{"id":13566,"date":"2012-06-19T08:52:23","date_gmt":"2012-06-19T06:52:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566"},"modified":"2012-06-19T08:52:23","modified_gmt":"2012-06-19T06:52:23","slug":"hinweise-des-tages-1656","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h01\">Auf G-20-Gipfeltreffen in Mexiko w&auml;chst Druck auf Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h02\">Jakob Augstein: Europa ist Weimar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h03\">Mark Schieritz: Was kann sich Deutschland noch leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h04\">Wahlen in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h05\">ver.di-Stellungnahme zum Fiskalpakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h06\">Triumph gescheiterter Ideen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h07\">DIW-Chef Gert Wagner h&auml;lt ein Umdenken in der &Ouml;konomie f&uuml;r unaufhaltbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h08\">M&uuml;nchner gegen dritte Startbahn &ndash; Freistaat will Flughafen trotzdem ausbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h09\">Konzerne zocken Stromverbraucher ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h10\">Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht: Eine rechtspolitische Analyse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h11\">Olympia-Attentat von 1972: Terroristen hatten offenbar Hilfe von Neonazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h12\">NRW: Die Koalition des Eigenlobes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h13\">Wehrwissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h14\">Schmuggelkontrolleure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h15\">Salafismus und Panzer an Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h16\">Romneys Wirtschafts-Agenda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h17\">Kritik an Talk-Moderatoren &ndash; Selbst die ARD kann sie nicht mehr sehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h18\">Die EM im Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h19\">Zum Nachh&ouml;ren: Der Mathematiker Gerd Bosbach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566#h20\">Zu guter Letzt: Bedingung der Bundesregierung f&uuml;r den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13566&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auf G-20-Gipfeltreffen in Mexiko w&auml;chst Druck auf Europa<\/strong><br>\nNach der Wahl in Griechenland steigt der Druck auf Europa, einen schnellen Ausweg aus der Schuldenkrise zu finden. Auf dem G-20-Gipfeltreffen im mexikanischen Los Cabos wies EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso die zunehmende Kritik am europ&auml;ischen Krisenmanagement scharf zur&uuml;ck&hellip;&bdquo;Wir kommen mit Sicherheit nicht hierhin, um uns von irgendjemandem belehren zu lassen&ldquo;, sagte er.<br>\nDie au&szlig;ereurop&auml;ischen G-20-Staaten verlangen Klarheit &uuml;ber die weiteren Bem&uuml;hungen zur Krisenbew&auml;ltigung. Der amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama dringt auf eine schnelle und &uuml;berzeugende Reaktion der Europ&auml;er einschlie&szlig;lich der Einf&uuml;hrung von Eurobonds. Dagegen sperrt sich unver&auml;ndert die deutsche Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/auf-g-20-gipfeltreffen-in-mexiko-waechst-druck-auf-europa-barroso-muessen-uns-nicht-belehren-lassen-11790876.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Wie ein Fels in der Brandung&ldquo; stehe Angela Merkel f&uuml;r ihren Sparkurs f&uuml;r Europa und gegen eine &bdquo;Aufweichung&ldquo; der vereinbarten Regeln, hie&szlig; es heute im regierungsamtlichen ZDF. Man h&auml;tte auch sagen k&ouml;nnen, &bdquo;wie ein Geisterfahrer auf der Autobahn&ldquo; ist Merkel der Meinung, dass sie in die richtige Richtung f&auml;hrt.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Ist es schon zu sp&auml;t?<\/strong><br>\nWer mal in Zeitungsspalten gepresste Panik studieren m&ouml;chte, dem sei gegenw&auml;rtig die Lekt&uuml;re all der unz&auml;hligen Wirtschaftsartikel und Kommentare in der Auslandspresse empfohlen, in denen die Bundesregierung aufgefordert wird, endlich ihre Blockadehaltung bei der Einleitung kreditfinanzierter Konjunkturma&szlig;nahmen aufzugeben. Ein &Uuml;berblick gef&auml;llig?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37100\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Europa ist Weimar<\/strong><br>\nEin Mensch biegt falsch ab und f&auml;hrt auf der Autobahn gegen den Verkehr. Im Radio wird vor einem Geisterfahrer gewarnt. &ldquo;Einer?&rdquo;, denkt der Mensch: &ldquo;Hunderte!&rdquo; Angela Merkel ist dieser Mensch, Deutschland unter Merkels F&uuml;hrung ist dieser Geisterfahrer. Wir fahren gegen den Strom der wirtschaftlichen und politischen Vernunft und sind stolz darauf. Wir lassen uns einreden, dass alle Welt an &ldquo;unser Geld&rdquo; will. Dabei ist das erstens falsch und zweitens steht viel mehr auf dem Spiel als unser Geld.<br>\nAngela Merkel arbeitet an einem gef&auml;hrlichen Projekt: Sie lockert die europ&auml;ische Verpflichtung der Deutschen. Sie will uns weismachen, dass Europa etwas ist, das die Deutschen tun oder lassen k&ouml;nnen, je nachdem, ob es zu ihrem unmittelbaren Nutzen ist. Dadurch wird Europa zur res publica amissa, zur vernachl&auml;ssigten &ouml;ffentlichen Angelegenheit. Wir hatten das schon einmal und wir wissen, was dann geschehen ist. Europa ist Weimar. Und als die Deutschen sich von Weimar abwandten, war das das Ende der Demokratie.<br>\nDas Gerede von &ldquo;unserem Geld&rdquo;, an das angeblich alle Welt will, ist ein &uuml;bles Argument. Die Kanzlerin gebraucht es nicht w&ouml;rtlich, das &uuml;berl&auml;sst sie ihren B&uuml;chsenspannern bei der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Beide k&uuml;mmern sich zu wenig um Europa. Sie denken und f&uuml;hlen atlantisch. Aber Amerika ist schwach geworden und kein verl&auml;sslicher Partner. &ldquo;Bild&rdquo; und Merkel begehen einen gro&szlig;en Fehler, wenn sie die europapolitische Gewissheit der Nachkriegsdeutschen untergraben, dass es au&szlig;erhalb dieser Schicksalsgemeinschaft f&uuml;r die Mittelmacht Deutschland keine Zukunft gibt. Sie tun so, als k&ouml;nnten wir zwischen einem europ&auml;ischen und einem deutschen Weg w&auml;hlen. Aber es gibt keinen deutschen Weg. Was will Merkel tun, wenn der Euro zusammenbricht, der Schengen-Raum, vielleicht der ganze Acquis communautaire, also alles, was in 60 Jahren europ&auml;ischer Integration erreicht wurde? Auf China setzen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/augstein-kolumne-bild-und-merkel-kuemmern-sich-zu-wenig-um-europa-a-839458.