kraftakt zum GG unm&ouml;glich war.<\/p><p>Volksentscheide braucht es um langfristige Ziele festschreiben zu k&ouml;nnen, wie z. B: Mitgliedschaften in internationalen Organisationen, die W&auml;hrung des Staates, die Staatsangeh&ouml;rigkeit usw. &nbsp;wobei f&uuml;r das Alltagsgesch&auml;ft Volksentscheide wegen ihrer langen Anl&auml;ufe nicht brauchbar sind. Dort braucht es dann die vertretene\/repr&auml;sentative Volksherrschaft durch gew&auml;hlte Volksvertreter.<\/p><p>Der Begriff Verfassung zwecks des GG, der von Herrn Neu benutzt wird, den sollte man gr&uuml;ndlich hintergr&uuml;nden. Eine Verfassung beruht auf einem Gesellschaftsvertrag, der in einer Volksherrschaft vom Volk erarbeitet wird und eben durch das Volk mit einem verfassungsgebenden Kraftakt zur Verfassung erhoben wird. Dem entspricht das GG nicht.&nbsp; Dieses wurde auf Vorgaben der drei Westm&auml;chte (Frankfurter Dokumente) aufgestellt und im Laufe des Entstehens st&auml;ndig von den drei Westm&auml;chten mit weiteren Vorgaben besatzungsgerecht erarbeitet, so dass das SPD Mitglied Carlo Schmid vor dem Parlamentarischen Rat das GG die Organisationsform einer Modalit&auml;t der Fremdherrschaft nannte, die wie oben gerade aufgezeigt, 1990 ihre Rechtsg&uuml;ltigkeit verlor.<\/p><p>Kommen wir noch zum Staatsb&uuml;rger, der angeblich im Art. 20 GG benannt ist. Dort ist nur vom Volk die Sprache und im Art. 25 GG&nbsp; ist die Sprache von Bewohnern des Bundesgebiets.<\/p><p>Bis 1999 wurde der deutsche Staatsb&uuml;rger mit dem Reichs- und Staatsangeh&ouml;rigkeitsgesetz organisiert, das im Dezember dieses Jahres mit dem sog. Staatsangeh&ouml;rigkeitsgesetz ersetzt wurde. Ein Gesetz, das aber nicht dem Rechtsstaatsprinzip entspricht, also ohne eine rechtsg&uuml;ltige verfassungsgem&auml;&szlig;e Grundlage erlassen wird, mutiert mit Erlass zu einer willk&uuml;rlichen Regel.<\/p><p>Und nun zum Schluss nochmals zum Art. 146 GG, der vorschreibt, dass wenn eine vom deutschen Volk erstellte Verfassung in Kraft tritt, das GG hinf&auml;llig w&auml;re.<\/p><p>Welch ein Wirrwarr.<\/p><p>Ein Blick aus dem Wirrwarr herauszukommen bedeutet, dass die Reichs- und Staatsangeh&ouml;rigen endlich eine Verfassung schaffen m&uuml;ssen, um ihren mangels Organisation (fehlende Verfassung) handlungsunf&auml;higen deutschen Staat namens Deutsches Reich (siehe Entscheidung des BVerfG 2 BvF 1\/73) grundhaft handlungsf&auml;hig zu machen, um dann mit einem Volksentscheid einen Staatsnamen zu bestimmen, denn der Begriff Deutschland ist die Bezeichnung f&uuml;r das Siedlungsgebiet der deutschen St&auml;mme, wie es einst Ernst Moritz Arndt besang und August Heinrich Hoffman in der ersten Strophe des Deutschlandliedes Eingang finden lie&szlig;. Das ist aber nicht der deutsche Staat gewesen und inzwischen schon gleich gar nicht mehr. Der Begriff Deutschland wird erst zum Staatsbegriff mit dem US Besatzungsgesetz SHAEF 52, das im Art. 7 Abs. 9e befahl, dass Deutschland das Deutsche Reich in seinen Grenzen vom 31.12.1937 w&auml;re, was dem Gebiet der Weimarer Republik entspricht. Das bedeutet, den Begriff Deutschland heute als Staatsbegriff zu benutzen, den Revanchismus die Gebiets&auml;nderungen nach Ende des 2. Weltkriegs nicht anzuerkennen.<\/p><p>Mit diesen Gedanken<br>\nVerbleibt<br>\nOlaf Thomas Opelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>eine ziemlich verwirrender Beitrag.<\/p><p>Demokratie = Volksherrschaft, soweit stimme ich &uuml;berein.<\/p><p>Der griechische Staatsmann Perikles sagte, in einer Demokratie setzen sich die Interessen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung durch.<\/p><p>Das ist in D nicht der Fall, wie ZDF Politbarometer anhand den Daten der Forschungsgruppe Wahlen erkl&auml;rt hat.<\/p><p>57 % der Wahlberechtigten sehen sich nicht von der Politik vertreten.<\/p><p>70 % der Wahlberechtigten trauen keiner Partei die L&ouml;sung der aktuell wichtigen Probleme zu !<\/p><p>Das korreliert mit den Wahlergebnisse !