{"id":134085,"date":"2025-06-06T11:00:39","date_gmt":"2025-06-06T09:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134085"},"modified":"2025-06-06T14:08:05","modified_gmt":"2025-06-06T12:08:05","slug":"wenn-im-deutschen-kulturradio-eine-friedensforscherin-durch-weglassen-auffaellt-um-das-angesagte-wertebasis-weltbild-zu-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134085","title":{"rendered":"Wenn im deutschen Kulturradio eine Friedensforscherin durch Weglassen auff\u00e4llt, um das angesagte Wertebasis-Weltbild zu verkaufen"},"content":{"rendered":"<p>Ein &bdquo;Friedensgutachten&ldquo; wurde gerade auf der Bundespressekonferenz vorgestellt. Gleich vier Institute vereinten ihre Sichtweisen &ndash; vielleicht durchaus ein Grund, dass Medien die Bev&ouml;lkerung in Kenntnis setzen. So auch der <em>Deutschlandfunk<\/em>. Bliebe es beim Informieren, w&auml;re das gut. W&uuml;rde das Gutachten &ndash; falls berechtigt &ndash; kritisiert, umso besser. Doch h&ouml;rte sich das Gespr&auml;ch beim Sender <em>Deutschlandfunk Kultur<\/em> an, als w&uuml;rde Politunterricht vom Feinsten pr&auml;sentiert. Die zu Wort kommende Expertin gl&auml;nzte mit einer Methode der Meinungsmache, dem Weglassen. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7970\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-134085-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=134085-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250606-Kulturradio-Friedensforscherin-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>&bdquo;Frieden retten! Aber wie? Vorstellung des neuen Friedensgutachtens&ldquo; &ndash; Politunterricht<\/strong><\/p><p>Der &ouml;ffentlich-rechtliche Spartensender <em>Deutschlandfunk Kultur<\/em> hat ein Format namens &bdquo;Studio 9&ldquo;. Aus diesem wurde unter dem Titel &bdquo;Frieden retten! Aber wie? Vorstellung des neuen Friedensgutachtens&ldquo; am 2. Juni 2025 <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\">ein Gespr&auml;ch gesendet<\/a>. Diese Produktion empfand ich als weiteres Beispiel unter vielen, das zum uns&auml;glichen S&auml;belrasseln der bellizistischen Dauer-Mobilmachung passt. Von wegen Aufkl&auml;rung, von wegen progressives, &ouml;ffentlich-rechtliches Vielfalt-Kulturradio. Sturm-Radio war das.<\/p><p>Zu Wort kam, ausf&uuml;hrlich und geradezu freundschaftlich in sch&ouml;ner Atmosph&auml;re hofiert, Nicole Deitelhoff vom Leibniz-Institut. Die Expertin in Sachen Frieden (was sich mir schlie&szlig;lich nicht herstellte) konnte ohne Einspruch und unbequeme Zwischenfragen ausf&uuml;hren, dass die Lage auf der Welt erneut und fortgesetzt schlecht sei. Das tat sie, ohne Gr&uuml;nde oder Ursachen des Elends zu nennen. Sie warb derweil, dass das Mittel &bdquo;Waffen&ldquo;, also die fortw&auml;hrende Aufr&uuml;stung zur Rettung des Friedens, letztlich alternativlos sei. Die guten alten Zeiten davor seien halt vorbei, liebe Mitb&uuml;rger. Friedensforscherin Deitelhoff sprach geschickt wie selbstgef&auml;llig. Sie lie&szlig; bei ihren Formulierungen &uuml;ber die von ihr festgestellte &bdquo;Notwendigkeit&ldquo; von Aufr&uuml;stung und der Ausbildung von Wehrhaftigkeit einen wesentlichen Fakt (und weitere) schlicht weg. Wie viele der umtriebigen Kriegstrommler verschwieg sie, dass die westliche Wertegemeinschaft schon lange vor der jetzt permanent beworbenen und sich durchsetzenden Militarisierung all die Jahre hochger&uuml;stet und aggressiv war. Sie verschwieg