{"id":13435,"date":"2012-06-05T13:33:06","date_gmt":"2012-06-05T11:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13435"},"modified":"2015-03-05T14:15:00","modified_gmt":"2015-03-05T13:15:00","slug":"spanien-und-die-brandstifter-eine-hausgemachte-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13435","title":{"rendered":"Spanien und die Brandstifter \u2013 eine hausgemachte Krise"},"content":{"rendered":"<p>Wer das Epizentrum der Eurokrise in Athen verortet, wird sich vermutlich schon bald verwundert die Augen reiben. W&auml;hrend Europa ohne eine ernstzunehmende Debatte den Fiskalpakt verabschiedet und gespannt auf das Wahlergebnis in Griechenland wartet, hat sich die Finanzkrise binnen weniger Wochen in Spanien von einer steifen Brise zu einem zerst&ouml;rerischen Orkan entwickelt. Die spanische Krise kann als Musterbeispiel f&uuml;r das Versagen Europas gelten. Sehenden Auges haben Br&uuml;ssel und Berlin eine bis vor kurzem noch grundsolide Volkswirtschaft mit ihrer aufgezwungenen Austerit&auml;tspolitik ruiniert. Selbst jetzt &ndash; wo die Katastrophe unmittelbar vor der T&uuml;r steht &ndash; verweigert Europa jegliche echte Hilfe und schaut stattdessen tatenlos zu, wie sich die Eurokrise zu einem Fl&auml;chenbrand ausweitet &hellip; einem Fl&auml;chenbrand, der nicht an L&auml;ndergrenzen haltmacht und nun ganz Europa bedroht. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAm Vorabend der Finanzkrise konnte Spanien in nahezu allen finanzpolitischen Kennzahlen bessere Werte vorweisen, als Deutschland, Frankreich oder Gro&szlig;britannien &ndash; das Wirtschaftswachstum und der Haushalts&uuml;berschuss waren h&ouml;her, die Staatsverschuldung niedriger. Die Finanz- und Wirtschaftskrise traf Spanien jedoch hart. Ein Teil des Wirtschaftswachstums war sprichw&ouml;rtlich auf Sand gebaut. Seit Mitte der 1990er boomte der spanische Immobiliensektor, &uuml;berall im Lande schossen kreditfinanzierte Neubauprojekte aus dem Boden, die Immobilienpreise stiegen rasant und schon vor dem Ausbruch der Finanzkrise wurde aus dem Immobilienboom eine Immobilienblase. Die Finanzkrise war nicht der Grund, aber der Ausl&ouml;ser f&uuml;r das Platzen der Immobilienblase. Es waren auch nicht Kreditausf&auml;lle oder Bankenrettungspakete, sondern die Krise auf dem Bausektor, der damals rund ein Viertel der Wirtschaftskraft ausmachte, die die spanische Volkswirtschaft in Schieflage brachte. In den Jahren 2008 und 2009 kippte die Konjunktur und die sozialdemokratische Regierung Zapatero steuerte mit aller Kraft gegen die Krise an. Mit insgesamt vier gro&szlig;angelegten Konjunkturprogrammen konnte man die schlimmsten Folgen der Wirtschaftskrise abwenden &ndash; die Arbeitslosigkeit stieg nur leicht, die Konjunktur rutschte zwar in eine Rezession ab, die sich jedoch im Vergleich zu anderen Staaten (auch im Vergleich zu Deutschland) in Grenzen hielt.<\/p><p><strong>Gift statt Medizin<\/strong><\/p><p>Im Sommer 2009 steckte Spanien zwar in einer Krise, die Lage war jedoch keinesfalls aussichtslos. Seit der Euroeinf&uuml;hrung hatte Spanien &ndash; anders als beispielsweise Griechenland oder Portugal &ndash; seine Staatsschulden schrittweise abgebaut. Im Krisenjahr 2008 betrug die spanische Schuldenquote lediglich 40,1% und lag damit fast zwanzig Prozentpunkte unter den Maastricht-Kriterien. Spanien befolgte somit eine geradezu vorbildliche keynesianische Konjunkturpolitik. Auch die