{"id":13510,"date":"2012-06-13T10:02:14","date_gmt":"2012-06-13T08:02:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510"},"modified":"2012-06-13T10:02:14","modified_gmt":"2012-06-13T08:02:14","slug":"hinweise-des-tages-1652","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h01\">Deutsche Verzichtsmythen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h02\">Stephan Schulmeister: EU-Fiskalpakt &ndash; Strangulierung von Wirtschaft und Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h03\">Hans-Christian Str&ouml;bele &ndash; Der Mut, Nein zu sagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h05\">&bdquo;Wer haftet, muss aber auch ein Recht auf Kontrolle haben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h06\">Sicht von au&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h07\">Industriepolitik &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Staates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h08\">NZZ-Interview mit Oskar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h09\">Wie die Leiharbeit in Kitas floriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h10\">Neckerm&auml;nner streiken f&uuml;r Sozialplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h11\">Uniklinik Marburg: Hilferuf der &Auml;rzte und wissenschaftlichen Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h12\">Gaucks Kriegs&auml;u&szlig;erung emp&ouml;rt Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h13\">Norbert Denef im Hungerstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h14\">Vorl&auml;ufiges Ausbleiben eines Endes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h15\">Zeitungen: Ein Hoch f&uuml;r die Konzentration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510#h16\">Beck zum Streit &uuml;ber den Fiskalpakt: &ldquo;Wir lassen uns nicht an der Nase herumf&uuml;hren&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13510&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Verzichtsmythen<\/strong><br>\nDeutschland geh&ouml;rt zu den reichsten L&auml;ndern der Erde. Das Volkseinkommenq ist seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich gestiegen und ist heute real rund siebenmal so hoch wie in den 1950er Jahren. Nie waren die Verteilungsspielr&auml;ume &ndash; trotz des massiven Wachstumseinbruchs im Jahr 2009 &ndash; so gro&szlig; wie heute. Und doch dominiert eine Stimmung, wonach &bdquo;wir&ldquo; seit Langem u&#776;ber unseren finanziellen M&ouml;glichkeiten leben wu&#776;rden, ein Ru&#776;ckbau des Sozialstaats alternativlos sei und die ganze Gesellschaft sich zuku&#776;nftig auf Verzicht einstellen mu&#776;sse. Ein prominenter Vertreter dieser Auffassung ist der konservative Sozialforscher Meinhard Miegel. In seinem ju&#776;ngsten Buch &bdquo;Exit. Wohlstand ohne Wachstum&ldquo; zieht er aus einer ansonsten lesenswerten Analyse zunehmender Probleme des<br>\nwirtschaftlichen Wachstums den (Fehl-)Schluss, dass &bdquo;Abstriche bei Sozialleistungen&ldquo; unumg&auml;nglich seien: Der Staat werde &bdquo;nicht umhinkommen, den breiten Strom materieller Leistungen spu&#776;rbar einzud&auml;mmen.&ldquo;w&Auml;hnliche Verzichtsbotschaften werden bereits seit Jahren von der arbeitgeberfinanzierten &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)&ldquo; verbreitet.e Ihr geht es freilich nicht um die Frage, welche politischen Schlussfolgerungen niedrige Wachstumsraten<br>\nnach sich ziehen. Die INSM propagiert Abstriche bei der Lohnentwicklung und Sozialstaatsabbau im Unterschied zu Miegel als Mittel, um den Trend abnehmender Wachstumsraten aufzuhalten und umzukehren.r Gleichwohl bauen beide Argumentationslinien im Wesentlichen auf zwei Begru&#776;ndungszusammenh&auml;ngen auf, die sich mit den Begriffen Demografie und (Staats-)Verschuldung knapp umrei&szlig;en lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120613_norbert_reuter_deutsche_verzichtsmythen_wsi-mit_4-12.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 197 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister: EU-Fiskalpakt &ndash; Strangulierung von Wirtschaft und Sozialstaat<\/strong><br>\n[&hellip;] Der Fiskalpakt impliziert: Der Staat kann seine Finanzlage eigenst&auml;ndig bestimmen, daher gilt &bdquo;Der Schuldner ist schuld&ldquo;. Dieser &bdquo;common (non)sense&ldquo; entspricht der<br>\n&ouml;konomischen Weltanschauung der fru&#776;hen 1930er Jahre. Auch damals dominierte jene Theorie, wonach freie M&auml;rkte zu einem allgemeinen Gleichgewicht streben, der Staat<br>\nsich aus der Wirtschaft heraushalten sowie ein Nulldefizit aufweisen mu&#776;sse, und Arbeitslosigkeit durch Lohnsenkungen zu bek&auml;mpfen sei. Die Politik orientierte sich an diesen