{"id":13429,"date":"2012-06-05T09:09:57","date_gmt":"2012-06-05T07:09:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429"},"modified":"2012-06-05T09:09:57","modified_gmt":"2012-06-05T07:09:57","slug":"hinweise-des-tages-1647","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h01\">Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h02\">Jens Berger &ndash; &raquo;Deutschland hat gewaltiges Aufholpotential&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h04\">Zerrei&szlig;probe f&uuml;r das globale W&auml;hrungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h05\">Grafik: Entwicklung der Tarifbindung von 1996 bis 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h06\">Nachschlag f&uuml;r Zeitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h07\">DHL und Telekom als Union-Buster im Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h08\">Blo&szlig; nicht Kita statt Hartz IV!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h09\">Kostenlose Ressource Ehrenamt &ndash; Arbeit f&uuml;r 0,00 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h10\">Allianz zieht &auml;rmere Kunden &uuml;ber den Tisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h11\">Deutsche sollen privat f&uuml;r Pflege vorsorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h12\">Vattenfall-Klage gegen Atomausstieg in Washington eingereicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h13\">Netzentwicklungsplan soll zentralistische Strukturen konservieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h14\">Die unr&uuml;hmliche Rolle Deutschlands in den Bem&uuml;hungen um mehr Transparenz im Rohstoffsektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h15\">Verfassungsgericht verhandelt &uuml;ber Wahlrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h16\">Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer: Eliten sind Teil des Problems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h17\">Joachim Gauck &ndash; Nur Reformierte geh&ouml;ren zu Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h18\">Bundesregierung verteidigt U-Boot-Deal mit Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h19\">Bundesparteitag der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h20\">Arno Kl&ouml;nne: Spezialdemokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h21\">Rechtsextremistische Tendenzen entzweien Burschenschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h22\">&bdquo;Gro&szlig;e Mehrheit der Iren f&uuml;r Fiskalpakt&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429#h23\">TV-Tipp: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13429&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Konjunktur<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Sorge um die Weltkonjunktur w&auml;chst<\/strong><br>\nNicht nur der Euro verliert derzeit an Wert. Schlechte Wirtschaftsdaten aus vielen L&auml;ndern sorgen f&uuml;r gro&szlig;e Unsicherheit an den Finanzm&auml;rkten. Vor dem globalen Schw&auml;cheanfall bleiben nur wenige verschont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/schlechte-wirtschaftsdaten-die-sorge-um-die-weltkonjunktur-waechst-11772977.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Meldung liefert f&uuml;r NachDenkSeiten Leser\/innen eigentlich nichts Neues. Interessant ist nur, dass sich inzwischen auch in der wirtschaftsliberalen FAZ die Sorge um die Konjunktur breit macht. Man vermisst allerdings die Frage nach den Ursachen f&uuml;r die schlechten Wirtschaftsdaten. Es wird nicht einmal angedeutet, dass diese viel mit der nach wie vor unbew&auml;ltigten Finanzkrise und vor allem auch mit der vor allem in Europa durch Deutschland massiv vorangetriebenen Austerit&auml;tspolitik zu tun hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Industrie beschleunigt Abw&auml;rtstrend<\/strong><br>\nDer Abw&auml;rtstrend der deutschen Industrie hat sich einer Unternehmensumfrage zufolge im Mai beschleunigt. Die Gesch&auml;fte gingen so stark zur&uuml;ck wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um einen Z&auml;hler auf 45,2 Punkte, teilte das Markit-Institut am Freitag mit. Damit entfernte sich das Barometer weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. Die Zahlen best&auml;tigen im Wesentlichen erste Sch&auml;tzungen.<br>\nDie Chancen f&uuml;r eine rasche Trendwende stehen eher schlecht. &ldquo;Mit der Abk&uuml;hlung der Weltkonjunktur ging auch das Neugesch&auml;ft zur&uuml;ck, insbesondere von den Exportm&auml;rkten&rdquo;, sagte Markit-&Ouml;konom Tim Moore. Die Auftr&auml;ge fielen so stark wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Das Volumen sinkt den elften Monat in Folge. Die Unternehmen f&uuml;hrten das auf die ged&auml;mpfte Nachfrage aus dem europ&auml;ischen Ausland und sinkende Bestellungen aus Asien zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:konjunkturalarm-deutsche-industrie-beschleunigt-abwaertstrend\/70044930.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Krise am Automarkt erreicht Deutschland<\/strong><br>\nBislang konnte sich Deutschland inmitten der Absatzkrise am europ&auml;ischen Automarkt noch relativ gut behaupten. Doch auch hierzulange gehen die Verk&auml;ufe zur&uuml;ck. Hersteller hoffen auf den US-Markt. [&hellip;]<br>\nDie Absatzkrise in Westeuropa hat nun also auch Deutschland erreicht. &ldquo;Die Kunden werden mit den Nachrichten aus S&uuml;deuropa vorsichtiger und denken l&auml;nger &uuml;ber einen Autokauf nach&rdquo;, sagte Ferdinand Dudenh&ouml;ffer vom CAR-Institut an der Uni Duisburg-Essen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/autoindustrie\/:neuzulassungen-krise-am-automarkt-erreicht-deutschland\/70045886.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dudenh&ouml;fer k&ouml;nnte auch bei der GfK anfangen. Welcher potentielle Neuwagenk&auml;ufer denkt denn bitte bei der Kaufentscheidung &uuml;ber &bdquo;Nachrichten aus S&uuml;deuropa&ldquo; nach? Den Menschen fehlt schlicht und einfach das Geld, sich einen Neuwagen zu kaufen. Richtig dramatisch wird es jedoch erst dann, wenn die deutschen Unternehmen die Krise zu sp&uuml;ren bekommen und &bdquo;sparen&ldquo; m&uuml;ssen &ndash; <a href=\"http:\/\/dmm.travel\/news\/artikel\/lesen\/2011\/01\/fast-58-aller-pkw-neuzulassungen-2010-sind-firmenwagen-33442\/\">fast 60% der Neuzulassungen sind Dienstwagen<\/a> !<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; &raquo;Deutschland hat gewaltiges Aufholpotential&laquo;<\/strong><br>\nBruttol&ouml;hne sind viel zu niedrig &ndash; im Vergleich zu anderen L&auml;ndern in zehn Jahren 18 Prozent verloren. Ein Gespr&auml;ch mit Jens Berger<br>\njw: Sie haben mit Ihrem Buch Deutschland einem &raquo;Stresstest&laquo; unterzogen. Was sind die wichtigsten Ergebnisse, die Sie recherchiert haben?<br>\nJens Berger: Begriffe wie Chancengleichheit, Allgemeinwohl und Solidarit&auml;t sind zu hohlen Phrasen verkommen, die abseits von Sonntagsreden kaum mehr Bedeutung haben. Das gesellschaftliche Klima in unserem Land hat sich abgek&uuml;hlt, man hat sich offenbar damit abgefunden, da&szlig; sich die Politik von ihrem Souver&auml;n, dem W&auml;hler, entfremdet hat. Diese Entwicklung h&auml;ngt untrennbar mit dem Schlagwort &raquo;Neoliberalismus&laquo; zusammen. Das eigentliche Problem sitzt jedoch tiefer &ndash; die politischen und gesellschaftlichen Kr&auml;fte, die sich gegen diese Entwicklung wehren, werden mehr und mehr an den Rand gedr&auml;ngt und marginalisiert. Das f&auml;ngt bei der Parteiendemokratie an, reicht &uuml;ber die vermeintliche vierte Gewalt, den Journalismus, bis hin zu den sogenannten zivilgesellschaftlichen Kr&auml;ften. Die werden mehr und mehr von den Lobbyinteressen einer zahlenm&auml;&szlig;ig kleinen Oberschicht &uuml;bermannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-05\/045.