{"id":134763,"date":"2025-06-20T15:00:26","date_gmt":"2025-06-20T13:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134763"},"modified":"2025-06-20T16:42:36","modified_gmt":"2025-06-20T14:42:36","slug":"zwischen-praevention-und-aggression-der-iranisrael-krieg-als-globaler-praezedenzfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134763","title":{"rendered":"Zwischen Pr\u00e4vention und Aggression \u2013 Der Iran\u2013Israel-Krieg als globaler Pr\u00e4zedenzfall"},"content":{"rendered":"<p>Der offene milit&auml;rische Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran stellt eine Eskalation dar, die in ihrer Qualit&auml;t weit &uuml;ber das hinausgeht, was bisher als &bdquo;Stellvertreterkrieg&ldquo; oder regionale Spannung bezeichnet wurde. Dennoch bleibt die &ouml;ffentliche Debatte &ndash; insbesondere in westlichen Medien &ndash; bemerkenswert einseitig. Sie folgt einem altbekannten Deutungsmuster: Israel &bdquo;wehrt sich&ldquo;, Iran ist &bdquo;aggressiv&ldquo;. Was in dieser Rahmung fehlt, ist eine differenzierte und v&ouml;lkerrechtlich fundierte Analyse der tats&auml;chlichen Konfliktdynamik. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4219\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-134763-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=134763-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250620-Iran-Israel-Krieg-als-globaler-Praezedenzfall-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Der selektive Blick auf das Gewaltverbot: Bruchstellen auf beiden Seiten<\/strong><br>\nDie Charta der Vereinten Nationen enth&auml;lt ein klares Gewaltverbot in Artikel 2 Absatz 4 [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] &ndash; es untersagt die Androhung oder Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen. Dieses fundamentale Prinzip wurde im Kontext des Iran&ndash;Israel-Konflikts in den vergangenen Jahren systematisch unterlaufen &ndash; von beiden Seiten. Dennoch wird in der Berichterstattung h&auml;ufig suggeriert, nur eine Seite versto&szlig;e gegen das internationale Recht.\n<p>So haben israelische Streitkr&auml;fte in der Vergangenheit mehrfach auf fremdem Staatsgebiet agiert &ndash; etwa bei der gezielten T&ouml;tung iranischer Milit&auml;rf&uuml;hrer in Syrien oder durch Cyberangriffe auf iranische Nuklearanlagen. Der Stuxnet-Virus von 2010 gilt als Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r eine neue Form der &bdquo;stillen&ldquo; Aggression. Auch die gezielte T&ouml;tung von IRGC-General Soleimani im Jahr 2020 auf irakischem Boden war ein klarer Versto&szlig; gegen die Souver&auml;nit&auml;t eines Drittstaates. Sp&auml;testens mit der Operation &bdquo;Rising Lion&ldquo; im Juni 2025, die massive Luftschl&auml;ge gegen iranisches Kernland beinhaltete, wurde die Schwelle zum offenen internationalen bewaffneten Konflikt &uuml;berschritten.<\/p>\n<p>Doch auch der Iran hat v&ouml;lkerrechtliche Grenzen ignoriert: durch die strategische Unterst&uuml;tzung bewaffneter Milizen wie Hisbollah und Widerstandsgruppen wie Hamas, deren Angriffe auf Israel mit Kenntnis oder sogar Mitwirkung Teherans erfolgten, sowie durch direkte Raketenangriffe auf israelisches Territorium &ndash; etwa im April 2024 und erneut nach dem Schlag gegen Isfahan 2025. Diese Eskalation erfolgte nicht im luftleeren Raum, sondern als Teil einer jahrelangen Dynamik gegenseitiger Provokation und Eskalationsprozesse.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Schattenkrieg vor dem Krieg: Eskalation mit Ansage<\/strong><br>\nWas medial untergeht, ist die langfristige strategische Aufladung des Konflikts. Beide Seiten haben &uuml;ber Jahre hinweg auf Eskalation hingearbeitet &ndash; mit Mitteln, die bewusst unterhalb der Schwelle eines offenen Kriegs angesiedelt waren. Israel flog &uuml;ber 400 Luftschl&auml;ge gegen iranische Einheiten in Syrien zwischen 2013 und 2022. Der Iran wiederum baute systematisch ein Netz aus paramilit&auml;rischen Verb&uuml;ndeten in Libanon, Syrien, Irak, Jemen und Gaza auf &ndash; aus Sicht vieler V&ouml;lkerrechtler eine Form &bdquo;indirekter Kriegsf&uuml;hrung&ldquo;, die bei nachgewiesener &bdquo;overall control&ldquo; als zwischenstaatlicher Konflikt (IAC) zu qualifizieren ist.