{"id":13557,"date":"2012-06-18T09:18:24","date_gmt":"2012-06-18T07:18:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557"},"modified":"2012-06-18T09:27:50","modified_gmt":"2012-06-18T07:27:50","slug":"hinweise-des-tages-1655","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h01\">Wahlen in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h03\">Heiner Flassbeck  &ndash; Merkel ist in Los Cabos isoliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h04\">Finanzm&auml;rkte: Etikettenschwindel bei Transaktionssteuer verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h05\">Autoindustrie &ndash; Ringen um den Ruf nach Staatshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h06\">Die Legende vom deutschen Zahlmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h07\">Ist es schon zu sp&auml;t?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h08\">R&uuml;ckschau: &bdquo;Catastroika&ldquo; &ndash; Ein Kultfilm &uuml;ber die Angst der Griechen vor dem gro&szlig;en Ausverkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h09\">Gegen Ausbeutung und Armut: Massenproteste in Portugal und Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h10\">Arbeitslosigkeit ist r&uuml;ckl&auml;ufig, sozialr&auml;umliche Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h11\">Depressive Arme, ausgebrannte Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h12\">David gegen Golitah: Wie B&uuml;rger das Berliner Stromnetz von Vattenfall &uuml;bernehmen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h13\">EnBW-Kauf Mappus war gesteuert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h14\">Obama im Gegenwind: Der Pr&auml;sident ist nicht das Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h15\">Freiheit als Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h16\">Der politische L&uuml;gendetektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557#h17\">Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13557&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen in Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unrecht oder Armut<\/strong><br>\nDann, wenn alles vorbei ist, werden sie auf die B&ouml;sen zeigen: Angela Merkel, die das Spardiktat nicht aufweichen wollte, die EU-Kommission, die ihr dabei willf&auml;hrig folgte, das internationale Finanzkapital, das die Profite kassieren konnte, und die eigenen Kapitalisten, die ihr Geld rechtzeitig ins Ausland gerettet und nie Steuern gezahlt haben. Und sie werden sich bemitleiden als die armen Opfer, die vor einem Scherbenhaufen stehen, der einmal ein Wohlfahrtsstaat gewesen ist und nun nur noch Drachmen mit sehr vielen Nullen zu verteilen hat. So oder sehr &auml;hnlich k&ouml;nnte es kommen, wenn bei den griechischen Parlamentswahlen am kommenden Sonntag diejenigen die Oberhand gewinnen, die die Bev&ouml;lkerung glauben lassen, der Staat k&ouml;nne einerseits aus den beschlossenen Sparbeschl&uuml;ssen aussteigen, d&uuml;rfe andererseits aber weiterhin die Milliardenhilfen von Europ&auml;ischer Union und Internationalem W&auml;hrungsfonds kassieren. Nichts spricht daf&uuml;r, dass diese Rechnung aufgehen wird. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro hat f&uuml;r die Europ&auml;er einen Teil seines Schreckens verloren, ja scheint inzwischen beherrschbar. Eine Zustimmung zu neuen griechischen Krediten w&uuml;rde den anderen EU-Schuldnerl&auml;ndern signalisieren, auch sie m&uuml;ssten es mit dem Sparen nicht mehr so ernst nehmen. Deshalb wird es diese Zustimmung auch eher nicht geben. Eine Staatspleite h&auml;tte zur Folge, dass f&uuml;r die gek&uuml;rzten Renten und die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst pl&ouml;tzlich kein Geld mehr da w&auml;re &ndash; nicht f&uuml;r die Feuerwehr, nicht f&uuml;r die Busfahrer und nicht f&uuml;r die viel zu wenigen Steuereintreiber. Und selbst wenn die Gehaltszahlungen nach einer W&auml;hrungsreform wieder einsetzten, dann w&auml;re das Geld vielleicht noch die H&auml;lfte wert. Enteignet w&uuml;rden also nicht die Reichen, sondern die Armen und die Mittelschicht. &ndash; Es mag verr&uuml;ckt klingen, es dreht sich einem der Magen um, und doch f&uuml;hrt kein Weg daran vorbei: Der kluge Grieche w&auml;hlt eine der beiden korrupten Altparteien mit ihrem zwielichtiges Personal, ja am besten gar die konservative Nea Dimokratia, weil die als Einzige die Chance auf einen Wahlsieg besitzt. Der kluge Europ&auml;er hofft auf eine Niederlage von Syriza. Nicht etwa, damit es k&uuml;nftig gerechter zugeht. Sondern, damit sich Armut und Unrecht nicht ins Unermessliche steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Griechenland\/!95238\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Vorsichtiges Aufatmen in Europa: Nach der letzten Prognose liegt die gem&auml;&szlig;igte Nea Dimokratia bei den Parlamentswahlen in Griechenland hauchd&uuml;nn vor der linksradikalen Syriza &hellip; eine Koalition der Euro-Retter erscheint damit m&ouml;glich&rdquo; schreibt