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Joschka Fischer &ndash; Europa steht in Flammen<\/strong><br>\nDeutschland ist einsam und isoliert. Wider alle historische Erfahrung h&auml;lt Kanzlerin Merkel dogmatisch an einer Sparpolitik fest, die Europa an den Abgrund gef&uuml;hrt hat. Wenn der Euro und mit ihm der zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsraum der Welt zerf&auml;llt, dann wird das eine Krise ausl&ouml;sen, wie sie die heute lebenden Generationen noch nicht erlebt haben. [&hellip;]<br>\nEuropa, angef&uuml;hrt von Deutschland, l&ouml;scht lieber weiter mit Kerosin statt mit Wasser, und der Brand wird so mit der von Merkel erzwungenen Austerit&auml;tspolitik beschleunigt. Genau deshalb hat sich die Finanzkrise in der Euro-Zone innerhalb von drei Jahren zu einer wirklichen Existenzkrise ausgewachsen.<br>\nUnd man mache sich keine Illusionen. Europa steht heute am Abgrund und wird in eben diesen in den kommenden Monaten hineinfallen, wenn jetzt nicht Deutschland und Frankreich gemeinsam das Steuer herumrei&szlig;en und den Mut zu einer Fiskalunion und politischen Union der Euro-Gruppe aufbringen. Denn wenn der Euro zerf&auml;llt, wird auch die EU mit ihrem gemeinsamen Markt zerfallen &ndash; global der zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsraum &ndash; und eine Weltwirtschaftskrise ausl&ouml;sen, wie sie die heute lebenden Generationen noch nicht erlebt haben. Anmerkung<br>\nUnd Deutschland muss sich entscheiden f&uuml;r eine Fiskalunion, und das hei&szlig;t, dass Deutschland schlussendlich das finanzielle &Uuml;berleben der Euro-Zone mit seiner Wirtschaftsmacht und seinem Verm&ouml;gen wird garantieren m&uuml;ssen: uneingeschr&auml;nkter Kauf der Staatsanleihen der Krisenl&auml;nder durch die EZB, Europ&auml;isierung der nationalen Schulden mittels Euro-Bonds, Wachstumsprogramme, um eine Depression in der Euro-Zone zu verhindern und Wachstum zu generieren. [&hellip;]<br>\nJenseits der Krisenrettung und der notwendigen Wachstumsimpulse gibt es f&uuml;r die Europ&auml;er eine dritte Herausforderung: die unabweisbaren Strukturreformen, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit Europas massiv zu verst&auml;rken. Politische Union, Fiskalunion, Wachstum und Strukturreformen, diese vier S&auml;ulen m&uuml;ssen Europas Antwort auf seine Krise tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europaeische-finanzkrise-europa-steht-in-flammen-1.1373683\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn Joschka Fischer mit blumiger Sprache und griffigen Vergleichen hart mit Merkel ins Gericht geht, so wirft sein Aufsatz mehr Fragen auf, als er beantwortet. Wie stellt sich Fischer eine &bdquo;Fiskalunion&ldquo; vor &ndash; dieser Begriff ist ohne Pr&auml;zisierung lediglich eine H&uuml;lle, in die man so ziemlich jeden Inhalt verpacken kann. Auch die Begriffe &bdquo;Politische Union&ldquo; und &bdquo;Wachstum&ldquo; unterscheiden da kaum. Die Alarmglocken sollten jedoch schrillen, wenn Fischer von &bdquo;Strukturreformen&ldquo; spricht, mit denen die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit massiv verst&auml;rkt&ldquo; werden soll. Damit meint er nichts anderes als eine Agenda 2010 f&uuml;r Europa. Diese Agenda lie&szlig;e sich &uuml;brigens auch ohne inhaltliche Verbiegungen in die Worth&uuml;lsen &bdquo;Fiskalunion&ldquo;, &bdquo;Politische Union&ldquo; und &bdquo;Wachstum&ldquo; zw&auml;ngen. Fischer bleibt somit sich selbst und der katastrophalen Agenda-Politik treu. Lediglich die Sprache unterscheidet ihn von anderen Predigern des Neoliberalismus.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Joschka Fischers ultimativer Beinahe-Nazi-Vergleich<\/strong><br>\nJoschka Fischer ist ein Meister der Provokation. Neuestes Beispiel: seine Kritik am Euro-Kurs der Kanzlerin. Dabei holt der Ex-Au&szlig;enminister gegen Angela Merkel die ganz gro&szlig;e Keule raus. (&hellip;) In einem Meinungsartikel, den verschiedene europ&auml;ische Medien ver&ouml;ffentlicht haben, stellt er die Bundeskanzlerin Angela Merkel in eine Reihe mit Adolf Hitler und Kaiser Wilhelm II. &ndash; aber nur ein bisschen. Denn weder der Kaiser noch der Diktator werden in dem Artikel namentlich genannt. Fischers Vorwurf lautet: Merkel ist Schuld daran, dass aus der Finanzkrise in der Eurozone eine &ldquo;Existenzkrise&rdquo; Europas geworden ist, sie riskiere die Zerst&ouml;rung Europas. Merkel l&ouml;sche den Brand nicht mit Wasser, sondern mit dem hochexplosiven Kerosin &ndash; gemeint ist die anderen L&auml;ndern aufgezwungene Sparpolitik. Und dann kommt es (&hellip;): &ldquo;Im 20. Jahrhundert hat Deutschland zweimal mit Krieg bis hin zu Verbrechen und V&ouml;lkermord sich selbst und die europ&auml;ische Ordnung zerst&ouml;rt, um den Kontinent zu unterjochen.&rdquo; Gemeint sind die beiden Weltkriege. Und weiter: &ldquo;Es w&auml;re eine Trag&ouml;die und Ironie zugleich, wenn jetzt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, das wiedervereinigte Deutschland, diesmal friedlich und mit den besten Absichten, die europ&auml;ische Ordnung ein drittes Mal zu Grunde richten w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:harte-kritik-an-merkel-joschka-fischers-ultimativer-beinahe-nazi-vergleich\/70045750.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man mu&szlig; nicht zum &ldquo;Nazi-Kn&uuml;ppel&rdquo; greifen, um die neoliberale Europapolitik Merkels zu kritisieren. Allerdings ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt zuzustimmen, der bereits im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der schwarz-gelben Europapolitik &ldquo;wilhelminische Gro&szlig;spurigkeit&rdquo; kritisiert hatte. Zudem l&auml;&szlig;t die schwarz-gelbe Europapolitik, die dadurch gekennzeichnet ist, da&szlig; sie zahlreiche europ&auml;ische Staaten immer tiefer in die &ouml;konomische und soziale Krise hineinst&ouml;&szlig;t, den Verdacht aufkeimen, Bundesregierung und ma&szlig;gebliche Kreise innnerhalb der deutschen &ldquo;Eliten&rdquo; m&ouml;chten auf dem R&uuml;cken der Bev&ouml;lkerungen zahlreicher europ&auml;ischer Staaten eine deutsche Vormachtstellung in Europa durchsetzen. Die im Zuge dieser Politik in Europa ausgerollten neoliberalen &ldquo;Strukturreformen&rdquo; gingen wegen ihrer R&uuml;ckstrahlung nach Deutschland letzlich auch zu Lasten der deutschen Arbeitnehmer und Rentner.<\/em><br>\n<em>Joschka Fischer w&auml;re au&szlig;erdem gut beraten, mit dem ausgestreckten Zeigefinger nicht nur in Richtung schwarz-gelbe Bundesregierung zu zeigen, sondern die erhebliche Mitverantwortung der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung f&uuml;r die heutigen &ouml;konomischen Ungleichgewichte in Europa einzur&auml;umen (insbesondere die auch von der damaligen schwarz-gelben Opposition freundlich abgenickte &ldquo;Agenda 2010&rdquo; und das ma&szlig;geblich darauf basierende deutsche Lohndumping).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Fischer erweist mit seiner &bdquo;Jugoslawienrhetorik&ldquo; der Diskussion um den rechten Weg aus der Krise einen B&auml;rendienst. Frau Merkel ist kein kriegstreibendes Monster. Man muss der Regierung Merkel zugestehen k&ouml;nnen, dass sie der Interessen Deutschlands und dann die Interessen Europas im Auge hat &ndash; in dieser Reihenfolge &ndash; um aufzuzeigen, das ihr Weg (und der Troika) folgenschwere Fehler nach sich zieht &ndash; aber doch gewiss nicht den Untergang des Abendlandes. &ndash; Fischer argumentiert &uuml;berhaupt sehr windig, wie kann er den britischen Premier zu Kronzeugen einer Fiskalunion ((gemeinsames Budget, Steuerpolitik, gemeinsame Garantie f&uuml;r die Staatsschulden). Von Thatcher bis heute lehnen die Briten eine Vertiefung der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europaeische-finanzkrise-europa-steht-in-flammen-1.1373683\">europ&auml;ischen Integration als Albtraum (nightmare) ab<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>6,6 Milliarden Hilfe f&uuml;r Portugals Banken<\/strong><br>\nNach Spanien muss auch das hoch verschuldete Nachbarland Portugal seinen gr&ouml;&szlig;ten Banken mit Milliarden unter die Arme greifen. Um die von den europ&auml;ischen Banken-Aufsehern geforderte St&auml;rkung des Kernkapitals bis zum 30. Juni erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen drei der vier gr&ouml;&szlig;ten Finanzinstitute staatliche Hilfen in H&ouml;he von insgesamt 6,6 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Die Mittel daf&uuml;r sollen aus dem von