{"id":134458,"date":"2025-06-15T12:00:01","date_gmt":"2025-06-15T10:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134458"},"modified":"2025-06-27T18:26:29","modified_gmt":"2025-06-27T16:26:29","slug":"debattenbeitrag-venezuela-neoliberal-und-autoritaer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134458","title":{"rendered":"Debattenbeitrag: \u201eVenezuela neoliberal und autorit\u00e4r?&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Professor f&uuml;r Politikwissenschaft und Wirtschaftsgeschichte <strong>Steve Ellner<\/strong> setzt sich in seinem aktuellen Beitrag mit dem am letzten Wochenende auch auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlichten Artikel &bdquo;Kapitalismus und Autoritarismus im Venezuela von Maduro&ldquo; des US-Soziologen Gabriel Hetland auseinander und wirft diesem unter anderem eine grob vereinfachende Darstellung der Maduro-Regierung vor, die viele politische und wirtschaftliche Aspekte au&szlig;er Acht lasse.<br>\n<!--more--><br>\nGabriel Hetlands&nbsp;Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134122\">&bdquo;Kapitalismus und Autoritarismus in Maduros Venezuela&rdquo;<\/a>, ver&ouml;ffentlicht im englischen Original im&nbsp;<em>New Labor Forum<\/em>&nbsp;sowie im&nbsp;<em>Links International Journal of Socialist Renewal<\/em> (und in der deutschen Fassung auf <em>Amerika21<\/em> und den <em>NachDenkSeiten<\/em>) vermittelt ein einseitiges und aus dem Kontext gerissenes Bild von Venezuela unter Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro.<\/p><p>Nach Hetlands Auffassung weist die Regierung Maduro praktisch keine positiven Eigenschaften auf. Er bezieht sich zustimmend auf die Behauptung der sch&auml;rfsten Kritiker Maduros aus der Linken, dass seine Regierung und die rechte Opposition <a href=\"https:\/\/links.org.au\/comunes-venezuela-maduro-government-and-right-wing-opposition-are-two-sides-same-coin\">&bdquo;zwei Seiten einer Medaille&rdquo;<\/a> seien.<\/p><p>Eine ernsthafte Untersuchung der Lage Venezuelas unter Maduro muss jedoch die Auswirkungen der von den USA verh&auml;ngten Wirtschaftssanktionen in ihre Analyse einbeziehen und darf diese nicht nur am Rande erw&auml;hnen. Der von Washington orchestrierte Wirtschaftskrieg hat die Wirksamkeit potenziell sinnvoller politischer Ma&szlig;nahmen Maduros erheblich untergraben. Diese Ma&szlig;nahmen als Beweis f&uuml;r Inkompetenz abzutun &ndash; oder sie, wie Hetland, ganz zu ignorieren &ndash; ist irref&uuml;hrend.<\/p><p>Vielmehr m&uuml;ssen die negativen Auswirkungen der Wechselwirkung zwischen der Politik der venezolanischen Regierung und den Aggressionen Washingtons im Mittelpunkt der Analyse stehen. Hetlands Schwarz-Wei&szlig;-Malerei wird der komplexen und in vielerlei Hinsicht einzigartigen Erfahrung des Chavismus nicht gerecht. Eine differenziertere und kritische Betrachtung ist unerl&auml;sslich, wenn wir die notwendigen Lehren aus dem sich entwickelnden politischen Prozess des Landes ziehen wollen.<\/p><p><strong>Krieg gegen Venezuela<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst einmal k&ouml;nnen Regierungen wie die Venezuelas (oder Kubas) nicht mit denselben Kriterien bewertet werden wie progressive Regierungen wie die von Brasilien unter Luiz In&aacute;cio Lula da Silva und Dilma Rousseff oder die von Argentinien unter den Kirchners (N&eacute;stor und Cristina). Die illegalen und halblegalen Ma&szlig;nahmen Washingtons und der rechten Opposition Venezuelas waren fast seit Beginn der Pr&auml;sidentschaft von Hugo Ch&aacute;vez im Jahr 1999 zahlreich und unerbittlich. Unter Maduro wurden sie in vielerlei Hinsicht noch versch&auml;rft.