ferner, dass die westliche Wertegemeinschaft &uuml;ber all die Jahre gez&uuml;ndelt und weiter aufger&uuml;stet hat. Deitelhoff pochte darauf, dass die westliche Wertegemeinschaft gut und ehrbar sei. Die USA nannte sie gar &bdquo;Pfeiler der Friedensordnung&ldquo; &hellip;<\/p><p>Andere, f&uuml;r die Zuh&ouml;rer sicher wichtige, interessante, meinungsbildende Informationen zum Thema Frieden, die Deitelhoff und ihre Expertenkollegen der vier Institute (die zudem &bdquo;f&uuml;hrend&ldquo; sein wollen) wohl in ihren internen Unterlagen vorr&auml;tig haben, lie&szlig; sie ebenfalls unter den Tisch fallen. Kein Wort war von ihr zu h&ouml;ren &uuml;ber die andauernde NATO-Osterweiterung, &uuml;ber allt&auml;gliche Vertragsbr&uuml;che des Westens, &uuml;ber Ursachen f&uuml;r Krieg und Vertreibung, &uuml;ber die arrogante wie anma&szlig;ende US-Sanktionspolitik (Pfeiler der Friedensordnung?). Sie benannte keine Ursachen und Wirkungen der Dauerkonfrontation des Wertewestens mit Russland und anderen Staaten, die nicht Marsch, Marsch in Reih und Glied beugsam vor der &bdquo;wertebasierten Ordnung&ldquo; stehen.<\/p><p><strong>Ordnungskrieg &ndash; ein Unwort der Extraklasse<\/strong><\/p><p>Deitelhoff verstieg sich auf eine geradezu absurde Unterscheidung, Kriege zu betiteln und zu qualifizieren. Die einen, hier Russland, f&uuml;hrten Krieg, der dann Angriffskrieg hei&szlig;t. Angriffskrieg, Angriffskrieg, Angriffskrieg. Bei den USA hei&szlig;t Krieg indes Ordnungskrieg. Man stelle sich vor, die USA haben also als Gro&szlig;macht das Mittel und das Recht, &bdquo;Weltordnungskriege&ldquo; zu f&uuml;hren, bei Bedarf eben auf dem ganzen Erdball &ndash; so, wie die Geschichte bis in die Gegenwart das aufzeigt. Das sei v&ouml;llig okay f&uuml;r die Friedensforscherin, so f&uuml;hlte sich ihr Reden &uuml;ber den gro&szlig;en Spieler USA an. Nun gut, der gro&szlig;e Freund hinterm Atlantik bekam sein Fett ein wenig weg, wegen Donald Trump. Vorher bei all seinen Vorg&auml;ngern war scheinbar alles gut.<\/p><p><strong>Von wegen &sbquo;die USA ziehen sich zur&uuml;ck&lsquo;<\/strong><\/p><p>Weil die USA sich aus der R&uuml;stung zur&uuml;ckziehen &ndash; also aus der in Europa, wie Deitelhoff behauptete (&bdquo;&hellip; die wollen nicht mehr&ldquo;) &ndash;, entst&uuml;nde ein Vakuum, erfuhr der Zuh&ouml;rer. Die Europ&auml;er m&uuml;ssten sich nun bald auf sich selbst verlassen, lautete der Tenor. Stark werden. Mit allem Drum und Dran. Fr&uuml;her waren, das sei hier nochmals gesagt, die USA ein Pfeiler einer &bdquo;Friedensordnung&ldquo;, die sie selbst in den 2000er-Jahren mit ihren &bdquo;Weltordnungskriegen&ldquo; gef&auml;hrdeten. Trumps Regierung als Garant der Weltordnung z&ouml;ge sich nun in der Gegenwart leider zur&uuml;ck, erfuhr ich von Deitelhoff.<\/p><p>Die Expertin des Leibniz-Instituts gl&auml;nzte weiter durch Weglassen und Verschweigen. Sie drehte scheinheilig auf, als sie die US-Politik kritisierte (Gr&ouml;nland, Panama). Die Leibniz-Chefin befand jedoch besonders die &bdquo;US-Anbiederung&ldquo; in Richtung Putin f&uuml;r nicht gut. Sie nahm sich nicht die Zeit, &uuml;ber Ursachen des Ukraine-Konflikts zu sprechen, kein Wort &uuml;ber die Zeit um 2014, die Einflussnahme der Ordnungsmacht der wertebasierten besseren Welt. Als Friedensforscherin kam ihr gar nicht in den Sinn, dass es nun vielleicht gar nicht um Anbiederung gehe und schon gar nicht um das Gegenteil &ndash; also um die Konfrontation. Es