{"id":135757,"date":"2025-07-09T13:00:35","date_gmt":"2025-07-09T11:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135757"},"modified":"2025-07-09T16:44:29","modified_gmt":"2025-07-09T14:44:29","slug":"bundesbildungsministerin-prien-ignoriert-bitte-des-palaestinensischen-botschafters-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135757","title":{"rendered":"Bundesbildungsministerin Prien ignoriert Bitte des pal\u00e4stinensischen Botschafters in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte in einem k&uuml;rzlichen Interview gegen&uuml;ber <em>BILD<\/em> erkl&auml;rt, es g&auml;be &uuml;ber 200.000 Pal&auml;stinenser in Deutschland, dies seien &bdquo;mehr, als wir Juden haben&ldquo;, und diese Pal&auml;stinenser seien laut ihr &bdquo;offensichtlich ordentlich radikalisiert&ldquo;. Darauf intervenierte der pal&auml;stinensische Botschafter in Deutschland, Laith Arafeh, &auml;u&szlig;erte seine tiefe Beunruhigung &uuml;ber die &bdquo;anti-pal&auml;stinensischen Rassismus&ldquo; verst&auml;rkenden &Auml;u&szlig;erungen der Ministerin und forderte diese auf, ihre Aussagen zur&uuml;ckzunehmen und Kontakt zur deutsch-pal&auml;stinensischen Community aufzunehmen. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob die Bildungsministerin die &Auml;u&szlig;erungen des Botschafters zur Kenntnis genommen hat und ob sie plant, dessen Aufforderung nachzukommen. Von <strong>Florian Warweg<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7601\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-135757-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=135757-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250709_Bundesbildungsministerin_Prien_ignoriert_Bitte_des_palaestinensischen_Botschafters_in_Deutschland_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/-NNucIaeQKM\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p><p>In dem Interview am 28. Juni erkl&auml;rte die Bundesbildungsministerin im Videoformat BILD Talk unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IHjsNChgrHM\">&bdquo;So werden Deutschlands Sch&uuml;ler wieder besser&ldquo;<\/a> auf die Frage nach Antisemitismus in deutschen Schulen (ab Minute 08:31):<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir haben schlicht in Deutschland eine riesengro&szlig;e pal&auml;stinensische Community. Die ist auch &uuml;ber Jahrzehnte gewachsen. &Auml;hm, wir haben rund 200.000 Pal&auml;stinenser in Deutschland, wir haben allein hier in Berlin 40.000 Pal&auml;stinenser, die hier leben. Die sind offensichtlich ordentlich radikalisiert durch ihre entsprechenden Communities, mich st&ouml;rt das sehr. Aber wir m&uuml;ssen die Schulen in der p&auml;dagogischen Ausbildung so schulen, dass sie auch Extremisten ordentlich in die Schranken weisen k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese zweifellos f&uuml;r eine Bildungsministerin sehr generalisierenden Aussagen nahm der pal&auml;stinensische Botschafter in Deutschland zum Anlass, um zwei Tage danach in einer <a href=\"https:\/\/x.com\/ArafehLaith\/status\/1939666267239063767\">umfangreichen Stellungnahme<\/a> auf <em>X<\/em> sich gegen die Aussagen der Ministerin zu verwehren, sie aufzufordern, &bdquo;diese Aussagen unverz&uuml;glich zur&uuml;ckzuziehen&ldquo;, und an sie zu appellieren, den Dialog mit Mitgliedern der pal&auml;stinensisch-deutschen Gemeinschaft zu suchen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind zutiefst beunruhigt &uuml;ber k&uuml;rzlich get&auml;tigte &Auml;u&szlig;erungen einer Bundesministerin, die die pal&auml;stinensische Gemeinschaft in Deutschland als &bdquo;radikalisiert&ldquo; bezeichnete. Solche Aussagen sind nicht nur sch&auml;dlich und ungenau, sondern verst&auml;rken auch anti-pal&auml;stinensischen Rassismus. Und sie bergen die Gefahr, Vorurteile zu sch&uuml;ren, insbesondere angesichts des zunehmenden xenophobischen Verhaltens, das systematisch Menschen pal&auml;stinensischer Herkunft in Deutschland betrifft.<\/p>\n<p>Ebenso beunruhigend ist der Vergleich der Gr&ouml;&szlig;e der j&uuml;dischen und pal&auml;stinensischen Gemeinschaften in Deutschland. Diese Darstellung ist bedauerlich, da sie einen lokalen Konflikt zwischen zwei Gruppen impliziert, die seit langem Seite an Seite als gleichberechtigte B&uuml;rger leben. Solche Narrative verzerren die Realit&auml;t und s&auml;en Misstrauen, anstatt das Verst&auml;ndnis zu f&ouml;rdern, das heute dringend erforderlich ist.