{"id":13474,"date":"2012-06-11T09:16:11","date_gmt":"2012-06-11T07:16:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474"},"modified":"2012-06-11T09:16:11","modified_gmt":"2012-06-11T07:16:11","slug":"hinweise-des-tages-1650","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h01\">In der Geiselhaft der Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h03\">Paul Krugman &ndash; Wolkenkuckucksheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h04\">Wider die Wachstumsbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h05\">Finanzielle Auswirkungen im Vergleich: Merkels &ldquo;Wachstumspaket&rdquo;, Finanztransaktionssteuer &amp; Fiskalpakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h06\">Wohnen im K&uuml;hlschrank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h07\">Wisconsin: Geld schl&auml;gt Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h08\">Wenn die Polizei mal Pause macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h09\">VW kann Porsche ohne Steuerzahlung schlucken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h10\">&Ouml;kobilanz: Puma springt zu kurz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h11\">Schr&ouml;der macht die K&auml;&szlig;mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h12\">Der wei&szlig;e Mann und der Teppich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h13\">WDR 3: Monika Piel bleibt ignorant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h14\">Lohndumping: Leiharbeit bei der &ldquo;Nordwest-Zeitung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h15\">Vertrauen Sie mir &ndash; ich wei&szlig;, wovon ich spreche! Wie viele Experten vertragen die Medien &ndash; wie viele Experten vertr&auml;gt die Wissenschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h16\">Endstation Fortschritt?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>In der Geiselhaft der Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nF&uuml;r Europa ist das beste Wachstumsprogramm ein Sparmoratorium und die Ablehnung des Fiskalpaktes. Nur mehr Investitionen schaffen Jobs.<br>\nSparen ist out. In Paris, Athen und Amsterdam jagen die W&auml;hler ihre Sparkommissare zum Teufel. Angela Merkels Zwangsdi&auml;t findet keine Anh&auml;nger mehr. Die Br&uuml;sseler K&uuml;rzungspolitik ist gescheitert. Von Athen bis Madrid schrumpft die Wirtschaft und die Arbeitslosigkeit steigt. Mehr als 25 Millionen Menschen haben in Europa keine Arbeit. Unter dem Spardiktat verarmen gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung. Der Jugend wird die Zukunft geraubt. Trotz drakonischer Ausgabenk&uuml;rzungen werden die Sparziele nicht erreicht. Wer in der Krise k&uuml;rzt, erntet nur noch mehr Schulden. Ein &bdquo;weiter so&ldquo; st&uuml;rzt den Euro ins Grab.<br>\nJetzt erkennen selbst hart gesottene Verfechter des Sparens, dass der Schrumpfkurs nicht zum Ziel f&uuml;hrt. Deswegen lautet Merkels neue Zauberformel: &bdquo;Sparen und Wachsen&ldquo;. Die Berliner Zauberformel kann nicht wirken, da das Spardiktat jegliches Wachstum im Keim erstickt. Im Euroland k&uuml;rzen die Kassenwarte bis 2013 rund 600 Milliarden Euro. Dadurch schrumpft das Sozialprodukt des gemeinsamen W&auml;hrungsraums um ganze sieben Prozent, davon &uuml;ber zwei Prozent allein im laufenden Jahr. In Griechenland zerst&ouml;rt die K&uuml;rzungspolitik ein Viertel des Sozialprodukts. In Spanien und Portugal kostet das Spardiktat ein Siebtel der Wirtschaftsleistung. Kurzum: Ohne einen Stopp der K&uuml;rzungspolitik kommt die europ&auml;ische Wirtschaft nicht mehr auf die Beine. Selbst ein gro&szlig;es europ&auml;isches Konjunktur- und Wachstumsprogramm k&ouml;nnte den &ouml;konomischen Schaden des Spardiktats nur noch begrenzen. Das beste Wachstumsprogramm f&uuml;r Europa ist folglich ein sofortiges Spar-Moratorium und eine Ablehnung des Europ&auml;ischen Fiskalpaktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-in-der-geiselhaft-der-finanzmaerkte,1472602,16342064.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spanien schl&uuml;pft unter den Rettungsschirm<\/strong><br>\n[&hellip;]  Anders als die anderen L&auml;nder soll der viertgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Eurozone aber kein strenges Sparprogramm im Gegenzug f&uuml;r die Hilfen abverlangt werden. [&hellip;]<br>\nDie Regierung in Madrid wird bis zu 100 Milliarden Euro von den Eurozone-Staaten erhalten, entschieden die Finanzminister der W&auml;hrungsunion bei einer Telefonkonferenz am Samstagabend. Die Geldmenge werde ausreichen, um alle Zweifel an der Stabilit&auml;t der spanischen Banken auszur&auml;umen, zeigte sich Finanzminister Luis de Guindos &uuml;berzeugt. Die Euro-Partner hatten Spanien seit Wochen gedr&auml;ngt, Hilfe anzunehmen.