{"id":134969,"date":"2025-06-24T13:11:08","date_gmt":"2025-06-24T11:11:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134969"},"modified":"2025-06-25T07:19:07","modified_gmt":"2025-06-25T05:19:07","slug":"anfang-januar-2019-bin-ich-direkt-nach-london-gereist-und-zur-ecuadorianischen-botschaft-gelaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134969","title":{"rendered":"\u201eAnfang Januar 2019 bin ich direkt nach London gereist und zur ecuadorianischen Botschaft gelaufen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Gespr&auml;ch mit Moritz M&uuml;ller, NachDenkSeiten-Autor, &uuml;ber Julian Assange. <\/strong>Am 25. Juni 2025 ist es ein Jahr her, dass Julian Assange, der Gr&uuml;nder der Plattform <em>WikiLeaks<\/em>, nach 14 Jahren (!) unerbittlicher Verfolgung, Erniedrigung, &Uuml;berleben im Asyl, haltloser Anklagen, ewiger Prozesse, Inhaftierung ohne Urteil einzig aufgrund seiner investigativen wie unbequemen Arbeit als Journalist und Whistleblower aus einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis in London entlassen wurde. NachDenkSeiten-Autor <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong> hat diese Zeit noch sehr intensiv in Erinnerung, vor allem die Jahre seit 2017, in denen er sich der zahlreichen Leserbriefe an die NachDenkSeiten zu Assange annahm. Als Moritz M&uuml;ller Ende 2018 darauf aufmerksam wurde, dass Assange nach sechs Jahren immer noch im Botschaftsasyl in London festsa&szlig; und seine Situation sich stetig verschlechterte, z&ouml;gerte er nicht lange und reiste nach London. Eine intensive Zeit der Unterst&uuml;tzung begann. Das und mehr erfuhr <strong>Frank Blenz<\/strong> im Gespr&auml;ch mit Moritz M&uuml;ller und hat es f&uuml;r die NachDenkSeiten aufgeschrieben.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3693\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-134969-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=134969-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250624_Anfang_Januar_2019_bin_ich_direkt_nach_London_gereist_und_zur_ecuadorianischen_Botschaft_gelaufen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Frank Blenz: Lieber Moritz, wenn ich an Julian Assange denke, denke ich auch an Moritz M&uuml;ller &ndash; und zwar, weil Dein Name, Deine Arbeit f&uuml;r die NachDenkSeiten in den langen Jahren der Unterjochung Julian Assanges f&uuml;r mich trotz aller Pein, trotz der schlimmen Nachrichten immer etwas Hoffnung weckten. Ich ziehe vor Dir bis heute &ndash; Pardon, wenn ich das so blumig sage &ndash; den Hut, dass Du so geduldig und unverr&uuml;ckbar auch selbst in London vor Ort warst. Dort hast Du zahlreiche Artikel verfasst, Texte, die in anderen Publikationen unserer wertebasierten Medienwelt so selten waren und bis heute sind. Ich bin nun, da es sich erstmals j&auml;hrt, dass Julian Assange freikam, wieder nah in Gedanken bei Euch, Assange und Dir, und will einiges wissen. Also, was war Dein Schl&uuml;sselerlebnis, welcher Gedanke kam auf, welcher Anlass lie&szlig; Dich entscheiden, dass Du Dich f&uuml;r Julian Assange pers&ouml;nlich einsetzen willst und wirst?<\/strong><\/p><p><strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>: Seit Ende 2017 war ich bei den NachDenkSeiten f&uuml;r die Bearbeitung der eingehenden Leserbriefe zust&auml;ndig. Im Herbst 2018 kamen dann sehr geb&uuml;ndelt Leserbriefe zu Julian Assange und der sich zunehmend verschlechternden Situation in seinem Botschaftsasyl in der ecuadorianischen Botschaft in London. Der Hintergrund dazu war ein Aufruf, den seine Mutter Christine Assange gestartet hatte und auf den uns die NDS-Leser aufmerksam machten. Die NachDenkSeiten haben dann im November 2018 einen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47287\">Beitrag von Chris Hedges<\/a> ver&ouml;ffentlicht, der diesen Aufruf enthielt, und am n&auml;chsten Tag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47313\">nochmals darauf hingewiesen<\/a>.