{"id":13446,"date":"2012-06-06T16:05:35","date_gmt":"2012-06-06T14:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446"},"modified":"2014-10-14T13:18:21","modified_gmt":"2014-10-14T11:18:21","slug":"hinweise-des-tages-ii-62","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h01\">Robert von Heusinger: Schimpfe f&uuml;r den Musterknaben Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h02\">Gustav A. Horn: Einmal Krise nach Hausfrauenart, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h03\">Exporte nach S&uuml;deuropa brechen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h04\">Jedes Ger&uuml;cht kann einen Banken-Run ausl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h05\">Gef&auml;hrliche Geldh&uuml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h06\">Die baltischen Staaten und Irland sind kein Modell f&uuml;r Italien und Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h07\">Verfassungsrichterin lacht sich kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h08\">Im Schlaraffenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h09\">&bdquo;Klassischer FDP-Lobbyismus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h10\">Tarifliche Mindestl&ouml;hne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz und dem Arbeitnehmer-&Uuml;berlassungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h11\">Schlecker: Zahlen, die Fragen aufwerfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h12\">Drohnen &ndash; Die dunkle Bedrohnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h13\">Nochmals: Gauck warnt vor Planwirtschaft bei Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h14\">Warum die SPD daran scheitert, die W&auml;hler der Linken zu gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h15\">Ausgebeutete Doktoranden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446#h16\">Zum Nachschauen: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13446&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Schimpfe f&uuml;r den Musterknaben Deutschland<\/strong><br>\nDie deutsche Seite verhindert bislang jede vern&uuml;nftige kurzfristige Rettung und erh&ouml;ht damit das Risiko des Zusammenbruchs der Eurozone. Inzwischen droht sich die Weltwirtschaft, drohen sich alle international t&auml;tigen Banken am Eurokrisen-Virus anzustecken. Das treibt die Regierungschefs um.<br>\nSie fragen sich, warum Euroland die Krise eskalieren l&auml;sst, Millionen Arbeitslose in Kauf nimmt, statt der Europ&auml;ischen Zentralbank zu erlauben, Geld zu drucken &ndash; so wie es alle Notenbanken w&auml;hrend schwerer Bankenkrisen auch tun. Stattdessen verlangt Deutschland, dass Spanien unter den Schirm schl&uuml;pft und damit unter Kuratel gestellt wird. Was nur wieder die Frage nach der angemessenen Gr&ouml;&szlig;e des Schirms aufwerfen wird. Was todsicher Italien in die gleiche missliche Lage wie Spanien bringen wird. So endet die Krise nie! Wie viel Bashing braucht es, bis Kanzlerin Merkel das versteht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/kommentar-zur-euro-krise-schimpfe-fuer-den--musterknaben-deutschland,1471908,16305958.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gustav A. Horn: Einmal Krise nach Hausfrauenart, bitte!<\/strong><br>\nDie schw&auml;bische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalit&auml;t bei den Verbrauchern &uuml;berall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise. Was f&uuml;r den Einzelnen vern&uuml;nftig ist, f&uuml;hrt kollektiv in die Sackgasse&hellip;<br>\nDer grundlegende Fehler besteht darin, dass auch die Wirtschaftspolitik glaubt, mit der Logik eines Familienbudgets die Krise bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen. Genau deshalb droht der Zusammenbruch des Euro-Raums. Was jetzt nottut, sind Ma&szlig;nahmen, die das Vertrauen in die Zukunft des Euro-Raums wiederherstellen. F&uuml;r Wachstumsimpulse und ebenso gut gemeinte Marshallpl&auml;ne ist es nunmehr leider zu sp&auml;t. Zu lange hat man dem Zerfall seinen Lauf gelassen, um dadurch noch irgendwelche nennenswerten Effekte erzeugen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/verbraucher-und-sparer-verschaerfen-die-eurokrise-a-836935.html\">Spiegel Debattenbeitrag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Exporte nach S&uuml;deuropa brechen ein<\/strong><br>\nDie Exporte nach Italien verringerten sich demnach um 7,6 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Spanien seien um 7,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zur&uuml;ckgegangen, die nach Portugal um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Exporte nach Griechenland erreichten laut Statistik mit 1,2 Milliarden Euro einen Wert um 9,8 Prozent unter dem des Vorjahresquartals.