<br>\nDem Beschluss zur Rettung der Banken war eine mehrst&uuml;ndige Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister vorausgegangen, die von mehreren Personen als hitzig beschrieben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338559069779\/Erste-Hilfe-Paket-Spanien-schluepft-unter-den-Rettungsschirm\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Spitzen wollen jede Neuverschuldung &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong><br>\nDie Chefs der europ&auml;ischen Institutionen wollen mit einem umfassenden Reformplan den Euro retten. EU-Kommissionspr&auml;sident Jose Manuel Barroso, EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy, Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker und Mario Draghi, der Chef der europ&auml;ischen Zentralbank, arbeiteten an einer echten Fiskalunion, in der die einzelnen Mitgliedsstaaten nicht mehr selbstst&auml;ndig neue Schulden machen d&uuml;rften, berichtete das Magazin &ldquo;Spiegel&rdquo; vorab am Samstag. Frei verf&uuml;gen sollen die Regierungen demnach nur noch &uuml;ber Finanzmittel, die durch eigene Einnahmen gedeckt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338559080876\/Fiskalunion-EU-Spitzen-wollen-jede-Neuverschuldung-ueberpruefen\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es war zu bef&uuml;rchten, dass sich die EU-Spitzen unter einer Fiskalunion nichts anderes als eine abermalige Erweiterung des Fiskalpakts vorstellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>George Soros &ndash; Die Eurokrise und der Fluch der Hegemonie<\/strong><br>\nDeutschland muss der Verantwortung gerecht werden, um die endg&uuml;ltige Spaltung der EU in Schuldner- und Gl&auml;ubigerl&auml;nder zu verhindern<br>\nDie Mitgliedsl&auml;nder der Eurozone haben ihr Recht, Geld zu drucken, an die Europ&auml;ische Zentralbank abgetreten, und inzwischen liegt auf der Hand, dass dies die Hauptursache f&uuml;r die Eurokrise ist. Weder die Mitgliedsl&auml;nder noch die EU-Beh&ouml;rden waren sich im Klaren dar&uuml;ber, was diese Abtretung wirklich nach sich ziehen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1338559039620\/George-Soros-Die-Eurokrise-und-der-Fluch-der-Hegemonie\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Europa in der Krise &ndash; Die langsame Entdeckung der Nachfrage<\/strong><br>\nMit dem neuen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten, Fran&ccedil;ois Hollande, werden am kommenden EU-Gipfel erstmals all jene einen prominenten Vertreter haben, die eine Abkehr von Br&uuml;ssels rigider Sparpolitik fordern. Ihre Forderung nach weiteren Schulden, um die Nachfrage anzukurbeln, greift jedoch zu kurz. Die bisherige Sparpolitik hat versagt. Doch liegt die Alternative wirklich in weiteren Schulden, wie die KeynesianerInnen suggerieren? Ginge es nur darum, die Wirtschaft kurzfristig wieder in Gang zu bringen, ja. Doch liegt das Problem in der langfristigen Nachfrage. Und um die zu sichern, sind zus&auml;tzliche Schulden kein Weg. Genau das war die Strategie der letzten Jahrzehnte, die in die Finanzkrise m&uuml;ndete &ndash; und nun zunehmend die Demokratie durch das Diktat der Gl&auml;ubigerInnen ersetzt. Doch es gibt einen dritten Weg: Er besteht darin, den Reichtum besser zu verteilen. Damit w&uuml;rde die Nachfrage langfristig gest&uuml;tzt, ohne zus&auml;tzliche Schulden anzuh&auml;ufen. Einen solchen Weg w&auml;hlte Europa nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Wirtschaftsmodell der sozialen Marktwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1223\/europa-in-der-krise\/die-langsame-entdeckung-der-nachfrage\">WOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> NDS-Leser werden wissen, dass Albrecht M&uuml;ller bezweifelt, dass ungerechte Einkommensverteilung eine Geldschwemme verursacht habe, die wiederum verantwortlich sei f&uuml;r die Aufbl&auml;hung der Finanzm&auml;rkte und die jetzige Krise. Es versteht sich, dass Albrecht M&uuml;ller keineswegs die &ldquo;miserable Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen&rdquo; bestreitet. Yves Wegelin betont in obigem Artikel den Zusammenhang zwischen der Ungleichheit und der Finanzkrise &ndash; eine gute Gelegenheit den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3615\">Text von Albrecht M&uuml;ller zu lesen<\/a> wie auch Gegenpositionen, z.B. Engelbert Stockhammer (Londoner Kingston University): <a href=\"http:\/\/www.wege-aus-der-krise.at\/fileadmin\/dateien\/downloads\/HINTERGRUNDMATERIAL\/Studie_Stockhammer.pdf\">&ldquo;Die Rolle der zunehmenden Polarisierung als strukturelle Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise.&rdquo; [PDF &ndash; 745 KB]<\/a><br>\nWegelin verweist auf das &ldquo;psychologisches Gesetz&rdquo; von Keynes, das besagt, &ldquo;dass bei steigendem Einkommen der Konsum einer Person nicht proportional w&auml;chst: Je mehr wir besitzen, desto gr&ouml;sser ist der Anteil, den wir sparen. Falls nun in einer Gesellschaft die Ungleichheit zwischen Einkommen und Verm&ouml;gen zunimmt, sinkt entsprechend der Konsum: Unten fehlt das Geld, oben wird es gespart. Resultat: W&auml;hrend die Ersparnisse, die investiert werden wollen, steigen, schwinden gleichzeitig die Investitionsm&ouml;glichkeiten, weil die Konsumnachfrage fehlt.&rdquo; Den Rahmen, in dem die zunehmenden Ungleichverteilung stattfindet, bietet nach Wegelin die &auml;u&szlig;erst z&auml;hlebige, unangetastete, quicklebendige neoliberale Idee des freien Arbeitsmarkts: &ldquo;die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, die Schw&auml;chung der Gewerkschaften, die Senkung der L&ouml;hne und K&uuml;rzung der Renten. Jene Strukturreformen also, an denen heute kaum jemand zweifelt.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auswege aus der Krise: Europa neu erfinden!<\/strong><br>\nSeit 2008 leidet vor allem die westliche Welt nun unter der Wirtschafts- und Finanzkrise. Politiker, Experten und Medien reden im Zusammenhang mit dieser cham&auml;leonartigen Krise seit zwei Jahren aber fast nur noch von einer &ldquo;Staatsschuldenkrise&rdquo;. Diese meist politisch motivierte Rhetorik hat mit der Realit&auml;t allerdings wenig zu tun. Denn die Schuldenprobleme insbesondere einiger Euro-L&auml;nder sind das Resultat der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise und nicht deren Ursache. Diese Kausalit&auml;t wird in der politischen Diskussion zu oft verkehrt, was zwangsweise zu falschen Politikans&auml;tzen f&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nDie Krisenpolitik der von Angela Merkel angef&uuml;hrten europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs kann wie folgt beschrieben werden: ohne Gesamtkonzept. Sie reagiert lediglich auf die von den Akteuren auf den nach wie vor weitgehend unkontrollierten Finanzm&auml;rkten hervorgerufenen Situationen. Die Politik wird getrieben, anstatt selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und eine Agenda zu setzen. (&hellip;) Hierbei sind zwei bisher unerf&uuml;llte Voraussetzungen von gr&ouml;&szlig;ter Wichtigkeit: Erstens, die zwangsweise anfallenden wirtschaftlichen und sozialen Kosten m&uuml;ssen gerecht verteilt werden. Bisher werden die Krisenkosten haupts&auml;chlich von der Mittelschicht und den unteren Einkommen getragen. Zweitens: die Reformprozesse sind nur zu bew&auml;ltigen, wenn Europa zu wirtschaftlichem Wachstum zur&uuml;ckkehrt. Die europ&auml;ische Austerit&auml;tspolitik ist ein wirtschaftliches und soziales Desaster, das die Krisenl&auml;nder in eine Abw&auml;rtsspirale gef&uuml;hrt und deren Staatsschuldenprobleme, wie vorherzusehen war, weiter versch&auml;rft hat. In der Euro-Zone sind auch eine Reihe von Strukturreformen notwendig. Doch in diesem Bereich gilt es genau zu unterscheiden, was eine sinnvolle Anpassung auf neue wirtschaftliche Realit&auml;ten ist und was &ndash; wie so oft &ndash; lediglich ein durch wirtschaftliche Notwendigkeit getarnter Angriff auf soziale Errungenschaften. Wie neuere Forschungen zeigen, sind die sich seit Jahrzehnten ausweitenden wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten ein wichtiger Entstehungsfaktor der Wirtschafts- und Finanzkrise. Ein zukunftsf&auml;higes Europa muss dem Rechnung tragen und gezielt entgegenwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/meinung\/2012-06\/eurokrise-politische-union\/komplettansicht?print=true\">ZEIT online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der massive Anstieg der Staatsschuldenquoten (Staatsverschuldung in Prozent vom