umfangreichen Konjunkturprogramme in den Jahren 2008 und 2009 waren sehr sinnvolle Ma&szlig;nahmen, um die Krise in den Griff zu bekommen. Dies sah die EU-Kommission jedoch grundlegend anders. Da Spanien 2008 ein Haushaltsdefizit von 4,5% verbuchte und die Zahlen f&uuml;r 2009 ein noch gr&ouml;&szlig;eres Defizit vorhersagten, leitete Br&uuml;ssel gegen Spanien ein Defizitverfahren ein und ermahnte die sozialdemokratische Regierung, die Konjunkturprogramme einzustellen und stattdessen den Staatshaushalt durch eine Austerit&auml;tspolitik zu &bdquo;sanieren&ldquo;. <\/p><p>Erst die Austerit&auml;tspolitik, die ab Sommer 2009 umgesetzt wurde, versch&auml;rfte die spanische Wirtschaftskrise dramatisch. Seitdem stieg die Arbeitslosenzahl von etwas &uuml;ber zwei Millionen auf heute fast f&uuml;nf Millionen. Das Beispiel Spanien zeigt auch ganz deutlich, dass Austerit&auml;tspolitik nicht mit dem Begriff &bdquo;Sparpolitik&ldquo; &uuml;bersetzt werden darf. Die massiven Einschnitte bei den Staatsausgaben und massive Steuererh&ouml;hungen (v.a. auf den Konsum) haben nicht dazu gef&uuml;hrt, dass der Staatshaushalt saniert wird &ndash; im Gegenteil. Die Austerit&auml;tspolitik hat vielmehr dazu gef&uuml;hrt, dass die spanische Volkswirtschaft in diesem Jahr wohl um zwei Prozent schrumpfen wird und das Haushaltsdefizit abermals steigt. Urspr&uuml;nglich wollte die konservative Regierung Rajoy nach den Vorgaben aus Br&uuml;ssel in diesem Jahr das Defizit auf 5,3% reduzieren &ndash; bereits im ersten Quartal dieses Jahres musste man jedoch ein Defizit von 2,4% melden. Sollte die Konjunktur sich nicht erholen &ndash; wovon auszugehen ist &ndash;, wird das Defizit wohl eher den zweistelligen Bereich erreichen &ndash; und dabei sind die abzusehenden Kosten f&uuml;r die Rekapitalisierung verschiedener Banken noch nicht einmal mit eingerechnet. Anstatt die Wirtschaft zu beleben oder sich zumindest entwickeln zu lassen, wird sie durch immer neue Austerit&auml;tsprogramme abgew&uuml;rgt und durch die prek&auml;re Lage des Bankensektors ist eine Versch&auml;rfung der Rezession sogar sehr wahrscheinlich.<\/p><p><strong>Faule Immobilienkredite als selbsterf&uuml;llende Prophezeiung<\/strong><\/p><p>Die spanische Immobilienblase w&auml;re auch ohne die Finanzkrise geplatzt. Momentan <a href=\"http:\/\/www.worldaffairsjournal.org\/article\/next-greece-sketch-spain\">stehen<\/a> in Spanien rund 818.000 Neubauwohnungen\/-h&auml;user leer, die ausstehenden Immobilienkredite summieren sich auf mehr als 820 Mrd. Euro. Experten gehen davon aus, dass rund 5% dieser Kredite faul sind und zumindest zum Teil nicht bedient werden k&ouml;nnen. F&uuml;r die spanischen Banken stellt dies ein nicht zu untersch&auml;tzendes Problem dar. F&auml;llt ein Kredit aus, m&uuml;ssen sie die Immobilie, die als Sicherheit f&uuml;r den Kredit gilt, im Rahmen einer Zwangsversteigerung verkaufen, um so an die ausstehende Kreditsumme zu kommen. In einem Markt, der nicht nur ges&auml;ttigt ist, sondern der auch immer noch teilweise absurd hohe Preise hat, ist jedoch damit zu rechnen, dass die Banken diese Immobilien entweder nur mit hohen Abschl&auml;gen oder sogar gar nicht verkaufen k&ouml;nnen. <\/p><p>Sowohl die Zahl der faulen Immobilienkredite als auch die zu erwartenden Verluste der Banken sind jedoch von verschiedenen Faktoren abh&auml;ngig. Die Gefahr, dass ein Immobilienkredit nicht bedient werden kann, steigt durch das Ausma&szlig; der Wirtschaftskrise und die Arbeitslosenzahlen. Wer seinen Job verliert, wird allgemein auch Probleme haben, seine laufenden Kredite zu bedienen.  