{"id":134144,"date":"2025-06-08T09:00:48","date_gmt":"2025-06-08T07:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144"},"modified":"2025-06-06T15:24:37","modified_gmt":"2025-06-06T13:24:37","slug":"hinweise-der-woche-412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h01\">&ldquo;Russland hat den Krieg gewonnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h02\">Ex-CIA-Experte &uuml;ber &bdquo;Operation Spinnennetz&ldquo;: &bdquo;Ziel der Ukrainer war Washington, nicht Russland&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h03\">Bundesregierung will Betrieb von Nord-Stream-Pipelines aktiv verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h04\">Panzer f&uuml;llen keine Brotdosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h05\">&raquo;Pal&auml;stinenser in Israel sind die einzigen, die eine Br&uuml;cke schlagen k&ouml;nnen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h06\">Gaza: Ein unertr&auml;gliches Mahnmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h07\">Gegen China einschw&ouml;ren &ndash; Hegseths Hunnenrede in Singapur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h08\">Preisregen f&uuml;r Ursula von der Leyen &ndash; doch wof&uuml;r eigentlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144#h09\">Was macht eigentlich Lena Berger?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Russland hat den Krieg gewonnen&rdquo;<\/strong><br>\n&hellip; aber warum macht es dann trotzdem weiter? Der franz&ouml;sische Historiker Emmanuel Todd, gerade aus Moskau zur&uuml;ck, erkl&auml;rt die Strategie. [&hellip;]<br>\nJetzt ist Friedrich Merz neuer Kanzler. In seiner Regierungserkl&auml;rung hat er angek&uuml;ndigt, Deutschland werde die st&auml;rkste Armee Europas aufbauen.<br>\nDamit ist eine neue Dimension der historischen Verantwortungslosigkeit erreicht. Im Gegensatz zu Gro&szlig;britannien und Frankreich verf&uuml;gt Deutschland &uuml;ber ein gewaltiges industrielles Potenzial, das es Merz erlaubt, dieses Ziel zu erreichen. Zu diesem Potenzial z&auml;hle ich auch die Schweiz und die fr&uuml;heren Volksrepubliken, die man Satelliten der Sowjetunion nannte: Polen, die Tschechische Republik. Wenn diese Industrie in den Dienst der Aufr&uuml;stung gestellt wird, kann das zur Bedrohung f&uuml;r die Russen werden, die gegenw&auml;rtig mehr Waffen produzieren als Amerika.<br>\nKrieg oder Frieden &ndash; dar&uuml;ber entscheidet das Verhalten Deutschlands?<br>\nJedenfalls sehr viel mehr als Gro&szlig;britannien und Frankreich. Die britischen Premiers werden immer l&auml;cherlicher, aber das hat keinerlei Bedeutung. Macron ist schon lange l&auml;cherlich, das spielt keine Rolle. Trumps Wahl aber ist f&uuml;r den Westen eine Revolution. Der &Uuml;bergang von Scholz zu Merz ver&auml;ndert vieles &ndash; in psychologischer und geopolitischer Hinsicht. Merz ist ein russenfeindlicher Bellizist. Noch als Kandidat hat er sich daf&uuml;r ausgesprochen, der Ukraine Taurus-Raketen zu liefern. Mit ihnen soll die Br&uuml;cke zwischen Russland und der Krim zerst&ouml;rt werden. Die Zeitgenossen scheinen die historische und moralische Bedeutung solcher &Uuml;berlegungen nicht zu begreifen.<br>\nJetzt reden auch Sie von Moral.<br>\nIch bin f&uuml;r das Verzeihen historischer Verbrechen, aber nicht f&uuml;r das Vergessen. Deutschland ist f&uuml;r den Tod von 25 Millionen Russen im Zweiten Weltkrieg verantwortlich. Und jetzt will es erneut gegen Russland milit&auml;risch aktiv werden. Das ist unvorstellbar. Was ist mit den Deutschen los?