{"id":13420,"date":"2012-06-04T08:58:19","date_gmt":"2012-06-04T06:58:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420"},"modified":"2012-06-04T08:58:19","modified_gmt":"2012-06-04T06:58:19","slug":"hinweise-des-tages-1646","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h01\">Bundesparteitag der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h02\">Rententricks: Wie lange Arbeitnehmer tats&auml;chlich arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h03\">Interview mit Ex-Verfassungsrichter Bro&szlig; &ndash; &bdquo;Der Staat ist erpressbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h04\">Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit: Mindestens 3,7 Millionen Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h05\">Was geschieht mit den Schlecker-Frauen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h06\">Erben lohnt sich mehr denn je<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h07\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h08\">Deutsche Industrie beklagt drastische Auftragseinbr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h09\">Europ&auml;ische Schuldenbremse &ndash; Disziplinierung der Haushalte oder Einschr&auml;nkung der Finanzpolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h10\">Arbeit am Wochenende wird zum Normalfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h11\">CineStar-Besch&auml;ftigte in Dortmund: Statt Tarifbindung K&uuml;ndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h12\">F&uuml;r jeden zweiten Besch&auml;ftigten gilt ein Branchentarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h13\">Klischee mangelnde Ausbildungsreife<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h14\">Staatsknete f&uuml;r Privatunis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420#h15\">Die Radioretter: Ohne R&uuml;cksicht auf Verluste &ndash; Der Programmabbau bei WDR 3 wird fortgesetzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13420&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesparteitag der Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Zeit der &Uuml;berfiguren ist abgelaufen<\/strong><br>\n[&hellip;] Die neue Doppelspitze ist gr&uuml;ner und sozial bewegter. Die Partei wird in Zukunft von zwei Vorsitzenden repr&auml;sentiert, die ihre Wurzeln weder in der SPD haben noch zu denen geh&ouml;ren, die sich aus der SED heraus auf den reformsozialistischen Weg machten. So wenig Riexinger aus der IG-Metall-Kultur stammt, so wenig verk&ouml;rpert Kipping das typische PDS-Funktion&auml;rstum. [&hellip;]<br>\nDas allein macht nat&uuml;rlich noch keinen Neuanfang. Und v&ouml;llig offen ist, ob die Neuen im Karl-Liebknecht-Haus sich von den machtpolitischen Voraussetzungen in der Partei emanzipieren k&ouml;nnen, ohne die sie auf den Chefsesseln der Linken nicht h&auml;tten Platz nehmen k&ouml;nnen. Wer von Str&ouml;mungen gew&auml;hlt wird, ger&auml;t schnell in ihren Strudel. [&hellip;]<br>\nWenn es im kommenden Jahr in Niedersachsen und im Bund f&uuml;r die Linkspartei um alles geht, werden Kipping und Riexinger die Last auf viele Schultern verteilen m&uuml;ssen. Das schafft Raum zur Integration der verschiedenen Str&ouml;mungen in der Partei, und es w&uuml;rde die Linke aus der Abh&auml;ngigkeit von den gro&szlig;en &Uuml;berfiguren befreien. Die Zeit der Gysis und Lafontaines ist in G&ouml;ttingen abgelaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-neue-Fuehrung-Linkspartei\/!94539\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Lafontaines Rache<\/strong><br>\nKatja Kipping und Bernd Riexinger hei&szlig;en die neuen Linke-Parteichefs &ndash; und das ist ein Erfolg f&uuml;r Oskar Lafontaine. Er konnte verhindern, dass der Reformer Dietmar Bartsch an die Spitze r&uuml;ckt. Der Preis daf&uuml;r ist hoch: Die Gr&auml;ben zwischen den gegnerischen Lagern sind tiefer als zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lafontaine-verhindert-erfolg-von-dietmar-bartsch-auf-parteitag-a-836676.