<\/p>\n<p>Es muss auch anerkannt werden, dass die fortgesetzten Vergehen Israels im besetzten pal&auml;stinensischen Gebiet weltweit weiterhin die Emotionen der Menschen anheizen. Dies schlie&szlig;t viele Mitglieder der j&uuml;dischen Gemeinschaft ein, die &mdash; geleitet von Engagement f&uuml;r Gerechtigkeit und Menschenrechte &mdash; oft Seite an Seite mit ihren Mitb&uuml;rgern pal&auml;stinensischer Herkunft gegen die Aggression und Besatzung Israels demonstrieren. Diese breite und prinzipiengeleitete Forderung nach Gerechtigkeit als &bdquo;Radikalisierung&ldquo; zu reduzieren, ist sowohl irref&uuml;hrend als auch ungerecht.<\/p>\n<p>Wir fordern die Ministerin auf, diese Aussagen unverz&uuml;glich zur&uuml;ckzuziehen. Wir appellieren auch an die Ministerin, den Dialog mit Mitgliedern der pal&auml;stinensisch-deutschen Gemeinschaft zu suchen, um ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Vielfalt, die zivilen Beitr&auml;ge und das tiefe Engagement f&uuml;r ein friedliches Zusammenleben der Gemeinschaft zu gewinnen. All das steht im direkten Widerspruch zu den get&auml;tigten Aussagen.<\/p>\n<p>W&auml;hrend wir die Aufrufe der Bundesregierung zu einem sofortigen Waffenstillstand, zum Ende der illegalen Besatzung Israels und zur Unterst&uuml;tzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung anerkennen, fordern wir sie auf, ihre diplomatischen Bem&uuml;hungen zu intensivieren, um diese Ziele zu verwirklichen, die den einzigen realistischen Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden in der Region darstellen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Wir sind zutiefst beunruhigt &uuml;ber k&uuml;rzlich get&auml;tigte &Auml;u&szlig;erungen einer Bundesministerin, die die pal&auml;stinensische Gemeinschaft in Deutschland als &bdquo;radikalisiert&ldquo; bezeichnete. Solche Aussagen sind nicht nur sch&auml;dlich und ungenau, sondern verst&auml;rken auch anti-pal&auml;stinensischen&hellip;<\/p>\n<p>&mdash; Laith Arafeh &#127477;&#127480; (@ArafehLaith) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ArafehLaith\/status\/1939666267239063767?ref_src=twsrc%5Etfw\">June 30, 2025<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p> <\/p><p>Diese Stellungnahme des pal&auml;stinensischen Botschafters wurde, das geht aus den Antworten des Ministeriums auf die Anfrage der <em>NachDenkSeiten<\/em> hervor, bis zum heutigen Tag von Bundesbildungsministerin Prien komplett ignoriert. Weder korrigierte sie ihre generalisierenden Aussagen zur angeblichen Radikalisierung aller Pal&auml;stinenser, noch nahm sie das Angebot zur Kontaktaufnahme mit der deutsch-pal&auml;stinensischen Gemeinschaft an. Die Begr&uuml;ndung hierf&uuml;r ist mehr als bezeichnend: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Neben einem Kommentar des Pal&auml;stinensischen Botschafters, S.E. Laith Arafeh, auf X ist uns keine Einladung zum Gespr&auml;ch bekannt, auf die die Ministerin h&auml;tte reagieren k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das hei&szlig;t, die Ministerin l&auml;sst verlautbaren, da der Appell nur auf dem X-Kanal des Botschafters ver&ouml;ffentlicht worden sei, m&uuml;sse sie darauf nicht reagieren. Wie d&uuml;rftig dieses &bdquo;Argument&ldquo; ist, l&auml;sst sich allein durch das Gedankenexperiment aufzeigen, wie die Ministerin auf eine &auml;hnlich gelagerte Stellungnahme auf <em>X<\/em> des israelischen oder US-amerikanischen Botschafters in Deutschland reagiert h&auml;tte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie diese ebenfalls in derselben Form ignoriert h&auml;tte, tendiert gegen Null. <\/p><p><strong>Die Bildungsministerin und X &hellip;<\/strong><\/p><p>Das Verhalten von Karin Prien auf <em>X<\/em> wirft zudem weitere Fragen auf. Exemplarisch sei auf den 29. Juni verwiesen, nur ein Tag nach ihrem Skandal-Interview bei <em>BILD<\/em>. An diesem Tag hatte die amtierende Bildungsministerin in Anspielung auf den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff der USA auf den Iran auf ihrem X-Account, der den Vermerk &bdquo;verifizierter staatlicher Account&ldquo; tr&auml;gt, den Beitrag eines bekannten pro-zionistischen-Aktivisten (Andreas Hallaschka) mit dem Foto eines B-2-Bombers in Hefezopf-Form und dem Text &bdquo;Schabbat Schalom&ldquo; retweetet.