der Spiegel. Und liegt damit im Trend von Medien und Politik, welche die Syriza als des Teufels ausmachten &ndash; und leider geh&ouml;rt die taz dazu. Die Vertr&auml;ge m&uuml;ssten eingehalten werden, sonst g&auml;be es kein Geld mehr und Griechenland kann sehen, wo es bleibt. Mit dem Sieg der Konservativen ist f&uuml;r Europa das denkbar Schlimmste eingetreten. Die Niederlage der Syriza hat den Kr&auml;ften, die hinter der Troika stehen, in ihrem Wahn best&auml;rkt, sie k&ouml;nnten die V&ouml;lker Europas nach ihrem Gutd&uuml;nken disziplinieren. Es ist das eingetreten, worauf die griechische Zeitung To Vima verwiesen hat: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2158371-die-angst-waehlt-mit\">Sonntag herrschte die &bdquo;Stimme der Angst&ldquo; und die &bdquo;Stimme des Zorns&ldquo; wich zur&uuml;ck.<\/a><br>\nResteuropa hat massiv in den griechischen Wahlkampf eingegriffen, die Politik hat das gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Drohpotential aufgebaut und die griechischen W&auml;hler damit in einer beispiellosen Weise erpresst. Da wird jahrelang &uuml;ber das korrupte Griechenland hergezogen und jetzt d&uuml;rfen die Altparteien und ihr &ldquo;zwielichtiges Personal&rdquo;, die f&uuml;r diese Korruption stehen, nicht einmal abgew&auml;hlt werden. Und die Euro-Verderber werden in Europas Medien zu den Euro-Rettern umgeschrieben. Da mag ja bei einigen Regierungen Europas die Freude gro&szlig; sein, aber die europ&auml;ische Bev&ouml;lkerung wird sich merken m&uuml;ssen, wie das Mutterland der Demokratie in seiner Revolte gegen ein verkommenes Regime eben diese wieder auf diktiert wurde. &ndash; Man kann nur hoffen, dass wenigstens in der EM die Griechen Deutschland vorzeitig nach Hause schicken.<br>\nDabei ist doch die Position von Tsipras gar nicht so schlecht gewesen. Die Hauptgl&auml;ubiger sind heute wegen der Rettungsbem&uuml;hungen und Umschuldungen die &ouml;ffentliche Hand Europas. Griechenland ben&ouml;tigt die von der Troika versprochenen Kredite vor allem zur Bedienung dieser Schulden. Mit der Verweigerung dieser Kredite schaden sich die &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubiger selbst. Um welche Summen geht es? Im Rahmen des ersten Hilfsprogramms hat Athen 53 Milliarden Euro von den Eurol&auml;ndern und 20 Milliarden Euro vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) erhalten. Dar&uuml;ber hinaus hat die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) griechische Staatsanleihen im Wert von etwa 55 Milliarden Euro auf den M&auml;rkten gekauft. Sollte Griechenland  austreten, w&auml;ren diese Schulden nicht zur&uuml;ckzuzahlen. Nat&uuml;rlich wird Griechenland seine Schulden nie zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen, auch die &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubiger werden auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten m&uuml;ssen. Aber nur unter den kontrollierbaren Bedingungen in einer W&auml;hrungsunion wird ein Teil dieses Geldes zu retten sein. Dabei sind eventuelle weitere Folgen eines Austritts (Portugal, Spanien usw.) noch gar nicht einbezogen. Die EU kann es sich nicht leisten, Griechenland in den Orkus zu schicken. &ndash; Vor allem aber, was meint denn  Tsipras mit der K&uuml;ndigung der Vereinbarungen mit EU, EZB und IWF? Es geht doch um Neuverhandlungen, wie sie Spanien mit der Forderung nach der Akzeptanz eines h&ouml;heren Defizits so en passant gew&auml;hrt wurden. Und es pfeifen doch die Spatzen von den D&auml;chern, dass auch die Nea Dimokratia nachverhandeln wird, genauso wie es klar ist, dass die EU schon l&auml;ngst &uuml;bereingekommen ist, das Austerit&auml;tsprogramm zu &ldquo;strecken&rdquo;, also den Griechen mehr Zeit zu lassen. Nat&uuml;rlich muss Griechenland sparen und Schulden bedienen &ndash; nur sollte dies nicht im Rahmen einer europaweit gescheiterten Berliner Austerit&auml;tspolitik geschehen. Ein Sieg von Alexis Tsipras, w&auml;re wie der &uuml;berw&auml;ltigende Sieg der franz&ouml;sischen Sozialisten in den Augen Europas ein weiteres Signal f&uuml;r die Troika gewesen, ihre bisherige Politik zu &uuml;berdenken. Und f&uuml;r Griechenland w&auml;re es der Anfang vom Ende des traditionellen Klientelsystems des alten Parteiensystems gewesen. Jetzt wird an den Vertr&auml;gen bis auf die zeitliche Dimension unwesentlich herumgebastelt und Griechenland darf sich seiner korrupten Altparteien erfreuen. Wie kommt Europa nur dazu zu glauben, dass diese konsequent gegen ihre Klientel vorgehen wird. &ndash; Und Europa selbst? Das Euroregime hat sich selbst als h&ouml;chst autorit&auml;r entlarvt. Und die Medien klatschen Beifall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Meinungsmache auch in der ARD<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video1132924~_res-flash256_ply-internal_bcId-tt3990_vChoice-video1132924.html\">Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nicht nur die <a