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wie kaum anders zu erwarten, nutzt der SPIEGEL den Bundesparteitag einmal mehr, um seine Kampagne gegen Oskar Lafontaine und die Linkspartei fortzuf&uuml;hren. Glaubt man beim SPIEGEL denn tats&auml;chlich, dass die &bdquo;Gr&auml;ben&ldquo; durch den polarisierenden Dietmar Bartsch h&auml;tten geschlossen werden k&ouml;nnen? Der SPIEGEL ist mit seiner eigenwilligen Deutung jedoch nicht alleine. Man schreibt munter von einander ab und fordert auf der einen Seite, dass die Linke ihre Fl&uuml;gelk&auml;mpfe beilegen und der neue Parteivorstand integrieren soll. Im gleichen Atemzug beklagt man sich dann aber, dass die Partei einen Vorstand gew&auml;hlt hat, der nicht den divergierenden Fl&uuml;geln zuzurechnen ist und integrieren will. Das ist schizophren. Die Delegierten haben sehr wohl erkannt, dass Kandidaten wie Dietmar Bartsch oder Halina Wawzyniak, die sich als Opfer von Fl&uuml;gelk&auml;mpfen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/linke-vize-chefin-wawzyniak-es-geht-darum-konkurrenten-fertig-zu-machen-1.1371799\">sehen<\/a>, hier munter eine T&auml;ter-Opfer-Umkehr betreiben, und diesen Kandidaten die Stimme versagt. Es ist unwahrscheinlich, dass nun die internen Streitereien beigelegt werden und es ist noch unwahrscheinlicher, dass die Medien nun anfangen, sich inhaltlich mit der Linkspartei auseinanderzusetzen. Dem neuen Parteivorstand, dem neben den Vorsitzenden Kipping und Riexinger auch die neuen stellvertretenden Vorsitzenden Jan van Aken, Caren Lay, Axel Troost und Sahra Wagenknecht <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/index.php?id=9953\">angeh&ouml;ren<\/a>, stehen st&uuml;rmische Zeiten bevor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Soziale Frage steht im Zentrum linker Politik&laquo;<\/strong><br>\nDie Linke mu&szlig; sich st&auml;rker den au&szlig;erparlamentarischen K&auml;mpfen zuwenden. Ein Gespr&auml;ch mit Bernd Riexinger<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-02\/056.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rententricks: Wie lange Arbeitnehmer tats&auml;chlich arbeiten<\/strong><br>\nZwei Drittel der Bev&ouml;lkerung wollen nicht erst mit 67 in Rente gehen. Sie haben Angst, die Arbeit dann nicht mehr zu schaffen, oder bef&uuml;rchten, gar keine Arbeit mehr zu haben und in diesem Alter auch keine mehr zu finden. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hingegen zeichnet ein ganz anderes Bild: &ldquo;Die Gewinner am Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren sind die &Auml;lteren gewesen&rdquo;<br>\nDie &Auml;lteren waren die Gewinner? Rentner wie Sieglinde G. sehen das anderes. Die ehemalige Sekret&auml;rin aus Zwickau h&auml;tte gerne noch l&auml;nger gearbeitet, um weiter in die Rentenkasse einzahlen zu k&ouml;nnen und eine bessere Rente zu haben. Stattdessen musste sie nach 45 Arbeitsjahren mit Abschl&auml;gen vorzeitig in Rente gehen und bessert sich jetzt mit einem Minijob auf 400-Euro-Basis ihr Einkommen auf. Allerdings tut sie das nicht mehr als Sekret&auml;rin, sondern mit einer Arbeit, in der sich niemals gesehen h&auml;tte: Sieglinde G. wiegt jetzt LKW auf einem Abriss- und Bauschuttgel&auml;nde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,9gelkvk46q0qj3r9~cm.asp\">ARD-PlusMinis (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/432744_plusminus\/10691790_sind-die-aelteren-tatsaechlich-die-gewinner-am\">ARD-Plusminus (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Interview mit Ex-Verfassungsrichter Bro&szlig; &ndash; &bdquo;Der Staat ist erpressbar&ldquo;<\/strong><br>\nImmer mehr Kliniken und Stromnetze geh&ouml;ren der Privatwirtschaft. Der Ex-Verfassungsrichter Siegfried Bro&szlig; h&auml;lt das f&uuml;r gef&auml;hrlich. Im Tagesspiegel-Interview erkl&auml;rt er, warum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/interview-mit-ex-verfassungsrichter-bross-der-staat-ist-erpressbar\/6703854.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit: Mindestens 3,7 Millionen Arbeitslose<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine halbe Million nicht erwerbst&auml;tige Personen &ndash; die sog. stille Reserve1 &ndash; taucht in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zur&uuml;ckgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120604_Tatsaechliche_Arbeitslosigkeit.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 15 KB<\/a>]\n<p>dazu: <strong>Arbeitsmarkt Mai 2012<\/strong><br>\nIm Mai 2012 wurden von der Statistik der BA insgesamt 2,855 Millionen Arbeitslose registriert, 105.000 bzw. 3,5% weniger als im Mai 2011. Von diesen 2,855 Millionen Arbeitslosen waren 831.000 (29,1%) im Rechtskreis SGB III und 2,024 Millionen (70,9%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Mai 2012 insgesamt 4,921 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 291.000 (5,6%) weniger als im Mai 2011. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Mai 2012 3,863 Millionen, 303.000 (7,3%) weniger als im Mai 2011.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Mai 2012 796.