{"id":13387,"date":"2012-05-30T16:39:20","date_gmt":"2012-05-30T14:39:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13387"},"modified":"2015-03-05T14:09:50","modified_gmt":"2015-03-05T13:09:50","slug":"zu-neuen-ufern-die-linkspartei-vor-dem-gottinger-parteitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13387","title":{"rendered":"Zu neuen Ufern \u2013 die Linkspartei vor dem G\u00f6ttinger Parteitag"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem R&uuml;ckzug Oskar Lafontaines ist in der Linkspartei viel in Bewegung.  Der Lafontaine-Antagonist Dietmar Bartsch mag zwar eine Schlacht gewonnen haben, seine Chancen auch den Machtkampf  f&uuml;r sich zu entscheiden, sinken jedoch von Tag zu Tag. Zahlreiche Parteimitglieder, wie zuletzt auch <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/228164.wagenknecht-draengt-bartsch-zu-rueckzug.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>, haben Bartsch mittlerweile aufgefordert, seine Kandidatur auf den Parteivorsitz zur&uuml;ckzuziehen. Sollten die konkurrierenden Fl&uuml;gel zu keinem Kompromiss finden, boten sich Kipping-Schwabedissen als Doppelspitze als Ausweg an. Die Linkspartei ist zwar geschw&auml;cht aber keineswegs tot. Und das ist wichtig, bildet sie doch das einzige Korrektiv f&uuml;r den fortw&auml;hrenden Rechtsdrall der vor allem von Rechtsauslegern gef&uuml;hrten Parteien SPD und Gr&uuml;ne an. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWie wichtig die Linkspartei in der deutschen Parteienlandschaft ist, zeigt die Diskussion um den Fiskalpakt. Sicher, sowohl in der SPD als auch bei den Gr&uuml;nen gibt es parteiintern Widerstand. Aber was n&uuml;tzt dieser Widerstand, wenn nach Aussagen des Partei-Triumvirats Gabriel, Steinbr&uuml;ck, Steinmeier ein &bdquo;Nein&ldquo; zum Fiskalpakt ohnehin nicht zur Debatte steht? Man muss wahrlich kein Prophet sein, wenn man heute voraussagt, dass sowohl SPD als auch Gr&uuml;ne dem Fiskalpakt zustimmen werden, sobald die Regierungskoalition ihnen ein paar unbedeutende &bdquo;Leckerlis&ldquo; hinwirft, mit denen sich die beiden Oppositionsparteien &ouml;ffentlichkeitswirksam feiern lassen k&ouml;nnen. Dies ist eine Politik der Oberfl&auml;chlichkeit, bei der es nicht um Inhalte, sondern nur um die B-Note in den Kommentaren der Tagespresse geht. Dies ist auch eine Politik des Opportunismus, bei der es nicht um die Korrektur einer gescheiterten Ideologie, sondern um die Anbiederung als Merkels k&uuml;nftiger Koalitionspartner geht. Dies ist eine Oppositionssimulation, Teil der informellen gro&szlig;en neoliberalen Koalition aus CDU, SPD, Gr&uuml;nen und FDP. Die einzige Partei, die den Fiskalpakt grunds&auml;tzlich und mit guten Gr&uuml;nden ablehnt, und dies auch inhaltlich &uuml;berzeugend begr&uuml;ndet, ist die Linkspartei. <\/p><p>Es ist nat&uuml;rlich klar, dass die Linkspartei den Fiskalpakt nicht verhindern kann &ndash; daf&uuml;r fehlt ihr eine Sperrminorit&auml;t in Bundestag und Bundesrat. Was die Linkspartei aber kann, ist, Einfluss auf die Gemengelage innerhalb der SPD und der Gr&uuml;nen zu nehmen und dort die Parteilinken zu st&auml;rken. Dieses Korrektiv hat in der Vergangenheit durchaus funktioniert. Dabei ist der gr&ouml;&szlig;te politische Erfolg der Linkspartei paradoxerweise nicht sichtbar. Ohne die Linkspartei h&auml;tten CDU und SPD w&auml;hrend der gro&szlig;en Koalition das Land nach neoliberalen Vorstellungen vollends auf den Kopf stellen k&ouml;nnen. Ohne die Linkspartei w&auml;re es sicher nicht