EU, Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) gew&auml;hrten 78-Milliarden-Hilfspaket kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338558571219\/Kapitalkrise-66-Milliarden-Hilfe-fuer-Portugals-Banken\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechen m&uuml;ssen Arztkosten Staat vorstrecken<\/strong><br>\nDie schwere Finanzkrise in Griechenland f&uuml;hrt zu dramatischen Entwicklungen im Gesundheitswesen des Landes. Seit Tagen beliefern die Gro&szlig;h&auml;ndler von Medikamenten und medizinischem Material die wichtigsten Krankenh&auml;user nur noch gegen Barzahlung. Auch Hunderttausende Versicherte der gr&ouml;&szlig;ten Krankenkasse EOPYY m&uuml;ssen ihre Medikamente bar bei den Apothekern bezahlen und sich anschlie&szlig;end mit der Quittung an die Krankenkasse wenden. Auch viele Krankenkassen&auml;rzte untersuchen seit Wochen Patienten nur noch gegen Barzahlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338558535567\/Barzahlung-Griechen-muessen-Arztkosten-Staat-vorstrecken\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Chicken Game der EU mit dem Griechenland um Euro-Austritt<\/strong><br>\nJa, es ist auff&auml;llig, wie intensiv in den letzten Tagen &uuml;ber einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone spekuliert wird. &Uuml;berall spricht man sich daf&uuml;r aus, einen Plan-B f&uuml;r den Austritt Griechenlands aus der Eurozone vorzubereiten. Es wird so getan, als ob ein Austritt eines Landes aus der Eurozone ganz einfach sei und man die damit verbundenen Aktivit&auml;ten und Risiken irgendwie managen k&ouml;nnte. Mag sein, ich rate hier allerdings zur Skepsis, denn ein Blick auf die Gesetze zur Einf&uuml;hrung des Euro mag ein Gef&uuml;hl davon zu vermitteln, wie kompliziert ein Austritt technisch und rechtlich ist. Das Schadensersatzrisiko k&ouml;nnte schnell einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichen. Daneben hat Griechenland durch die bisher erhaltenen Mittel eine st&auml;rkere Verhandlungsposition, als dies derzeit vielen recht ist. Mich hat gewundert, dass trotz des Geredes &uuml;ber den Austritt, die Vorhersagem&auml;rkte bei Intrade einen Austritt in diesem Jahr derzeit &ldquo;nur&rdquo; mit einer Wahrscheinlichkeit von gestern 40% erwarten. In einem Kommentardialog mit Eric Bronse im Beitrag &ldquo;Vorhersagem&auml;rkte sehen weiter steigende Wahrscheinlichkeit f&uuml;r Austritt eines Landes aus dem Euro&rdquo; &auml;u&szlig;erte ich die Vermutung, man k&ouml;nne die aktuellen Aktivit&auml;ten auch so interpretieren, dass man eine glaubhafte Drohung gegen&uuml;ber Griechenland aufbauen will, um Griechenland doch noch auf Kurs zu bringen. Gel&auml;nge dies, dann w&auml;re ein Austritt wieder unwahrscheinlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blicklog.com\/2012\/05\/30\/chicken-game-der-eu-mit-dem-griechenland-um-euro-austritt\/#more-27797\">Blick Log<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Haken an der Argumentation ist nur: Gerade wenn es gel&auml;nge, Griechenland auf Kurs zu bringen, w&uuml;rde die Austrittswahrscheinlichkeit steigen. Gerade die Beibehaltung der nochmals versch&auml;rften der Austerit&auml;tspolitik f&uuml;hrt Griechenland weiter in die Depression. Es sind ja schon lange nicht mehr nur die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen wie Paul Krugman, die den derzeitigen Austerit&auml;tskurs f&uuml;r kontraproduktiv halten. So stellt  der Chefvolkswirt von Goldman Sachs, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article106388430\/Beim-Sparen-ist-man-teils-zu-weit-gegangen.html\">Jan Hatzius in einem Interview<\/a> fest: &ldquo;Beim Tempo der Konsolidierung ist man in einigen Krisenl&auml;ndern zu weit gegangen. &hellip; Konsolidierung ist immer eine Frage des richtigen Tempos. Unsere Untersuchungen zeigen: Wenn ein Land das Haushaltsdefizit um mehr als zwei Prozent pro Jahr abbaut &ndash; also zum Beispiel von vier auf unter zwei Prozent &ndash; ist das kontraproduktiv. Das Wachstum bricht so stark ein, dass das Haushaltsloch am Ende gr&ouml;&szlig;er ist.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Grexit&raquo; keine unmittelbare Gefahr f&uuml;r den Euro<\/strong><br>\nDer Austritt aus der W&auml;hrungsunion ist gesetzlich nicht geregelt, entsprechend unklar ist auch, was im Euro-System passieren w&uuml;rde, sollte eines der 17 Mitglieder ausscheiden. H&auml;tten die bestehenden Forderungen noch G&uuml;ltigkeit? W&uuml;rden die Verbindlichkeiten vom scheidenden Mitglied noch zur&uuml;ckbezahlt? Obwohl die rechtlichen Rahmenbedingungen unsicher sind, ist aus heutiger Sicht schon klar, dass die direkten Kosten eines Austritts Griechenlands selbst im Worst Case, in dem die ausstehenden Schulden gegen&uuml;ber dem Euro-System nicht mehr beglichen w&uuml;rden, gut zu verkraften w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/uebersicht\/das-euro-system-kann-die-direkten-kosten-eines-grexits-gut-verkraften_1.17132007.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist zun&auml;chst verwirrend, dass die NZZ am n&auml;chsten Tag uns die Botschaft &uuml;bermittelt: Der &laquo;Grexit&raquo; als Weg voller Heulen und Z&auml;hneklappern. Der Widerspruch l&ouml;st sich einfach auf. Im obigen Artikel steht der Austritt Griechenlands ganz f&uuml;r sich, w&auml;hrend der folgende Artikel die isolierte Position aufgibt und sich mit den Ansteckungs-Wirkungen besch&auml;ftigt. Dadurch wird aber auch deutlich, wie verworren die Diskussion ist und wie ratlos die Diskutanten sind: Zeitebenen werden verwechselt, Makro- mit Mikroebenen vermischt, mal wird neoklassisch, mal keynesianisch argumentiert, einmal sind die Finanzm&auml;rkte verantwortlich ein anderes Mal die Regierungen, schuldig sind die Deutschen, dann wieder die S&uuml;dl&auml;nder usw.<\/em> &nbsp; <\/p>\n<p><strong>Siehe dagegen hier: Der &laquo;Grexit&raquo; als Weg voller Heulen und Z&auml;hneklappern<\/strong><br>\nVorherrschende Meinung ist, dass ein geordneter Austritt rechtlich und technisch grosse Herausforderungen stellen w&uuml;rde. Viele &Ouml;konomen gehen auch davon aus, dass ein solcher Schritt f&uuml;r Griechenland kurzfristig katastrophale Folgen h&auml;tte, selbst wenn manche nicht ausschliessen, dass es dem Land langfristig ausserhalb der Euro-Zone besser gehen k&ouml;nne. Doch hier soll es um die Folgen einer solchen Entwicklung f&uuml;r die &uuml;brigen Euro-Staaten gehen. Denn die eigentliche Gefahr liegt in den schwer einzusch&auml;tzenden, aber potenziell dramatischen Ansteckungseffekten. St&auml;nden die W&auml;hrungsunion und alle verbleibenden 16 Mitglieder als grundsolide Felsen in der Brandung, k&ouml;nnte das Ausscheiden der Griechen vielleicht zum reinigenden Gewitter werden. Doch das tun sie nicht. Vielmehr h&auml;ngen Irland und Portugal bereits am Hilfs-Tropf, wobei sie ab 2013 zur Finanzierung &uuml;ber die M&auml;rkte zur&uuml;ckkehren sollten. Italien und Spanien finanzieren sich noch am Markt, doch sind ihre Zinskosten in j&uuml;ngster Zeit wieder in die H&ouml;he geschossen; die Bankenkrise in Spanien sorgt f&uuml;r tiefe Sorgen in Br&uuml;ssel, und Zypern ist eng mit Griechenland verflochten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/uebersicht\/der-grexit-als-weg-voller-heulen-und-zaehneklappern_1.17138020.html\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pandemie statt Paneuropa<\/strong><br>\n&bdquo;Die Folgen eines Austritts der Griechen aus dem Euro liegen irgendwo zwischen einer Katastrophe und dem Weltuntergang,&ldquo; sagte k&uuml;rzlich der Chef des Internationalen Bankenverbands (IIF), Charles Dallara. Selten hat ein so hochrangiger Vertreter der Finanzbranche so freim&uuml;tig und sarkastisch eingestanden, dass er keine Ahnung hat, was in einem solchen Fall passieren k&ouml;nnte. Beruhigend ist das nicht, vor allem, wenn man bedenkt, dass Politiker und Fachleute in den etablierten Industriel&auml;ndern nun schon l&auml;nger als zwei Jahre daran arbeiten, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Nat&uuml;rlich hat Dallaras &Auml;u&szlig;erung sogleich Widerspruch in Form von Beschwichtigungsformeln gefunden, etwa vom Pr&auml;sidenten des deutschen Bankenverbandes, Andreas Schmitz . Der meint, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro sei an den M&auml;rkten weitgehend eingepreist, und von den deutschen Finanzh&auml;usern verkraftbar. Ich meine, es w&auml;re f&uuml;r uns alle das Beste, wenn wir den Test, wer von den beiden nun richtig liegt, vermeiden k&ouml;nnten, denn der w&uuml;rde eher zu einer europ&auml;ischen Pandemie als zu einem Paneuropa f&uuml;hren. Damit will ich sagen, dass wir uns alle M&uuml;he &ndash; einschlie&szlig;lich der Griechen &ndash; geben sollten, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Daf&uuml;r gibt es &uuml;berzeugende Gr&uuml;nde: &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/kurz-und-schmerzhaft\/walter-direkt-pandemie-statt-paneuropa\/6683346.