{"id":135685,"date":"2025-07-08T10:00:42","date_gmt":"2025-07-08T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135685"},"modified":"2025-07-08T15:27:00","modified_gmt":"2025-07-08T13:27:00","slug":"waehrend-sie-zum-krieg-ruesten-muessen-wir-den-widerstand-organisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135685","title":{"rendered":"\u201eW\u00e4hrend sie zum Krieg r\u00fcsten, m\u00fcssen wir den Widerstand organisieren\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;F&uuml;r die Unterdr&uuml;ckten dieser Welt geht es beim V&ouml;lkermord in Gaza um ihre Existenz&rdquo;, sagte die Pal&auml;stinenserin Layla Hazaineh in ihrer Rede beim Internationalen Forum f&uuml;r Frieden in Br&uuml;ssel. Sie ruft progressive Kr&auml;fte auf der ganzen Welt dazu auf, sich zu organisieren. Es brauche koordinierte Aktionen, um die Verbrechen zu stoppen und die Strukturen abzuschaffen, die sie erm&ouml;glichen. Frieden sei nicht die Abwesenheit von Konflikten, sondern erfordere Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit erfordere die Konfrontation mit den Systemen und Allianzen, die Gewalt produzieren, finanzieren, sch&uuml;tzen und von ihr profitieren.&rdquo; Die <em>NachDenkSeiten<\/em> dokumentieren f&uuml;r ihre Leser die eindr&uuml;ckliche Rede. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3087\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-135685-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=135685-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250708-Layla-Hazaineh-Widerstand-organisieren-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mein Name ist Layla Hazaineh, ich bin Pal&auml;stinenserin und ich bin zu diesem Forum gekommen, um euch an eine Warnung zu erinnern.<\/p><p>Es ist eine Warnung, die der kolumbianische Pr&auml;sident Gustavo Petro bereits im vergangenen Oktober ausgesprochen hat: Der V&ouml;lkermord in Gaza ist nicht nur eine Frage der Menschenrechte, des Friedens oder der Befreiung Pal&auml;stinas.<\/p><p>Der anhaltende V&ouml;lkermord in Gaza und die R&uuml;ckendeckung, die ihm von Israels Unterst&uuml;tzern hier in Europa gew&auml;hrt wird, ist eine Warnung an alle, die es wagen, den Westen mit seinem obsz&ouml;nen Konsum, seiner Sucht nach Ausbeutung und seiner endlosen Gewalt gegen die armen und unterdr&uuml;ckten V&ouml;lker der Welt herauszufordern.<\/p><p>Das ist in einem sehr direkten Sinne wahr: W&auml;hrend des gesamten V&ouml;lkermords und schon lange davor wurde das pal&auml;stinensische Volk als Versuchskaninchen in einem grausamen Experiment behandelt, in dem die neuesten Kriegstechnologien erprobt worden sind, bevor sie an anderen Orten des Konflikts oder der Repression eingesetzt werden.<\/p><p>Auf der anderen Seite nimmt eine Agenda der Gerechtigkeit Gestalt an. Progressive Kr&auml;fte auf der ganzen Welt organisieren sich, um den V&ouml;lkermord zu stoppen und eine Welt der Kooperation und souver&auml;ner Gleichberechtigung aufzubauen. F&uuml;r die Unterdr&uuml;ckten dieser Welt geht es in diesem Konflikt um ihre Existenz.<\/p><p>Deshalb d&uuml;rfen sich unsere Aktivit&auml;ten nicht darauf beschr&auml;nken, Krieg abzulehnen oder abstrakte Aufrufe zum Frieden zu verfassen.<\/p><p>Wir haben unz&auml;hlige Erkl&auml;rungen geh&ouml;rt, in denen dieses Wort verwendet wurde &ndash; ein Begriff, der f&uuml;r Pal&auml;stinenser leider beschmutzt worden ist, wenn er zur Rechtfertigung von Ungerechtigkeit verwendet wird und als Synonym f&uuml;r den Verlust von Rechten, den Diebstahl von Land und die Unterdr&uuml;ckung von Widerstandsbewegungen verwendet wird.