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/russland-hat-gewonnen-341777\">Emma<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ex-CIA-Experte &uuml;ber &bdquo;Operation Spinnennetz&ldquo;: &bdquo;Ziel der Ukrainer war Washington, nicht Russland&ldquo;<\/strong><br>\nDer Ukraine geht es nicht prim&auml;r um die Zerst&ouml;rung russischer Milit&auml;ranlagen. Die Selenskyj-Regierung hat es auf die USA abgesehen, sagt ein fr&uuml;herer CIA-Analyst. [&hellip;]<br>\nIn einem Interview mit dem amerikanischen Au&szlig;enpolitikmagazin Foreign Policy hat sich jetzt der fr&uuml;here Russland-Experte des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, George Beebe, zu den Ereignissen ge&auml;u&szlig;ert. [&hellip;]<br>\nStellt sich die Frage, welches Ziel die Ukraine mit der Geheimdienstoperation sonst verfolgt hat, wenn nicht die milit&auml;rische Schw&auml;chung des Gegners?<br>\nBeebe skizziert ein Szenario: Die Russen k&ouml;nnten die Situation betrachten und zu dem Schluss kommen, dass der Westen an den Angriffen beteiligt war  &ndash; &bdquo;dass die Ukrainer ihn ohne das Wissen und die Unterst&uuml;tzung der Vereinigten Staaten oder unserer Nato-Verb&uuml;ndeten in Europa nicht h&auml;tten durchf&uuml;hren k&ouml;nnen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nRussland k&ouml;nnte Nato-Staaten als Mitt&auml;ter der Angriffe sehen<br>\nDer ukrainische Angriff auf russische Stellungen werde Russlands F&auml;higkeit, den Krieg in der Ukraine wie bisher fortzusetzen, nicht wesentlich beeintr&auml;chtigen, sagt Beebe. Der Angriff &auml;ndere nichts an dem grundlegenden Zusammenhang zwischen der milit&auml;risch-industriellen Kapazit&auml;t der Ukraine &ndash; ihrer F&auml;higkeit, Truppen auf dem Schlachtfeld auszubilden und einzusetzen &ndash; und Russlands betr&auml;chtlichen materiellen und strukturellen Vorteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/ex-cia-experte-ueber-operation-spinnennetz-ziel-der-ukrainer-war-washington-nicht-russland-li.2330354\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesregierung will Betrieb von Nord-Stream-Pipelines aktiv verhindern<\/strong><br>\nUS-Investoren w&uuml;rden mit den Nord-Stream-Pipelines gern Geld verdienen. Auch in Deutschland gibt es Interesse an neuen Gaslieferungen aus Russland. Die Bundesregierung will das nach SPIEGEL-Informationen aktiv verhindern.<br>\nDie Bundesregierung will verhindern, dass die umstrittenen Nord-Stream-Leitungen jemals wieder Gas aus Russland nach Deutschland transportieren. &raquo;Die Bundesregierung wird sich gegen eine Inbetriebnahme bzw. eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipelines einsetzen&laquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums unter Katherina Reiche (CDU) an den energiepolitischen Sprecher der Gr&uuml;nen im Bundestag, Michael Kellner. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber die sogenannte Versorgungssicherheitsbewertung hatte zuvor auch die &raquo;Zeit&laquo; berichtet. Der Bericht kommt aus dem Wirtschaftsministerium zu einem klaren Fazit, wie sich der Wiederbetrieb von Nord Stream 2 auswirken k&ouml;nnte: Das Projekt gef&auml;hrde &raquo;die Gasversorgungssicherheit in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/nord-stream-bundesregierung-will-betrieb-von-pipelines-aktiv-verhindern-a-2e4cff6a-c50a-4079-b872-c1089afed9e0\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so. Nord Stream 2 w&uuml;rde  &raquo;die Gasversorgungssicherheit