<br>\nInsgesamt seien die Ausfuhren in die Euro-L&auml;nder aber noch leicht um 0,9 Prozent auf 107,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Lieferungen in die 26 EU-Staaten h&auml;tten um 2,2 Prozent auf 161,2 Milliarden Euro zugelegt.<br>\nDeutlich besser liefen die Gesch&auml;fte dem Bundesamt zufolge in Staaten au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union. Die Exporte in Nicht-EU-L&auml;nder nahmen demnach um rund elf Prozent zu und erreichten einen Wert von knapp 115 Milliarden Euro. Wichtigster Handelspartner seien dabei die USA gewesen: Dorthin h&auml;tten deutsche Betriebe Waren im Wert von 21,4 Milliarden Euro geliefert, ein Plus um mehr als ein F&uuml;nftel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/deutsche-wirtschaft-exporte-nach-suedeuropa-brechen-ein\/6700008.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei den Erfolgsmeldungen &uuml;ber die Steigerung der Ausfuhren sollte man immer hinzudenken, dass derjenige, der weniger verbraucht als er produziert &bdquo;unter seinen Verh&auml;ltnissen&ldquo; lebt. Auch wenn die Exporte nach S&uuml;deuropa angesichts des mit dem Austerit&auml;tskurs zwingend verbundenen Verlusts an Kaufkraft in diesen L&auml;ndern einbrechen, besteht zu diesen L&auml;ndern nach wie vor ein Export&uuml;berschuss, d.h. Deutschland verteidigt seine Export&uuml;bersch&uuml;sse und zwingt als Gl&auml;ubiger gleichzeitig den Schuldnerl&auml;ndern harte Restriktionen auf. Die Frage wie diese L&auml;nder die Schulden bei dennoch zunehmenden Defiziten zur&uuml;ckzahlen sollen, wird gar nicht erst gestellt.<\/em><br>\n<em>Nicht nur in Europa sondern auch global k&ouml;nnen chronische Defizitl&auml;nder Auslandsschulden auf Dauer nicht verkraften und werden fr&uuml;her oder sp&auml;ter zum Objekt der Spekulanten.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen sind ja auch die Absatzhoffnungen in die &bdquo;Schwellenstaaten&ldquo; mehr und mehr Luftbuchungen, denn auch China, Indien oder Brasilien sind vom globalen Abschwung erfasst.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen, wenn ein Land in einer W&auml;hrungsunion seine Weltmarktposition gegen&uuml;ber den W&auml;hrungspartnern ausbaut, dann hei&szlig;t das immer auch, dass dies auf Kosten des Exports dieser Partner geht. Man konkurriert also nicht nur die W&auml;hrungspartner aus, sondern nimmt ihnen auch noch Exportchancen und schw&auml;cht damit deren Wachstum zus&auml;tzlich.<\/em><br>\n<em>Wir haben eine geradezu paradoxe Situation: aufgrund der Euro-Krise sinkt der Wert des Euros gegen&uuml;ber der &bdquo;Weltw&auml;hrung&ldquo; Dollar. Deutschland verbessert damit sogar noch seine preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit und gleichzeitig seine Exportchancen auf dem Weltmarkt.<\/em><br>\n<em>In jedem Falle baut Deutschland durch die Export&uuml;bersch&uuml;sse seine Gl&auml;ubigerposition gegen&uuml;ber der gesamten Welt aus, was aber die steigenden Forderungen gegen&uuml;ber den Schuldnerl&auml;ndern Wert sind, wenn auch die Weltkonjunktur einbrechen sollte, das k&ouml;nnen wir derzeit mit der Euro-Krise erleben.<\/em>     <\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Spanien: Industrieproduktion mit -8,2%<\/strong><br>\nEin weiteres Mal best&auml;tigt sich die Sicht, dass die gew&auml;hlte Strategie der undifferenzierten Austerit&auml;t zur Behebung der Krise in der Eurozone, die Krise maximal zuspitzt. Wie bei Querschuesse seit langem herausgearbeitet, die Austerit&auml;t f&uuml;hrt eben nicht dazu, dass die Schuldentragf&auml;higkeit steigt, sondern sie sinkt weiter, denn Einkommen, Konsum, Investitionen und Wertsch&ouml;pfung schrumpfen Hand in Hand und dies maximiert die volkswirtschaftlichen Sch&auml;den und dies generiert auch in den aufgeblasenen Bilanzen der spanischen Banken Kreditausf&auml;lle ohne Ende. Die heutigen Daten zur Industrieproduktion vom spanischen Statistikamt INE, verdeutlichen erneut wie mit einer organisierten Kontraktion der Einkommen im Zuge undifferenzierter Sparma&szlig;nahmen (Abwertung nach innen) der Konsum schrumpft und zwangsl&auml;ufig auch die Produktion und damit m&uuml;ndet die Austerit&auml;t in der Sackgasse weiter sinkender Leistungskraft und treibt die vor allem binnenorientierte spanische Industrie, den Mittelstand und die Einzelh&auml;ndler in einem Griechenland-Style in Richtung Ruin! Laut INE sank im April 2012 der Output der Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) -8,2% zum Vorjahresmonat bei den unbereinigten Daten und dies markiert den schw&auml;chsten Output in einem April, seit April 1993!