k&ouml;nnte derzeit vielleicht doch ein wenig um Diplomatie, um Ann&auml;herung, um alles andere als Eskalation von Gewalt in allen Auspr&auml;gungen gehen. W&auml;re dem so, was w&auml;re dagegen einzuwenden? Deitelhoff schlussfolgerte, ganz Expertin &uuml;ber das Motiv der Amis betreffs eines Kriegsendes in der Ukraine:<\/p><blockquote><p>\n<em>Sie wollen nur, dass der Krieg endet, um wieder Gesch&auml;fte mit Putin machen zu k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/frieden-retten-aber-wie-vorstellung-des-neuen-friedensgutachtens-100.html\">DLF<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Doch &ndash; wie kann man von R&uuml;ckzug und Desinteresse der Amerikaner reden und so etwas unwidersprochen (vom DLF-Personal) ins Mikrofon hauchen, obwohl in Wahrheit die USA allein in Deutschland &uuml;ber 70.000 Mann stationiert haben und auch in anderen europ&auml;ischen Staaten die Welt m&auml;chtige, anma&szlig;ende US-Pr&auml;senz in Personenst&auml;rke und mit US-Basen Realit&auml;t ist? Dass Deutschland eine US-Drehscheibe milit&auml;rischen Handelns ist, dass bald neueste Waffen stationiert werden sollen, auch davon war keine Rede im <em>Kulturradio<\/em>; davon, dass die Amis weiter milit&auml;risch im Osten heftig mitmischen, auch nicht. Vielleicht steht im Friedensgutachten von 2026 oder 2027 etwas dar&uuml;ber drin. M&ouml;glich ist vielleicht auch, dass dereinst von Deitelhoff und Co. die k&uuml;nftig weiter fortgesetzte Hochr&uuml;stung (f&uuml;r den Frieden und nur f&uuml;r den Frieden), na klar, fachlich distanziert und qualifiziert als alternativlos richtig gesehen wird. Das Aufatmen der Friedensforscher, dass die Amis wohl doch nicht aus Europa verdufteten und im Besonderen Deutschland als ewige Drehscheibe ihres milit&auml;rischen Handelns hegen und pflegen, h&ouml;re ich jetzt schon. Bei so was atmet aber kein wirklicher Forscher f&uuml;r Frieden auf.<\/p><p><strong>Entmenschlichung des Krieges &ndash; Entmenschlichung auch ganz ohne Krieg<\/strong><\/p><p>Im Gespr&auml;ch kam die These zur Sprache, dass es Frieden nur noch durch mehr Waffen g&auml;be. Tagein, tagaus wird das dem B&uuml;rger ja eingetrichtert. Deitelhoff sagte und warb erneut f&uuml;r das R&uuml;sten (bei aller Liebe zum Dialog):<\/p><blockquote><p>\n<em>Nicht nur &hellip;, sondern auch durch Waffen &hellip; Was wir sagen wollen &hellip; Wir k&ouml;nnen uns nicht l&auml;nger darauf ausruhen zu sagen, wir wollen mit den Waffen nichts zu tun haben und wir wollen stattdessen allein auf Gespr&auml;che setzen &hellip;<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/frieden-retten-aber-wie-vorstellung-des-neuen-friedensgutachtens-100.html\">DLF<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Deitelhoff verga&szlig; dabei, dass mehrere Jahre das Wort Dialog f&uuml;r Politiker der Wertebasis ein Fremdwort war.<\/p><p>Sie klagte dann etwas &uuml;ber die Entmenschlichung der Kriege, &uuml;ber Kriegsverbrechen, &uuml;ber das Nichteinhalten von Konventionen. Ich staunte und protestierte am Rundfunkger&auml;t: Der Krieg selbst ist schon entmenschlicht, den Gegner zum Feind erkl&auml;ren, ist entmenschlichend, Aufr&uuml;sten in dem Ma&szlig;e wie zurzeit ebenso. Wenn gleich vier Institute sich des gleichen Themas annehmen, sollte den Fachleuten schon ins Blickfeld geraten sein, dass gerade die Akteure aus den Kreisen der westlichen Wertegemeinschaft zunehmend auf Regeln pfeifen. Krisen und Kriege werden heraufbeschworen, Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me in Kauf genommen, Grenzen abgeschottet, die Ostflanke verst&auml;rkt, Landminen-Verbotsvertr&auml;ge f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt.<\/p><p>Wenn mehr und mehr Mittel, Ressourcen, Ideen, Personal, Bev&ouml;lkerung der Militarisierung zugef&uuml;hrt werden, schreitet doch tats&auml;chlich eine perfide Form von Entmenschlichung voran. Weil das Zivilisatorische, all die Erkenntnisse, Errungenschaften, die Sch&auml;tze unseres Menschseins zur Disposition stehen. Soll Krieg gef&uuml;hrt werden, um den Frieden zu erlangen?<\/p><p><strong>Solche Gutachten geh&ouml;ren in den Rei&szlig;wolf und nicht auf den Tisch der Bundesregierung<\/strong><\/p><p>Wer hat das &bdquo;Friedensgutachten&ldquo; eigentlich erstellt? Vier &ndash; sich selbst sehr wichtig sch&auml;tzende &ndash; deutsche Institute sind es, die sich, so Eigenwerbung, im Bereich Friedens- und Konfliktforschung einsetzen: das Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), das Peace Research Institute Frankfurt &ndash; Leibniz-Institut f&uuml;r Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), das Institut f&uuml;r Entwicklung und Frieden (Inef) sowie das Institut f&uuml;r Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit&auml;t Hamburg (IFSH).<\/p><p>So also erscheint j&auml;hrlich ihr Gutachten, in dem aktuelle Konfliktanalysen, Trends der internationalen Au&szlig;en-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik zu lesen sein sollen. Und ja, man wolle damit der Bundesregierung Empfehlungen geben. NachDenkSeiten-Autor Bernhard Trautvetter hat in seinem Beitrag vom 4. Juni 2025 treffend beschrieben, dass das Dokument eben kein Friedensgutachten, eine Schrift f&uuml;r den Frieden, die Verst&auml;ndigung, die Abr&uuml;stung und Deeskalation ist, sondern:<\/p><blockquote><p>\n<em>Die konfliktsteigernde Orientierung des Dokuments wird noch gef&auml;hrlicher &ndash; und zwar mit der Ank&uuml;ndigung, Europa (womit die Autoren unausgesprochen nur die NATO-Staaten Europas meinen) m&uuml;sse gegebenenfalls auch gegen die USA k&auml;mpfen k&ouml;nnen. Hier das entsprechende Zitat aus dem Text:<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;<em>Und dies muss in einer Weise geschehen, dass Europa auch ohne oder sogar gegen (!) die USA verteidigungsf&auml;hig ist.&ldquo; (S. 6)<\/em><\/p>\n<p><em>Die Forscher, die f&uuml;r vier Institute zur &bdquo;Friedens- und Konfliktforschung arbeiten und die ihre Studie 2025 im offiziellen Rahmen der Bundespressekonferenz pr&auml;sentierten, pl&auml;dieren einerseits f&uuml;r das, was sie &sbquo;regelbasierte Ordnung&lsquo; nennen, und zugleich auch f&uuml;r eine milit&auml;rische Kooperation mit Staaten, die nicht die demokratischen Werte der Staaten der EU und Gro&szlig;britanniens teilen, die aber gleiche Interessen verfolgen (S. 39); das bedeutet, ihnen und ihren Auftraggebern in der Politik geht es nicht um Demokratie, nicht um die Werte, die im Grundgesetz festgeschrieben sind, sondern es geht ihnen vor allem um Machtinteressen bei der Aufteilung der Welt.