<\/p><p>Donald Trump spricht von &bdquo;Frieden&ldquo;, w&auml;hrend er den Iran bombardiert &ndash; unter dem Beifall der Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten, die sich als Verfechter der Demokratie und der Menschenrechte ausgeben.<\/p><p>Unsere Zusammenkunft hier muss also diese verzerrte Definition infrage stellen.<\/p><p>Frieden ist nicht die Abwesenheit von Konflikten, wie ihr alle wisst. Und er ist ganz sicher kein vor&uuml;bergehender Waffenstillstand, der es den Unterdr&uuml;ckern erlaubt, eine Pause einzulegen, w&auml;hrend die Unterdr&uuml;ckten ihre Toten begraben und sich auf die n&auml;chste Runde der Gr&auml;ueltaten vorbereiten.<\/p><p>Frieden erfordert Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit erfordert die Konfrontation mit den Systemen und Allianzen, die Gewalt produzieren, finanzieren, sch&uuml;tzen und von ihr profitieren.<\/p><p>Und genau das ist es, was wir heute &uuml;berall auf der Welt beobachten k&ouml;nnen.<\/p><p>In Westasien richten sich antikoloniale Widerstandsbewegungen gegen die Lieferketten und Infrastrukturen, die Zerst&ouml;rung in die Region bringen.<\/p><p>Im Mittelmeerraum mobilisieren Hafenarbeiter und Aktivisten, um Schiffe mit Waffen f&uuml;r Israel zu stoppen &ndash; unter anderem durch Initiativen wie die Kampagne &bdquo;Mask Off Maersk&rdquo; des Palestinian Youth Movement, das die Rolle eines der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Logistikunternehmen im V&ouml;lkermord angreift.<\/p><p>In den USA und in Gro&szlig;britannien erheben sich Bewegungen und Menschen gegen die aktive Beteiligung ihrer L&auml;nder am V&ouml;lkermord. Dazu geh&ouml;ren Gruppen wie Palestine Action, die aktiv die Kriegsmaschinerie sabotiert und nun mit der Einstufung als terroristische Vereinigung rechnen muss. Dies ist eine weitere Waffe, die der Imperialismus einsetzt, um Widerstandsbewegungen zu delegitimieren und die Welt im Namen der Terrorismusbek&auml;mpfung zu terrorisieren, eine weitere Bombe der USA gegen die Logik.<\/p><p>Und von S&uuml;dafrika bis Kolumbien haben sich Nationen zusammengeschlossen, um internationale Institutionen, die urspr&uuml;nglich dazu dienten, Imperien und Unterdr&uuml;cker zu unterst&uuml;tzen, neu zu gestalten, damit sie den Unterdr&uuml;ckten dienen.<\/p><p>Dies ist ein Moment der Klarheit. Milliarden von Menschen und Staaten auf der ganzen Welt erkennen, dass das internationale System, in dem wir leben, zum Schutz der M&auml;chtigen geschaffen wurde. W&auml;hrend viele seiner Akteure zwar vorgeben, alle Staaten k&ouml;nnten sich auf der Ebene des V&ouml;lkerrechts gleichberechtigt pr&auml;sentieren, ist das heute ganz offensichtlich nicht wahr. Wenn dem so w&auml;re, wenn alle Staaten gleich behandelt und vor dem V&ouml;lkerrecht zur Rechenschaft gezogen w&uuml;rden, h&auml;tte es keinen Grund gegeben, die Haager Gruppe als Koalition zu gr&uuml;nden, deren Hauptziel lediglich die Wahrung des V&ouml;lkerrechts ist [<a href=\"#foot_*\" name=\"note_*\">*<\/a>].<\/p><p>Ich wiederhole: Was auf dem Spiel steht, ist existenziell. Dieses System hat eine Welt geschaffen, in der unvorstellbare Verbrechen in unser t&auml;gliches Bewusstsein geh&auml;mmert werden, in der unvorstellbare Trag&ouml;dien in unseren Mainstream-Medien normalisiert werden und in der imperialer Exzeptionalismus jede M&ouml;glichkeit einer rechtlichen oder diplomatischen Reaktion zu zerst&ouml;ren versucht. Was wirklich auf dem Spiel steht, ist die Menschheit selbst.