in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union&laquo; gef&auml;hrden(sic!). Auf so was muss man auch erst einmal kommen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmkerung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die offizielle deutsche Politik wird immer surrealer, um nicht zu sagen wahnsinniger. Warum gen&uuml;gt es nicht, die Nord-Stream-Pipelines nicht zu nutzen, warum muss man den &ldquo;Betrieb [&hellip;] aktiv verhindern&rdquo;? Da der Endpunkt in Lubmin\/Mecklenburg-Vorpommern liegt, kommt auch kein anderes europ&auml;isches Land an die Pipelines, Ende der Geschichte. Katastrophal und wirklich orwellsch wird der Artikel am Ende: zwar wird endlich einmal korrekt beschrieben, dass Nord Stream 2 durch den unbesch&auml;digt gebliebenen Strang weiter Gas liefern k&ouml;nnte, was bei der Berichterstattung meistens falsch dargestellt wurde (&ldquo;die Nord-Stream-Pipelines sind gesprengt und k&ouml;nnen kein Gas mehr liefern&rdquo;). Tja, Deutschland k&ouml;nnte nach vermutlich wenigen Tagen oder Wochen billiges Gas &uuml;ber die Nord-Stream-Pipeline beziehen, und zwar einen riesigen Anteil, ungef&auml;hr ein Viertel des Bedarfs. Aber das &ldquo;Wirtschaftsministerium [schreibt, d]as Projekt gef&auml;hrde &raquo;die Gasversorgungssicherheit in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union&laquo;&rdquo;. Mit anderen Worten, ein deutlich ausgeweitetes Gasangebot soll dazu f&uuml;hren, dass das Risiko einer Unterversorgung steigt (???). Beim Erd&ouml;l w&auml;re das analog so: die Erschlie&szlig;ung eines neuen Lieferanten, nehmen wir als hypothetisches Beispiel Namibia, zus&auml;tzlich zu den bisherigen Lieferanten USA, Kasachstan u. a. f&uuml;hrt dazu, dass die deutsche und europ&auml;ische Versorgungssicherheit mit Erd&ouml;l gef&auml;hrdet wird. H&auml;h? Ich komme aus dem Kopfsch&uuml;tteln &uuml;ber diesen Irrsinn nicht raus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Panzer f&uuml;llen keine Brotdosen<\/strong><br>\nBerlin r&uuml;stet auf, Washington gibt die Richtung vor &ndash; aber wer zahlt die Zeche? [&hellip;]<br>\nHeute ist klar, dass diese Strategie gescheitert ist. Nun verhandelt Trump unilateral direkt mit Putin. Doch anstatt aus diesem Desaster zu lernen, halten Teile des europ&auml;ischen Establishments an der gescheiterten Strategie fest und sind weiterhin entschlossen, den Krieg um jeden Preis zu verl&auml;ngern. Dabei h&auml;ufen sich die Widerspr&uuml;che. Dieselben Leute, die gestern noch erkl&auml;rten, der Sieg &uuml;ber ein schwaches Russland stehe unmittelbar bevor, warnen heute, Moskaus Truppen k&ouml;nnten &raquo;morgen schon auf dem Br&uuml;sseler Grand Place stehen&laquo;, wenn Europa nicht rasch aufr&uuml;stet. Beide Aussagen waren und sind unwahr. Das Ziel der Letzteren ist es, der europ&auml;ischen Gesellschaft die massiven Aufr&uuml;stungspl&auml;ne zu verkaufen.<br>\nWenn der deutsche Militarismus gen Osten blickt, muss Europa die Scherben auflesen. So lassen sich die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts zusammenfassen. Im Ersten Weltkrieg wurden deutsche Jugendliche gegen den &raquo;russischen Despotismus&laquo; mobilisiert. Im Zweiten wurden S&ouml;hne deutscher Arbeiterinnen und Arbeiter an die Front geschickt, um die &raquo;bolschewistische Bedrohung&laquo; zu bek&auml;mpfen. Die Parolen &auml;nderten sich, aber das Ziel der Expansion nach Osten blieb.