{"id":134784,"date":"2025-06-22T13:00:45","date_gmt":"2025-06-22T11:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134784"},"modified":"2025-06-21T00:10:11","modified_gmt":"2025-06-20T22:10:11","slug":"paraguay-eine-kollektive-und-gemeinschaftliche-loesung-als-antwort-auf-die-wohnungskrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134784","title":{"rendered":"Paraguay: Eine kollektive und gemeinschaftliche L\u00f6sung als Antwort auf die Wohnungskrise"},"content":{"rendered":"<p>In Paraguay haben Tausende Familien Schwierigkeiten, eine menschenw&uuml;rdige Wohnung zu finden. Dennoch war es vielen Menschen m&ouml;glich, durch die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Wohnkooperative Zugang zu einer menschenw&uuml;rdigen und bezahlbaren Wohnung zu bekommen. Von <strong>Carol Sotelo<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer Traum von einer eigenen Wohnung in Paraguay erscheint angesichts der hohen Immobilienkosten immer irrealer, wenn man diese mit dem durchschnittlichen Lohn oder dem erwirtschafteten durchschnittlichen Einkommen der werkt&auml;tigen Bev&ouml;lkerung vergleicht.<\/p><p>Eine durchschnittliche st&auml;dtische Familie in Paraguay besteht laut der St&auml;ndigen fortlaufenden Haushalts-Umfrage (EPHC) von 2019 aus 4,6 Personen. Fokussieren wir uns auf die Bed&uuml;rfnisse dieser Gruppe bez&uuml;glich des Wohnraums, w&uuml;rden wir nach einer Wohnung mit drei Zimmern, zwei B&auml;dern und mindestens 100 Quadratmetern suchen. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Wenn man eine Schnellsuche auf dem Immobilienportal Info Casas mit diesen Suchkriterien startet, werden Objekte ausgeworfen, deren Preise zwischen 400 und 800 Millionen Guaran&iacute; (rund 44.000 bis 88.000 Euro) liegen und sich in der N&auml;he der Hauptstadt in St&auml;dten wie Fernando de la Mora, San Lorenzo oder Villa Elisa befinden. Wenn man die Suche anders ausrichtet, besonders auf die Hauptstadt Asunci&oacute;n, verdoppeln sich die Kosten.<\/p><p><strong>Das Preis-Einkommen-Verh&auml;ltnis<\/strong><\/p><p>In einer Kolumne der Tageszeitung <em>5 D&iacute;as<\/em> definiert der Architekt Nicol&aacute;s Morales Saravia eine ganz n&uuml;tzliche Kennziffer, um die Erschwinglichkeit einer Wohnung zu bestimmen. Er setzt dabei Preis und Einkommen ins Verh&auml;ltnis.<\/p><p>In Paraguay liegt das Mindest-Lohneinkommen bei 355,57 US-Dollar (entspricht 2.798.309 G &ndash; beim Wechselkurs am Tag der Ver&ouml;ffentlichung), und die Durchschnittskosten f&uuml;r eine 100 Quadratmeter &ndash; Wohnung in Asuncion liegen bei 170.000 Dollar (1.309.000.000 G). Die Berechnung der Preis-Einkommens-Kennziffer ergibt, dass der Preis bei etwa dem 461-Fachen des Mindesteinkommens liegt. Das ist nach Auffassung des Architekten ein extrem hoher Wert, der die &Uuml;berbewertung des Immobilieneigentums zeigt.<\/p><p>Die hohen Kosten am Markt sind schon ein gro&szlig;es Handycap. Es gibt aber auch noch andere, wie das Fehlen staatlicher Politiken zur Marktregulierung zugunsten der breiten Bev&ouml;lkerung und die Prekarisierung der Arbeit. Hinzuz&auml;hlen k&ouml;nnen wir auch die Wohnungsprogramme ohne gesellschaftliche Perspektive, die dazu f&uuml;hren, dass der Traum vom eigenen Heim effektiv in immer weitere Ferne r&uuml;ckt. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p><strong>Ausgrenzende &bdquo;L&ouml;sungen&rdquo;<\/strong><\/p><p>Bankkredite f&uuml;r Wohnungen sind auf dem paraguayischen Markt ein sehr popul&auml;res Produkt. Jedoch ist es durch die B&uuml;rokratie des Prozederes, die Anforderungen an den Kreditnehmer und die hohen Finanzierungskosten f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung unerreichbar. Die am meisten von solchen Krediten Ausgeschlossenen sind haupts&auml;chlich die unabh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, die &uuml;ber keine Sozialversicherung verf&uuml;gen oder deren Eink&uuml;nfte von Tag zu Tag minimal sind.<\/p><p>In diesem Kontext werden die staatlichen Programme wie &bdquo;Meine Wohnung&rdquo; oder &bdquo;Che Roga Pora&rdquo; infrage gestellt, weil sie keine wirkliche L&ouml;sung f&uuml;r die Klasse der Werkt&auml;tigen darstellen.<\/p><p>Au&szlig;erdem wird ihnen vorgeworfen, einen wenig transparenten Prozess zu betreiben, indem sie sich mit Entwicklern und Pr&uuml;fern mit fragw&uuml;rdiger Herkunft zu zusammentun.<\/p><p>In dieser Hinsicht bieten die Wohnkooperativen einen von der gemeinschaftlichen Organisation ausgehenden L&ouml;sungsansatz f&uuml;r die Wohnungskrise. Auf diese Weise wird versucht, den Bed&uuml;rfnissen der arbeitenden Bev&ouml;lkerung, die immer noch von den traditionellen L&ouml;sungen ausgeschlossen ist, zu erf&uuml;llen.<\/p><p><strong>Die Wohnkooperative: eine L&ouml;sung mit gemeinschaftlicher Vision<\/strong><\/p><p>Eine Wohnkooperative ist eine gemeinn&uuml;tzige Vereinigung von Personen, die sich zusammenschlie&szlig;en zur Erreichung des gemeinsamen Ziels der Erlangung eines eigenen, menschenw&uuml;rdigen Heims mit bestm&ouml;glicher Qualit&auml;t zu erbringbaren Kosten. Diese Kooperativen funktionieren wie die Mehrzahl der Kooperativen, und sie bilden sich aus einer Mitgliederversammlung heraus. Diese Personen treffen die wichtigsten Entscheidungen. Au&szlig;erdem verf&uuml;gen sie &uuml;ber einen Verwaltungsrat und einen Aufsichtsrat, verantwortlich f&uuml;r die Kontrolle der K&ouml;rperschaft.<\/p><p>Victor Pereira kommt von der Fakult&auml;t f&uuml;r Architektur, Design und Kunst der Nationaluniversit&auml;t von Asunci&oacute;n, und seine wissenschaftliche Arbeit dreht sich um die Wohnkooperativen. Er selbst sagt, dass diese sich auf vier philosophische S&auml;ulen st&uuml;tzen: das gemeinschaftliche Eigentum an Grund und Boden, die direkte Demokratie, die Selbstverwaltung und die gegenseitige Hilfe.<\/p><p>Victor erkl&auml;rt dazu, dass bei diesem Modell die in der Kooperative zusammengeschlossenen Personen einen hohen Grad an Eigenverantwortung bei allen ihre Wohnung betreffenden Entscheidungen haben. Das reicht vom Entwurf &uuml;ber die Planung, die Materialien bis hin zum Bauprozess.<\/p><p>&bdquo;Bei diesem Modell arbeiten die Mitglieder der Kooperative und ein multidisziplin&auml;res technisches Team von Anfang an im sozialen und rechtlichen Bereich und nat&uuml;rlich beim Bau. Mehr noch als die Beteiligung ist f&uuml;r mich der Protagonismus der Menschen, f&uuml;r die diese Wohnungen letztlich bestimmt sind, hervorzuheben, und das ist die haupts&auml;chliche Komponente dieses Modells&rdquo;, sagt er.<\/p><p>Victor hat eng mit verschiedenen Wohnkooperativen gearbeitet. Dazu sagt er, dass in einigen dieser Kooperativen Arbeitsgruppen organisiert wurden, wo viele der Kooperativemitglieder selbst Bauberufe erlernten, um sich direkter in den Bauprozess einzubringen.