{"id":134463,"date":"2025-06-15T13:00:27","date_gmt":"2025-06-15T11:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134463"},"modified":"2025-06-15T13:11:34","modified_gmt":"2025-06-15T11:11:34","slug":"serbiens-organisierte-unordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134463","title":{"rendered":"Serbiens organisierte Unordnung"},"content":{"rendered":"<p>Seit vielen Monaten wird Serbien von st&ouml;renden Protesten und Blockaden geplagt, die gr&ouml;&szlig;tenteils von Studenten ausgehen. Allerdings sind auch Oppositionsf&uuml;hrer, Universit&auml;tsbeh&ouml;rden und externe Einfl&uuml;sse involviert. Wo genau diese Proteste ihren Ursprung haben und wohin sie f&uuml;hren, ist unklar. Hier ein Versuch, den Hintergrund zu erkl&auml;ren. Von <strong>Diana Johnstone<\/strong>, <a href=\"https:\/\/www.21cir.com\/serbias-organized-chaos\/\">aus dem Englischen<\/a> &uuml;bersetzt von <strong>Susanne Hofmann<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7992\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-134463-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=134463-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250613-Serbiens-organisierte-Unordnung-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Serbien ist ein kleines Land, das fr&uuml;her aufgrund seines heldenhaften Widerstandes gegen den &ouml;sterreichischen und deutschen Einmarsch in den beiden Weltkriegen ein Liebling der westlichen Alliierten wie Frankreich und England war. Sie mochten Serbien so gerne, dass sie es zum K&ouml;nigreich von Serben, Kroaten und Slowenen vergr&ouml;&szlig;erten, als sie 1918 in Versailles die Grenzen verschoben. Sp&auml;ter wurde daraus Jugoslawien. Einige serbische Politiker hielten dies damals f&uuml;r &uuml;bertrieben, aber die kroatischen und slowenischen Staatschefs waren froh, das untergehende Habsburgerreich zu verlassen und sich auf die Siegerseite zu stellen.<\/p><p>All dies &auml;nderte sich schlagartig in den 1990er-Jahren. Deutschland war wiedervereint und begann, sein bescheidenes au&szlig;enpolitisches Auftreten der Nachkriegszeit abzulegen. Mit deutscher Unterst&uuml;tzung erkl&auml;rten die jugoslawischen Teilrepubliken Slowenien und Kroatien ihre Unabh&auml;ngigkeit, mit dem Ziel, dem Club der Reichen &ndash; der Europ&auml;ischen Union &ndash; beizutreten. Diese Wende entband die beiden wohlhabendsten jugoslawischen Republiken der Verpflichtung, Entwicklungshilfe an &auml;rmere Regionen wie Kosovo zu zahlen, und erlaubte ihnen stattdessen, Gelder aus der EU zu erhalten. Die Schuldenkrise der 1970er-Jahre hatte die Beziehungen zwischen den Republiken stark belastet.<\/p><p>Doch laut den Sezessionisten war ihre einzige Motivation, dem &bdquo;serbischen Nationalismus&ldquo; zu entkommen. Ein gro&szlig;er Verfechter dieser Interpretation war der verstorbene Otto von Habsburg, ein einflussreiches Mitglied des Europ&auml;ischen Parlaments. Als Thronfolger des Habsburgerreiches, das infolge des Ersten Weltkriegs zerfiel, hegte er selbstverst&auml;ndlich einen pers&ouml;nlichen Groll gegen Serbien.<\/p><p>Mit zunehmender Verwirrung und Gewalt beim Zerfall Jugoslawiens &uuml;bernahmen westliche Medien und Regierungen enthusiastisch die habsburgische Sichtweise &ndash; nicht offen, sondern getarnt als Verteidigung westlicher Werte und des Selbstbestimmungsrechts. Die Medien gaben den Serben die Schuld an allem und zogen sofort den unvermeidlichen Hitler-Vergleich heran, um Serbiens in Bedr&auml;ngnis geratenen Pr&auml;sidenten Slobodan Milo&scaron;evi&#263; als &bdquo;Diktator&ldquo; darzustellen. Seine verzweifelten Versuche, Jugoslawien zusammenzuhalten, verglich man mit dem gro&szlig; angelegten Einmarsch des Dritten Reiches in ganz Europa. Das &bdquo;heldenhafte kleine Serbien&ldquo; wurde zum Paria der westlichen Welt.