<br>\nDie meisten Menschen, die im 20. Jahrhundert aufgewachsen sind, haben gelernt, dass die Kombination aus Deutschland, Chauvinismus und Militarismus nichts Gutes bedeutet. Mit der R&uuml;stungsindustrie im Ruhrgebiet wurden zwei der verheerendsten Kriege der Geschichte angeheizt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sich Europa einig: &raquo;Nie wieder&laquo;. Vor allem: Nie wieder deutscher Militarismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/frieden-aufruestung-europa-nato-krieg-russland-militaer-ptb-pdva-sozialstaat-meuterei\">Peter Mertens auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Pal&auml;stinenser in Israel sind die einzigen, die eine Br&uuml;cke schlagen k&ouml;nnen&laquo;<\/strong><br>\nPal&auml;stinenser in Israel haben eine komplexe Beziehung zu dem Staat, in dem sie leben. Seit mehr als sechzig Jahren sind sie zwar Staatsb&uuml;rger des Landes &ndash; aber keine vollwertigen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, wie der israelische Historiker Ilan Pappe in seinem Buch Die vergessenen Pal&auml;stinenser nachzeichnet. Sie navigieren eine prek&auml;re Position zwischen j&uuml;dischen Israelis und Pal&auml;stinensern in den besetzten Gebieten. Ihre Erfahrungen stehen jedoch selten im Mittelpunkt.<br>\nIm Interview mit Jacobin spricht Pappe &uuml;ber diese besondere Rolle. Er diskutiert pal&auml;stinensische Geschichte und Diskriminierung innerhalb des israelischen Staatsgebiets, was sich seit der Erstver&ouml;ffentlichung des Buches 2011 ver&auml;ndert hat &ndash; und warum gerade Pal&auml;stinenser in Israel eine zentrale Rolle bei Friedensbestrebungen einnehmen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobin.de\/artikel\/ilan-pappe-gaza-israel-palaestina-die-vergessenen-palaestinenser\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gaza: Ein unertr&auml;gliches Mahnmal<\/strong><br>\nDer 7. Oktober war ohne Zweifel ein traumatisches Ereignis f&uuml;r die israelische Gesellschaft. Ein Pogrom unvorstellbaren Ausma&szlig;es hatte stattgefunden. Als schlimmsten Gewaltakt gegen Juden seit der Shoah ist er sehr bald apostrophiert worden. Das Trauma resultierte jedoch nicht nur von den an diesem Tag von der Hamas begangenen Gr&auml;ueltaten, sondern auch davon, dass sich die israelischen Sicherheitskr&auml;fte und Geheimdienste, zumindest einen historischen Moment lang, als Popanz erwiesen haben. Sie haben, als es darauf ankam, nicht fungiert. Auch die Regierung erlahmte im Schockstarre &ndash; ihre jahrelang gepflegten politischen Einsch&auml;tzungen erwiesen sich als systematischer Selbstbetrug: Sie selbst hatte die Hamas &uuml;ber lange Zeit mit Katar-Geldern gef&uuml;ttert und mitaufgebaut, und zwar in der Absicht, die verhandlungsbereite PLO mit der St&auml;rkung ihres verhandlungsunwilligen innerpal&auml;stinensischen Rivalen zu schw&auml;chen.<br>\nEs galt nun das nationale Desaster zu kompensieren. Was dann folgte, stellt den 7. Oktober in den Schatten: Israel brach einen Krieg vom Zaun, der sich bald als ultimative Rache suchenden Vergeltungskrieg erwies, der nur noch Zerst&ouml;rung, Verw&uuml;stung und Vernichtung kannte. Israel hat sich stets ger&uuml;hmt, die &ldquo;moralischste Armee der Welt&rdquo; zu haben. Das war schon immer eine perfide Floskel und leere Worth&uuml;lse, zumal die IDF sich zwischen den periodisch aufflackernden Gewalteskalationen (mit Hamas oder der Hisbollah) vor allem als polizeilicher Verwalter des okkupierten Westjordanlands bet&auml;tigte; von Moral konnte da schon keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/gaza-ein-unertraegliches-mahnmal\/\">Moshe Zuckermann auf