<\/p><p><strong>Im Archiv der NachDenkSeiten finden sich sehr viele intensive wie wichtige Beitr&auml;ge von Dir zu Julian Assange. Diese reichen bis auf das Jahr 2019 zur&uuml;ck. Im Dezember\/Januar 2018\/19 bist Du erstmals, so habe ich gelesen, nach London gereist &hellip;<\/strong><\/p><p>Damals hatte ich pers&ouml;nlich den Aufenthaltsort von Julian Assange sozusagen nur im Hinterkopf, zumindest hatte ich noch nicht geh&ouml;rt, dass er die Botschaft verlassen hatte. Ich habe dann mit Freunden in Schottland Silvester gefeiert. Anfang 2019 bin ich dann nach London gereist und zur ecuadorianischen Botschaft gelaufen. Dort hielten eine Handvoll Unterst&uuml;tzer eine Mahnwache. Einige von ihnen unterst&uuml;tzten Julian Assange schon seit seiner ersten Verhaftung im Dezember 2010. Mit ihnen kam ich an diesem Januarnachmittag ins Gespr&auml;ch.<\/p><p>In mir keimte die Idee f&uuml;r meinen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48340\">ersten Artikel &uuml;ber Julian Assange<\/a>. Das war dann mein erster eigener Beitrag auf den NachDenkSeiten &uuml;berhaupt. Man muss wissen: In den Medien kamen Julian Assange und seine prek&auml;re Situation zu dieser Zeit fast gar nicht vor. F&uuml;r mich schien es nun umso klarer, dass man sich f&uuml;r den Journalistenkollegen Julian Assange einsetzen muss, wegen seiner pers&ouml;nlichen Situation, aber auch, um die Pressefreiheit zu verteidigen. Ich habe die Diskussionen um die Frage, ob er nun Journalist ist oder nicht, nie verstanden. Viele meiner Artikel habe ich geschrieben, um Julian Assange in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung wachzuhalten. Es geht mein Dank hier auch explizit an die Kollegen und die Redaktion der <em>NachDenkSeiten<\/em>, die das Thema immer zu 100 Prozent unterst&uuml;tzt haben. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wiederum w&auml;ren ohne die finanzielle Unterst&uuml;tzung der Leser nicht m&ouml;glich, und somit auch mein gro&szlig;er Dank in diese Richtung.<\/p><p><strong>Deine Vor-Ort-Geschichten waren und bleiben wichtig und eindrucksvoll. Wie oft warst Du in London, wie hast Du diese lange, aufreibende Zeit erlebt? Gab es f&uuml;r Dich in der Zeit der Dunkelheit erhellende Hoffnungsmomente, oder war es eher eine Zeit zahlreicher Niederlagen und Dem&uuml;tigungen?<\/strong><\/p><p>Insgesamt bin ich 19-mal nach London gereist, um mich vor Ort zu informieren und f&uuml;r die Leser t&auml;tig zu sein. Im September 2020, als am zentralen Londoner Strafgerichtshof Old Bailey &uuml;ber den Auslieferungsantrag der USA verhandelt wurde, war ich f&uuml;r vier Wochen in London. Ich habe auf diesen Reisen London kennen- und lieben gelernt. Ich kenne aus dieser Zeit wunderbare und engagierte Menschen, die nicht nur f&uuml;r Assange auf die Stra&szlig;e gingen und protestierten. Diese Bekanntschaften und Freundschaften m&ouml;chte ich nicht missen. Sie helfen mir bis heute, noch ein bisschen Optimismus zu haben, was die derzeitige Misere der Menschheit angeht.<\/p><p>Hoffnungsmomente gab es in der Sache eher selten, die Situation von Assange verschlechterte sich eigentlich stetig. Im M&auml;rz 2019 war ich mit zwei Freunden mit Plakaten vor einem der Londoner Amnesty International (AI) B&uuml;ros. Auf einem der Plakate stand: &bdquo;Protect our Whistleblowers&ldquo;. Der Name von Julian Assange wurde dabei nicht erw&auml;hnt. Es regnete in Str&ouml;men. Wir standen da, warteten, hofften. Anstatt mit uns zu kommunizieren, lie&szlig;en die AI-Angestellten dann die Jalousien herunter. Das war f&uuml;r mich ein entlarvender Moment. Wir gaben nicht auf. Am n&auml;chsten Tag wiederholten wir die Aktion vor der AI-Zentrale in Roseberry Avenue, wieder mit einem Whistleblower-Plakat. Diesmal kam AI-Generalsekret&auml;r Kumi Naidoo pers&ouml;nlich aus dem Geb&auml;ude, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190405-Open-Letter-to-Kumi-Naidoo.pdf\">um meinem Kollegen die Hand zu sch&uuml;tteln<\/a>. Als dieser ihm darauf ein Julian-Assange-Flugblatt &uuml;berreichte, machte Naidoo auf dem Absatz kehrt. So l&ouml;ste sich auch dieser kurze Moment der Hoffnung in Luft auf.