href=\"http:\/\/carta.info\/44933\/griechenland-wahlt-deutsche-zeitungen-im-schockzustand\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Zeitungen<\/a>, sondern auch das vermeintlich objektive Flaggschiff des deutschen Fernsehjournalismus, die Tagesthemen, beteiligen sich munter an der Meinungsmache gegen jeglichen vern&uuml;nftigen Ansatz, die Eurokrise zu entsch&auml;rfen. Ein Wahlsieg von Syriza h&auml;tte, so Carmen Miosga, &bdquo;den Anfang des Ende des Euros eingel&auml;utet&ldquo;. Das ist schon starker Tobak, der zudem jeglicher Grundlage entbehrt. Doch auch ansonsten gehen die Tagesthemen auff&auml;llig einf&auml;ltig mit der Thematik um. Da wird beispielsweise kommentarlos ein &auml;lterer W&auml;hler der Konservativen mit den Worten &bdquo;Wir werden haushalten, brave B&uuml;rger sein und nicht Zigeuner&ldquo;zitiert, um dann nahtlos zu den Anh&auml;ngern von Syriza umzuschalten. Vorsatz oder Fahrl&auml;ssigkeit? Die Sondersendung der Tagesthemen wurde in der Halbzeitpause des gestrigen Fu&szlig;ballspiels gezeigt und hatte gesch&auml;tzte 20 Millionen Zuschauer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Das Interesse der Deutschen<\/strong><br>\nOb der Euro &uuml;berlebt, entscheidet sich nicht bei den Wahlen in Griechenland. Sondern in der &ouml;konomischen Supermacht Bundesrepublik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F06%2F16%2Fa0218&amp;cHash=419b4ee466\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Alexis Tsipras. Ein griechischer Wladimir Woytinsky?<\/strong><br>\n[&hellip;] Wladimir Woytinsky war ein Wirtschaftsstatistiker und Wirtschaftspolitiker, der in der Weimarer Republik f&uuml;r den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) als Chef-Statistiker arbeitete. In dieser Funktion musste er sich mit der Br&uuml;ningschen Wirtschaftspolitik besch&auml;ftigen und diagnostizierte (PDF) korrekt deren Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft: [&hellip;]<br>\nSoweit ich wei&szlig;, hat Alexis Tsipras die Analyse der griechischen Wirtschaftspolitik der letzten Jahre von Wladimir Woytinsky &uuml;bernommen, indem er ein Wort ausgetauscht hat. Woytinski gab sich nat&uuml;rlich nicht mit der Diagnose zufrieden, sondern dachte &uuml;ber eine Therapie nach. Gemeinsam mit Fritz Tarnow und Fritz Baade entwickelte er den WTB-Plan. Woytinski war grunds&auml;tzlich Bef&uuml;rworter einer weltweiten Aktiven Wirtschaftspolitik (PDF). F&uuml;r die Weimarer Republik wollte er &Ouml;ffentliche Arbeiten als Konjunkturansto&szlig; (eine Million Besch&auml;ftige) und f&uuml;r die Finanzierung dachte er sich ein raffiniertes Konzept mit Hilfe der Deutschen Reichsbank aus.<br>\nAlexis Tsipras scheint &auml;hnliche, wenn auch nicht so radikale Vorstellungen zu haben. Auch er will die griechische Konjunktur &uuml;ber &ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung und mehr Ausgaben ankurbeln. Mit der zus&auml;tzlichen Komplikation, dass er im Gegensatz zu Wladimir Woytinsky keine eigene Notenbank einplanen kann. Alexis Tsipras wird also nicht nur gegen eine Br&uuml;ningsche Merkelsche Austerit&auml;ts-Politik ank&auml;mpfen m&uuml;ssen. Er wird auch mit einer Zentralbank geschickt verhandeln m&uuml;ssen, die in luftigen H&ouml;hen diesseits des Nationalstaats schwebt und ihre ganz eigenen Vorstellungen von Wirtschaftspolitik hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/06\/17\/alexis-tsipras-ein-griechischer-wladimir-woytinsky\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=alexis-tsipras-ein-griechischer-wladimir-woytinsky\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Greece as Victim<\/strong><br>\nEver since Greece hit the skids, we&rsquo;ve heard a lot about what&rsquo;s wrong with everything Greek. Some of the accusations are true, some are false &mdash; but all of them are beside the point. Yes, there are big failings in Greece&rsquo;s economy, its politics and no doubt its society. But those failings aren&rsquo;t what caused the crisis that is tearing Greece apart, and threatens to spread across Europe.<br>\nNo, the origins of this disaster lie farther north, in Brussels, Frankfurt and Berlin, where officials created a deeply &mdash; perhaps fatally &mdash; flawed monetary system, then compounded the problems of that system by substituting moralizing for analysis. And the solution to the crisis, if there is one, will have to come from the same places.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/06\/18\/opinion\/krugman-greece-as-victim.html?_r=2&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Reaktionen auf die Wahlempfehlung der FTD &ndash; Post aus Griechenland<\/strong><br>\nDie Wahlempfehlung der FTD vom Freitag hat in Griechenland heftige Reaktionen ausgel&ouml;st &ndash; Zustimmung, aber auch Emp&ouml;rung und Unverst&auml;ndnis.