Overton<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gegen China einschw&ouml;ren &ndash; Hegseths Hunnenrede in Singapur<\/strong><br>\nEr klang schon stark nach &raquo;Hunnenrede&laquo;, der Agitationsschwall, den US-Kriegsminister Pete Hegseth am Sonnabend auf dem diesj&auml;hrigen Shangri-La-Dialog in Singapur absonderte. Und nein, &raquo;Kriegsminister&laquo; ist kein polemischer Ausdruck. Den US-Streitkr&auml;ften wieder ein &raquo;Kriegerethos&laquo; einzuimpfen &ndash; wieder? &ndash;, das ist Hegseths erkl&auml;rtes Ziel Nummer eins. Das hat er jetzt in Singapur wiederholt. Im Fokus stehen m&uuml;sse in Zukunft die blanke milit&auml;rische Leistung: &raquo;hartes Training&laquo;, das &raquo;Kriegf&uuml;hren&laquo;, die &raquo;T&ouml;dlichkeit&laquo;. Damit m&uuml;ssten sich die US-Streitkr&auml;fte von nun an auf den Kampf gegen das &raquo;kommunistische China&laquo; konzentrieren, das, zeterte Hegseth, &raquo;b&ouml;sartigen Einfluss&laquo; aus&uuml;be, &uuml;brigens auch &raquo;in unserem Hinterhof&laquo;, am Panamakanal. Die Schwerpunktverlagerung der US-Krieger nach Asien sei m&ouml;glich, fuhr er fort, weil die US-Verb&uuml;ndeten in Europa dankenswerterweise ihre Milit&auml;retats auf f&uuml;nf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung aufstockten. So habe Washington den R&uuml;cken frei.<br>\nWer Hegseth auf die Funktion eines &raquo;Verteidigungs&laquo;-Ministers reduziert, verzwergt den Mann mit dem &raquo;Kriegerethos&laquo;, der so stolz ist auf sein Tattoo mit der Kreuzritterparole &raquo;Deus Vult&laquo;. Sein verehrter Chef Donald Trump sei zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt worden, teilte Hegseth in Singapur mit, um &raquo;America first auf der Weltb&uuml;hne&laquo; durchzusetzen. Dazu fordere er nun auch von den Staaten Asiens Gefolgschaft, Pardon, Milit&auml;rkooperation gegen Beijing ein. &raquo;In euren L&auml;ndern stiehlt China&laquo; mit seinen Cyberf&auml;higkeiten wichtige Technologie, insinuierte Hegseth; &raquo;in euren eigenen Gew&auml;ssern sucht es euch einzusch&uuml;chtern&laquo;. Die Volksrepublik sei bestrebt, &raquo;zu viele Teile&laquo; Asiens zu &raquo;dominieren und zu kontrollieren&laquo;; sie r&uuml;ste ihre Streitkr&auml;fte allzu &raquo;massiv&laquo; auf. Und auch wenn die in Singapur anwesenden Repr&auml;sentanten s&uuml;dostasiatischer Staaten &ndash; Ausnahme: die Philippinen &ndash; dies ausdr&uuml;cklich zur&uuml;ckwiesen, verk&uuml;ndete Hegseth: &raquo;Wir arbeiten mit euch an der Abwehr chinesischer Aggression.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/501117.gegen-china-einschw%C3%B6ren.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Preisregen f&uuml;r Ursula von der Leyen &ndash; doch wof&uuml;r eigentlich?<\/strong><br>\nEU-Kommissionschefin wurde als &bdquo;Politikerin des Jahres&ldquo; geehrt &ndash; die Elite feiert sich selbst. Kritische Selbstreflexion? Fehlanzeige. Was f&uuml;r eine Woche f&uuml;r Ursula von der Leyen! Am Donnerstag erhielt die EU-Kommissionspr&auml;sidentin in Aachen den Karlspreis &ndash; f&uuml;r ihren Einsatz als &bdquo;starke Stimme Europas&ldquo;. Und schon am Montag folgt die n&auml;chste Ehrung in Berlin. Die Regale in ihrer Br&uuml;sseler Wohnung d&uuml;rften bald &uuml;berquellen: Wohin nur mit all den Troph&auml;en?