Empfehlungen der &Ouml;konomen und fu&#776;hrte die Wirtschaft in die Depression. Deren Aufarbeitung &ndash; insbesondere durch Keynes &ndash; erbrachte die Einsicht: Die Finanzierungssalden aller Sektoren verhalten sich wie kommunizierende Gef&auml;&szlig;e. Daher kann ein Sektor (Staat) sein Defizit nur dann ohne Schaden fu&#776;r die Gesamtwirtschaft senken, wenn er (davor) Sorge tr&auml;gt, dass der Unternehmenssektor sein Defizit ausweitet und\/oder die Haushalte ihre &Uuml;berschu&#776;sse senken (bzw. wenn immer h&ouml;here &Uuml;berschu&#776;sse in der Leistungsbilanz erzielt werden, dann hat das Ausland das Defizit zu tragen &ndash; der deutsche Weg der letzten 12 Jahre). Werden diese systemischen Restriktionen ignoriert, so vertieft die Symptomkur des Sparens die Krise.<br>\nJu&#776;ngstes Beispiel: Der Weg Griechenlands in eine Depression. Staat und Wirtschaft weisen seit langem schwere M&auml;ngel auf, doch die schwersten Sch&auml;den richtete jene<br>\nSparpolitik an, welcher die EU zur Bedingung fu&#776;r Finanzhilfe machte (nachdem der freie Markt die Zinsen in unfinanzierbare H&ouml;hen getrieben hatte): Staat, Unternehmen und<br>\nHaushalte versuchten, ihre Lage durch Sparen zu verbessern, und bewirkten damit genau das Gegenteil. Das BIP schrumpfte Jahr fu&#776;r Jahr und dies katapultierte die Staatsschuldenquote in die H&ouml;he (das BIP steht im Nenner).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120613_stephan_schulmeister_fiskalpakt-strangulierung_von_wirtschaft_und_sozialstaat.pdf\">Transformationskomgress [PDF &ndash; 99.5 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong>  Dieser Text war wohl die Grundlage des Input-Referates von Stephan Schulmeister in dem Arbeitskreis ( 1. ) &ldquo;Regulierte M&auml;rkte &ndash; Gestaltende Politik&rdquo; auf dem &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.transformationskongress.de\">Transformationskongress<\/a>&rdquo; am letzten Wochenende in Berlin.<\/em><br>\n<em>Dort wurde bisher sein etwas k&uuml;rzerer Beitrag &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Fehler der Nachkriegszeit&rdquo;  in der &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; ( siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13384#h01\">hier<\/a>  ) kommuniziert.<\/em><br>\n<em>Diese Fiskalpakt-Kritik wurde am Montag noch durch den Bereichsleiter Wirtschaftspolitik bei der Gewerkschaft Verdi , Dierk Hierschel, in der Frankfurter Rundschau weiter vertieft:<br>\n&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13474#h01\">In der Geiselhaft der Finanzm&auml;rkte &ndash; F&uuml;r Europa das beste Wachstumsprogramm ist eine Ablehnung.. des Fiskalpaktes<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Aber einen deutlichen Akzent setzte dann noch Dr. Ernst Wolowicz, der Stadtk&auml;mmerer der Stadt M&uuml;nchen auf der Internetseite von DL 21<br>\n&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/blog\/index.php#volltext1\">Der Fiskalpakt &ndash; oder die Dr.-Eisenbart-Kur als Verfassungsauftrag<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker sind auch allgemein tief beunruhigt &uuml;ber die Konsequenzen f&uuml;r die Kommunen durch den Fiskalpakt, denn bei ihnen landen die sozialen Folgen der Krise &ndash; wobei ihnen dann gleichzeitig noch finanziell &ldquo;der Hahn abgedreht&rdquo; werden soll. <\/em><br>\n<em>Aber im Bundestag konnte eine klare Haltung zum bzw. gegen den Fiskalpakt  bisher nur vom finanzpolitischen Sprecher der Linken , Axel Troost, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13471#h02\">vernommen werden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hans-Christian Str&ouml;bele &ndash; Der Mut, Nein zu sagen<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb will die rot-gr&uuml;ne Opposition f&uuml;r die Zustimmung zum Fiskalpakt gewinnen. Zusammen mit dem Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus soll der Vertrag &uuml;ber rigorose Sparzw&auml;nge in den kommenden Wochen in Deutschland ratifiziert werden. Es geht um eine Grundsatzentscheidung: Soll zur Bew&auml;ltigung der Finanzkrise der gnadenlose Sparkurs fortgesetzt werden, also ein Sanierungsrezept, das bereits gescheitert ist?<br>\nBevor der Fiskalpakt unwiderruflich festgeklopft ist, muss umgesteuert werden. F&uuml;r die Gr&uuml;nen stehen dabei Profil und Glaubw&uuml;rdigkeit auf dem Spiel. Dazu geh&ouml;rt, in der existenziellen Frage nach Auswegen aus der Finanzkrise mutig Alternativen zu formulieren und im Parlament auch konsequent dazu zu stehen: indem die Gr&uuml;nen gegen Regierungsvorlagen, die ihren Positionen nicht gen&uuml;gen, klar mit Nein stimmen.