<br>\nTrotz arger Bedenken hatten wir uns f&uuml;r die Nea Dimokratia starkgemacht und gegen die Syriza ausgesprochen. Hier dokumentieren wir eine Auswahl an politischen Reaktionen und Kommentaren. Und erkl&auml;ren noch einmal, warum die FTD Wahlempfehlungen ausspricht. [&hellip;]<br>\nOffizielle Stellungnahme des linken Parteienb&uuml;ndnis&rsquo; Syriza: Die beispiellos grobe Einmischung der deutschen Ausgabe der Financial Times ist eine Beleidigung der nationalen W&uuml;rde und untergr&auml;bt die Demokratie in unserem Land.<br>\nWenn das deutsche Establishment und seine inl&auml;ndischen Verb&uuml;ndeten, die in diesen Tagen Besch&auml;ftigten in Betrieben drohen und in einer verbrecherischen und verantwortungslosen Art die Angst vor der R&uuml;ckkehr in die Drachme sch&uuml;ren, glauben, dass auf diese Weise die politische Meinungsbildung des Volkes verbogen werden k&ouml;nne, haben sie sich get&auml;uscht.<br>\nIm Kampf um nationale W&uuml;rde, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, im Kampf gegen die Korruption und die Vetternwirtschaft werden Angst und Unterwerfung besiegt werden.<br>\nHerr Samaras und Herr Venizelos k&ouml;nnen stolz auf ihre Besch&uuml;tzer sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:reaktionen-auf-die-wahlempfehlung-der-ftd-post-aus-griechenland\/70050941.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politikf1\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nachdenken &uuml;ber Syrien<\/strong><br>\nWieder mal ist Krieg im Nahen Osten. Wieder mal k&ouml;nnen wir nicht glauben, was wir sehen. Weil wir wissen, dass der Augenschein nicht die Wahrheit sein muss &ndash; und unsere Medien versagen. [&hellip;]<br>\nSo werden &bdquo;Tagesschau&ldquo; und &bdquo;heute&ldquo; zu bl&ouml;d-dreisten Verdummungsveranstaltungen. Hat man sich l&auml;ngst arrangiert mit der Groteske? Also reden wir vom Versagen der Nachrichter im Syrien-Konflikt. Wie selbstverst&auml;ndlich suchen wir heute die tats&auml;chliche hinter der eigentlichen Nachricht. Ein Automatismus. Ein verdammtes schei&szlig; Suchspiel! Sekundiert und manchmal noch persifliert in Talk-Shows, wo dann doch mal einem der eingeladenen Komparsen der Kragen platzt, bevor er von der Moderation runtergeb&uuml;gelt werden kann. Noch knapp im Vorteil sind da greise Weise wie Scholl-Latour oder Unantastbare aus anderen Kulturkreisen. Also solche, die ein St&uuml;ck weit nach eigenen Regeln spielen bzw. die Regeln nicht beherrschen oder akzeptieren.<br>\nUnd dann sind da die Auslands-Korrespondenten. Niemandem scheint bisher aufgefallen zu sein, dass die &bdquo;Live-Schalte&ldquo; &ndash; als ehemals fester Bestandteil deutscher Nachrichtensendungen &ndash; quasi zum Erliegen gekommen ist. Einer wie dieser J&ouml;rg Armbruster wird vorher aufgezeichnet. Bequemlichkeit? Denkfaulheit? Egal &ndash; jedenfalls wird so aus einer unbequemen Momentaufnahme direkt und live vom Ort des Geschehens ein aufgezeichnetes und von einem Telefongespr&auml;ch untermaltes YouTube-Filmchen in erb&auml;rmlicher Qualit&auml;t und erb&auml;rmlicher Beweiskraft. Oder ein Portr&auml;tfoto-Interview mit den n&auml;chtlichen Autolichtern einer Kreuzung mit beleuchtetem Minarett im Hintergrund. Das kennt jeder.<br>\nEin angeschwitzter Armbruster mit zerzaustem Haar schaut gekonnt &uuml;berm&uuml;det und emotional angeschlagen in die Kamera, als k&auml;me er direkt aus dem Sch&uuml;tzengraben: Wieder 30 Tote in Syrien. Nach Meldung der Rebellen. Und Assad hat Kinder als menschliche Schutzschilde auf Panzer der Regierungstruppen setzen lassen, um &bdquo;angreifende Soldaten&ldquo; &ndash; dann verbessert Armbruster sich und sagt &bdquo;Freisch&auml;rler&ldquo; &ndash; der &bdquo;Freien Syrischen Armee&ldquo; daran zu hindern, diese Panzer zu beschie&szlig;en. Und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/alexander-wallasch\/11413-medien-und-information-im-syrien-konflikt#11413\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrien: Die gef&auml;lschte Weltmeinung?<\/strong><br>\nDas Motto der ARD-Talkshow &bdquo;Anne Will&ldquo;: &bdquo;Assad l&auml;sst Kinder t&ouml;ten &ndash; wie lange wollen wir noch zuschauen?&ldquo; lie&szlig; am 6. Juni keinen Zweifel aufkommen: das bestialische Massaker in der syrischen Kleinstadt Hula unweit der Rebellenhochburg Homs hat die syrische Regierung zu verantworten. Am 25. Juni waren dort 108 Zivilisten get&ouml;tet worden, davon 49 Kinder, von denen einige noch im S&auml;uglingsalter waren. Die Umst&auml;nde dieser Morde schienen klar und unumst&ouml;&szlig;lich: verantwortlich f&uuml;r die Gr&auml;uel war die staatliche syrische Armee und die mit ihr verbundenen &bdquo;Schabiha&ldquo;-Milizen, die wahllos in Hula gemordet h&auml;tten. So berichteten es nicht nur die ARD, sondern bis auf wenige Ausnahmen nahezu einhellig alle westlichen Medien. Jetzt aber mehren sich die Zweifel an dieser Version einer Bluttat, die die Welt zurecht emp&ouml;rte und nicht nur zur Ausweisung syrischer Botschafter f&uuml;hrte, sondern in der &Ouml;ffentlichkeit neue Forderungen nach einem offenen Milit&auml;reinsatzes in Syrien nach sich zog. (&hellip;)<br>\nEinige