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Hoffnung, die Augstein auf ein Ende der Geisterfahrt durch die SPD setzt, d&uuml;rfte ziemlich vergeblich sein. Siehe dazu: Die SPD-Parteif&uuml;hrung und Fraktion haben vom Parteikonvent in den anstehenden Verhandlungen mit der Regierung zum <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/parteikonvent_2012\/72974\/20120607_parteikonvent_feiert_premiere.html\">Fiskalpakt volle R&uuml;ckendeckung f&uuml;r ihren Kurs erhalten<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mark Schieritz: Was kann sich Deutschland noch leisten<\/strong><br>\nDas Volumen der ausstehenden Staatsanleihen in der Euro-Zone bel&auml;uft sich auf rund 6.500 Milliarden Euro, das nominale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands auf 2.500 Milliarden Euro. Nat&uuml;rlich w&auml;re Deutschland nie und nimmer in der Lage, all das zu bedienen. Doch darum geht es auch gar nicht. Denn erstens ist die Unterscheidung zwischen Haftung und Verlust zentral. Die Idee der Vergemeinschaftung von Risiken &ndash; sei es in Form von Eurobonds oder einer Bankenunion &ndash; ist, dass durch die Aufteilung der Verbindlichkeiten deren Tragf&auml;higkeit gew&auml;hrleistet wird. Die Schuldenquote der Euro-Zone insgesamt ist im internationalen Vergleich nicht sonderlich hoch, aber einzelne Mitgliedsl&auml;nder sind wahrscheinlich inzwischen &uuml;berschuldet. Deshalb ist die Kollektivhaftung ein Instrument, das wirken kann. Zugespitzt formuliert: Je gr&ouml;&szlig;er die potenzielle Haftung, desto geringer der tats&auml;chliche Verlust. &hellip; es ja nicht so, dass Deutschland die Wahl h&auml;tte, zwischen Haftungsunion und dem sch&ouml;nen Leben als freischwebender Staat. Denn dann ist die Frage, entweder st&auml;rker in Haftung zu gehen, oder die Verluste zu realisieren, die ein Zusammenbruch der W&auml;hrungsunion mit sich br&auml;chte. &ndash; Mein Tipp: Variante eins ist g&uuml;nstiger. Wenn das stimmt, dann kann es sich Deutschland nicht leisten, nicht zu haften &ndash; und nicht umgekehrt. Gerade weil die Deutschen Ressourcen begrenzt sind, m&uuml;ssen sie zum Einsatz gebracht werden.<br>\nIch bin mittlerweile agnostisch, was den Euro angeht. Vielleicht war es ein riesengro&szlig;er Fehler, ihn einzuf&uuml;hren, ich habe noch die Schulbank gedr&uuml;ckt, als diese Entscheidung getroffen wurde. Das war nicht das Projekt meiner Generation. Aber das ist alles vollkommen irrelevant. Denn es gibt ihn nun einmal, und die Frage ist, wie h&auml;lt man die politischen und &ouml;konomischen Kosten dieser Krise m&ouml;glichst gering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/06\/14\/was-kann-sich-deutschland-noch-leisten_4907\">Zeit: Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und dennoch spielt die Vergangenheit in Form der Aufnahmekriterien in die W&auml;hrungsunion eine wichtige Rolle. Weiteren L&auml;ndern, wie z.B. Polen oder der Tschechei muss es verunm&ouml;glicht werden, auf derart schlichte Weise, Punktlandung bei den Maastricht-Kriterien, der Eurozone beizutreten. Da w&auml;ren schon noch einige realwirtschaftliche Kriterien st&auml;rker zu beachten oder auch weiche Kriterien wie z.B. die Korruption. S&auml;mtliche j&auml;hrliche Pr&uuml;fungsberichte der Kommission zu Osteuropa verwiesen &auml;hnlich Griechenland auf die allzu hohe Korruption in diesen L&auml;ndern. Und sie dauert bis heute an. So schreibt die Tschechische Zeitung &ldquo;Respekt&rdquo;: &ldquo;Vor drei Jahren landete ein Umschlag aus Br&uuml;ssel auf dem Schreibtisch des bulgarischen Ministerpr&auml;sidenten Sergei Stanischew. Der Inhalt des Schreibens wurde ihm zum Albtraum. Die EU-Pr&uuml;fer best&auml;tigten den Verdacht, dass Milliarden an EU-Subventionen, die in das Land flossen, in den Taschen der Mafia und Lokalpolitiker gelandet seien. Die Entscheidung aus Br&uuml;ssel war brutal: Alle Subventionen werden bis auf weiteres eingefroren. &hellip;  Niemand konnte damals ahnen, dass nur ein paar Jahre sp&auml;ter der Tschechischen Republik ein absolut identisches Szenario widerfahren sollte. Die Bulgaren haben sich von diesem Fiasko bis heute nicht erholt. Sie haben definitiv einen Teil der zugesprochenen Subventionen verloren. Die <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2177161-geldsegen-der-eu-unter-aufsicht%20\">Zusch&uuml;sse an die Tschechische Republik wurden im vergangenen Februar eingefroren, und ihre Zukunft ist ungewiss<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>&ndash; Noch wichtiger aber ist, wie sich die Korruption in den Alltag dieser L&auml;nder eingenistet hat und wie beharrlich wir diesen Zustand ignorieren, bis Fehlentwicklungen in diesen L&auml;nder uns treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wahlen in Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Wahl in Griechenland vom 17. Juni 2012<\/strong><br>\nWahlsieger ist erneut die rechts-konservative Nea Demokratia, die mit 29,7 Prozent der Stimmen nun auch noch in den Genuss der 50 Bonussitze kommen wird. Damit verbesserte sich die ND im Gegensatz zu dem ern&uuml;chternden Ergebnis in den Maiwahlen um etwas mehr als zehn Prozent der Stimmt und verharrt bei einem Resultat, dass den Ergebnissen der Partei vor der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder n&auml;her kommt. Im Vergleich zu den Parlamentswahlen im Jahre 2009 musste die ND &bdquo;lediglich&ldquo; ein Minus von vier Prozent verzeichnen.<br>\nNach dem Absturz bei den Parlamentswahlen vom Mai 2012 auf 13 Prozent und dem Verlust von rund 30 Prozent an W&auml;hlerstimmen im Vergleich zu den Parlamentswahlen 2009 war im Vorfeld des Juniurnenganges unklar, ob sich die bis 2011 regierende sozialdemokratische PASOK wieder erholen w&uuml;rde. Das Gegenteil ist der Fall. PASOK verlor im Vergleich zu den Maiwahlen erneut (-0,9 Prozent) und liegt nunmehr nur noch bei 12,3 Prozent der Stimmen.<br>\nDie Morgenrotfaschisten (Chrysi Avgi) &ndash; und dies sollte europaweit f&uuml;r schlaflose N&auml;chte sorgen &ndash; konnten ihr &uuml;berraschend gutes Ergebnis bei den Maiwahlen halten (+ 3 Mandate) und erreichten erneut knapp sieben Prozent der Stimmen. Ebenfalls im Parlament vertreten sein werden Abgeordnete der ND-Abspaltung &bdquo;Unabh&auml;ngige Griechen&ldquo;, die zwar drei Prozent einb&uuml;&szlig;ten, aber dennoch auf 7,5 Prozent der Stimmen und 20 Abgeordnetensitze kommen.<br>\nDie Demokratische Linke gewann zwar leicht hinzu, verliert aber im Vergleich zu den Maiwahlen mit 6,3 Prozent der Stimmen zwei Abgeordnetenmandate. Besonders herb sind die Verluste f&uuml;r die orthodox-kommunistische KKE. Diese verlor gegen&uuml;ber den Maiwahlen knapp vier Prozent und erh&auml;lt nur noch 4,5 Prozent der Stimmen. Gegen&uuml;ber den Wahlen 2009 b&uuml;&szlig;t die Partei damit mehr als drei Prozent der Stimmen ein. Die Fraktion der KKE hat sich damit mehr als halbiert und besteht nur noch aus 12 Parlamentariern.