<\/p><p><strong>Ein Land im Schwebezustand<\/strong><\/p><p>Das konkrete Ergebnis der NATO-Bombardierung von 1999 war die Umwandlung der &bdquo;defensiven&ldquo; NATO in eine aggressive Streitmacht, welche die historische serbische Provinz Kosovo den bewaffneten ethnischen Albanern auslieferte und dort einen riesigen US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt errichtete. Es h&auml;tte etwas von einer Verschw&ouml;rungstheorie, zu behaupten, dies sei das eigentliche Ziel der NATO-Bombardierung gewesen. Nein, offiziell ging es um das &bdquo;Recht darauf, zu intervenieren&ldquo;, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte ging, darum, die Kosovaren vor einem angeblichen V&ouml;lkermord &bdquo;zu retten&ldquo;, der nie drohte. Das ist zumindest die Version, die im Westen st&auml;ndig wiederholt wurde.<\/p><p>&bdquo;NATO-Land&ldquo; und &bdquo;westliche Werte&ldquo; dominieren heute nicht mehr die ganze Welt. Doch Serbien liegt geografisch und psychologisch im Westen. Serbien geh&ouml;rte zu Jugoslawien &ndash; einem unabh&auml;ngigen, blockfreien sozialistischen Land, das nicht dem sowjetischen Block angeh&ouml;rte. Doch die Serben verbindet mit Russland eine historisch gewachsene Freundschaft als Glaubensbr&uuml;der im orthodoxen Christentum, die bis in den serbischen Freiheitskampf gegen das Osmanische Reich zur&uuml;ckreicht. Die Serben sind hin- und hergerissen zwischen Ost und West &ndash; oder aber beiden zugeh&ouml;rig. Eigentlich w&auml;re das Land in der perfekten Ausgangsposition, Ost und West zu verbinden. Genau das versucht die derzeitige Regierung unter Pr&auml;sident Aleksandar Vu&#269;i&#263; umzusetzen.<\/p><p>Aufgrund seiner Geschichte und seiner nat&uuml;rlichen Neigung sollte Serbien eine Br&uuml;cke zwischen Ost und West sein. Aleksandar Vu&#269;i&#263; wurde 2017 zum Pr&auml;sidenten Serbiens gew&auml;hlt, und seine Serbische Fortschrittspartei hat seither mehrere Wahlen mit deutlicher Mehrheit gewonnen. Seine wirtschaftspolitischen Ma&szlig;nahmen haben eine schlechte Lage verbessert. Nachdem westliche Unternehmen serbische Industrien &uuml;bernommen hatten, nur um sie anschlie&szlig;end stillzulegen, hat Vu&#269;i&#263; chinesische Investitionen willkommen gehei&szlig;en, die Serbiens industrielle Produktion und den Bergbau wiederbeleben. Das Wirtschaftswachstum beschleunigte sich im Jahr 2024 auf komfortable 3,9 Prozent. Das Hochschulstudium ist f&uuml;r alle kostenlos, die die Aufnahmepr&uuml;fungen bestehen, und serbische Universit&auml;ten genie&szlig;en international ein hohes Ansehen.<\/p><p>Im Gegensatz zu seinen Nachbarn bleiben die Serben in ihrem Heimatland, w&auml;hrend viele andere auswandern. (Bosnien-Herzegowina hat die H&auml;lfte seiner Bev&ouml;lkerung durch Emigration verloren, das relativ wohlhabende Montenegro 24,4 Prozent, Nordmazedonien 31,6 Prozent, Serbien hingegen nur sieben Prozent &ndash; ein Hinweis darauf, dass die Lebensperspektiven dort vergleichsweise vielversprechend sind.)<\/p><p>Serbiens Beziehungen zu China sind seit Langem freundlich und wirtschaftlich vorteilhaft. Vu&#269;i&#263;s Au&szlig;enpolitik versucht, ein Gleichgewicht zwischen Ost und West zu erreichen, doch die wachsenden Feindseligkeiten zwischen der EU und Russland machen dies immer schwieriger. Doch dieselben Vertreter eines westlichen &Uuml;berlegenheitsdenkens, die der Ukraine ihre nat&uuml;rliche Br&uuml;ckenfunktion genommen haben, indem sie auf die ukrainische &bdquo;NATO-Bestimmung&ldquo; beharrten, arbeiten nun daran, alle potenziellen Br&uuml;cken zu Russland zu zerst&ouml;ren &ndash; sei es das ferne Georgien, Moldawien oder das nahe Serbien.