{"id":135505,"date":"2025-07-04T09:00:40","date_gmt":"2025-07-04T07:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135505"},"modified":"2025-07-05T07:55:58","modified_gmt":"2025-07-05T05:55:58","slug":"panzer-erziehen-keine-kinder-mannheimer-wissenschaftler-rechnen-mit-kriegswirtschaft-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135505","title":{"rendered":"Panzer erziehen keine Kinder! Mannheimer Wissenschaftler rechnen mit Kriegswirtschaft ab"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland &bdquo;wehrt&uuml;chtig&ldquo; zu machen, mag ja nicht jedem gefallen, sei aber &bdquo;alternativlos&ldquo;, t&ouml;nen die Herren der Zeitenwende. Und versprechen: Die Unsummen, die in die R&uuml;stung flie&szlig;en, k&auml;men allen zugute, schafften Wachstum, neue Jobs und mehr Wohlstand. Zwei Makro&ouml;konomen der Universit&auml;t Mannheim widersprechen den dummen Spr&uuml;chen. Die forcierte Waffenproduktion produziere vor allem &Uuml;bergewinne und torpediere zivilgesellschaftlichen Fortschritt. Jeder Euro in Bildung sei vielfach besser angelegtes Geld. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4240\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-135505-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=135505-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250704_Panzer_erziehen_keine_Kinder_Mannheimer_Wissenschaftler_rechnen_mit_Kriegswirtschaft_ab_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Ansage ist gemacht: Auf lange Sicht soll Deutschland j&auml;hrlich f&uuml;nf Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) f&uuml;r den sogenannten Verteidigungssektor aufbringen. 3,5 Prozent sollen der Bundeswehr direkt zugutekommen in Form milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung sowie von Aufwendungen etwa f&uuml;r den Ausbau und die Modernisierung von Kasernen. Weitere 1,5 Prozent sollen f&uuml;r &bdquo;verteidigungsrelevante Aufgaben&ldquo; bereitgestellt werden, sprich f&uuml;r gleicherma&szlig;en zivil und milit&auml;risch nutzbare Infrastruktur. So wollen es US-Pr&auml;sident Donald Trump, die NATO, die Europ&auml;ische Union, so will es die Bundesregierung.<\/p><p>Der Irrwitz dieser Zielstellung aus politischer Warte und die mitunter apokalyptischen Gefahren, die das S&auml;belrasseln gegen&uuml;ber Russland provoziert, wurden bei den <em>NachDenkSeiten<\/em> schon reichlich thematisiert. Wie aber wirkt die gew&auml;hlte Gangart aus wirtschaftlicher Sicht? Bekanntlich argumentieren &Ouml;konomen und Politiker gerne damit, dass die zus&auml;tzlichen Ausgaben f&uuml;r Panzer, Drohnen und Haubitzen dem Standort Deutschland relevante Wachstumsimpulse verleihen w&uuml;rden. Demnach steigere die staatliche Nachfrage nach Milit&auml;rg&uuml;tern die gesamtwirtschaftliche Produktion, schaffe neue Arbeitspl&auml;tze und beg&uuml;nstige zudem Synergien, indem Errungenschaften der Milit&auml;rforschung auch zivilwirtschaftliche Anwendungen finden w&uuml;rden (Dual-Use). Kurzum: Was gut ist f&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie, sei auch gut f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und den allgemeinen Wohlstand im Land.<\/p><p><strong>Konsumausgaben, keine Investitionen<\/strong><\/p><p>Das kann man so nicht stehenlassen, sagen zwei Makro&ouml;konomen von der Universit&auml;t Mannheim. Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk von der Abteilung Volkswirtschaftslehre (VWL) sind nach &bdquo;sorgf&auml;ltiger Abw&auml;gung internationaler Studien und der spezifischen &ouml;konomischen Bedingungen in Deutschland&ldquo; zu einem &bdquo;ern&uuml;chternden Ergebnis&ldquo; gelangt. In ihrer am 30. Juni vorgelegten <a href=\"https:\/\/www.vwl.uni-mannheim.de\/media\/Lehrstuehle\/vwl\/Krebs\/wirt._Auswirk._Militaerausgaben.pdf\/flipbook\">Studie<\/a> operieren sie mit dem sogenannten Fiskalmultiplikator, der misst, wie stark zus&auml;tzliche Staatsausgaben das BIP erh&ouml;hen. Auf dieser Basis bilanzieren sie: &bdquo;Ein zus&auml;tzlicher Euro f&uuml;r milit&auml;rische Ausgaben erzeugt bestenfalls 50 Cent zus&auml;tzliche gesamtwirtschaftliche Produktion, m&ouml;glicherweise aber gar keinen.