<br>\nDas B&uuml;ndnis der radikalen Linken, SYRIZA, lieferte sich bis zuletzt ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit der rechts-konservativen ND und erhielt schlie&szlig;lich 26,9 Prozent der Stimmen. SYRIZA konnte sich damit gegen&uuml;ber den Maiwahlen erneut verbessern. Zehn Prozent Plus und mehr als 500.000 zus&auml;tzliche absolute Stimmen bedeuten unter dem Strich eine Fraktionsst&auml;rke von etwa 71 Parlamentariern. Gegen&uuml;ber den Parlamentswahlen von 2009 (4,6 Prozent) bedeutet dies ein Zuwachs von nicht nur 22 Prozent der Stimmen, sondern auch einen Anstieg der W&auml;hlerschaft um knapp 1,3 Millionen (2009: 315.000).<br>\nDass es nun f&uuml;r eine Koalitionsregierung von ND und PASOK reichen wird, liegt nicht in deren Abschneiden bei den Wahlen selbst begr&uuml;ndet, sondern vor allem in dem Wahlsystem Griechenlands. Ohne die 50 Bonsusitze w&uuml;rde es &ndash; wie bereits im Mai diesen Jahres &ndash; nicht f&uuml;r eine Koalition der K&uuml;rzungsbef&uuml;rworter reichen. Dass dies ND und PASOK klar ist, zeigt sich u.a. in der Forderung nach der Bildung einer All-Parteienkoalition, die rechnerisch gar nicht notwendig ist. Vor allem PASOK f&uuml;rchtet um die St&auml;rke und die Mobilisierungsf&auml;higkeit von SYRIZA&hellip;<br>\nDie Zahlen machen aber auch deutlich, dass es in Griechenland eine neue, starke gesellschaftliche Konfliktlinie gibt. Diese hei&szlig;t Zentrum-Peripherie. SYRIZA und DimAr waren vor allem in den urbanen Zentren und unter den gebildeten W&auml;hlerschichten erfolgreich, w&auml;hrend die Landbev&ouml;lkerung und die weniger gebildeten Schichten sich f&uuml;r die Morgenrotfaschisten und die Nea Demokratia aussprachen&hellip;<br>\nFakt ist aber auch, dass mit SYRIZA, DimAr und KKE die politische Linke neben PASOK &uuml;ber knapp 38 Prozent Zustimmung im Land verf&uuml;gt. Damit ist die politische Linke zu einem realen Machtfaktor &ndash; auch in Opposition &ndash; geworden. Gegen diese wird sich keine Koalitionsregierung mit Abgrenzungstaktiken durchsetzen k&ouml;nnen, denn ein Gro&szlig;teil dieser 38 Prozent geh&ouml;rt zu dem Mobilisierungsf&auml;higen, die bereit sind, ihre Forderungen nicht nur in Wahlen, sondern auch auf der Stra&szlig;e und in den au&szlig;erparlamentarischen Bewegungen deutlich zu artikulieren. Zum ersten Mal in der Geschichte des demokratischen Griechenlands braucht nun eine rechnerisch-stabile Regierung die eigene Opposition im Land, wollte sie Griechenland erfolgreich aus der Krise herausf&uuml;hren. Weil aber kein Anlass besteht, zu glauben, dass ND und PASOK dies in ihrer Politik ber&uuml;cksichtigen werden, sind Neuwahlen in den kommenden Monaten erneut nicht auszuschlie&szlig;en&hellip;<br>\nDie Angebote aus Deutschland und der EU an die neue Regierung in Athen, man k&ouml;nne ja noch einmal nachverhandeln, w&auml;ren ohne die St&auml;rke und die politischen Inhalte von SYRIZA niemals ausgesandt worden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120619_greek_election.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-ds.de\/article\/2192.die_wahl_in_griechenland_vom_17_juni_2012.html\">Forum Demokratischer Sozialismus<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenlands Wahlen aus Athener Sicht &ndash; Wir w&auml;hlen nicht allein<\/strong><br>\nNie sind die Griechen vom Ausland derart unter Druck gesetzt worden wie bei dieser Wahl. Die linke Athener Tageszeitung To Ethnos ist entr&uuml;stet. Athens Partner haben ihren Kandidaten schon gek&uuml;rt: den Konservativen Antonis Samaras und nicht Syriza-Chef Alexis Tsipras.<br>\nSo etwas ist im modernen Griechenland noch nie vorgekommen. Seit mehr als 30 Jahren besch&auml;ftige ich mich mit politischen und internationalen Entwicklungen, aber eine derartige Orgie an groben &ouml;ffentlichen Interventionen f&uuml;hrender ausl&auml;ndischer Politiker bei griechischen Wahlen hat es nicht gegeben.<br>\nAuch das ist ein weiteres kl&auml;gliches Beispiel f&uuml;r die internationale Herabsetzung des Ansehens unseres Landes. Der letzte kleine Chef jedes noch so unbedeutenden europ&auml;ischen Landes meint, er h&auml;tte nunmehr das Recht die Griechen darauf hinzuweisen, welche Partei sie w&auml;hlen sollen. &ndash; Fr&uuml;her w&auml;re das undenkbar gewesen, vor der verh&auml;ngnisvollen &Uuml;berf&uuml;hrung des Landes in den Status der Unterwerfung unter das Memorandum durch Giorgos Papandreou und seine Mitstreiter.<br>\nMan traut seinen Augen und Ohren nicht, wenn man die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und ihren Minister f&uuml;r Finanzen, Wolfgang Sch&auml;uble, liest oder h&ouml;rt, wie sie fast t&auml;glich vom griechischen Volk verlangen &hellip; Samaras und nicht Tsipras zu w&auml;hlen!&hellip;<br>\nDie Deutschen wollen um jeden Preis die Bildung einer linken Regierung in Griechenland verhindern, unabh&auml;ngig von der Politik, die diese verfolgen wird. Deswegen lassen sie nun jeglichen Vorwand beiseite und erpressen die Griechen ganz unverhohlen, Samaras zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2184651-wir-waehlen-nicht-allein\">To Ethnos in presseurop<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechen w&auml;hlen starke Opposition<\/strong><br>\nMit einer Regierung unter F&uuml;hrung der konservativen Nea Dimokratia wird die bisherige Politik fortgesetzt, die l&auml;ngst gescheitert ist. Die K&uuml;rzungspolitik sollte dazu dienen, die Staatsverschuldung abzubauen. Sie stranguliert jedoch die wirtschaftliche Entwicklung. Die Steuereinnahmen brechen noch sch&auml;rfer ein, als durch die K&uuml;rzungen &bdquo;gespart&ldquo; wurde. So geraten die L&auml;nder in einen immer tieferen Schuldenstrudel, den gerade die deutsche Regierung mit weiteren, die soziale Blutspur nur verbreiternden K&uuml;rzungen bek&auml;mpfen will.<br>\nDie griechische Wirtschaft ist seit 2010 mit minus zehn Prozent auf rasanter Talfahrt. Und eine Wende zum Besseren ist 2012 nicht erkennbar. Auch in den anderen Krisenl&auml;ndern zeigt sich, dass die &bdquo;bittere Medizin&ldquo; in Wirklichkeit Gift ist. Seitdem in Italien brutale K&uuml;rzungen eingeleitet wurden, bricht die Wirtschaft dramatisch ein. Und in Spanien ist die Lage noch brisanter. Nicht ein Ende der K&uuml;rzungspolitik gef&auml;hrdet den Euro, sondern deren Fortsetzung.