{"id":13537,"date":"2012-06-15T16:22:18","date_gmt":"2012-06-15T14:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13537"},"modified":"2015-03-06T09:29:20","modified_gmt":"2015-03-06T08:29:20","slug":"nie-wieder-krieg-diese-einsicht-soll-offensichtlich-endgultig-der-vergangenheit-angehoren-eine-art-wochenruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13537","title":{"rendered":"\u201eNie wieder Krieg\u201c\u2013 Diese Einsicht soll offensichtlich endg\u00fcltig der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Eine Art Wochenr\u00fcckblick."},"content":{"rendered":"<p>Weil ich jeden Krieg f&uuml;r Wahnsinn halte, hat mich die Rede des Bundespr&auml;sidenten beim Antrittsbesuch bei der Bundeswehr in der zu Ende gehenden Woche sehr besch&auml;ftigt. &Auml;hnlich erging es offensichtlich auch vielen Leserinnen und Lesern der NachDenkSeiten. Es war eine Rede zur Gew&ouml;hnung an Milit&auml;reins&auml;tze. Das Echo auf die beiden Beitr&auml;ge in den NachDenkSeiten vom <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13506\">12. Juni<\/a> und vom <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13517\">13. Juni<\/a> war sehr gro&szlig; und es ist sehr interessant. Auch f&uuml;r unsere Leserinnen und Leser. Deshalb dokumentieren wir unten einen Teil der Mails. Es gab sehr viel mehr Mails. Ihnen allen ein gro&szlig;es Dankesch&ouml;n. Von <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Vorweg noch einige Anmerkungen:<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Zur Verwirrung darum, was der Bundespr&auml;sident tats&auml;chlich gesagt hat<\/strong><br>\nIn meinem ersten Beitrag vom 12. Juni habe ich die kritisierte Passage korrekt zitiert. Sie lautet in der jetzt korrigierten schriftlichen Fassung der Rede des Bundespr&auml;sidenten: &bdquo;Und noch viel weniger gerne denken wir daran, dass es wieder deutsche Gefallene gibt, das ist f&uuml;r unsere gl&uuml;ckss&uuml;chtige Gesellschaft schwer zu ertragen.&ldquo;<br>\nDer vom Bundespr&auml;sidialamt ver&ouml;ffentlichte und von mir in meinem zweiten Beitrag verlegte Redetext enthielt diese Passage <strong>nicht<\/strong>. Ich hatte <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2012\/06\/120612-Bundeswehr.html;jsessionid=4B7CF40798F31F1E1AAD97BB1F01AB29.2_cid285\">diesen Link<\/a> benutzt. Inzwischen ist auch unter diesem Link der Text ge&auml;ndert. Das ist ein etwas verwirrendes Verfahren. Das Bundespr&auml;sidialamt h&auml;tte zumindest anmerken k&ouml;nnen, dass inzwischen der Text der schriftlichen Fassung dem gesprochenen Wort angepasst worden ist.<br>\nAuf meine Anfrage zur Kl&auml;rung des wirklich Gesagten bei der Pressestelle des Bundespr&auml;sidialamtes habe ich von diesem keine Antwort erhalten. Nicht ganz die feine Art. Aber gut, man muss sich daran gew&ouml;hnen, dass die Freiheitspropaganda nicht die Freiheit, hart zu kritisieren, meint. Freiheit ist die Freiheit der Angepassten.<\/li>\n<li><strong>Quellen und das Spektakel des Besuchs in Hamburg:<\/strong><br>\nWer sich noch f&uuml;r die Rede interessiert, der kann den obigen Link nutzen oder auch <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2012\/06\/120612-Bundeswehr.html\">diesen<\/a>. F&uuml;r Interessierte lohnt sich ein Blick in das Video. Die Veranstaltung (bzw. ein Teil davon) ist &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rhF-dpY_lTA\">YouTube<\/a> abrufbar.<br>\nDie Rede von Herrn Gauck ab <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rhF-dpY_lTA&amp;feature=player_detailpage#t=688s\">ca. 11:27<\/a> die kritisierte Stelle ab <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rhF-dpY_lTA&amp;feature=player_detailpage#t=1346s\">ca. 22:44<\/a>.<br>\nSo kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Es lohnt sich wirklich, diesen Film anzuschauen. Das ganze Brimborium geh&ouml;rt offensichtlich mit dazu. Bei mir l&ouml;st das Schaudern aus.<br>\nInteressant auch die Beteiligung von Kindern an der emotionalen Aufr&uuml;stung.<\/li>\n<li><strong>Sichtbar wird auch das Zusammenspiel von Verteidigungsminister, Bundeswehr und Bundespr&auml;sident beim Versuch, das Grundgesetz einseitig auszulegen<\/strong><br>\nDie Auslandseins&auml;tze werden mit dem Gedanken der Freiheit verkoppelt. Freizeit <em>(nachtr&auml;gliche Korrektur: es muss &ldquo;Freiheit&rdquo; hei&szlig;en, klar; aber ein sch&ouml;ner Fehler des Spacherkennungssystems war das doch schon?!)<\/em> ist das Allerwichtigste, so &auml;u&szlig;erte sich schon der begr&uuml;&szlig;ende Vertreter der F&uuml;hrungsakademie. Gaucks Best&auml;tigung: Die Bundeswehr ist die St&uuml;tze der Freiheit.<br>\nBundespr&auml;sident Gauck ist offensichtlich der Schlussstein in der sp&auml;testens mit dem Kosovo Krieg begonnenen &Uuml;bung, Milit&auml;reins&auml;tze f&uuml;r normal zu halten. Der Ernstfall ist nicht mehr der Frieden sondern der Krieg. Darauf weist einer der NachDenkSeiten Leser in einer Mail (in der Doku die erste Mail) aufschlussreich hin.<\/li>\n<\/ol><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p><strong>Dokumentation einiger Mails an die Redaktion der NachDenkSeiten zur Rede des Bundespr&auml;sidenten bei der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr in Hamburg am 12.6.2012:<\/strong><br>\n(Zusammengestellt am 15.6.2012 von AM)<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r diese klaren Worte. Ich sage das als ehemaliger Berufsoffizier West, der nat&uuml;rlich nach seiner Pensionierung nicht zum Pazifisten geworden ist.