\n<p>Gleichzeitig entwickelte sich eine neue, schwer greifbare Kriegsform: der Cyberkrieg. Dieser wurde nicht nur technisch aufger&uuml;stet, sondern politisch normalisiert &ndash; als Mittel ohne rechtliche Grauzone. Sp&auml;testens mit der Akzeptanz des Stuxnet-Virus als &bdquo;chirurgisches Werkzeug&ldquo; war der Damm gebrochen. Die Kriegsf&uuml;hrung im digitalen Raum wurde zur faktischen &bdquo;erlaubten Ausnahme&ldquo; &ndash; ein gef&auml;hrlicher Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r andere Staaten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Rolle der USA: Eine Kriegspartei im Schatten<\/strong><br>\nEin weiterer blinder Fleck im westlichen Diskurs ist die Rolle der Vereinigten Staaten. Washington wird gemeinhin als &bdquo;Vermittler&ldquo; oder &bdquo;Stabilisator&ldquo; dargestellt &ndash; tats&auml;chlich aber agiert die US-Regierung sp&auml;testens seit dem Angriff auf iranische Stellungen 2020 und der intensiven Milit&auml;rkooperation mit Israel als faktische Kriegspartei. Die Unterst&uuml;tzung reicht von finanziellen Hilfen &uuml;ber R&uuml;stungskooperationen (Iron Dome, F-35) bis zur logistischen Absicherung israelischer Milit&auml;raktionen im Nahen Osten.\n<p>Dies wird insbesondere daran deutlich, dass amerikanische Fr&uuml;hwarnsysteme und Luftabwehrplattformen direkt in israelische Vergeltungsschl&auml;ge eingebunden waren &ndash; so auch w&auml;hrend der Operation &bdquo;Rising Lion&ldquo;. Die USA beanspruchen dabei die v&ouml;lkerrechtliche Grauzone einer &bdquo;unterst&uuml;tzenden Partei&ldquo;, die sich dennoch aus der Verantwortlichkeit heraush&auml;lt. Dieses strategische Doppelspiel bleibt in der medialen Verarbeitung weitgehend unkommentiert &ndash; ein Schweigen mit geopolitischer Funktion.<br>\n&ensp;<br>\nDie Gleichzeitigkeit von wechselseitigen Rechtsbr&uuml;chen, verdeckter Kriegsf&uuml;hrung und stiller Komplizenschaft Dritter macht den Iran&ndash;Israel-Krieg zu einem Kristallisationspunkt globaler Ordnungsprobleme. Doch der &ouml;ffentliche Diskurs bleibt in eingefahrenen Mustern stecken: Wer provoziert? Wer reagiert? Wer darf &bdquo;pr&auml;ventiv&ldquo; handeln? Diese Fragen greifen zu kurz. Es geht nicht um moralische Hierarchien, sondern um die konsequente Anwendung eines Rechtsrahmens, der f&uuml;r alle gelten muss &ndash; oder f&uuml;r keinen mehr gilt.<\/p>\n<p>Kriege, so schrieb Carl von Clausewitz, sind &bdquo;eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln&ldquo;. Doch diese &bdquo;anderen Mittel&ldquo; fordern einen hohen Preis &ndash; meistens dort, wo keine Politik mehr gemacht werden kann: in den zerbombten Wohnvierteln, in den Krankenh&auml;usern ohne Strom, in den Klassenzimmern, die zu Notunterk&uuml;nften wurden. Der aktuelle Krieg zwischen Iran und Israel illustriert dies in brutaler Klarheit: W&auml;hrend politische Eliten in beiden L&auml;ndern von der Eskalation profitieren, zahlen Zivilist:innen den Preis &ndash; mit ihrem Leben, ihrer Freiheit, ihrer Zukunft. Und die internationale Diplomatie? Sie wird zum blo&szlig;en Zuschauer degradiert.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Krieg als innenpolitischer Ausweg: Israel zwischen Krise und Konsolidierung<\/strong><br>\nSeit Monaten steht die israelische Regierung unter Druck. Die tiefgreifenden Justizreformen, die Premierminister Benjamin Netanjahu mit seiner rechtsnationalen Koalition durchzusetzen versucht, sto&szlig;en auf massiven Widerstand &ndash; nicht nur auf der Stra&szlig;e, sondern auch innerhalb der Milit&auml;r- und Sicherheitsapparate. Gleichzeitig w&auml;chst der Unmut &uuml;ber die anhaltende wirtschaftliche Polarisierung und die Eskalation der Gewalt in den besetzten und belagerten pal&auml;stinensischen Gebieten.