BIP) innerhalb der EU seit dem Jahre 2007 ist nicht auf die europ&auml;ischen Krisenstaaten beschr&auml;nkt, sondern auch in Deutschland zu verzeichnen (Staatsschuldenquote 2007: ca. 65%, 2011: ca. 80%). Der Anstieg der deutschen Staatsschuldenquote um ca. 15 Prozentpunkte resultiert im Wesentlichen aus der Finanzkrise und den den damit im Zusammenhang stehenden &ldquo;Bankenrettungspaketen&rdquo; und Wachstumspaketen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Wolkenkuckucksheim<\/strong><br>\nMartin Wolf reports on a letter he has received from the Director General of the German Finance Ministry; taken in context with the speech just given in Riga by Germany&rsquo;s man at the ECB, what we get is a terrifying picture. Basically, it seems that even as the euro approaches a critical juncture, senior German officials are living in Wolkenkuckucksheim &mdash; cloud-cuckoo land.<br>\nNow, I know the phrase normally refers to a state of naive optimism, not normally something one attributes to German officials. But a broader interpretation would be that of believing, despite all the evidence, that the world is the way you want it to be, and acting on that false belief. [&hellip;]<br>\nAs for Mr. Asmussen, I&rsquo;ve already written about the extraordinary illogic of saying that a partial recovery from a Depression-level slump &mdash; one that has not, by the way, been accompanied by a large improvement in competitiveness &mdash; vindicates austerity.<br>\nThis is scary stuff. If top officials in Germany are this disconnected from reality at this late date, what chance does Europe have?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/06\/09\/wolkenkuckucksheim\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wider die Wachstumsbremse<\/strong><br>\nSchulden sind aber nicht per se schlecht: Sie haben eine wichtige wirtschaftliche Funktion. Deshalb w&auml;re es ein Segen f&uuml;r Europa, wenn der Fiskalpakt scheitert [&hellip;]<br>\nSo verhindert der Fiskalpakt eine L&ouml;sung der Eurokrise. Solange die &Uuml;berschussl&auml;nder &ndash; insbesondere Deutschland &ndash; nicht mehr ausgeben d&uuml;rfen, bleiben die au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der W&auml;hrungsunion bestehen.<br>\nNat&uuml;rlich k&ouml;nnten die Schatzmeister ihre Staatsfinanzen auch &uuml;ber h&ouml;here Steuern sanieren. So begr&uuml;ndeten einige Politiker ihre Zustimmung zu den nationalen Schuldenbremsen. Richtig ist aber auch, dass h&ouml;here Steuern &ouml;ffentliche Schulden nicht vollst&auml;ndig ersetzen k&ouml;nnen. Zudem ist es naiv zu glauben, dass unter den gegenw&auml;rtigen politischen Machtverh&auml;ltnissen der Fiskalpakt zum Hebel f&uuml;r k&uuml;nftige Steuererh&ouml;hungen wird. In Europa l&auml;uft die Haushaltskonsolidierung zu 80 Prozent &uuml;ber die Ausgabenseite.<br>\nVon Rom bis Madrid rollt jetzt unter dem Deckmantel der Sparpolitik ein Generalangriff auf Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslose. Staatsdiener werden entlassen, L&ouml;hne, Arbeitslosengeld und Renten gek&uuml;rzt, &ouml;ffentliches Eigentum wird verramscht. Das Arbeitsrecht und die Tarifautonomie kommen unter die R&auml;der. Der Schuldenkn&uuml;ppel trifft die Opfer der Krise. Der Europ&auml;ische Fiskalpakt wird diesen Trend versch&auml;rfen. Er institutionalisiert den Abbau des Sozialstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1223-wider-die-wachstumsbremse\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzielle Auswirkungen im Vergleich: Merkels &ldquo;Wachstumspaket&rdquo;, Finanztransaktionssteuer &amp; Fiskalpakt<\/strong><br>\nIn Sachen Fiskalpakt und Eurokrise hat sich in der vergangenen Woche jede Menge getan. Zun&auml;chst hatten SPD, Gr&uuml;ne und das Gros der Medien berichtet, Kanzlerin Merkel (CDU) habe sich auf die Opposition zubewegt: Erstens habe sie das von dieser gew&uuml;nschte &ldquo;Wachstumspaket&rdquo; geschn&uuml;rt, zweitens habe sie der Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer zugestimmt. Merkel sei &ldquo;umgefallen&rdquo;, SPD und Gr&uuml;ne h&auml;tten sich durchgesetzt. Betrachtet man allerdings die finanziellen Auswirkungen des Merkelschen &ldquo;Wachstumspakets&rdquo;, der Finanztransaktionssteuer sowie des Fiskalpakts, so zeigt sich: Die wachstumsfeindlichen K&uuml;rzungen, die mit dem Fiskalpakt einhergehen werden, werden durch die von der Opposition angeblich durchgesetzten