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/spanien-industrieproduktion-mit-82\/\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jedes Ger&uuml;cht kann einen Banken-Run ausl&ouml;sen<\/strong><br>\nEuropa ist bei der Suche nach dem Ausweg aus der Krise falsch abgebogen, Wirtschaftshistoriker Weber sieht d&uuml;stere Zeiten dr&auml;uen<br>\nGriechenland schlittert immer tiefer in die Krise, Spanien folgt mit einem ausgewachsenen Bankendrama auf dem Fu&szlig;. Die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen des Landes bringen vermehrt ihr Geld in Sicherheit, Europa f&uuml;rchtet sich vor einem Banken-Run. Der Wirtschaftshistoriker Fritz Weber erkl&auml;rt im Gespr&auml;ch mit derStandard.at, was eigentlich so schlimm daran ist, wenn die Schlangen vor den Banken immer l&auml;nger werden, welche historischen Erfahrungen &Ouml;sterreich damit hat und wo die Gefahren der derzeitigen Krisenpolitik Europas f&uuml;r den Kontinent liegen.<br>\n[&hellip;]<br>\nderStandard.at: Gibt es noch andere Parallelen zwischen der Weltwirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit und der jetzigen Krise seit dem Untergang von Lehman Brothers?<br>\nWeber: Es gibt mehr Parallelen, als uns lieb sein sollte. Nat&uuml;rlich sind die &Ouml;konomien in Deutschland oder &Ouml;sterreich heutzutage viel stabiler als damals. Aber das kann sich rasch &auml;ndern. Wenn ich mir anschaue, welche Ratschl&auml;ge den Griechen, Portugiesen oder Spaniern gegeben wurden, dann erinnert das sehr stark an das, was &Ouml;sterreich in den 1930er Jahren nach dem Krach der Creditanstalt erlebt hat.<br>\nDie Gl&auml;ubiger des Staates und der V&ouml;lkerbund haben ein einziges Rezept gehabt: Sparen, sparen, sparen. Ein solcher rigider Sparkurs hat die Tendenz, sich immer mehr zu verst&auml;rken. Wenn der Staat und die Privaten sparen, sinken die Staatseinnahmen erneut, und der Staat muss noch mehr sparen. Damit ein Sparkurs funktioniert, m&uuml;ssten die Steuereinnahmen steigen. Aber das funktioniert nur, wenn sich die Wirtschaft belebt. Und das kann sie nicht, wenn immer weiter gespart wird. Das ist der Teufelskreis, in den man die Griechen hineingeschickt hat, ohne zu &uuml;berlegen, was man damit anstellt.<br>\n[&hellip;]<br>\nderStandard.at: Europa nimmt mit seinem derzeitigen Kurs also verst&auml;rkt soziale Unruhen in Kauf?<br>\nWeber: Ich habe sogar den Eindruck, dass das einigen m&auml;chtigen Leuten nichts ausmachen w&uuml;rde. Wenn man sich die 1930er Jahre anschaut, wird man merken, dass soziale Unruhen nicht das einzige Ergebnis einer solchen Krise sind. Damals kamen die gro&szlig;en Ordnungen, wie man etwas ironisch sagen k&ouml;nnte, ans Ruder: der Austrofaschismus und der Nationalsozialismus. So weit sind wir heute sicher noch lange nicht. Aber als Historiker sieht man am Horizont doch deutliche Warnzeichen. Die Griechen haben jetzt links gew&auml;hlt. Aber in Europa insgesamt gibt es einen Auftrieb f&uuml;r ziemlich obskure Gestalten und Parteien. Man mu&szlig; nur an Ungarn denken.<br>\n[&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338558530180\/Krisenbekaempfung-Jedes-Geruecht-kann-einen-Banken-Run-ausloesen\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieses Interview verst&auml;rkt die d&uuml;stere Bef&uuml;rchtung, dass Frau Merkel &amp; Co ganz genau wissen, was sie gerade anrichten &ndash; und das eben aus Macht-Kalk&uuml;l heraus weiter machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Geldh&uuml;ter<\/strong><br>\nDer niedrige Leitzins der EZB konnte die Konjunktur kaum beleben. Stattdessen gewinnen nur die Banken &ndash; und es droht schon der n&auml;chste Crash. Von ihrer vorrangigen Aufgabe, die Preisstabilit&auml;t im Euroraum zu sichern, hat sich die EZB l&auml;ngst verabschiedet. Dabei ist noch nicht einmal die Inflationierung der Verbraucherpreise das gr&ouml;&szlig;te Problem. Seit der Pleite der US-Bank Lehman vor rund vier Jahren hat die EZB durch ihre hastigen Zinssenkungen eine bedrohlich anwachsende Inflation der Verm&ouml;genspreise in Gang