<\/p><p>Als EU-Beitrittskandidat steht Serbien unter der st&auml;ndigen Beobachtung, ob es sich wirtschaftlich und politisch an EU-Standards anpasst. Vu&#269;i&#263; hat indirekt Waffen an die Ukraine verkauft, weigert sich jedoch, Sanktionen gegen Russland zu verh&auml;ngen. Immerhin versorgt Russland Serbien mit Gas. Er lehnt die EU-Forderung ab, die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo anzuerkennen &ndash; eine Forderung, die kein serbischer Politiker erf&uuml;llen k&ouml;nnte, ohne sofort sein Amt zu verlieren. Dennoch betrachten ihn seine innenpolitischen Kritiker als nicht hart genug.<\/p><p>Vu&#269;i&#263; trotzte den Drohungen der EU, indem er am 9. Mai nach Moskau flog, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges &uuml;ber Nazideutschland teilzunehmen. H&auml;tte er dies unterlassen, w&auml;re er im eigenen Land als EU-Lakai heftig kritisiert worden. So aber k&ouml;nnen seine Gegner ihn zu &bdquo;Putins Marionette&ldquo; erkl&auml;ren.<\/p><p>Titos blockfreie Politik war ein gro&szlig;er Erfolg, und Vu&#269;i&#263; scheint sich daran zu orientieren. Doch sein Balanceakt macht ihn von beiden Seiten angreifbar.<\/p><p><strong>Proteste gegen &hellip; was genau?<\/strong><\/p><p>Merkw&uuml;rdigerweise wird Serbien seit Monaten von massiven Studentenprotesten und Blockaden ersch&uuml;ttert, jedoch nicht wegen der Au&szlig;enpolitik oder konkreter Regierungsma&szlig;nahmen, sondern haupts&auml;chlich als Reaktion auf tragische Ereignisse, die keine offensichtliche politische Bedeutung haben.<\/p><p>In Belgrad griff am 3. Mai 2023 ein 13-j&auml;hriger Junge, bewaffnet mit Pistolen und Molotowcocktails, seine Schule an. Er t&ouml;tete acht Mitsch&uuml;ler und einen Sicherheitsbeamten. Der minderj&auml;hrige T&auml;ter wurde schlie&szlig;lich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, die Eltern wurden angeklagt.<\/p><p>Und nur einen Tag sp&auml;ter, am Abend des 4. Mai, fuhr ein 20-j&auml;hriger Mann mit einem automatischen Sturmgewehr durch zwei D&ouml;rfer in Zentralserbien und er&ouml;ffnete das Feuer. Er t&ouml;tete neun Menschen und verletzte zw&ouml;lf. Der T&auml;ter fl&uuml;chtete, wurde jedoch gefasst und zu 20 Jahren Haft verurteilt.<\/p><p>Dies war ein Schock f&uuml;r ein Land, in dem Waffenbesitz zwar weit verbreitet, Schusswaffengewalt jedoch selten ist. In den folgenden Monaten kam es in den gro&szlig;en St&auml;dten zu gro&szlig;en Protestkundgebungen. Oppositionspolitiker gr&uuml;ndeten die Bewegung &bdquo;Serbien gegen Gewalt&ldquo;, die Pr&auml;sident Vu&#269;i&#263; beschuldigte, ein gesellschaftliches &bdquo;Klima&ldquo; geschaffen zu haben, in dem es zu den Mordf&auml;llen kommen konnte. Das ist sicherlich &uuml;bertrieben.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist die Polizeigewalt in Serbien vergleichsweise gering ausgepr&auml;gt, und Vu&#269;i&#263; kann kaum f&uuml;r die allgemeine gewaltbereite Stimmung verantwortlich gemacht werden, die heute weltweit vorherrscht. Premierministerin Ana Brnabi&#263; &uuml;bertrieb m&ouml;glicherweise ebenfalls, als sie behauptete, die Proteste seien &bdquo;von ausl&auml;ndischen Geheimdiensten angeheizt&ldquo; worden.<\/p><p>Die Bewegung &bdquo;Serbien gegen Gewalt&ldquo; erhielt bei den Parlamentswahlen am 17. Dezember 2023 24&#8239;Prozent der Stimmen &ndash; halb so viel wie die 48&#8239;Prozent, die das von Vu&#269;i&#263; unterst&uuml;tzte Regierungsb&uuml;ndnis erreichte. Im Februar 2024 reiste eine Delegation unter der Leitung von Marinika Tepi&#263; von &bdquo;Serbien gegen Gewalt&ldquo; und Radomir Lazovi&#263; von der &bdquo;Serbischen Gr&uuml;nen-Links-Front&ldquo; nach Stra&szlig;burg, um sich beim Europ&auml;ischen Parlament &uuml;ber angeblich gestohlene Wahlen zu beschweren.