<br>\nWarum? Stabilit&auml;tsmechanismus ESM und Fiskalpakt sind die Instrumente zur Fortsetzung der rigiden Sparpolitik gegen Griechenland, vielleicht sogar ihr H&ouml;hepunkt. Beide Instrumente sind vielfach miteinander verzahnt. [&hellip;]<br>\nEs reicht nicht, in den Parlamentsdebatten zu polemisieren und dann in der Abstimmung Ja zu sagen. Genau das droht nun auch bei Fiskalpakt und ESM. Aber ein Ja zum Kurs der Regierung w&uuml;rde dem Vorsprung an Glaubw&uuml;rdigkeit, den sich die Gr&uuml;nen &uuml;ber Jahre erarbeitet haben, erheblich schaden. Den haben wir schlie&szlig;lich nicht, weil wir immer sch&ouml;n geschlossen abstimmen, sondern weil wir die besseren Alternativl&ouml;sungen f&uuml;r viele Probleme der Gesellschaft fr&uuml;h formuliert und recht behalten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Fiskalpakt\/!95129\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man merkt, dass Str&ouml;bele Jurist ist und auf dem &ouml;konomischen Gebiet keine sonderliche Kompetenz hat. Dementsprechend ist der &ouml;konomische Teil seines Aufsatzes auch eher d&uuml;nn, er spricht beispielsweise von &bdquo;Sparkurs&ldquo; und &bdquo;Sparpolitik&ldquo;, wenn er doch eigentlich den Begriff &bdquo;Austerit&auml;tspolitik&ldquo; verwenden sollte. Nichtsdestotrotz sind die juristischen Argumente Str&ouml;beles sehr interessant und es ist zu hoffen, dass seine Worte bei den Gr&uuml;nen Geh&ouml;r finden werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hilfe an Spaniens Banken ist nur ein Pflaster<\/strong><br>\nDie Absichtserkl&auml;rung f&uuml;r eine Hilfe an Spaniens Banken lindert die derzeitige Unsicherheit. Auf mittel- und langfristige Sicht bleiben aber ungel&ouml;ste Probleme. Im Laufe der europ&auml;ischen Schuldenkrise hatten die Massnahmen von Politik und Notenbanken immer k&uuml;rzere Halbwertszeiten. Schon vor Bekanntgabe des Verhandlungsergebnisses hatten Marktteilnehmer Zweifel an dem vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF) ermittelten Bedarf von mindestens 40 Mrd. &euro; ge&auml;ussert. Auch die ausgehandelte H&ouml;chstgrenze von 100 Mrd. &euro; wird nicht alle an den M&auml;rkten ge&auml;usserten Zweifel beseitigen. Beispielsweise gehen Analytiker von JP Morgan, RBS oder Roubini Global Economics von weit h&ouml;heren Summen aus, die notwendig seien. Ausserdem wird gefragt, ob sich die Bankenhilfe letztlich nicht in einen umfassenden Bail-out Spaniens wandeln wird, da die grunds&auml;tzlichen Probleme bleiben. Die Inanspruchnahme der Rettungsfonds durch Spanien hat negative Begleiterscheinungen. So sollen die Gelder ohne gesamtwirtschaftliche Verpflichtungen vergeben werden, was bei Irland, Griechenland und Portugal den Wunsch nach Neuverhandlungen ihrer Sparprogramme verst&auml;rken d&uuml;rfte. Ob weitere Hilfe notwendig werden wird, h&auml;ngt nicht zuletzt von den Kunden der spanischen Banken ab. Eines der Risiken, die Marktteilnehmer f&uuml;rchten, ist eine markante Versch&auml;rfung des bisher schleichenden, aber im Mai sich beschleunigenden Abzugs von Depositen, gar ein regelrechter Bank-Run. In Griechenland fielen die Depositen der Retailkunden und der Gesch&auml;ftskunden seit Ende 2009 von 200 Mrd. &euro; auf 140 Mrd. &euro; (Ende April) bzw. von rund 39 Mrd. &euro; auf 20 Mrd. &euro;. In Spanien hielt sich der Abzug von Geldern bisher in Grenzen. Die Retaildepositen sanken seit Juni 2011 von 746 Mrd. &euro; auf unter 720 Mrd. &euro;; Gesch&auml;ftskunden reagierten heftiger, die Einlagen nahmen von 233 Mrd. &euro; auf 195 Mrd. &euro; ab. &ndash; Sosehr das Hilfspaket zu begr&uuml;ssen ist, weil es unmittelbare Unsicherheit abbaut, so wenig tr&auml;gt es zu einer langfristigen L&ouml;sung bei, betonen viele Marktbeobachter. So h&auml;lt es Greene f&uuml;r wenig wahrscheinlich, dass die Bankenrettung die Solvenz- und Wirtschaftsprobleme Spaniens l&ouml;sen wird. Ein Bail-out des Landes werde deshalb folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/startseite\/hilfe-an-spaniens-banken-ist-nur-ein-pflaster-1.17220307\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die endg&uuml;ltige Rettung kann nur &uuml;ber die Realwirtschaft erfolgen, aber:  Auch wenn die Lohnst&uuml;ckkosten wieder gesunken sind &ndash; in der verarbeitenden Industrie lagen sie immer unter dem Niveau Deutschlands -, die Exporte angestiegen sind, solange die Importe weiterhin &uuml;ber den Exporten liegen, tr&auml;gt das Handelsbilanzdefizit zwangsl&auml;ufig zur  &Uuml;berschuldung der Volkswirtschaft bei. Das Handelsbilanzdefizit im Februar 2012 betrug  -3,759 Mrd. Euro &ndash; trotz der Auswirkungen des konsumd&auml;mpfenden Austerit&auml;tsprogrammes. Das mit Merkel verb&uuml;ndete Europa h&auml;ngt Illusionen nach, wenn es meint, Spanien k&ouml;nnte sein Haushaltsdefizit senken, solange ein Leistungsbilanzdefizit besteht und Haushalte und Unternehmen in Spanien zum Schuldenabbau gezwungen sind. Das ist einfache Mathematik. Wird Spanien durch die EU dennoch gezwungen, seine Ausgaben weiter zu k&uuml;rzen, ist eine Depression abzusehen, in der die Haushalte und Unternehmen immer weiter zum Konsum- und Investitionsverzicht gezwungen werden &ndash; eine Todesspirale.