<\/p><p>In der Tat, das waren ekelhafte Worte. Aus meiner Sicht wurden sie gew&auml;hlt, um die weinerliche Dauerklage meiner ehemaligen Kameraden &uuml;ber die mangelnde Akzeptanz der Auslandseins&auml;tze in der Bev&ouml;lkerung zu bedienen und ihren D&uuml;nkel zu unterst&uuml;tzen, sich ethisch-moralisch &uuml;ber die Mehrheit der Deutschen zu erheben. <\/p><p>Die jetzige F&uuml;hrungsgeneration der Bundeswehr ist in einer Zeit politisch sozialisiert worden, in der der Grundkonsens der alten Bundesrepublik bereits &uuml;ber Bord geworfen war, der da lautete: &ldquo;Welches sind nun die Aufgaben der Streitkr&auml;fte? Wir haben ernsthaft und redlich umzudenken und uns bewusst zu machen, dass der Soldat in aller erster Linie f&uuml;r die Erhaltung des Friedens eintreten soll; denn im Zeitalter des absoluten Krieges mit seinen eigengesetzlichen, alles vernichtenden Kr&auml;ften gibt es kein politisches Ziel, welches mit kriegerischen Mitteln angestrebt werden darf und kann &ndash; au&szlig;er der Verteidigung gegen einen das Leben und die Freiheit zerst&ouml;renden Angriff.&rdquo; (Der sp&auml;tere Generalleutnant und Friedensforscher Wolf Graf Baudissin 1951).<\/p><p>Inzwischen wurde das &ldquo;Milit&auml;rische enttabuisiert&rdquo;, leider durch einen Sozialdemokraten, und die Soldaten der Bundeswehr haben ihr nach den Prinzipien der Inneren F&uuml;hrung f&uuml;r ihren Beruf unerl&auml;ssliches Gewissen bei den Abgeordneten des Deutschen Bundestages in Verwahrung gegeben und stellen das Denken im Anschluss an eine Mandatsentscheidung ein. L&ouml;bliche Ausnahmen best&auml;tigen die Regel, werden jedoch mit Karriereverbot sanktioniert, wie der Fall des Majors Florian Pfaff zeigt; obwohl er den Wehrdienstsenat beim Bundesverwaltungsgericht auf <a href=\"http:\/\/www.bundesverwaltungsgericht.de\/media\/archive\/3059.pdf\">seiner Seite [PDF &ndash; 470 KB]<\/a> hat.<\/p><p>Die Worte des Bundespr&auml;sidenten sind jedoch auf der H&ouml;he der Zeit. Sie passen vorz&uuml;glich zu der Absicht, wegen der geplanten tieferen NATO-Integration im Rahmen der sog. &ldquo;smart defence&rdquo; k&uuml;nftig Vorratsbeschl&uuml;sse im Bundestag fassen zu lassen, um bei den Partnern nicht als Kriegsbremser unangenehm aufzufallen. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesministerium der Verteidigung und langj&auml;hrige Vorsitzende der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, Willy Wimmer (CDU), der sowohl 1998 als auch 2001 gegen die Kriegseins&auml;tze gestimmt hat, die uns Gl&uuml;cks&uuml;chtigen die schwer zu ertragenden Gefallenen bescheren, sagt dazu in einem Leserbrief an die Schweizer Wochenzeitung &ldquo;Zeitfragen&rdquo;: <\/p><blockquote><p>So tragisch das Massaker von Houla ist, so wenig werde ich den Eindruck los, dass der Tod der Kinder wie das Dorf Racak im Kosovo genutzt werden soll, um eine Milit&auml;rintervention in Syrien &ndash; wie damals den Krieg gegen Jugoslawien &ndash; zu begr&uuml;nden. Alle die sich jetzt aufregen &ndash; USA, Frankreich und England &ndash; sind f&uuml;r Hunderttausende Tote, zuletzt im Irak, verantwortlich und halten das f&uuml;r normal.<br>\nIn diesem Kontext ist auch die Medienkampagne von de Maizi&egrave;re in diesen Tagen zu sehen. Wenn der Bundestag nicht mehr oder nur mit Fu&szlig;fesseln &uuml;ber den Einsatz der Bundeswehr entscheiden darf, dann ist eines gewiss: Es werden der amerikanische Pr&auml;sident und der kriegstreiberische US-Kongress sein, die &uuml;ber den Einsatz der deutschen Hilfstruppen entscheiden werden. Die Wehrpflicht war f&uuml;r uns das letzte zur Verf&uuml;gung stehende Mittel, die Bundeswehr nicht generell im US-Interesse eingesetzt zu sehen. Als zu Guttenberg die Wehrpflicht abschaffte, war der letzte Damm weg. &Auml;u&szlig;erungen von Gabriel und de Maiziere machen deutlich, dass US-Einfluss auf allen Seiten wahrgenommen wird und Gabriel die US-Zustimmung zu einer SPD-Regierung will.<br>\nDe Maizi&egrave;re geht nat&uuml;rlich glatt &uuml;ber die Verfassung und h&ouml;chstrichterliche Entscheidungen weg, wenn er eine Integrationsautomatik ohne Bundestag fordert. Dann bleibt nach dem Bundesverwaltungsgericht wieder nur dem einzelnen Soldaten das Recht &ndash; und auch die Pflicht &ndash;, sich aus v&ouml;lkerrechtswidrigen Eins&auml;tzen zu verabschieden.<br>\nDie bisherige Integrationsdichte wurde mit dem kalten Krieg begr&uuml;ndet. Statt die Bundeswehr zur reinen S&ouml;ldnerarmee zu machen, sollte die Integration aufgegeben und die Nato nur noch auf den Nato-Vertrag reduziert werden.<\/p><\/blockquote><p>Und ich sage zu dem Auftritt des Bundespr&auml;sidenten an der F&uuml;hrungsakademie mit Max Liebermann: Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen m&ouml;chte.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ. S.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>der Beurteilung der Gauck-Rede kann man nur zustimmen. Er erf&uuml;llt im zum Bundespastoralamt verkommenen Schlo&szlig; Belevue die Aufgabe, die Letztbegr&uuml;ndungsm&uuml;hle zu drehen, nicht nur den Weg in die Finanzmarkt-Diktatur abzusegnen, sondern auch noch das allgemeine Zivilversagen wieder hoff&auml;hig zu machen. Jeder Krieg ist bekanntlich erst ein politischer, wirtschaftlicher, psychologischer  und sozialer Krieg, bevor er milit&auml;risch wird. Also Ausdruck der Unf&auml;higkeit einer Gesellschaft Konflikte zivil und unmilit&auml;risch zu l&ouml;sen. Da mit dem &bdquo;modernen Krieg&ldquo; eine Trennung von ziviler und milit&auml;rischer Front nicht mehr m&ouml;glich ist (im 1. Weltkrieg waren unter 100 Toten 14 Zivilisten, im 2 Weltkrieg rd. 40 und bei den Kriegen in Korea und Vietnam lag der &bdquo;Bodycount&ldquo; bei 80-90) ist jede Entscheidung f&uuml;r milit&auml;rische &bdquo;L&ouml;sungen&ldquo; eine Entscheidung f&uuml;r den Massenmord an der Zivilbev&ouml;lkerung.