<\/p><p>Die schlechten Sachen, die Niederlagen? Es kam am 11. April 2019 zu Assanges gewaltsamer Verschleppung aus der Botschaft. Da war der Richter, der ihn nach 15-min&uuml;tiger Verhandlung als Narzisst beschimpfte. Da ist das Auslieferungsbegehren, welches die USA nach jahrelanger Leugnung pl&ouml;tzlich aus der Tasche zogen. Und da ist die Verurteilung zu 50 Wochen Haft wegen Versto&szlig;es gegen &bdquo;Kautionsauflagen&ldquo; in schlimmer Erinnerung. Vergleichend gesagt: Die Hoffnung erwuchs aus dem Engagement der Aktivisten und nicht aus dem Agieren der beteiligten Justizbeh&ouml;rden, Regierungen, Leuten wie beispielsweise denen von AI.<\/p><p>Die Mainstream-Medien spielten ebenso eher eine negative Rolle. Die <em>New York Times<\/em>, die <em>Washington Post<\/em>, <em>El Pais<\/em>, <em>The Guardian<\/em> und der <em>Spiegel<\/em>, die alle an der Ver&ouml;ffentlichung der Wikileaks-Enth&uuml;llungen beteiligt waren und davon schlagzeilenstark profitierten, konnten sich erst zu ganz sp&auml;ter Stunde, Ende November 2022, zu einem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/offener-brief-zu-julian-assange-journalismus-ist-kein-verbrechen-a-b846f4af-6ceb-46bd-aa6f-11ad4874d985\">Aufruf zur Freilassung von Assange<\/a> durchringen. Man stelle sich das mal vor, das geschah nach &uuml;ber dreieinhalb Jahren nach der Verschleppung aus der Botschaft. Es gab in den Leitmedien nat&uuml;rlich auch positiv herausragende Ausnahmen. Zum Beispiel John Goetz vom <em>NDR<\/em>, Michael Sontheimer vom <em>Spiegel<\/em> und der freie Journalist Wolfgang Michal, um nur einige zu nennen.<\/p><p>Nicht nur mir war klar, dass die Justiz im Fall Assange gegen ihn eingesetzt wurde. Der damalige UN-Sonderbeauftragte f&uuml;r Folter und menschenunw&uuml;rdige Behandlung Nils Melzer hat dies <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53173\">in einem kurzen Essay treffend beschrieben<\/a>.<\/p><p><strong>Du wirst sicher immer wieder hautnah erlebt haben, wie die Justiz und die M&auml;chtigen im K&ouml;nigreich Gro&szlig;britannien agierten. Hat ihr Handeln etwas mit einem Rechtsstaat zu tun?<\/strong><\/p><p>Mein sowieso eher sehr rudiment&auml;r und von Skepsis durchzogener Glauben an den Rechtsstaat hat sich durch die Beobachtung des Geschehens im Fall Assange fast komplett verfl&uuml;chtigt. Nat&uuml;rlich hat man in dem System, in dem wir leben, eine gewisse und in vielen F&auml;llen entwickelte Rechtssicherheit. Man darf den Staat und die Agierenden, wenngleich in immer enger werdenden Grenzen, auch kritisieren, das aber gewisserma&szlig;en, um den Anschein der Freiheit zu wahren. Geht es jedoch wirklich ans Eingemachte und jemand wie Julian Assange ver&ouml;ffentlicht Dinge, die die Staaten wirklich unter der Decke halten wollen, setzt sich die Maschinerie gnadenlos in Gang.<\/p><p>So geschehen auch im Fall Chelsea Manning. Manning hatte einen Gro&szlig;teil Informationen an <em>Wikileaks<\/em> geliefert. Auch die Behandlung von Reiner F&uuml;llmich und Michael Ballweg sehe ich in diesem Zusammenhang. In beiden F&auml;llen scheint mir die Behandlung durch die Justiz zumindest &auml;u&szlig;erst unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, wenn nicht sogar ungerechtfertigt. Im Fall Assange wurden dann alle Register gezogen, um einem Menschen &ndash; ihm &ndash; das Leben so schwer wie nur m&ouml;glich zu machen: Isolationshaft, restriktive Besuchsbedingungen, die sp&auml;te oder nicht stattfindende Zustellung von Verfahrensakten geh&ouml;rten dazu.