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,488 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 93.000 sog. Aufstocker (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Mai 2012 etwa 5.191 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 205.000 (3,8%) weniger ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-05-31_alo0512t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 450 KB]<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufiger Hochrechnung bezogen im Mai 2012 5.191.000 erwerbsf&auml;hige Menschen Lohnersatz-leistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts f&uuml;r Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II). Damit ist die Anzahl der Leistungsempf&auml;nger insgesamt im Vorjahresvergleich um 205.000 oder 4 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Die Zahl der Arbeitslo-sengeldempf&auml;nger ist saisonbereinigt den vierten Monat in Folge gestiegen &ndash; die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II hat dagegen auch saisonbereinigt weiter merklich abgenommen. Im Mai erhielten 796.000 Personen Arbeitslosengeld nach dem SGB III, 45.000 weniger als im Vormonat. Bereinigt um saisonale Einfl&uuml;sse entspricht dies allerdings einem Anstieg um 15.000, nach +21.000 im April und +3.000 im M&auml;rz. Gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosengeldempf&auml;nger erstmals seit M&auml;rz 2010 wieder an &ndash; und zwar um 14.000 (+2 Prozent). Die hochgerechnete Zahl der Arbeitslo-sengeld II-Empf&auml;nger ist im Mai gegen&uuml;ber April um 33.000 auf 4.488.000 gesunken. Saisonbereinigt entspricht dies einem R&uuml;ckgang um 16.000, nach -7.000 im April und -19.000 im M&auml;rz. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher im Mai um 210.000 abgenommen (-4 Prozent), nach -215.000 (-5 Prozent) im April und -240.000 (-5 Prozent) im M&auml;rz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201205.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was geschieht mit den Schlecker-Frauen?<\/strong><br>\nSchlecker ist pleite, die Firma wird zerschlagen. 13.000 Mitarbeiter stehen vor der K&uuml;ndigung. Auch die anderen Drogeriem&auml;rkte werden nur wenige Leute einstellen. Was soll geschehen? Politiker streiten um eine Transfergesellschaft. [&hellip;]<br>\nNach dem Aus der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker hat der Sozialfl&uuml;gel der CDU eine Transfergesellschaft gefordert, die die Mitarbeiter aufnehmen soll, die von der Entlassund bedroht sind. Handeln m&uuml;sse Baden-W&uuml;rttembergs gr&uuml;n-rote Landesregierung, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Christian B&auml;umler am Samstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/nach-der-pleite-was-geschieht-mit-den-schlecker-frauen-11771798.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> H&auml;tte die Politik bereits im M&auml;rz einer Transfergesellschaft zugestimmt, h&auml;tte es wahrscheinlich gar keine Zerschlagung von Schlecker gegeben. Wie zu erwarten, erwiesen sich die anh&auml;ngigen Klagen der bereits entlassenen Mitarbeiter auf Abfindung als gr&ouml;&szlig;tes Hindernis f&uuml;r eine Sanierung des Konzerns. Die FDP hat diese Entwicklung durch ihre Blockade zu verantworten, aber auch die rot-gr&uuml;ne Regierung Baden-W&uuml;rttembergs sollte sich besser bedeckt halten, h&auml;tte sie doch im M&auml;rz die n&ouml;tigen Garantien i.H.v. 70 Millionen Euro auch aus eigener Tasche bereitstellen k&ouml;nnen. Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12729\">Die FDP und die Schlecker-Pleite &ndash; Polittaliban au&szlig;er Kontrolle<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erben lohnt sich mehr denn je<\/strong><br>\nEine Studie prophezeit eine Erbschaftswelle von &ldquo;historischem Ausma&szlig;&rdquo;: Jede f&uuml;nfte Erbschaft hat demnach einen Wert von mehr als 100.000 Euro.<br>\nAuf rund 11,5 Billionen Euro beziffert die Deutsche Bundesbank das gesamte Privatverm&ouml;gen der Deutschen derzeit. Ein betr&auml;chtlicher Teil dieser ungeheuren Werte geht  in den kommenden 20 Jahren auf j&uuml;ngere Generationen &uuml;ber&hellip;<br>\nNach einer Studie der Postbank steigt der Anteil der Hinterlassenschaften mit einem Wert &uuml;ber 100.000 Euro binnen weniger Jahre derzeit 15 auf 22 Prozent an.<br>\nUmgekehrt werden kleinere Verm&ouml;gen bis 25.000 Euro, die bisher die H&auml;lfte aller Erbschaften ausmachen, auf rund 14 Prozent zur&uuml;ckgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/erben-und-vererben-erben-lohnt-sich-mehr-denn-je,10808230,16150414.