<br>\nMit der Wahl in Griechenland bestand die Chance, die verh&auml;ngnisvolle Politik der immer sch&auml;rferen Sozialk&uuml;rzungen zu stoppen. Merkel und alle, die dies nicht wollten haben in undemokratischer und erpresserischer Weise das griechische Volk in Geiselhaft genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/griechen-wahlen-starke-opposition.html%20\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Argentinien &ndash; die Warnung f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nKaum ein nicht europ&auml;ischer Politiker kann wohl das derzeitige Ringen der europ&auml;ischen Regierungen um Sparpl&auml;ne, Reformen, Rettungspakete und das &Uuml;berleben der gemeinsamen W&auml;hrung so gut nachvollziehen wie Domingo Cavallo, zweimaliger argentinischer Wirtschaftsminister: In den 90er Jahre f&uuml;hrte er die Dollarbindung des argentinischen Peso ein, 2001 versuchte er das Land im letzten Moment vor einer traumatischen Abwertung zu retten. Die Parallelen zwischen dem, was damals in Argentinien geschah, und den Ereignissen in Griechenland sind frappierend. Sollte es zu einem wie auch immer gearteten Ausstieg Griechenland aus der gemeinsamen europ&auml;ischen W&auml;hrung kommen, so macht Argentinien in mancher Hinsicht Hoffnung. Zwar sind die Folgen des Defaults und der Abwertung zun&auml;chst katastrophal f&uuml;r die Argentinier: Die Wirtschaft bricht um elf Prozent ein. Das Finanzsystem kollabiert, die Banken vergeben bis heute praktisch keine Kredite. Die Armutsrate verdoppelt sich 2002 auf 58 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Die Reall&ouml;hne sinken um 23 Prozent. Experten sagen Hyperinflation voraus. Doch dann die &Uuml;berraschung: Bereits Ende 2002 f&auml;ngt Argentinien wieder an zu wachsen, bis 2008 im Durchschnitt um acht Prozent im Jahr. In sechs Jahren haben die Argentinier wieder das Pro-Kopf-Einkommen erreicht wie vor der Krise. Doch wer das nun als Argument f&uuml;r einen griechischen Euroaustritt anf&uuml;hrt, dem widerspricht zumindest der Argentinier Cavallo aufs Heftigste: W&uuml;rde Griechenland zur Drachme zur&uuml;ckkehren, dann werde es &bdquo;in zehn Jahren so sein wie heute Argentinien, oder schlimmer.&ldquo;  Doch unbestrittenerweise war die schnelle wirtschaftliche Erholung in Argentinien nach der traumatischen Losl&ouml;sung von der Dollarbindung nur zum Teil auf die Abwertung des Peso zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, der die Industrie belebte. Argentinien habe damals das gro&szlig;e Gl&uuml;ck gehabt, dass die Weltmarktpreise f&uuml;r Soja dank der wachsenden Nachfrage aus China stark anstiegen, wei&szlig; Cavallo. Argentiniens &auml;u&szlig;erst moderner und wettbewerbsf&auml;higer Landwirtschaftssektor sorgte pl&ouml;tzlich f&uuml;r einen satten Devisenzuflu&szlig;. In L&auml;ndern wie Griechenland w&uuml;rde zwar der Tourismus von einer starken Abwertung profitieren, &bdquo;aber das produziert Inflation&rdquo;, warnt der Argentinier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/krisen-vergleich-argentinien-die-warnung-fuer-griechenland\/6755598.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie im Beitrag erw&auml;hnt, bestand f&uuml;r weder f&uuml;r die Nachbarl&auml;nder wie auch f&uuml;r den Rest der Welt durch die Argentinienkrise keine nennenswerte Ansteckungsgefahr. Dies ist ein gro&szlig;er Unterschied zu Griechenland. Der andere Unterschied ist, dass Argentinien im Gegensatz zu Griechenland &uuml;ber Produkte verf&uuml;gt, die weltweit ben&ouml;tigt werden, wenn es auch zu  60 Prozent rohstoffbasierte Produkte sind (Fleisch und Fleischwaren,  Soja- und Getreidelieferungen, Fette und &Ouml;le sowie Tierfutter, aber auch Erd&ouml;l und Bergbauprodukte). Mitte der 90er Jahre sackte die Exportquote unter 10 Prozent des BIP, da seine Exporte durch die Dollaranbindung viel zu teuer wurden, w&auml;hrend z.B. der Haupthandelspartner Brasilien gegen&uuml;ber dem Dollar abwertete. Heute liegt die Exportquote bei 30 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Greece as Victim<\/strong><br>\nEver since Greece hit the skids, we&rsquo;ve heard a lot about what&rsquo;s wrong with everything Greek. Some of the accusations are true, some are false &mdash; but all of them are beside the point. Yes, there are big failings in Greece&rsquo;s economy, its politics and no doubt its society. But those failings aren&rsquo;t what caused the crisis that is tearing Greece apart, and threatens to spread across Europe.<br>\nNo, the origins of this disaster lie farther north, in Brussels, Frankfurt and Berlin, where officials created a deeply &mdash; perhaps fatally &mdash; flawed monetary system, then compounded the problems of that system by substituting moralizing for analysis. And the solution to the crisis, if there is one, will have to come from the same places&hellip;<br>\nSo Greece, although not without sin, is mainly in trouble thanks to the arrogance of European officials, mostly from richer countries, who convinced themselves that they could make a single currency work without a single government. And these same officials have made the situation even worse by insisting, in the teeth of the evidence, that all the currency&rsquo;s troubles were caused by irresponsible behavior on the part of those Southern Europeans, and that everything would work out if only people were willing to suffer some more.<br>\nThe only way the euro might &mdash; might &mdash; be saved is if the Germans and the European Central Bank realize that they&rsquo;re the ones who need to change their behavior, spending more and, yes, accepting higher inflation. If not &mdash; well, Greece will basically go down in history as the victim of other people&rsquo;s hubris.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/06\/18\/opinion\/krugman-greece-as-victim.html?_r=2&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss%20\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> No one who&rsquo;s been subjected to the media campaigns in Germany against Syriza and for the parties that invented Greek corruption can imagine any sort of change in policy on the part of Germany, the main force behind the draconian austerity measures that are dragging the GIPSI countries into the economic abyss. It won&rsquo;t happen.<\/em><br>\n<em>For those who had hoped that Syriza would win the election, there might be some consolation in the knowledge that had they won, Germany would have let them hit the wall, and the resulting downfall of the euro zone would be blamed on Greek irresponsibility. The governing coalition, on the other hand, is more likely to get some concessions that would allow Germany and cohorts to make it look like they&rsquo;re rewarding the Greeks for being &ldquo;responsible&rdquo;. And they&rsquo;ll also have a harder time blaming the inevitable failure of the austerity regime on the unwillingness of the Greeks to follow orders from Berlin and Frankfurt.<\/em><br>\n<em>The Greeks were doomed either way, whether their economy is strangled by austerity measures or strangled by the EU cutting off financing for their loan payments. And it&rsquo;s hard to say what will happen to the rest of Europe when Greece hits the wall, which it will eventually do.<\/em><br>\n<em>This is not going to end well.