<\/p><p>Den ungen&uuml;genden Zugang zu den &ouml;ffentlichen Auslieferungsanh&ouml;rungen habe ich selbst erlebt. Im Old Bailey passen normalerweise 34 Personen auf die Besuchergalerie, aber w&auml;hrend der sogenannten Corona-Ma&szlig;nahmen wurde die Zahl auf ganze f&uuml;nf reduziert, von denen drei noch f&uuml;r die H&auml;lfte der Zeit f&uuml;r VIPs reserviert waren. Die drei VIP-Besucher erschienen jedoch nie &hellip; Zu diesem Zeitpunkt waren in sonstigen &ouml;ffentlichen R&auml;umen in England die Fassungsverm&ouml;gen auf ein Drittel reduziert, was im Old Bailey immerhin noch elf Beobachter erm&ouml;glicht h&auml;tte. Dies f&uuml;hrte in der Schlange vor der Besuchergalerie oft zu Unmut zwischen den Menschen, die Assange und die Pressefreiheit unterst&uuml;tzen wollten. Ich sehe das als einen sehr effektiven Einsatz einer &bdquo;Teile und herrsche&ldquo;-Taktik der britischen Beh&ouml;rden. Ich k&ouml;nnte diese Aufz&auml;hlung noch eine ganze Weile fortsetzen. Nils Melzer hat das Agieren der Justiz in seinem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72191\">Buch &uuml;ber den Fall Assange<\/a> sehr treffend auf den Punkt gebracht:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Denn wenn die Grundrechte einer Person &uuml;ber einen Zeitraum von zehn Jahren in allen Verfahren aller involvierten Beh&ouml;rden in jedem Stadium systematisch verletzt werden, wenn jedes dagegen ergriffene Rechtsmittel jedes Mal versagt, und wenn die &uuml;bergeordneten Beh&ouml;rden trotz zahlreicher Hinweise und Beschwerden in keinem Fall korrigierend eingreifen, dann kann beim besten Willen nicht mehr von normalen Unregelm&auml;&szlig;igkeiten ausgegangen werden, wie sie auch in funktionierenden Rechtsstaaten hin und wieder vorkommen k&ouml;nnen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>W&auml;hrend der insgesamt &uuml;ber sechs Wochen andauernden Anh&ouml;rungen wurde nie (!) dem Antrag der Verteidigung stattgegeben, die beantragt hatte, dass Assange w&auml;hrend der Verhandlungen bei seinem Anwaltsteam sitzen konnte. Stattdessen musste er in diesen Wochen in einem Glask&auml;fig sitzen, von dem er kaum mit seinem Anwaltsteam kommunizieren konnte &ndash; all das, obwohl Assange nie als gewaltt&auml;tig aufgefallen ist. Am Ende all dieser Erniedrigungen musste dann Julian Assange einen faulen Kompromiss eingehen und, wie er selbst am Tag seiner Freilassung sagte, sich des Journalismus f&uuml;r schuldig bekennen. Und nein, es war nicht ein funktionierender Rechtsstaat, der ihn auf freien Fu&szlig; setzen lie&szlig;. Interessanterweise konnte man in den letzten Monaten des Auslieferungsverfahrens in Gro&szlig;britannien den Eindruck bekommen, als g&auml;be es eine Art Rechtsstaat. Meine pers&ouml;nliche Sicht dazu ist, dass der Deal (Erpressung) zwischen den USA und Assange schon so weit fortgeschritten war, dass es sich die britischen Justizbeh&ouml;rden erlauben konnten, den rechtsstaatlichen Anschein zur Schau zu stellen, weil man wohl wusste, dass Assange wahrscheinlich sowieso freigelassen w&uuml;rde. Das ist zugegebenerma&szlig;en eine Vermutung, begr&uuml;ndet auf meiner Beobachtung der Geschehnisse seit Anfang 2019.<\/p><p><strong>Du erz&auml;hlst von Unterst&uuml;tzern, von Mahnwachen, von Plakataktionen, von Besuchen bei Anh&ouml;rungen. Wie hast Du die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Julian Assange erlebt, konntest Du selbst helfen? Wie hast Du die Behandlung der Unterst&uuml;tzer wahrgenommen, wie die Behandlung von Dir als Zeitzeuge?