<\/p><p>Dazu geh&ouml;ren: vereitelte Putschversuche, Attentatsversuche, darunter einer mit Drohnen[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], die Anerkennung von selbsternannten &bdquo;&Uuml;bergangsregierungen&rdquo;, offene Aufrufe hochrangiger US-Beamter an venezolanische Milit&auml;rs, sich einzuschalten, Invasionen paramilit&auml;rischer Kr&auml;fte aus Kolumbien, verdeckte und &ouml;ffentliche internationale Kampagnen zur Isolierung Venezuelas, ausl&auml;ndische Finanzhilfen f&uuml;r Oppositionsgruppen in einem Umfang, der weit &uuml;ber das f&uuml;r Nachbarl&auml;nder hinausgeht, sowie weit verbreitete und anhaltende Stra&szlig;engewalt mit dem Ziel eines Regime Change und umfassende sekund&auml;re Sanktionen, um Unternehmen und Regierungen weltweit unter Druck zu setzen, Handelsbeziehungen mit Venezuela zu vermeiden, was einem De-facto-Embargo gleichkommt. All diese Ma&szlig;nahmen sind umfassend dokumentiert.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Das gesamte Ausma&szlig; des Krieges gegen Venezuela muss ins Bild ger&uuml;ckt werden. Doch die Leser von Hetland bleiben im Unklaren dar&uuml;ber, womit die Regierung Maduro konfrontiert ist. Die Auswirkungen des Krieges gegen Venezuela sind weit mehr als nur eine Frage von akademischem Interesse. Sie sind ein wesentliches&nbsp;Element in der Debatte dar&uuml;ber, ob die Pr&auml;sidentschaft Maduros als v&ouml;lliger Misserfolg betrachtet werden sollte, eine Ansicht, die von der Rechten und Teilen der Linken, darunter auch Hetland, vertreten wird.<\/p><p>Diese Sichtweise erkennt die Vielschichtigkeit der Aggression gegen Venezuela nicht an und reduziert sie auf die Verh&auml;ngung von Sanktionen, die f&uuml;r die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht mehr &ndash; und in vielen F&auml;llen sogar weit weniger &ndash; verantwortlich gemacht werden als Maduros Fehler und angebliche Inkompetenz. Diese Kritik an Maduro verkennt die verheerenden Auswirkungen des Krieges gegen Venezuela, vor allem angesichts der Tatsache, dass Maduros Fehler in vielen F&auml;llen &Uuml;berreaktionen auf von Washington gelenkten Provokationen waren.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus hat Washington systematisch jede Initiative der Maduro-Regierung zur Bew&auml;ltigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes konterkariert. Als sie beispielsweise als Reaktion auf den starken R&uuml;ckgang der &Ouml;lpreise versuchte, ihre Auslandsschulden neu zu verhandeln, verbot US-Pr&auml;sident Donald Trump im August 2017 den Handel mit venezolanischen Anleihen auf US-M&auml;rkten. Maduro reagierte dann auf Washingtons Ma&szlig;nahmen gegen die venezolanische &Ouml;lindustrie[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]&nbsp;mit Goldausfuhren, doch Trump erlie&szlig; 2018 eine Executive Order, die den Kauf von venezolanischem Gold verbot.<\/p><p>Gleichzeitig f&uuml;hrte die Maduro-Regierung eine Kryptow&auml;hrung, den Petro, ein, um das von den USA kontrollierte SWIFT-System zu umgehen, das zahlreiche Banken dazu veranlasst hatte, Transaktionen mit Venezuela zu vermeiden &ndash; was Maduro als finanzielle &bdquo;Blockade&rdquo; bezeichnete. Trump reagierte mit einer weiteren Verordnung, die die Verwendung von Petros unter US-Gerichtsbarkeit verbot.<\/p><p>Nun hat die zweite Trump-Regierung die Verl&auml;ngerung der &bdquo;Lizenzen&rdquo; verweigert, die die Biden-Regierung Chevron und anderen Unternehmen f&uuml;r ihre Aktivit&auml;ten in Venezuela erteilt hatte, und das gerade zu einem Zeitpunkt, als die &Ouml;lindustrie des Landes eine langsame, aber stetige Erholung der Produktion verzeichnete. Maduro hatte die &Ouml;lpolitik reformiert, um die Erteilung dieser Lizenzen zu erleichtern.<\/p><p>Dies sind nur einige Beispiele daf&uuml;r, wie Washington die Initiativen Venezuelas vereitelte. Sie verdeutlichen, wie begrenzt Maduros Optionen waren, und werfen die allgemeine Frage auf, welche Optionen &uuml;berhaupt zur Verf&uuml;gung standen.