Ma&szlig;nahmen nicht einmal ann&auml;hernd ausgeglichen. Weder &ldquo;Wachstumspaket&rdquo; noch Finanztransaktionssteuer k&ouml;nnen ein nennenswerter Grund sein, dem Fiskalpakt zuzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/758\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wohnen im K&uuml;hlschrank<\/strong><br>\nIm Londoner Stadtteil Newham m&uuml;ssen Menschen in Gartenh&auml;usern, Garagen, Schuppen, H&uuml;tten oder sonstigen Anbauten leben, weil sie eine andere Bleibe nicht bezahlen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1223-biete-zimmer-im-k-hlschrank\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wisconsin: Geld schl&auml;gt Gewerkschaften<\/strong><br>\nScott Walker, der Gouverneur von Wisconsin, der die Mitbestimmung abgeschafft, die Gewerkschaften verdr&auml;ngt, das Tragen von Schusswaffen erleichtert, die Umweltgesetze ausgeh&ouml;hlt und die Familienplanungszentren ausgehungert hat, ist im Amt best&auml;tigt worden. Sein Sieg &uuml;ber den demokratischen Herausforderer Tom Barrett macht ihn zum neuen Helden der RepublikanerInnen. In Wisconsin ist aber noch mehr geschehen. &ldquo;Big Money&rdquo; hat hier gegen soziale Bewegung gesiegt. Nie zuvor ist so viel Geld in einen Wahlkampf in den Bundesstaat geflossen &ndash; aus der Mineral&ouml;lindustrie, der Kasinobranche, von der Republikanischen Partei. Walker hat bewiesen, dass es in den USA m&ouml;glich ist, Wahlen mit Gewerkschafts-Bashing zu gewinnen. Als N&auml;chstes wird er versuchen, die Gewerkschaften in Wisconsin restlos zu entmachten. Und RepublikanerInnen quer durch die USA werden ihm nacheifern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F06%2F07%2Fa0141&amp;cHash=17e9eeb14a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eurokrise hin oder her, auch anderswo wird Geschichte geschrieben. Wenn in den USA die Gewerkschaften fallen, und daran sind auch europ&auml;ische Unternehmen in den USA t&auml;tig <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/34957_35223.htm\">interessiert<\/a>, wird dies Folgen f&uuml;r Europa haben. Wenn in China oder Bangladesch Arbeiterrechte mit F&uuml;ssen getreten werden, wird das h&auml;ufig damit abgetan, dass dies halt die Bedingungen aufstrebender Volkswirtschaften seien. Mit der Entwicklung in den USA im R&uuml;cken erh&auml;lt auch das gewerkschaftsfeindliche Kapital hierzulande Aufwind. Es sind z.B. diejenigen, die auf Verbesserungen bei der Zeitarbeit mit Werkvertr&auml;gen reagieren &ndash; und das sind nicht wenige. Im September letzten Jahres fand eine Tagung statt unter dem Motto: &ldquo;Alternativen zur regulierten Zeitarbeit&rdquo;. Auf der G&auml;steliste das <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/50\/Leiharbeit-Werkvertraege\">Who-is-Who der deutschen Wirtschaft<\/a>: Siemens, BASF, die Deutsche Bahn, Porsche, BMW, Robert Bosch und die Metro AG,  ebenso die Vertreter der Leiharbeitsunternehmen Randstad und Manpower und die Anw&auml;lte von Gro&szlig;kanzleien wie der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft.<br>\nSie werden die Entwicklung und die Strategien in den USA mit gro&szlig;em Interesse beobachten. Siehe auch den Spiegel-Artikel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/niedergang-der-us-gewerkschaften-zeigt-sich-in-wisconsin-a-837792.html\">US-Gewerkschaften: Vom Aussterben bedroht<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn die Polizei mal Pause macht<\/strong><br>\nPrivate Sicherheitsfirmen boomen. Wer an sie ger&auml;t, muss sich auf unliebsame Erlebnisse gefasst machen<br>\n[&hellip;] Wie weit reicht der Arm der privaten Sicherheitsfirmen? Wer sch&uuml;tzt die Subjekte vor den Objektsch&uuml;tzern? Und sind sie gar ein Sammelbecken f&uuml;r Waffennarren und Rechtsextreme?<br>\n Umsatzvolumen von Group4S, Securitas und der rund 200 anderen privaten Sicherheitsfirmen in &Ouml;sterreich stieg allein zwischen 2004 und 2009 von 212 Millionen auf 347 Millionen Euro (aktuellere Zahlen gibt es nicht). Wo starke Gewerkschaften gute Rahmenvertr&auml;ge ausgehandelt hatten, versuchen nun immer &ouml;fter staats- und gemeindenahe Unternehmen auf private Billiganbieter auszuweichen. In Graz planten die Verkehrsbetriebe gar, das Lenken von &ouml;ffentlichen Bussen an einen Sicherheitsdienst auszulagern. Erst als Betriebsrat Horst Schachner polternd von &raquo;Lebensgefahr&laquo; f&uuml;r die Fahrg&auml;ste sprach, wurde der Plan verworfen. Securitas-Mitarbeiter sind heute trotzdem in den Bussen unterwegs, wenn auch nur als Fahrscheinkontrollore. &raquo;Am Anfang habe ich mich auch dagegen gewehrt&laquo;, sagt Schachner, &raquo;aber das habe ich aufgegeben. Securitas ist einfach viel billiger.