gesetzt &ndash; und damit den Sprengstoff f&uuml;r weitere Knaller an den Finanzm&auml;rkten geschaffen. &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; st&uuml;rzen sich auf deutsche Staatsanleihen wie bei einem R&auml;umungsverkauf zu Schn&auml;ppchenpreisen. L&auml;ngst werden die Bundespapiere an der B&ouml;rse bis zu 65 Prozent &uuml;ber ihrem R&uuml;ckzahlungswert gehandelt. Jegliche Bodenhaftung scheint verloren, Verluste nehmen die Anleger planm&auml;&szlig;ig in Kauf, weil sie einen &ldquo;sicheren Hafen&rdquo; suchen. Jens Berger sch&auml;tzt in seinem Buch &ldquo;Stresstest Deutschland&rdquo;, dass 86 Prozent der zwei Billionen Euro deutscher Staatsschulden als Rentenpapiere in den eigenen Depots der Kreditinstitute liegen. Die Differenz zwischen Leitzins und Kupon, also die M&ouml;glichkeit, mit den Papieren Gewinn zu machen, reduziert sich aufgrund der hohen Kurse inzwischen auf Dezimalstellen hinter dem Komma. Und damit sitzt die EZB in ihrer eigenen Zinsfalle. W&uuml;rde sie den Leitzins erh&ouml;hen, k&ouml;nnte die deutsche Anleiheblase platzen wie einst die Dotcom-Bubble an der Nasdaq. Das gesamte Bankensystem st&uuml;nde am Abgrund und die von ihm abh&auml;ngigen Staaten ebenfalls. Je weiter die Kurse der Bundesanleihen an den B&ouml;rsen in schwindelige H&ouml;he klettern, umso mehr ger&auml;t die EZB unter Druck, mit weiteren Zinssenkungen die Anleiheblase k&uuml;nstlich in der Luft zu halten. Sie untergr&auml;bt damit zugleich das neoliberale Modell der privaten Vorsorge: die rot-gr&uuml;ne Riester-Rente und all die vielgepriesenen, kapitalgedeckten Zusatzversicherungen. &ndash; Die paradoxe Kombination aus politisch erzwungenem Vorsorgesparen, schiefliegender Verm&ouml;gensverteilung und niedrigem Zins bei gleichzeitig schwachem Wirtschaftswachstum f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu Spekulationsexzessen und dem Platzen &uuml;berdehnter Blasen. Vielleicht h&auml;tte die EZB jetzt noch die Chance, durch vorsichtige Zinserh&ouml;hungen schrittweise den Druck aus &ldquo;den M&auml;rkten&rdquo; zu nehmen. Ihren Einfluss auf die realwirtschaftliche Konjunktur haben die Leitzinsen in Europa durch die zunehmende Kluft zwischen Nord und S&uuml;d ohnehin weitgehend eingeb&uuml;&szlig;t. F&uuml;r Deutschland sind die Zinsen viel zu niedrig, f&uuml;r das schw&auml;chelnde S&uuml;deuropa theoretisch immer noch zu hoch. So lange niedrige Zinsen an den Finanzm&auml;rkten verpuffen, statt in der Realwirtschaft Investitionen und Kaufkraft zu st&auml;rken, werden sie zur systemrelevanten Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F06%2F05%2Fa0100&amp;cHash=4753cc54c8\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> H&ouml;rt sich gut an: &ldquo;in der Realwirtschaft Investitionen und Kaufkraft &hellip; st&auml;rken&rdquo;, aber wer investiert angesichts des globalen Katzenjammers. Nicht nur die Aussichten in der Eurozone, inklusive Deutschland, sondern auch in den USA und den Schwellenl&auml;ndern, selbst in China, verd&uuml;stern sich. Die Billionen- Kanone der EZB sollte offiziell die Kreditklemme in den Krisenstaaten beseitigen, das wahre Motiv war wohl die Hoffnung, dass die Banken mit billigen Zentralbank-Krediten Staatsanleihen kaufen w&uuml;rden, um von der Renditedifferenz zu profitieren. Was aber leider vor allem Spanien und Italien genutzt wurde. Die Anleihen, vor allem die spanischen werden aber inzwischen nur noch mit  Abschl&auml;gen gehandelt und vermiesen die Bilanz. Auch die Kurse italienischer Bankaktien sind deswegen inzwischen gesunken, was den Aufkauf stoppte. H&auml;tte die EZB doch tats&auml;chlich auf die &ldquo;Produktionsfinanzierende Kreditsch&ouml;pfung&rdquo;, wie sie Richard Werner beschreibt, gesetzt. Zumindest in einigen Sektoren w&auml;re trotz Rezession Wachstum entstanden, dazu w&auml;re auch nicht eine Billion Euro notwendig gewesen. Nat&uuml;rlich bedarf es einer gewissen Kunstfertig, die Kreditinstitute zu &uuml;berwachen und in diesem Sinne zu steuern. Schlag nach bei Richard Werner, dessen Buch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3662\">Kai Ruhsert sch&ouml;n zusammengefasst hat<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wer an einer historischen Analyse zu dieser Thematik interessiert ist, sei an den klassischen Text von Wilhelm Lautenbach, <a href=\"http:\/\/www.medienanalyse-international.de\/lautenbach-plan1931.pdf\">&ldquo;Produktive Kreditsch&ouml;pfung als Notma&szlig;nahme