<\/p><p><strong>Fortschritte und Zugest&auml;ndnisse<\/strong><\/p><p>Sicherlich sollte Maduros Ann&auml;herung an den Privatsektor &ndash; von Hetland als &bdquo;interbourgeoiser Pakt&rdquo; bezeichnet, an dem traditionelle Wirtschaftsinteressen (vereint im Unternehmerverband Fedec&aacute;maras) und der aufstrebende Wirtschaftssektor (abwertend als &bdquo;Boliburgues&iacute;a&rdquo; bezeichnet) beteiligt sind &ndash; diskutiert werden. Meiner Meinung nach sollte sich die Diskussion jedoch auf die konkreten Bedingungen dieser Allianzen konzentrieren und nicht darauf, ob solche Allianzen unter den gegenw&auml;rtigen Umst&auml;nden gerechtfertigt sind.<\/p><p>Die Behauptung, Maduro betreibe den Ausverkauf, ist einer offenen, dogmenfreien Debatte &uuml;ber diese Frage nicht f&ouml;rderlich. Hetland r&auml;umt ein, dass die vorherrschenden Bedingungen es Maduro nicht erm&ouml;glichten, eine &bdquo;sozialistische Transformation&rdquo; voranzutreiben, wie sie von einigen weiter links stehenden Gruppen bef&uuml;rwortet wird.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Wenn er jedoch B&uuml;ndnisse mit dem Privatsektor ablehnt, stellt sich die Frage: Welche Vorgehensweise bef&uuml;rwortet er?<\/p><p>Die Strategie des&nbsp;<em>desarrollismo<\/em>&nbsp;&ndash; die in Lateinamerika auf einer Allianz zwischen linksgerichteten Regierungen und Wirtschaftssektoren basiert &ndash; k&ouml;nnte in einer akuten Situation wie der, in der sich die Regierung Maduro befindet, eine praktikable nicht-sozialistische Option darstellen. Hetland behauptet, Maduro habe dies &bdquo;in keiner Weise verfolgt&rdquo;, er liefert jedoch keine Beweise f&uuml;r diese Behauptung.<\/p><p>Maduro hingegen verk&uuml;ndete in seiner j&auml;hrlichen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.telesurtv.net\/transformacion-de-la-agricultura-venezolana-del-85-por-ciento-de-dependencia-de-importaciones-al-97-de-produccion-nacional\/\">Ansprache<\/a>&nbsp;an die Nation f&uuml;r das Jahr 2025, dass 85 Prozent der in Superm&auml;rkten verkauften Lebensmittel nun &bdquo;Made in Venezuela&rdquo; seien, was eine Umkehrung der Situation vor zehn Jahren darstellt. Wenn das zutrifft, ist diese Ver&auml;nderung gr&ouml;&szlig;tenteils auf eine <a href=\"https:\/\/www.ciip.com.ve\/alianza-estrategica-impulsa-la-produccion-agroalimentaria-en-el-occidente-de-venezuela\/\">&bdquo;strategische Allianz&rdquo;<\/a> zwischen landwirtschaftlichen Interessen und der Regierung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die derzeit durch das Ministerium f&uuml;r Landwirtschaft und das Ministerium f&uuml;r Industrie und nationale Produktion koordiniert wird.<\/p><p>Eine rigorose kritische Analyse w&uuml;rde Maduros Aussagen anerkennen und empirische Beweise vorlegen, um sie zu widerlegen, oder spezifische M&auml;ngel bei der Umsetzung des Entwicklungsmodells aufzeigen.<\/p><p>Hetland l&auml;sst jedoch vieles au&szlig;er Acht und vers&auml;umt es, bestimmte Positionen der Linken zu hinterfragen, die nicht mit seinen eigenen &uuml;bereinstimmen.<\/p><p>Er erw&auml;hnt beispielsweise nicht die von der Regierung gef&ouml;rderten Kommunen[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], deren Existenz der Auffassung widerspricht, dass Maduro in Wirklichkeit ein Neoliberaler in linker Verkleidung ist. Obwohl Maduro den Kommunen mehrere Jahre lang wenig Beachtung schenkte, hat er ihnen in letzter Zeit neuen Schwung verliehen und 2023 zum &bdquo;Jahr der Kommunen&rdquo; erkl&auml;rt.<\/p><p>Chris Gilbert untersucht diese Wiederbelebung in&nbsp;&bdquo;Commune or Nothing! Venezuela&rsquo;s Communal Movement and its Socialist Project&rdquo; und st&uuml;tzt sich dabei weitgehend auf pers&ouml;nliche Beobachtungen und Interviews im ganzen Land.