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die Verteilung der Erbschaften ist in der Allensbach Studie nichts Genaueres zu erfahren. Zum Gl&uuml;ck hat Stefan Sauer recherchiert und verweist auf Ergebnisse anderer Studien. Das DIW hat an Hand von Daten des Sozio&ouml;konomischen Panels aus dem Jahre 2007 ermittelt, dass ein Prozent der vollj&auml;hrigen Personen in Deutschland 2590 Milliarden Euro oder 35,8 Prozent des damaligen Volksverm&ouml;gens besa&szlig;en, w&auml;hrend die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung mit 103 Milliarden Euro nur &uuml;ber 1,4 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens besa&szlig;en. Gustav Horn vom Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) rechne mit einer Versch&auml;rfung der Verm&ouml;gensunterschiede, auch die Einkommensschere gehe auseinander.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Euro-Krise erreicht Asien<\/strong><br>\nDie Aussichten f&uuml;r die globale Konjunktur werden immer schlechter. In Europa ist die Stimmung weiter gesunken. Auch Chinas Boom k&uuml;hlt sich ab. In Brasilien und Indien verl&auml;uft das Wachstum entt&auml;uschend. Und auch die USA fallen als Motor der Weltwirtschaft zunehmend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wirtschaftsleistung-euro-krise-erreicht-asien,1472780,16195974.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Krise wird schlimmer, doch Br&uuml;ssel schaut weg<\/strong><br>\nTrotz deutlicher Beweise, dass ihre Sparpolitik die k&auml;mpfenden Mitgliedsstaaten immer weiter in die wirtschaftliche Agonie treibt, ver&ouml;ffentlichte die Europ&auml;ische Kommission am 30. Mai ihren wirtschaftlichen Jahresbericht, in welchem sie eine bankrotte Strategie verteidigen will, so der Wirtschaftsredakteur des Guardian.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2094051-die-krise-wird-schlimmer-doch-bruessel-schaut-weg\">The Guardian via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien: Rekordkapitalflucht<\/strong><br>\nLaut den monatlichen Daten der Banco de Espa&ntilde;a (spanische Zentralbank) vom Donnerstag zur Zahlungsbilanz Spaniens (Leistungsbilanz+Kapitalbilanz) kam es im M&auml;rz 2012 in der Kapitalbilanz zu einem privaten Kapitalabfluss von -66,200 Mrd. Euro. Dies war der h&ouml;chste private Kapitalabfluss aus Spanien seit Beginn der Datenreihe im Januar 1990. Kumuliert wurden im 1. Quartal 2012 von internationalen Investoren und von Spaniern -97,091 Mrd. Euro ins &ldquo;sichere&rdquo; Ausland verbracht. Bemerkenswert, im 1. Quartal 2012 war der Kapitalabfluss mit -97,091 Mrd. Euro h&ouml;her, als im bisher miesesten Gesamtjahr 2011 mit einem privaten Kapitalabfluss von -75,307 Mrd. Euro. Damit erlebt Spanien eine Kapitalflucht von historischem Ausma&szlig; und gerade auch die Daten zur Kapitalbilanz sind ein Zeichen der bereits erreichten Eskalationsstufe der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/spanien-rekordkapitalflucht\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>Monti h&auml;lt Euro-Bonds f&uuml;r unausweichlich<\/strong><br>\nEgal wie sehr die Bundesregierung sich dagegen stemmt: Italiens Regierungschef Mario Monti ist &uuml;berzeugt, dass die Euro-Bonds bald kommen &ndash; in der einen oder anderen Form.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article106409631\/Monti-haelt-Euro-Bonds-fuer-unausweichlich.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Troubled Greece: fears of &lsquo;first domino&rsquo; to fall as austerity is counted a failure<\/strong><br>\nGreek&rsquo;s leftist party Syriza says recovery depends on a renegotiated bail-out and access to European structural funds [&hellip;]<br>\nGreece is broke and close to being broken. It is a country where children are fainting in school because they are hungry, where 20,000 Athenians are scavenging through waste tips for food, and where the lifeblood of a modern economy &ndash; credit &ndash; is fast drying up.<br>\nIt is a country where the fascists and the anarchists battle for control of the streets, where immigrants fear to go out at night and where a woman whispers &ldquo;it&rsquo;s like the Weimar republic&rdquo; as a motorcycle cavalcade from the Golden Dawn party, devotees of Adolf Hitler, cruises past the parliament building. Graffiti says: &ldquo;Foreigners get out of Greece. Greece is for the Greeks. I will vote for Golden Dawn to remove the filth from the country.