&ldquo; Deutlich besser h&ouml;ren sich die Alternativen an. Steckte man das viele Geld in die &ouml;ffentliche Infrastruktur, sei eine &bdquo;Verdopplung jedes eingesetzten Euros m&ouml;glich, beim Ausbau der Betreuungsinfrastruktur in Kitas und Schulen sogar eine Verdreifachung&ldquo;.<\/p><p>NDS-Chefredakteur Jens Berger hatte schon vor &uuml;ber einem Jahr <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112034\">an dieser Stelle<\/a> &uuml;ber den verbreiteten Denkfehler berichtet, der R&uuml;stungsausgaben mit Investitionen gleichsetzt. Vielmehr, so sein Verdikt, handele es sich um Konsumausgaben, die gesamtwirtschaftlich negativ zu Buche schlagen w&uuml;rden. &bdquo;Jeder Euro, der heute f&uuml;r Granaten und nicht f&uuml;r Bildung ausgegeben wird, f&uuml;hrt dazu, dass in der Zukunft die Wertsch&ouml;pfung der Volkswirtschaft sinkt.&ldquo; Ganz &auml;hnlich konstatieren Krebs und Kaczmarczyk in ihrer Analyse: &bdquo;Jeder zus&auml;tzliche Euro an staatlichen Auftr&auml;gen&ldquo; zur Waffenbeschaffung werde &bdquo;die Preise der R&uuml;stungsg&uuml;ter und die Gewinne der R&uuml;stungsunternehmen merklich anheben, und somit den Effekt auf die Produktion verringern&ldquo;.<\/p><p><strong>Rheinmetall macht B&ouml;rsianer froh<\/strong><\/p><p>Eine wesentliche Ursache daf&uuml;r sehen sie in der bereits starken Auslastung der hiesigen R&uuml;stungswirtschaft, verbunden mit geringem Wettbewerb und &bdquo;intransparenten Vergabepraktiken&ldquo;. Womit die Autoren durch die Blume formulieren, dass unter den gegebenen Voraussetzungen Filz und Korruption T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet sind und Geld im ganz gro&szlig;en Stil zum Fenster herausgeworfen wird. Zitat: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der mehr als zwanzigfache Anstieg des Aktienkurses des R&uuml;stungsherstellers Rheinmetall seit Beginn des Kriegs in der Ukraine unterstreicht, dass Investoren hohe Gewinnerwartungen f&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie haben, die nur mit entsprechenden Preissteigerungen verwirklicht werden k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Anders ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;R&uuml;stungsunternehmen steigern ihre Gewinne aufgrund eines staatlich induzierten Inflationsschocks im Milit&auml;rbereich.&ldquo;<\/p><p>In der aktuellen Situation landeten staatliche R&uuml;stungsausgaben &bdquo;haupts&auml;chlich als h&ouml;here Dividendenzahlungen in den Taschen der Eigent&uuml;mer der R&uuml;stungsunternehmen&ldquo;, fahren die Wissenschaftler fort. Zwar lie&szlig;e sich diesem Effekt bei entsprechendem Ausbau der Kapazit&auml;ten und mittels regulatorischer Eingriffe zur Beschr&auml;nkung der Marktmacht einzelner Akteure begegnen. Denn das Prinzip der soliden Finanzpolitik erfordere es, zuerst die gr&ouml;&szlig;ten Ineffizienzen zu beseitigen, &bdquo;bevor noch mehr staatliches Geld in diesen Sektor gepumpt wird&ldquo;. Allerdings seien derlei &bdquo;Reformversuche&ldquo; schon &bdquo;in der Vergangenheit immer wieder gescheitert&ldquo; und ben&ouml;tigten die fraglichen Ma&szlig;nahmen allerhand Zeit, um Wirkung zu entfalten. Damit seien sie &bdquo;kaum relevant f&uuml;r die Evaluierung der kurzfristigen Auswirkungen von Milit&auml;rausgaben&ldquo;.<\/p><p><strong>Fortschritt ger&auml;t unter die Kette<\/strong><\/p><p>Ebenso widersprechen sie der Darstellung, neue Milit&auml;rtechnologien z&ouml;gen quasi automatisch zivilwirtschaftlichen Zusatznutzen nach sich. Verwiesen wird dabei stets auf das Vorbild USA, f&uuml;r die die Wissenschaft je nach Herangehensweise f&uuml;r R&uuml;stungsaufwendungen einen Fiskalmultiplikator in der Bandbreite zwischen 0,5 und maximal 1,5 ermittelt hat. Wegen der g&auml;nzlich anderen Bedingungen einer in vielen Jahrzehnten durch US-Regierungen exorbitant gef&ouml;rderten R&uuml;stungswirtschaft nennen Krebs und Kaczmarczyk einen &bdquo;Analogieschluss auf milit&auml;rische Forschungsf&ouml;rderung in Deutschland (&hellip;) gewagt&ldquo; und warnen vor einer unsicheren Prognose &bdquo;auf Basis sp&auml;rlicher Evidenz&ldquo;.