<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133971\">NachDenkSeiten<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Dazu passt: DLF-Kulturradio Podium f&uuml;r solche Experten<\/strong><\/p><p>Unser &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk ist breit aufgestellt, vielf&auml;ltig und vielschichtig, m&ouml;chten und d&uuml;rfen all die Zuh&ouml;rer berechtigt annehmen. Doch, wie die Geschichte der Frau Deitelhoff via <em>Deutschlandfunk Kultur<\/em> zeigt, ist fortw&auml;hrend zu erleben, dass eine st&auml;ndige Grundstimmung &uuml;ber den &Auml;ther schwingt, um den B&uuml;rgern den politisch vorgegebenen Mainstream, die Sto&szlig;richtung, um es etwas militanter auszudr&uuml;cken, einzufl&ouml;&szlig;en. Anstatt den Schwindel aufzudecken, deckt man ihn. Stichwort &bdquo;Frieden retten!&ldquo;. Was bleibt dem B&uuml;rger &uuml;brig? Er sorgt f&uuml;r eigene Aufkl&auml;rung, Recherche, macht sich einen Kopf ganz nach Albrecht M&uuml;llers Worten: Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst. F&uuml;ndig wurde ich bei der Zeitung <em>junge welt<\/em>. &Auml;hnlich geartete S&auml;tze fand ich in Mainstream-Gazetten nicht, hier schon:<\/p><blockquote><p>\n<em>Vom Etikett soll man sich nicht t&auml;uschen lassen. Unter dem alarmierenden Titel &raquo;Frieden retten!&laquo; sprechen sich deutsche Friedensforschungsinstitute f&uuml;r Aufr&uuml;stung und milit&auml;risches L&uuml;ckenstopfen aus. Vier dieser rein dem Namen nach an weniger Kriegstaumel interessierten Institute haben am Montag in Berlin ihr aktuelles &raquo;Friedensgutachten&laquo; vorgestellt. Christopher Daase vom Leibniz-Institut f&uuml;r Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main warb in der Bundespressekonferenz entschieden f&uuml;r eine &raquo;operative St&auml;rkung der europ&auml;ischen Verteidigung&laquo;. &raquo;Tats&auml;chliche Verteidigungsl&uuml;cken&laquo; m&uuml;ssten geschlossen, die &raquo;europ&auml;ische&laquo; R&uuml;stungskooperation &raquo;vorangetrieben werden&laquo;. Die vier f&uuml;r das Gutachten verantwortlichen Institute spr&auml;chen sich f&uuml;r die &raquo;vor&uuml;bergehende Aufnahme von Schulden&laquo; aus, um dieses Ziel zu erreichen, sagte Daase.<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/501212.friedensgutachten-2025-handreichung-f%C3%BCr-kriegskurs.html\">junge welt<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><small>Titelbild: Screenshot Phoenix<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein &bdquo;Friedensgutachten&ldquo; wurde gerade auf der Bundespressekonferenz vorgestellt. Gleich vier Institute vereinten ihre Sichtweisen &ndash; vielleicht durchaus ein Grund, dass Medien die Bev&ouml;lkerung in Kenntnis setzen. So auch der <em>Deutschlandfunk<\/em>. Bliebe es beim Informieren, w&auml;re das gut. W&uuml;rde das Gutachten &ndash; falls berechtigt &ndash; kritisiert, umso besser. Doch h&ouml;rte sich das Gespr&auml;ch beim Sender <em>Deutschlandfunk<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134085\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":134086,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,172,183,11],"tags":[3293,571,2301,1919,1554,259,3289],"class_list":["post-134085","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bellizismus","tag-dlf","tag-konfrontationspolitik","tag-lueckenpresse","tag-orwell-2-0","tag-russland","tag-wertegemeinschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/25060-Deutschlandfunk-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134085"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":134127,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134085\/revisions\/134127"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/134086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}