gegen die Depression&rdquo; (1931) [PDF &ndash; 133 KB]<\/a>, verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die baltischen Staaten und Irland sind kein Modell f&uuml;r Italien und Spanien <\/strong><br>\nEurozone policy-makers &ndash; from President Sarkozy and Wolfgang Sch&auml;uble to the former President of the ECB, Jean-Claude Trichet &ndash; advocate that Italy and Spain should emulate the Baltic states and Ireland. These four countries, they argue, demonstrate that fiscal austerity, structural reforms and wage cuts can restore economies to growth and debt sustainability. Latvia, Estonia, Lithuania and Ireland prove that so-called &ldquo;expansionary fiscal consolidation&rdquo; works and that economies can regain external trade competitiveness (and close their trade deficits) without the help of currency devaluation. Such claims are highly misleading. Were Italy and Spain to take their advice, the implications for the European economy and the future of the euro would be devastating.<br>\nWhat have the three Baltic economies and Ireland done to draw such acclaim? All four have experienced economic depressions. From peak to trough, the loss of output ranged from 13 per cent in Ireland to 20 per cent in Estonia, 24 per cent in Latvia and 17 per cent in Lithuania. Since the trough of the recession, the Estonian and Latvian economies have recovered about half of the lost output and the Lithuanian about one third. For its part, the Irish economy has barely recovered at all and now faces the prospect of renewed recession.<br>\n&hellip;<br>\nSpain and Italy could bring about huge swings in their external balances by engineering economic slumps of the order experienced by the Baltic countries and Ireland. But a collapse in demand in the EU&rsquo;s two big Southern European economies comparable to that experienced in the Baltic countries and Ireland would impose a huge demand shock on the European economy. Taken together, Italy and Spain account for around 30 per cent of the eurozone economy, so a 25 per cent fall in domestic demand in these two economies would translate into an 8 per cent fall in demand across the eurozone. The resulting slump across Europe would have a far-reaching impact on public finances, the region&rsquo;s banking sector and hence on investor confidence in both government finances and the banks. The impact on sovereign solvency in Spain and Italy and on the two countries&rsquo; banking sectors would be devastating.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/centreforeuropeanreform.blogspot.de\/2012\/01\/baltic-states-and-ireland-are-not-model.html?spref=fb\">Centre for European Reform<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sagte doch Sch&auml;uble im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13442#h02\">gestrigen Interview mit dem Handelsblatt<\/a> &bdquo;Aber schauen Sie auch mal beispielsweise ins Baltikum, da wurden noch tiefere Einschnitte vorgenommen.&ldquo; Die baltischen Staaten sind eben gerade kein Modell f&uuml;r Italien und Spanien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verfassungsrichterin lacht sich kaputt<\/strong><br>\nEine erfahrene Richterin bekommt einen Lachanfall, ein Staatsrechtsprofessor nennt es das &laquo;liederlichste St&uuml;ck Wahlrecht, das ich je gesehen habe&raquo;: Der Kampf ums Wahlrecht vor dem Bundesverfassungsgericht ist grotesk. Und die Politik traut sich selbst nicht mehr &uuml;ber den Weg.<br>\nNach mehr als drei Stunden Verhandlung zum Wahlrecht, mitten in den Feinheiten der &laquo;Reststimmenverwertung&raquo;, bekam die Verfassungsrichterin Gertrude L&uuml;bbe-Wolff einen Lachanfall. &laquo;Mich interessiert noch der Satz zwei&raquo;, fing sie an, dann konnte sie nicht mehr weitersprechen. &laquo;Die Komplexit&auml;t der Materie hat doch etwas Humoristisches&raquo;, sprang Gerichtspr&auml;sident Andreas Vo&szlig;kuhle ihr bei, durchaus selbst schmunzelnd.<br>\nZentraler Streitpunkt: die &Uuml;berhangmandate. Sie k&ouml;nnen entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate in den Wahlkreisen gewinnt, als ihrem Anteil an Zweitstimmen entspricht. Davon profitieren tendenziell die gro&szlig;en Parteien &ndash; 2009 gab es 24 &Uuml;berhangmandate, und alle kamen CDU und CSU zugute. Diesen Teil des Wahlrechts wollte die Union m&ouml;glichst nicht antasten.