<\/p><p>Als dieser V&ouml;lkermord begann, war ich Studentin der Menschenrechte in Paris und lernte &uuml;ber &bdquo;die Konvention zur Verh&uuml;tung und Bestrafung des V&ouml;lkermordes&ldquo;. W&auml;hrend Folien des Professors an mir vorbeizogen, tauchten auf meinem Handy Meldungen &uuml;ber die Zahl der Todesopfer in Gaza auf.  Im Unterricht wurde das aktuelle Geschehen nicht erw&auml;hnt &ndash; es fand keine Anerkennung des Verbrechens statt.<\/p><p>Ich musste daran denken: Waren diese Stichpunkte jemals f&uuml;r mich gedacht? Waren sie f&uuml;r meine Eltern gedacht, die das Massaker von Sabra und Shatila im Libanon &uuml;berlebt hatten, wo sie im Widerstand gegen die israelische Invasion gek&auml;mpft hatten, und die trotz ihrer unersch&uuml;tterlichen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r mich nicht umhin konnten, leise zu lachen, als ich mein Interesse am Studium der Menschenrechte &auml;u&szlig;erte?<\/p><p>Waren sie f&uuml;r meine Gro&szlig;mutter gedacht, die 1948 aus Haifa vertrieben wurde und die die Nakba, die Invasion von 1982, die Intifadas und fast jeden Angriff auf Gaza &uuml;berlebte, als sie 2021 verstarb? Nach dem Massaker von 1982 war sie gezwungen, nach Schweden zu fliehen. Und trotz ihrer schwindenden Erinnerung h&ouml;rte sie nie auf zu sagen: &bdquo;Haifa ist sch&ouml;ner.&ldquo;<\/p><p>Ich bin stolz auf die Geschichte des Widerstands in meiner Familie, und mit diesem Stolz geht ein st&auml;rkerer Sinn f&uuml;r die Verantwortung einher, meinen Platz in diesem Kampf einzunehmen.<\/p><p>Ich will die Frustration und Entmutigung nicht leugnen, die ich empfand &ndash; zuerst als Pal&auml;stinenserin, dann als Absolventin eines Menschenrechtsstudiums &ndash;, als ich nach dem richtigen Ort suchte, an dem ich meine Energie in etwas Sinnvolles stecken konnte, auf das ich stolz sein konnte.<\/p><p>Ich habe gelernt, Momente der Hoffnungslosigkeit nicht zu f&uuml;rchten. Sie kommen oft vor und werden auch wiederkommen. Aber ich habe sie nie gef&uuml;rchtet, denn mir wurde seit meiner Kindheit beigebracht, dass Handeln nicht von Hoffnung abh&auml;ngen darf. Es muss von Verantwortung abh&auml;ngen. Unsere Bewegungen bestehen fort, weil Menschen nicht nur handeln, wenn sie hoffnungsvoll sind, sondern weil sie es als ihre Verantwortung betrachten, zu handeln. Deshalb wissen wir, dass wir gewinnen werden, und darin finde ich Hoffnung.<\/p><p>Denn der Antiimperialismus, der Antikolonialismus und der Kampf gegen die Besatzung werden seit Generationen von freien Menschen getragen, deren Engagement f&uuml;r Gerechtigkeit nie nachgelassen hat.<\/p><p>In diesem Sinne wurde die Haager Gruppe [<a href=\"#foot_**\" name=\"note_**\">**<\/a>] ins Leben gerufen, und ich m&ouml;chte einige Worte zu diesem Projekt sagen.<\/p><p>Anfang dieses Jahres hat die Progressive Internationale acht Staaten des Globalen S&uuml;dens mit dem Auftrag einberufen, &bdquo;kollektiv Ma&szlig;nahmen durch koordinierte rechtliche und diplomatische Schritte auf nationaler und internationaler Ebene&ldquo; zu ergreifen, um Israel f&uuml;r seine schweren Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht gegen&uuml;ber dem pal&auml;stinensischen Volk zur Rechenschaft zu ziehen.<\/p><p>Ich spreche jetzt zu euch als Koordinatorin dieser Initiative.<\/p><p>Die Haager Gruppe will Straflosigkeit bek&auml;mpfen &ndash; nicht nur um Pal&auml;stinas willen, sondern auch, weil Straflosigkeit die Grundlage des V&ouml;lkerrechts bedroht, wo immer sie sich ausbreiten kann. Wir rufen deshalb alle Menschen auf, sich uns anzuschlie&szlig;en und ihre Regierungen zu ermutigen, sich dieser Initiative anzuschlie&szlig;en, um diese Herausforderung anzugehen.