radikalreligi&ouml;se Gruppen der oppositionellen Freisch&auml;rler in Syrien beziehen ihre Waffen und ihr Geld aus Saudi-Arabien und den Golfsstaaten. Auf saudischen Nachrichtensendern fordern salafistische Prediger seit langem nicht nur den Sturz von Pr&auml;sident Baschar al-Assad, sondern legitimieren offen die T&ouml;tung von Mitgliedern der alawischen Religionsgemeinschaft als &ldquo;Ungl&auml;ubige&ldquo;. Saudi-Arabien ist seit 2011 der wichtigste Handelspartner der deutschen Wirtschaft im arabischen Raum. Am 5. Juni bedankte sich Wirtschaftsminister R&ouml;sler (FDP) beim Besuch in saudischen Riad ausdr&uuml;cklich daf&uuml;r, dass das K&ouml;nigshaus seine Einlagen im Weltw&auml;hrungsfonds (IWF) um 15 Milliarden Dollar aufstockt, um die aktuelle Euro-Krise zu stabilisieren. Auch hier zeigt sich wieder: In Syrien geht es erwiesenerma&szlig;en nicht nur um Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medico.de\/blogs\/medico-hausblog\/\">medico international<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck  &ndash; Merkel ist in Los Cabos isoliert<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck &uuml;ber den Streit um Deutschlands Politik in den G20<br>\nDie G20-Staats- und Regierungschefs kommen heute und morgen in Los Cabos an der mexikanischen Pazifikk&uuml;ste zum siebten Gipfel seit Beginn der Finanzkrise im September 2008 zusammen. In Mexiko geht es vor allem um die Euro-Schuldenkrise sowie m&ouml;gliche Konzepte f&uuml;r mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung weltweit. &Uuml;ber den G20-Gipfel sprach f&uuml;r &raquo;nd&laquo; mit Heiner Flassbeck, Leiter der Wirtschaftsabteilung von UNCTAD, der UN-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung, Martin Ling.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/230015.merkel-ist-in-los-cabos-isoliert.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzm&auml;rkte: Etikettenschwindel bei Transaktionssteuer verhindern<\/strong><br>\nNach langem Ringen r&uuml;ckt die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer in mehreren EU-Staaten in greifbare N&auml;he. Die Steuer k&ouml;nnte Spekulationen mit Finanzprodukten eind&auml;mmen, den Krisenl&auml;ndern br&auml;chte sie die dringend ben&ouml;tigten Einnahmen f&uuml;r Wachstumsprogramme. Doch schon droht sie zur Mogelpackung zu werden.<br>\nLange Zeit wurde die Finanztransaktionsteuer (FTS) von vielen in der Politik als eine Idee naiver Weltverbesserer verlacht. Inzwischen spricht sich kaum noch jemand offen gegen die Einf&uuml;hrung aus. Diese Erfolgsgeschichte ist vor allem darin begr&uuml;ndet, dass es endlich Allge meingut ist, dass der spekulative Hochfrequenz-Handel mit Aktien, Devisen und Derivaten die Realwirtschaft und die Finanzm&auml;rkte destabilisiert und nur einigen Wenigen n&uuml;tzt. Daher wird nun eher um das &bdquo;Wie&ldquo; und weniger um das &bdquo;Ob&ldquo; einer FTS gestritten; auf EU-Ebene unter d&auml;nischer Ratspr&auml;sidentschaft, im Europ&auml;ischen Parlament oder hierzulande bei den Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition. Doch Vorsicht ist geboten! Ein gutes Instrument gegen Spekulation und zur Erzielung dringend ben&ouml;tigter Einnahmen droht zur Mogelpackung zu werden.<br>\nZur Erinnerung: Eine wirkungsvolle FTS, wie sie der DGB und viele gesellschaftliche Gruppen fordern, muss auf den Handel mit Devisen, Aktien und Anleihen sowie auf die davon abgeleiteten Wertpapiere (&bdquo;Derivatge sch&auml;fte&ldquo;) erhoben werden &ndash; mit einem Steuersatz von mindestens 0,1 Prozent. F&uuml;r Deutschland h&auml;tten sich so 2006 sch&auml;tzungsweise 43 Milliarden, f&uuml;r ganz Europa rund 320 Milliarden Euro erzielen lassen. Dringend ben&ouml;tigtes Geld f&uuml;r Wachstumsprogramme in den Krisenl&auml;ndern der EU &ndash; und endlich von denjenigen, die die Krise verursacht haben: Zocker und Spekulanten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/262.png\" alt=\"Weltweiter Devisenhandel w&auml;chst weiter\" title=\"Weltweiter Devisenhandel w&auml;chst weiter\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++164f7f8e-b6d4-11e1-697a-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Autoindustrie &ndash; Ringen um den Ruf nach Staatshilfe<\/strong><br>\nEin neuer Eklat im Opel-Werk Bochum wird zum Symbol f&uuml;r die Absatzkrise der Massenhersteller in Europa: Fiat reduziert seine Investitionen, Peugeot verkauft sein Tafelsilber. Noch ist Staatshilfe tabu. [&hellip;]<br>\nDie Absatzschw&auml;che in Westeuropa spitzt sich zu. So schrumpften die Neuwagenverk&auml;ufe in den ersten f&uuml;nf Monaten des Jahres um 7 Prozent auf 5,6 Millionen Einheiten. Im Mai ist der Markt den achten Monat hintereinander eingeknickt. F&uuml;r 2012 erwarten Fachleute, dass Europas Automarkt das f&uuml;nfte Jahr hintereinander schrumpft und nur noch 12,4 Millionen Autos verkauft werden. Das w&auml;ren drei Millionen weniger als 2007 und so wenige wie seit 1996 nicht mehr. Mit einer baldigen Erholung ist nicht zu rechnen.