{"id":13577,"date":"2012-06-20T08:39:16","date_gmt":"2012-06-20T06:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577"},"modified":"2012-06-20T08:39:16","modified_gmt":"2012-06-20T06:39:16","slug":"hinweise-des-tages-1657","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h01\">M&auml;rkte verschieben Untergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h02\">Wenn sie uns vorsterben wollten&hellip; &ndash; zur Gauck-Rede an der Hamburger Bundeswehrakademie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h03\">Deutschland wird zur Hochburg der Million&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h04\">Jos&eacute; Manuel Barroso wehrt sich gegen G20-Kritik &ndash; &bdquo;Die Schuldenkrise stammt doch aus den USA&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h05\">ZEW bricht ein: Krise schreddert deutschen Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h06\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h07\">Die Zeit ist aus den Fugen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h08\">Ulrike Herrmann: Finanzm&auml;rkte wollen linke Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h09\">Heribert Prantl &ndash; Karlsruhe befreit das Parlament aus der Rolle des Bettlers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h10\">BUBA: eine Bilanz vom anderen Stern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h11\">Germany, Greece and the Marshall Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h12\">Missbrauch von Werkvertr&auml;gen &ndash; DGB-Chef wettert gegen neue Niedriglohn-Modelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h13\">Burkhart Braunbehrens &ndash; Der Kriegserkl&auml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h14\">Ratingagenturen erledigen Atomkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h15\">Rede von Volker L&ouml;sch am 11.6.2012 auf dem Stuttgarter Marktplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h16\">Syrien &ndash; &bdquo;Politische Opposition ist an den Rand gedr&auml;ngt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h17\">Noch mehr Drittmittel, noch mehr &bdquo;Wettbewerb&ldquo; und noch mehr Ungleichheit &ndash; F&ouml;rderranking 2012 der DFG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h18\">Fuchteln mit dem Benzinkanister<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&auml;rkte verschieben Untergang<\/strong><br>\nSchuldenkrise verunsichert M&auml;rkte. Schuldenkrise belastet M&auml;rkte. Schuldenkrise h&auml;lt M&auml;rkte fest im Griff. Schuldenkrise h&auml;lt M&auml;rkte in Schach. Schuldenkrise h&auml;lt M&auml;rkte in Atem. Schuldenkrise dr&uuml;ckt M&auml;rkte. Schuldenkrise sch&uuml;ttelt M&auml;rkte. Schuldenkrise zieht M&auml;rkte runter.<br>\nSchuld waren nicht die M&auml;rkte.<br>\nM&auml;rkte misstrauen Athen. M&auml;rkte hetzen Italien. M&auml;rkte z&auml;hlen Spanien an. M&auml;rkte kennen kein Pardon. M&auml;rkte schlucken Irland-Bonds. M&auml;rkte wetten gegen Portugiesen. M&auml;rkte r&uuml;tteln Belgien wach. M&auml;rkte bangen um Paris. M&auml;rkte trauen Argentinien nicht. M&auml;rkte lassen London keine Wahl. M&auml;rkte zweifeln am Euro-Schirm. M&auml;rkte lieben Franken. M&auml;rkte zittern vor Linksruck. M&auml;rkte laden zum Bummeln ein. [&hellip;]<br>\n&Uuml;berschriften aus der zweieinhalb Jahren Financial Times Deutschland, Focus, Frankfurter Allgemeine, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Neue Z&uuml;rcher Zeitung, Spiegel, S&uuml;ddeutsche Zeitung, taz und Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Besser\/!95632\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Gro&szlig;artig! Danke an Deniz Y&uuml;cel f&uuml;r diese hervorragende Collage des Medienunsinns. Y&uuml;cel stellt die Berichterstattung &uuml;ber &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; als das dar, was sie ist &ndash; eine einzige Groteske.