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2012\/may\/31\/greece-austerity-failure-syriza-bailout\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>D-Mark statt Drachmen: Deutschland soll ohne Euro Europa retten<\/strong><br>\nNicht Griechenland soll raus aus dem Euro, sondern Deutschland. Der Nachbar ist zu wettbewerbsf&auml;hig, meinen zwei US-&Ouml;konomen. [&hellip;]<br>\nWeil Deutschland so &ldquo;hyperwettbewerbsf&auml;hig&rdquo; und nicht gewillt sei, seine eigene Wirtschaft mit mehr Konsum anzukurbeln. Deswegen k&ouml;nnten auch die Eurozonen-Partner ihre Exporte nicht erh&ouml;hen. Au&szlig;erdem sei unklar, wie lange die Eurozone den rigiden Sparkurs der vergangenen Jahre noch weiterfahren kann, bis eine Angleichung der Wettbewerbsf&auml;higkeit unter den L&auml;ndern erreicht sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1336698397358\/D-Mark-statt-Drachmen-Deutschland-soll-ohne-Euro-Europa-retten\">derStandard.at<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2012\/05\/30\/opinion\/prestowitz-prout-germany-eurozone\/index.html?hpt=hp_c2\">Originaltext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers C.H.:<\/strong> Wenn auch die Empfehlung eines deutsche Euro-Austritts provokativ und unrealistisch ist, ist es wieder mal erstaunlich zu beobachten, wie ausl&auml;ndische Medien &uuml;ber dieses Thema schreiben &ndash; im Gegensatz zur deutschen, immer noch sehr unkritischen, Kommentierung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Industrie beklagt drastische Auftragseinbr&uuml;che<\/strong><br>\nDie Industrie in der Euro-Zone schlittert immer tiefer in die Krise. Auch in Deutschland hat sich die Talfahrt beschleunigt wie aus der Umfrage des Markit-Institut unter tausenden Unternehmen hervorgeht. Die Gesch&auml;fte deutscher Firmen gingen so stark zur&uuml;ck wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um einen Z&auml;hler auf 45,2 Punkte, teilte das Markit-Institut heute mit. Damit entfernte sich das Barometer weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. Die Chancen f&uuml;r eine rasche Trendwende stehen eher schlecht. (&hellip;) Der Index f&uuml;r die Euro-Zone fiel ebenfalls stark, auf den schlechtesten Wert seit Mitte 2009. &bdquo;Dies zeigt, dass sowohl die Finanzkrise als auch die politische Unsicherheit mittlerweile verheerende Auswirkungen auf die Realwirtschaft im gesamten W&auml;hrungsgebiet haben&ldquo;, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Wachstumseinbu&szlig;en seien zwar bei weitem nicht so gravierend wie auf dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise 2008\/09. &bdquo;Doch die Lage verschlechtert sich in alarmierendem Tempo.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/einkaufsmanagerindex-deutsche-industrie-beklagt-drastische-auftragseinbrueche\/v_detail_tab_print\/6699128.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Schuldenbremse &ndash; Disziplinierung der Haushalte oder Einschr&auml;nkung der Finanzpolitik?<\/strong><br>\nDie Stabilisierung von Banken und Finanzintermedi&auml;ren im Zuge der internationalen Finanzkrise 2007\/08 hat den Schuldenstand der &ouml;ffentlichen Haushalte in zahlreichen L&auml;ndern in die H&ouml;he schnellen lassen. 23 von 27 Mitgliedstaaten befinden sich in einem Defizitverfahren. Ende 2011 wurden durch eine Reform des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes die finanzpolitischen Rahmenbedingungen in der EU versch&auml;rft. Mit dem Fiskalpakt soll durch die Einf&uuml;hrung nationaler Schuldenbremsen das Defizitkriterium noch strenger ausgelegt werden. Die neuen Regelungen sind kein simpler Export der deutschen Schuldenbremse. Vielmehr sind angesichts des Schuldenstandes auch in Deutschland Anpassungsleistungen zu erbringen. Ein einfaches Herauswachsen aus den Schulden wird langfristig kaum m&ouml;glich sein, auch da derzeit die guten Zinsbedingungen auf dem internationalen Finanzmarkt nur begrenzt zur Investitionsfinanzierung genutzt werden k&ouml;nnen. Die Europ&auml;ische Schuldenbremse setzt nicht auf die Bek&auml;mpfung der Verschuldungsursachen.<br>\nDazu geh&ouml;ren der Steuersenkungswettbewerb, die Kosten der Finanzmarktkrise und die zunehmende Dichotomie von privatem Reichtum und &ouml;ffentlicher Armut. Im internationalen Vergleich sinkt &ndash; gerade in Krisenzeiten &ndash; die finanzpolitische Schlagkraft Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09130.