<\/p><p>Zudem verweisen sie auf sogenannte Trade-offs. Darunter verstehen &Ouml;konomen einen Konflikt zwischen mindestens zwei gegenl&auml;ufigen Zielen, wovon eines zugunsten des anderen entweder vernachl&auml;ssigt oder ganz aufgegeben wird. Klima- und umweltpolitisch ist der forcierte R&uuml;stungswettlauf der reinste Wahnsinn, wenngleich es Bestrebungen der Finanz- und R&uuml;stungslobby gibt, entsprechende Ausgaben mit dem Siegel der &bdquo;Nachhaltigkeit&ldquo; zu versehen. Dem halten die Mannheimer Volkswirte entgegen: &bdquo;Jeder zus&auml;tzliche Euro f&uuml;r die Milit&auml;rforschung ist ein Euro weniger f&uuml;r die Forschung im Bereich gr&uuml;ner Technologien.&ldquo; Und die F&ouml;rderung von Windkraft oder Elektromobilit&auml;t habe &bdquo;sehr wahrscheinlich eine wesentlich h&ouml;here Rendite als die Subventionierung eines intransparenten Milit&auml;rsektors mit wettbewerbsfeindlichen Marktstrukturen&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;<strong>Bedenkliche Weichenstellung&ldquo;<\/strong><\/p><p>&Uuml;berhaupt bef&uuml;rchten sie &bdquo;langfristige Verdr&auml;ngungseffekte&ldquo;, wie es in einer <a href=\"https:\/\/www.uni-mannheim.de\/newsroom\/presse\/pressemitteilungen\/2025\/juni\/ruestung-ohne-rendite\/\">Pressemitteilung<\/a> vom Montag hei&szlig;t. Der Ausbau der R&uuml;stungsproduktion binde sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen, die f&uuml;r andere gesellschaftlich relevante Aufgaben fehlen k&ouml;nnten &ndash; eben f&uuml;r Investitionen in Klimaschutz, Bildung oder den Erhalt der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Trotz Aufweichung der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; bleibe der finanzielle Spielraum des Staates begrenzt. Ein gleichzeitiger Ausbau aller zentralen Politikfelder sei daher &bdquo;kaum realistisch&ldquo;, bemerken die Verfasser und weiter: &bdquo;Wie lange ein Freifahrtschein f&uuml;r Milit&auml;rausgaben bei K&uuml;rzungen anderer Ausgaben im Bundeshaushalt politisch haltbar sein wird, ist eine offene Frage.&ldquo;<\/p><p>In der Studie werden Krebs und Kaczmarczyk konkret:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn Neueinstellungen in der Industrie fast nur noch im R&uuml;stungsbereich stattfinden, weil der Staat viele neue R&uuml;stungsauftr&auml;ge vergibt, aber kein Geld f&uuml;r saubere Technologien vorhanden ist, dann wird die Produktion von Windr&auml;dern und Elektrofahrzeugen in Deutschland automatisch verschwinden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Insbesondere im Hinblick auf die langfristige Entwicklung der Wirtschaft, die neben der Garantie der Sicherheit auch mit L&ouml;sungen f&uuml;r die Klimakrise und hochwertiger Besch&auml;ftigung einhergehen m&uuml;sse, sei dies &bdquo;eine bedenkliche Weichenstellung&ldquo;.<\/p><p>Aber wie kommt es, dass so viele Politiker und Wirtschaftsfachleute der Erz&auml;hlung, mehr R&uuml;stung schaffe mehr Wohlstand, auf den Leim gehen? F&uuml;r die Studienautoren zeigt sich hier vor allem ein Erkenntnisproblem, zu einem Gutteil bedingt durch den verengten Blick auf die USA, wobei dort die empirische Lage, wie schon oben ausgef&uuml;hrt, keinesfalls so eindeutig ist. Die Mannheimer Forscher haben die ganze Breite der Literatur ausgewertet, insbesondere diverse Metastudien zu Europa. Deren Befunde sind weit &uuml;berwiegend nicht erbaulich und ergeben bis auf wenige Ausrei&szlig;er entweder kaum nennenswerte Effekte expansiver R&uuml;stungspolitik auf wirtschaftliches Wachstum, weit h&auml;ufiger sogar negative Korrelationen.