<\/strong><\/p><p>Wie eingangs erw&auml;hnt, einige Unterst&uuml;tzer waren schon seit dem Jahr 2010 an Julian Assanges Seite. Ich kann fast sagen, dass sich dieses Unterst&uuml;tzen verselbstst&auml;ndigt hat. Aus dem Londoner Unterst&uuml;tzerkreis wurde eine Art Familie mit gegenseitigem Vertrauen, mit Zwistigkeiten, mit Freundschaften, Skand&auml;lchen usw. und mit einem Gef&uuml;hl der Geborgenheit. Und doch waren sich die Leute auch dar&uuml;ber im Klaren, dass es stets um etwas sehr Ernstes ging. Ich selbst habe, so gut es ging, praktisch geholfen. F&uuml;r den Unterst&uuml;tzer Ciaron O&rsquo;Reilly, der im Freien vor der ecuadorianischen Botschaft kampierte, haben wir <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48689\">eine Art Schlafkiste<\/a> gebaut. Manchmal gelang es mir, einen Streit zu entsch&auml;rfen und die Wogen zu gl&auml;tten. Ich hoffe, dass ich letztlich ein kleines, ein minimales &bdquo;Bisschen&ldquo; zur Freilassung von Julian Assange beigetragen habe.<\/p><p>Insgesamt lie&szlig; man die Unterst&uuml;tzer recht frei agieren, wahrscheinlich, weil deren Zahl so gering war, dass sich die Beh&ouml;rden keine Sorgen machen mussten und der Protest immer gewaltfrei blieb, was wiederum zu Julian Assange passte und bis heute passt. Die meisten von uns hatten auch immer brav ihre Mobiltelefone dabei, Dank denen man uns orten kann. Nicht nur in London gibt es an jeder Ecke Kameras, und die allerwenigsten Menschen verschl&uuml;sseln ihre Emails. Es bleibt somit wenig Platz f&uuml;r Subversion. Die Gedanken sind momentan (noch) frei &hellip;<\/p><p>Die andere Seite: Einige Male wurden Unterst&uuml;tzer verhaftet, aber es blieb unklar, was das bezwecken sollte. Es schien mir keine konzertierte Kampagne der Beh&ouml;rden gewesen zu sein, vielmehr Unruhe stiften versus Unterst&uuml;tzer. Mal was Positives: Ich empfand die Londoner Polizisten zum Gro&szlig;teil als sehr umg&auml;nglich und teilweise ebenfalls relativ gut informiert. Doch sie waren und sind Teil der st&auml;ndig weiter walzenden Machtmaschinerie. Jede Person (siehe Polizisten) muss f&uuml;r sich entscheiden, inwieweit sie dabei mitmacht.<\/p><p>Negativ: Die Behandlung durch die Gerichtsdiener war oft sehr willk&uuml;rlich, so wie es ihnen im gegebenen Moment in den Kram zu passen schien. Manchmal wurde mein irischer Presseausweis anerkannt und manchmal nicht, obwohl die ausstellende Organisation, die National Union of Journalists, in beiden L&auml;ndern der gleiche Verband ist. Die von der australischen Aktivistin Alison Mason initiierten Mahnwachen vor dem Australia House, der australischen Botschaft in London, haben meiner Meinung nach sehr viel bewirkt. Ich glaube, die Botschaft war des w&ouml;chentlichen Auftriebs, des L&auml;rms und des Aufsehens so &uuml;berdr&uuml;ssig, dass der wahrscheinlich Julian Assange ohnehin schon wohler gesonnene Premierminister Anthony Albanese es f&uuml;r n&ouml;tig befand, sich f&uuml;r Assange einzusetzen. Daf&uuml;r hat ihm Assange auch gedankt, indem er vor einiger Zeit zur Stimmabgabe f&uuml;r Albanese aufrief. Leider ist Alison Mason letztes Jahr kurz nach Assanges Freilassung an Krebs gestorben. R.I.P. (Rest in Peace, deutsch: Ruhe in Frieden).<\/p><p><strong>Du hast aus London f&uuml;r die NachDenkSeiten geschrieben und die Kollegen um Dich herum erlebt. Wie haben diese es mit dem Fall Assange gehalten?<\/strong><\/p><p>Die Medien im Vereinigten K&ouml;nigreich sind, wie auch in vielen anderen L&auml;ndern, durch Desinteresse vielleicht noch mehr aufgefallen als zum Beispiel in Deutschland. Das hatte auch zur Folge, dass es meines Wissens au&szlig;er in London keinen nennenswerten Unterst&uuml;tzerkreis f&uuml;r Assange gab. Das war ja in Deutschland durchaus etwas anders, denn es gab in sicher 20 &ndash; manchmal auch kleineren &ndash; Orten Mahnwachen f&uuml;r Assange. Das fand ich immer beeindruckend, was die Mahnwachenden in Deutschland auf die Beine gestellt haben, auch mit der Online-Plattform <a href=\"https:\/\/freeassange.eu\/#aktionsuebersicht\"><em>FreeAssange.Eu<\/em><\/a>. Es hat sich dann so ergeben, dass ich besonders mit den Berliner und den M&ouml;nchengladbacher Mahnwachenden in Kontakt stand. Ein gro&szlig;er Dank auch an das deutsche Netzwerk!