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Perspektive [PDF &ndash; 85 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeit am Wochenende wird zum Normalfall<\/strong><br>\nWochenendarbeit wird in Deutschland zusehends zur Regel. Nur noch ein Drittel der Besch&auml;ftigten hat frei an Samstagen und Sonntagen, so die DGB-Studie &ldquo;Stressfaktor Wochenendarbeit&rdquo;. F&uuml;r Erholung, Kultur und Familie bleibt immer weniger Zeit. Der DGB fordert eine Anti-Stress-Verordnung. [&hellip;]<br>\nDer DGB-Index Gute Arbeit zeigt: Wochenendarbeit wird immer mehr zur Regel, gleichzeitig steigt der Arbeitsstress &uuml;berdurchschnittlich an. Nur ein Drittel der ArbeitnehmerInnen hat tats&auml;chlich an Samstagen und Sonntagen frei. Dagegen m&uuml;ssen 35 Prozent der Besch&auml;ftigten regelm&auml;&szlig;ig an einem oder beiden Wochenendtagen arbeiten. Zudem nimmt die ohnehin zunehmende Arbeitshetze am Wochenende noch einmal zu: 62 Prozent derer, die auch am Wochenende zur Arbeit gehen, leiden unter Stress. Besonders betroffen sind die Besch&auml;ftigten im Gastgewerbe, im Handel und im Bereich Erziehung und Unterricht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2dd01fd2-abf9-11e1-5298-00188b4dc422\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++dee159fa-abff-11e1-5298-00188b4dc422\">Sonderauswertung Index Gute Arbeit: Stressfaktor Wochenendarbeit [PDF &ndash; 2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CineStar-Besch&auml;ftigte in Dortmund: Statt Tarifbindung K&uuml;ndigung<\/strong><br>\nDie deutschen Cinestar-Ableger geh&ouml;ren zum australischen Konzern AHL. Ihm &uuml;berweisen sie 30 Millionen Euro. Die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen sich Aufstockung vom Jobcenter holen, um im Winter die Wohnung warm zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2012\/05\/31\/cinestar-beschaftigte-in-dortmund-statt-tarifbindung-kundigung\/\">Readers Edition<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da muss eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter dort fast 1 1\/2 Stunden arbeiten um eine Wochenendvorstellung im dortigen Kino bezahlen zu k&ouml;nnen. Die Preise betragen am Wochenende f&uuml;r Erwachsene &euro; 8,00 in <a href=\"http:\/\/www.cinestar.de\/de\/kino\/dortmund-cinestar\/kinoinfos\/preise\/\">Dortmund<\/a> bzw. &euro; 8,90 bei uns in <a href=\"http:\/\/www.cinestar.de\/de\/kino\/frankfurt-am-main-cinestar-metropolis\/kinoinfos\/preise\/\">Frankfurt am Main<\/a>. Fast die H&auml;lfte der Karteneinnahmen flie&szlig;t an die Filmverleiher &ndash; erfuhr ich mal in einem Gespr&auml;ch mit einem Brancheninsider. Sehr wenig wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezahlt und beim Betrieb der Geb&auml;ude offensichtlich auch gespart wo es nur geht. Zum Beispiel war das Frankfurter Cinestar-Metropolis im Februar und M&auml;rz mehrere Wochen <a href=\"http:\/\/frankfurter-blog.de\/2012\/02\/frankfurt-cinestar-metropolis-geschlossen\/\">geschlossen<\/a>, da die Aufsichtsbeh&ouml;rden erhebliche M&auml;ngel bei Brandschutz und Hygiene <a href=\"http:\/\/frankfurter-blog.de\/2012\/03\/cinestar-metropolis-bleibt-auch-anfang-marz-geschlossen\/\">festgestellt hatten<\/a> und Kinog&auml;ste sogar vereinzelt von M&auml;usen in den Kinos berichteten. Schon letztes Jahr gingen w&auml;hrend eines Filmfestivals an einem Samstag im August die Brandschutzt&uuml;ren herunter, ein Mitarbeiter am Einlass sagte &ldquo;Nicht schon wieder&rdquo;, 3000 Kinog&auml;ste wurden ins Freie gejagt und die Feuerwehr kam.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>F&uuml;r jeden zweiten Besch&auml;ftigten gilt ein Branchentarifvertrag<\/strong><br>\nIm Jahr 2011 arbeiteten rund 50 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben, f&uuml;r die ein Branchentarifvertrag galt. Das zeigen die Daten des IAB-Betriebspanels, einer j&auml;hrlichen Befragung von mehr als 15.000 Betrieben durch das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nSeit 1996, als erstmals Daten zur Tarifbindung f&uuml;r Ost- und Westdeutschland vom IAB erhoben wurden, ist die Zahl der tarifgebundenen Betriebe stark zur&uuml;ckgegangen. 1996 arbeiteten in Westdeutschland 70 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben, in denen ein Branchentarifvertrag galt. Im Jahr 2011 waren es nur noch 54 Prozent. In Ostdeutschland sank der entsprechende Anteil der Besch&auml;ftigten von 56 auf 37 Prozent. Gegen&uuml;ber 2010 bedeutet das im Westen einen R&uuml;ckgang um zwei Prozentpunkte. Im Osten gab es zum Vorjahr keine Ver&auml;nderung. &bdquo;In der langen Sicht ist die r&uuml;ckl&auml;ufige Tendenz eindeutig&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/tb2011.aspx\">kommentieren die IAB-Arbeitsmarktforscher Susanne Kohaut und Peter Ellguth die Ergebnisse<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klischee mangelnde Ausbildungsreife<\/strong><br>\nArbeitgeber klagen, immer mehr Jugendliche seien nicht ausbildungsf&auml;hig. Wissenschaftliche Belege daf&uuml;r fehlen allerdings.