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Bankenrettungsbeh&ouml;rde europ&auml;isch<\/strong><br>\nIch st&uuml;tzte meine frohe Erwartung auf das auch von mir verinnerlichte Bild von Kanzlerin Merkel als wenigstens in Ma&szlig;en sparsamer &raquo;schw&auml;bischer Hausfrau&laquo; und zugleich national gesonnener Person. Schon klar, die Sparsamkeit der Dame und ihrer Regierung &auml;u&szlig;ert sich h&ouml;chst selektiv: Real tritt sie bei Hartz-IV-Regelungen und Vorschriften f&uuml;r die griechische Regierung auf, prinzipiell beim Fiskalpakt f&uuml;r Europa. Vergessen scheint die Sparsamkeit dagegen bei Zusch&uuml;ssen f&uuml;r die Banken. Nur um der Eventualit&auml;t eines Mi&szlig;geschicks bei einem deutschen Geldhaus vorzubeugen, jagten Merkel und ihr Finanzminister Sch&auml;uble Anfang des Jahres ein Gesetz durch das Parlament, das die Bereitstellung von bis zu 480 Milliarden Euro an notleidende Banken vorsah. Die Summe entspricht dem Anderthalbfachen des Bundeshaushalts.<br>\nAuf soviel Nationalgesinnung, so meinte ich, solle man sich doch verlassen k&ouml;nnen, da&szlig; das Geld inl&auml;ndischer Steuerzahler nicht am Ende auch an ausl&auml;ndische Institute flie&szlig;t und damit den ungeheuren Vorteil, den hiesige Banken, Konzerne und sonstige Unternehmen genie&szlig;en, zunichte zu machen droht. Wenn dieser Staat in Zukunft auch anderen &uuml;ber eine Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde vermittelt zu Hilfe k&auml;me, wo bliebe da der Wettbewerbsvorteil? Ich f&uuml;rchte, die Antwort liegt in der feinen Dosierung. So &auml;hnlich wie die EZB italienische und spanische Staatsanleihen nur dosiert aufkauft, damit diese Staaten gerade noch den Schuldendienst leisten k&ouml;nnen, aber immer noch sehr hohe Zinsen zahlen m&uuml;ssen, so wird die Bankenrettungsbeh&ouml;rde gerade soviel Geld an die schwachen Institute verteilen, damit sie &uuml;berleben. Im Fall Spanien wird das demn&auml;chst ein wenig improvisiert vorgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-09\/045.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich geht es auch diesmal wieder um deutschen Banken.  Laut Bundesbank betrugen die Forderungen deutscher Geldh&auml;user gegen&uuml;ber spanischen Banken Ende M&auml;rz 34,4 Milliarden Euro. Mit spanischen Staatsanleihen (19,5 Milliarden), Krediten an Unternehmen und Privatkunden und f&uuml;r Gewerbeimmobilien (50,9 Milliarden) summieren sich die Forderungen auf 104,8 Milliarden Euro. Gegen&uuml;ber Italien sind es &ldquo;nur&rdquo; 100 Milliarden Euro. Die meisten ausstehenden Kredite in Spanien weist die Deutsche Bank mit 29 Milliarden Euro auf, davon 11,4 Milliarden Euro allein gegen&uuml;ber Privatpersonen. Angesichts der Rezession und der steigenden Arbeitslosigkeit bestehen hier die gr&ouml;&szlig;ten Risiken. Gegen&uuml;ber spanischen Banken hat die Deutsche Bank  Forderungen in H&ouml;he von 6,4 Milliarden Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der n&auml;chste entmachtete Staat<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister k&uuml;ndigt die Aufhebung der finanzpolitischen Souver&auml;nit&auml;t Spaniens mit Hilfe einer &ldquo;Troika&rdquo; von Kontrolleuren aus EU, EZB und IWF an. Am vergangenen Samstag hat die Regierung in Madrid ihren erbitterten Widerstand gegen die Unterstellung des Landes unter den EU-&ldquo;Rettungsschirm&rdquo; aufgeben m&uuml;ssen und in die von Berlin geforderte Annahme von Geldern aus den EU-Krisenfonds eingewilligt. Das ist f&uuml;r die viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Eurozone mit der Preisgabe zentraler Souver&auml;nit&auml;tsrechte verbunden, wie sie zuvor Griechenland, Irland und Portugal hinnehmen mussten; auch Madrid steht nun faktisch unter der Kontrolle deutsch-europ&auml;ischer Finanzbeamter. Wie es hei&szlig;t, sollen die neuen EU-Eingriffsm&ouml;glichkeiten vor allem genutzt werden, um in den spanischen Bankensektor zu intervenieren. Das Land befindet sich, seit sich die Madrider Regierung den deutschen Spardiktaten unterworfen hat, in einer wirtschaftlichen Abw&auml;rtsspirale, deren Ende noch lange nicht abzusehen ist. Dabei hat die Arbeitslosigkeit mittlerweile auf mehr als 24 Prozent zugenommen &ndash; Tendenz: steigend -, die Warenproduktion ist auf das Niveau der fr&uuml;hen 1990er Jahre abgerutscht. Die Austerit&auml;tsdiktete drohen nun sogar neue Kreditausf&auml;lle hervorzurufen; Finanzexperten sprechen bereits von einem &ldquo;Vorsorgebedarf&rdquo; nicht von 100, sondern von 260 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58347?PHPSESSID=ib9l67jdeec9547hi1s9gkjrh0\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wer haftet, muss aber auch ein Recht auf Kontrolle haben&ldquo;<\/strong><br>\nKritik kommt auch von der stellvertretenden Bundesbankpr&auml;sidentin Sabine Lautenschl&auml;ger. Sie sagte, dass eine europ&auml;ische Bankenunion ohne Fiskalunion (gemeint ist eine einheitliche Steuer- und Ausgabenpolitik in den Euro-L&auml;ndern) nicht funktionieren k&ouml;nne. &bdquo;In einer Bankenunion m&uuml;sste bei der Krise eines nationalen Bankensystems im Zweifel auch das Geld der Steuerzahler der anderen L&auml;nder eingesetzt werden&ldquo;, sagte Lautenschl&auml;ger am Dienstag in Frankfurt. &bdquo;Wer haftet, muss aber auch ein Recht auf Kontrolle haben, gerade wenn es um potenziell sehr gro&szlig;e Summen geht.&ldquo; Au&szlig;erdem w&uuml;rde sich die Gemeinschaftshaftung f&uuml;r Banken mittelfristig wohl auf die Staatsanleihen der entsprechenden L&auml;nder ausdehnen. &bdquo;Das Ergebnis w&auml;re eine Haftungsgemeinschaft der Staaten durch die Hintert&uuml;r.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenkrise-barroso-bankenunion-auch-ohne-vertragsaenderung-11782806.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Interessant, wie man den Ruf nach Kontrollen nur dann h&ouml;rt, wenn es um andere L&auml;nder geht, nicht aber im Bezug auf die eigene Banken und Finanzdienstleister.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sicht von au&szlig;en<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schnell, Frau Merkel<\/strong><br>\nZuerst war Griechenland dran, dann Irland und Portugal. Und nun ist Spanien an die Reihe gekommen. Lasst uns f&uuml;r Italien auf Holz klopfen. Kann man auch nur mit einem Mindestma&szlig; an Vernunft behaupten, Europa existiere, wenn man zul&auml;sst, dass die M&auml;rkte ungestraft ein Land nach dem anderen treffen und angreifen? Die Antwort lautet NEIN. Seit dem 5. Juni ver&ouml;ffentlicht diese Zeitung Leitartikel der Gr&uuml;nderv&auml;ter &uuml;ber die Vereinigten Staaten Europas, um alle daran zu erinnern, dass der n&auml;chste Gipfel Ende Juni nicht der f&uuml;nfundzwanzigste aufeinanderfolgender Gipfel sein kann, in dem nichts beschlossen wird. Ein Zitat des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt hilft uns, die gegenw&auml;rtige Situation zu erfassen: &laquo;Deutschland verliert den Sinn f&uuml;r Geschichte, f&uuml;r seine Befreiung durch Europa und f&uuml;r die Solidarit&auml;t mit seinen Nachbarn&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ilsole24ore.com\/art\/notizie\/2012-06-12\/schnell-frau-merkel-134241.shtml?uuid=Ab2EEBrF\">Il Sole 24 Ore<\/a><\/li>\n<li><strong>Start the engines, Angela<\/strong><br>\nThe world economy is in grave danger. A lot depends on one woman [&hellip;]<br>\nOutside Germany, a consensus has developed on what Mrs Merkel must do to preserve the single currency. It includes shifting from austerity to a far greater focus on economic growth; complementing the single currency with a banking union (with euro-wide deposit insurance, bank oversight and joint means for the recapitalisation or resolution of failing banks); and embracing a limited form of debt mutualisation to create a joint safe asset and allow peripheral economies the room gradually to reduce their debt burdens. This is the refrain from Washington, Beijing, London and indeed most of the capitals of the euro zone. Why hasn&rsquo;t the continent&rsquo;s canniest politician sprung into action?<br>\nHer critics cite timidity&mdash;and they are right on one count. Mrs Merkel has still never really explained to the German people that they face a choice between a repugnant idea (bailing out their undeserving peers) and a ruinous reality (the end of the euro). One reason why so many Germans oppose debt mutualisation is because they (wrongly) imagine the euro could survive without it. Yet Mrs Merkel also has a braver twin-headed strategy. She believes, first, that her demands for austerity and her refusal to bail out her peers are the only ways to bring reform in Europe; and, second, that if disaster really strikes, Germany could act quickly to save the day.