\n<p><strong>Siehe auch Heribert Prantl: Karlsruhe muss das Leiden der deutschen Demokratie beenden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verhandlung-zur-wahlrechtsreform-karlsruhe-muss-das-leiden-der-deutschen-demokratie-beenden-1.1375380\">SZ<\/a> <\/p>\n<p><strong>Siehe auch noch: Martin Morlok warnt vor Verkehrung des W&auml;hlerwillens<\/strong><br>\nGinge es nach Morlok, w&uuml;rden die &Uuml;berhangmandate abgeschafft. Es k&ouml;nne nicht sein, dass &ldquo;im Ergebnis der Bundestag eine Mehrheit aufweist gegen eine Mehrheit der Zweitstimmen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1775147\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Schlaraffenland<\/strong><br>\nMan muss sich das mal vorstellen: Weil der Staat daf&uuml;r sorgt, dass Eltern ihre Kinder in betreute Obhut geben k&ouml;nnen, will die CSU auch konservative M&uuml;tter bedienen, die ihren Nachwuchs lieber zu Hause betreuen. Wie im Schlaraffenland: &bdquo;Wer nicht ins subventionierte Theater will, kriegt das Eintrittsgeld eben in bar&ldquo;. Wir haben es ja. Es kommt aber noch schr&auml;ger: Million&auml;re d&uuml;rfen kassieren, Hartz-IV-Empf&auml;nger dagegen kriegen keinen Cent. Daf&uuml;r sollen nunmehr aber Langzeitarbeitslose genau jene Kinder betreuen, f&uuml;r die professionelle Betreuer fehlen &hellip; Da fehlt noch mehr &ndash; es fehlen einem die Worte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/aufmacher\/leitartikel\/Betreuungsgeld-Koalition;art222429,4319626#.T88tX8WTnme\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Anl&auml;sslich des Kabinettsbeschlusses zum Betreuungsgeld erkl&auml;rte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am heutigen Mittwoch in Berlin: &bdquo;Mit dem Gesetzentwurf wird einmal mehr die Absurdit&auml;t des Betreuungsgeldes als neue familienpolitische Leistung deutlich. Zum ersten Mal soll der Verzicht auf die Nutzung eines &ouml;ffentlichen Angebots zu einem finanziellen Ausgleich berechtigen.<\/em><br>\n<em>Belohnt wird, wer es sich leisten kann, sein Kind in eine nicht &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Betreuungseinrichtung zu geben oder wer sich trotz der hohen Mobilit&auml;tserfordernisse am Arbeitsmarkt eine Betreuung im famili&auml;ren Umfeld organisieren kann. Es ist nicht vermittelbar, dass Bund, L&auml;nder und Kommunen die selbst gesetzten Ziele beim Krippenausbau nicht erreichen und stattdessen 1,2 Milliarden Euro j&auml;hrlich verpulvern f&uuml;r ein Vorhaben, das familienpolitisch eine Fehlinvestition ist. Diese Mittel werden dringend f&uuml;r den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur ben&ouml;tigt. Wer Familien unterst&uuml;tzen will, muss dar&uuml;ber hinaus familienfreundliche Arbeitszeiten f&ouml;rdern, denn Familie muss auch lebbar sein.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Klassischer FDP-Lobbyismus&ldquo;<\/strong><br>\nB&uuml;rger, die sich privat pflegeversichern, sollen bezuschusst werden &ndash; das will das schwarz-gelbe Kabinett am Mittwoch entscheiden. Kritik kommt von SPD und Arbeitgebern.<br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles sagte, der F&uuml;nf-Euro-Zuschuss nutze &bdquo;in Wahrheit nicht der Vorsorge, sondern vor allem der Versicherungswirtschaft&ldquo;. Beitr&auml;ge f&uuml;r eine private Zusatzpflegeversicherung k&ouml;nnten sich nur Bessergestellte leisten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach von &bdquo;klassischem FDP-Lobbyismus zugunsten der Versicherungswirtschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Opposition-kritisiert-Pflegereform\/!94755\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Kritik von Nahles ist ziemlich unglaubw&uuml;rdig, auch die Riester-Rente nutzte vor allem der Versicherungswirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tarifliche Mindestl&ouml;hne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz und dem Arbeitnehmer-&Uuml;berlassungsgesetz<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es noch keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn, der f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gilt. Es bestehen verschiedene Formen von branchenbezogenen tariflichen Mindestl&ouml;hnen mit unterschiedlicher Reichweite und Verbindlichkeit.