<\/p><p>Dadurch &ndash; sch&auml;tzt man &ndash; wurden bis zu 15 Prozent des Gesamtbudgets eingespart, weil man weniger Arbeitskr&auml;fte anstellen musste. Au&szlig;erdem ergab sich die M&ouml;glichkeit, diese Mittel anderweitig einzusetzen, beispielsweise um die Qualit&auml;t der Materialien zu verbessern.<\/p><p><strong>Ursprung und Regulierung zu den Wohnkooperativen<\/strong><\/p><p>Das Wohnungs-Kooperativenwesen entsteht in Uruguay im Jahr 1966. Danach kam es zu Beginn der 2000er-Jahre in unser Land.<\/p><p>In der paraguayischen Gesetzgebung schreibt das Gesetz 2329\/03 den administrativen Rahmen der Wohnkooperativen und des Fonds f&uuml;r Wohnkooperativen fest. Beides wird beh&ouml;rdenseitig durch das Nationale Institut f&uuml;r Kooperativen (Incoop) reguliert.<\/p><p>Die erste Erfahrung auf lokaler Ebene wurde mit einer Wohnkooperative im Barrio Cooperativo Kuarahy Rese de Aveiro (It&aacute;) gemacht. Dieses Barrio verf&uuml;gt heute &uuml;ber 300 Wohnungen und l&ouml;ste das Wohnungsproblem f&uuml;r eine gro&szlig;e Anzahl von Menschen.<\/p><p>Zulma Rojas, Einwohnerin und Ex-Pr&auml;sidentin der Cooperativa Kuarahy Rese de Aveiro, bekr&auml;ftigt, dass die Wohnkooperativen eine wirkliche L&ouml;sung f&uuml;r das Wohnungsproblem sind. Das liegt daran, dass die Tatsache, eine Wohnung zu haben, ein Grundrecht ist, das die T&uuml;ren &ouml;ffnet zu anderen Rechten wie dem auf Gesundheit und Bildung.<\/p><p>&bdquo;Die Wohnung ist ein Grundbed&uuml;rfnis. Ausgehend davon, dass wir &uuml;ber Wohnraum verf&uuml;gen, k&ouml;nnen wir an die Gesundheit der Familien und an unsere Ausbildung denken. Dieses Organisationssystem l&auml;sst uns wachsen, als Menschen und als Fachleute&rdquo;, sagt Zulma.<\/p><p><strong>Erfolgsgeschichten: &bdquo;Auch die Arbeiterklasse kann sich organisieren&rdquo;<\/strong><\/p><p>Die Zentrale der Wohnkooperativen der gegenseitigen Hilfe Paraguays (Ccvamp) ist eine Organisation, die das Recht auf eine menschenw&uuml;rdige Wohnung durch Selbstverwaltung f&ouml;rdert. Zulma Rojas, die auch selbst eine Zeit lang Pr&auml;sidentin dieser Einrichtung war, erz&auml;hlt, dass circa 18 mit der Zentrale assoziierte Kooperativen erfasst sind.<\/p><p>Die 300 Familien umfassende Cooperativa de Viviendas Kuarahy Rese de Aveiro in der Stadt It&aacute; ist die zahlenm&auml;&szlig;ig Gr&ouml;&szlig;te. Es gibt aber auch registrierte Kooperativen mit 15 oder 30 Familien in San Juan Bautista, Mariano Roque Alonso, Caccup&eacute;, Limpio y el Ba&ntilde;ado de Asunci&oacute;n. Insgesamt, so Zulma, leben in diesen Kooperativen zwischen 600 und 800 Familien.<\/p><p>&bdquo;Unsere Absicht ist es, dieses Modell zu vervielf&auml;ltigen. Wir wollen, dass andere Paraguayer und Paraguayerinnen auf diese Art und Weise bauen k&ouml;nnen. Wir wollen beweisen, dass wir Werkt&auml;tigen uns auch organisieren, unsere gemeinsamen Ressourcen verwalten und das ertr&auml;umte Dach &uuml;ber dem Kopf erreichen k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Zulma.<\/p><p>Wenn die Kooperative einmal gegr&uuml;ndet ist, wird das (Bau-) Projekt vorgestellt und das Arbeitsteam gebildet. Die Finanzierung kann eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren haben, die Raten k&ouml;nnen von 145.000 bis zu 400.000 G reichen. Sowohl das Budget des Projektes als auch die Finanzierung werden berechnet auf Grundlage des Einkommensdurchschnitts der Personen, die die Kooperative bilden.