zum sozialdemokratischen Schwenk f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns oder einer Verm&ouml;genssteuer gekommen. Ob die SPD sich k&uuml;nftig, wenn sie wieder in der Regierungsverantwortung ist, noch an die Beschlusslage h&auml;lt, h&auml;ngt jedoch einmal mehr davon ab, ob die Linkspartei als Korrektiv vor Ort ist. Sollte die Partei 2013 an der 5%-H&uuml;rde scheitern, fehlt dieses Korrektiv. Dann wird &bdquo;durchregiert&ldquo;, wie wir es zuletzt in der zweiten rot-gr&uuml;nen Legislaturperiode erleben mussten, als die damalige PDS nach einem verkorksten Wahlkampf ebenfalls an der 5%-H&uuml;rde scheiterte.<\/p><p>Heute ist die Linkspartei im Bundestag und in 11 von 16 L&auml;nderparlamenten vertreten und schafft es dennoch nicht, ihre Funktion als kritischer Gegenpart bei elementaren Fragen wie etwa dem Fiskalpakt einzunehmen. Verantwortlich daf&uuml;r ist vor allem die Medienbarriere; inhaltliche Positionen der Linkspartei werden in den meisten Medien schlicht ignoriert. Verantwortlich ist aber auch die Partei selbst, die sich viel zu oft in parteiinterne Grabenk&auml;mpfe begibt und sich dann von den Medien vorf&uuml;hren l&auml;sst. War es beispielsweise wirklich notwendig, das Thema &bdquo;Mauerbau&ldquo; in epischer Breite parteiintern zu diskutieren? Gibt es f&uuml;r eine deutsche Linke keinen wichtigeren Themen als die Position zu Israel? Welchen Eindruck sollen diejenigen, die von den neoliberalen &bdquo;Reformen&ldquo; massiv betroffen sind, von einer Partei bekommen, die in der &Ouml;ffentlichkeit nicht durch eine fundierte Kritik am gegenw&auml;rtigen Einheitskurs der anderen Parteien, sondern durch erbitterte Fl&uuml;gelk&auml;mpfe um Randthemen ohne wirkliche Relevanz auff&auml;llt? Sicher, die Medien sind daf&uuml;r verantwortlich, dass die &Ouml;ffentlichkeit kaum etwas davon erf&auml;hrt, was etwa Axel Troost oder Michael Schlecht zum Fiskalpakt zu sagen haben, daf&uuml;r aber en detail dar&uuml;ber informiert wird, welcher Hinterb&auml;nkler den <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluegelstreit-am-jahrestag-linken-gruppe-boykottiert-schweigeminute-fuer-maueropfer-a-780058.html\">Mauerbau f&uuml;r &bdquo;alternativlos&ldquo; h&auml;lt<\/a>. Egal um welche <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9849\">l&auml;cherlichen Vorw&uuml;rfe es geht<\/a>, die medialen Schmutzkampagnen gegen die Linkspartei wurden stets von Parteimitgliedern angefeuert und zuweilen sogar ausgel&ouml;st. F&uuml;r die Medien ist dies freilich ein gefundenes Fressen. Einerseits hat man immer wieder neue Munition, um die Kampagne am k&ouml;cheln zu halten, andererseits kann man sich mit der Linkspartei besch&auml;ftigen ohne dabei relevante inhaltliche Punkte auch nur zu tangieren. <\/p><p>Die einzigen Linken-Politiker, die es vermocht haben, dieses Kartell des Verschweigens zu durchbrechen, waren Gregor Gysi, Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Das Erfolgsrezept dieser drei Politiker besteht vor allem in ihrem Charisma und ihrer F&auml;higkeit, linke Politik rhetorisch  zugespitzt in allgemeinverst&auml;ndliche Worte zu fassen. Selbstverst&auml;ndlich besteht die Linkspartei nicht nur aus drei Politikern und es gibt zahlreiche Fachpolitiker, die inhaltlich &uuml;berzeugend argumentieren. Leider gelingt es diesen Fachpolitikern jedoch nicht, das Kartell des Verschweigens  zu brechen. Auf den NachDenkSeiten gibt es beispielsweise mehr als zehnmal so viele Fundstellen f&uuml;r den Suchbegriff &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.google.de\/webhp?sourceid=chrome-instant&amp;ie=UTF-8&amp;ion=1#hl=de&amp;output=search&amp;sclient=psy-ab&amp;q=site%3Awww.nachdenkseiten.de%20axel%20troost&amp;oq=&amp;aq=&amp;aqi=&amp;aql=&amp;gs_l=&amp;pbx=1&amp;fp=55dbb1c3190895b3&amp;ion=1&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.,cf.osb&amp;biw=1050&amp;bih=548\">Axel Troost<\/a>&ldquo; wie im gigantischen Archiv von <a href=\"https:\/\/www.google.de\/webhp?sourceid=chrome-instant&amp;ie=UTF-8&amp;ion=1#hl=de&amp;sclient=psy-ab&amp;q=site:www.spiegel.de+%22axel+troost%22&amp;oq=site:www.spiegel.de+%22axel+troost%22&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;gs_l=hp.3...54912.57049.2.58032.2.2.0.0.0.0.55.109.2.2.0...0.0.Ep_nX2UasG4&amp;pbx=1&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.,cf.osb&amp;fp=55dbb1c3190895b3&amp;ion=1&amp;biw=1050&amp;bih=548\">SPIEGEL Online<\/a>. Dies ist sicher nicht dem Politiker Axel Troost vorzuwerfen. Man k&ouml;nnte stattdessen eher argumentieren, dass auch SPIEGEL Online h&auml;ufiger auf die inhaltlichen Argumente des Politikers Troost h&auml;tte eingehen m&uuml;ssen, wenn die Plattform nicht durch stetige Steilvorlagen aus der Partei neue Munition f&uuml;r Kampagnen bekommen w&uuml;rde, die so gar nichts mit grundlegenden Fragen einer politischen Alternative zu tun haben.<\/p><p>Wer auch immer die neue Spitze der Linkspartei bildet, muss also vor allem auch daf&uuml;r sorgen, dass dieses Kartell des Verschweigens aufgebrochen wird. Nur so besteht eine Chance, dass  die Linke von der &Ouml;ffentlichkeit als Partei wahrgenommen wird, der es nicht um Grabenk&auml;mpfe, sondern um eine inhaltliche Alternative zum Neoliberalismus und den Positionen von CDU, SPD, Gr&uuml;nen und FDP geht. Wer soll diese Herkulesaufgabe schaffen? Offensichtlich ist, dass der wohl bekannteste Kandidat f&uuml;r den Parteivorsitz diese Aufgabe nicht schaffen kann und wohl auch gar nicht schaffen will. Dietmar Bartsch geht es vor allem darum, die Linkspartei auf Koalitionsf&auml;higkeit zu trimmen. Dies hie&szlig;e in letzter Konsequenz, dass die Linke &ouml;ffentlich als das &bdquo;geringer &Uuml;bel&ldquo; wahrgenommen werden soll. Eine solche Strategie mag zwar einigen Parteimitgliedern im Falle eines Erfolges zahlreiche gutdotierte &Auml;mter und Positionen an den Tr&ouml;gen der Macht freimachen &ndash; wie hoch w&auml;re aber der Preis, den die Partei daf&uuml;r zu zahlen h&auml;tte? Bartsch will aktiv mitgestalten. Aber was will er mitgestalten, wenn er im Interesse der Koalitionsf&auml;higkeit  sich inhaltlich der politischen Konkurrenz andient? Will er auch Sozialabbau, Privatisierungen, Kriege und die Umverteilung von unten nach oben aktiv mitgestalten? Linke Mehrheiten k&ouml;nnten Regierungen bilden, wenn sie inhaltlich linke Positionen vertreten. Daf&uuml;r m&uuml;ssten aber die potentiellen Koalitionspartner SPD und Gr&uuml;ne auch auf die Linke zugehen und nicht nur umgekehrt. In den &ouml;stlichen L&auml;ndern, in denen die Linkspartei in der Regierungsverantwortung war oder ist, war von der Programmatik dieser Partei nicht mehr viel zu erkennen. Es kann und darf nicht Aufgabe der Linkspartei sind, &uuml;ber jedes St&ouml;ckchen der SPD oder der Gr&uuml;nen zu springen, nur um &bdquo;koalitionsf&auml;hig&ldquo; zu sein. Eine inhaltlich abgeschliffene Linke stellt kein Gegengewicht mehr dar und beraubt sich dabei ohne Not ihrer sch&auml;rfsten Waffe.