<br>\nWenn es noch Nachweises bedurft h&auml;tte, da&szlig; die Kirche in der DDR nicht nur das Nest der Opposition, sondern auch der Hort der Reaktion war, ist er hiermit hinl&auml;nglich erbracht worden. &ndash; Aber vielleicht gibt es ja jetzt den einen oder anderen vom Bodenpersonal des Herrn, die Herrn Gauck theologische Nachhilfe geben, wie es vor 1600 Jahren der hl. Kirchenvater Johannes Chrysostomus zu Matt. 10,16 als Empfehlung &bdquo;&Uuml;ber die christliche Art Krieg zu f&uuml;hren&ldquo; gab.<\/p><p>&hellip; und einen sch&ouml;nen Gru&szlig;<\/p><p>Peter R.S.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrte Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich beziehe mich hier auf Ihren Artikel und dem, der im Spiegel bzgl. der &Auml;u&szlig;erungen des Herrn Gauck &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze erschien.<br>\nIch geh&ouml;re im Gegensatz zum Bundespr&auml;sidenten keiner Kirche an, bin aber trotzdem sehr gl&auml;ubig.<br>\nEs ist f&uuml;r mich daher unbegreiflich, wie ein angeblich Gl&auml;ubiger laut Spiegel meint:<\/p><p>Die Abscheu gegen Gewalt sei zwar verst&auml;ndlich, und Gewalt werde immer ein &Uuml;bel bleiben. &bdquo;Aber sie kann &ndash; solange wir in der Welt leben, in der wir leben (&hellip;) &ndash; notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu &uuml;berwinden oder zu unterbinden&ldquo;, betonte Gauck.<\/p><p>&ldquo;Wie lehrte uns Jesus!&rdquo;, mag man ihm da entgegenschleudern und nachzulesen im Neuen Testament:<\/p><p>&ldquo;Ihr sagt, Auge um Auge, Zahn um Zahn.<br>\nIch aber sage euch: Wer euch auf die eine Wange schl&auml;gt, dem haltet auch die andere hin. Wer euch die Hose nimmt, dem gebt auch euer Hemd&rdquo;<\/p><p>Und das gab er uns nicht mit f&uuml;r ein Reich im Himmel, sondern f&uuml;r unser Leben auf diesem Planeten, Herr Gauck!<br>\nUnd wer Jesus in diesen Worten folgt, ist mitnichten gl&uuml;cks&uuml;chtig.<br>\nIm Gegenteil, ihm wird viel Entt&auml;uschung und Schmerz widerfahren.<\/p><p>Ich kann nur hoffen, das Deutschland und die ganze Welt endlich erwacht und solche falschen Propheten und Pharis&auml;er wie einen Gauck zum Teufel jagt.<\/p><p>Es ist eine Folter, dem ganzen Irrsinn jeden Tag auf&rsquo;s Neue begegnen zu m&uuml;ssen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM. G L R<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\ngerade las ich Ihren Beitrag &uuml;ber den Einwand eines NachDenkSeiten-Freundes zur Rede von Herrn Gauck. Das gleiche Zitat, das Sie in Spiegel-Online gefunden haben,&nbsp;stand gestern auch in <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gauckbundeswehr100.html\">tagesschau.de<\/a>. Da ich Ihr Entsetzen teile und auch Ihre Wortwahl im Artikel von gestern richtig finde, schicke ich Ihnen zu Ihrer pers&ouml;nlichen Unterst&uuml;tzung meinen heute abgeschickten Brief an&nbsp;Herrn Gauck.&nbsp;Zur Erkl&auml;rung f&uuml;r Sie, Herr M&uuml;ller: Ich bin Kriegskind und mein Vater ist noch vor meiner Geburt gefallen. Hierzu habe ich 2010 an Frau Merkel und Herrn zu Guttenberg als Antwort auf ihre unertr&auml;glichen Reden zum Tod dreier Soldaten geschrieben. Diesen Brief, in dem ich die unten stehende Bitte ausgesprochen habe,&nbsp;habe ich f&uuml;r Herrn Gauck beigelegt. Sollten Sie interessiert sein und Zeit haben, so k&ouml;nnen Sie ihn ebenfalls lesen. Ich stelle ihn in den Anhang.<br>\n&nbsp;<br>\nMit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en und gro&szlig;em Dank f&uuml;r Ihr Engagement und das des NachDenkSeiten-Teams<br>\nU. Str.<\/p><p>Sehr geehrter Herr Bundespr&auml;sident,<br>\n&nbsp;<br>\nmit Entsetzen habe ich in der &lsquo;Tagesschau.de&rsquo; den gestrigen Bericht &uuml;ber Ihre Rede vor den Soldaten der Bundeswehr gelesen. Ich kann nicht glauben, dass ein Pr&auml;sident von &bdquo;seinem Volk&ldquo; so redet, wie Sie es getan haben sollen. Haben Sie uns tats&auml;chlich eine &bdquo;gl&uuml;cks&uuml;chtige Gesellschaft&ldquo; genannt, weil wir mehrheitlich Kriege und Eins&auml;tze deutscher Soldaten im Ausland ablehnen?<br>\n&nbsp;<br>\nSo wie ich mich an Frau Merkel und Herrn zu Guttenberg mit der Bitte gewendet habe, nie wieder in meinem Namen f&uuml;r den Tod von Soldaten zu danken, so bitte ich Sie heute, mich mit Ihrer vor den Soldaten gezeigten Haltung nicht mehr als Bundespr&auml;sident zu vertreten.<br>\nIhre Missachtung der Mehrheit des Volkes, das die Verantwortung darin sieht, aus den Schrecken der erlebten Kriege den Schluss zu ziehen, dass Krieg kein Mittel der Politik ist, l&auml;sst mich schaudern. Gerade Deutschland sollte das Recht und die Pflicht haben andere Wege aufzuzeigen und weder Soldaten noch Waffen (U-Boote an Israel, Panzer nach Saudi-Arabien, Kleinfeuergewehre in Krisengebiete usw.) zum T&ouml;ten ins Ausland schicken.<br>\nIn Ihrer Rede sprechen Sie den Soldaten Verantwortung zu und entwerfen ein Gegen&uuml;ber von &bdquo;Gedankenlosigkeit, Gleichg&uuml;ltigkeit und Hedonismus&ldquo;. Sie unterstellen in der Gesellschaft die Erwartung einer &bdquo;Bringschuld von Staat und Demokratie&ldquo; ohne Gegenleistung und fordern einen &bdquo;Einsatz&ldquo; f&uuml;r Demokratie &ndash; hingebungsvoll auch bis zum Tod. Sehe ich es falsch, wenn mir Ihr Begriff von &bdquo;Demokratie&ldquo; in diesem Zusammenhang eher als Euphemismus f&uuml;r den Begriff &bdquo;Vaterland&ldquo; erscheint?<br>\nIhre Sicht auf unsere Gesellschaft ersch&uuml;ttert mich. Kennen Sie den Geist der Obrigkeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts? Ich verstehe Ihr Verst&auml;ndnis von Demokratie nicht.