<\/p><p>Seine Arbeit beleuchtet die Position der kritischen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Maduro, eine Perspektive, die auf dem Gr&uuml;ndungskongress der Uni&oacute;n Comunera im M&auml;rz 2022 sichtbar wurde. Dieser Standpunkt wurde von Angel Prado, dem Leiter von El Maizal, der erfolgreichsten Kommune des Landes, die die Veranstaltung ausrichtete, zum Ausdruck gebracht.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Im folgenden Jahr ernannte Maduro Prado zum Minister f&uuml;r Kommunen. Trotz seiner Vorgeschichte voller Konfrontationen mit der venezolanischen Regierung und der Regierungspartei betrachtet Prado den Staat weiterhin als umk&auml;mpfte Arena, in der die &Uuml;berreste des &bdquo;b&uuml;rgerlichen Staates&rdquo; gegen die Kommunen und andere Volkskr&auml;fte stehen.<\/p><p>Die Erfahrungen von Prado und den Kommunen stehen in klarem Widerspruch zu Hetlands Interpretation der venezolanischen Regierung unter Maduro. Hetland erw&auml;hnt auch keine kritischen Unterst&uuml;tzer unter Schriftstellern und politischen Pers&ouml;nlichkeiten, Venezolanern und Nicht-Venezolanern, sondern bezieht sich ausf&uuml;hrlich auf die k&uuml;rzlich gegr&uuml;ndete Gruppe&nbsp;<a href=\"https:\/\/corrientecomunes.org\/\">Comunes<\/a>, die sich aus Linken zusammensetzt, die Ch&aacute;vez unterst&uuml;tzt haben und nun Maduro d&auml;monisieren.<\/p><p><strong>Repression und Kontextualisierung<\/strong><\/p><p>In &auml;hnlicher Weise ber&uuml;cksichtigt Hetland in seiner Diskussion &uuml;ber die Proteste nach den Pr&auml;sidentschaftswahlen vom 28. Juli 2024 eine linke Sichtweise nicht, die seiner eigenen entgegensteht. Er schreibt: &bdquo;Die Regierung reagierte auf die weitgehend friedlichen Proteste mit brutaler Repression und verhaftete rund 2.000 Demonstranten.&rdquo; Es gibt jedoch eine andere Seite der Geschichte, die von der Linken vertreten wird, auch wenn sich beide Seiten nicht vollst&auml;ndig ausschlie&szlig;en.<\/p><p>Nach den zweit&auml;gigen Protesten vom 29. und 30. Juli legte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab umfangreiche Beweise vor, wonach an diesen beiden Tagen Straft&auml;ter in Zusammenarbeit mit der venezolanischen Rechten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.telesurtv.net\/detenciones-en-venezuela-tras-el-28j-presos-politicos-o-criminales\/\">Angriffe<\/a>&nbsp;auf Symbole des Staates ver&uuml;bt h&auml;tten: elf&nbsp;U-Bahn-Anlagen, 28 Metrobusse, 27 Polizeifahrzeuge, 27 Statuen, 57 Bildungseinrichtungen, zehn&nbsp;Einrichtungen des Nationalen Wahlrats und zehn&nbsp;Hauptquartiere der Regierungspartei. Vor Ch&aacute;vez&rsquo; Macht&uuml;bernahme war Saab ein f&uuml;hrender Verfechter der Menschenrechte, und seine Anprangerung der von der Opposition angezettelten Gewalt verdient es, ernst genommen zu werden, auch wenn man sie dann zur&uuml;ckweist.<\/p><p>Ein weiteres Beispiel f&uuml;r Hetlands mangelnde Objektivit&auml;t ist seine Anschuldigung, ich w&uuml;rde die politische Unterdr&uuml;ckung in Venezuela rechtfertigen &ndash; eine Behauptung, die er nicht belegt. Angesichts der Schwere dieser Anschuldigung gibt es keine Entschuldigung daf&uuml;r, sie ohne sorgf&auml;ltige Pr&uuml;fung der Fakten zu erheben.<\/p><p>Hetland zitiert meine Verwendung des Ausdrucks &bdquo;die Samthandschuhe ausziehen&rdquo; in Bezug auf Maduro: &bdquo;Auch wenn es bedauerlich sein mag, dass Maduro zu repressiven Ma&szlig;nahmen gegriffen hat (&bdquo;die Samthandschuhe ausziehen&rdquo;), ist dies [laut Ellner] mehr oder weniger gerechtfertigt.