<br>\nOnline-Befragungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) scheinen diesen Zusammenhang zu best&auml;tigen. Laut der DIHK-Umfrage von 2011 haben 46 Prozent der Unternehmen mit &bdquo;Ausbildungshemmnissen&ldquo; zu k&auml;mpfen. Als h&auml;ufigsten Grund nennen sie einen Mangel an geeigneten Bewerbern. Wenn in der &Ouml;ffentlichkeit von fehlender Ausbildungsreife die Rede ist, gelten die DIHKErgebnisse als wichtige Referenz&hellip;<br>\nTats&auml;chlich falle ein Zusammenhang auf: Die Branchen mit den gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Besetzungsproblemen&ldquo;b&ouml;ten besonders unattraktive Arbeitsbedingungen und geringe Bezahlung.<br>\nInsgesamt, halten die Wissenschaftler fest, sei &bdquo;unter Einbezug aller zur Verf&uuml;gung stehenden Erhebungen keine empirische Evidenz f&uuml;r die These eines Leistungsverfalls und mangelnder ,Ausbildungsreife&lsquo; der j&uuml;ngeren Sch&uuml;lerkohorten gegeben&ldquo;. Eher im Gegenteil: Daten der BA belegten, dass die allgemeine Intelligenz, das logisch-schlussfolgernde Denken und die Probleml&ouml;sef&auml;higkeit in den vergangenen 20 Jahren zugenommen h&auml;tten.<br>\nDass fehlende Ausbildungsreife trotzdem ein so prominentes Thema ist, halten die Autoren f&uuml;r problematisch: Gesellschaftliche Schuldzuweisungen k&ouml;nnten Lehrstellenbewerber von vornherein entmutigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2012_09_6.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Staatsknete f&uuml;r Privatunis<\/strong><br>\nDer Wissenschaftsrat hat mit einer mehrseitigen Bestandsaufnahme entschieden, dass nichtstaatliche Hochschulen an &ouml;ffentlichen F&ouml;rderprogrammen teilnehmen sollen. Dadurch k&ouml;nnen sie auch auf staatliche Unterst&uuml;tzung hoffen. Damit vollzieht der Wissenschaftsrat eine Hundertachtziggradwende, denn bislang galten die privaten Unis lediglich als &ldquo;Erg&auml;nzung&rdquo; zu den staatlichen. Nun gelten sie als &ldquo;fester Bestandteil&rdquo; des deutschen Wissenschaftssystems und sollen deshalb k&uuml;nftig an &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Programmen und Wettbewerben teilnehmen d&uuml;rfen. Private Hochschulen, so das Ergebnis der Untersuchung, w&uuml;rden innovative Studienformate anbieten und gerade Berufst&auml;tigen und Menschen ohne Abitur zum weiteren Bildungserfolg verhelfen. Zudem liege die Abbrecherquote bei nur 7, 8 Prozent &ndash; an den staatlichen Unis seien das 21 Prozent der Studierenden. Das liege auch daran, dass das Betreuungsverh&auml;ltnis an den privaten Hochschulen besser sei.<br>\nDer Verband der Privaten Hochschulen begr&uuml;&szlig;t die Entscheidung. &ldquo;Damit erkennt der Wissenschaftsrat endlich die bildungspolitischen Realit&auml;ten in Deutschland an&rdquo;, sagte der Vorsitzende Klaus Hekking der Financial Times Deutschland. Aber es regt sich auch Protest. Einige Bundesl&auml;nder, unter anderem Mecklenburg-Vorpommern, mussten in den vergangenen Jahren im Bildungssektor herbe K&uuml;rzungen vornehmen. Und jetzt sollen private Bildungseinrichtungen zus&auml;tzlich Geld bekommen? Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (SPD) sagt der taz, nach derzeitiger Lage ginge das nur, &ldquo;wenn man den staatlichen Hochschulen etwas wegn&auml;hme. Das kommt f&uuml;r mich nicht in Frage.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F05%2F30%2Fa0060&amp;cHash=42cbda1043\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F05%2F30%2Fa0111&amp;cHash=6cb3bed779\">taz  &ndash; Christian F&uuml;ller, Last sie zeigen, was sie k&ouml;nnen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Christian F&uuml;ller war schon als Leiter des Bildungsressorts bei der taz bis 2009 ein &uuml;berzeugter Anh&auml;nger der privaten Schulen und Hochschulen, er entwickelte auch ein sog <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3540\">&bdquo;taz Studiengeb&uuml;hrenmodell&ldquo;<\/a>. F&uuml;ller ist ein Verteidiger der Bertelsmann Stiftung &bdquo;die &uuml;ber so ziemlich jede Form von Gemeinn&uuml;tzigkeit&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/?id=archivseite&amp;dig=2002\/04\/27\/a0074\">nachdenke<\/a>.