<br>\nZu den Fakten<br>\nWahlteiligung 82,5 %, das hei&szlig;t 17,5 % hat keiner Partei das vertrauen geschenkt<\/p><p>CDU 28,52 % also 23,5 % der Wahlberechtigten<br>\nDie Kanzlerpartei erhielt also von 76,5 % der Wahlberechtigten nicht das Vertrauen.<br>\n23,5 % der Wahlberechtigten hoffen zumindest, das teilweise ihre Interessen vertreten werden. Vollst&auml;ndig ist nicht m&ouml;glich, da sie sich nach dem Koalitionspartner richtig m&uuml;ssen.<\/p><p>SPD erhielt 16,41 % also fast 14 % der Wahlberechtigten.<br>\nDie Kanzlerpartei erhielt also von mehr als 86 % der Wahlberechtigten nicht das Vertrauen.<br>\nFast 14 % der Wahlberechtigten hoffen zumindest, das teilweise ihre Interessen vertreten werden. Vollst&auml;ndig ist nicht m&ouml;glich, da sie sich nach dem Koalitionspartner richtig m&uuml;ssen.<\/p><p>Beide Regierungsparteien erhielten zusammen 37,5 % der Stimmen aller Wahlberechtigten.<br>\nFast zweit Drittel der Wahlberechtigten gaben beiden Regierungsparteien nicht das Vertrauen !<br>\nAlso ist die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung von vornherein gar nicht in der Regierung repr&auml;sentiert.<\/p><p>Was ist das Ziel ?<br>\n&ldquo;Der Staat ist das Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse !&rdquo; Karl Marx<br>\nDer Volksmund sagt dazu, wessen Brot ich e&szlig;, dessen Lied ich sing.<\/p><p>Die Macht haben im kapitalistischen System haben die Gro&szlig;aktion&auml;re der Konzerne.<br>\nFr&uuml;her Familien wie Quandt usw., heute die Finanzgiganten wie BlackRRock, Vanguard und State Street.<br>\nDie verwalten ein Verm&ouml;gen von &uuml;ber 20 Billionen USD. Das ist soviel wie das BIP von China.<br>\nUnd sie stellen den Bundeskanzler in Deutschland sowie via Goldman &amp; Sachs den Pr&auml;sidenten von Frankreich ?<\/p><p>Wie kommen Massen dazu, Politiker zu w&auml;hlen, die garnicht ihre Interessen vertreten bzw. diese Politik zu akzeptieren oder zumindest zu tolerieren ?<\/p><p>Propaganda<br>\nDas erkl&auml;rte der Begr&uuml;nder der modernen Propaganda <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Bernays\">Erdward Bernays<\/a>, einer Verwandter des gro&szlig;en Psychologen Professor Freund.<\/p><p>&ldquo;Edward Louis Bernays (* 22. November 1891 in Wien; &dagger; 9. M&auml;rz 1995 in New York) war ein US-amerikanischer Pionier auf dem Gebiet der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und Propaganda und wurde in seinem Nachruf als &ldquo;der Vater der Propaganda&rdquo; bezeichnet.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es m&ouml;glich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>mehr zu den Grundlagen<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nocS-cD4whE\">&ldquo;Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutschland ist keine Demokratie, sondern eine Oligarchie&rdquo;&rdquo;<\/a><\/p><p>Oskar Lafontaine sagt in diesem Video, das er nicht versteht warum die Massen immer Lohnsenkungs- und Sozialk&uuml;rzungsparteien w&auml;hlen.<\/p><p>Das hat Edward Bernays ( siehe Zitat oben ) erkl&auml;rt und in dem folgenden Video erkl&auml;rt das Professor Mausfeld.<\/p><p>Und Professor Mausfeld erkl&auml;rt was ein &ldquo;repr&auml;sentative Demokratie&rdquo; ist. Die Politiker vertreten die Interessen derjenigen von denen sie bezahlt werden via<\/p><ul>\n<li>via Parteispenden<\/li>\n<li>Abgeordnetennebeneink&uuml;nfte<\/li>\n<li>lukrative Jobs nach dem Ende der politischen Laufbahn in der Wirtschaft sie Roland Koch, Walter Riester usw.<\/li>\n<\/ul><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nMTjmnA_ZY4\">&ldquo;Repr&auml;sentative Demokratie als Herrschaftsinstrument: Prof. Mausfeld &uuml;ber eine Wahleliten-Oligarchie&rdquo;<\/a><\/p><p>Wie funktioniert die Propaganda in der Praxis ?