In einer Rezession oder gar einer Depression sinkt zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Banken bei Zwangsversteigerungen einen &bdquo;angemessenen&ldquo; Erl&ouml;s erzielen. Die beste Medizin, um die Immobilienkrise in den Griff zu bekommen, w&auml;re also eine vern&uuml;nftige Konjunkturpolitik. Die schlechteste Medizin ist eine Austerit&auml;tspolitik. Durch die falsche Politik versch&auml;rft man die Immobilienkrise und sorgt daf&uuml;r, dass aus einer schwelenden eine akute Krise wird, die auch den Bankensektor in eine bedrohliche Schieflage bringt. Noch sind vergleichsweise wenige Kredite wirklich ausgefallen &ndash; dies wird sich jedoch aller Voraussicht nach &auml;ndern und dann droht dem spanischen Bankensektor eine sehr ernste Krise.<\/p><p><strong>Teufelskreis in die Depression<\/strong><\/p><p>Versch&auml;rft wird die spanische Bankenkrise durch einen massiven Kapitalabfluss. Im ersten Quartal dieses Jahres sind mehr als 100 Mrd. Euro aus Spanien <a href=\"http:\/\/ftalphaville.ft.com\/blog\/2012\/06\/01\/1026331\/on-spains-banking-recap-and-capital-flight\/\">abgezogen worden<\/a>. Grund daf&uuml;r ist die, nur noch aberwitzig zu nennende, Krisenstrategie der EU, die aus Berlin vorgegeben wird. Europa l&auml;sst Griechenland vor die Wand fahren und keinen Zweifel daran, dass es im schlimmsten Falle auch nicht davor zur&uuml;ckschreckt, Eurostaaten aus der Gemeinschaftsw&auml;hrung auszuschlie&szlig;en. Es gibt auch keine Garantie daf&uuml;r, dass Europa im Falle eines Falles Spanien bei der Rettung seiner Banken unterst&uuml;tzt. Unter diesen Gegebenheiten ist es keinesfalls irrational, sein Geld von spanischen Banken abzuziehen. Je mehr Geld abgezogen wird, desto gr&ouml;&szlig;er ist jedoch der Druck f&uuml;r die spanischen Banken, ihre Bilanzsummen herunterzufahren. Leidtragende dieser Entwicklung <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/05\/27\/world\/europe\/small-and-medium-businesses-suffer-as-spain-bank-loans-shrivel.html?_r=2&amp;hpw\">sind vor allem<\/a> die spanischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen). In Spanien stehen die KMU f&uuml;r 60% der Wirtschaftskraft und 80% der Arbeitspl&auml;tze. Seit Beginn der Krise mussten mehr als 500.000 KMU in die Insolvenz gehen. Neben der allgemeinen Wirtschaftskrise wirkt sich hier vor allem die immer restriktivere Kreditvergabe der Banken negativ aus. Neue Kredite werden kaum noch vergeben, bestehende Kreditlinien gek&uuml;rzt und bereits vergebene Kredite seitens der Banken gek&uuml;ndigt. Dies ist ein weiterer Faktor des spanischen Teufelskreises, der spiralf&ouml;rmig in die Depression f&uuml;hrt.<\/p><p>Die spanische Krise ist in keiner Art und Weise mit der griechischen Krise zu vergleichen. Anders als Griechenland verf&uuml;gt Spanien &uuml;ber eine solide und konkurrenzf&auml;hige Volkswirtschaft und einen vergleichsweise effizienten Staatsapparat. Spanien hat kein strukturelles Staatsverschuldungsproblem, sein gr&ouml;&szlig;tes Problem besteht vielmehr in der g&auml;ngigen Praxis, Staatsanleihen am &bdquo;freien Markt&ldquo; platzieren zu m&uuml;ssen. Neben den Kosten der Austerit&auml;tspolitik belasten das Land jedoch die zu erwartenden Kosten bei der Rekapitalisierung des spanischen