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>European Crisis Bolsters Illegal Sales of Body Parts<\/strong><br>\n[&hellip;] With Europe roiled by financial upheaval, experts say that the black market for human organs &mdash; traditionally based in China, India, Brazil and the Philippines &mdash; is expanding to crisis-hit Western countries like Greece, Spain, Italy, and poor Balkan nations like Serbia. Vulnerable, desperately poor people are seeking to sell their kidneys, lungs, bone marrow or corneas, abetted by the Internet, unscrupulous organ traffickers and a global shortage of organs for transplantation.<br>\nIn heavily indebted Greece, a 46-year-old businessman from Piraeus recently said that the only way to save his family from ending up on the streets was to sell a kidney for &euro;100,000, or $123,000. He told the Greek media that he had even hired a private investigator to help him find a buyer.<br>\nElsewhere in Spain, Italy and Russia, dozens of advertisements by people peddling everything from kidneys to hair, sperm and breast milk have turned up on the Internet, with asking prices for lungs as high as &euro;250,000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/06\/01\/world\/europe\/european-crisis-bolsters-illegal-sales-of-body-parts.html?_r=1&amp;pagewanted=all\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zerrei&szlig;probe f&uuml;r das globale W&auml;hrungssystem<\/strong><br>\nDas niedrige, immer neue historische Tiefpunkte erreichende Niveau der Kapitalmarktzinsen der wichtigsten W&auml;hrungen scheint Normalit&auml;t geworden zu sein. Zu dieser neuen Normalit&auml;t geh&ouml;rt auch, dass die Zinskurven sehr flach sind: Zehnj&auml;hrige Bundesanleihen rentieren unter 1,1%, gleich lang laufende US-Treasuries liegen unter 1,3%, britische Gilts begn&uuml;gen sich mit 1,5%, und Schweizer Staatspapiere verzeichnen eine rekordtiefe Verzinsung von unter 0,5%. Ein ganz anderes Bild zeigen bekanntlich die von der Finanzkrise gegenw&auml;rtig am heftigsten gesch&uuml;ttelten Euro-L&auml;nder. Wieso sind K&auml;ufer dieser Anleihen bereit, f&uuml;r das von ihnen dem deutschen Staat bereitgestellte Geld auf eine Verzinsung zu verzichten bzw. f&uuml;r dieses &laquo;Privileg&raquo; sogar zu zahlen? Es gibt diverse Antworten. So kann der tiefe\/negative Zins als Folge der Kapitalflucht aus peripheren Euro-L&auml;ndern in die Kernzone interpretiert werden. Anleger haben vor allem das Ziel der Kapitalerhaltung im Auge. Das tiefe Niveau im Euro und in anderen W&auml;hrungen widerspiegelt die massiven Interventionen der Zentralbanken. Die Zinsentwicklung kann auch eine Warnung vor einer bevorstehenden Deflation sein. Der Marktkommentator John Mauldin hat eine andere Sicht. Die tiefen und negativen Zinsen deutscher Anleihen seien ein Signal, dass der Markt zunehmend ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone erwarte. Deutsche Anleihen seien f&uuml;r Gro&szlig;anleger eine Call-Option auf diesen Kollaps bzw. ein Hedging-Instrument zum Schutz ihrer Portefeuilles.<br>\nDie tiefen Renditen und flachen Zinskurven sind nicht unproblematisch. Leigh Skene von Lombard Street Research betont, dass die Zinskurven verzerrt seien und keine vern&uuml;nftigen Schl&uuml;sse in Bezug auf zuk&uuml;nftige finanzielle und wirtschaftliche Entwicklungen zuliessen. Tiefstzinsen verst&auml;rkten die Gefahr von unproduktiven Fehlinvestitionen, von Fehlallokation von Kapital. Gleichzeitig erleichterten die geringen Finanzierungskosten umfassende Spekulationen in Realwerte. Die tiefen Zinsen und die wegen steigender Staatsverschuldung sinkende Qualit&auml;t von bisher als sicher geltenden Staatsanleihen stellten f&uuml;r das globale W&auml;hrungssystem eine potenzielle Zerrei&szlig;probe dar, unterstreicht Bill Gross vom Gro&szlig;investor Pimco. Je tiefer die Renditen von Staatsanleihen fielen und je schlechter gleichzeitig die Kreditw&uuml;rdigkeit von Staaten werde, desto gr&ouml;sser werde die Gefahr, dass sich Anleger von den rund 200 Bio. $ ausmachenden Finanzaktiva des globalen monet&auml;ren Systems abwenden. Schon jetzt seien die Risiken zu hoch und die Renditen zu tief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/zerreissprobe-fuer-das-globale-waehrungssystem_1.17165383.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Grafik: Entwicklung der Tarifbindung von 1996 bis 2011<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120605_tarifbindung.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120605_tarifbindung_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2012\/Tarifbindungsentwicklung_1996-2011.pdf\">IAB [PDF &ndash; 523 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nachschlag f&uuml;r Zeitarbeiter<\/strong><br>\nZeitarbeitnehmerInnen, die nach den Tarifen der Christlichen Gewerkschaften bezahlt wurden, k&ouml;nnen heute r&uuml;ckwirkend einklagen, dass sie die Differenz zum Lohn der Stammbelegschaft im entleihenden Unternehmen bekommen. Betroffen sind nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bis zu 3.000 Zeitarbeitsfirmen mit mehr als 100.000 Besch&auml;ftigten. Doch die Zahl der tats&auml;chlich klagenden ZeitarbeitnehmerInnen ist erstaunlich gering. In Berlin klagen nur 55 Arbeitnehmer auf eine Nachzahlung, berichtet Frauenhoffer. &ldquo;Die Arbeitnehmer fordern h&auml;ufig ihre L&ouml;hne nicht nach, weil es die Firma gar nicht mehr gibt. Oder weil sie noch beim selben Arbeitgeber besch&auml;ftigt sind und Angst um ihren Arbeitsplatz haben&rdquo;, erkl&auml;rt Ingo N&uuml;rnberger, Sozialexperte beim DGB. Es sei oft schwer, im Nachhinein zu ermitteln, welcher Lohn damals der Stammbelegschaft in einer vergleichbaren T&auml;tigkeit in einem entleihenden Unternehmen gezahlt wurde, schildert Frauenhoffer.<br>\nGr&ouml;&szlig;ere Sorge bereiten den Zeitarbeitsunternehmen die Nachforderungen der Deutschen Rentenversicherung. Bis Ende April wurden von der Rentenversicherung 1.250 der 3.000 betroffenen Zeitarbeitsfirmen &uuml;berpr&uuml;ft. Sie mussten insgesamt 47 Millionen Euro nachzahlen. Das war jedoch weit weniger als zuvor von den Zeitarbeitgebern bef&uuml;rchtet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte die Nachzahlungsforderungen auf eine H&ouml;he von bis zu zwei Milliarden Euro gesch&auml;tzt. M&ouml;glicherweise habe sich herausgestellt, dass die Zeitarbeitsfirmen trotz teilweiser Anwendung des CGZP-Tarifs &uuml;bertariflich gezahlt h&auml;tten, so Wehran. M&ouml;glicherweise h&auml;tten sich auch die Vergleichsl&ouml;hne der Stammbelegschaften, im Nachhinein betrachtet, auch nicht als so hoch erwiesen.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F06%2F04%2Fa0059&amp;cHash=13128f15cc\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein leichtes Unbehagen beschleicht einen bei dieser Meldung. Sollten die Gewerkschaften, um auf die skandal&ouml;sen CGZP-Tarife aufmerksam zu machen, die Nachzahlungsforderungen so hoch angesetzt haben oder haben sie sich einfach verrechnet? Beides w&auml;re ungut und erweist der Sache einen B&auml;rendienst. Es ging ja nicht nur um die Tarife an sich, sondern vor allem um die Funktion, um die Signalwirkung f&uuml;r alle Tarife. Gerade, wer sich kritisch mit diversen Problemen in Deutschland und Europa auseinandersetzt, sollte sein Zahlenwerk, das diese belegen sollen, mehrfach &uuml;berpr&uuml;fen und &Uuml;bertreibungen meiden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DHL und Telekom als Union-Buster im Ausland<\/strong><br>\nDie Konzerne Deutsche Post DHL und Telekom geraten international in die Kritik von Gewerkschaftern. Auch Siemens und ThyssenKrupp auff&auml;llig.