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/21556577\">The Economist<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Industriepolitik &ndash; Die R&uuml;ckkehr des Staates<\/strong><br>\nLiberalen &Ouml;konomen ist sie ein einziger Graus: staatliche Industriepolitik, bei der eine Regierung einzelne Branchen oder gar Unternehmen gezielt f&ouml;rdert, gilt vielen Volkswirten als pure Geldverschwendung. &bdquo;Der Staat kann nicht wissen, wo die k&uuml;nftigen Wachstumsfelder sind&ldquo;, fasst der K&ouml;lner &Ouml;konomie-Professor Juergen B. Donges das zentrale Gegenargument zusammen. &bdquo;Industriepolitik&ldquo;, so Donges, &bdquo;ist eine Geschichte von Fehlschl&auml;gen.&ldquo;<br>\nGer&auml;t dieser jahrelang etablierte Konsens jetzt ins Wanken? Neue Studien von US-&Ouml;konomen kommen zu dem Schluss, dass Industriepolitik sehr wohl funktionieren kann &ndash; wenn man sie denn richtig macht. &bdquo;Wir sollten nicht mehr dar&uuml;ber diskutieren, ob der Staat Industriepolitik machen soll oder nicht&ldquo;, schreibt ein f&uuml;nfk&ouml;pfiges Forscherteam um den Harvard-Professor Philippe Aghion, einen der weltweit f&uuml;hrenden Wachstumsforscher. &bdquo;Die entscheidende Frage sollte sein, wie solche Politiken aussehen sollten und wie man sie am besten umsetzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/industriepolitik-die-rueckkehr-des-staates\/6709438.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>NZZ-Interview mit Oskar Lafontaine<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=3KAk-U6juCQ\">NZZ via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie die Leiharbeit in Kitas floriert<\/strong><br>\nFachkr&auml;fte werden h&auml;nderingend gesucht, nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in Kitas und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Da verbl&uuml;fft es schon, dass sich auch unter den p&auml;dagogischen Fachkr&auml;ften mittlerweile viele als Leiharbeiter verdingen m&uuml;ssen. Nach einer &Uuml;bersicht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die unserer Zeitung vorliegt, waren im Jahr 2009 bundesweit 5664 Sozialarbeiter, Sozialp&auml;dagogen sowie Kinderg&auml;rtnerinnen und Kinderpflegerinnen in Zeitarbeitsunternehmen angestellt. Mitte des Vorjahres lag die Zahl schon bei 7338. Das ist eine Zunahme um 30 Prozent.<br>\nNach Angaben des Zeitarbeitsunternehmens-Verbandes IGZ gibt es seit einigen Jahren sogar spezialisierte Anbieter in diesem Bereich. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel die Diwa Personalservice GmbH mit Sitz in M&uuml;nchen, die in bundesweit 30 Filialen Kinderpfleger und Erzieher zeitweilig, aber auch dauerhaft vermittelt. Das Gesch&auml;ftsmodell floriert offenbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/themen\/Wie-die-Leiharbeit-in-Kitas-floriertDas-geht-mit-Leiharbeit-nicht;art2825,4325653#.T9gqfCt1Dux\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neckerm&auml;nner streiken f&uuml;r Sozialplan<\/strong><br>\nBeim Versandh&auml;ndler Neckermann in Frankfurt sind am Montag mehrere hundert Besch&auml;ftigte in einen ganzt&auml;gigen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Verdi will damit den Druck in den Verhandlungen &uuml;ber einen Sozialplan erh&ouml;hen. Fast 1.500 Stellen stehen bei dem Unternehmen auf der Kippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_45050888&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=5300&amp;jm=4&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20120611_1930_neckermann\">hr hessenschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Uniklinik Marburg: Hilferuf der &Auml;rzte und wissenschaftlichen Mitarbeiter<\/strong><br>\n&Auml;rzte und wissenschaftliche Mitarbeiter des Universit&auml;tsklinikums Gie&szlig;en und Marburg (UKGM) am Standort Marburg fordern die &Uuml;berf&uuml;hrung des Klinikums in eine Tr&auml;gerschaft, &bdquo;die ausschlie&szlig;lich den Zielen einer der &Ouml;ffentlichkeit dienenden Einrichtung verpflichtet ist&ldquo;. Das geht aus einer Erkl&auml;rung hervor, die &Auml;rzte und Wissenschaftler des Standorts Marburg heute anl&auml;sslich einer Betriebsversammlung in Marburg abgeben werden.<br>\nDas UKGM wird seit 2006 von der Rh&ouml;n-Klinikum AG betrieben. Es ist das erste privatisierte Universit&auml;tsklinikum in Deutschland. Das Land Hessen h&auml;lt weiterhin eine 5-Prozent-Beteiligung. [&hellip;]<br>\nAufgrund der in den letzten Jahren sukzessive angestiegenen Arbeitsverdichtung seien sowohl eine ad&auml;quate Lehre als auch die Wahrnehmung der Forschungsaufgaben nicht mehr gew&auml;hrleistet, schreiben die &Auml;rzte und Wissenschaftler. Der klinische Routinebetrieb k&ouml;nne aktuell nur noch mittels &Uuml;berstunden und eines &bdquo;Shifts&ldquo; der f&uuml;r Forschung und Lehre vorgesehenen Arbeitszeiten aufrecht erhalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/50495\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gaucks Kriegs&auml;u&szlig;erung emp&ouml;rt Linke<\/strong><br>\nJoachim Gauck fordert mehr Offenheit f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr &ndash; und l&ouml;st damit scharfe Kritik der Linken aus, sogar von &ldquo;Kriegspropaganda&rdquo; ist die Rede. Aus anderen Parteien kommt Lob f&uuml;r den Pr&auml;sidenten, auch wenn man dessen Worte &uuml;ber eine &ldquo;gl&uuml;cks&uuml;chtige Gesellschaft&rdquo; nicht teilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gauck-erntet-kritik-von-linken-wegen-aeusserungen-zu-auslandseinsaetzen-a-838469.