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wenn sie uns vorsterben wollten&hellip; &ndash; zur Gauck-Rede an der Hamburger Bundeswehrakademie<\/strong><br>\nHerr Gauck hat in Hamburg an der Bundeswehrakademie den Satz von sich gegeben: &bdquo;Da&szlig; es wieder deutsche Gefallene gibt, ist f&uuml;r unsere gl&uuml;ckss&uuml;chtige Gesellschaft schwer zu ertragen.&ldquo; Und anschlie&szlig;end warf er uns auch dieses noch vor: &bdquo;Hedonismus&ldquo;, also das &bdquo;Verlangen nach Sinneslust&ldquo; (so die DUDEN-Definition).<br>\nIn der Tat: human gebliebene Menschen ertragen das Ungl&uuml;ck anderer Mitmenschen schwer, und staatlich verordneten Tod (dem die T&ouml;tung anderer Menschen wom&ouml;glich vorausging) noch weniger. Diese Ablehnung von Ungl&uuml;ck und Tod stellt die Reaktion empathief&auml;higer Mitmenschen dar, die Reaktion beziehungsf&auml;higer Menschen, die Reaktion von Menschen, denen das Weiterleben anderer Menschen noch etwas bedeutet, denen Frieden etwas bedeutet und Mitmenschlichkeit. Aber man fa&szlig;t es nicht: diese Menschen finden sich bei Gauck als &bdquo;gl&uuml;ckss&uuml;chtige&ldquo; Menschen etikettiert. Noch einmal gefragt: ist dieser Herr noch bei Sinnen? Oder verfolgt er bereits sehr genau berechnete Zwecke? Doch der Reihe nach:<br>\nErstens: Wer die Gl&uuml;ckssuche und das Gl&uuml;cksbed&uuml;rfnis von Menschen &ndash; oder einer ganzen Gesellschaft &ndash; als &bdquo;Sucht&ldquo; qualifiziert, pathologisiert diese Suche und dieses Bed&uuml;rfnis. Der Begriff der &bdquo;Sucht&ldquo; stellt diese Strebungen des Menschen nach Gl&uuml;ck auf eine Stufe mit Abh&auml;ngigkeiten von Alkohol und Heroin, er macht aus diesen Strebungen einen Krankheitsfall f&uuml;r die Psychiatrie.<br>\nZweitens: Wer diese Gl&uuml;ckssuche und dieses Gl&uuml;cksbed&uuml;rfnis dabei ausgerechnet solchen Menschen als Krankheitssymptome zuschreibt, die den Tod anderer Menschen nicht wollen, pathologisiert damit auch gleich die Friedenssehnsucht der Menschen! Kurz: auch Pazifismus ist, dem Bundespr&auml;sidenten zufolge, ein Erkrankungszustand, auch Pazifismus ist so etwas &auml;hnliches wie Alkohol- oder Heroinsucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/8310\/wenn-sie-uns-vorsterben-wollten\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland wird zur Hochburg der Million&auml;re<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Zahl der Wohlhabenden stark gestiegen &ndash; trotz Euro-Krise. Nur in zwei L&auml;ndern der Welt gibt es mehr Dollar-Million&auml;re als in der Bundesrepublik. Im Vergleich der Regionen haben die Asiaten die Nordamerikaner abgel&ouml;st. Das Reichen-Ranking in der &Uuml;bersicht. [&hellip;]<br>\nDie Studie untersucht das finanzielle Verm&ouml;gen von sogenannten &ldquo;High Net Worth Individuals&rdquo; (HNWI) weltweit. Als HNWI gelten Personen, die &uuml;ber ein anlagef&auml;higes Verm&ouml;gen von mehr als einer Million Dollar verf&uuml;gen, ausgenommen sind selbstgenutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte.<br>\nDie Zahl der HNWI in Deutschland ist demnach im Jahr 2011 um rund drei Prozent gestiegen, von 923.900 auf 951.200 Personen. Damit liegt die Bundesrepublik hinter den USA und Japan auf Platz drei der L&auml;nder mit den meisten Dollar-Million&auml;ren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/zahl-der-millionaere-in-deutschland-steigt-ueberdurchschnittlich-a-839802.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.capgemini.com\/insights-and-resources\/by-publication\/world-wealth-report-2012\/?ftcnt=10120\">World Wealth Report 2012 <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wen wundert die Zunahme der deutschen Million&auml;re? Schlie&szlig;lich hat die Politik hierzulande auch ihr bestes getan, um die Umverteilung von unten nach oben voranzutreiben. Das Deutschland in der Rangliste &bdquo;nur&ldquo; an Stelle drei steht, liegt &uuml;brigens auch an der Gr&ouml;&szlig;e des Landes. Japan hat rund 50% mehr Einwohner, die USA haben ungef&auml;hr so viele Einwohner wie die gesamte Eurozone.