<\/p><p>Das Europ&auml;ische Parlament, das nur &uuml;ber wenig gesetzgeberische Macht verf&uuml;gt, will sich vor allem dadurch Geltung verschaffen, dass es hochmoralische Resolutionen verabschiedet, die Menschenrechtsverletzungen in anderen L&auml;ndern verurteilen &ndash; oft auf Grundlage nicht &uuml;berpr&uuml;fter Beschwerden. Wie zu erwarten, verabschiedete das Parlament mit einer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit von 461 zu 52 Stimmen eine Resolution, die eine internationale Untersuchung zu &bdquo;Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei den Wahlen&ldquo; forderte und mit dem Entzug von EU-Mitteln drohte. Der Hauptvorwurf war, dass Pr&auml;sident Vu&#269;i&#263; durch seinen Wahlkampf die W&auml;hler unfair beeinflusst habe. Marinika Tepi&#263; erkl&auml;rte gegen&uuml;ber <em>Politico<\/em>: &bdquo;Wenn sich jetzt nichts &auml;ndert, gleiten wir v&ouml;llig in eine Diktatur ab.&ldquo;<\/p><p><strong>Die Missionarsarbeit der EU <\/strong><\/p><p>Die Proteste gegen die Anerkennung der Wahlen vom Dezember 2023 nahmen ein solches Ausma&szlig; an, dass viele bef&uuml;rchteten, es k&ouml;nne zu einer Wiederholung der Maidan-Demonstrationen von 2014 kommen, die schlie&szlig;lich zum Krieg in der Ukraine f&uuml;hrten. In Belgrad wurden die Studentenproteste von Pavle Cicvari&#263; angef&uuml;hrt, der seine Organisationsf&auml;higkeiten in zahlreichen Programmen und Workshops erworben hatte, finanziert von westlichen Stiftungen. Die Eltern des jungen Anf&uuml;hrers engagieren sich beide stark in der <a href=\"https:\/\/eagleeyeexplore.com\/grant-for-betrayal\/\">NGO-Szene<\/a>. <\/p><p>Seine Mutter, Dr. Jelena &#381;uni&#263; Cicvari&#263;, ist Projektkoordinatorin der NGO &bdquo;Regionales EU-Ressourcenzentrum f&uuml;r die Zivilgesellschaft in Serbien&ldquo;, einer wichtigen Schnittstelle zur Verteilung von EU-Geldern &ndash; allerdings ausschlie&szlig;lich an Organisationen, die sich aktiv f&uuml;r die &bdquo;europ&auml;ischen Werte&ldquo; einsetzen. Sein Vater, Radovan Cicvari&#263;, langj&auml;hriger Politiker mit Schwerpunkt Euro-Integration, f&ouml;rdert dieselben Werte als Direktor der NGO U&#382;ice-Zentrum f&uuml;r Kinderrechte (UCPD), gegr&uuml;ndet 1998.<\/p><p>W&auml;hrend sich das UCPD auf Kinderrechte konzentriert, betreibt eine andere einflussreiche NGO &ndash; die Belgrade Open School (BOS), gegr&uuml;ndet 1993 &ndash; Programme f&uuml;r Studenten und junge Berufst&auml;tige, darunter auch die &bdquo;Ausbildung von Akteuren des sozialen Wandels&ldquo;. Beide Organisationen sind Teil des Jugenddachverbands Serbiens, der betr&auml;chtliche finanzielle Mittel von internationalen Geldgebern wie USAID, der Open Society Foundation von George Soros und verschiedenen EU-Programmen erh&auml;lt. Sie organisieren Workshops, Schulungen und Projekte, die darauf abzielen, lokale NGOs zu st&auml;rken und europ&auml;ische Werte zu f&ouml;rdern.<\/p><p>L&auml;nder im &bdquo;&Uuml;bergang&ldquo;, die der EU beitreten wollen, m&uuml;ssen sich dar&uuml;ber belehren lassen, wie sie w&uuml;rdige Europ&auml;er werden k&ouml;nnen. Diese erzieherische Aufgabe &uuml;bernimmt unter anderem der Europ&auml;ische Fonds f&uuml;r den Balkan (EFB), eine gemeinsame Initiative europ&auml;ischer Stiftungen. Der EFB konzipiert, betreibt und unterst&uuml;tzt Initiativen zur St&auml;rkung der Demokratie und F&ouml;rderung der europ&auml;ischen Integration. Bedeutend ist, dass der EFB das &bdquo;Gemeinsame Geschichtsprojekt&ldquo; finanziert &ndash; mit Unterst&uuml;tzung des deutschen Ausw&auml;rtigen Amts &ndash; mit dem Ziel, eine einheitliche Version der Regionalgeschichte zu entwickeln und zu verbreiten.<\/p><p>Die Balkan Trust for Democracy (BTD) ist eine Stiftung mit Sitz in Belgrad. Sie wurde im M&auml;rz 2003 vom German Marshall Fund, USAID und der Charles Stewart Mott Foundation gegr&uuml;ndet. Weitere Geldgeber sind u.