&rdquo;<\/p><p>Meine Aussage hatte jedoch eine ganz andere Bedeutung. Tats&auml;chlich habe ich <a href=\"https:\/\/links.org.au\/prioritising-anti-us-imperialism-maduros-venezuela-and-complexities-critical-solidarity-interview\">geschrieben<\/a>: &bdquo;Einige linke Analysten werfen Maduro vor, die Samthandschuhe ausgezogen zu haben und sich nicht an die Normen der liberalen Demokratie zu halten. In manchen F&auml;llen sind die Kritikpunkte berechtigt, m&uuml;ssen jedoch im Kontext betrachtet werden.&rdquo;<\/p><p>Kontextualisierung ist nicht gleichbedeutend mit Rechtfertigung. Um ein extremes Beispiel zu nennen: Man k&ouml;nnte darauf hinweisen, dass die Osterweiterung der NATO seit Langem ein Grund zu gro&szlig;er Besorgnis f&uuml;r die russische F&uuml;hrung ist. Diese Aussage bedeutet jedoch nicht zwangsl&auml;ufig, die Entscheidung des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zur Invasion der Ukraine zu unterst&uuml;tzen.<\/p><p>Tats&auml;chlich habe ich wichtige Aspekte von Maduros Strategie, &bdquo;mit harten Bandagen zu k&auml;mpfen&rdquo; und &bdquo;die Samthandschuhe auszuziehen&rdquo;, kritisiert. Ich habe die offizielle Anerkennung einer kleinen Splittergruppe der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) durch die Regierung &ndash; anstelle der Hauptpartei, der alle wichtigen kommunistischen F&uuml;hrer angeh&ouml;rten &ndash; als &bdquo;Minuspunkt f&uuml;r die Maduro-Regierung&rdquo; bezeichnet. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass dieselbe Taktik zuvor gegen andere Oppositionsparteien angewendet worden war, was einen &bdquo;unbestreitbaren Versto&szlig; gegen die Verfassung&rdquo; darstellt.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><strong>Kritische Unterst&uuml;tzung<\/strong><\/p><p>Hetlands Darstellung meiner Ansichten spiegelt einen breiteren Trend in der linken Berichterstattung wider, der die Diskussion &uuml;ber die venezolanische Regierung polarisiert &ndash; Maduro wird entweder verteufelt oder unkritisch betrachtet. Diese Schwarz-Wei&szlig;-Malerei l&auml;sst wenig Raum f&uuml;r andere Positionen, wie etwa die kritische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Maduro.<\/p><p>Zu Beginn seines Artikels behauptet Hetland, ich w&uuml;rde Maduro verteidigen, aber mit &bdquo;Vorbehalten&rdquo;. Dann stellt er die Frage: &bdquo;Ist Maduro ein antiimperialistischer Revolution&auml;r mit demokratischer Legitimit&auml;t?&rdquo;<\/p><p>Allein schon die Art und Weise, wie er die Frage formuliert, schlie&szlig;t eine differenzierte Analyse aus. Anstatt die &bdquo;Vorbehalte&rdquo; zu benennen, versucht Hetland, meine zentralen Argumente zu widerlegen, indem er die Maduro-Regierung als arbeiterfeindlich und korrupt bezeichnet.<\/p><p>Zu den &bdquo;Vorbehalten&rdquo; in meinen Schriften &uuml;ber Venezuela, die er ignoriert, geh&ouml;rt meine Kritik an Maduro &ndash; und in geringerem Ma&szlig;e auch an Ch&aacute;vez &ndash;, dass sie es vers&auml;umt haben, g&uuml;nstige Momente zu nutzen, um den Transformationsprozess zu vertiefen und der Korruption entscheidende Schl&auml;ge zu versetzen.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Hetland t&auml;te gut daran, seine Scheuklappen abzulegen und Mao Zedongs&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.erich-koehler-ddr.de\/dokumente\/mao_volk.html\">Text<\/a>&nbsp;&bdquo;&Uuml;ber die richtige Behandlung der Widerspr&uuml;che im Volk&rdquo; zu lesen, um den Unterschied zwischen &bdquo;sekund&auml;ren&rdquo; und &bdquo;antagonistischen Widerspr&uuml;chen&rdquo; zu verstehen.<\/p><p>Meiner&nbsp;<a href=\"https:\/\/links.org.au\/objective-conditions-venezuela-maduros-defensive-strategy-and-contradictions-among-people\">Ansicht<\/a>&nbsp;nach waren etwa die Spannungen zwischen Maduro und der PCV urspr&uuml;nglich &bdquo;sekund&auml;rer&rdquo; Natur, und Maduros Sektierertum trug zum endg&uuml;ltigen Bruch bei, der nun eindeutig nicht mehr zu beheben ist.