<br>\nAnders als ihre Billigkonkurrenten in Frankreich und Italien konnten die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes die Krise in Europa bisher durch Exporte nach Amerika, China und in weitere Schwellenl&auml;nder ausgleichen. Doch nun verschlechtert sich auch die Lage auf dem weltweit f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ten Automarkt Brasilien. Der brasilianische Markt schrumpfte im Mai um 9 Prozent, weil die dortigen Banken weniger Konsumkredite vergeben und die Arbeitslosigkeit w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/autoindustrie-ringen-um-den-ruf-nach-staatshilfe-11789131.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die beste &bdquo;Staatshilfe&ldquo; w&auml;re es, die Nachfrageseite zu st&auml;rken und somit den Absatz anzukurbeln. Das ist nat&uuml;rlich nicht im Rahmen der herrschenden Austerit&auml;tspolitik machbar. Die Krise der Automobilhersteller, die gerade eben erst beginnt, ist &bdquo;nur&ldquo; einer Facette der Finanzkrise und kann nicht losgel&ouml;st von den makro&ouml;konomischen Fragestellungen gel&ouml;st werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Legende vom deutschen Zahlmeister<\/strong><br>\nEines der wiederkehrenden Themen in der Rettungsdebatte ist die Behauptung, Deutschland zahle ja schon so viel. Wie Florian Eder in der Welt wettert: [&hellip;]<br>\nNun ja. Aber tats&auml;chlich ist &uuml;ber Garantien und B&uuml;rgschaften ziemlich viel deutsches Geld im Feuer. Credit Suisse beziffert die tats&auml;chliche Haftung aus laufenden bilateralen (Griechenland) und multilateralen (ESM\/EFSF) Programmen auf 113 Milliarden Euro. Wenn die Rettungst&ouml;pfe voll ausgesch&ouml;pft sind, steigt die Haftung auf 401 Milliarden Euro. Werden nun auch noch m&ouml;gliche Verluste der EZB in den Krisenl&auml;ndern einbezogen, w&auml;chst die Summe auf 671 Milliarden Euro an.<br>\nBezahlt aber haben wir  &ndash; noch gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/06\/15\/die-legende-vom-deutschen-zahlmeister_4916\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ist es schon zu sp&auml;t?<\/strong><br>\nWer mal in Zeitungsspalten gepresste Panik studieren m&ouml;chte, dem sei gegenw&auml;rtig die Lekt&uuml;re all der unz&auml;hligen Wirtschaftsartikel und Kommentare in der Auslandspresse empfohlen, in denen die Bundesregierung aufgefordert wird, endlich ihre Blockadehaltung bei der Einleitung kreditfinanzierter Konjunkturma&szlig;nahmen aufzugeben. Ein &Uuml;berblick gef&auml;llig?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37100\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>R&uuml;ckschau: &bdquo;Catastroika&ldquo; &ndash; Ein Kultfilm &uuml;ber die Angst der Griechen vor dem gro&szlig;en Ausverkauf<\/strong><br>\n&bdquo;Catastroika&ldquo; hei&szlig;t der neue Dokumentarfilm von Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi. Der Titel ist nicht zu hoch gegriffen. Denn die Low-Budget-Produktion ist tats&auml;chlich eine Art &bdquo;Katastrophenfilm&ldquo;: Er veranschaulicht die Folgen f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft, wenn Staatseigentum in gro&szlig;em Stil privatisiert wird &ndash; so wie es die Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF von Griechenland fordert.<br>\nDrastische Beispiele aus Frankreich, Italien, den USA, Gro&szlig;britannien, Deutschland und Russland sollen jeden Zweifel ausr&auml;umen: Die Privatisierung ist eine Schocktherapie mit verheerenden Auswirkungen. Wie in Kalifornien, als die Deregulierung des Strommarktes die Preise auf das 30-Fache ansteigen lie&szlig;. Oder in Ostdeutschland, wo der Ausverkauf des Volkseigentums nach der Wende zu Massenarbeitslosigkeit und Milliardenschulden f&uuml;hrte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag_dyn~uid,1n62u2ui5cls1n0t~cm.asp\">Titel Thesen Tempramente<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.catastroika.com\/indexde.php\">Catastroika<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gegen Ausbeutung und Armut: Massenproteste in Portugal und Italien<\/strong><br>\nMehrere Zehntausend Menschen haben am Sonnabend in Lissabon gegen die K&uuml;rzungspolitik der sozialdemokratisch-christdemokratischen Regierungskoalition in Portugal protestiert. Zu der Demonstration hatte der gr&ouml;&szlig;te Gewerkschaftsbund des Landes, die CGTP, unter der Losung &raquo;Gegen Ausbeutung und Verarmung&laquo; aufgerufen. [&hellip;]<br>\nAuch in Rom beteiligten sich bis zu 200000 Menschen an einer Gro&szlig;demonstration gegen die Wirtschaftspolitik der italienischen Regierung, zu der die drei wichtigsten Gewerkschaftsverb&auml;nde des Landes aufgerufen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-18\/019.