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Auch dies sorgte f&uuml;r viel Kritik. Zahlreiche Beobachter und auch Stimmen aus dem politischen Raum hinterfragten die Neutralit&auml;t und Vorbildfunktion der Ministerin, etwa der Menschenrechtsaktivist Alex Reimann oder auch die Bundestagsabgeordnete (Linkspartei) Nicole Gohlke:<\/p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">V&ouml;llig normales Verhalten f&uuml;r eine Familien- und Bildungsministerin <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BMBFSFJ?ref_src=twsrc%5Etfw\">@BMBFSFJ<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/PrienKarin?ref_src=twsrc%5Etfw\">@PrienKarin<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/Yo7JpfivtD\">pic.twitter.com\/Yo7JpfivtD<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Alex Reimann (@realAlexReimann) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/realAlexReimann\/status\/1939282536015757793?ref_src=twsrc%5Etfw\">June 29, 2025<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p>  <\/p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Als Bildungs- &amp; Familienministerin verherrlichende Inhalte von US-Bombern zu teilen, die aktuell hunderte Zivilist:innen im Iran t&ouml;ten, ist ein absolutes No-Go.<br>Karin Prien sollte sich schleunigst erkl&auml;ren und den retweet l&ouml;schen! <a href=\"https:\/\/t.co\/cjvpd8fdBH\">pic.twitter.com\/cjvpd8fdBH<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Nicole Gohlke (@NicoleGohlke) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/NicoleGohlke\/status\/1939651112581099586?ref_src=twsrc%5Etfw\">June 30, 2025<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p> <\/p><p>Dieser Repost ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Der offizielle X-Account der Bundesbildungsministerin ist seit Monaten dominiert von pro-israelischen, pro-zionistischen Stellungnahmen von Vertretern der israelischen Regierung, des Zentralrats der Juden sowie von geteilten Beitr&auml;gen von Volker Beck, dem Pr&auml;sidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Allen gemeinsam: der Versuch, den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels gegen den Iran zu rechtfertigen: <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen3.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen4.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250609-Botschafter-Screen4.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Welcher Sch&uuml;ler, welcher Student, welcher Lehrer soll diese Bildungsministerin vor diesem Hintergrund ihres Agierens auf <em>X <\/em>noch als unvoreingenommen wahrnehmen? Und wie lassen sich diese Posts und Reposts mit dem Neutralit&auml;tsgebot einer Bundesministerin vereinbaren? Fragen &uuml;ber Fragen &hellip;<\/p><p><strong>Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 7. Juli 2025<\/strong><\/p><p><strong>Frage Warweg<\/strong><br>\nAn das Bildungsministerium:&nbsp;Bundesbildungsministerin&nbsp;Karin Prien hat gegen&uuml;ber den Kollegen von Springer bzw. der &bdquo;BILD&ldquo; k&uuml;rzlich erkl&auml;rt, es gebe &uuml;ber 200&nbsp;000&nbsp;Pal&auml;stinenser&nbsp;in Deutschland. Dies seien mehr, als wir Juden h&auml;tten, und diese Pal&auml;stinenser seien laut ihr &bdquo;offensichtlich ordentlich radikalisiert durch ihre Communities&ldquo;. Im weiteren Verlauf stellte sie noch alle Pal&auml;stinenser in Deutschland mindestens implizit als Extremisten dar. Daraufhin intervenierte der pal&auml;stinensische Botschafter in Deutschland, Laith Arafeh, und &auml;u&szlig;erte seine tiefe Beunruhigung &uuml;ber die nach seinen Worten Rassismus verst&auml;rkenden &Auml;u&szlig;erungen der Ministerin, und er forderte sie auf, ihre Aussage zur&uuml;ckzunehmen und Kontakt zur deutsch-pal&auml;stinensischen Community aufzunehmen. Da ich diesbez&uuml;glich nichts mehr geh&ouml;rt habe, w&uuml;rde mich interessieren: Hat Frau Prien die &Auml;u&szlig;erungen des Botschafters mittlerweile zur Kenntnis genommen, und plant sie, auf seine Forderung einzugehen?<\/p><p><strong>Lenz (BMBFSFJ)<\/strong><br>\nVielen Dank f&uuml;r die Frage.&nbsp;&ndash; Ich w&uuml;rde gerne grunds&auml;tzlich noch einmal sagen, dass die &Auml;u&szlig;erungen der Ministerin Teil eines l&auml;ngeren Interviews waren, in dem sie im Zusammenhang zu weiteren Aussagen stehen. In demselben Interview&nbsp;&ndash; das ist einfach nur ein paar Zeilen weiter&nbsp;&ndash; wirbt die Ministerin auch f&uuml;r Verst&auml;ndnis f&uuml;r die pal&auml;stinensische Sicht auf den Nahostkonflikt.<\/p><p>Karin Prien spricht sich immer wieder sehr klar gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aus, so zum Beispiel auch in ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag am 15.&nbsp;Mai. Da sagte sie:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Demokratie funktioniert nur, wenn Demokraten das Gespr&auml;ch suchen, auch, um das Verbindende zu finden. Aber ich sage auch sehr deutlich: Das wird nur dann funktionieren, wenn wir jeder Form von Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus, Linksextremismus den Kampf ansagen. Das gilt ebenso f&uuml;r jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, von Fremdenhass, Frauenverachtung und Diskriminierung von Minderheiten, und das in aller Konsequenz.