<br>\nGleich zwei interessante Webseiten machen neuerdings auf Union-Busting-Methoden von deutschen Gro&szlig;konzernen im Ausland aufmerksam &ndash; also die systematische Bek&auml;mpfung von gewerkschaftlicher Interessensvertretung mit Hilfe professioneller Akteure. Interessant und neu ist hierbei die Tendenz zur l&auml;nder&uuml;bergreifenden Kampagnenf&uuml;hrung von Gewerkschaften und die Methode, Aktion&auml;rsversammlungen als Forum f&uuml;r Arbeitnehmerinteressen zu nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/\">Arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Blo&szlig; nicht Kita statt Hartz IV!<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslose als Kita-Betreuer &ndash; die Idee von Ministerin von der Leyen ist blanker Unsinn. Kleinkinder brauchen gut ausgebildete und entsprechend bezahlte Fachkr&auml;fte und keine L&uuml;ckenb&uuml;&szlig;er. [&hellip;]<br>\nDoch wie viele L&ouml;sungen, die auf den ersten Blick so bestechend einfach scheinen, ist auch diese aus dem Hause von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen blanker Unsinn.<br>\nDie Betreuung von Kleinkindern ist kein Hilfsjob, den jeder aus&uuml;ben kann und darf, der gerade nichts anderes zu tun hat.<br>\nEine Ausbildung zur Erzieherin dauert mindestens drei Jahre, davon zwei Jahre theoretische Ausbildung und ein Anerkennungsjahr. Normalerweise werden ein mittlerer Schulabschluss sowie praktische Erfahrung vor Beginn der Ausbildung vorausgesetzt. Sollen die neuen Betreuer auch nur halbwegs vern&uuml;nftig ausgebildet sein, werden sie also fr&uuml;hestens 2015 in die Kitas kommen. Sie w&auml;ren keine Hilfe, wenn im August 2013 der neue Rechtsanspruch auf Kita-Pl&auml;tze f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige greift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kinderbetreuung-bloss-nicht-kita-statt-hartz-iv-,1472602,16293666.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.:<\/strong> Als Sozialarbeiter\/-p&auml;dagoge (B.A.) kann ich nur von einem starken St&uuml;ck und einer Schnappsidee sprechen. Die Intention ist mehr als durchschaubar. Nicht arbeitslose Menschen wieder in Besch&auml;ftigung zu bringen, sondern den angeblichen Fachkr&auml;ftemangel sp&auml;testens im Jahr 2013 &ldquo;auf zu fangen&rdquo;, durch billige Arbeitskr&auml;fte mit dem Repressalieninstrumentarium der Agenturen im R&uuml;cken. &Uuml;ber die prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse der Sozialen Arbeit in Deutschland nat&uuml;rlich kein Ton, kein Geld, keine Wertsch&auml;tzung. Mit Arbeitslosen kann man es ja machen und der entwerteten Sozialen Arbeit genau so.<\/em><br>\n<em>Das hatte man doch schon mal im Pflegebereich vor und diesen desolaten Zustand werden wir noch in anderen Bereichen bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kostenlose Ressource Ehrenamt &ndash; Arbeit f&uuml;r 0,00 Euro<\/strong><br>\nDie Trennung zwischen m&auml;nnlichen &bdquo;Ehrenamts-Beamten&ldquo; und weiblicher Wohlfahrtspflege zieht sich durch die Geschichte &ndash; bis heute. Ein Besuch bei der Historikerin Gisela Notz. [&hellip;]<br>\nAm liebsten w&uuml;rde man die Gratisarbeit von m&ouml;glichst vielen Ehrenamtlichen absch&ouml;pfen. Aber nicht nur die der Schulabg&auml;nger, Arbeitslosen und Hausfrauen. Man hofft auch auf die fitten Alten, die Lese-Omas usw. Da habe ich mich gestern mit frauenbewegten Frauen fast &rsquo;gepr&uuml;gelt&lsquo;. Ungef&auml;hr die H&auml;lfte der Frauen hier im Beginenhof war mal Lehrerin, und ungef&auml;hr die H&auml;lfte dieser Lehrerinnen liest in der Schule vor. Sehr nett. Ist doch toll, dass sie das machen! Wenn sie es nicht machen w&uuml;rden, w&uuml;rde es niemand machen. Damit w&auml;re auch keinem geholfen. Nur: Es wird nicht dar&uuml;ber nachgedacht, dass man damit jemandem im Prinzip die Arbeit wegnimmt. Fr&uuml;her war diese Arbeit n&auml;mlich bezahlt, es gab auch bezahlte Nachhilfen usw. Und offenbar fragen sie auch viel zu wenig, wie das zustande kommt, dass so viele Kinder derartig viele Defizite haben. Das machen sie offenbar alles nicht.<br>\nAuch in Bezug auf die Suppenk&uuml;chen und Berliner Tafeln habe ich das gesagt. Die Ehrenamtlichen sind nicht gewillt, sich dar&uuml;ber Gedanken zu machen, wie das alles wohl kommt. Die Antwort gibt&rsquo;s bei Brecht: &rsquo;Und der Arme sagte bleich: W&auml;r ich nicht arm, w&auml;rst du nicht reich.&lsquo; Sie brauchen die Armen, damit sie sich toll f&uuml;hlen, noch was N&uuml;tzliches tun k&ouml;nnen in ihrem Leben. Sie reichen den Armen die Armensuppe, die Spenden von abgelaufenen Lebensmitteln und f&uuml;hlen sich gut. Es ist wie zu Beginn der Industrialisierung. Das Schlimme daran ist: Die Armen bleiben arm, und das Prinzip der Wohlhabenden wird gef&ouml;rdert. Die Armen bleiben die Bittsteller. Man kann ihnen sogar den Suppenhahn zudrehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kostenlose-Ressource-Ehrenamt\/!94595\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Allianz zieht &auml;rmere Kunden &uuml;ber den Tisch<\/strong><br>\n&Auml;ltere, &auml;rmere und kinderreiche Kunden der Allianz, die einen Riester-Rentenversicherungsvertrag abgeschlossen haben, werden nur eingeschr&auml;nkt an &Uuml;bersch&uuml;ssen beteiligt. Das hat unsere gemeinsam mit dem Bund der Versicherten durchgef&uuml;hrte Analyse von kleingedruckten Vertragsinformationen und vom Gesch&auml;ftsbericht des Versicherungskonzerns ans Licht gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzhh.de\/versicherungen\/244657\/allianz.aspx\">Vebraucherzentrale Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche sollen privat f&uuml;r Pflege vorsorgen<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Koalition will Zusatzversicherungen finanziell unterst&uuml;tzen, die Pl&auml;ne sollen bereits am kommenden Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Und zwar gemeinsam mit dem umstrittenen Betreuungsgeld. Dissens zwischen den Koalition&auml;ren herrscht bei den Themen Frauenquote und Mindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/koalitionsgipfel-im-kanzleramt-deutsche-sollen-selbst-fuer-pflege-vorsorgen-1.1374246\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zum Thema Pflege-Riester\/Bahr hatten die NachDenkSeiten bereits fr&uuml;her Stellung bezogen &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12532\">Pflege-Riester &ndash; die Politik knickt einmal mehr vor den Lobbyinteressen ein<\/a> Nach dem Flop der Riester-Rente nun auch noch der &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11213\">Pflege-Bahr<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vattenfall-Klage gegen Atomausstieg in Washington eingereicht &ndash; NGOs fordern Transparenz und Umdenken bei Investitionsvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDer Energiekonzern Vattenfall hat jetzt vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) in Washington seine Klage gegen den deutschen Atomausstieg eingereicht. Hierzu erkl&auml;rte Peter Fuchs, Investitionspolitik-Experte vom Verein PowerShift in Berlin:<br>\n&bdquo;Ohne R&uuml;cksicht auf das deutsche und europ&auml;ische Rechtssystem klagt Vattenfall erneut in einem internationalen Schiedsverfahren gegen die Umwelt- und Energiepolitik Deutschlands. Der Konzern will mit Hilfe dieser Klage und seiner hochbezahlten Anw&auml;lte die Kosten des Abschaltens der AKWs Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel auf die Steuerzahler abw&auml;lzen, also sozialisieren. Dies kann den Bundeshaushalt mit &uuml;ber 1 Milliarde Euro zus&auml;tzlich belasten.