Bankensektors. Momentan geht es erst einmal um 23,5 Mrd. Euro f&uuml;r die angeschlagene Bankia, die dem spanischen Staat danach zu 90% geh&ouml;ren wird. Bankia ist jedoch nicht die einzige angeschlagene Bank &ndash; Experten sch&auml;tzen, dass der spanische Staat insgesamt zwischen 50 und 100 Mrd. Euro in seine maroden Banken stecken muss. Dies ist sehr viel Geld, aber selbst in einem pessimistischen Szenario entspr&auml;che die Summe &bdquo;nur&ldquo; 10% des spanischen Bruttoinlandprodukts und l&auml;ge damit sogar noch unter der Summe, mit der Deutschland seinen SoFFin (480 Mrd. Euro) absichert. Die fiskalische Lage Spaniens ist sicher nicht rosig, aber auch keinesfalls derart d&uuml;ster, dass das Land in eine Reihe mit dem hoffnungslosen Fall Griechenland oder den wesentlich problematischeren F&auml;llen Portugal und Irland eingereiht werden darf.<\/p><p>Im &ndash; zu optimistischen &ndash; Krisenszenario der spanischen Regierung wird die Staatsschuldenquote im Jahre 2013 ihr Maximum bei rund 80% erreichen &ndash; das ist niedriger als die deutsche Staatsschuldenquote. Selbst in dem pessimistischeren Szenario, das die Schweizer Gro&szlig;bank Credit Suisse entworfen hat, <a href=\"http:\/\/ftalphaville.ft.com\/blog\/2012\/06\/01\/1026331\/on-spains-banking-recap-and-capital-flight\/\">liegt<\/a> die maximale Staatsschuldenquote &bdquo;nur&ldquo; bei 97% (im Jahre 2015) &ndash; also immer noch unter der amerikanischen, der britischen und der italienischen Staatsschuldenquote. <\/p><p>Es gibt somit keine rationale (&ouml;konomisch fundierte) Erkl&auml;rung daf&uuml;r, warum ausgerechnet Spanien kein gro&szlig;es Vertrauen an den Finanzm&auml;rkten genie&szlig;t. Das Land am Ebro steht in allen Disziplinen besser da als Gro&szlig;britannien und muss dennoch &ndash; anders als Gro&szlig;britannien &ndash; f&uuml;r seine Staatsanleihen einen signifikant h&ouml;heren Risikoaufschlag bedienen. Hier zeigt sich vielmehr, dass die Eurozone einen grundlegenden Konstruktionsfehler hat. Ist ein Land erst einmal im Visier der Finanzm&auml;rkte, kommt es schnell zu einer selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung aus zu hohen Risikoaufschl&auml;gen und ernsthaften Refinanzierungsproblemen. <\/p><p>Wenn Spanien sich zu einem Zinssatz von rund vier Prozent refinanzieren k&ouml;nnte, h&auml;tte das Land noch nicht einmal im Ansatz ein &bdquo;Schuldenproblem&ldquo;. Die aktuelle spanische Staatsverschuldung ist (in relativen Zahlen) ungef&auml;hr so hoch wie die deutsche und ein Zinssatz von vier Prozent w&uuml;rde auch dem deutschen &bdquo;Vorkrisenniveau&ldquo; entsprechen. Noch hat Spanien auch kein gro&szlig;es Problem damit, sich zu deutlich h&ouml;heren Zinss&auml;tzen von sechs bis sieben Prozent zu refinanzieren. Die h&ouml;heren Zinskosten schlagen jedoch auch auf den Staatshaushalt zur&uuml;ck. Unter der Pr&auml;misse, dass Spanien weiterhin seine Austerit&auml;tspolitik verfolgt, bedeutet dies, dass abermals Staatsausgaben zusammengestrichen werden &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo; und das Haushaltsdefizit schlussendlich &ndash; entgegen der &bdquo;Sparlogik&ldquo; &ndash; noch weiter steigt. Es ist dann nur noch die Frage, wann die negative R&uuml;ckkopplung aus neuen &bdquo;Sparprogrammen&ldquo;, h&ouml;heren Defiziten und steigenden Zinsen das Land in die Knie und unter den europ&auml;ischen &bdquo;Rettungsschirm&ldquo; zwingt. Ist das Land erst einmal unter dem &bdquo;Rettungsschirm&ldquo;, verliert Madrid auch die Haushaltshoheit und muss sich seine Politik von Br&uuml;ssel und Berlin vorschreiben lassen.