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jos&eacute; Manuel Barroso wehrt sich gegen G20-Kritik &ndash; &bdquo;Die Schuldenkrise stammt doch aus den USA&ldquo;<\/strong><br>\nAngela Merkel steht unter Beschuss. Die G20-Staaten &auml;tzen gegen Deutschland und das Krisenmanagement in Europa. Doch die Kanzlerin l&auml;sst sich das nicht bieten. R&uuml;ckendeckung erh&auml;lt sie von EU-Kommissionspr&auml;sident Barroso, der die Kritiker harsch in die Schranken weist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/jose-manuel-barroso-wehrt-sich-gegen-g20-kritik-die-schuldenkrise-stammt-doch-aus-den-usa_aid_769291.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> &bdquo;Die Schuldenkrise stammt doch aus den USA&ldquo; &ndash; Zwei Unwahrheiten in einem Satz!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Na klar, wer den deutschen Kurs kritisiert, der &bdquo;&auml;zt&ldquo;. Die Interpretation des Focus ist genau so befremdlich wie Barrosos Zitat.<\/em> <em>Wenn ein offensichtlich Verwirrter, der unter Echolalie leidet, permanent einen Satz wiederholt, der bei den so genannten &bdquo;Kritikern&ldquo; ohnehin nur ein peinlich ber&uuml;hrtes Fremdsch&auml;men ausl&ouml;st, weist er sie mitnichten &bdquo;harsch in die Schranken&ldquo;. Wenn Merkels letzte Verb&uuml;ndete mich mehr auf dem Kasten haben, steht es international noch schlechter um die Kanzlerin, als man ohnehin bereits denkt. An der deutschen &Ouml;ffentlichkeit geht diese Peinlichkeit jedoch einmal mehr vorbei. Hierzulande gilt die Kanzlerin noch was &ndash; der lammfrommen und stets unkritischen Presse sei Dank. Manchmal f&uuml;hlt man sich so, als lebe man nicht im &bdquo;freien Westen&ldquo;, sondern in Nordkorea.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ZEW bricht ein: Krise schreddert deutschen Aufschwung<\/strong><br>\nDas Ende des Deutschland-Booms r&uuml;ckt n&auml;her. Darauf deutet der Absturz des ZEW-Index hin. Noch ist unklar, wie schwer die deutsche Wirtschaft getroffen wird. Klar ist aber, die rosigen Aufschwungzeiten sind vorbei. Nach Einsch&auml;tzung von Degussa-Chefvolkswirt Thorsten Polleit mehren sich die Zeichen f&uuml;r eine &bdquo;deutliche Abschw&auml;chung&ldquo; der deutschen Konjunktur. Er erwarte daher, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 auf 0,4 Prozent abfalle, gefolgt von einer Rezession in 2013 mit einem Wachstumsr&uuml;ckgang auf -0,5  Prozent, sagte Polleit Handelsblatt Online mit Blick auf die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten, die laut dem Indikator des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Juni so stark eingebrochen sind wie seit Oktober 1998 nicht mehr. Polleit, der auch Professor an der Frankfurt School of Finance &amp; Management ist, begr&uuml;ndete seine Prognose mit zu erwartenden &bdquo;Abschw&auml;chungstendenzen&ldquo; in anderen Euroraum-L&auml;ndern, insbesondere in China und anderen aufstrebenden M&auml;rkten. Das belaste die deutsche Konjunktur in diesem und dem kommenden Jahr, zumal die Au&szlig;enhandelsabh&auml;ngigkeit Deutschlands sehr ausgepr&auml;gt sei, &bdquo;weil die deutsche Wirtschaft &uuml;beraus eng in die internationale Arbeitsteilung und damit auch die internationale Konjunkturentwicklung integriert ist&ldquo;. Andere &Ouml;konomen sehen die Lage weniger pessimistisch. &bdquo;Deutschland ist nicht immun gegen die Krise&ldquo;, sagte BHF-&Ouml;konom Peter Meister. &bdquo;Deutschland wird zwar nicht zur&uuml;ck in die Rezession fallen, denn dazu ist die Binnennachfrage zu robust&ldquo;, sagte auch Citigroup-Experte J&uuml;rgen Michels. &bdquo;Aber es d&uuml;rfte nur zu einem schwachen Wachstum reichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/zew-bricht-ein-krise-schreddert-deutschen-aufschwung\/6771428.