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist das, was ich dazu sagen kann.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Warweg<\/strong><br>\nMeine Frage&nbsp;&ndash; ich hoffe, Sie haben sie richtig verstanden&nbsp;&ndash; war aber, ob sie auf die Kritik und die Forderung des Botschafters eingegangen ist. Das ist ja keine Kleinigkeit; da hat sich der pal&auml;stinensische Botschafter &ouml;ffentlich an Frau Prien gewandt. Mich w&uuml;rde interessieren, ob sie diese Kritik wahrgenommen hat und auch plant, auf seine Forderung einzugehen, oder ob sie diese komplett ignorieren will.<\/p><p><strong>Lenz (BMBFSFJ)<\/strong><br>\nDazu liegen mir zum jetzigen Zeitpunkt keine Erkenntnisse vor.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Warweg<\/strong><br>\nK&ouml;nnen Sie das bitte nachreichen?<\/p><p><strong>Lenz (BMBFSFJ)<\/strong><br>\nKann ich machen.<\/p><p><strong>Schriftliche Nachreichung des Bundesbildungsministeriums am 8. Juli 2025:<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Bundesministerin Karin Prien spricht sich immer wieder klar gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aus. Die besagten &Auml;u&szlig;erungen der Ministerin, sind Teil eines l&auml;ngeren Interviews, in dem sie im Zusammenhang zu weiteren Aussagen stehen. So wirbt die Ministerin im selben Interview auch f&uuml;r Verst&auml;ndnis f&uuml;r die pal&auml;stinensische Sicht auf den Nahost-Konflikt. Neben einem Kommentar des Pal&auml;stinensischen Botschafters, S.E. Laith Arafeh, auf X ist uns keine Einladung zum Gespr&auml;ch bekannt, auf die die Ministerin h&auml;tte reagieren k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><small>Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 07.07.2025<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134567\">&bdquo;Erhebliche Zweifel&ldquo; &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt &auml;ndert langsam Einsch&auml;tzung zu Israels Agieren in Gaza<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134283\">Ausw&auml;rtiges Amt sieht noch immer keine Verletzung des V&ouml;lkerrechts durch Israel in Gaza<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133956\">Bundesregierung instrumentalisiert Russland-Sanktionen, um gegen kritische Gaza-Berichterstattung vorzugehen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135478\">Ausw&auml;rtiges Amt als Sturmspitze im Kampf gegen unliebsame Journalisten und deren Berichterstattung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116843\">Skandal im Bildungsministerium geht in die n&auml;chste Runde: Unwahrheiten und Alibi-R&uuml;cktritte<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/79061f130b824dc89f7fb94e1b8e08d7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte in einem k&uuml;rzlichen Interview gegen&uuml;ber <em>BILD<\/em> erkl&auml;rt, es g&auml;be &uuml;ber 200.000 Pal&auml;stinenser in Deutschland, dies seien &bdquo;mehr, als wir Juden haben&ldquo;, und diese Pal&auml;stinenser seien laut ihr &bdquo;offensichtlich ordentlich radikalisiert&ldquo;. Darauf intervenierte der pal&auml;stinensische Botschafter in Deutschland, Laith Arafeh, &auml;u&szlig;erte seine tiefe Beunruhigung &uuml;ber die &bdquo;anti-pal&auml;stinensischen Rassismus&ldquo; verst&auml;rkenden &Auml;u&szlig;erungen der Ministerin<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135757\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":135759,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,165,11],"tags":[2503,2460,1557,303,3563],"class_list":["post-135757","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bundespressekonferenz","tag-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit","tag-israel","tag-palaestina","tag-prien-karin"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/260707_BPK_Clip_2_Bildungsministerin_Paliunterstuetzer_in_Schranken.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=135757"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135757\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":135778,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/135757\/revisions\/135778"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/135759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=135757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=135757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=135757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}