&#8239;a. der Rockefeller Brothers Fund, die Robert Bosch Stiftung, das Au&szlig;enministerium Schwedens, die Regierungen von D&auml;nemark und Griechenland sowie diverse kleinere Stiftungen. Die BTD f&ouml;rdert Stipendienvergabe, den politischen Dialog und Nachwuchsf&uuml;hrungskr&auml;fte.<\/p><p>Wer in Serbien eine politische oder gesellschaftliche F&uuml;hrungsrolle &uuml;bernehmen will, wei&szlig; also, wohin er sich wenden muss. Es f&auml;llt schwer zu glauben, dass all diese westlich finanzierten Organisationen nicht zumindest teilweise zur Motivation und zum Geschick der serbischen Studentenproteste beigetragen haben.<\/p><p><strong>Ein t&ouml;dlicher Einsturz<\/strong><\/p><p>Novi Sad ist die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Serbiens und ein wichtiger Halt auf der neuen Hochgeschwindigkeitszugstrecke zwischen Belgrad und Budapest, die mit chinesischer Hilfe neu gebaut wird. Im Zuge dieses Projekts wurde der 60 Jahre alte, modernistische Bahnhof von Novi Sad k&uuml;rzlich renoviert. Dabei blieb auf der Eingangsseite ein langes Betondach bestehen. Am Morgen des 1. November 2024 st&uuml;rzte dieses Betondach pl&ouml;tzlich ein und t&ouml;tete insgesamt 16 Menschen. Die serbische Regierung rief einen landesweiten Trauertag aus. Mehrere Beamte traten zur&uuml;ck, darunter die serbische Bauministerin und der B&uuml;rgermeister von Novi Sad. Die Untersuchungen zur Ursache des Einsturzes dauern an.<\/p><p>F&uuml;r die studentischen Aktivisten war der Vorfall ein klarer Beweis f&uuml;r Korruption &ndash; nicht nur beim Umbau des Bahnhofs, sondern in der gesamten Gesellschaft. Sie erkl&auml;rten, was in Novi Sad geschehen sei, belege, dass Serbien von Kriminalit&auml;t, Gewalt, Korruption und Verzweiflung &uuml;berw&auml;ltigt sei. Sie gaben sich selbst die Aufgabe, diese &bdquo;unertr&auml;gliche gesellschaftliche Realit&auml;t&ldquo; zu ver&auml;ndern und ein neues Serbien aufzubauen.<\/p><p>Die Bewegung scheint f&uuml;hrerlos, organisiert sich &uuml;ber sogenannte Studentenplenen, in denen intern im Konsens entschieden wird, was als N&auml;chstes zu tun ist. Sie haben Fakult&auml;ten und Schulen blockiert und monatelang den Unterricht behindert. Studenten, die weiter an Lehrveranstaltungen teilnehmen wollen, werden als Verr&auml;ter behandelt. Selbst Krankenh&auml;user wurden blockiert.<\/p><p>Beobachter haben festgestellt, dass die aktivistischen Studierenden meist aus wohlhabenden Familien stammen, junge Menschen aus dem Arbeitermilieu beteiligen sich kaum. Es handelt sich um eine Revolte der Elite, die Gleichheit fordert.<\/p><p>Interessanterweise werden die die Stra&szlig;en blockierenden Studenten von der Polizei gesch&uuml;tzt. Die Regierung vermutet offenbar eine Provokation und meidet bewusst jede gewaltsame Repression &ndash; im Gegensatz zur Regierung von Emmanuel Macron in Frankreich, die bei den Gelbwesten-Protesten mit harter Hand vorging.<\/p><p><strong>&Uuml;bergang &ndash; wohin?<\/strong><\/p><p>Die serbischen Studenten unter 26 Jahren waren noch nicht geboren, als die NATO Serbien bombardierte. Die Jugend in Serbien ist aufgewachsen zwischen den Narben dieser Bombardierung und der andauernden dominanten westlichen Sichtweise, nach der die Serben die Hauptschuldigen an der Zerst&ouml;rung Jugoslawiens gewesen seien. Kein Wunder, dass das zu Verwirrung f&uuml;hrt.<\/p><p>Es ist verst&auml;ndlich, dass ein Teil der st&auml;dtischen b&uuml;rgerlichen Jugend es als unertr&auml;glich empfindet, aufgrund von Serbiens Status als ge&auml;chteter Staat vom &bdquo;Westen&ldquo; ausgeschlossen zu sein. Junge Menschen k&ouml;nnen in ihrem Rebellionsdrang erstaunlich konformistisch sein. Sie streben danach, sich gemeinsam gegen die Ansichten ihrer Eltern zu stellen. So verworren der Westen auch ist &ndash; er versteht es nach wie vor besser als alle anderen, sich selbst als etwas Wunderbares zu verkaufen. Ein wesentlicher Mechanismus dabei ist das massive Netzwerk nichtstaatlicher Organisationen (NGOs).