\n<p>Im Schatten dieser Krise kommt der offene Schlagabtausch mit dem Iran nicht ungelegen: Der &bdquo;&auml;u&szlig;ere Feind&ldquo; dient als Projektionsfl&auml;che nationaler Einheit, und die Regierung kann sich als Garant israelischer Sicherheit inszenieren. Der Angriff auf iranische Einrichtungen wird nicht nur als Selbstverteidigung deklariert, sondern als notwendiger Schlag gegen eine &bdquo;existenzielle Bedrohung&ldquo;. Innenpolitisch erlaubt dieses Narrativ eine Re-Politisierung des Milit&auml;rs zugunsten der Regierung &ndash; wer jetzt Netanjahu kritisiert, riskiert, als unpatriotisch zu gelten.<\/p>\n<p>Wie schon in fr&uuml;heren Eskalationen zeigt sich: Der Krieg wird zur Legitimationsquelle f&uuml;r eine Politik, die ethno-demokratische Institutionen Israels aush&ouml;hlt. Die Opfer auf beiden Seiten, die Zerst&ouml;rung ziviler Infrastruktur, die Aufhebung von Grundrechten &ndash; all das ger&auml;t in den Hintergrund einer Politik, die unter dem Banner &bdquo;Sicherheit&ldquo; vor allem den Machterhalt sichert.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der iranische Sicherheitsstaat: Der &auml;u&szlig;ere Feind als Klammer f&uuml;r die Kontrolle<\/strong><br>\nAuch im Iran nutzt das sicherheitspolitische Establishment den Krieg zur Festigung der eigenen Macht. Die Revolutionsgarden, deren Einfluss im politischen und wirtschaftlichen System in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, k&ouml;nnen sich als Verteidiger des Vaterlandes profilieren. Der israelische Pr&auml;ventivschlag &ndash; insbesondere die T&ouml;tung hochrangiger IRGC-Offiziere [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] &ndash; wird zum Beweis einer permanenten Bedrohung stilisiert, die nationale Geschlossenheit und geopolitische Standhaftigkeit verlange.\n<p>Diese Rhetorik dient einem klaren Zweck: der Delegitimierung der Reformbewegung und der oppositionellen Zivilgesellschaft. Wer nach Demokratie, Frauenrechten oder Pressefreiheit ruft, wird nun mit dem Vorwurf konfrontiert, der nationalen Sache zu schaden. Die gewaltsame Niederschlagung von Protesten kann unter Verweis auf den Kriegszustand versch&auml;rft werden; kritische Stimmen werden als &bdquo;innere Kollaborateure&ldquo; des Feindes gebrandmarkt.<\/p>\n<p>Was in der westlichen &Ouml;ffentlichkeit kaum beachtet wird: Auch im Iran gibt es eine vielstimmige Gesellschaft, die sich nach &Ouml;ffnung und Frieden sehnt &ndash; und f&uuml;r die der Krieg nicht nur eine milit&auml;rische Eskalation ist, sondern auch eine weitere Phase politischer Repression. Ihre Stimme wird im Kriegsrauschen &uuml;bert&ouml;nt.<\/p><\/li>\n<li><strong>Zivilist:innen zwischen den Fronten: Die Logik der &bdquo;legitimen Kollateralsch&auml;den&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend politische Akteure den Krieg nutzen, sterben auf beiden Seiten Zivilist:innen &ndash; in Teheran wie in Tel Aviv, in Isfahan wie in Haifa. Raketen treffen Wohngeb&auml;ude, Drohnen legen Stromnetze lahm, Luftabwehrsysteme explodieren inmitten bewohnter Gebiete. Der Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung, den das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht verspricht, wird systematisch ausgeh&ouml;hlt.\n<p>Wie Eyal Benvenisti treffend analysiert, haben sich die Regeln des Kriegs in asymmetrischen Konflikten verschoben: Die klassische Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilpersonen verwischt, wenn Angriffe auf &bdquo;milit&auml;rische Infrastruktur&ldquo; ganze Stadtviertel betreffen. In diesem Kontext wird ziviler Schaden zum einkalkulierten Kollateral &ndash; legalisiert durch die Rhetorik der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit, entmenschlicht durch die Sprache der &bdquo;Sekund&auml;rziele&ldquo;.