<br>\nDer eigentliche Skandal liegt aber woanders: Die deutsche Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestags sind es, die internationalen Konzernen durch ihre Investitionsabkommen &uuml;berhaupt erst solche Extra-Klagerechte au&szlig;erhalb unseres eigenen Rechtssystems geben. Gegenw&auml;rtig tobt innerhalb der Europ&auml;ischen Union ein Streit um die zuk&uuml;nftige Ausgestaltung solcher Investor-Staat-Schiedsverfahren in internationalen Abkommen. Und die Bundesregierung ist es, die nichts, aber auch gar nichts aus dem Vattenfall-Fall und &auml;hnlichen Konzernklagen lernen will. Sie spricht sich weiter entschieden f&uuml;r Geheimnistuerei, f&uuml;r weitreichende Rechte beim Eigentumsschutz (ohne jedwede Pflichten) und f&uuml;r Extra-Klagem&ouml;glichkeiten transnationaler Konzerne aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/power-shift.de\/?p=964\">PowerShift<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Netzentwicklungsplan soll zentralistische Strukturen konservieren<\/strong><br>\nDie deutsche Bundesregierung, die Bundesnetzagentur und die &Uuml;bertragungsnetzbetreiber suggerieren den deutschen B&uuml;rgern, dass der Bau von 4.000 km neuen Stromtrassen eine unausweichliche Notwendigkeit sei, ohne die die Energiewende nicht zu realisieren ist. Doch dem ist nicht so.<br>\nWas als unvermeidbar dargestellt wird, ist in Wirklichkeit eine ganz bewusste Entscheidung, genau diejenigen Versorgungs- und Machtstrukturen zu bewahren und sogar auszubauen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren zur&uuml;ckgedr&auml;ngt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1647&amp;Itemid=379\">Eurosolar<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die unr&uuml;hmliche Rolle Deutschlands in den Bem&uuml;hungen um mehr Transparenz im Rohstoffsektor<\/strong><br>\nSteuervermeidung und Korruption sind weltweite Probleme, die in vielen L&auml;ndern des S&uuml;dens zu Menschenrechtsverletzungen, Unterdr&uuml;ckung und Gewalt beitragen. Immer wieder sind daran auch transnational agierende Unternehmen beteiligt.<br>\nL&uuml;ckenhafte Berichtspflichten f&uuml;r Konzerne machen diese Praxis erst m&ouml;glich. Denn bisher m&uuml;ssen sie in der Regel lediglich Bilanzen f&uuml;r das Gesamtunternehmen vorlegen und ihre Zahlen nach Gesch&auml;ftsfeldern aufschl&uuml;sseln. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Zahlen disaggregiert nach L&auml;ndern oder Projekten zu publizieren. Dies macht es f&uuml;r Finanzbeh&ouml;rden und &Ouml;ffentlichkeit unm&ouml;glich nachzuvollziehen, in welchem Land in welcher H&ouml;he Ums&auml;tze get&auml;tigt, Steuern gezahlt und Gewinne erwirtschaftet werden.<br>\nIn den Bilanzen der Unternehmen die Finanzfl&uuml;sse nach L&auml;ndern und Projekten aufzugliedern, ist ein notwendiger und relativ einfacher Weg, um Steuervermeidung und Unterschlagung entgegenzuwirken. Auf europ&auml;ischer Ebene hat die Kommission der EU im Oktober 2011 Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Einf&uuml;hrung l&auml;nder- und projektbezogener Offenlegungspflichten f&uuml;r die extraktive und in Prim&auml;rw&auml;ldern aktive Industrie vorgelegt. Seitdem gibt es heftige Kontroversen im EU-Parlament und Ministerrat, die letztendlich &uuml;ber die endg&uuml;ltige Form der Richtlinie entscheiden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2012\/06\/die-unruhmliche-rolle-deutschlands-in.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verfassungsgericht verhandelt &uuml;ber Wahlrecht<\/strong><br>\nDas neue Wahlrecht hat zwar Fehler des alten repariert, aber dabei durch neue ersetzt. Es gew&auml;hrleistet die Gleichheit der Wahl so wenig wie das alte, verst&ouml;&szlig;t also gegen Artikel 38 des Grundgesetzes. Es proklamiert zwar, dass alle Parteien vor dem Gesetz gleich sind; aber es rechnet das Wahlergebnis so in Mandate um, dass gro&szlig;e Parteien gleicher sind. Es beg&uuml;nstigt klar diejenige Partei, die bei der Wahl die st&auml;rkste ist und gibt ihr zus&auml;tzliche Mandate&hellip;<br>\nEs kann heute passieren, dass eine Partei mit 30 Prozent der Zweitstimmen fast alle Direktmandate abr&auml;umt &ndash; und damit &Uuml;berhangmandate en masse erh&auml;lt. Direktmandate kann man gegenw&auml;rtig, bei f&uuml;nf Fraktionen im Bundestag, mit 21 Prozent der Stimmen erringen&hellip;<br>\nDas Wahlrecht hat diese Legitimit&auml;t nicht, weil es im Kern ungerecht ist. Es sch&uuml;ttelt die Stimmen so seltsam und so lange, bis die einen schwerer wiegen als die anderen. So ger&auml;t die parlamentarische Demokratie in Turbulenzen. Wenn es nicht anders geht, muss das Verfassungsgericht f&uuml;r Beruhigung sorgen. Es muss, im Namen des Volkes, das Wahlvolk ins Recht setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verfassungsgericht-vehandelt-ueber-wahlrecht-morgen-ist-bundestagswahl-1.1373688\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer: Eliten sind Teil des Problems <\/strong><br>\n(Die Finanzkrise) hat den Druck im gesellschaftlichen Gef&uuml;ge verst&auml;rkt. Zugleich sind die Auswirkungen nicht sofort sichtbar, weil es sich um schleichende Prozesse handelt wie die &Ouml;konomisierung des Sozialen, die Demokratie-Entleerung und auch eine spezifische Orientierungslosigkeit, wohin sich die Gesellschaft entwickelt&hellip;<br>\nEs greift in der Tat eine Entmoralisierung um sich. Das Prinzip der Gleichwertigkeit aller Menschen wird aufgek&uuml;ndigt. Das hei&szlig;t man wertet andere Menschen ab, insbesondere schwache Gruppen, um sich selbst aufzuwerten&hellip;Und die Maxime &ldquo;Rette sich, wer kann&rdquo; gewinnt an Bedeutung.<br>\n&Uuml;brigens ist das ein wesentlicher Grund daf&uuml;r, dass es insgesamt bislang kaum zu nennenswerten kollektiven Protesten gekommen ist.  In einer so individualisierten Gesellschaft entsteht daf&uuml;r kein Bewusstsein mehr.<br>\n Und gegen Ans&auml;tze wie die Occupy-Bewegung ist die Staatsmacht, speziell in den USA, mit einer martialischen Kontrolldrohung vorgegangen, wie ich es nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte. Ich konnte das in New York selbst beobachten. Das ist die praktizierte staatliche Verl&auml;ngerung des autorit&auml;ren Kapitalismus.<br>\nUnd das Signal gerade an junge Leute ist klar: &ldquo;Bewegt euch ja nicht! Sonst kriegt ihr richtig &Auml;rger.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/konfliktforscher-eliten-sind-teil-des-problems,1472596,16292364.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Joachim Gauck &ndash; Nur Reformierte geh&ouml;ren zu Deutschland<\/strong><br>\nJoachim Gauck f&uuml;hrt einen Eiertanz um den Islam in Deutschland auf: Er habe keine Reformation erlebt. Muslimische Verb&auml;nde bleiben gelassen, Gr&uuml;nen-Chef Cem &Ouml;zdemir widerspricht. &ldquo;Wenn der Bundespr&auml;sident erkl&auml;rt, dass Muslime, die hier leben, zu Deutschland geh&ouml;ren, dann geh&ouml;rt nat&uuml;rlich auch ihr Islam zu Deutschland&rdquo;, sagte &Ouml;zdemir den Ruhr Nachrichten. Gaucks Differenzierung zwischen Islam und gl&auml;ubigen Muslimen k&ouml;nne er deshalb nicht nachvollziehen. In einem Zeit-Interview, das vor seiner Abreise gef&uuml;hrt worden war und am Donnerstag erschienen ist, hatte sich Gauck dem ber&uuml;hmtesten Satz seines Amtsvorg&auml;ngers, der Islam geh&ouml;re zu Deutschland, nicht anschlie&szlig;en wollen. Zwar begr&uuml;&szlig;te er dessen &ldquo;Intention&rdquo;: Wulff habe die B&uuml;rger aufgefordert, sich der Wirklichkeit zu &ouml;ffnen. Und die sehe so aus, &ldquo;dass in diesem Lande viele Muslime leben&rdquo;. Er k&ouml;nne aber auch diejenigen verstehen, die fragten: &ldquo;Wo hat denn der Islam dieses Europa gepr&auml;gt, hat er die Aufkl&auml;rung erlebt, gar eine Reformation?