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ver.di-Stellungnahme zum Fiskalpakt<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Fiskalvertrag schadet der Demokratie<\/li>\n<li>Der Fiskalpakt erh&ouml;ht den Konsolidierungsdruck f&uuml;r L&auml;nder und Kommunen<\/li>\n<li>Der Fiskalvertrag ist &ouml;konomisch sch&auml;dlich<\/li>\n<li>Der Fiskalvertrag besch&auml;digt den Sozialstaat <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/wirtschaft-finanzen\/++co++3187ac90-b622-11e1-7184-0019b9e321e1%20\">ver.di<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: <\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Triumph gescheiterter Ideen &ndash; Buch zur Wirtschaftsentwicklung in zehn europ&auml;ischen L&auml;ndern<\/strong><br>\nDie drastische EU-Sparpolitik in einigen Probleml&auml;ndern verbaut den Weg zur dringend notwendigen Neuorientierung der Wirtschafts- und Sozialmodelle in Europa. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Publikation aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. &bdquo;Die Fixierung auf den kurzfristigen Abbau der Staatsverschuldung durch massive K&uuml;rzungsprogramme, begleitet vom Abbau der wichtigsten sozialen Schutzrechte, hat katastrophale Folgen. Sie zwingt die Regierungen dazu, in einer Art Verelendungsspirale &ndash; wie derzeit in Griechenland &ndash; den sinkenden Einnahmen hinterher zu sparen&ldquo;, so Herausgeber Dr. Steffen Lehndorff.<br>\nWie verschiedene nationale Wirtschafts- und Sozialmodelle in den zur&uuml;ckliegenden ein bis zwei Jahrzehnten ver&auml;ndert wurden, zeigt das Buch in zehn L&auml;nderkapiteln, erg&auml;nzt durch drei Querschnittsanalysen. Und ebenso, welche Konsequenzen dies f&uuml;r die Art und Weise hatte, wie die gegenw&auml;rtige Krise bew&auml;ltigt &ndash; oder eher: nicht bew&auml;ltigt &ndash; wird. Fast alle nationalen Modelle sind in den letzten Jahren deutlich instabiler geworden, wie die Fallstudien belegen. &bdquo;Weshalb aber L&auml;ndern mit v&ouml;llig unterschiedlichen wirtschaftlichen Problemlagen und unterschiedlichen Niveaus der Staatsverschuldung mithilfe desselben K&uuml;rzungs- und Deregulierungs-Programms wieder auf die Beine geholfen werden soll, ist nicht nachvollziehbar&ldquo;, meint der IAQ-Arbeitsmarktforscher.<br>\nMan m&uuml;sse das Problem der Einkommensungleichheit gezielt angehen und damit eine der Hauptursachen von wirtschaftlichen Ungleichgewichten und Krisen bek&auml;mpfen. Stattdessen werde von der EU mit Unterst&uuml;tzung des IWF und auf ma&szlig;gebliches Dr&auml;ngen der deutschen Regierung eine Politik betrieben, die in den am st&auml;rksten betroffenen L&auml;ndern die Ungleichheit weiter vergr&ouml;&szlig;ert. Europa drifte auseinander.<br>\nAuf europ&auml;ischer Ebene werde es nur Ver&auml;nderungen zum Besseren geben, wenn jedes Land seine eigenen &bdquo;Hausaufgaben&ldquo; macht. &bdquo;Doch die meisten werden die daf&uuml;r erforderliche Luft zum Atmen nur bekommen, wenn sie nicht l&auml;nger durch die deutsche Politik bevormundet werden&ldquo;, kritisiert Lehndorff. Reformen in Deutschland seien deshalb f&uuml;r einen Ausweg aus der Krise ebenso wichtig wie Reformen in den so genannten Probleml&auml;ndern. &bdquo;Das wirtschaftlich st&auml;rkste Land Europas kann zu einem Motor der wirtschaftlichen und sozialen Integration werden, wenn es sein eigenes Modell demokratisch, sozial und &ouml;kologisch reformiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news482738\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DIW-Chef Gert Wagner h&auml;lt im FTD-Interview ein Umdenken in der &Ouml;konomie f&uuml;r unaufhaltbar &ndash; und er vertraut Jungforschern<\/strong><br>\nMit der Gl&uuml;cksforschung, wie die Presse die Erforschung der Zufriedenheit gern nennt, haben wir herausgefunden, dass Einkommenszuw&auml;chse bei h&ouml;heren Einkommen zu kaum noch messbaren winzigen Zuw&auml;chsen der Lebenszufriedenheit f&uuml;hren. Man kann daraus ein gutes Argument gegen eine zu gro&szlig;e Ungleichheit der Einkommen ableiten. Die Anreizwirkungen h&ouml;chster Einkommen wurden krass &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:interview-ein-biologischer-prozess\/70051419.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>M&uuml;nchner gegen dritte Startbahn &ndash; Freistaat will Flughafen trotzdem ausbauen<\/strong><br>\nDie M&uuml;nchner haben am Sonntag in einem B&uuml;rgerentscheid gegen den umstrittenen milliardenteuren Ausbau des Flughafens der Stadt gestimmt. Die W&auml;hler votierten &uuml;berraschend deutlich mit 54,3 Prozent in der entscheidenden Stichfrage gegen den Bau einer dritten Start- und Landebahn, neben dem Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 eines der gr&ouml;&szlig;ten verkehrspolitischen Projekte der vergangenen Jahre.<br>\nCSU und FDP dagegen sehen nach wie vor Chancen f&uuml;r den Bau. Seehofer hat die Landtagswahl zur entscheidenden Abstimmung &uuml;ber das mit 1,2 Milliarden Euro veranschlagte Gro&szlig;projekt erkl&auml;rt. &ldquo;Es gibt keinen Plan B, aber auch keine Denkverbote&rdquo;, sagte S&ouml;der. Der B&uuml;rgerentscheid ist rechtlich nur f&uuml;r ein Jahr bindend. Danach k&ouml;nnten sich theoretisch die Stadt und die Landesregierung dar&uuml;ber hinwegsetzen. Allerdings lehnen Udes m&ouml;gliche Koalitionspartner auf Landesebene, Gr&uuml;ne und die Freien W&auml;hler, den Bau vehement ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchner-stoppen-dritte-startbahn-landesregierung-will-an-flughafenausbau-festhalten-1.1385544\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konzerne zocken Stromverbraucher ab<\/strong><br>\n&Uuml;berh&ouml;hte Kapitalrenditen der Stromkonzerne sind laut CSU-Bundestagsmitglied Josef G&ouml;ppel die Ursache f&uuml;r die hohen Preise. Der Herriedener Beinah-Einzelk&auml;mpfer f&uuml;r Umweltenergien in der Regierungskoalition rechnet vor, dass die Erh&ouml;hung des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 14 auf 23 Ct\/kWh zu einem Zeitpunkt stattfand, als die EEG-Umlage noch bei 1,3 Cent lag.<br>\nSeit 2002 steigen die Strompreise heftig. Das hatten bereits drei Jahre zuvor Manager der damals noch f&uuml;nf deutschen Stromriesen (Bayernwerk, EnBW, RWE, VEW, Viag) &ouml;ffentlich angek&uuml;ndigt&hellip;<br>\nDie Konzerne wollten mit 20 Milliarden DM (etwa 10 Milliarden Euro) aus R&uuml;ckstellungen die Stadtwerke in ihrer Existenz gef&auml;hrden und &uuml;bernehmen. Dieser Plan ging nicht auf.Doch der mit der massiven Strompreissteigerung schon.