<\/p><p>Im April 2024 ver&ouml;ffentlichten EU-Rechnungspr&uuml;fer einen Bericht, in dem auf einen &bdquo;Mangel an Transparenz&ldquo; bei der Vergabe von etwa 4,8 Milliarden Euro an rund 5.000 NGOs im Zeitraum 2021 bis 2023 hingewiesen wurde &ndash; zus&auml;tzlich zu den 2,6 Milliarden Euro, die einzelne EU-Mitgliedsstaaten an rund 7.500 NGOs aus EU-F&ouml;rdermitteln vergeben hatten. Es ist unklar, welche L&auml;nder genau profitierten, doch Serbien wurde von der slowenischen EU-Kommissarin f&uuml;r Erweiterung, Marta Kos, namentlich erw&auml;hnt. In einem Interview mit dem slowenischen Fernsehsender <em>RTV<\/em> am 28. M&auml;rz erkl&auml;rte Marta Kos, es sei &bdquo;inakzeptabel&ldquo;, wenn Pr&auml;sident Vu&#269;i&#263; andeute, EU-finanzierte NGOs h&auml;tten die Studentenproteste mit dem Ziel unterst&uuml;tzt, ihn zu st&uuml;rzen. Dennoch merkte sie an, sie stehe &bdquo;in engerem Kontakt zu den NGOs, die ich in Br&uuml;ssel getroffen habe, als zur serbischen Regierung oder ihrem Pr&auml;sidenten.&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Viele NGOs in Serbien w&uuml;rden ohne unsere Unterst&uuml;tzung nicht &uuml;berleben, und gerade wegen ihrer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Bedeutung habe ich beschlossen, ihnen f&uuml;r den Zeitraum ab diesem Jahr bis Ende 2027 weitere 16 Millionen Euro bereitzustellen&ldquo;, sagte sie. &bdquo;Ohne die Beteiligung der Zivilgesellschaft kann es keinen Erweiterungsprozess geben.&ldquo; Sie f&uuml;gte hinzu, sie vertraue darauf, dass das serbische Volk seine Politiker dazu bringen werde, den EU-Kurs einzuhalten, damit Serbien Mitglied der Union werde.<\/p><p>Marta Kos f&uuml;hlt sich auch pers&ouml;nlich bef&auml;higt, Orientierungshilfe zu geben. Der serbische Politiker Aleksandar Vulin, ein prominenter Sozialist mit mehreren Ministerposten in der Vergangenheit, wurde auf ihr Dr&auml;ngen hin aus der neuen Regierung ausgeschlossen. &bdquo;Ich hoffe, Herr Vulin wird kein Mitglied der neuen Regierung sein, denn wer sich anti-europ&auml;isch verh&auml;lt, kann Serbien nicht in die EU f&uuml;hren&ldquo;, sagte Kos. Und sie setzte sich durch.<\/p><p>Zu seinen &bdquo;Vergehen&ldquo; geh&ouml;rt unter anderem, dass Vulin einen Beitritt Serbiens zu den BRICS-Staaten bef&uuml;rwortet hatte und ein Gesetz zur Offenlegung ausl&auml;ndischer NGO-Finanzierungen gefordert hatte. (Als Georgien ein solches Gesetz einf&uuml;hren wollte, versuchten die EU-Vertreter, dies mit aller Macht zu verhindern &ndash; ohne Erfolg.)<\/p><p>Vu&#269;i&#263; hingegen trotzte den finsteren Drohungen der EU und nahm an den Feierlichkeiten zum 9. Mai in Moskau teil, wo seine Delegation Gespr&auml;che mit Wladimir Putin f&uuml;hrte. Er umflog die Baltischen L&auml;nder, die seinen Flug blockierten, und zeigte sich zusammen mit dem couragierten slowakischen Premierminister Robert Fico in Moskau. So gestaltet sich Vu&#269;i&#263;s politischer Balanceakt: In Br&uuml;ssel wird er als &bdquo;Putin-Vertrauter&ldquo; denunziert, w&auml;hrend ihn die Opposition in Serbien beschuldigt, er beuge sich zu sehr den Forderungen der EU.<\/p><p><strong>Die Studentenproteste &ndash; unabh&auml;ngig oder gelenkt?<\/strong><\/p><p>Die studentischen Proteste sind noch widerspr&uuml;chlicher. Die Aktivisten wollen nicht, dass die Regierungsvorw&uuml;rfe, sie w&uuml;rden von EU-NGOs gesteuert, an Glaubw&uuml;rdigkeit gewinnen. Daher wurde die EU-Flagge bei den gro&szlig;en Demonstrationen stillschweigend verbannt &ndash; es wehen nur serbische Flaggen, als Zeichen angeblicher nationaler Unabh&auml;ngigkeit.