<br>\nUnz&auml;hlige Menschen in unserer Republik &ndash; sowohl die Teilnehmergeneration als auch deren Kinder und Enkelkinder &ndash; leiden noch heute unter den Folgen der beiden Weltkriege. Sie selbst betonen immer wieder Ihre eigene damit zusammenh&auml;ngende Geschichte, Herr Bundespr&auml;sident. Hierzu geh&ouml;rt Ihnen mein Respekt. Aber es gibt auch ganz andere Geschichten, wor&uuml;ber immer noch Sprachlosigkeit herrscht. Und Sie sprechen von Gl&uuml;cksucht.<br>\nZur Erkl&auml;rung meines Entsetzens sende ich Ihnen im Anhang meinen Brief vom 15. April 2010 an Frau Merkel und Herrn zu Guttenberg. Sie haben mir damals nicht geantwortet. Werden Sie mir antworten?<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihr Buch der falsche Pr&auml;sident hat mir gut gefallen. Auch die Nachdenkseiten gefallen mir.<\/p><p>Heute bin ich aber &uuml;ber Ihren Artikel sehr entt&auml;uscht, da Ihre Worte f&uuml;r mich als unsachlich empfunden werden.<\/p><p>Zitat: &ldquo;Diese Skepsis best&auml;tigt der Bundespr&auml;sident jetzt &ndash; mit Einlassungen, die alle, die sich mit der Anwendung von milit&auml;rischer Gewalt schwertun als ekelhaft empfinden m&uuml;ssen. Wenn Gauck jetzt in Hamburg&nbsp;sagt&nbsp;&bdquo;Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist f&uuml;r unsere gl&uuml;cks&uuml;chtige Gesellschaft schwer zu ertragen&rdquo;, dann unterstellt er damit den abw&auml;genden Skeptikern, dass sie &bdquo;gl&uuml;cks&uuml;chtig&ldquo; seien. Welch eine Ignoranz! Die &bdquo;Gl&uuml;cks&uuml;chtigen&ldquo;, die Gauck hier moralisierend anprangert, interessieren sich vermutlich mehrheitlich gar nicht f&uuml;r das Problem des F&uuml;r und Wider Milit&auml;reins&auml;tze. Ihnen ist wie vieles egal. Sie werden von den Attacken des Bundespr&auml;sidenten auch gar nicht erreicht.&rdquo;<\/p><p>Es folgt ein Abschnitt aus der Rede des Bundespr&auml;sidenten, der mit Ihrem Artikel nicht zu vereinbaren ist.<\/p><p>Zitat:<\/p><blockquote><p>&ldquo;Zum anderen ist es aber schon auch ein Nicht-wissen-Wollen. Das ist menschlich: Wir wollen nicht behelligt werden mit dem Gedanken, dass es langfristig auch uns betreffen kann, wenn anderswo Staaten zerfallen oder Terror sich ausbreitet, wenn Menschenrechte systematisch missachtet werden. Wir denken nicht gern daran, dass es heute in unserer Mitte wieder Kriegsversehrte gibt. Menschen, die ihren Einsatz f&uuml;r Deutschland mit ihrer k&ouml;rperlichen oder seelischen Gesundheit bezahlt haben. Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist f&uuml;r die Gesellschaft schwer zu ertragen.<br>\nDie Abscheu gegen Gewalt ist verst&auml;ndlich. Gewalt, auch milit&auml;rische Gewalt, wird immer auch ein &Uuml;bel bleiben. Aber sie kann &ndash; solange wir in der Welt leben, in der wir leben &ndash; notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu &uuml;berwinden. Allerdings m&uuml;ssen wir milit&auml;rische Eins&auml;tze begr&uuml;nden. Wir m&uuml;ssen diskutieren: dar&uuml;ber, ob sie die gew&uuml;nschten Ziele erreichen oder schlimmstenfalls neue Gewalt erschaffen, und auch dar&uuml;ber, ob wir im Einzelfall die Mittel haben, die f&uuml;r ein sinnvolles Eingreifen n&ouml;tig sind. All diese Fragen geh&ouml;ren &ndash; mit den handelnden Personen &ndash; in die Mitte unserer Gesellschaft.<br>\nDass Frieden, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte vielfach nicht von allein entstehen &ndash; wer w&uuml;sste das besser als wir Deutschen? Es waren ausl&auml;ndische Soldaten, die unserem Land die M&ouml;glichkeit der Freiheit schenkten, als sie selbst f&uuml;r ihre eigene Freiheit k&auml;mpften. &bdquo;Ohne uns&ldquo; als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte annehmen. Unsere Bundeswehr hat sich von unseligen milit&auml;rischen Traditionen gel&ouml;st, sie ist fest verankert in einer lebendigen Demokratie. Sie hat unser Zutrauen verdient, nicht nur in Debatten um den &bdquo;gerechten Krieg&ldquo; zu bestehen, sondern auch einem &bdquo;gerechten Frieden&ldquo; einen Weg zu bahnen, indem sie beitr&auml;gt zur L&ouml;sung von Konflikten, indem sie friedliche Koexistenz zu schaffen sucht, wo Hass regiert.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Wo spricht der Bundespr&auml;sident das Wort &ldquo;gl&uuml;cks&uuml;chtig&rdquo; aus. Ich kann die Worte in der Rede nicht erkennen. Ein Link zu der der Rede des Bundespr&auml;sidenten w&auml;re in meinen Augen sehr sinnvoll, da sich dann jeder Leser selber informieren kann. Ich kann nicht in den Worten erkennen, dass der Bundespr&auml;sident diejenigen&nbsp;alle, die sich mit der Anwendung von milit&auml;rischer Gewalt schwertun, als ekelhaft empfunden werden. Aus welchen Worten wollen Sie das erkennen? Der Bundespr&auml;sident sagt w&ouml;rtlich, dass die Abscheu gegen Gewalt verst&auml;ndlich ist, also nicht ekelhaft, wie Sie behaupten. Weiter sagt der Bundespr&auml;sident w&ouml;rtlich, dass milit&auml;rische Gewalt immer ein &Uuml;bel bleiben wird. Ich finde es gut, dass der Bundespr&auml;sident auf die aktuellen Kriegsversehrten unter uns hinweist und denen somit auch Ehre erweist.<\/p><p>Bei Ihrer Deutung &ldquo;Ohne uns&rdquo; vergessen Sie v&ouml;llig, dass die Amerikaner uns von der Nazidiktatur befreit haben und Gauck sehr deutlich auf die Hilfe der Amerikaner hingewiesen hat. Auch die Amerikaner h&auml;tte 1944 sagen k&ouml;nnen &ldquo;Ohne uns&rdquo;. Ich bin dankbar, dass die Amerikaner uns befreit haben und daran hat der Bundespr&auml;sident mit Sicherheit auch gedacht. Auch die Frage nach dem &ldquo;gerechten Frieden&rdquo; finde ich sehr bedenkenswert. &nbsp;Dabei denke ich sofort an das ende des 1. Weltkrieges. Der Amerikaner Wilson wollte einen gerechten Frieden, den aber die Franzosen und Engl&auml;nder nicht wollten. Wir alle kennen die Folgen. Ihre Aussage des kl&auml;glichen Niveau kann ich nicht nachvollziehen.