&rdquo;, sagte Gauck. Er sei &ldquo;hoch gespannt auf den theologischen Diskurs innerhalb eines europ&auml;ischen Islam&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F06%2F02%2Fa0153&amp;cHash=637eed1ba0\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Auml;rgerlich genug, dass Joachim Gauck uns mit einem wenig differenzierten Freiheitsbegriff plagen genug, jetzt muss er auch noch eine der wenigen zukunftsweisenden Aussagen seines Amtsvorg&auml;ngers relativieren. Gerade wenn er dessen Intentionen respektieren w&uuml;rde, h&auml;tte er seine &ldquo;Klappe&rdquo; halten m&uuml;ssen. So hat er der Reaktion T&uuml;r und Tor aufgemacht, siehe die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-06\/gauck-islam-presseschau\">Kommentare in diversen Zeitungen<\/a>. <\/em><br>\n<em>Es ist geradezu l&auml;cherlich, wenn er am Islam die Reformation vermisst, dann geh&ouml;rt Katholizismus auch nicht nach Deutschland. Und milde formuliert: Die Geschichtskenntnisse des Pr&auml;sidenten sind miserabel, sonst w&uuml;rde er um den fruchtbaren Einfluss der muslimisch-maurischen Kultur auf das Abendland kennen. Die heutigen Vorbehalte gegen&uuml;ber dem Islam richten sich eigentlich gegen die Muslime und nicht gegen den Islam, den wir in seiner Pluralit&auml;t und Bandbreite sowohl in Geschichte und Gegenwart nicht kennen, indem wir unerfreuliche und h&auml;ssliche Ph&auml;nomene in der heutigen Realit&auml;t der Muslime auf deren Gesamtheit &uuml;bertragen. Wer aus der blo&szlig;en Zugeh&ouml;rigkeit zum Islam einen Anklagepunkt macht, und dem trat Wulff entgegen, sch&uuml;rt Ressentiments gegen Muslime. Mehr Zur&uuml;ckhaltung, Herr Gauck! &ndash; Wer sich mit Reformbereitschaft und Aufkl&auml;rung im Islam besch&auml;ftigen m&ouml;chte, braucht sich nur mit Leben und Werk von Muhammad Abduh oder Ali Abd ar-Raziq zu besch&auml;ftigen. Sie stehen f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu den demokratischen Werten der Urgemeinschaft von Medina und f&uuml;r eine rationale Textauslegung des Koran und wendeten sich entschieden gegen jede politisch-weltliche Macht f&uuml;r die Geistlichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundesregierung verteidigt U-Boot-Deal mit Israel <\/strong><br>\nEs ist eine heikle Angelegenheit: Israelische U-Boote aus deutscher Produktion werden dem &ldquo;Spiegel&rdquo; zufolge mit Atomraketen bewaffnet. Regierungssprecher Seibert rechtfertigte das Gesch&auml;ft, die Opposition verlangt Aufkl&auml;rung. Gr&uuml;nen-Fraktionschef Trittin erinnert die Regierung an ihre Lieferbedingungen&hellip;<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung steht mit der Lieferung von U-Booten an Israel in der Kontinuit&auml;t ihrer Vorg&auml;ngerregierungen&rdquo;, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntag Spiegel-Online. &ldquo;Die Lieferung erfolgt ohne Bewaffnung; an Spekulationen &uuml;ber die sp&auml;tere Bewaffnung beteiligt sich die Bundesregierung nicht.&rdquo;&hellip;<br>\nDagegen verlangte der SPD-Au&szlig;enpolitiker Rolf M&uuml;tzenich, die Bundesregierung m&uuml;sse jetzt endlich dar&uuml;ber Auskunft geben, ob Informationen zutreffen, wonach die von Deutschland gelieferten U-Boote auch mit Tr&auml;gersystemen ausger&uuml;stet werden k&ouml;nnen, die atomare Sprengk&ouml;pfe tragen. &ldquo;Bisher wurden die Lieferungen unter anderem damit gerechtfertigt, dass die U-Boote konventionelle Abschreckungssysteme sind&rdquo;, sagte der au&szlig;enpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.<br>\nKritik kommt auch von den Gr&uuml;nen. Fraktionschef J&uuml;rgen Trittin sagte der Welt, es sei &ldquo;verwunderlich&rdquo;, dass die Bundesregierung ihre eigenen Bedingungen &ldquo;nicht ernst nimmt&rdquo;. Die Bundesregierung habe die Lieferung des letzten von insgesamt drei U-Booten der Dolphin-Klasse davon abh&auml;ngig gemacht, &ldquo;dass die israelische Siedlungspolitik ge&auml;ndert, der Bau eines Kl&auml;rwerks in Gaza erm&ouml;glicht und die R&uuml;ckzahlung pal&auml;stinensischen Geldes an die Pal&auml;stinenser-Beh&ouml;rde endlich vollzogen wird&rdquo;, sagte Trittin. Israel habe jedoch nur die dritte Bedingung erf&uuml;llt.<br>\nRanghohe Beamte gingen schon lange von Atomwaffen auf den Schiffen aus<br>\nEhemalige hochrangige Beamte aus dem Bundesverteidigungsministerium wie der fr&uuml;here Staatssekret&auml;r Lothar R&uuml;hl oder der einstige Chef des Planungsstabs, Hans R&uuml;hle, sagten laut Spiegel , sie seien schon immer davon ausgegangen, dass Israel auf den Schiffen Atomwaffen stationieren werde. Aus Akten des Ausw&auml;rtigen Amts gehe zudem hervor, dass die Bundesregierung seit dem Jahr 1961 &uuml;ber die Praxis informiert sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/umstrittene-lieferungen-bundesregierung-verteidigt-u-boot-deal-mit-israel-1.1372895\">SZ<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;So etwas rutscht nicht einfach durch&laquo;<\/strong><br>\nBerlin mu&szlig; von Anfang an gewu&szlig;t haben, da&szlig; Israel deutsche U-Boote atomar best&uuml;cken will. Gespr&auml;ch mit Jan van Aken<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-05\/050.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bundesparteitag der Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was machbar ist<\/strong><br>\nNach dem Parteitag ist vor der eigentlichen Arbeit: Der neuen F&uuml;hrung der Linken wird man keine Schonfrist zubilligen, niemand wird 100 Tage warten. Das klingt vielleicht ein bisschen ungerecht, ist aber den Umst&auml;nden angemessen. Die Wahlen in Niedersachsen und im Bund 2013, die strategische und programmatische Aktualisierung, der organisatorische Rekonstruktionsbedarf, die kulturellen und emotionalen Risse in der Partei &ndash; all das erlaubt keinen Aufschub, keine Einarbeitungszeit, kein Warmlaufen. Katja Kipping hat in der Leipziger Volkszeitung bereits eine Tour der neuen Doppelspitze durch alle Bundesl&auml;nder angek&uuml;ndigt und will dabei vor allem der Basis zuh&ouml;ren. Zudem soll es im Netz ein Blog f&uuml;r Mitglieder und Sympathisanten geben, in dem Vorschl&auml;ge und Kritik diskutiert werden k&ouml;nnen. Als &bdquo;Schl&uuml;ssel zum Erfolg&ldquo; sieht Kipping &bdquo;eine Kultur der Offenheit und ein Gestus: Fragend schreiten wir voran&ldquo;. Auch der neue Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Matthias H&ouml;hn spricht in der Mitteldeutschen Zeitung von einer Vertrauenskrise, die sich dadurch l&ouml;sen lasse, dass die Linken &bdquo;viel mehr als in der Vergangenheit miteinander reden und bereit sind, voneinander zu lernen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lafontaines-linke.de\/2012\/06\/was-machbar-ist-nach-dem-parteitag-kipping-riexinger\/%20\">Lafontaines Linke<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD umwirbt Linke-Reformer &ndash; &ldquo;Bartsch w&auml;re herzlich willkommen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Pragmatiker in der Linkspartei haben den Machtkampf verloren, aber ihr Frontmann Dietmar Bartsch k&ouml;nnte woanders Karriere machen: Die SPD buhlt offen um den Linken-Fraktionsvize &ndash; nach den konservativen &ldquo;Seeheimern&rdquo; halten nun auch linke Sozialdemokraten Bartsch die T&uuml;re auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-umwirbt-linke-reformer-bartsch-waere-herzlich-willkommen-1.1373813\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses St&ouml;rman&ouml;ver ist so herrlich durchschaubar. Und auch der SPIEGEL kann es nicht lassen und versucht den innerparteilichen Streit am k&ouml;cheln <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gysi-bringt-west-linke-gegen-sich-auf-a-836915.html\">zu halten <\/a> &ndash; als h&auml;tte die Seele der &bdquo;West-Linken&ldquo; die SPIEGEL-Redaktion je interessiert. Auch dieses St&ouml;rman&ouml;ver ist herrlich durchschaubar. Die Linke sollte derartige Sticheleien der SPD und des SPIEGELs selbstbewusst ignorieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Unvereinigten<\/strong><br>\nDie neue F&uuml;hrungsmannschaft ist gew&auml;hlt, aber auf dem Parteitag der Linken gab es vor allem Verlierer: Die entzweiten Fl&uuml;gel stritten unerbittlich. Der n&auml;chste Konflikt droht bereits &ndash; wenn es um die Spitzenkandidaturen f&uuml;r die Bundestagswahl geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/parteitag-offenbart-krise-der-linkspartei-a-836703.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und weiter geht&rsquo;s! Die Redaktion des Spiegel scheint nur noch Schaum vor dem Mund zu haben. Es ist nur erstaunlich, dass die selbe Masche, die bei den Gr&uuml;nen schon Erfolg hatte, die Konstruktion eines unvers&ouml;hnlichen Gegensatzes zwischen angeblichen Realos und Fundis, bei der Linken wieder genauso funktioniert.