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit ist r&uuml;ckl&auml;ufig, sozialr&auml;umliche Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu<\/strong><br>\nZwar ist die Arbeitslosigkeit in deutschen St&auml;dten insgesamt r&uuml;ckl&auml;ufig, die sozialr&auml;umliche Spaltung zwischen Arm und Reich (Segregation) nimmt jedoch zu. Insbesondere die Kinderarmut konzentriert sich zunehmend in bestimmten Stadtteilen. Eine Verdr&auml;ngung der von Armut betroffenen Haushalte mit Kindern in die Gro&szlig;wohnsiedlungen am Stadtrand ist mittlerweile nachweisbar. St&auml;dte im S&uuml;den Deutschlands sind davon weniger betroffen als St&auml;dte im Norden, Westen und Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.difu.de\/presse\/2012-06-12\/difu-studie-die-soziale-spaltung-in-deutschen-grossstaedten.html\">Deutsches Institut f&uuml;r Urbanistik gGmbH<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Depressive Arme, ausgebrannte Reiche<\/strong><br>\nDeutschland wird nicht nur dicker &ndash; auch die Zahl psychicher Erkrankungen nimmt weiter zu. Die DEGS-Studie zeigt: Treffen kann es jeden, je nach Einkommen unterscheiden sich allerdings die Symptome.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/medizin\/krankheiten\/neuro-psychiatrische_krankheiten\/article\/815608\/depressive-arme-ausgebrannte-reiche.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Exakt diese Entwicklung f&uuml;hren die britischen Forscher Pickett und Wilkinsion in ihrer <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Sieben_auf_einen_Streich.pdf\">Studie &bdquo;Gleichheit ist Gl&uuml;ck&ldquo; [PDF &ndash; 82 KB]<\/a> auf die wachsende sozio&ouml;konomische Ungleichheit zur&uuml;ck. Die fortdauernde Umverteilung von unten nach oben hat Deutschland nicht nur &auml;rmer, sondern auch kr&auml;nker und ungl&uuml;cklicher gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>David gegen Golitah: Wie B&uuml;rger das Berliner Stromnetz von Vattenfall &uuml;bernehmen wollen<\/strong><br>\nDie Nutzungsrechte am Berliner Stromnetz liegen derzeit in der Hand des schwedischen Stromgiganten Vattenfall, sie sollen in zwei Jahren aber neu vergeben werden. Dabei will auch eine B&uuml;rgergruppe mitmischen: Die Genossenschaft B&uuml;rgerEnergie Berlin sammelt Geld f&uuml;r den R&uuml;ckkauf des Netzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aod\/?station=1&amp;broadcast=57971&amp;datum=20120613&amp;playtime=1339580340&amp;fileid=8f5bb915&amp;sendung=57971&amp;beitrag=1782786&amp;\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EnBW-Kauf Mappus war gesteuert<\/strong><br>\nStefan Mappus regierte Baden-W&uuml;rttemberg wie ein F&uuml;rst. Und kaufte sich im Handstreich einen Atomkonzern. Nun ermittelt ein Untersuchungsausschuss. Und immer mehr peinliche Details kommen ans Licht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/enbw-kauf-mappus-war-gesteuert-11788280.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Obama im Gegenwind: Der Pr&auml;sident ist nicht das Problem<\/strong><br>\nDie kleinteilige und hochfahrende, aber stets auf Unterhaltsamkeit und Spannung bedachte amerikanische Nachrichtenbranche ist ganz auf die Befriedigung der k&uuml;rzestm&ouml;glichen, emotional dominierten Aufmerksamkeitsspanne optimiert, also auf &bdquo;finde ich gut&ldquo; versus &bdquo;hasse ich&ldquo;. Es ist ja auch verf&uuml;hrerisch: Statt sich be&auml;ngstigende Fragen zum Zustand der amerikanischen Demokratie und der Fitness der Republik zu stellen, betrachtet man Bilder des Pr&auml;sidenten und sinniert, wie man den so findet. Und weil er ergraut ist und die Wunder ausgeblieben sind, zuckt man mit den Schultern oder sagt &bdquo;schade eigentlich&ldquo;. Doch das geht nicht. Demokratie ist kein Event und die Welt zu zusammenh&auml;ngend, als dass man das Nachdenken &uuml;ber die amerikanischen Zust&auml;nde multitaskend nebenbei und surfend erledigen sollte. So, als st&uuml;nde, wenn der es nicht packt, noch ein halbes Dutzend anderer guter Kandidaten bereit, den Job genau so, halt nur etwas besser zu machen; so als w&auml;re es ein sportlicher Wettkampf, bei dem sich zwei Teams auf der Basis gewisser Spielregeln gegen&uuml;berstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/obama-im-gegenwind-der-praesident-ist-nicht-das-problem-11784252.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freiheit als Dilemma<\/strong><br>\nEin wenig Demokratie st&ouml;rt Diktaturen nicht &ndash; vom Siegeszug der Wahlautokratien. Es ist das j&uuml;ngste Beispiel eines weitverbreiteten Missverst&auml;ndnisses: Am 1.April konnte in Myanmar die Nationale Liga f&uuml;r Demokratie (NLD) der Friedensnobelpreistr&auml;gerin Aung San Suu Kyi Nachwahlen zum Parlament mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit f&uuml;r sich entscheiden. Der Wahlsieg ist bemerkenswert &ndash; mit Demokratisierung hat er indes nur wenig zu tun. Zehn L&auml;nder konnten 2008 zwar gew&auml;hlte Regierungen und Parlamente vorweisen, bei deren Wahlen war aber nur eine Partei angetreten. Hier liegt der Fall klar: Man hat es mit Fassadenwahlen wie in der DDR zu tun. Die verbleibenden 157 Regimes lie&szlig;en unl&auml;ngst mehrere Parteien zur Wahl zu. Das