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Das Vers&auml;umnis von Analysten (und politischen Akteuren im Fall von Maduro und der PCV), die Bedeutung von Nuancen zu erkennen und Maos Prinzip von Feinden und Verb&uuml;ndeten zu verinnerlichen, behindert eine ernsthafte Diskussion und Debatte. Dies wiederum f&uuml;hrt zu Fehlern und einer verpassten Gelegenheit, wertvolle Lehren aus mehr als einem Vierteljahrhundert chavistischer Regierung zu ziehen.<\/p><p>Zusammenfassend: Die Fehler und M&auml;ngel der Maduro-Regierung k&ouml;nnen nicht unter den Teppich gekehrt oder gerechtfertigt werden, sie m&uuml;ssen aber dennoch im Kontext verstanden werden. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Intensit&auml;t der imperialistischen Aggression und der F&auml;higkeit einer Regierung, die sich f&uuml;r echten Wandel einsetzt, ihre sozialen, politischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.<\/p><p>Ch&aacute;vez erkannte schon fr&uuml;h in seiner Regierungszeit, dass Allianzen mit Wirtschaftssektoren notwendig waren, um die Aggressionen innerer und &auml;u&szlig;erer Feinde auszugleichen. Was allen innerhalb der Bewegung h&auml;tte klar sein m&uuml;ssen, war, dass solche Allianzen der Korruption Vorschub leisteten und Druck von Verb&uuml;ndeten erzeugen w&uuml;rden, den Ver&auml;nderungsprozess zu stoppen oder umzukehren.<\/p><p>Seitdem ist Kritik, die die negativen Aspekte der Politik der venezolanischen Regierung aufzeigt und politische M&ouml;glichkeiten definiert, unverzichtbar. Kritiker m&uuml;ssen aber auch anerkennen, dass die Herausforderungen, vor denen Maduro steht, in vielerlei Hinsicht gr&ouml;&szlig;er sind als die, denen Ch&aacute;vez gegen&uuml;berstand, zumindest in den Jahren nach den Versuchen eines Regime Change 2002\/03. Dazu geh&ouml;rten der Einbruch der &Ouml;lpreise (seit 2015), Obamas Dekret von 2015 (das eine Eskalation der Feindseligkeit aus Washington signalisierte) und das Nachlassen der Begeisterung in der Bev&ouml;lkerung, das in Zeiten langer Opfer und Entbehrungen unvermeidlich ist.<\/p><p>In diesem Kontext wurden schwerwiegende Fehler begangen. Aufgrund der extremen Polarisierung, die die chavistische &Auml;ra gepr&auml;gt hat, musste der Kampf um die Korrektur dieser Fehler jedoch aus den Reihen der Bewegung selbst kommen, also von der Regierungspartei und ihren Verb&uuml;ndeten. In einem entspannteren politischen Umfeld w&auml;re dies nicht unbedingt der Fall gewesen.<\/p><p>Jeder frontale, undifferenzierte Angriff auf die Regierung aus linker Perspektive, insbesondere wenn er die Schwere der aktuellen Herausforderungen verkennt, wird letztlich kontraproduktiv sein.<\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: <strong>Steve Ellner<\/strong> ist Mitherausgeber von Latin American Perspectives und emeritierter Professor f&uuml;r Politikwissenschaft und Wirtschaftsgeschichte an der Universidad de Oriente in Venezuela, wo er &uuml;ber 40 Jahre lang lebte. Sein neuestes Buch ist das von ihm mit herausgegebene Werk Latin American Social Movements and Progressive Governments: Creative Tensions Between Resistance and Convergence.<\/em><\/p><p>&Uuml;bersetzung: Vilma Guzm&aacute;n, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2025\/06\/275364\/venezuela-neoliberal-und-autoritaer\">Amerika21<\/a>.