<\/p>\n<p>Die internationale Reaktion auf diese Erosion des Schutzes ist erschreckend schwach. W&auml;hrend UNO-Gremien zum &bdquo;m&ouml;glichst schnellen Waffenstillstand&ldquo; aufrufen, werden Waffenlieferungen forciert, diplomatische Protestnoten verschickt &ndash; und zugleich umformuliert, sobald es sich um einen &bdquo;strategischen Partner&ldquo; handelt. Was bleibt, ist ein Eindruck: Das Recht des St&auml;rkeren ersetzt das Recht des V&ouml;lkerrechts. Und die Zivilbev&ouml;lkerung steht schutzlos im Feuer.<\/p><\/li>\n<li><strong>Marginalisierung der Diplomatie: Die UNO als Statist im Theater der Gewalt<\/strong><br>\nSowohl Israel als auch der Iran ignorieren faktisch die Rolle des UN-Sicherheitsrats &ndash; entweder, weil dieser durch das Vetorecht blockiert ist, oder weil sie wissen: Die Konsequenzen sind gering. Resolutionen werden verabschiedet, aber weder umgesetzt noch kontrolliert. Ein effektives kollektives Sicherheitssystem existiert nicht mehr.\n<p>Stattdessen sehen wir eine wachsende Toleranz gegen&uuml;ber v&ouml;lkerrechtswidriger Gewalt &ndash; solange sie von den &bdquo;richtigen&ldquo; Akteuren ausgeht. Die internationale Ordnung, wie sie nach 1945 formuliert wurde, steht vor dem Zerfall. Der Krieg zwischen Israel und dem Iran ist nur ein Symptom &ndash; aber ein besonders lautes.<\/p><\/li>\n<li><strong>Fazit: Profiteure auf den Trib&uuml;nen, Opfer auf dem Spielfeld<\/strong><br>\nWenn Kriege nicht mehr verhindert, sondern politisch verwertet werden, wenn V&ouml;lkerrecht nur noch selektiv gilt, wenn Diplomatie zur rhetorischen Geste verkommt &ndash; dann stellt sich nicht nur die Frage, wer n&uuml;tzt und wer leidet. Dann stellt sich die Frage, wie lange sich eine internationale Gemeinschaft noch so nennen darf, die beim Morden zuschaut, w&auml;hrend ihre Regeln zynisch instrumentalisiert werden.\n<p>Die Antwort auf diese Frage wird nicht auf Regierungsebene gegeben. Sie liegt bei den Menschen, die sich &ndash; in Israel, im Iran, in Europa &ndash; weigern, zwischen &bdquo;guten&ldquo; und &bdquo;schlechten&ldquo; Toten zu unterscheiden. Die das Recht auf Frieden nicht ver&auml;chtlich machen lassen. Und die daran erinnern: Krieg n&uuml;tzt denen, die ihn befehlen &ndash; und schadet allen, die ihn f&uuml;hren m&uuml;ssen.<\/p><\/li>\n<\/ol><p><small>Titelbild: Andy.LIU \/ shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Art. 2 Abs.4: Alle Mitglieder unterlassen in ihren inter-nationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh&auml;ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Islamic Revolutionary Guard Corps<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der offene milit&auml;rische Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran stellt eine Eskalation dar, die in ihrer Qualit&auml;t weit &uuml;ber das hinausgeht, was bisher als &bdquo;Stellvertreterkrieg&ldquo; oder regionale Spannung bezeichnet wurde. Dennoch bleibt die &ouml;ffentliche Debatte &ndash; insbesondere in westlichen Medien &ndash; bemerkenswert einseitig. Sie folgt einem altbekannten Deutungsmuster: Israel &bdquo;wehrt sich&ldquo;, Iran ist &bdquo;aggressiv&ldquo;. Was<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134763\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":134766,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,126,171],"tags":[2806,951,1557,2301,3438,1556,1703,2360],"class_list":["post-134763","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-cyberkrieg","tag-iran","tag-israel","tag-konfrontationspolitik","tag-un-charta","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/shutterstock_2454006153.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134763"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134763\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":134822,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134763\/revisions\/134822"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/134766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}