<\/p><p>Zur&uuml;ck nach England: &Uuml;beraus sch&auml;big unter den britischen Medien war der <em>Guardian<\/em>. Zuerst hatte man von den WikiLeaks-Enth&uuml;llungen durch Mitmachen profitiert. Dann haben sich einige Mitarbeiter, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, mit Julian Assange &uuml;berworfen und die Schuld daf&uuml;r zu 100 Prozent Assange zugeschoben. So konnte man ihn wie eine hei&szlig;e Kartoffel fallen lassen und dazu mit L&uuml;gen niedermachen, indem behauptet wurde, Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort habe Assange dreimal in der Botschaft in London besucht. Das konnte der <em>Guardian<\/em> nie belegen, obwohl das Geb&auml;ude in Knightsbridge zu der Zeit eines der am besten &uuml;berwachten H&auml;user in London war. Auch im G&auml;stebuch der Botschaft erscheint der Name Manafort nicht. Der deutsche Sender <em>NDR<\/em> fand sp&auml;ter heraus, dass die Botschaft die Existenz der Manafort-Besuche noch vor der Ver&ouml;ffentlichung aktiv verneinte. Trotzdem befindet sich der Artikel weiterhin unkommentiert auf der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2018\/nov\/27\/manafort-held-secret-talks-with-assange-in-ecuadorian-embassy\">Guardian-Webseite<\/a>.<\/p><p>Den absoluten Tiefpunkt erreichte der <em>Guardian<\/em> mit einem <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/commentisfree\/2019\/apr\/20\/badly-behaved-houseguest-julian-assange\">Klatschartikel von Hadley Freeman<\/a>, in dem es um Assanges angebliches Fehlverhalten in der ecuadorianischen Botschaft geht. In diesem Schmier-Artikel kommt aber weder vor, warum Assange &uuml;berhaupt in die Botschaft fl&uuml;chten musste, noch gibt es einen Funken Mitgef&uuml;hl mit einem Menschen, der die seinerzeit letzten sieben Jahre ohne Sonnenlicht auf 20 Quadratmetern verbringen musste. Der ehemalige Vizekonsul Fidel Narvaez, der viel Zeit mit Assange in der Botschaft verbracht hat, hat sich mir gegen&uuml;ber immer positiv &uuml;ber Assange ge&auml;u&szlig;ert, denn er h&auml;lt gro&szlig;e St&uuml;cke auf ihn. Assange hat sicher nicht immer alles richtig gemacht, was ja Teil unseres Menschseins ist, aber diese sch&auml;bige Behandlung, die ihm von den beteiligten Regierungen und vielen Medien zuteilwurde, die hat er nicht verdient. So etwas hat niemand verdient.<\/p><p><strong>Du erz&auml;hlst von Deinen Eindr&uuml;cken und von den Unterst&uuml;tzern. Wie haben die einfachen Menschen, die B&uuml;rger auf der Stra&szlig;e &uuml;ber die Jahre auf Assange reagiert? Mein Eindruck war mitunter, so als Stichwort: Queen und Fu&szlig;ball sind wichtiger &hellip;<\/strong><\/p><p>Ja, es gab und gibt auch in UK eine gro&szlig;e Apathie, was die Themen des Tages angeht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Menschen in London immer als freundlich und aufgeschlossen empfunden habe. Mit vielen konnte man &uuml;ber das Thema Assange reden und die allermeisten merkten, dass bei diesem Thema etwas faul war. Wie es auch sonst bis heute ein Grundgef&uuml;hl gibt, dass die Dinge momentan in die falsche Richtung laufen und dass die Leute in den entscheidenden Positionen fast alle Integrit&auml;t und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit verloren haben. Ich denke viel dar&uuml;ber nach, wie man Abhilfe schaffen kann, denn sich zu informieren mag zwar gut sein, aber es wird sich wohl nur etwas &auml;ndern, wenn die einzelnen Menschen Taten oder Vermeidungen folgen lassen.<\/p><p><strong>R&uuml;ckblickend wird nun gesagt, dass sich alle Anschuldigungen als haltlos, falsch, ja infam erwiesen haben. Assange ist frei, seit nunmehr einem Jahr. Was bleibt von dieser gro&szlig;en, tragischen, von M&auml;chtigen verursachten Geschichte?