<\/p><p>Wie die Strategie Bartsch scheitern kann, zeigten im letzten Jahr die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort ging der Bartsch-Vertraute Stefan Bockhahn im Namen der Koalitionsf&auml;higkeit mit der Strategie der bedingungslosen Unterwerfung in den Wahlkampf. Anstatt inhaltlich gegen die regierende SPD Wahlkampf zu f&uuml;hren, pr&auml;sentierte man sich lieber als der bessere potentielle Juniorpartner. Diese Strategie konnte keinen Erfolg haben. Die SPD konnte ihr Ergebnis mangels inhaltlicher Kritik der Opposition verbessern und zeigte ihre Dankbarkeit, indem sie nicht die unterw&uuml;rfige Linkspartei, sondern die CDU zu Koalitionsgespr&auml;chen einlud. Dieses Fiasko sollte der Linkspartei zu denken geben. Wer den Kuschelkurs propagiert, wird nicht nur vom W&auml;hler, sondern auch von der SPD, die sich dabei ins F&auml;ustchen lacht, &bdquo;links&ldquo; liegen gelassen. <\/p><p>Die Personalie Bartsch hat jedoch eine Brisanz, die weit &uuml;ber inhaltliche und koalitionsstrategische Fragen hinaus geht &ndash; Bartsch ist in der Vergangenheit schon mehrfach durch <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-in-der-linken-gysi-bartsch-war-illoyal-1.80073\">Illoyalit&auml;t<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/rath\/Bartsch_des_SPIEGELs_braver_SED-Nachfolger.pdf\">Intrigantentum [PDF &ndash; 111 KB]<\/a>  aufgefallen. Wenn man den innerparteilichen Streit als Grabenkampf bezeichnen will, ist Bartsch zweifelsohne einer der Gener&auml;le. Es ist in der Partei weitestgehend unumstritten, dass nach dem R&uuml;ckzug von Oskar Lafontaine eine Parteispitze gefunden werden muss, die integrieren und die zerbrochenen Scherben kitten kann. Bartsch kann aber nicht integrieren, er kann vor allem intrigieren; er kann nur weiteres Porzellan zerschlagen. Es mag sein, dass sowohl Oskar Lafontaine als auch Dietmar Bartsch als Person polarisieren. Der R&uuml;ckzug Lafontaines kann nur dann ohne Gesichtsverlust f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzer bleiben, wenn Bartsch es ihm gleichtut und seine Kandidatur zur&uuml;ckzieht. Sollte Bartsch dies nicht tun, droht der Partei eine tiefgreifende Spaltung und eine Verl&auml;ngerung der internen Grabenk&auml;mpfe, die von der inhaltlichen Arbeit der Partei ablenkt. Dies w&auml;re ganz nach dem Wunsch der Kampagneros von SPIEGEL und Co., daher ist es auch kein Wunder, dass Bartsch dort als Wunschkandidat hofiert wird. Die Linke sollte sich aber ihren Vorsitzenden nicht von Medien vorsetzen lassen, die inhaltlich eine komplett andere Linie verfolgen. Schon Lenin wusste: &bdquo;Sag mir wer Dich lobt und ich sage Dir, worin Dein Fehler besteht.&ldquo; Auch Dietmar Bartsch sollte wissen, dass die Sympathie der Medien sehr fl&uuml;chtig ist. Solange er ein Garant f&uuml;r ein Fortbestehen der parteiinternen Querelen und f&uuml;r einen Kuschelkurs zur SPD ist, wird er geliebt. Sollte er jedoch die Partei auch inhaltlich auf Oppositionskurs halten, wird Dietmar Bartsch als N&auml;chster zur Zielscheibe der Kampagneros. Man kann schon jetzt dar&uuml;ber spekulieren, welche Munition SPIEGEL Online und Co. gegen ihren (fr&uuml;heren) Zutr&auml;ger Bartsch in der Hinterhand haben. <\/p><p>Sollte Bartsch an seiner Kandidatur festhalten, wovon auszugehen ist, wird es am kommenden Wochenende einen echten Showdown um die Zukunft der Linkspartei geben. Mittlerweile ist die Liste der Kandidaten f&uuml;r den Parteivorsitz auf zehn Eintr&auml;ge <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/index.php?id=9881\">angewachsen<\/a> und