<\/p><p><strong>Alles auf blutrot<\/strong><\/p><p>Weil die Studienlage f&uuml;r die BRD &uuml;beraus &bdquo;schlecht&ldquo; sei, k&ouml;nne die Ausgangsfrage nur durch eine &bdquo;kritische Gesamtabw&auml;gung der vorhandenen internationalen Evidenz unter Ber&uuml;cksichtigung der aktuellen Situation in Deutschland beantwortet werden&ldquo;, halten die Autoren fest. Auf dieser Grundlage m&uuml;sse man zum Schluss gelangen, &bdquo;dass die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von Milit&auml;rausgaben in Deutschland aufgrund von Produktionsengp&auml;ssen nur halb so gro&szlig; sein k&ouml;nnten wie der entsprechende Effekt in den USA vor dem Ende des Kalten Krieges&ldquo;. Begr&uuml;ndet wird dies auch mit der gro&szlig;en Abh&auml;ngigkeit der Bundesrepublik von Importen aus den USA und anderer R&uuml;stungslieferanten. Das treibe den Fiskalmultiplikator weiter nach unten, mithin auf das Niveau von null. Dienstleistungen wie Kitas und Ganztagsschulen wiesen hingegen &bdquo;vier- bis sechsmal h&ouml;here Produktionseffekte pro eingesetztem Euro&ldquo; auf.<\/p><p>Das Fazit von Krebs und Kaczmarczyk: &bdquo;Aus &ouml;konomischer Sicht ist die geplante Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaftlicher Rendite.&ldquo; Womit sich die Frage nach den Opportunit&auml;tskosten der geplanten Strategie stelle. &bdquo;Jeder Euro, der in Panzer, Flugzeuge und Munition investiert wird, fehlt an anderer Stelle, etwa bei der Modernisierung von Strom- und Bahnnetzen, beim Ausbau der Kinderbetreuung, bei der F&ouml;rderung gr&uuml;ner Technologien oder bei der Qualifikation von Fachkr&auml;ften.&ldquo;<\/p><p>F&uuml;r Mangelerscheinungen dieser Art war Deutschland schon lange vor der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; ber&uuml;chtigt. Demn&auml;chst fehlt es daran noch viel mehr. Kein Zufall: Bis auf <em>Spiegel<\/em> (hinter Bezahlschranke) und <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256319458\/studie-universitaet-mannheim-oekonomen-zweifeln-an-wachstumsschub-durch-aufruestung.html\"><em>Die Welt<\/em><\/a> haben praktisch alle Leitmedien die Mahnung aus Mannheim &uuml;berh&ouml;rt. Passt einfach nicht zum Zeitgeist &hellip;<\/p><p><small>Titelbild: Ulianenko Dmitrii\/shutterstock.com<\/small><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/2c1d953c3d5c46dc9f8c9b919a41d5e5\" alt=\"\" title=\"\" witdh=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland &bdquo;wehrt&uuml;chtig&ldquo; zu machen, mag ja nicht jedem gefallen, sei aber &bdquo;alternativlos&ldquo;, t&ouml;nen die Herren der Zeitenwende. Und versprechen: Die Unsummen, die in die R&uuml;stung flie&szlig;en, k&auml;men allen zugute, schafften Wachstum, neue Jobs und mehr Wohlstand. Zwei Makro&ouml;konomen der Universit&auml;t Mannheim widersprechen den dummen Spr&uuml;chen. Die forcierte Waffenproduktion produziere vor allem &Uuml;bergewinne und torpediere zivilgesellschaftlichen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135505\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":135510,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,172,13,135],"tags":[1494,2052,893,1367,906,3532,402],"class_list":["post-135505","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-finanzpolitik","tag-infrastruktur","tag-investitionen","tag-militarisierung","tag-ruestungsausgaben","tag-ruestungsindustrie","tag-sondervermoegen","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/250704-Ruestungswahn.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=135505"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":135641,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135505\/revisions\/135641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/135510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=135505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=135505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=135505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}