<\/em>  <\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/index.php?id=432&amp;L=\">Wissenschaftsrat Pressemitteilungen und Downloads<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Derzeit gibt es in Deutschland 108 private und 40 kirchliche Hochschulen. Von 2.217.294 Studierenden im WS 2010\/2011 studieren 108.728 an privaten und 25.309 an kirchlichen Hochschulen. Davon an privaten Hochschulen 72.420 die (billigen &bdquo;Buchf&auml;cher&ldquo;) Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. An 50,0 % der Hochschulen sind maximal 500 Studierende, an 69,0 % maximal 1.000 und an 31,0 % mehr als 1.000 Studierende immatrikuliert. 48,3 % der Hochschulen verf&uuml;gen &uuml;ber maximal 10 Professuren; 20,7 % der Hochschulen verf&uuml;gen &uuml;ber 11 bis 20 Professuren (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/download\/archiv\/hginfo_0812.pdf?PHPSESSID=ccba83fdf8b786c8a72b697807ae0672\">wissenschaftsrat.de [PDF &ndash; 60 KB]<\/a>).<br>\nAllein diese Zahlen belegen, wie klein diese privaten Hochschulen sind und wie wenig sie zum Bildungsauftrag im terti&auml;ren Bereich beitragen. L&auml;sst man einmal die althergebrachten kirchlichen Hochschulen au&szlig;er Betracht studieren gerade einmal 3,3% aller Studierenden an privaten Hochschulen.  Dass der Wissenschaftsrat ein 182 Seiten umfassendes Gutachten zur &ouml;ffentlichen F&ouml;rderung auch privater Hochschulen erstellt, ist schon Beleg genug, dass diese hochrangige Beratungsinstitution auf den Weg der Private Publik Partnership eingeschwenkt ist. Das zeigt sich unter anderem in dem Kapitel &bdquo;Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (S. 38 &ndash; 66). Statt sich um eine bessere Ausstattung der staatlichen Hochschulen zu k&uuml;mmern, die den ganz &uuml;berwiegenden Anteil der terti&auml;ren Bildung tragen, statt hier eine bessere Betreuungsrelation und die Sanierung von Geb&auml;uden zu fordern, setzt sich dieses Gremium nun auch noch daf&uuml;r ein, dass Mittel f&uuml;r die privaten Hochschulen abgezweigt werden. Angeblich um den Wettbewerb zu f&ouml;rdern. Das ist insofern schon absurd, als inzwischen selbst McKinsey &amp; Company feststellt, dass durch die Hochschul-&ldquo;Reformen&ldquo; der letzten Jahre &bdquo;bisherige Alleinstellungsmerkmale, die den privaten Hochschulen vermeintliche Wettbewerbsvorteile erm&ouml;glichten, &hellip; nun mit staatlichen Hochschulen geteilt&ldquo; <a href=\"http:\/\/stifterverband.info\/publikationen_und_podcasts\/positionen_dokumentationen\/private_hochschulen\/index.html\">werden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Radioretter: Ohne R&uuml;cksicht auf Verluste &ndash; Der Programmabbau bei WDR 3 wird fortgesetzt<\/strong><br>\nDer Rundfunkrat des WDR hat gestern, am 30. Mai, beschlossen, dem weiteren Programmabbau im Kulturprogramm von WDR 3 in allen entscheidenden Punkten zuzustimmen. Er entschied sich damit gegen das Pl&auml;doyer der WDR3-Radiomacher und Autoren, gegen das Votum von ann&auml;hernd 19.000 H&ouml;rern, gegen tausende Kulturschaffende, gegen die Stimmen von ver.di, der Redakteursvertretung, des Feuilletons.<br>\nHaben die &bdquo;Radioretter&ldquo;, hat die &ouml;ffentliche Opposition mit dieser Entscheidung des Rundfunkrats eine Niederlage erlitten? Zweifellos, wenn man sein Urteil von den Beschl&uuml;ssen eines solchen Gremiums abh&auml;ngig macht. Wie verlogen sie sind, stellen die Erkl&auml;rungen unter Beweis, mit denen man sie jetzt &ouml;ffentlich &bdquo;verkaufen&ldquo; will. Kein Wort enthalten sie &uuml;ber tats&auml;chliche Streichungen, K&uuml;rzungen und Einebnungen.<br>\nStattdessen br&uuml;sten sie sich mit &bdquo;Neuerungen&ldquo;, die entweder keine sind oder aber nicht ann&auml;hernd ersetzen, was zuvor zerst&ouml;rt wurde. Dies kann jeder nachvollziehen, der sich den Tatsachen stellt. Rundfunkrat und H&ouml;rfunkleitung betreiben in ihren Erkl&auml;rungen eine kalkulierte Desinformation, die an bewusste L&uuml;ge grenzt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120604_Radioretter_Pressemitteilung.pdf\">Radioretter Pressmitteilung [PDF &ndash; 85 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.die-radioretter.de\/cms\/upload\/Stellungnahme_Rundfunkrat_30.5.2012.pdf\">Beschluss des WDR-Rundfunkrates [PDF &ndash; 75 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13420"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13423,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13420\/revisions\/13423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}