<br>\nIch bin mir sicher, dass der Bundespr&auml;sident den Krieg in Afghanistan ebenso wie ich schrecklich findet. Au&szlig;erdem m&ouml;chte ich auch daraufhinweisen, dass der Bundespr&auml;sident den &ldquo;Blankoscheck&rdquo; f&uuml;r Israel von der Kanzelerin zur&uuml;ckgezogen und dass er vor einen Krieg deutlich gewarnt hat.&nbsp;<br>\nNach meinem Empfinden werden Sie mit Ihrem Artikel dem Bundespr&auml;sidenten nicht gerecht.<br>\nIch hoffe sehr auf eine kurze Antwort.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nBernd K.<\/p><p><em><strong>Anm. Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wie schon erw&auml;hnt und wie von mir korrekt geschildert, enthielt der urspr&uuml;ngliche schriftliche Text die kritisierte Stelle nicht. Jetzt ist das vom Bundespr&auml;sidialamt korrigiert.<br>\nAuch ich betrachte den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung. Allerdings muss man um der historischen Wahrheit willen darauf hinweisen, dass im Kampf um die Befreiung von den Nazis nicht nur Amerikaner sondern mindestens 20 Millionen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger und Soldaten der Sowjetunion umgekommen sind und wir auch diesen die Befreiung verdanken.<\/em><\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Moin, moin,<br>\nwenn ich Ihrem Link zur Rede auf bundespaesident.de&nbsp; folge, steht da jetzt gl&uuml;ckss&uuml;chtig. Was da stand, als Sie den Link einf&uuml;gten, wei&szlig; ich nicht; dem Text von AM entnehme ich, es habe da nicht gestanden. Deswegen mag ich elektronische Medien nicht so gerne: Bei Papier habe ich was gelesen und kann es nachschlagen und dann steht es da immer noch. Hier nun &auml;ndert es sich undokumentiert &uuml;ber Nacht&hellip;<br>\nC. L.\/15.6.2012<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Hallo, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>f.a.z. online hatte auch, wie SPON, so berichtet, die S&uuml;ddeutsche hingegen nicht.<\/p><p>Diese Aussage von Gauck ist nicht nur ekelhaft, b&ouml;se oder boshaft, sondern abf&auml;llig abwertend gegen&uuml;ber denen, die Betroffen sind. Gleichzeitig spricht Neid auf die Jungen mit, wegen ihrer unbeschwerten Jugend, die sie in Frieden, ohne Hetze im guten Westen verbringen konnten.<\/p><p>Gauck kennt doch so eine Jugend gar nicht. Alle seine Reden flie&szlig;en ein in seine Vergangenheitsbew&auml;ltigung, die er unbewusst &ouml;ffentlich betreibt &ndash; aber nicht gelingt &ndash; weil die Zuwendung, der Respekt f&uuml;r andere Menschen einfach fehlt.<\/p><p>Er prangert gutes Leben an, wie viele Pietisten. Leiden geh&ouml;rt f&uuml;r diese zum h&ouml;chsten Ideal.<br>\nEr hat gelitten, warum nicht auch andere ?<\/p><p>Dabei ist das Recht auf Gl&uuml;ck in der amerikanischen Verfassung gesetzlich verankert und wenn ich nicht irre, auch in der Menschenrechtskonvention.<\/p><p>Sie haben schon richtig geschrieben. Ihr erst-bestes Gef&uuml;hl war auch das Beste.<\/p><p>&Uuml;brigens auch die &Uuml;berschrift Ihres Buches ist noch treffender, wenn man sich die Begriffe &ldquo;falsch&rdquo; mal &ldquo;auf der Zunge zergehen l&auml;sst.&rdquo; Falsch meinten Sie, nicht der richtige. Falsch bedeutet aber auch ein falscher Fuffziger, im Sinne von unehrlich.<\/p><p>Ich bevorzuge die 2. Version, stimme aber auch zu, dass er nicht der richtige ist, der meine Weltanschauung vertreten k&ouml;nnte.<\/p><p>Alles Gute und viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nK. Sch.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Lieber Albrecht,<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin sicher weniger Experte f&uuml;r den &ldquo;Holzhammer&rdquo; als Du es &uuml;ber Jahrzehnte immer gewesen bist, aber wenn der Bundespr&auml;sident tats&auml;chlich von &ldquo;Gl&uuml;ckss&uuml;chtigen, die Gefallene nicht ertragen k&ouml;nnten&rdquo; gesprochen hat, ist das Wort &ldquo;ekelhaft&rdquo; keineswegs unangebracht&hellip;&hellip;.<br>\n&nbsp;<br>\nES<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\ndie Bezeichnung &ldquo;b&ouml;sartig&rdquo; w&uuml;rde ich auch bevorzugen. Im &uuml;brigen halte ich es f&uuml;r keinen Zufall, dass diese Rede in dieser Diktion nach der &ouml;ffentlichen Diskussion um die Lieferung von deutschen U-Booten nach Israel erfolgt ist. Es ist doch auch in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands ein einmaliger Vorgang, dass ein Bundespr&auml;sident sich so eindeutig f&uuml;r Kriegseins&auml;tze der Bundewehr &auml;u&szlig;ert. Dies ist eine Z&auml;sur und wir werden demn&auml;chst noch lange daran kauen d&uuml;rfen, bis zum n&auml;chsten harten Kriegseinsatz, leider.&nbsp;&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\nG. F.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nliebe NDS-Redaktion,<\/p><p>der &ldquo;Kriegs-Gauck&rdquo;, wie ihn Uli Gellermann auf der &ldquo;Rationalgalerie&rdquo; nennt, lernt nichts mehr dazu.<\/p><p>Er ist und bleibt ein Borgia &ndash; ein kaltbl&uuml;tiger, machiavellistischer Betroffenheitskom&ouml;diant, der seine prestiges&uuml;chtigen Weltmachtsphantasien notd&uuml;rftig hinter den UNO-Mandaten verbirgt und humanit&auml;re Eins&auml;tze schon dann f&uuml;r gerechtfertigt h&auml;lt, wenn sie aus allerbesten Absichten gef&uuml;hrt werden.<\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. W.