<\/strong><\/p><p>Ja, was bleibt? Das Wichtigste ist wohl, dass die Kampagne zur Freilassung von Julian Assange von Erfolg gekr&ouml;nt war und bleibt. Das macht mir irgendwie Mut. Es bleiben die Ver&ouml;ffentlichungen von <em>WikiLeaks<\/em>, die uns die Korruptheit und Machtversessenheit unserer sogenannten Eliten vor Augen f&uuml;hren. Und man darf nicht vergessen, dass es bei vielen der Dinge, die enth&uuml;llt wurden, um handfeste Verbrechen geht. F&uuml;r mich ganz pers&ouml;nlich bleiben Freundschaften und Begegnungen mit interessanten Menschen, die mit dem Herzen am richtigen Fleck. Da ist die Journalistin Diana Johnstone zu nennen, die den wichtigen Brief an den Erzbischof von Canterbury angesto&szlig;en hat. Da ist Alexander Mercouris von <a href=\"https:\/\/rumble.com\/theduran\"><em>The Duran<\/em><\/a>, der mir immer wieder wichtige Einblicke in den Fall gegeben hat. Ich habe unz&auml;hlige engagierte Menschen getroffen, die nie im Rampenlicht stehen wollten und die ich hier auch nicht namentlich erw&auml;hnen kann oder will.<\/p><p>Was auch bleibt, ist eine beeindruckende Situation, die Julian mutig gemeistert hat. Als er aus der Botschaft geschleift wurde, hat er laut und deutlich und andauernd &bdquo;UK resist!&ldquo; gerufen (&bdquo;Vereinigtes K&ouml;nigreich, Widerstand leisten!&ldquo;). Das sagte er nach all dem, was er alles die vorherigen Jahre in UK ausgehalten hatte. Was bleibt weiter, was ist? Eine Person, Assange, wurde vergangenes Jahr aus unmenschlichen Haftbedingungen gerettet, w&auml;hrend die Bundesregierung das schlimmste Handeln der israelischen Regierung mit ihrer Armee in Pal&auml;stina bis heute geradezu aktiv unterst&uuml;tzt und auch den sinnlosen Krieg in der Ukraine mit weiteren Waffen anheizt. In diesem Fall geschieht das auch trotz des Risikos, dass Russland irgendwann vielleicht die Geduld verliert oder so sehr in die Enge getrieben wird, dass es Deutschland wom&ouml;glich unter Beschuss nimmt. Ich verstehe nicht, wie die vielen Politiker und Leitartikler vergessen k&ouml;nnen oder ausblenden, dass Deutschland im Juni 1941 die Sowjetunion &uuml;berfallen hat und dass dieser &Uuml;berfall bis 1945 27 Millionen Sowjetb&uuml;rgern das Leben kostete. Es ist f&uuml;r mich heute offensichtlich, dass Russland angesichts der fortw&auml;hrenden NATO-Osterweiterung irgendwann nerv&ouml;s werden musste &hellip;<\/p><p><strong>Hast Du etwas davon geh&ouml;rt, dass es eine Entschuldigung Gro&szlig;britanniens gegen&uuml;ber Julian Assange gibt oder eine Entschuldigung seitens der f&uuml;hrenden Medien, die ihn einst wie eine hei&szlig;e Kartoffel fallen gelassen haben und deren Artikel &uuml;ber ihn von H&auml;me durchzogen waren?<\/strong><\/p><p>Nein. Ich glaube auch nicht, dass es eine Entschuldigung geben wird, weder vonseiten der Regierung noch von den Medien, die sich entschuldigen k&ouml;nnten oder sollten. Ich wei&szlig; aber auch nicht, ob das wirklich wichtig ist oder ob das f&uuml;r Julian Assange noch eine Rolle spielt. Ich glaube, bei den Medien gab es in allen L&auml;ndern die gleiche Mischung aus Lethargie, Folgsamkeit und Gemeinheit.<\/p><p><strong>Wie ist jetzt die Lage? Der amtierende Regierungschef ist ein Falke, ein Reaktion&auml;r, die Briten r&uuml;sten auf, U-Boot-Pl&auml;ne inklusive. Das Soziale wird weiter geschleift. Was sagen die einfachen Menschen auf der Insel?<\/strong><\/p><p>Die Lage im Vereinigten K&ouml;nigreich scheint immer prek&auml;rer zu werden, und die wirtschaftliche Situation ist seit Brexit nicht rosig. Zu Premier Keir Starmer f&auml;llt mir ein, dass er zu Beginn von Assanges Botschaftsasyl der Chef des Crown Prosecution Service war, also der Boss der Staatsanwaltschaft der Krone. Diese Beh&ouml;rde scheint die L&ouml;sung des schwedischen Auslieferungsverfahrens betreffs Assange aktiv hintertrieben zu haben. Von ihm ist wohl auch keine Entschuldigung zu erwarten. Gerade h&ouml;rte ich, dass er der unpopul&auml;rste Premierminister seit Beginn der Meinungsumfragen sei, aber da ist er vielleicht nur einer unter vielen.