<br>\nDarum muss der Normalkunde seit einer Dekade Jahr f&uuml;r Jahr rund 7 Prozent mehr f&uuml;r seinen Elektroenergie zahlen. Im Preis enthalten ist die EEG-Umlage, mit der der Ausbau von Solar- oder Windkraft bezahlt wird. Doch w&auml;hrend gerade der &bdquo;kleine Mann&ldquo; hier zur Kasse gebeten wird, werden immer mehr gro&szlig;e Stromkunden von diesen &Ouml;kostrom-Cents befreit. Das Verbraucherportal Verivox verdeutlicht dies: W&auml;hrend sich der Strom f&uuml;r private Haushalte innerhalb eines Jahres um 3 Prozent verteuerte, sanken die Kosten der Industrie um 12 Prozent wegen Abgabenbefreiung. Dennoch jammern Vertreter dieser Gro&szlig;industrie weiter lauthals &uuml;ber die horrenden Strompreise hierzulande. Und die Bundesregierung zieht als Reaktion darauf die Daumenschraube bei der Solarf&ouml;rderung noch weiter an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bayerische-staatszeitung.de\/staatszeitung\/wirtschaft\/detailansicht-wirtschaft\/artikel\/konzerne-zocken-stromverbraucher-ab.html\">Bayerische Staatsanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Till Kreutzer: Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht: Eine rechtspolitische Analyse<\/strong><br>\nJetzt ist er da: Der offizielle Referentenentwurf des Justizministeriums zum Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverleger. Die Bedenken wurden nicht ausger&auml;umt: W&uuml;rde das Leistungsschutzrecht so verabschiedet, w&auml;ren massive Rechtsunsicherheit und erhebliche Einschr&auml;nkungen der Kommunikation im Internet die Folge. Der Referentenentwurf suggeriert, dass sich im Prinzip nichts &auml;ndert, weil ja weiterhin Zitate und Links zul&auml;ssig sind und es das Urheberrecht an den Inhalten ja ohnehin gibt. Doch w&auml;re es so, br&auml;uchte man das Leistungsschutzrecht nicht. Vielmehr geht es darum, diejenigen Bereiche zu monopolisieren, die das Urheberrecht bislang bewusst und gewollt freil&auml;sst. Das sind insbesondere kleine Ausschnitte aus Beitr&auml;gen (Snippets), die in Presseerzeugnissen erschienen sind. &hellip;. Eindeutig ist, dass jeder Freiberufler, der zu seinen &bdquo;gewerblichen&ldquo; Zwecken im Netz kommuniziert und dabei Snippets einsetzt, Nutzer im Sinne des Leistungsschutzrechts sein soll. Das betrifft ebenso freie Journalisten, die in ihrer Freizeit bloggen (Seite 10 des Referentenentwurfs) &hellip; Was in Grenzf&auml;llen gewerblich oder nicht-gewerblich ist, bleibt unklar und wird in jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen &uuml;ber konkrete Einzelf&auml;lle gekl&auml;rt werden m&uuml;ssen: Was ist mit Blogs, auf denen Werbung enthalten ist, &hellip; Auf Seite 10 des Referentenentwurfs hei&szlig;t es: &bdquo;Wenn ein Blog sich als eine redaktionell ausgew&auml;hlte Sammlung journalistischer Beitr&auml;ge darstellt, die fortlaufend unter einem Titel erscheint, wird auch ein Blogger durch das neue Leistungsschutzrecht gesch&uuml;tzt und ist damit verg&uuml;tungsberechtigt, wenn andere seinen Blog nutzen.&ldquo; Aus Nutzersicht betrachtet hei&szlig;t das: Wenn ich zuk&uuml;nftig als freier Journalist weiterhin &uuml;ber meine Themen in herk&ouml;mmlicher Manier bloggen will, m&uuml;sste ich vorher (!) nicht nur mit hunderten von Verlagen, sondern auch mit Spreeblick, Netzpolitik.org und zahllosen anderen Netzpublikationen Lizenzvertr&auml;ge schlie&szlig;en. &hellip; Der wahrscheinliche Effekt des Leistungsschutzrechts ist, dass die gro&szlig;en Suchmaschinenbetreiber und Aggregatoren die Angebote der Verlage aus den Suchindexen entfernen, wie es in Reaktion auf das Urteil zu Google in Belgien seinerzeit schon einmal geschehen ist. Kleinere Aggregatoren (wie zum Beipiel Rivva) und Mehrwertdienste (wie zum Beispiel der Perlentaucher), deren Finanzierung ohnehin meist prek&auml;r ist, werden ihre Dienste im Zweifel vollst&auml;ndig einstellen oder es jedenfalls unterlassen, Presseschauen und &auml;hnliches anzubieten. &hellip; Die Nutzer schlie&szlig;lich w&uuml;rden wichtige und hochwertige Inhalte nicht mehr ohne weiteres auffinden, sie m&uuml;ssten jedenfalls ihr Nutzungsverhalten &auml;ndern und Verlagswebseiten direkt abrufen. Viele sinnvolle Verweispraktiken &uuml;ber Social Media w&uuml;rden nur noch eingeschr&auml;nkt und unter erheblicher Rechtsunsicherheit m&ouml;glich sein. Das wiederum w&uuml;rde volkswirtschaftliche Auswirkungen haben. Soziale Netzwerke, Suchmaschinen und Aggregatoren erleichtern und beschleunigen den professionellen Umgang mit Informationen. Schr&auml;nkt man ihre Effizienz ein, indem eine Vielzahl relevanter Inhalte hier&uuml;ber nicht mehr auffindbar ist, sinkt die Effizienz der Informationsbeschaffung gleicherma&szlig;en. Mit anderen Worten: Recherchen w&uuml;rden l&auml;nger dauern, mehr Arbeitszeit kompensieren und mehr Geld kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/irights.info\/?q=content\/referentenentwurf-zum-leistungsschutzrecht-eine-erste-ausfuhrliche-analyse\">irights.info<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Olympia-Attentat von 1972: Terroristen hatten offenbar Hilfe von Neonazis<\/strong><br>\nDie pal&auml;stinensischen Attent&auml;ter, die das Attentat bei den Olympischen Spielen 1972 in M&uuml;nchen ver&uuml;bten, hatten offenbar Hilfe von deutschen Neonazis. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins &ldquo;Der Spiegel&rdquo; zufolge geht das aus Akten der deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden hervor. Bisher wurden die Unterst&uuml;tzer im linksextremen Lager vermutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/olympia-attentat-von-terroristen-hatten-offenbar-hilfe-von-neonazis-1.1385442\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NRW: Die Koalition des Eigenlobes<\/strong><br>\nOhne Weihrauch und Nebelkerzen kommt auch die Landespolitik nicht mehr aus. Das zeigte sich an diesem Wochenende eindrucksvoll. Da segneten die Delegierten von SPD und Gr&uuml;nen in NRW auf Parteitagen den j&uuml;ngsten Koalitionsvertrag ab. W&auml;hrend die Medien das 200 Seiten umfassende Werk mit Skepsis betrachten, lobten die beiden Koalitionspartner ihr Konstrukt &uuml;ber den gr&uuml;nen und roten Klee.<br>\nDie NRW-B&uuml;rger m&uuml;ssten das peinliche Eigenlob der Parteien schon richtig einsch&auml;tzen k&ouml;nnen. Seit 1995 wurden ja bereits f&uuml;nf Koalitionsvertr&auml;ge abgeschlossen, vier allein von SPD und Gr&uuml;nen. Alle f&uuml;nf Vertr&auml;ge haben nicht gehalten, was sie versprachen. Die Politik hat die Lebensbedingungen in NRW kaum erleichtert.<br>\nVielmehr wuchsen die Probleme im Laufe der Jahre betr&auml;chtlich. Die Politik hat sie wachsen lassen, manche auch selbst verursacht. Politisches Versagen gibt es eben nicht nur in Griechenland, wie die Schlagzeilen der vergangenen Tage belegen.