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/index_tariflichermindestlohn.htm\">WSI Tarifarchiv<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/ta_mindestloehne_aentg.pdf\">Tabelle [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schlecker: Zahlen, die Fragen aufwerfen<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Schlecker-Kinder im Gl&auml;ubigerverzeichnis stehen, st&uuml;rzen Tausende Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit: Pl&ouml;tzlich ist ein fr&uuml;her angeblich milliardenschwerer Unternehmer pleite. Aber wie sehr wirklich? Man k&ouml;nne der Familie vieles vorwerfen, sagt Insolvenzverwalter Geiwitz, &ldquo;nicht aber die Rettung von Verm&ouml;gen in gro&szlig;em Stil&rdquo;.<br>\nEin fr&uuml;her angeblich milliardenschwerer Unternehmer mit tausenden Filialen ist pl&ouml;tzlich pleite. Aber wie sehr wirklich? Hat er nicht viel vom fr&uuml;heren Gewinn an Frau Christa und die beiden Kinder Meike und Lars verschoben, die ausweislich der europ&auml;ischen Handelsregister Gesellschafter von &uuml;ber einem Dutzend Gesellschaften sind? Die LDG Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft mbH ist etwa nur auf Sohn Lars eingetragen und arbeitete wohl allein als Dienstleister f&uuml;r die Drogerie: Im Jahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen bei 33 Millionen Euro Umsatz etwa 12 Millionen Euro &Uuml;berschuss &ndash; eine ungew&ouml;hnlich gute Rendite.<br>\nDie Namen der beiden Kinder stehen mit 48 beziehungsweise 50 Millionen Euro im Gl&auml;ubigerverzeichnis, neben 147 anderen Gl&auml;ubigern, darunter just Lars&rsquo; LDG mit 64 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/insolvenzverfahren-fuer-schlecker-zahlen-die-fragen-aufwerfen-1.1375371\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Drohnen &ndash; Die dunkle Bedrohnung<\/strong><br>\nEin geheimer Bericht des Innenministeriums zeigt: Unbemannte Flugzeuge nehmen l&auml;ngst auch uns ins Visier. Die Details werden am Parlament vorbei geregelt.<br>\nLaut des &bdquo;Berichts &uuml;ber die Art und den Umfang des Einsatzes von unbemannten Luftfahrtsystemen&ldquo; geh&ouml;ren Drohnen inzwischen zum Alltag am Himmel &uuml;ber Deutschland &ndash; allerdings ohne das &uuml;ber die Folgen diskutiert wird. In den vergangenen zwei Jahren seien 500 Drohnen-Eins&auml;tze beantragt und meist positiv beschieden worden. Die Drohnen&uuml;berwachung von Personen durch Polizei und Milit&auml;r sei &bdquo;bereits nach geltendem Recht zul&auml;ssig&ldquo;. Ende Januar hat der Bundestag &bdquo;unbemannte Luftfahrzeugsysteme&ldquo; zu einer eigenen Kategorie von Flugzeugen erkl&auml;rt &ndash; und damit den deutschen Luftraum f&uuml;r sie ge&ouml;ffnet.<br>\nDie Bundespolizei nutzt dem Bericht zufolge derzeit vier Drohnen der Typen &bdquo;Aladin&ldquo; und &bdquo;Fancopter&ldquo; f&uuml;r Aufkl&auml;rung und &Uuml;berwachung, zum Aufsp&uuml;ren von Hanffeldern und zur Kontrolle von Gleisanlagen, etwa bei den Anti-Atom-Protesten in Gorleben. Auch die L&auml;nder ziehen nach, so setzt Th&uuml;ringen Kleinhubschrauber bereits zur &bdquo;gezielten Personensuche&ldquo; ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1223-wie-deutschland-lernt-die-drohne-zu-lieben\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13442#h13\">Gauck warnt vor Planwirtschaft bei Energiewende<\/a><\/strong><br>\n<em><strong>Unser Leser P.S. schreibt dazu:<\/strong> Der Pr&auml;sident wollte wohl etwas Grunds&auml;tzliches zu Umwelt sagen und hat das marktwirtschaftliche Credo gesungen, einschlie&szlig;lich Verursacherprinzip. Er h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass weder Verursacherprinzip noch Marktwirtschaft in der Energiewirtschaft (und auch anderswo) bisher durchgesetzt wurden, sondern ein ziemlich heterogenes Gemenge, das aus einer Vielzahl von (historischen) Kompromissen in unterschiedlichen Problemsituationen und Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen besteht, die sogenannten Rahmenbedingungen bildet. Man kann sich ein homogeneres Politik-Gebilde vorstellen. Das w&uuml;rde aber ein noch gr&ouml;&szlig;eres Reformwerk  als die Energiewende ist bedeuten.<\/em><br>\n<em>Der Bezug zu Planwirtschaft, wenn er von Verordnungen spricht, verr&auml;t sein Verharren in ideologischen Positionen der sechziger Jahre. Jahrzehnte von Diskussionen &uuml;ber marktwirtschaftliche Instrumente der Umweltpolitik und die Kompatibilit&auml;t ordnungsrechtlicher Ma&szlig;nahmen werden ignoriert.