<\/p><p><strong>Auch die Kollektivit&auml;t hat ihre Herausforderungen<\/strong><\/p><p>Zulma sagt, dass es einige F&auml;lle schlechter Verwaltung der Finanzmittel gab. Aber sie betont, dass diese F&auml;lle das Ergebnis dessen sind, was sie die &bdquo;schlimmen Laster&rdquo; einer individualistischen Erziehung in unserer Gesellschaft nennt, wo oft die eigenen Interessen &uuml;ber dem Gemeinwohl stehen.<\/p><p>&bdquo;Viele Leute sagen, dass es undenkbar ist, ein solches Modell in Paraguay zu verwirklichen. Aber diese Kooperativen sind eine Realit&auml;t. Und auch wenn es diese Art von Problemen gibt, wir sind in der Lage, sie zu l&ouml;sen und sie zu &uuml;berwinden&ldquo;, erkl&auml;rt sie.<\/p><p>Andere gro&szlig;e Problemfelder liegen im fehlenden politischen Willen. Die Wohnkooperativen genie&szlig;en nicht die gleiche F&ouml;rderung wie andere Programme des Staates. Und obwohl es ein Gesetz gibt, das diese reguliert, und auch erfolgreiche praktische Beispiele, wissen nicht viele Leute, wie sie funktionieren.<\/p><p>&bdquo;Wir haben sogar einige Demonstrationen organisiert, um zu erreichen, dass die Projekte, die man uns mit der Ausrede der F&auml;lle schlechter Verwaltung nicht genehmigen wollte, nun endlich starten k&ouml;nnen. Die Realit&auml;t ist, dass es der Mehrheit der Regierenden nicht gef&auml;llt, wenn wir uns selbst organisieren k&ouml;nnen, weil damit diese Praxis staatlicher Wohlfahrt beseitigt wird. Das ist die Logik des Systems&rdquo;, sagt sie.<\/p><p><strong>&bdquo;Wir schaffen nicht nur Wohnungen, sondern ein w&uuml;rdiges und gemeinschaftliches Leben&rdquo;<\/strong><\/p><p>Leidyd Romero erz&auml;hlt, was mit diesem Projekt im Jahr 2008 begann und Teil der zweiten Etappe der Wohnkooperative von It&aacute; wurde. Zu dieser Zeit wohnte sie zur Miete.<\/p><p>Im Falle von Leidyd gab es zwei vorausgehende Schritte: zuerst die Ableistung der Stunden gegenseitiger Hilfe (beim Bau) und dann den monatlichen Beitrag von 60.000 G im Rahmen der Vorleistung.<\/p><p>&bdquo;In der ersten Etappe gab es schon fertige Wohnungen. Zu sehen, was f&uuml;r andere Familien schon dabei herausgekommen war, das hat uns geholfen, mehr Motivation und Glauben an das Projekt zu haben. Es war f&uuml;r uns eine gangbare, eine machbare Alternative&rdquo;, sagt sie.<\/p><p>Leidyd erz&auml;hlt, dass sie weiterhin monatlich f&uuml;r ihre Wohnung einzahlt, aber nun &bdquo;mit der kollektiven Sicherheit.&rdquo;<\/p><p>&bdquo;Ich betone die Sicherheit, die wir in unserem Barrio haben, die Solidarit&auml;t und die Selbstverwaltung. Wir schaffen nicht nur Wohnraum, sondern ein w&uuml;rdiges und gemeinschaftliches Leben. Das ist der eigentliche Mehrwert im Vergleich zu anderen Vorschl&auml;gen f&uuml;r Sozialwohnungen, wo wir kaum Einfluss auf das Endergebnis haben&rdquo;.<\/p><p>Sie merkt an, dass es ihre gr&ouml;&szlig;te Angst war, die erforderlichen Arbeitsleistungen nicht erbringen zu k&ouml;nnen, weil bei diesem Modell das Mitglied der Kooperative auch direkt zum Bau des Wohnraums beitr&auml;gt.<\/p><p>&bdquo;Wenn das auch am Anfang eine Herausforderung war, kann ich mit Stolz sagen, dass aus diesem Prozess mehrere Frauen als Maurerinnen und Baumeisterinnen hervorgingen. Stell dir vor, au&szlig;er H&auml;usern wurde die Gleichberechtigung unter den Geschlechtern geschaffen&rdquo;, betont sie.