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.B:<\/strong> Erschreckend, wie sich Krieg in den letzten Jahrzehnten zu einem gro&szlig;teils (von der Union bis zu den Gr&uuml;nen) als legitim angesehenem und akzeptiertem Instrument der deutschen Au&szlig;enpolitik gemausert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Norbert Denef im Hungerstreik<\/strong><br>\n&bdquo;Ich bin im Hungerstreik, weil die Bundestagsfraktion der SPD nicht dazu bereit ist, sich im Deutschen Bundestag f&uuml;r die Aufhebung der Verj&auml;hrungsfristen von sexualisierter Gewalt einzusetzen, gleichwohl sich die Delegierten des Bundesparteitages der SPD am 6. Dezember 2011 eindeutig daf&uuml;r ausgesprochen haben.&ldquo;<br>\nDie Nachricht kommt per Mail, und sie stimmt. Es ist Freitag, der 8. Juni 2012, Norbert Denef spricht am Telefon &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde. F&uuml;r die SPD ist dieser Freitag heute, Br&uuml;ckentag zwischen Fronleichnam und einen Juni-Wochenende, kein gl&uuml;cklicher Tag, um der Presse offizielle Ausk&uuml;nfte zu erteilen. Zu viele der SPD-Dienststellen sind gerade nicht in voller Besetzung oder schwer erreichbar.<br>\nDie Entscheidung von Norbert Denef, in den Hungerstreik zu treten, geht zur&uuml;ck auf den Bundesparteitag der SPD im Dezember 2011. Dort werden die Tagesordnungspunkte 38, 39 und 40 zur Debatte um die Verj&auml;hrungsfristen bei sexualisierter Gewalt aufgerufen, Norbert Denef, Vorsitzender von &bdquo;NetzwerkB &ndash; Betroffene von sexualisierter Gewalt&ldquo;, geht ans Mikrofon und spricht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/13511\">hpd<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/netzwerkb.org\/\">netzwerkB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vorl&auml;ufiges Ausbleiben eines Endes<\/strong><br>\nDaraus werden K&ouml;nigsdramen gemacht: Zwei Herrscher vereinen ihre Reiche, um gemeinsam einem &uuml;berm&auml;chtigen Dritten den Garaus zu machen. Sie haben aber nicht mit dem ausgepr&auml;gten Ego ihrer Heerf&uuml;hrer gerechnet, die selbst nach der Krone gieren und deswegen die diversesten Zweckb&uuml;ndnisse anzetteln, um sich zeitgleich im Hintergrund wechselseitig die Elitetruppen abzuwerben. Nat&uuml;rlich leisten auch geltungss&uuml;chtige K&ouml;niginnen und machtgeile Prinzessinnen ihren Beitrag &ndash; um schlussendlich mit zerrissenen Kleidern wirren Blickes &uuml;ber eine blutige Walstatt zu irren, auf der die Helden mit gebrochenen Augen ziemlich unheldisch herumliegen.<br>\nShakespeare und Schiller h&auml;tten uns wunderbare Dramen beschert und Joseph L. Mankiewicz eine gro&szlig;artige Verfilmung.<br>\nAber die Hauptdarsteller in dem St&uuml;ck, von dem hier die Rede ist, hei&szlig;en nicht Marlon Brando und James Mason. Sie hei&szlig;en Oskar Lafontaine und Gregor Gysi. Zum K&ouml;nigsdrama fehlen die K&ouml;nige und der Story die Gr&ouml;&szlig;e. Wer den &bdquo;Lear&ldquo; kennt wei&szlig;, dass Gr&ouml;&szlig;e, selbst wenn der Held im Schlamme liegt, m&ouml;glich ist. Hier ist viel Schlamm, aber sind keine Helden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/06\/vorlaeufiges-ausbleiben-eines-endes-12672.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zeitungen: Ein Hoch f&uuml;r die Konzentration<\/strong><br>\nDie Konzentration im Zeitungsmarkt befindet sich auf einem Rekordhoch: 58,8 Prozent aller Zeitungsexemplare, also mehr als die H&auml;lfte der t&auml;glich ausgelieferten gedruckten Zeitungen, stammen aus den zehn gr&ouml;&szlig;ten Verlagsgruppen der Republik. 2004 lag dieser Wert noch bei 56,1 Prozent. Mehrere gro&szlig;e Regionalbl&auml;tter wechselten zuletzt ihre Besitzer. Horst R&ouml;per, Chef des Formatt-Instituts, konstatiert: &ldquo;Die Beziehungen zwischen den gro&szlig;en Marktteilnehmern werden immer enger.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/zeitungen-ein-hoch-fuer-die-konzentration\/2012\/06\/12.