<\/em><br>\n<em>So wie er es jetzt auf die Energiewende bezieht, muss man seine &Auml;u&szlig;erungen zu Subventionen und Planwirtschaft als auf die F&ouml;rderung von 4E gem&uuml;nzt verstehen. Wenn er das h&auml;tte vermeiden wollen, h&auml;tte er ein &ldquo;sowohl als auch&rdquo; mit Bezug auf die fossilen Energien sagen m&uuml;ssen. Er h&auml;tte ja auch mahnen k&ouml;nnen, dass man rasch einen Kompromiss zur Anpassung der Solarf&ouml;rderung findet. So aber unterst&uuml;tzt er die Agenda der FDP, die im &Uuml;brigen inkoh&auml;rent in Bezug auf das Verursacherprinzip ist, schon dadurch dass sie gern die energieintensive Industrie und  die Stromerzeuger vom Verursacherprinzip ausnimmt. (Die Freiburger Thesen sind offenbar irrelevant)<\/em><br>\n<em>Vielleicht war ihm das alles nicht bewusst. Wenn es so ist, haben wir  einen Bundespr&auml;sidenten, der nicht auf der H&ouml;he der Realit&auml;t und dem Stand der Diskussion ist.<\/em><br>\n<em>Seine Redenschreiber h&auml;tten  von Herrn Gauck das sagen m&uuml;ssen. Haben sie das? Wenn ja, und er sagt das, was er sehenden Auges gesagt hat, dann bef&ouml;rdert er bewusst die Agenda der FDP.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum die SPD daran scheitert, die W&auml;hler der Linken zu gewinnen<\/strong><br>\nFleisch vom Fleische der SPD. So sehen viele Sozialdemokraten die Linke. Weil massenhaft SPDler zur WASG &uuml;bergelaufen sind, bevor sich PDS und WASG zur Linken vereinigt haben. Vor allem aus Protest gegen die Hartz-IV-Reformen. Die neue Linke versprach das Ende von Hartz IV. Sie werde die SPD schon dazu bringen, dem sozialen Kahlschlag abzuschw&ouml;ren, alles r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. &ldquo;Hartz IV muss weg, sofort!&rdquo;, lautet der erste Satz im Glaubensbekenntnis der Linken.<br>\nDas Spitzenpersonal, das die SPD in die Bundestagswahl 2013 f&uuml;hrt, wird die an die Linke verlorengegangenen W&auml;hler wohl nicht zur&uuml;ckholen k&ouml;nnen. Mit Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbr&uuml;ck stehen der Architekt und der sch&auml;rfste Verteidiger der Hartz-Reformen in der ersten Reihe. SPD-Chef Sigmar Gabriel will die SPD zwar als Mitte-links-Partei positionieren. Aber eine radikale Abkehr von Hartz IV wird es auch mit ihm nicht geben.<br>\nIm Gegenteil: Der Name von Hartz-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der wird heute wieder voller Stolz in die Debatten geworfen, wenn es darum geht, die erstaunliche Entwicklung am Arbeitsmarkt zu erkl&auml;ren, w&auml;hrend fast alle L&auml;nder ringsherum von Krisen gesch&uuml;ttelt werden. Sogar die Gewerkschaften vers&ouml;hnen sich langsam wieder mit den Sozialdemokraten. Und auch wenn mit Bernd Riexinger jetzt ein Verdi-Funktion&auml;r der Linken vorsitzt, die &Uuml;bermacht der SPD in den Gewerkschaften des DGB wird auch er nicht brechen k&ouml;nnen.<br>\nDie Protestw&auml;hler gehen lieber zu den Piraten als zur&uuml;ck zur SPD. Mit vagen Hoffnungen. Oder sie w&auml;hlen gar nicht mehr. Aus den politisch Entt&auml;uschten von einst sind politisch Hoffnungslose geworden, denen die Linke keine Heimat mehr bieten kann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-und-linke-vor-bundestagswahl-warum-die-spd-nicht-vom-niedergang-der-linken-profitiert-1.1374993\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ausgebeutete Doktoranden<\/strong><br>\nFalls G&uuml;nter Wallraff nach seiner Undercover Reportage beim Paketdienstleister GLS ein neues Themenfeld sucht, sollte er sich vielleicht als Doktorand an eine deutsche Uni begeben. Denn auch an staatlichen Universit&auml;ten gibt es manchmal durchaus sittenwidrige Arbeitsverh&auml;ltnisse.<br>\nViele Doktoranden arbeiten mit Leidenschaft &ndash; manchmal selbstausbeuterisch. Fast alle schreiben nicht nur ihre eigene Arbeit, sondern geben auch Lehrveranstaltungen. Nur wenigen geh&ouml;ren zu den Gl&uuml;cklichen, die eine bezahlte Stelle haben. Viele arbeiten unbezahlt. Andreas Hartmann, Doktorand an der Uni Freiburg, will daran etwas &auml;ndern und hat mit anderen Doktoranden einen offenen Brief an die Landesregierungen formuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1771139\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zum Nachschauen: Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/web\/ZDF.de\/Neues-aus-der-Anstalt\/2941996\/5990254\/d27dcd\/Neues-aus-der-Anstalt.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13446","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13446"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13446\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23595,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13446\/revisions\/23595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}