<\/em><br>\n<em>Was die letzten Tage aber &uuml;ber Lafontaine auf SPON zu lesen war geht inzwischen &uuml;ber ein vertretbares Ma&szlig; hinaus. Lafontaine wird nur noch als br&uuml;llend, aggressiv, brutal charakterisiert. Und das n&auml;chste Ziel scheint schon ausgew&auml;hlt: Sarah Wagenknecht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linke r&uuml;ckt nach links<\/strong><br>\nDie Linke hat auf ihrem G&ouml;ttinger Parteitag am Wochenende einen kr&auml;ftigen Linksruck hingelegt. Die Reformer um Fraktionsvize Dietmar Bartsch, vornehmlich aus den Ost-Landesverb&auml;nden, haben ziemlich klar und auf nahezu ganzer Linie gegen fundamental Linke, vornehmlich aus dem Westen, verloren. Personell, aber auch politisch, taktisch und strategisch. Kurios: Lafontaine hat in G&ouml;ttingen gewonnen, obwohl er gar nicht zur Wahl antrat. Aber er hat nun an fast allen wichtigen Schaltstellen der Partei willige Gef&auml;hrten. Er ist nun erst recht die graue Eminenz der Linken. Daf&uuml;r nahm er auch den Bruch mit dem anderen Protagonisten der Linken Gregor Gysi in Kauf. Die &Uuml;bernahme der Links-Partei geschah auch nicht als Putsch, sondern als unfreundliche &Uuml;bernahme, als &Uuml;berrumpelung. Die linke ostdeutsche Volkspartei mit den heterogenen westdeutschen Anh&auml;ngsel-Verb&auml;nden wird k&uuml;nftig ideell von Saarbr&uuml;cken aus gef&uuml;hrt. Die Lafontaine-Anh&auml;nger beherrschen die Linken-Zentrale im Berliner Karl-Liebknecht-Haus. Allerdings kann zu viel Sieg auch bitter f&uuml;r die Sieger werden. Die tiefe Krise der Linkspartei hat sich mit dem kr&auml;ftigen Linksruck weiter versch&auml;rft. (&hellip;) Und die linken Reformer aus Ost und West m&uuml;ssen sich nun fragen lassen, ob sie nicht viel zu blau&auml;ugig mit den unfreundlichen, aber machtbewussten Genossen aus alten Bundesl&auml;ndern umgegangen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mittelbayerische.de\/nachrichten\/artikel\/die_linke_rueckt_nach_links\/793598\/die_linke_rueckt_nach_links.html#793598\">Mittelbayerische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man mag diese propagandistischen Versatzst&uuml;cke gar nicht weiter kommentieren. Es kommen einem die Tr&auml;nen wegen des &ldquo;unfreundlichen&rdquo; Umgangs der &ldquo;machtbewu&szlig;ten Fundamentalisten&rdquo; mit den &ldquo;blau&auml;ugigen Reformern&rdquo;. Hier werden &ndash; wie in vielen anderen Medienberichten auch &ndash; Dietmar Bartsch und sein Umfeld faktenverzerrend als verfolgte Unschuld pr&auml;sentiert und alle Verantwortung f&uuml;r die parteiinternen Machtk&auml;mpfe innerhalb der Linkspartei auf die Vertreter des angeblich &ldquo;fundamentalistischen&rdquo; Fl&uuml;gels um Oskar Lafontaine abgeladen. Auch der angebliche &ldquo;Linksruck&rdquo; ist an den Haaren herbeigezogen und hat einzig und allein die Funktion, der Linkspartei, die ganz selbstverst&auml;ndlich als Marionette vom &ldquo;fundamentalistischen&rdquo; Lafontaine von Saarbr&uuml;cken aus dirigiert wird, in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung das Image des &ldquo;Kinderschrecks&rdquo; zu verpassen. Der weit &uuml;berwiegende Teil unserer Mainstreammedien sollte sich einmal selbstkritisch die Frage stellen, ob die eigentlichen &ldquo;Fundamentalisten&rdquo; nicht in ihren eigenen Chefetagen residieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne: Spezialdemokraten<\/strong><br>\nDie SPD in ihrer jetzigen Form hat sich strukturell von ihrer Geschichte verabschiedet. Gef&uuml;hle und Bed&uuml;rfnisse der auf abh&auml;ngige Arbeit angewiesenen Menschen, der Masse von Nicht-Privilegierten, kommen in dieser Partei nicht mehr zum Ausdruck. An ihrer Basis spielt sich nicht mehr viel ab, Ausnahmen wie im Ruhrgebiet best&auml;tigen diese Regel. Der SPD als Volkspartei fehlt in der eigenen Organisation das Volk.<br>\nDie Willensbildung der SPD erfolgt heute im Zusammenspiel von Profizirkeln, Politikfl&uuml;sterern aus den einflussreichen Medien und Leuten aus der Werbebranche. Wenn die Partei W&auml;hlerinnen und W&auml;hler aus sozial bedr&auml;ngten Schichten zeitweise zur&uuml;ckgewinnt, so ist das vorwiegend ein Marketingeffekt &ndash; Hannelore Kraft als Mutter der kleinen Leute und so weiter. Die Sozialdemokratie wird dadurch nicht zu einer Partei des Prekariats&hellip;<br>\nEine Bundesregierung unter sozialdemokratischer Regie konnte die &Ouml;ffnung f&uuml;r mehr spekulative Finanzoperationen, die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums, die steuerliche Beg&uuml;nstigung des Reichtums und den &Uuml;bergang zum Niedriglohn weitaus eleganter arrangieren als es CDU\/CSU und FDP regierend h&auml;tten besorgen k&ouml;nnen. In der Opposition w&auml;re die SPD in Versuchung gekommen, gegen jenen politischen Kurs zu opponieren, den sie selbst in der Regierung einschlug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37006\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Rechtsextremistische Tendenzen entzweien Burschenschaften<\/strong><br>\nNS-Widerstandsk&auml;mpfer Dietrich Bonhoeffer ein Landesverr&auml;ter? Ja, meint ein Vorstandsmitglied des Dachverbands Deutsche Burschenschaft. An dieser &Auml;u&szlig;erung hat sich unter den Burschenschaftern ein Streit um nationalsozialistisches Gedankengut entz&uuml;ndet. Die Fl&uuml;gel bekriegen sich, dem Dachverband steht die Spaltung bevor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eklat-beim-burschentag-in-eisenach-rechtsextremistische-tendenzen-entzweien-burschenschaften-1.1373400\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>&bdquo;Gro&szlig;e Mehrheit der Iren f&uuml;r Fiskalpakt&ldquo;?<\/strong><br>\nIrland sagt &ldquo;Yes&rdquo; zum Fiskalpakt<br>\nDie Iren haben sich deutlich f&uuml;r die Teilnahme am Fiskalpakt entschieden. Europa bleibt damit eine Blamage beim <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/volksabstimmung-irland-sagt-yes-zum-fiskalpakt-1835321.html\">einzigen Volksentscheid zu der Frage erspart<\/a>.<br>\n&bdquo;Der positive Ausgang des irischen Referendums zum Fiskalvertrag ist eine gute Nachricht f&uuml;r Irland und f&uuml;r Europa, sagte die Kanzlerin. Wegen der mit dem Fiskalpakt verbundenen H&auml;rten f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/tid-26006\/irland-zeigt-klare-tendenz-bei-abstimmung-iren-sagen-ja-zu-eu-fiskalpakt_aid_761437.html\">verdiene das irische Volk besondere Anerkennung<\/a>.\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 60,3 Prozent derjenigen, die ihre Stimme abgeben haben, stimmten mit Ja, 39,7 Prozent mit Nein. 50,60 Prozent beteiligten sich an dem Referendum, d.h. weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten Iren stimmten f&uuml;r den Fiskalpakt.<\/em><br>\n<em>Und was die Freude unserer Kanzlerin tr&uuml;ben sollte: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/irland-referendum-ueber-fiskalpakt--enorme-anti-merkel-stimmung--in-irland,1472596,16148078.html\">&bdquo;Enorme Anti-Merkel-Stimmung&ldquo; in Irland.<\/a><\/em><br>\n<em>Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer zum R&uuml;ckgang von Wahlbeteiligungen im oben zitierten Interview in der FR: Darin liegt ein Verlust an Vertrauen in die demokratischen Institutionen, sie ist Ausdruck des Gef&uuml;hls, von der Politik nicht wahrgenommen zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>TV-Tipp: Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nUnmittelbar vor Beginn der Fu&szlig;ball-EM sind Urban Priol und Erwin Pelzig in meisterlich-satirischer Verfassung. Gewohnt sicher spielen sich die beiden Spitzen-Kabarettisten die B&auml;lle zu und beobachten, wer sich ins politische Abseits stellt. Hier wird jeder taktische Spielzug der Parteienvertreter genau analysiert.<br>\nKomplettiert wird das Team der Anstalt diesmal durch Luise Kinseher, Helge Schneider und Andreas Rebers.<br>\nZDF &ndash; Dienstag 05.06.2012, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/48409cd1-0e01-372a-9221-8610f49452aa\/20003717?noDispatch=1\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13429","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13429"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13434,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13429\/revisions\/13434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}