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>sollte der von SPON zitierte Ausspruch des Bundespr&auml;sidenten zutreffen, so l&auml;ge dessen Perfidie m.E. in der Unterstellung begr&uuml;ndet, dass gefallene Soldaten nur f&uuml;r unsere &bdquo;gl&uuml;ckss&uuml;chtige&ldquo; Gesellschaft ein Problem, f&uuml;r &bdquo;normale&ldquo; Gesellschaften hingegen selbstverst&auml;ndlich zum Alltag geh&ouml;ren.<\/p><p>Soldatentod als gesellschaftlicher Alltag: Herr Gauck als Wiederg&auml;nger Preu&szlig;ens.<\/p><p>Damit nicht genug, verk&uuml;ndet diese Botschaft ein protestantischer Pfarrer von seiner weltlichen Kanzel herab. Protestantische Staatsn&auml;he, wie man sie ebenfalls f&uuml;r ausgestorben hielt.<\/p><p>Haben wir das wirklich verdient, neben Br&uuml;nhilde Merkel auch noch einen Hindengauck ? <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nE. J.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Vielleicht k&ouml;nnte man ja auch alternativ von einem Beitrag Gaucks sprechen, der in seiner &bdquo;B&ouml;sartigkeit geradezu ekelhaft&ldquo; ist!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nW. K.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter, lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ihren Anmerkungen zum o.g. Thema schlie&szlig;e ich mich vollinhaltlich an. In diesem Zusammenhang habe ich an Herrn Gauck einen offenen Brief geschrieben. <\/p><p>Weiterhin alles Gute f&uuml;r Sie und die Nachdenkseiten. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ. R.<\/p><p>Wenn Sie, Herr Bundespr&auml;sident, von DEN Deutschen mehr Offenheit f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr fordern, so weise ich diese Forderung nicht nur ganz entschieden zur&uuml;ck, sondern verwahre mich, als Deutsche, auch gegen meine Inanspruchnahme durch Sie in dieser Form. Ich bin, Herr Bundespr&auml;sident, ausdr&uuml;cklich nicht f&uuml;r mehr Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr, sondern halte die seit Jahren anhaltene Militarisierung der deutschen Au&szlig;enpolitik f&uuml;r sehr gef&auml;hrlich und in Teilen auch f&uuml;r grundgesetzwidrig. Wenn Sie weiterhin, Herr Bundespr&auml;sident, eine gewisse Distanz der B&uuml;rger zu den Streitkr&auml;ften bem&auml;ngeln, so halte ich diese &Auml;u&szlig;erung schlicht f&uuml;r eine Unversch&auml;mtheit. Ich bin eine B&uuml;rgerin, und habe zu den Streitkr&auml;ften nicht nur eine gewisse sondern sogar eine gro&szlig;e Distanz, und ich lasse mir das weder verbieten noch&nbsp; zum Vorwurf machen, auch nicht durch den Bundespr&auml;sidenten. Wenn Sie, Herr Bundespr&auml;sident, im Hinblick darauf, dass es wieder deutsche Gefallene gibt, von &ldquo;unserer gl&uuml;cks&uuml;chtigen Gesellschaft&rdquo; sprechen, die das schwer ertragen kann, ist alleine Ihre Wortwahl schon schwer ertr&auml;glich. &Uuml;berhaupt, Herr Bundespr&auml;sident, Ihre st&auml;ndigen Belehrungen, wie aktuell vor der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr, empfinde ich immer mehr als Zumutung. Sie sind f&uuml;r mich weder Demokratie- noch Freiheitslehrer, und ich verwechsele Freiheit auch nicht mit Gedankenlosigkeit, Gleichg&uuml;ltigkeit und Hedonismus. Dass eine funktionierende Demokratie Einsatz, Aufmerksamkeit und Mut erfordert, ist nicht nur eine Binsenweisheit, sondern wird in diesen Tagen ganz besonders deutlich. Die neoliberalen &ldquo;Predigten&rdquo; von der Freiheit der M&auml;rkte, insbesondere der Finanzterrorismus (anders kann ich das nicht mehr bezeichnen), die st&auml;ndig wachsende Kluft zwischen arm und reich, die erschreckende Zunahme sozialer Vereisung und roher B&uuml;rgerlichkeit, bedrohen in der Tat die Demokratie und den sozialen Frieden. Um dem entschieden entgegenzutreten braucht es vor allen Dingen ein kritisches B&uuml;rgertum, zumal blinder Gehorsam, Obrigkeitsh&ouml;rigkeit und Untertanengeist bekanntlich ins Verderben f&uuml;hren. Ein Bundespr&auml;sident, der aber z.B. die Occupy-Bewegung uns&auml;glich albern findet, Herrn Sarrazin Mut bescheinigt, den Hartz IV-Kanzler Schr&ouml;der bewundert, mehr Offenheit f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der BW fordert, den Afghanistankrieg f&uuml;r gerechtfertigt und ertr&auml;glich h&auml;lt, ist nach meinem Verst&auml;ndnis der v&ouml;llig falsche Pr&auml;sident. Diese Gesellschaft, insbesondere die Einkommensschwachen und sozial Benachteiligten, braucht z.B. wieder viel mehr von der guten, alten Solidarit&auml;t, auch durch den Bundespr&auml;sidenten. Solidarit&auml;t, eine Eigenschaft die leider immer mehr aus der &ldquo;Mode&rdquo; kommt, und so gut wie gar nicht mehr &ouml;ffentlich &ldquo;gepredigt&rdquo; wird, ist, daran erlaube ich mir zu erinnern, der Kitt, der eine Gesellschaft erst zusammenh&auml;lt. Die von Ihnen vertretenen Positionen lassen jedoch, nach meinem Eindruck, einen erheblichen Teil der Gesellschaft, dabei handelt es sich mittlerweile um Millionen, und es werden t&auml;glich mehr, v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt au&szlig;en vor. Sie reden st&auml;ndig von Freiheit in Verantwortung, wobei ich mich immer frage, was das konkret sein soll. Eines steht allerdings fest, Freiheit, die nur dann existiert, wenn Mensch sie sich leisten kann, ist keine Freiheit sondern exakt das Gegenteil. Nicht spalten sondern vers&ouml;hnen, hat mal einer Ihrer Vorg&auml;nger gesagt. Diesen Rat von Johannes Rau, der auch mehr B&uuml;rger- als Bundespr&auml;sident war, lege ich Ihnen ganz nahe ans Herz. <\/p><p>mfg<br>\nJ. R.