<br>\nQuelle: Post <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/06\/18\/die-koalition-des-eigenlobes\/\">von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wehrwissenschaft<\/strong><br>\nDie Bundeswehr verleiht in dieser Woche zum wiederholten Male einen nach einem SS-Angeh&ouml;rigen benannten Wissenschaftspreis. Die Auszeichnung geht auf den NS-Milit&auml;rhistoriker Werner Hahlweg zur&uuml;ck, der am &Uuml;berfall auf die Sowjetunion beteiligt war und noch 1944 mit einem &ldquo;Kommando in den besetzten Gebieten&rdquo; betraut wurde. Als Vergabeinstitution fungiert das Bundesamt f&uuml;r Wehrtechnik und Beschaffung, der &ldquo;zentrale Eink&auml;ufer&rdquo; der deutschen Streitkr&auml;fte f&uuml;r Waffen und Ausr&uuml;stungsgegenst&auml;nde aller Art. Die Einrichtung attestiert Hahlweg, &ldquo;bedeutende, international anerkannte Lehr- und Forschungsarbeit&rdquo; geleistet und sich um die &ldquo;F&ouml;rderung von Milit&auml;rgeschichte und Wehrwissenschaften&rdquo; verdient gemacht zu haben. Zu den bisherigen Preistr&auml;gern z&auml;hlen bekannte revisionistische Historiker, unter ihnen der Kandidat der rechtsextremen NPD f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten, Olaf Rose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58351?PHPSESSID=e67fmgfq2irgjaddnlbktur9p1\">German Foreign Policy<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Bundespr&auml;sident Gauck lobte in seiner r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Rede vor der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr auch den freiheitlichen und kritischen Geist, der in der Bundeswehr herrsche und der auch von der <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rhF-dpY_lTA\">Bundeswehr-F&uuml;hrungsakademie in die Bundeswehr hineinstrahle<\/a>. Gauck schwieg hingegen zu den rechtsextremen Tendenzen, die in der Bundeswehr deutlich st&auml;rker ausgepr&auml;gt sind als im Durchschnitt unserer Gesellschaft. Siehe hierzu z.B. den Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/Bundeswehr\/sander3.html%20\">Die Bundeswehr l&auml;sst Gewalt und Rechtsextremismus gedeihen<\/a>&rdquo; der AG Friedensforschung.<\/em><br>\n<em>So hei&szlig;t es in diesem Beitrag zu den politisch rechtslastigen Tendenzen an den Bundeswehrhochschulen:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Ein weiteres Dokument sei hier zitiert, das zeigt, wie der heutige rechte K&auml;mpfertyp nicht nur aus der Gro&szlig;v&auml;tergeneration seine Impulse bezieht, sondern auch an Bundeswehrhochschulen f&uuml;r die Zukunft herangez&uuml;chtet wird. &bdquo;Neue, noch nicht ver&ouml;ffentlichte Daten best&auml;tigen einen zwar nicht &uuml;berraschenden, aber dennoch ernsten Verdacht: Dass Offiziersstudenten &ndash; die k&uuml;nftige F&uuml;hrungselite der Bundeswehr &ndash; deutlich weiter rechts stehen als ihre zivilen Kommilitonen.&ldquo;&rdquo;<\/em><br>\n<em>Zudem erweckte Gauck in seiner Ansprache vor der F&uuml;hrungsakademie den Eindruck, milit&auml;rische Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr sowie wohl auch des Nato-B&uuml;ndnisses dienten immer und stets der Durchsetzung von &ldquo;Demokratie&rdquo; und &ldquo;Freiheit&rdquo;. Glaubt der Bundespr&auml;sident selbst an das, was er da von sich gibt?  Die milit&auml;rischen Auslandseins&auml;tze sind fast durchg&auml;ngig mit wohlt&ouml;nenden Floskeln (&ldquo;Frauenrechte&rdquo;, &ldquo;Demokratie&rdquo;, &ldquo;Brunnenbohren&rdquo; etc.) getarnte Kriege zur Schaffung oder Sicherung &ouml;konomischer oder geostrategischer &ldquo;Einflusszonen&rdquo;. Wie unsensibel, zynisch und anma&szlig;end sich zahlreiche westliche Politiker und Medien z.B. gegen&uuml;ber den arabischen Staaten und den dort lebenden Menschen verhalten, beschreibt der Nahostexperte Michael L&uuml;ders in seinem aktuellen Buch &ldquo;Iran: der falsche Krieg&rdquo; an den aktuellen Beispielen Afghanistan und Irak und dem drohenden Krieg gegen den Iran (Seite 11-12):<\/em><br>\n<em>&ldquo;Es w&auml;re der dritte Krieg in wenigen Jahren, den westliche Staaten in den Mittleren Osten tragen. Mit wechselnden Akteuren, doch stets unter ma&szlig;geblicher Beteiligung der USA. Erst nach Afghanistan, dann in den Irak, schlie&szlig;lich in den Iran. Eine naheliegende, doch in den Medien oder der Politik nur selten zu vernehmende Frage sei an den Anfang gestellt: Woher nehmen wir eigentlich die Hybris, die V&ouml;lker der Region nacheinander mit Gewalt zu &uuml;berziehen, im Falle des Irak mit hunderttausenden Toten, ohne uns (&hellip;) nennenswert mit Selbstzweifeln aufzuhalten? Ohne uns mit den m&ouml;glichen Folgen unseres Tuns auseinanderzusetzen? Glauben die Propagandisten des Irankrieges ernsthaft, wir k&ouml;nnten ungestraft und ohne Gegenreaktion in L&auml;ndern der islamischen Welt milit&auml;risch intervenieren, eines nach dem anderen? Wie w&uuml;rden eigentlich wir Europ&auml;er reagieren, wenn China, Indien oder gar der Iran in kurzer Abfolge drei europ&auml;ische Staaten angreifen und\/oder besetzen w&uuml;rde? Nat&uuml;rlich ebenfalls unter Berufung auf h&ouml;here Werte? Beispielsweise der Sorge um das europ&auml;ische W&auml;hrungs- und Finanzsystem, den drohenden Staatsbankrott in Griechenland und anderswo, was es mit Blick auf die Weltwirtschaft, das Wohl und Wehe von Milliarden Menschen, um jeden Preis zu verhindern gelte?&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schmuggelkontrolleure<\/strong><br>\nEin betr&auml;chtlicher Teil des Waffenschmuggels an die Aufst&auml;ndischen in Syrien vollzieht sich unter den Augen der deutschen Marine. Dies geht aus einer Vielzahl aktueller Berichte hervor. Demnach werden syrische Rebellenmilizen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab auf dem Seewege mit Kriegsmaterial versorgt; Hauptumschlagplatz ist die libanesische Hafenstadt Tripoli. Schiffe der deutschen Marine kontrollieren die libanesischen K&uuml;stengew&auml;sser im Rahmen der Vereinten Nationen (UNIFIL) &ndash; offiziell mit dem Ziel, Waffenschmuggel zu unterbinden. Die Einheiten, denen am gestrigen Montag der Berliner Verteidigungsminister einen Besuch abstattete, errichten zudem in Tripoli, einem Drehkreuz auch f&uuml;r salafistische K&auml;mpfer vom Hindukusch, eine Radaranlage zur K&uuml;stenkontrolle. Laut renommierten Journalisten haben die Waffenlieferungen an die Rebellen seit dem Waffenstillstand im April Rekordh&ouml;he erreicht. Mit den Waffen kontrollieren die aufst&auml;ndischen Milizen mittlerweile ein umfassendes Gebiet in Syrien, das sie als R&uuml;ckzugsort nutzen und in dem sie einen &ldquo;Parallelstaat&rdquo; unterhalten. Gro&szlig;e Teile der innersyrischen Opposition lehnen die milit&auml;rischen Operationen der oft islamistisch orientierten Aufst&auml;ndischen ab, da sie die Eskalation konfessioneller Gewalt f&uuml;rchten. Das Massaker von Hula bekr&auml;ftigt ihre Sorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58352\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Salafismus und Panzer an Saudi-Arabien &ndash; Ein B&uuml;ndnis, auf Sand gebaut<\/strong><br>\nGerade erst versucht der deutsche Innenminister, mit Razzien und dem Verbot eines deutschen Salafisten-Vereins hart gegen diese fundamentalistische Spielart des Islam in Deutschland vorzugehen. Just in diesem Moment signalisiert die ideologische Heimat des Salafismus, also Saudi-Arabien, dass es den geplanten Import 300 deutscher Panzer, von dem bislang die Rede war, gern auf 600 bis 800 St&uuml;ck aufstocken w&uuml;rde. Der Zeitpunkt, zu dem diese Nachricht bekannt wird, ist f&uuml;r Berlin pikant. Denn es erscheint scheinheilig, die Anh&auml;nger einer islamischen Sekte hierzulande verfolgen zu wollen, w&auml;hrend man mit ihren geistigen Paten zugleich allerbeste Gesch&auml;fte macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2012%2F06%2F18%2Fa0176&amp;cHash=30e9251912\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und die Bundesregierung <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/dpa-news\/bundesregierung-lehnt-auskunft-zu-panzergeschaeft-ab--60737710.html\">lehnt jede Auskunft zu Panzergesch&auml;ft ab<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Romneys Wirtschafts-Agenda<\/strong><br>\nWer den Wahlkampfslogans der sich nun um Mitt Romney scharenden erzkapitalistischen Republikaner glaubt, sieht Amerikas Hauptproblem darin, dass die Konzerne und Wirtschaftsbosse in Washington noch viel zu wenig Macht und Einfluss haben. Der selbst schwerreiche Romney l&auml;sst kaum eine Gelegenheit aus, Amerikas Geld-Adel als Retter des Vaterlandes zu preisen &ndash; so beispielsweise in seinem neuesten Buch No Apology: The Case for American Greatness. Zugeschnitten auf das eher bescheidene intellektuelle Niveau des Durchschnittskonservativen findet man in Romneys Polemik die &uuml;bliche Mischung aus Hurra-Patriotismus, autorit&auml;rer Religion und Sozial-Demagogie.