<\/p><p>Hier ist eine weitere Warnung: Wenn wir zulassen, dass V&ouml;lkermord zur Normalit&auml;t wird, wenn wir zulassen, dass Siedlerkolonialismus als &bdquo;Sicherheit&ldquo; umdefiniert wird, dann lassen wir zu, dass die Mechanismen der globalen Governance selbst demontiert werden &ndash; und zwar nicht nur in Gaza, sondern &uuml;berall dort, wo zugelassen wurde, dass das V&ouml;lkerrecht &uuml;berhaupt so offen untergraben wird.<\/p><p>Deshalb haben wir uns in der Haager Gruppe und anderen Initiativen nicht nur zum Ziel gesetzt, unsere Stimme zu erheben, sondern auch Systeme des Widerstands aufzubauen.<\/p><p>Unser Ziel ist es, diese Herausforderung auszuweiten und die Ketten der Komplizenschaft von den europ&auml;ischen H&auml;fen bis ins besetzte Pal&auml;stina aufzudecken.<\/p><p>Wir dokumentieren die Regierungen, Unternehmen und Finanzinstitute, die die Maschinerie des Todes weiterhin antreiben. Wir unterst&uuml;tzen Aktivisten und Hafenarbeitergewerkschaften, die sich weigern, Waffen zu laden oder zu entladen, und wir solidarisieren uns mit ihren mutigen Taten.<\/p><p>Wir arbeiten mit Anw&auml;lten zusammen, die Einzelpersonen und Institutionen f&uuml;r ihre Verbrechen zur Rechenschaft ziehen wollen.<\/p><p>Wir koordinieren parlamentarische Interventionen, dr&auml;ngen auf Waffenembargos, unterst&uuml;tzen Sanktionsforderungen und intervenieren in internationalen Foren, um Rechenschaftspflicht zu erreichen &ndash; echte Rechenschaftspflicht.<\/p><p>Es geht nicht nur um Erkl&auml;rungen, sondern um koordinierte Aktionen, um die Verbrechen zu stoppen und die Strukturen abzuschaffen, die sie erm&ouml;glichen. Und wir tun dies in dem Bewusstsein, dass der Kampf f&uuml;r den Frieden nicht vom Kampf gegen den Imperialismus zu trennen ist. Denn die Gewalt, die wir erleben, ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines Systems, das Herrschaft belohnt und Widerstand bestraft. Und genau dieses System m&uuml;ssen wir abschaffen.<\/p><p>An meine europ&auml;ischen Genossinnen und Freunde, die  heute hier sind: Dies ist nicht der Kampf anderer. Es ist auch eurer. Diejenigen von euch in Europa, die an Freiheit und Gleichberechtigung glauben, k&ouml;nnen nicht einfach Widerstandsbewegungen woanders bejubeln. Ihr m&uuml;sst eure eigene Verantwortung erkennen, euch gemeinsam zu wehren und zu organisieren &ndash; genau hier, wo ihr herkommt.<\/p><p>Allzu oft wird euch das, was im Rest der Welt geschieht, bewusst als fern, abstrakt und ohne Bezug zu euch pr&auml;sentiert. Aber das ist eine L&uuml;ge. Es gibt keinen &bdquo;Konflikt&ldquo; weit weg von Europa, wenn es die europ&auml;ischen M&auml;chte sind &ndash; Regierungen, Waffenh&auml;ndler, Finanzinstitute &ndash;,  die ihn sch&uuml;ren und davon profitieren.<\/p><p>Aus dieser Erkenntnis resultiert Verantwortung. Und diese Verantwortung muss &uuml;ber Worte hinausgehen. Sie muss sich in euren Handlungen, in eurer Organisierung und in eurem Widerstand gegen die Strukturen der Gewalt, die in eurem Namen aufrechterhalten werden, ausdr&uuml;cken.<\/p><p>W&auml;hrend wir uns heute hier versammeln, bereitet sich die NATO auf ihren j&auml;hrlichen Gipfel vor. Dieses Treffen wird keine Antworten auf die dr&auml;ngendsten Herausforderungen der Menschheit liefern. Es wird sie  versch&auml;rfen. Deshalb muss es durch die gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsoperation in der Geschichte der Niederlande gesch&uuml;tzt werden.