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>mein Vater ist aus dem 2. Weltkrieg als Versehrter zur&uuml;ckgekehrt&nbsp;(Beinamputation unterhalb des Knies; ganz zu schweigen von den&nbsp;seelischen Wunden). Er w&uuml;rde mir glaube ich zustimmen,&nbsp;wenn ich&nbsp;sage: Gaucks Stellungnahme,&nbsp;die &ndash; erfreulicherweise &ndash; &auml;u&szlig;erst gering&nbsp;ausgepr&auml;gte&nbsp;Kriegsbereitschaft des dt. Volkes, sei Ausdruck einer gl&uuml;ckss&uuml;chtigen Gesellschaft, ist ekelhaft!&nbsp;<\/p><p>Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Es fehlt blo&szlig; noch, dass er sagt &ldquo;Kerls, wollt ihr ewig leben?&rdquo;<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en aus Oldenburg<br>\nU. Br.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>mir ist die Reaktion auf den ausgewiesenen Geschichtsverdreher, -verzerrer und -revisionisten Gauck (Stichwort: Wiederbewaffnung gegen den erbitterten Widerstand der Bev&ouml;lkerung usw.) nicht scharf genug. Ihre Einsch&auml;tzung dieser Rede Gaucks (ekelhaft und b&ouml;sartig) ist aus meiner Sicht deshalb ausgesprochen milde aber auch vollst&auml;ndig angemessen. Ein Tondokument der Rede mit der Ausdrucksweise &ldquo;gl&uuml;ckss&uuml;chtige Gesellschaft&rdquo; finden Sie <a href=\"http:\/\/www.fueakbw.de\/share\/g\/002_Grundlagendokumente_FueAkBw\/910_Audio\/Bundespraesident_nur_Ton.mp3\">hier<\/a> auf den Web-Seiten der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr. Bei Minute 11:28&nbsp; ist die besagte Stelle, der in vieler anderer Hinsicht uns&auml;glichen &ldquo;Rede&rdquo; Gaucks.&nbsp; Das ganze ungeheuerliche Ausma&szlig; der &ldquo;Rede&rdquo; Gaucks wird deutlich, wenn man sie mit der Rede eines wirklichen Bundespr&auml;sidenten, n&auml;mlich der Gustav Heinemanns vom 1. Juli 1969, vergleicht: <a href=\"http:\/\/germanhistorydocs.ghi-dc.org\/pdf\/deu\/Chapter12Doc2NEW1.pdf\">Dem Frieden dienen. [PDF &ndash; 40 KB]<\/a> <\/p><p>Gauck ist aus meiner Sicht ein Relikt der 50er Jahre, und zwar ein &uuml;bles &Uuml;berbleibsel.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>U. R.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Kaum zu Glauben aber offensichtlich <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2012%2F06%2F12%2Fa0136&amp;cHash=c7d2b06108\">keine Satire<\/a>. <\/p><p>Und der eigentliche Skandal, dass sich keiner emp&ouml;rt! Wie weit ist unsere Gesellschaft schon wieder gekommen. <\/p><p>Ein aufmerksamer Leser der Nachdenkseiten<br>\nM. V.<br>\nCottbus<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Liebes Redaktionsteam,<\/p><p>Spiegel-Online nimmt sich des Themas auch in der Satire-Ecke SPAM an: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spam\/glueckssucht-bundespraesident-gauck-als-therapeut-und-heiler-a-838560.html\">&ldquo;Gl&uuml;cksucht: Therapeut und Heiler&rdquo;<\/a><\/p><p>Ich finde, es lohnt sich, die Strecke mal durchzuklicken, da es nicht einfach nur albern ist, wie vieles sonst der Stelle.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nChr. Br.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank fuer Ihre Beitraege zu den Militaereinsaetzen in den Nachdenkseiten.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/37\/D-Pflugscharen\">&ldquo;Schwerter zu Pflugscharen&rdquo;<\/a> waere die einzig richtige Antwort eines evangelischen Pfarrers vor der Bundeswehrakademie gewesen.<\/p><p>Wo waren Herr Gauck und die Pfarrerstochter Angela Merkel 1983 im Rahmen des Kirchentages in Wittenberg?<\/p><p>Herzliche Gruesse<br>\nB. K.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>als st&auml;ndiger Leser der NDS muss ich mich doch mal direkt an Sie wenden. Vorab gesagt, Ihren Beitrag vom 12.06.2012 &ldquo;Worte des Bundespr&auml;sidenten&hellip;&rdquo; unterst&uuml;tze ich vollst&auml;ndig.<\/p><p>Vorgestern, am 12.06.12 besuchte ich eine Austellung von 70 Karikaturisten, das sog. SATIRICUM &ndash; Sommerpalais Greiz. Dieses hat lt. erworbenem Katalog sogar den wohlwollenden Segen der th&uuml;ringischen Ministerpr&auml;sidentin und der Landr&auml;tin erhalten. Die dort zu sehenden, ganz aktuellen Karikaturen, passen zu einem gro&szlig;en Teil zu all dem, was Ihre NDS bringen.<\/p><p>Ich fand eine Darstellung des Herrn Gauck, die nach kurzem Betrachten genau das ausdr&uuml;ckt, was Sie schrieben. <\/p><p>Wenn die hier dargestellte Person das Abzeichen &ldquo;Pflugscharen zu Schwertern&rdquo; tr&auml;gt, f&auml;llt mir doch gleich ein, wer damals wirklich als B&uuml;rgerrechtler in der DDR gewirkt hat, z.Bsp. der Pfarrer Friedrich Schorlemmer, einer derjenigen, welche nach der Wende die s&uuml;&szlig;e Verf&uuml;hrung politischer &Auml;mter bewu&szlig;t nicht nutzten. Zitat WIKIPEDIA : &ldquo;Auf dem Kirchentag 1983 in Wittenberg fand auf dem Lutherhof unter seiner Verantwortung die symbolische Umschmiedung eines Schwertes zu einer Pflugschar statt, obwohl die DDR-Beh&ouml;rden vorher die &ouml;ffentliche Benutzung des Slogens&hellip;f&uuml;r illegal erkl&auml;rt hatten&rdquo; Die Aktion wurde zu einem Hoffnungszeichen f&uuml;r die Friedensbewegung in ganz Deutschland.<\/p><p>Ein Herr Gauck, in der DDR selbst&nbsp;privilegiert,&nbsp;auch mit fragw&uuml;rdigen Kontakten,&nbsp;tauchte erst w&auml;hrend&nbsp;des Kippens der DDR auf, als&nbsp;man pers&ouml;nlich nichts mehr verlieren, aber&nbsp;manches gewinnen konnte. Als jemand, der den gr&ouml;&szlig;eren Teil seines Lebens&nbsp;im Osten verbrachte, habe ich&nbsp;etliche dieser Typen beobachten und studieren k&ouml;nnen. Als die Menschen noch auf den Stra&szlig;en demonstrierten, bereiteten sie schon ihre Karriere in den neuen &Auml;mtern vor.<br>\n&nbsp;<br>\nNoch eine Bemerkung: Es ist ja sehr schwierig, Leser f&uuml;r die NDS zu gewinnen. Die Mainstream-Meinungsmache vernebelt das Denken. Und doch wird bei vielen Menschen, vielleicht nur punktuell,&nbsp;rationaler gedacht, als man annimmt. Ein Beispiel hierf&uuml;r&nbsp;sind mindestens 50 Karikaturisten der Ausstellung in Greiz. Also bitte weitermachen!