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zumindest die &ouml;konomischen Kaffeesatzleser scheinen auch weiterhin Hochkonjunktur zu haben. Die Aussagekraft des auf Basis von Umfragen unter den hiesigen &ldquo;Finanzexperten&rdquo; erstellten ZEW-Index d&uuml;rfte nur geringf&uuml;gig hochwertiger sein als beim notorisch aussageschwachen GfK-Konsumklimaindex. In Verbindung mit dem ebenfalls sinkenden ifo-Index und ersten Bremsspuren bei realwirtschaftlichen volkswirtschaftlichen Kennzahlen (Auftragseingang, Produktion, Arbeitslosenzahlen) scheint sich auch f&uuml;r die deutsche Wirtschaft eine Abk&uuml;hlung der Wirtschaftsaktivit&auml;t anzudeuten. Das Gerede des BHF-&Ouml;konomen Peter Meister von der &ldquo;robusten Binnennachfrage&rdquo; zeugt von einem Sch&ouml;nf&auml;rben der tats&auml;chlichen Lage. Bei der Absch&auml;tzung der zuk&uuml;nftigen Wirtschaftsentwicklung hierzulande ist allerdings zu ber&uuml;cksichtigen, da&szlig; der krisenbedingt niedrige Euro-Umtauschkurs f&uuml;r die preislich sehr wettbewerbsf&auml;hige deutsche Exportwirtschaft absatzf&ouml;rdernd wirkt. Sollte sich die Krise in der Eurozone und in &uuml;brigen Teilen der Welt jedoch weiter versch&auml;rfen, dann w&uuml;rde dies auch in der hiesigen Wirtschaft zu deutlichen Wachstumseinbr&uuml;chen f&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehrheit gegen Lockerung der Sparvorgaben f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nBei der Parlamentswahl in Griechenland am 17. Juni haben Parteien eine Mehrheit bekommen, die die vereinbarten Sparvorgaben mit der EU zwar prinzipiell einhalten wollen, aber auf Nachverhandlungen dr&auml;ngen. In diesem Zusammenhang wird sowohl &uuml;ber eine zeitliche Streckung als auch &uuml;ber weniger strenge Auflagen diskutiert. 37 Prozent der Deutschen bef&uuml;rworten es, wenn Griechenland mehr Zeit einger&auml;umt wird f&uuml;r die Umsetzung der Sparvorgaben, 54 Prozent sind dagegen (wei&szlig; nicht: 9 Prozent). Eine Lockerung der Sparvorgaben an sich lehnt mit 78 Prozent eine gro&szlig;e Mehrheit der Befragten ab, nur 13 Prozent unterst&uuml;tzen dies (wei&szlig; nicht: 9 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschungsgruppe.de\/Aktuelles\/PB-Extra\/\">Forschungsgruppe Wahlen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ist diese menschlich kaltherzige, sozialpolitisch verantwortungslose und &ouml;konomisch desastr&ouml;se Haltung vieler Bundesb&uuml;rger angesichts der von nahezu allen deutschen Mainstreammedien verabreichten ekelhaften Mixtur aus Rechtskonservatismus, Neoliberalismus und herablassendem Nationalchauvinismus verwunderlich? Lax formuliert kann man diesen Befund wie folgt zusammenfassen: Von nix kommt nix! Siehe auch den aktuellen NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13573\">Der Niedergang von Moral und Verstand bei unseren Meinungsf&uuml;hrern ist beeindruckend<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die von zahlreichen Medien freudig begr&uuml;&szlig;te Gelegenheit zur perfiden &ldquo;Schn&auml;ppchenjagt&rdquo; (so die treffende Formulierung Albrecht M&uuml;llers in dem hier verlinkten NDS-Beitrag) nach billigen s&uuml;deurop&auml;ischen Facharbeitern beraubt die Krisenstaaten ausgerechnet jener Fachkr&auml;fte, die dringend f&uuml;r den Wiederaufbau einer wettbewerbsf&auml;higen Wirtschaft ben&ouml;tigt w&uuml;rden. Die Frage sei erlaubt: Ist dies pure Gedankenlosigkeit unserer &ldquo;Eliten&rdquo; oder ist diese freudig begr&uuml;&szlig;te &ldquo;Schn&auml;ppchenjagt&rdquo; auch von dem Wunsch getrieben, &uuml;ber eine &ouml;konomische Schw&auml;chung zahlreicher europ&auml;ischer Staaten und auf dem R&uuml;cken der dortigen Bev&ouml;lkerungen eine dauerhafte Dominanz der deutschen (Export-)Wirtschaft zu zementieren? Hierzulande dient das Gerede vom angeblichen &ldquo;Facharbeitermangel&rdquo; ganz wesentlich dem Ziel, &uuml;ber den Zuzug von Facharbeitern aus den europ&auml;ischen Krisenstaaten den Lohndruck auf die deutschen Arbeitnehmereinkommen auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.