<\/p><p><strong>Noch mal zu Julian Assange. Hast Du aktuelle Infos zu Julian? Wie geht es ihm? Man sah ihn &ouml;ffentlich in Rom zu den Trauerfeierlichkeiten f&uuml;r Papst Franziskus, in Cannes bei den Filmfestspielen. Vergangenes Jahr weilte er in Stra&szlig;burg, wo er bei einer wichtigen wie beeindruckenden <a href=\"https:\/\/www.coe.int\/de\/web\/portal\/-\/julian-assange-to-attend-a-pace-hearing-in-strasbourg-on-his-detention-and-conviction-and-their-chilling-effect-on-human-rights-1\">Menschenrechtsanh&ouml;rung<\/a> Rede und Antwort stand. Und noch etwas, Moritz: Gibt es vielleicht neue Julians, die sein Schaffen fortsetzen?<\/strong><\/p><p>Ich habe keine wirklichen Insiderinfos zu Julian Assange. Auch ich habe mich seit letztem Oktober etwas zur&uuml;ckgezogen aus der Nachrichtenwelt, weil bei mir andere Dinge anstanden und weil ich vieles einfach zu deprimierend finde. Ich hoffe aber, dass das lediglich eine Ruhepause ist. Ich mache mir viele Gedanken, wie man Pressefreiheit und Freiheit im Allgemeinen verteidigen oder bzw. &uuml;berhaupt erreichen kann. Womit wir wieder bei den Gedanken w&auml;ren &hellip; Ende Mai hat ein Film &uuml;ber Assange, &bdquo;Der 6 Milliarden Dollar Mann&ldquo;, in Cannes einen Preis gewonnen. Bei der Preisverleihung in Frankreich sah Julian Assange gesund und munter aus, aber laut seiner Frau Stella will er noch weiter zu Kr&auml;ften kommen, bevor er &ouml;ffentliche Interviews gibt. Ich wei&szlig;, dass er wohl mit einigen Unterst&uuml;tzern und dem Assange-Archiv in Dessau in Kontakt steht. Und nein, bis jetzt hat sich noch kein neuer Julian Assange hervorgetan. Es werden aber gl&uuml;cklicherweise immer wieder Dinge geleakt, die die Herrschenden lieber unter Verschluss halten w&uuml;rden. Die Zukunft wird es uns zeigen.<\/p><p><strong>Moritz M&uuml;ller, vielen Dank f&uuml;r dieses Gespr&auml;ch und weiterhin alles Gute!<\/strong><\/p><p><small>Titelbild: darko m\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Ein Gespr&auml;ch mit Moritz M&uuml;ller, NachDenkSeiten-Autor, &uuml;ber Julian Assange. <\/strong>Am 25. Juni 2025 ist es ein Jahr her, dass Julian Assange, der Gr&uuml;nder der Plattform <em>WikiLeaks<\/em>, nach 14 Jahren (!) unerbittlicher Verfolgung, Erniedrigung, &Uuml;berleben im Asyl, haltloser Anklagen, ewiger Prozesse, Inhaftierung ohne Urteil einzig aufgrund seiner investigativen wie unbequemen Arbeit als Journalist und Whistleblower aus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134969\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":134970,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,198,126,209,183],"tags":[1041,681,1171,2163,469,3093,1471,930,2669,2617,3557,305,1415,1556,1087,665],"class_list":["post-134969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-medienkritik","tag-amnesty-international","tag-assange-julian","tag-asyl","tag-gefaengnis","tag-grossbritannien","tag-haftbedingungen","tag-investigativer-journalismus","tag-justiz","tag-leitmedien","tag-manning-chelsea","tag-mueller-moritz","tag-menschenrechte","tag-pressefreiheit","tag-usa","tag-whistleblower","tag-wikileaks-2"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/shutterstock_1366410896-Kopie.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=134969"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":134988,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/134969\/revisions\/134988"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/134970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=134969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=134969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=134969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}