<br>\n&nbsp;<br>\nMit den besten Gr&uuml;&szlig;en und W&uuml;nschen,&nbsp; E. H.<br>\n&nbsp;<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nach meinem Daf&uuml;rhalten war die Formulierung &bdquo;ekelhaft&ldquo; bez&uuml;glich der &Auml;u&szlig;erungen und damit verbundenen Haltung unseres Bundespr&auml;sidenten zu Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr durchaus passend gew&auml;hlt. Besser l&auml;sst sich mein Empfinden dabei kaum auf den Punkt bringen. Es ist besch&auml;mend zu sehen, wie sich Herr Gauck bei den M&auml;chtigen dieser Welt mit kritikloser Bewunderung anbiedert. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA. G.<\/p><div style=\"text-align: center\">*<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich finde, dass Ihr Kommentar zu Gauck&rsquo;s Rede noch sehr glimpflich war.<br>\nMan k&ouml;nnte es auch so sehen:<br>\nWenn Gauck von der &ldquo;Gl&uuml;ckss&uuml;chtigen Gesellschaft&rdquo; spricht, die deutsche Gefallene nur sehr schwer ertragen k&ouml;nne,&nbsp;steht das diametral zu Weizs&auml;ckers wesentlichen Inhalten der Rede zum 8. Mai., die man als eine &ldquo;&Auml;chtung des Krieges&rdquo; bezeichnen kann.<\/p><p>F&uuml;r mich hat der neue Bundespr&auml;sident nicht mehr alle Tassen im Schrank: es ist das Allerletzte, was wir noch anzusteuern h&auml;tten, dass wieder Soldaten, M&auml;nner und Frauen, f&uuml;r die gro&szlig;enwahnsinnigen politischen Ideen einiger &ldquo;Weltenlenker&rdquo;<br>\ndie Knochen hinhalten.<\/p><p>Weizs&auml;cker:<\/p><blockquote><p>&ldquo;&hellip;Wir&nbsp;Wir gedenken aller V&ouml;lker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der uns&auml;glich vielen B&uuml;rger der Sowjetunion und der Polen, die ihr Leben verloren haben.<br>\nAls Deutsche gedenken wir in Trauer der eigenen Landsleute, die als Soldaten, bei den Fliegerangriffen in der Heimat, in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind.<br>\nWir gedenken der ermordeten Sinti und Roma, der get&ouml;teten Homosexuellen, der umgebrachten Geisteskranken, der Menschen, die um ihrer religi&ouml;sen oder politischen &Uuml;berzeugung willen sterben mu&szlig;ten.<br>\nWir gedenken der erschossenen Geiseln.<br>\nWir denken an die Opfer des Widerstandes in allen von uns besetzten Staaten.<br>\nAls Deutsche ehren wir das Andenken der Opfer des deutschen Widerstandes, des b&uuml;rgerlichen, des milit&auml;rischen und glaubensbegr&uuml;ndeten, des Widerstandes in der Arbeiterschaft und bei Gewerkschaften, des Widerstandes der Kommunisten.<br>\nWir gedenken derer, die nicht aktiv Widerstand leisteten, aber eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen.<br>\nNeben dem un&uuml;bersehbar gro&szlig;en Heer der Toten erhebt sich ein Gebirge menschlichen Leids,<br>\nLeid um die Toten,<br>\nLeid durch Verwundung und Verkr&uuml;ppelung,<br>\nLeid durch unmenschliche Zwangssterilisierung,<br>\nLeid durch Bombenn&auml;chte,<br>\nLeid durch Flucht und Vertreibung, durch Vergewaltigung und Pl&uuml;nderung, durch Zwangsarbeit, durch Unrecht und Folter, durch Hunger und Not,<br>\nLeid durch Angst vor Verhaftung und Tod,<br>\nLeid durch Verlust all dessen, woran man irrend geglaubt und wof&uuml;r man gearbeitet hatte.<br>\nHeute erinnern wir uns dieses menschlichen Leids und gedenken seiner in Trauer.<br>\nDen vielleicht gr&ouml;&szlig;ten Teil dessen, was den Menschen aufgeladen war, haben die Frauen der V&ouml;lker getragen.<br>\nIhre Leiden, ihre Entsagung und ihre stille Kraft vergi&szlig;t die Weltgeschichte nur allzu leicht. Sie haben gebangt und gearbeitet, menschliches Leben getragen und besch&uuml;tzt. Sie haben getrauert um gefallene V&auml;ter und S&ouml;hne, M&auml;nner, Br&uuml;der und Freunde.<br>\nSie haben in den dunkelsten Jahren das Licht der Humanit&auml;t vor dem Erl&ouml;schen bewahrt.<br>\nSchuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern pers&ouml;nlich.<\/p>\n<p>Wir alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, m&uuml;ssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle sind von ihren Folgen betroffen und f&uuml;r sie in Haftung genommen&hellip;..&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Gaucks Bef&uuml;rwortung milit&auml;rischen Einsatzes &ndash; der nie ganz von Krieg zu trennen ist &ndash; durch die Hintert&uuml;r ist eine Schande f&uuml;r unsere Bundesrepublik und ein massiver Versto&szlig; gegen das Gebot des Grundgesetzes.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nC. W.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil ich jeden Krieg f&uuml;r Wahnsinn halte, hat mich die Rede des Bundespr&auml;sidenten beim Antrittsbesuch bei der Bundeswehr in der zu Ende gehenden Woche sehr besch&auml;ftigt. &Auml;hnlich erging es offensichtlich auch vielen Leserinnen und Lesern der NachDenkSeiten. Es war eine Rede zur Gew&ouml;hnung an Milit&auml;reins&auml;tze. Das Echo auf die beiden Beitr&auml;ge in den NachDenkSeiten vom<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13537\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[96,171],"tags":[358,441,764],"class_list":["post-13537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundespraesident","category-militaereinsaetzekriege","tag-bundeswehr","tag-freiheit","tag-gauck-joachim"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13537"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25301,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13537\/revisions\/25301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}