es ist keinesfalls auszuschlie&szlig;en, dass in den n&auml;chsten Tagen noch weitere Parteimitglieder zu einer Kandidatur antreten. Hinter den Kulissen wird vor allem die weibliche Doppelspitze Kipping\/Schwabedissen als aussichtsreicher &bdquo;dritter Weg&ldquo; genannt. Eine solche L&ouml;sung ist zwar weit davon entfernt, eine echte Wunschl&ouml;sung zu sein. Weder Katja Kipping noch Katharina Schwabedissen haben sich bislang durch einen exponierten Sachverstand bei &ouml;konomischen Fragen ausgezeichnet, sie haben keine nennenswerte Kompetenz in der Gewerkschaftspolitik und beide Kandidatinnen sind auch nicht unbedingt als charismatische Rednerinnen bekannt. Sympathische Auftreten reicht leider im politischen Gesch&auml;ft nicht aus.<\/p><p>Aber vielleicht liegt gerade in der vermeintlichen Schw&auml;che dieses Duos seine eigentliche St&auml;rke. Weder Kipping noch Schwabedissen leuchten so hell, dass neben ihnen alle weiteren Lichter &uuml;berdeckt werden. Dies k&ouml;nnte den talentierten Fachpolitikern aus der zweiten Reihe die Chance verschaffen, das Kartell des Verschweigens  zu durchbrechen und die Linkspartei wieder als inhaltliche Alternative darzustellen. Auch charismatische linke Parteif&uuml;hrer wie Jean-Luc M&eacute;lenchon oder Alexis Tsipras sind nicht als vollendete Politiker vom Himmel gefallen, sondern konnten sich nur deshalb entwickeln und profilieren, weil sie in ihren Parteien nicht durch alles &uuml;berstrahlende Charaktere in den Schatten gestellt wurden. <\/p><p>Jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Freilich ist es in Hinblick auf die Wahlen 2013 mehr als bedauerlich, dass die Linke ohne ihren besten Wahlk&auml;mpfer Oskar Lafontaine auskommen muss. Wenn man jedoch &uuml;ber den Horizont der n&auml;chsten Bundestagswahlen hinaus denkt, k&ouml;nnte es sich wom&ouml;glich sogar als schicksalshafte Chance erweisen, dass die Partei nun ihre Grabenk&auml;mpfe hinter sich lassen und mit einer inhaltlich &uuml;berzeugenden Politik in eine neue Schaffensperiode gehen kann. Vorrausetzung daf&uuml;r ist es jedoch, dass der Fl&uuml;gel um Dietmar Bartsch diese Chance auch sieht und sich ihr nicht in den Weg stellt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/ee8deab4d6f547bbb1dd827ef6a4a06e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem R&uuml;ckzug Oskar Lafontaines ist in der Linkspartei viel in Bewegung. Der Lafontaine-Antagonist Dietmar Bartsch mag zwar eine Schlacht gewonnen haben, seine Chancen auch den Machtkampf f&uuml;r sich zu entscheiden, sinken jedoch von Tag zu Tag. Zahlreiche Parteimitglieder, wie zuletzt auch <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/228164.wagenknecht-draengt-bartsch-zu-rueckzug.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>, haben Bartsch mittlerweile aufgefordert, seine Kandidatur auf den Parteivorsitz zur&uuml;ckzuziehen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13387\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[195,11],"tags":[659,1343,330,359],"class_list":["post-13387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-linke","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bartsch-dietmar","tag-kipping-katja","tag-lafontaine-oskar","tag-parteistroemungen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13387"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25291,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13387\/revisions\/25291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}