<br>\nW&auml;hrend die Preise sich h&auml;ufen, dr&auml;ngt sich eine einfache Frage auf: Was genau hat Frau von der Leyen getan, um all diese Auszeichnungen zu verdienen? Und was verraten diese Ehrungen wirklich &uuml;ber ihre politische Leistung &ndash; oder vielmehr &uuml;ber diejenigen, die sie vergeben? [&hellip;]<br>\nDiese Ehrungen verlieren immer mehr den Bezug zu konkreten politischen Erfolgen und dienen zunehmend der Reproduktion eines bestimmten Weltbilds: pro EU, pro Nato, festes transatlantisches Weltbild. Wer das verk&ouml;rpert, wird ausgezeichnet. Wer es infrage stellt, wird ausgegrenzt. Zu den Preistr&auml;gern der vergangenen Jahre z&auml;hlen Annalena Baerbock, Robert Habeck, Lars Klingbeil und Jean-Claude Juncker. Kritische Stimmen zur EU? Fehlanzeige. Sie gelten offenbar als Gefahr f&uuml;r &bdquo;Demokratie&ldquo; und &bdquo;Freiheit&ldquo;.<br>\nDie Preise wirken deshalb weniger wie ein Ergebnis n&uuml;chterner Analyse, sondern wie ein j&auml;hrliches Ritual der Selbstvergewisserung &ndash; unter Gleichgesinnten. Es geht nicht um eine ergebnisoffene Debatte, sondern um die Best&auml;tigung einer verfestigten politischen Linie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/kommentar-preisregen-fuer-ursula-von-der-leyen-doch-wofuer-eigentlich-li.2329340\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Was macht eigentlich Lena Berger?<\/strong><br>\nSie betrat im M&auml;rz 2022 die B&uuml;hne der Belanglosigkeit und meldete den Account @lena4berger bei Twitter\/X an. Dort h&auml;lt sie seither die ukrainischen und waffenliefernden Farben hoch und spricht im Sinne der NATO: Lena Berger. Bis neulich &ndash; offenbar werden ihre Dienste nicht mehr ben&ouml;tigt.<br>\nWo nur ist sie hin? Seit M&auml;rz 2022, gleich nachdem der russisch-ukrainische Konflikt in seine hei&szlig;este Phase trat, sich in einen Krieg verwandelte, betrat sie die intransparente &Ouml;ffentlichkeit Twitters &mdash; damals hie&szlig; die Mikroblogging-Plattform noch so, mittlerweile kennt man sie unter dem Namen X. Und um einen richtigen Kurznachrichtendienst handelt es sich dabei auch nicht mehr. Wie dem auch sei: In jenem M&auml;rz las man erstmals von ihr &mdash; Lena Berger. Und das regelm&auml;&szlig;ig, t&auml;glich und sogar mehrmals t&auml;glich. Sie schoss gegen Russland, beschwor den Durchhaltewillen der Ukrainer, verurteilte Menschen, die Frieden einfordern, und bei erfolgten Waffenlieferungen zeigte sie sich selig.<br>\nAber nichts ist mehr, wie es war, in diesem Ukrainekrieg. Denn nicht mal mehr auf Lena Berger, die in ihrer Profilbeschreibung Hannah Arendt f&uuml;r ihre Trollerei missbraucht, kann man sich verlassen. Seit dem 30. April 2025 wird nicht mehr zur&uuml;ckgeschossen. Das gro&szlig;e Schweigen ist ausgebrochen*. Geht es ihr vielleicht nicht gut? Hat sie Urlaub?  Vielleicht ist sie ja auch neu verliebt und verbringt all ihre Zeit mit ihrem neuen Schatz? Oder aber sie wird nicht mehr gebraucht? Denn wir sollten uns Lena Berger vielleicht nicht als die junge Frau vorstellen, die sie vorgibt zu sein. Und auch ihre Motivation bleibt dabei fraglich &mdash; das zun&auml;chst mal bewusst zur&uuml;ckhaltend ausgedr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/gesellschaft\/lena-berger-twitter-x-nato\/\">Overton<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134144\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-134144","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134144"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134144\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":134147,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134144\/revisions\/134147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}