<\/p><p>Leidyd sagt weiter, dass der Staat die guten Ergebnisse dieser Modelle anerkennen und zu ihrer F&ouml;rderung, Verwaltung und Erhaltung beitragen sollte. Au&szlig;erdem meint sie, dass es auch f&uuml;r die Menschen, die sich aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht f&uuml;r dieses Modell entscheiden, effiziente L&ouml;sungen f&uuml;r menschenw&uuml;rdigen Wohnraum geben muss.<\/p><p><strong>Wohnkooperativen, das Beispiel f&uuml;r einen erf&uuml;llbaren Traum<\/strong><\/p><p>Die Wohnungkooperativen sind mehr als eine L&ouml;sung des Wohnproblems. Sie beweisen auch, dass es m&ouml;glich ist, Gemeinschaften auf der Grundlage kollektiver Organisierung aufzubauen. Ungeachtet der Herausforderungen, wie dem fehlenden politischen Willen, stellt dieses Modell mit dieser Art von Projekten eine effiziente L&ouml;sung dar, die heute den Bed&uuml;rfnissen von Hunderten Familien gerecht wird.<\/p><p>Die Erfahrung von Kooperativen wie der von Kuarahy Rese de Aveiro (It&aacute;) ist der Beweis, dass die werkt&auml;tige Klasse einen Willen hat. Au&szlig;erdem zeigt sie die F&auml;higkeiten zu Organisation, Verwaltung und Management, die notwendig sind, um, wie es Zulma Rojas aufzeigte, Zugang zu einer menschenw&uuml;rdigen Wohnung zu erlangen.<\/p><p>In einem Land, in dem der Zugang zu einer eigenen Wohnung f&uuml;r viele Menschen zu einem immer ferneren Traum wird, zeigen uns die Wohnkooperativen, dass es m&ouml;glich ist, durch kollektive Organisierung Grundrechte wie das auf Zugang zu einer menschenw&uuml;rdigen Wohnung zu erringen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Anmerkung zur &Uuml;bersetzung: Bei Angaben zur Wohnungsgr&ouml;&szlig;e werden grunds&auml;tzlich nur die Schlafzimmer gez&auml;hlt; das &bdquo;Wohnzimmer&rdquo; &ndash; la sala &ndash; kommt immer noch hinzu<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Anmerkung zur &Uuml;bersetzung: Im Text werden die Begriffe vivienda, casa propia zum Teil synomym zur Bezeichnung des &bdquo;eigenen Heims&rdquo; im Sinne des selbst genutzten Wohneigentums benutzt<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>&Uuml;bersetzung: Camilla Seidelbach, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/274992\/wohnkooperativen-paraguay\">Amerika21<\/a><\/small><\/p><p><small>Titelbild: Blick auf die H&auml;user im Barrio Cooperativo Kuarahy Rese de Aveiro (It&aacute;) &ndash; Quelle: LEIDYD ROMERO<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97595\">Stimmen aus Lateinamerika: Lektionen aus Paraguay<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109136\">Stimmen aus Lateinamerika: &bdquo;Es gibt immer eine progressive L&ouml;sung&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107937\">Deutsche Wirtschaft fordert besseren Zugriff auf Bodensch&auml;tze und Fachkr&auml;fte in Lateinamerika<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92739\">Stimmen aus Lateinamerika: Die Einmischung der USA geht unvermindert weiter<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/1fa4ef75ce0a42b0ae8183121541af5c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Paraguay haben Tausende Familien Schwierigkeiten, eine menschenw&uuml;rdige Wohnung zu finden. 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