<\/p><p>Und doch geschah im Fr&uuml;hjahr 2025 etwas Bemerkenswertes: Eine Gruppe studentischer Demonstranten inszenierte sich &ouml;ffentlichkeitswirksam, indem sie sich mit dem Fahrrad auf den Weg zu den EU-Institutionen machte, um ihre Beschwerden vorzubringen. Sie wurden herzlich empfangen &ndash; nicht etwa wegen konkreter Reformvorschl&auml;ge, sondern weil sie dar&uuml;ber klagten, dass in Serbien alles absolut schrecklich sei.<\/p><p>Die f&uuml;hrende serbische Tageszeitung <em>Politika<\/em> berichtete am 6. Mai, dass diese studentischen Blockierer im Zuschauerraum des Europ&auml;ischen Parlaments sa&szlig;en, wo sie kleinlaut einem Vortrag des kroatischen Nationalisten Steven Nikola Bartulica lauschten. Dieser erkl&auml;rte ihnen, dass &bdquo;europ&auml;ische Werte&ldquo; auch bedeuteten, eine &bdquo;Schuld f&uuml;r alles, was Serbien Kroatien angetan habe&ldquo;, einzugestehen.<\/p><p>(Zum Hintergrund: Im Sommer 1995 vertrieb Kroatien etwa 200.000 Serben aus dem Krajina-Gebiet &ndash; die gr&ouml;&szlig;te ethnische S&auml;uberung der jugoslawischen Kriege.)<\/p><p>Bartulica behauptete, Serbien sei keine liberale Demokratie nach europ&auml;ischem Vorbild und k&ouml;nne erst dann normalisiert werden, wenn es Wiedergutmachung an Kroatien zahle.<\/p><p>Mehrere Mitglieder des Europ&auml;ischen Parlaments zeigten sich zufrieden dar&uuml;ber, dass sich die Studenten f&uuml;r &bdquo;Europa&ldquo; und gegen Russland entschieden h&auml;tten. Sie forderten den Sturz von Pr&auml;sident Vu&#269;i&#263; und dem slowakischen Premierminister Fico, weil diese nach Moskau gereist seien.<\/p><p>Im eigenen Land allerdings scheint die Protestbewegung an Schwung zu verlieren. Die Studenten haben aufgeh&ouml;rt, alles und zwar sofort zu fordern, und sich stattdessen auf Neuwahlen als zentrales Ziel zur&uuml;ckgezogen.<\/p><p>Vu&#269;i&#263; nutzte den R&uuml;ckenwind durch seinen Besuch in Moskau, wo seine Delegation intensive Gespr&auml;che mit Wladimir Putin gef&uuml;hrt hatte, und hielt eine patriotische Kundgebung in der Stadt Ni&scaron; ab. Dort erkl&auml;rte er, die Forderungen der Studenten seien f&uuml;r ihn nicht mehr von Interesse: Er bezeichnete die Blockierer als laute Minderheit, die die Mehrheit der B&uuml;rger, die Frieden, Arbeit und Einheit wollen, terrorisiere. Dass sie pl&ouml;tzlich Neuwahlen forderten, zeige aus seiner Sicht, dass sie nur eine weitere Gelegenheit suchten, um gewaltsame Ausschreitungen anzuzetteln &ndash; denn Wahlen w&uuml;rden von der Opposition ohnehin immer als manipuliert betrachtet. Die Wahlen w&uuml;rden, ganz regul&auml;r, ohnehin in rund einem Jahr stattfinden.<\/p><p>Am 22. Mai besuchte Kaja Kallas, die estnische Politikerin, die von Ursula von der Leyen zur Hohen Vertreterin der EU f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik ernannt wurde, Belgrad. Frau Kallas hat keinerlei diplomatische Erfahrung, ihre sichtbarsten Qualifikationen scheinen zu sein, dass sie jung ist, eine Frau und dass sie eine beispiellose Feindseligkeit gegen&uuml;ber Russland vertritt.<\/p><p>In Belgrad kam es zu einem seltsamen Rollentausch: Die oberste EU-Diplomatin traf sich mit dem serbischen Pr&auml;sidenten und Premierminister, um ihnen Anweisungen zu geben, und gleichzeitig mit Vertretern der Studentenproteste, um ihnen zuzuh&ouml;ren.<\/p><p>Sie lobte ihr Treffen mit den jungen Aktivisten und der &bdquo;Zivilgesellschaft&ldquo;:<\/p><p>&bdquo;Ich habe ihren Appell und ihre Hoffnungen geh&ouml;rt &ndash; sie wollen Fairness und Verantwortung. Damit Serbien sein volles Potenzial entfalten kann. Ihre Energie ist n&ouml;tig, um einen Weg zur Weiterentwicklung zu finden.