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ StringerAL<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134122\">Debattenbeitrag: Kapitalismus und Autoritarismus im Venezuela von Maduro<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90265\">Venezuela: Der aufsteigende Pfad der Revolte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132684\">V&ouml;lkerrechtswidrige US-Zwangsma&szlig;nahmen gegen Venezuela: &bdquo;Bringt die Wirtschaft zum Schreien&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127014\">Venezuela und die Nachwirkungen der v&ouml;lkerrechtswidrigen Anerkennung von Guaid&oacute; durch Deutschland<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Trumps nationaler Sicherheitsberater John Bolton deutete in seinem Buch &bdquo;The Room Where it Happened: A White House Memoir&rdquo; an, dass die USA hinter dem Drohnenangriff steckten. Bolton schrieb, dass Trump nach dem Vorfall zu ihm sagte: &bdquo;Erledigen Sie das &hellip; Ich habe Sie bereits f&uuml;nf Mal darum gebeten.&rdquo;&nbsp;<a href=\"https:\/\/geopoliticaleconomy.com\/2022\/07\/14\/trump-john-bolton-coup-venezuela\/\">geopoliticaleconomy.com\/2022\/07\/14\/trump-john-bolton-coup-venezuela\/<\/a>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Zu den relativ aktuellen B&uuml;chern, die den Krieg gegen Venezuela dokumentieren, geh&ouml;ren: Joe Emersberger und Justin Podur, &bdquo;Extraordinary Threat: The U.S. Empire, the Media, and Twenty Years of Coup Attempts in Venezuela&rdquo; (New York: Monthly Review Press, 2021); Anya Parampil, &bdquo;Corporate Coup: Venezuela and the End of US Empire&rdquo; (New York: OR Books, 2024); Timothy M. Gill, &bdquo;Encountering US Empire in Socialist Venezuela: The Legacy of Race, Neocolonialism and Democracy Promotion (Pittsburgh: University of Pittsburgh Press, 2022); Alan MacLeod, &bdquo;Bad News from Venezuela: Twenty Years of Fake News and Misreporting&rdquo; (New York, Routledge: 2018).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Die Fachzeitschriften wiesen eindeutig darauf hin, dass die Verordnung vom August 2017 &bdquo;auf die venezolanische &Ouml;lindustrie abzielte&rdquo;. Im selben Jahr wies The Economist darauf hin, dass der &Ouml;lsektor &bdquo;unter Produktionseinschr&auml;nkungen gelitten&rdquo; habe, und prognostizierte, dass die Maduro-Regierung nicht &uuml;ber 2019 hinaus an der Macht bleiben werde. Damals erkannte Hetland selbst die verheerenden Auswirkungen der Ma&szlig;nahmen Washingtons auf die venezolanische Wirtschaft. Er schrieb: &bdquo;&Uuml;ber die Unterst&uuml;tzung der radikalen Opposition hinaus haben die Ma&szlig;nahmen der USA die Krise in Venezuela direkt versch&auml;rft. Die USA haben amerikanische und europ&auml;ische Banken unter Druck gesetzt, Gesch&auml;fte mit Venezuela zu vermeiden, wodurch Venezuela die dringend ben&ouml;tigten Finanzmittel entzogen wurden &hellip; Die US-Sanktionen (die zunehmend von anderen L&auml;ndern unterst&uuml;tzt werden) haben die Krise ebenfalls versch&auml;rft.&rdquo; Die Frage nach den negativen Auswirkungen der Ma&szlig;nahmen Washingtons gegen Venezuela zwischen Obamas Exekutivverordnung von 2015 &ndash; in der Venezuela als &ldquo;Bedrohung&rdquo; f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA erkl&auml;rt wurde &ndash; und der vom August 2017 ist wichtig. Die g&auml;ngige&nbsp;<a href=\"https:\/\/mulpress.mcmaster.ca\/globallabour\/article\/view\/3979\">Position<\/a>&nbsp;der venezolanischen Rechten, die auch von einigen Analysten der Linken unterst&uuml;tzt wird, lautet, dass die Wirtschaftskrise des Landes bereits vor den wichtigsten US-Sanktionen vom Januar 2019 bestand, die darauf abzielten, die venezolanischen &Ouml;lexporte lahmzulegen. Diese Behauptung entlastet die USA von der Verantwortung f&uuml;r die Not der venezolanischen Bev&ouml;lkerung und schiebt die Schuld vollst&auml;ndig auf die fehlgeleitete Politik Maduros und die Korruption. Doch selbst John&nbsp;<a href=\"https:\/\/geopoliticaleconomy.com\/2022\/07\/14\/trump-john-bolton-coup-venezuela\/\">Bolton<\/a>&nbsp;r&auml;umte ein, dass die US-Sanktionen unter Trump darauf abzielten, &bdquo;die Produktion des staatlichen &Ouml;lmonopols so weit wie m&ouml;glich zu drosseln&rdquo;, um zu versuchen, &bdquo;das Maduro-Regime zu st&uuml;rzen&rdquo;. Hetland, &bdquo;The Promise and Perils of Radical Left Populism: The Case of Venezuela&rdquo;, Journal of World Systems Research. Band 24, Nr. 2, 2018, S. 289; The Economist Intelligence Unit, &bdquo;Country Forecast Venezuela November 2017 Updater. Country Forecast, Venezuela&rdquo;. New York, November 2017.