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/24\/A-Security\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>VW kann Porsche ohne Steuerzahlung schlucken<\/strong><br>\nDie Autohersteller Volkswagen und Porsche m&uuml;ssen f&uuml;r ihren Zusammenschluss voraussichtlich keinen Cent an den Fiskus zahlen. Grund ist ein juristischer Kunstgriff &ndash; gegen den die Finanzbeh&ouml;rden offenbar machtlos sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:autohersteller-vw-kann-porsche-ohne-steuerzahlung-schlucken\/70048170.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;kobilanz: Puma springt zu kurz<\/strong><br>\nDie &Ouml;kobilanz des Sportartikelherstellers kann sich sehen lassen, die Sozialbilanz ist jedoch mangelhaft. Der Vorwurf: Das Unternehmen zahlt seinen Zulieferern nur Hungerl&ouml;hne. Die britische Beratungsfirma Eiris hat Puma vor Adidas auf Platz 1 der &ldquo;globalen Nachhaltigkeitsf&uuml;hrer&rdquo; gesetzt. Solche Ansagen lassen aufhorchen &ndash; besonders vor medialen Gro&szlig;ereignissen wie der Fu&szlig;ball-EM oder dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro Ende Juni. Im Test auf Glaubw&uuml;rdigkeit kommt Puma erst mal gut weg. Schwieriger als das Umweltthema ist f&uuml;r Puma und viele andere transnationale Konzerne aber die soziale Frage. Hier bekommen sie immer wieder Vorw&uuml;rfe zu h&ouml;ren, die sie oft nicht ausr&auml;umen k&ouml;nnen. Wie h&auml;lt es Puma mit der sozialen Gerechtigkeit? Wie geht es den Arbeiterinnen und Arbeitern, die in hunderten Zulieferfabriken in aller Welt f&uuml;r Puma n&auml;hen und kleben &ndash; unter anderem in China, Vietnam, Bangladesch und El Salvador? Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero (CIR) formuliert harte Vorw&uuml;rfe: &ldquo;Puma l&auml;sst zu Hungerl&ouml;hnen produzieren. In der Regel reicht das Geld nicht, um die Grundbed&uuml;rfnisse der Arbeiterfamilien zu erf&uuml;llen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F06%2F05%2Fa0093&amp;cHash=80be3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Umweltbewegungen scheinen in der Tat auf Resonanz bei relevanten Bev&ouml;lkerungsgruppen gesto&szlig;en zu sein, so dass &Ouml;kobilanzen in das Marketing etlicher Produkte Eingang gefunden haben. Allerdings fragt man sich schon, warum sich all die &Ouml;kozertifikate, Umweltengel so rasant verbreiten, aber &auml;hnliches bez&uuml;glich der Arbeitsbedingungen der Produzenten nicht m&ouml;glich ist. Gewiss ist es das gute Recht von &Ouml;koparteien ihren Einsatz f&uuml;r &ouml;kologische Nachhaltigkeit zu vermarkten, nur was tun, wenn die W&auml;hlerklientel, die Bioprodukte pr&auml;feriert, die Arbeitsbedingungen, L&ouml;hne und Lebensrisiken der Produzenten im Ausland bzw. der Niedrigl&ouml;hner hierzulande, die diese Produkte oft verkaufen, wenig interessiert &ndash; vor allem wenn Verbesserungen bzw. Absicherungen auf diesem Gebiet auch noch kosten. So zumindest die Vermutung der Gr&uuml;nen. Die Gr&uuml;nen haben sich zumindest, was das Inland betrifft entschieden, wie ein Arbeitspapier zeigt, das die taz ausgegraben hat:  Soziales, das eben Geld kostet, wird f&uuml;r den Fall einer Regierungsbeteiligung herunter gebrochen. Die &ldquo;Projektgruppe Priorit&auml;ten 2013&rdquo; legt nahe, die Energiewende und Bildung zum zentralen Thema des Bundestagswahlkampfes zu machen. Von einer substanziellen Hartz-IV-Erh&ouml;hung, der Kindergrundsicherung oder dem Thema Mindestrente oder gar von einem ein verst&auml;rkter Einsatz Deutschlands zugunsten der Arbeitsbedingungen in Entwicklungs-und Schwellenl&auml;ndern  hat sich die Gruppe um J&uuml;rgen Trittin und Renate K&uuml;nast leise verabschiedet, siehe dieser <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13452#h12\">Hinweis der NDS<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schr&ouml;der macht die K&auml;&szlig;mann<\/strong><br>\nIm elften Jahr des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan distanziert sich Exbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) vom Krieg am Hindukusch. &ldquo;Es ist nichts gut in Afghanistan&rdquo;, sagt Schr&ouml;der in einem