<\/p><p>&ldquo;Warum schweigen die L&auml;mmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerst&ouml;ren ist eine Publikation Rainer Mausfelds von 2015&hellip;<\/p><p>Techniken des Meinungs- und Emp&ouml;rungsmanagements<br>\nWichtigstes Merkmal manipulativer Techniken ist nach Mausfeld, dass sie unsichtbar gemacht werden. Sie m&uuml;ssen, um wirksam zu sein, unsere Bewusstseinsschwelle unterlaufen und die &bdquo;Schwachstellen&ldquo; unseres Geistes ausnutzen. Das &bdquo;Meinungsmanagement&ldquo;, Propaganda im Sinne von Edward Bernays, sei dabei das der Demokratie angepasste Mittel, ohne sichtbare Gewalt Herrschaft auszu&uuml;ben, indem die freiwillige Zustimmung der B&uuml;rger erzeugt wird.<\/p><p>Affektive Techniken<\/p><ul>\n<li>Zu den Techniken, das Gef&uuml;hlsleben der Menschen zu manipulieren, z&auml;hlt Mausfeld das fear mongering, also die Erzeugung von &Auml;ngsten. So werde aufgrund der nat&uuml;rlichen Neigung der Menschen zum Status quo auch die Angst vor Ver&auml;nderungen gesch&uuml;rt. Zur Einsch&auml;tzung der Bedeutung dieses Instruments beruft sich Mausfeld im Vortrag auf den US-amerikanischen Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer.<\/li>\n<li>Des Weiteren erw&auml;hnt er die Schaffung des Gef&uuml;hls der Machtlosigkeit in der Bev&ouml;lkerung, also des Gef&uuml;hls, keine Kontrolle zu haben.<\/li>\n<\/ul><p>Kognitive Techniken<br>\nWichtiger als die affektiven Techniken sind nach Mausfeld die kognitiven, da Meinungen stabiler seien als Affekte. Hier untersucht Mausfeld die folgenden Methoden:<\/p><ul>\n<li>Darstellung von Fakten als Meinung<\/li>\n<li>Fragmentierung zusammenh&auml;ngender Fakten, so dass der Kontext, etwa der historische Zusammenhang, verloren geht<\/li>\n<\/ul><ul>\n<li>Dekontextualisierung von Fakten: Der Zusammenhang der Fakten wird entfernt, sodass die Fakten zu unverst&auml;ndlichen isolierten Einzelf&auml;llen werden, die keine allgemeine Relevanz haben<\/li>\n<li>irref&uuml;hrende Rekontextualisierung: Informationen werden in einen fremden Sinnzusammenhang eingebettet, so dass sie einen anderen Charakter annehmen und zum Beispiel bei Menschenrechtsverletzungen nicht mehr zu Emp&ouml;rung f&uuml;hren.<\/li>\n<li>Wiederholung erh&ouml;ht den &bdquo;gef&uuml;hlten Wahrheitsgehalt&ldquo;<\/li>\n<li>Gestaltung des Meinungsspektrums, so dass das Gew&uuml;nschte in der Mitte zu liegen scheint, dem die meisten Menschen zustreben, wenn sie sich nicht auskennen, weil sie die Mitte dann f&uuml;r neutral und ausgewogen halten<\/li>\n<li>&bdquo;Unsichtbarmachen&ldquo; von Fakten durch mediale Selektion, Ablenkung und Aufmerksamkeitssteuerung<\/li>\n<li>&bdquo;Meta-Propaganda&ldquo;: Es wird propagandistisch behauptet, die Nachrichten des Gegners seien falsch, weil sie Propaganda seien.<\/li>\n<\/ul><p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warum_schweigen_die_L%C3%A4mmer%3F#Ausgaben\" target=\"_top\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warum_schweigen_die_L%C3%A4mmer%3F#Ausgaben<\/a><\/p><p>Aktuell u.a.<br>\nDie Sch&uuml;rung von &Auml;ngsten sehen wir aktuell via populistischer Propaganda !<br>\nWir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden, klingt es aus der Politik in goebbelsschen Propagandastil.<br>\nRussland greift 2029 an und darauf m&uuml;ssen wir uns vorbereiten.<br>\nWarum greift er eigentlich nicht gleich an und wartet bis wir darauf vorbereitet sind ?<br>\nDiese Frage stellt niemand in den Medien !<\/p><p>In diesem fall haben wir 2 Propaganda Methoden !<\/p><ol>\n<li>Erzeugung von Angst<\/li>\n<li>&Auml;u&szlig;ere feinde schwei&szlig;en ein System zusammen, siehe Systemtheorie<\/li>\n<\/ol><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDieter Gabriel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Alexander Neu<\/strong> hinterfragt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133224\">in diesem Beitrag<\/a> den Zustand der Demokratie. Gefragt wird u.a., wie das &bdquo;Bild von Demokratie mit den mitunter selbstherrlichen Entscheidungen politischer Entscheider&ldquo; zusammenpasse. Der entscheidende Begriff hierf&uuml;r laute Repr&auml;sentation. Gegen politische Selbstherrlichkeit der Gew&auml;hlten gebe es das entscheidende Instrument des Volksentscheids. 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