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Beck zum Streit &uuml;ber den Fiskalpakt: &ldquo;Wir lassen uns nicht an der Nase herumf&uuml;hren&rdquo;<\/strong><br>\nNicht nur Opposition und Regierung, auch Bund und L&auml;nder streiten &uuml;ber den Fiskalpakt und die Einf&uuml;hrung der B&ouml;rsensteuer. Der rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sident Beck (SPD) erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Regierung. Im Interview mit tagesschau.de spricht Beck von &ldquo;bitteren R&uuml;ckschritten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fiskalpakt174.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Gute Interviews zeichnen sich v.a. dadurch aus, da&szlig; sie von sachkundigen Interviewern kritisch gef&uuml;hrt werden. Das Interview der tagesschau.de-Redakteurin Simone von Stosch mit dem rheinland-pf&auml;lzischen Ministerpr&auml;sidenten Kurt Beck erweckt jedoch nur vordergr&uuml;ndig den Eindruck, &ldquo;kritisch&rdquo; zu sein, denn die Interviewfragen bewegen sich einseitig im neoliberalen Mainstream. Die Fragestellungen Frau von Storchs geben unverholen zu erkennen, da&szlig; ihr einzig und allein an einer im Sinne der schwarz-gelben Bundesregierung schnellen und reibungslosen Verabschiedung des sog. &ldquo;Fiskalpakts&rdquo; durch den Bundestag gelegen ist. Ihre Interviewfrage &ldquo;M&uuml;ssten nicht auch L&auml;nder und Kommunen sparen, statt neues Geld oder neue Hilfen zu verlangen?&rdquo; offenbart, da&szlig; die &auml;u&szlig;erst prek&auml;re Finanzlage der Kommunen sie scheinbar &uuml;berhaupt nicht interessiert und ihr Denken allem Anschein nach v&ouml;llig im &ldquo;Spar-&ldquo;Dogma verhaftet ist. Albrecht M&uuml;ller hat jenes Denken, welches einseitig auf eine &ldquo;Spar-Absichtspolitik&rdquo; ausgerichtet ist, im NDS-Beitrag &ldquo;Eine Anregung: &Uuml;bernehmen Sie nicht den Sprachgebrauch und die Legenden der herrschenden Lehre. Beispiel: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13482\">Sparen, Sparkurs, &hellip;<\/a>&rdquo; sehr instruktiv beschrieben.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch der Fragenkomplex der tagesschau.de-Redakteurin Simone von Stosch zur Finanztransaktionssteuer orientiert sich am regierungsamtlichen Argumentationsmuster: &ldquo;Die Regierung will sich f&uuml;r die B&ouml;rsensteuer in Europa einsetzen. Das hat die Kanzlerin gestern nochmals bekr&auml;ftigt. Warum reicht das nicht?&rdquo; sowie &ldquo;Sie hatten sich aber doch schon mal geeinigt. Was ist jetzt anders, liegt das ganze Hin und Her nur an einer ungl&uuml;cklichen Bemerkung des Kanzleramtsministers?&rdquo; Es geht konkret um den Verdacht, da&szlig; die schwarz-gelbe Bundesregierung bzgl. der Finanztransaktionssteuer ein falsches Spiel treibt. Im Spiegel hei&szlig;t es diesbez&uuml;glich: &ldquo;In dieser Legislaturperiode werde es eine Finanztransaktionsteuer nicht geben, sagte Kanzleramtsminister Pofalla nach SPIEGEL-Informationen vergangene Woche in kleiner Runde. Daher k&ouml;nne man der SPD ruhig entgegenkommen. Auch in der FDP setzt man insgeheim auf ein Scheitern der Pl&auml;ne. Die ausgehandelten Bedingungen seien so formuliert, dass die Steuer nicht kommen werde, hei&szlig;t es in der Fraktion. Das <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/regierung-und-opposition-streiten-erneut-um-finanztransaktionssteuer-a-837997.html\">schwarz-gelbe Entgegenkommen in Sachen Steuer &ndash; nur ein T&auml;uschungsman&ouml;ver?<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Simone von Storch spricht besch&ouml;nigend von einer &ldquo;ungl&uuml;cklichen Bemerkung&rdquo; des Kanzleramtsministers und erweckt damit den Eindruck, bei der Pofalla-&Auml;u&szlig;erung handele es sich um eine vernachl&auml;ssigbare Petitesse.<\/em><\/p>\n<p><em>Die tagesschau.de-Redakteurin Simone von Storch vers&auml;umt es in ihrem Interview mit Kurt Beck komplett, die &ouml;konmisch und gesellschaftspolitisch kritischen Aspekte des sog. &ldquo;Fiskalpakts&rdquo; anzusprechen. Sie reiht sich mit diesem Interview in die lange Schlange jener Mainstreammedien ein, die sich einseitig in den Dienst der neoliberalen Ideologie stellen und sich einer unvoreingenommenen Information der Bev&ouml;lkerung verschlie&szlig;en. Insbesondere f&uuml;r eine dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Mediensektor zugeh&ouml;rige Fernsehanstalt ist dies eindeutig zu wenig<\/em>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13510","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13510"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13510\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13516,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13510\/revisions\/13516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}