autorisierten Interview, das er f&uuml;r eine am Samstag erscheinende Biografie &uuml;ber den fr&uuml;heren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, gegeben hat. Der Exkanzler, der 2001 im Namen der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung den Entschluss zum Einsatz gef&auml;llt hatte, bezieht sich auf eine umstrittene Aussage der kurzzeitigen EKD-Ratsvorsitzenden Margot K&auml;&szlig;mann. Sie hatte zum Jahreswechsel 2009\/2010 in einer Predigt gesagt, nichts sei gut in Afghanistan &ndash; und damit einen Sturm der Entr&uuml;stung ausgel&ouml;st. Schr&ouml;der sagt nun in dem Buch: &ldquo;Dieser Satz von Frau K&auml;&szlig;mann ist so banal wie richtig.&rdquo; Mit Blick auf Afghanistan sagt er, er habe nie daran geglaubt, &ldquo;dass man dort eine Westminster-Demokratie wird errichten k&ouml;nnen&rdquo;. Jedoch: &ldquo;Was aber verteidigt worden ist oder wo sich Ver&auml;nderungen ergeben haben, waren Dinge, die man nicht kleinreden darf: Ob Frauen mehr Rechte haben in einem Land oder nicht, ist ganz wichtig. Das sollte auch Frau K&auml;&szlig;mann ganz wichtig sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F06%2F09%2Fa0155&amp;cHash=86fb275f97\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott wie peinlich! Jetzt, wo alle abhauen, schlie&szlig;t sich Schr&ouml;der an. Dabei hat er uns doch mit seiner &ldquo;bedingungslosen Solidarit&auml;t&rdquo; dieses Desaster eingebrockt. Und trotz seiner neuen Erkenntnis, schafft er es nicht, dieses Desaster unumschr&auml;nkt einzur&auml;umen. Da w&auml;re dann doch noch der Gewinn an Frauenrechten.  Thomas Krapf, der als Rechtsexperte bei der EU-Polizeimission in Afghanistan t&auml;tig war, sieht das etwas <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-frauen--opfer-auf-dem-altar-der-machtpolitik,1472602,15241576.html\">anders<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Dank Enduring Freedom erlebte jene Minderheit privilegierter Frauen im ersten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends ein Intermezzo, in dem sie vor den schlimmsten Ausw&uuml;chsen institutionalisierter Frauenverfolgung verschont blieb. Dagegen ist die Lage von &uuml;ber 70 Prozent der Frauen so unertr&auml;glich wie eh und je. &hellip;  Nach dem bevorstehenden Exodus der internationalen Gemeinschaft ist die Wehrlosigkeit gegen strukturelle Verfolgung und Sadismus vorprogrammiert.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Der Einsatz f&uuml;r mehr Frauenrechte in Afghanistan war sowieso nie sehr glaubw&uuml;rdig, wenn man bedenkt wie wenig uns Diskriminierung und Drangsalierung von Frauen in vielen Kulturen dieses Erdballs k&uuml;mmert, geschweige denn Politik und Wirtschaft. &ndash; Siehe das intensive Wegsehen des Westens beim Gesch&auml;ftspartner Saudi-Arabien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der wei&szlig;e Mann und der Teppich<\/strong><br>\nGute Regierungsf&uuml;hrung, das ist ein zentraler Begriff moderner Entwicklungshilfe. Es geht darum, dass Politiker nach klaren politischen und ethischen Standards arbeiten; sauber, transparent, ohne G&uuml;nstlingswirtschaft und Korruption. Deutschlands Mann f&uuml;r die Durchsetzung dieser Prinzipien in der Welt ist Dirk Niebel, Bundesminister f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wie das heute fein und politisch korrekt hei&szlig;t. Schade nur, dass dieser FDP-Mann so wenig korrekt handelt und auch die Standards guter Regierungsf&uuml;hrung aus den Brosch&uuml;ren seines Ministeriums f&uuml;r sich eher nicht geltenl&auml;sst. Seit Amtsantritt verfolgen ihn Vorw&uuml;rfe der Patronage, weil er immer wieder Leute aus der FDP-Nomenklatura auf wichtige Posten in seinem Ministerium bef&ouml;rdert hat. Und nun die Teppich-Aff&auml;re. Den Skandal machen nicht die paar hundert Euro aus, die er an Steuern, Zoll und Transportkosten wom&ouml;glich einsparen wollte. Der Skandal ist die Geisteshaltung, die sich da offenbart. Der wei&szlig;e Mann kauft im Entwicklungsland g&uuml;nstig fein gekn&uuml;pfte Teppichware und l&auml;sst sie sich von den Dienstboten nach Hause schaffen. Es ist diese Schn&auml;ppchen-Herrscher-Mentalit&auml;t mit kolonialistischem Nebenton, die einen so abst&ouml;&szlig;t. Aber wer wei&szlig;: &Uuml;ber einen nicht ordentlich liegenden Teppich kann man st&uuml;rzen. &Uuml;ber einen nicht ordentlich behandelten wom&ouml;glich auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-zu-niebel-der-weisse-mann-und-der-teppich,1472602,16329962,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Nur mal interessehalber &ndash; eine kleine <a href=\"http:\/\/www.zoll.de\/DE\/Fachthemen\/Zoelle\/Zollrechtliche-Bestimmung\/Zollverfahren\/Truppenverwendung\/Beguenstigungen\/Soldaten-Bundeswehr\/soldaten-bundeswehr_node.html\">&Uuml;bersicht<\/a>, was Bundeswehrsoldaten aus dem Ausland mitbringen d&uuml;rfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>WDR 3: Monika Piel bleibt ignorant<\/strong><br>\nTrotz vieler tausend Unterschriften und &ouml;ffentlicher Proteste von Journalisten, Schriftstellern und engagierten H&ouml;rern: WDR-Intendantin Monika Piel will keine Mitbestimmung von Seiten der Betroffenen. Die &bdquo;Initiative Radioretter&ldquo; zieht entt&auml;uscht Bilanz, gibt aber nicht auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/44618\/wdr-3-monika-piel-bleibt-ignorant\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lohndumping: Leiharbeit bei der &ldquo;Nordwest-Zeitung&rdquo;<\/strong><br>\nStellen Sie sich vor, Sie machen den gleichen Job wie Ihr Kollege. Sie schreiben, zum Beispiel als Journalist, genauso viele Artikel, graben genauso viele Stories aus und liefern genau so viele Bilder. Doch dann, wenn es ums Geld geht, kriegen Sie viel weniger. Frustrierend, aber bei der &ldquo;Nordwest-Zeitung&rdquo; in Oldenburg ist das Alltag. Die Verlagsspitze macht seit Jahren Druck. Viele bangen um ihre Jobs. Wollten deshalb nur ungern &ouml;ffentlich dar&uuml;ber reden. Doch ein paar Mutige packen gegen&uuml;ber ZAPP jetzt au, einige wollen dabei aber nicht offen gezeigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/niedersachsen\/oldenburg\/nwz109.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft mbH &amp; Co. KG ist eine Tochtergesellschaft der Nordwest Medien GmbH &amp; Co. KG. Die verkaufte Auflage der in Oldenburg erscheinenden &ldquo;Nordwest-Zeitung&rdquo; betrug im 1. Quartal 2012 tagesdurchschnittlich 119.337 Exemplare. Kann man sich ernsthaft dar&uuml;ber wundern, da&szlig; Medienkonzerne angesichts der auch im Zeitungsgewerbe grassierenden Verlotterung der Arbeitsplatzqualit&auml;t nahezu ausnahmslos zu den eifrigsten Propagandisten der neoliberalen &ldquo;Strukturreformen&rdquo; z&auml;hlen? Die dem Anspruch &ldquo;unabh&auml;ngiger&rdquo; und &ldquo;&uuml;berparteilicher&rdquo; Medien Hohn sprechende Interessengeleitetheit der Medien wirft permanent die Frage auf, ob die derzeitige Struktur des Mediensektors dem Anspruch der demokratischen W&auml;chterrolle der Medien als &ldquo;Vierte Gewalt&rdquo; &uuml;berhaupt gerecht werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vertrauen Sie mir &ndash; ich wei&szlig;, wovon ich spreche! Wie viele Experten vertragen die Medien &ndash; wie viele Experten vertr&auml;gt die Wissenschaft?<\/strong><br>\nTag f&uuml;r Tag greifen Zeitungen, Fernsehsender und das Radio auf den Sachverstand von Experten zur&uuml;ck. Dabei gibt es selbsternannte Experten &ndash; und solche, die wirklich Sachverstand haben. Doch wo endet die Expertise und wo beginnt der Expertismus?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/zeitfragen\/1749724\/\">Deutschlandradio Kultur (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/05\/14\/drk_20120514_1930_e3a31863.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Endstation Fortschritt?<\/strong><br>\nBedeutet Fortschritt zwangsl&auml;ufig Verbesserung? Kann der menschliche Verstand die schnellen technologischen Ver&auml;nderungen der letzten Jahrhunderte &uuml;berhaupt erfassen? Ist weiteres kontinuierliches Wachstum anzustreben? Oder lauten die Schlagworte f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte nicht eher sparen, reduzieren, den Konsum einschr&auml;nken? Dazu &auml;u&szlig;ern sich in dem Dokumentarfilm von Mathieu Roy und Harold Crooks Wissenschaftler, Philosophen, politische Aktivisten, ehemalige Finanzmanager und international anerkannte Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/videos.arte.tv\/de\/videos\/endstation_fortschritt_-6703188.html\">arte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13474","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13474"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13477,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13474\/revisions\/13477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}