&ldquo;<\/p><p>Im Gegensatz dazu tadelte Kallas Pr&auml;sident Vu&#269;i&#263; daf&uuml;r, dass er Putin in Moskau getroffen hatte. Serbiens zuk&uuml;nftige EU-Mitgliedschaft, so betonte sie, h&auml;nge davon ab, dass das Land eine &bdquo;strategische Entscheidung&ldquo; zwischen Ost und West treffe.<\/p><p>Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin akzeptiert &uuml;brigens Vu&#269;i&#263;s Politik der Balance und hat nichts dagegen, wenn Serbien der EU beitritt. In einer multipolaren Weltordnung ist Vielfalt willkommen. Doch f&uuml;r den Westen gilt: &bdquo;Du bist entweder mit uns oder gegen uns.&ldquo; Zwischen Ost und West d&uuml;rfen keine Br&uuml;cken bestehen.<\/p><p><strong>Verwirrung und Angst<\/strong><\/p><p>In Belgrad glauben manche, dass die Proteste nun auslaufen. M&ouml;glicherweise, doch in der Vergangenheit haben sie sich nach einer Pause immer wieder neu entz&uuml;ndet, ausgel&ouml;st durch irgendein Ereignis. Da die Ursachen der Proteste unklar sind, sind auch die m&ouml;glichen L&ouml;sungen unklar. Der Psychiater und Publizist Dr. Dragan Pavlovi&#263; stellt fest, dass die Proteste sich in &bdquo;sehr allgemeinen Forderungen nach einem &lsquo;besseren Leben&rsquo; &auml;u&szlig;ern &ndash; was nat&uuml;rlich keine konkrete Grundlage bietet, um zu verstehen, was genau eigentlich gewollt wird oder was zur Beruhigung der Lage beitragen k&ouml;nnte.&ldquo;<\/p><p>Solche Forderungen, meint er, k&ouml;nnen endlos weitergehen.<\/p><p>&bdquo;Es handelt sich wahrscheinlich um eine inszenierte Massenhysterie, ausgel&ouml;st durch die nukleare Bedrohung, den Genozid in Gaza, die andauernde Krise im Kosovo und durch das Wirken nichtstaatlicher Organisationen&ldquo;, vermutet er. Die Journalistin und Schriftstellerin Mara Kne&#382;evi&#263; Kern h&auml;lt es f&uuml;r unm&ouml;glich, diese unglaublichen Ereignisse zu durchschauen: &bdquo;Ich glaube nicht, dass man diese neue Variante eines Angriffs auf den Staat beschreiben kann &ndash; so etwas hat es bisher nirgendwo anders gegeben.&ldquo; In den 1990er-Jahren diente Jugoslawien als ein Versuchslabor f&uuml;r sogenannte &bdquo;Regimewechsel&ldquo;. Viele bef&uuml;rchten, dass dies in Serbien nun wieder geschieht.<\/p><p><small>Titelbild: Filip Vuskovic\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit vielen Monaten wird Serbien von st&ouml;renden Protesten und Blockaden geplagt, die gr&ouml;&szlig;tenteils von Studenten ausgehen. Allerdings sind auch Oppositionsf&uuml;hrer, Universit&auml;tsbeh&ouml;rden und externe Einfl&uuml;sse involviert. Wo genau diese Proteste ihren Ursprung haben und wohin sie f&uuml;hren, ist unklar. Hier ein Versuch, den Hintergrund zu erkl&auml;ren. Von <strong>Diana Johnstone<\/strong>, <a href=\"https:\/\/www.21cir.com\/serbias-organized-chaos\/\">aus dem Englischen<\/a> &uuml;bersetzt von <strong>Susanne<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134463\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":134464,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,60,20],"tags":[282,3360,462,3479,432,466,2065,1418,2203,3174],"class_list":["post-134463","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","tag-buergerproteste","tag-europaeische-union","tag-jugoslawien","tag-kallas-kaja","tag-kosovo","tag-nato","tag-ngo","tag-regime-change","tag-serbien","tag-vucic-aleksandar"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/shutterstock_2578295969.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134463"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":134527,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134463\/revisions\/134527"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/134464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}