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Steve Ellner, &bdquo;Objective Conditions in Venezuela: Maduro&rsquo;s Defensive Strategy and Contradictions Among the People&rdquo;, Science and Society, Band 87, Nr. 3, S. 389.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Anm.d.Red.: Die Kommunen (Comunas) sind Zusammenschl&uuml;sse mehrerer Consejos Comunales auf lokaler Ebene. Die Consejos Comunales (Kommunale R&auml;te) sind eine Struktur der Selbstverwaltung in den Gemeinden. Gew&auml;hlte Nachbarschaftsvertreter sind zur Planung und Haushaltsgestaltung in lokalpolitischen Angelegenheiten berechtigt und betreiben Gemeinschaftsproduktion. Sie sind seit 2010 bzw. 2006 gesetzlich verankert, haben Verfassungsrang und sollen die Grundlage f&uuml;r den Kommunalen Staat bilden. Ziel ist die Selbstregierung des Volkes und die &Uuml;berwindung des b&uuml;rgerlichen Staates. Ch&aacute;vez bezeichnete die Kommunen als &bdquo;Keimzelle f&uuml;r den Aufbau des Sozialismus&rdquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Chris Gilbert, &bdquo;Commune or Nothing! Venezuela&rsquo;s Communal Movement and its Socialist Project&rdquo; (New York: Monthly Review Press, 2023), S. 126&ndash;139.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Ellner, &bdquo;Maduro and Machado Play Hardball&rdquo;. NACLA: Report on the Americas, Fr&uuml;hjahr 2024, S. 9, 11.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Ellner, &bdquo;Class Strategies in Chavista Venezuela: Pragmatic and Populist Policies in a Broader Context&rdquo;, in Ellner (Hrsg.), Latin America&rsquo;s Pink Tide: Breakthroughs and Shortcomings (Lanhan, MD: Rowman and Littlefield, 2020), S. 180&ndash;184.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Ellner, &bdquo;Objective Conditions in Venezuela,&rdquo; pp. 401-402, 408, 410.<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/ac686965fb9043049f3537c6025c18e3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Professor f&uuml;r Politikwissenschaft und Wirtschaftsgeschichte <strong>Steve Ellner<\/strong> setzt sich in seinem aktuellen Beitrag mit dem am letzten Wochenende auch auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlichten Artikel &bdquo;Kapitalismus und Autoritarismus im Venezuela von Maduro&ldquo; des US-Soziologen Gabriel Hetland auseinander und wirft diesem unter anderem eine grob vereinfachende Darstellung der Maduro-Regierung vor, die viele politische und wirtschaftliche<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134458\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":134459,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20,30],"tags":[2637,327,2071,3236,309,1556,1333,1019],"class_list":["post-134458","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-embargo","tag-kommunen","tag-maduro-nicolas","tag-mineraloelwirtschaft","tag-repressionen","tag-usa","tag-venezuela","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/shutterstock_646602397.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134458"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134458\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":135264,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134458\/revisions\/135264"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/134459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}