<\/p><p><strong>Alternativen werden von Berlin verhindert<\/strong><\/p><p>Dabei w&auml;re ein Ende dieses Teufelskreises relativ einfach zu erreichen. Man k&ouml;nnte beispielsweise der EZB &bdquo;gestatten&ldquo;, die spanischen Banken direkt und ohne den Umweg &uuml;ber die Madrider Regierung zu rekapitalisieren. Dann st&uuml;nden die Banken nicht beim spanischen Staat, sondern bei der EZB in der Kreide und Madrid k&ouml;nnte seine Neuverschuldung drastisch reduzieren, h&auml;tte einen wesentlich gr&ouml;&szlig;eren fiskalischen Spielraum und k&ouml;nnte auch wieder eine aktive Konjunkturpolitik betreiben. Dies aber wollen weder die deutsche Regierung noch die EZB. Alternativ k&ouml;nnten die spanischen Banken auch direkt &uuml;ber den neuen &bdquo;Rettungsmechanismus&ldquo; ESM mit frischem Geld versorgt werden. Auch dies blockiert die deutsche Regierung, da sie f&uuml;rchtet, dass spanische Banken mit deutschen Steuergeldern &bdquo;gerettet&ldquo; werden. Dieses Argument &ndash; so gut es sich anh&ouml;ren mag &ndash; greift jedoch zu kurz, da Deutschland ohnehin f&uuml;r die spanischen Banken haftet, sei es direkt &uuml;ber den ESM oder indirekt &uuml;ber EFSF\/ESM, wenn Spanien sich Geld leihen muss, um seine Banken selbst zu retten. Weitergehende Ma&szlig;nahmen, mit denen die spanische Krise wirkungsvoll bek&auml;mpft werden k&ouml;nnte (z.B. Eurobonds oder eine direkte Staatsfinanzierung durch die EZB) werden von Berlin ebenfalls abgelehnt. <\/p><p>Siehe dazu:<\/p><ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9857\">Staatsfinanzierung als Subvention des Finanzsektors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11397\">Vorschl&auml;ge zur Beendigung der Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10805\">Warum Eurobonds?<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Stattdessen <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/laenderbericht-eu-zweifelt-an-spaniens-sparziel,1471908,16142492,view,asFirstTeaser.html\">mokiert<\/a> man sich, dass die spanischen Pl&auml;ne &bdquo;zwar zweckdienlich&ldquo;, aber &bdquo;nicht ehrgeizig&ldquo; genug seien und fordert genau die Medizin, die sich bereits als Gift herausgestellt hat &ndash; eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer, Renten- und Arbeitsmarktreformen und weitere Einsparungen.<\/p><p>Spanien steht am Rande des Abgrunds und Europa schaut nicht nur tatenlos zu, sondern arbeitet aktiv daran, das Land endg&uuml;ltig in den Abgrund zu st&uuml;rzen. Spanien ist jedoch nicht Griechenland, sondern die viergr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Eurozone. Wenn Spanien brennt, ist ein &Uuml;bergreifen des Fl&auml;chenbrandes auf Frankreich und Italien wohl nicht mehr zu stoppen. Dies jedoch w&auml;re das Ende der Eurozone und wohl auch das Ende des europ&auml;ischen Gedankens. Nicht nur Spanien, sondern auch das europ&auml;ische Haus brennt lichterloh und Angela Merkel ist die Brandstifterin.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/9893794c09144a02accae2a2bf0aa56f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer das Epizentrum der Eurokrise in Athen verortet, wird sich vermutlich schon bald verwundert die Augen reiben. 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