amerikanische Institut Freedom House bewertet 52 der 157 Mehrparteienregimes als nur &lsquo;teilweise frei&rsquo;, 18 gar als &lsquo;nicht frei&rsquo;. Die Politikwissenschaft bezeichnet solche politischen Mischformen als defekte Demokratien, hybride Regime, oder Wahl- und Wettbewerbsautokratien. Sie stellen heute die h&auml;ufigste Form nichtdemokratischen Regierens dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/sites\/default\/files\/u8\/freiheit_als_dilemma.pdf\">WZB (SZ) [PDF &ndash; 38 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der politische L&uuml;gendetektor<\/strong><br>\nDem Kampf f&uuml;r die Wahrheit in der Politik haben sich Fact-Checker-Organisationen verschrieben, die vor ungef&auml;hr f&uuml;nf Jahren in den USA eine prominentere Rolle zu spielen begonnen haben. Die von Medienh&auml;usern oder Universit&auml;ten getragenen Organisationen haben es sich zur Aufgabe gemacht haben, Aussagen von Politikern und ihren Kampagnen auf ihren Wahrheitsgehalt zu &uuml;berpr&uuml;fen und die Resultate als Dienstleistung f&uuml;r den m&uuml;ndigen W&auml;hler &ouml;ffentlich zu machen. Ein Beispiel daf&uuml;r ist der Blog &laquo;The Fact Checker&raquo; der &laquo;Washington Post&raquo;, dessen Autor Glenn Kessler ich k&uuml;rzlich in Washington im B&uuml;ro der Zeitung besucht habe. Der Blog war bereits im Wahlkampf 2008 zum Einsatz gekommen, seit 2010 hat er nun seinen festen Platz auf der Website der Post, wo er etwa 1 Million Klicks pro Monat verzeichnet. Der erfahrene Journalist Kessler recherchiert, ob an &ouml;ffentlichen Auftritten oder in Kampagnen-Videos gemachte Behauptungen zutreffen, und er bewertet die Aussagen mit Pinocchios. Wer zwar nicht l&uuml;gt, aber doch selektiv mit der Wahrheit umgeht und wichtige Informationen verschweigt, wird mit einem Pinocchio ausgezeichnet. Die L&uuml;gen-Skala reicht bis zu vier Pinocchios, die f&uuml;r schreiende Unwahrheiten (sogenannte &laquo;Whoopers&raquo;) verliehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/countdown2012.blog.nzz.ch\/2012\/06\/13\/der-politische-luegendetektor\/\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So sehr das Aufkommen von Fact-Checker-Organisationen zu begr&uuml;&szlig;en ist, die Formulierung &ldquo;Dienstleistung f&uuml;r den m&uuml;ndigen W&auml;hler&rdquo; zeigt auch die Grenzen auf. &Auml;hnlich wie bei den NDS erreichen solche Informationen mit dem m&uuml;ndigen B&uuml;rger den Wahlb&uuml;rger, der von sich aus schon ein erhebliches kritisches Potential mitbringt. Wenn allerdings diese Art von Fakten&uuml;berpr&uuml;fung von den Medien aufgegriffen wird, w&auml;re allerdings viel gewonnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/strong><br>\nWarum Europa tief in der Krise steckt &ndash; zehn L&auml;nder-Fallstudien<br>\nNoch ein Buch &uuml;ber die Krise? Es gibt schon einige gute, nicht zuletzt bei VSA. Aber dieses hier ist anders: In zehn L&auml;nderkapiteln, erg&auml;nzt durch drei Querschnittsanalysen, wird zun&auml;chst gezeigt, wie verschiedene nationale Wirtschafts- und Sozialmodelle in den zur&uuml;ckliegenden ein bis zwei Jahrzehnten ver&auml;ndert wurden. Daran anschlie&szlig;end werden die Konsequenzen f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Krisenbew&auml;ltigung &ndash; oder eher: Nichtbew&auml;ltigung&ndash; dargestellt. Dieses Panaroma der unterschiedlichen Entwicklungswege des Kapitalismus in Europa f&uuml;hrt vor Augen, welch verheerende Auswirkungen der neuerliche Triumph der bereits krachend gescheiterten neoliberalen Ideen in Europa hat. Die zehn L&auml;nderkapitel zeigen das Bild eines auseinanderdriftenden Europas. Einer EU, angetrieben durch die deutsche Regierung, deren verbohrte Fixierung auf die K&uuml;rzung &ouml;ffentlicher Ausgaben allen L&auml;ndern die Wege zu dringend notwendigen Neuorientierungen der sozial&ouml;konomischen Modelle verbaut.<br>\nDie Quintessenz des Buchs besteht in der Erkenntnis, dass ohne eine neue europ&auml;ische Reformagenda alternative Ans&auml;tze in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern sehr schnell erstickt werden. Aber ebenso: Auf europ&auml;ischer Ebene wird es nur Ver&auml;nderungen zum Besseren geben, wenn jedes Land seine &raquo;Hausaufgaben &laquo; macht. Doch die meisten L&auml;nder werden die daf&uuml;r erforderliche Luft zum Atmen nur bekommen, wenn sie nicht l&auml;nger durch die deutsche Politik bevormundet werden. Reformen in Deutschland sind deshalb f&uuml;r einen Ausweg aus der Krise ebenso wichtig wie Reformen in den so genannten Probleml&auml;ndern. Das wirtschaftlich st&auml;rkste Land Europas kann zu einem Motor der wirtschaftlichen und sozialen Integration werden, wenn es sein eigenes Modell demokratisch, sozial und &ouml;kologisch reformiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/veroeff\/2012\/lehndorff01.php\">Universit&auml;t Duisburg Essen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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