<\/p><p>Die NATO trifft sich, um sich zu bewaffnen und zu eskalieren, um noch mehr Milit&auml;rausgaben zu versprechen und noch mehr &ouml;ffentliche Gelder in den Krieg zu stecken, w&auml;hrend St&auml;dte in Schutt und Asche gelegt werden und das V&ouml;lkerrecht vor aller Augen mit F&uuml;&szlig;en getreten wird. Mit der Teilnahme von Pr&auml;sident Trump und der Einigkeit der europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs f&uuml;r diesen neuen Militarismus verspricht der Gipfel die NATO als das zu bekr&auml;ftigen, was sie von Anfang an war: ein Instrument des Imperialismus, das unsere Befreiung verhindern und uns eine Zukunft verweigern soll. Das ist ihre Vision f&uuml;r die Menschheit.<\/p><p>Deshalb m&uuml;ssen wir, w&auml;hrend sie f&uuml;r den Krieg r&uuml;sten, uns f&uuml;r die Entkolonialisierung bereit machen. Wir m&uuml;ssen den Widerstand organisieren.<\/p><p><em>&Uuml;bersetzung: Marta Andujo<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>[<a href=\"#note_*\" name=\"foot_*\">&laquo;*<\/a>] Das International Forum for Peace fand am 23. und 24. Juni in Br&uuml;ssel statt.<\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_**\" name=\"foot_**\">&laquo;**<\/a>] Die Haager Gruppe ist ein im Januar 2025 gebildeter Zusammenschluss von Staaten, die sich f&uuml;r &bdquo;koordinierte rechtliche und diplomatische Ma&szlig;nahmen&ldquo; zur Verteidigung des V&ouml;lkerrechts und in Solidarit&auml;t mit dem pal&auml;stinensischen Volk einsetzen.<\/small><\/p><p><small>Den Vorsitz haben Kolumbien und S&uuml;dafrika inne, Mitglieder sind bislang Bolivien, Honduras, Kuba, Malaysia, Namibia und Senegal.<\/small><\/p><p><small>F&uuml;r den 15. und 16. Juli 2025 ruft die Haager Gruppe L&auml;nder weltweit zu einer Dringlichkeitssitzung in Bogot&aacute; auf. Dort sollen konkrete Ma&szlig;nahmen zur Durchsetzung des V&ouml;lkerrechts durch koordiniertes staatliches Handeln angek&uuml;ndigt werden, &bdquo;um den V&ouml;lkermord zu beenden und Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht zu gew&auml;hrleisten&ldquo;.<\/small><\/p><p><small>Titelbild: <a href=\"https:\/\/progressive.international\/wire\/2025-07-02-as-they-prepare-for-war-we-must-prepare-for-resistance-\/en\">Progressive International<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;F&uuml;r die Unterdr&uuml;ckten dieser Welt geht es beim V&ouml;lkermord in Gaza um ihre Existenz&rdquo;, sagte die Pal&auml;stinenserin Layla Hazaineh in ihrer Rede beim Internationalen Forum f&uuml;r Frieden in Br&uuml;ssel. Sie ruft progressive Kr&auml;fte auf der ganzen Welt dazu auf, sich zu organisieren. Es brauche koordinierte Aktionen, um die Verbrechen zu stoppen und die Strukturen abzuschaffen,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135685\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":135686,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,35,126,171,211],"tags":[302,1917,1557,466,303,2774,1703],"class_list":["post-135685","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-gaza","tag-genozid","tag-israel","tag-nato","tag-palaestina","tag-politikerhaftung","tag-voelkerrecht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Layla-Hazaineh.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=135685"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135685\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":135725,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135685\/revisions\/135725"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/135686"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=135685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=135685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=135685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}