<br>\nAuf der einen Seite poltert der frisch gek&uuml;rte republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidat f&uuml;r noch extremere Steuergeschenke, noch sch&auml;rfere Deregulierung der M&auml;rkte, noch weniger Kontrolle und Transparenz und noch gr&ouml;&szlig;ere Machtkonzentration f&uuml;r die oberen Zehntausend. Auf der anderen Seite lauert in Romneys Wahlkampf-Katalog ein immer offenerer Klassenkrieg gegen Lohnabh&auml;ngige, Gewerkschaften und Mittelschicht. Man muss schon sehr blau&auml;ugig sein, um darin ein seri&ouml;ses Programm zu sehen, mit dem der materielle und kulturelle Verfall der USA gestoppt werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/06\/romneys-wirtschafts-agenda-12652.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kritik an Talk-Moderatoren &ndash; Selbst die ARD kann sie nicht mehr sehen<\/strong><br>\nNach dem WDR- und dem NDR-Rundfunkrat fordert jetzt auch der ARD-Programmbeirat, die Gespr&auml;chsrunden abzubauen, die das Programm von Sonntag bis Donnerstag pr&auml;gen. In einem internen Papier, aus dem das Nachrichtenmagazin Der Spiegel zitiert, wirft der Beirat den Talks &ldquo;Themendoppelungen und -verschlei&szlig;&rdquo; und &ldquo;G&auml;stedoppelungen- und verschlei&szlig;&rdquo; vor. Der Beirat besteht aus Vertretern der verschiedenen Landesrundfunkanstalten und ber&auml;t unter anderem den Programmdirektor Volker Herres.<br>\n&ldquo;In den Sendungen tauchten zunehmend wieder die altbekannten Talkshowg&auml;ste auf, die bereits seit mehreren Jahren in den Runden sitzen&rdquo;, hei&szlig;t es weiter in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/kritik-an-talk-moderatoren-selbst-die-ard-kann-sie-nicht-mehr-sehen-1.1385226\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pr&uuml;fung: Mehr Aufsichtsrechte f&uuml;r WDR-Rundfunkrat?<\/strong><br>\nDer WDR-Rundfunkrat l&auml;sst vom Justiziariat des Westdeutschen Rundfunks pr&uuml;fen, wie die Aufsicht &uuml;ber ARD-Fernsehsendungen geregelt ist, die nicht durch Rundfunkgeb&uuml;hren finanziert werden. Es gehe dabei grunds&auml;tzlich um &bdquo;die Frage der Aufsichtsfunktion f&uuml;r werbefinanzierte Programmteile im Unterschied zu geb&uuml;hrenfinanzierten Programmteilen&ldquo;, erkl&auml;rte die WDR-Rundfunkratsvorsitzende Ruth Hieronymi auf FK-Nachfrage. Anlass f&uuml;r den Auftrag des Rundfunkrats an das Justiziariat ist die ARD-Sendereihe &bdquo;Gottschalk Live&ldquo;, f&uuml;r die die WDR Mediagroup, die 100-prozentige Werbetochter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders, federf&uuml;hrend zust&auml;ndig war&hellip;<br>\nDer WDR vertrat in einer &Auml;u&szlig;erung vom M&auml;rz die Auffassung, dass die Aufsichtsgremien nicht bei solchen Fernsehsendungen einzubinden seien, die im ARD-Vorabend- und damit im Werberahmenprogramm ausgestrahlt werden, wie es etwa bei &bdquo;Gottschalk Live&ldquo; der Fall war. Aufgrund der Werbefinanzierung dieser Vorabendproduktionen liegt nach WDR-Angaben die Etatverantwortung allein bei den Werbegesellschaften. Hinsichtlich der aufsichtsrechtlichen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r diese Sendungen hat der WDR-Rundfunkrat offensichtlich Kl&auml;rungsbedarf und sich daher an das Justiziariat des Senders gewandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/funkkorrespondenz.kim-info.de\/artikel.php?pos=Politik&amp;nr=9739\">Funkkorrespondenz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die EM im Fernsehen<\/strong><br>\nARD und ZDF ist es zwar erlaubt, eigene Kameras in den Stadien einzusetzen. Die werden jedoch f&uuml;r die Spielberichterstattung praktisch nicht genutzt, sondern sind f&uuml;r die Kommentatoren da und f&uuml;r jene v&ouml;llig sinnlosen Kurzgespr&auml;che mit ersch&ouml;pften Spielern, die zutage f&ouml;rdern, dass sich die Sieger freuen und die Verlierer nicht. Die Impertinenz, mit der auf Athleten eingedrungen wird, um sich das Allerselbstverst&auml;ndlichste von ihnen noch einmal aufsagen zu lassen, als seien sie so eine Art menschliche Duftspender, streift die W&uuml;rdeverletzung.<br>\nDass die ARD- und ZDF-Verantwortlichen mit all dem rundum zufrieden sind, passt in ihr Selbstverst&auml;ndnis, das kein journalistisches ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/die-em-im-fernsehen-die-regie-spielt-falsch-11787080.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ach ginge doch nur die FAZ genauso kritisch mit der politischen Berichterstattung von ARD und ZDF um. Dort werden zwar keine sinnlosen Kurzgespr&auml;che mit ersch&ouml;pften Spielen gef&uuml;hrt, aber mit genauso formelhaft redenden Politikern. Auch dort l&auml;sst man sich immer nur die immer gleichen Spr&uuml;che aufsagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zum Nachh&ouml;ren: Der Mathematiker Gerd Bosbach<\/strong><br>\nMusik und Fragen zur Person. Im Gespr&auml;ch mit Michael Langer.<br>\nGerd Bosbach, 1953 in Kuchenheim geboren, ist Mathematiker und Statistiker. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes und arbeitete in der Statistikabteilung der Kassenzahn&auml;rztlichen Bundesvereinigung.<br>\nSeit dem Jahr 2002 ist er Professor f&uuml;r Statistik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung an der Fachhochschule Koblenz. Zuletzt erschienen ist ein viel beachtetes Buch, das er gemeinsam mit Jens J&uuml;rgen Korff verfasst hat: &ldquo;L&uuml;gen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aod\/html\/?broadcast=196860\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bedingung der Bundesregierung f&uuml;r den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120619_harm_bengen.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13566"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13568,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13566\/revisions\/13568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}