<\/em><br>\n<em>Die miese Stimmungsmache nahezu aller deutschen Mainstreammedien  und Politiker gegen  die europ&auml;ischen Krisenstaaten und die dort lebenden Menschen versucht den Eindruck zu erwecken, &ldquo;Deutschland&rdquo; sei das finanziell geschr&ouml;pfte Opfer faul in der Sonne liegender und in der Kneipe herumh&auml;ngender, nichtsnutziger, korrupter und unf&auml;higer Bev&ouml;lkerungen in Griechenland, Spanien, Portugal, Ialien und Irland, neuerdings aber auch in Frankreich. Die Menschen in zahlreichen europ&auml;ischen Staaten lebten dank hoher Renten und Sozialleistungen wie die Made im Speck. Die massive Mitverantwortung der hiesigen Dumpingpolitik f&uuml;r die Krise der Eurozone und die enormen Vorteile, die dem &ldquo;Krisenprofiteur&rdquo; Deutschland zumindest bis zum heutigen Tage aus dem Euro und der Krise innerhalb der Eurozone erwachsen, wird hingegen vergleichsweise sehr klein geschrieben. Bereits im Jahre 2010 kritisierte Altbundeskanzler Helmut Schmidt v&ouml;llig zu Recht die &ldquo;wilhelminische Gro&szlig;spurigkeit&rdquo; in der hiesigen Europapolitik und stellte fest, es bestehe weder Bedarf nach einem &ldquo;deutschen Schulmeister&rdquo; noch nach einem &ldquo;deutschen Oberkommandierenden&rdquo; in Europa.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: kein Licht am Ausgang des Tunnels<\/strong><br>\nDas griechische Wahlergebnis wird als Votum f&uuml;r &ldquo;Reformen&rdquo; und den Euro gewertet und dies bietet f&uuml;r den Beobachter den Vorteil, dass die Verantwortung f&uuml;r den dramatischen Absturz der griechischen Wirtschaft klar adressierbar bleibt, da dieselben handelnden Akteure nun wie seit 2 Jahren die &ldquo;Rettung&rdquo; organisieren m&uuml;ssen. Die angerichteten volkswirtschaftlichen Sch&auml;den sind bereits maximiert und die griechische Wirtschaft ist am Rande des Kollapses. Die Troika (IWF, EU und EZB) wird an ihren &ldquo;Sparma&szlig;nahmen&rdquo; festhalten, die Ma&szlig;nahmen vielleicht zeitlich etwas strecken und ansonsten wird sich substantiell nichts &auml;ndern, im besten Fall wird nur weiter Zeit geschunden.<br>\nDie Abwertung nach innen, prim&auml;r &uuml;ber Lohnk&uuml;rzungen, w&auml;hrend alle anderen Preise auf hohen Niveaus verharren, werden nicht zur Wettbewerbsf&auml;higkeit f&uuml;hren, w&auml;hrend man die negativen Effekte der Lohnsenkungen auf Konsum und die Reste der binnenorientierten Wirtschaft sofort kassiert. Die Investitionen werden bei so einem miesen wirtschaftlichen Umfeld weiter nicht anspringen und ohne Investitionen werden selbst die wenigen griechischen Firmen am Weltmarkt zus&auml;tzlich an Wettbewerbsf&auml;higkeit verlieren. Die alte Strategie bleibt die neue, das Ergebnis wird ebenso bleiben. Die Sch&auml;den werden allumfassend auf die Spitze getrieben. Das kleine Griechenland wird weiter die Eurozone destabilisieren, was einen sehr dunklen Schatten auf das gro&szlig;e Spanien und die dortigen Probleme wirft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/griechenland-kein-licht-am-ausgang-des-tunnels\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>Catastroika<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zCGSiqow9k4&amp;feature=related\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Diesen spannenden griechischen Dokumentarfilm mit englichen Untertiteln (demn&auml;chst auch mit deutschen) stellte am Sonntagabend Dieter Moor in &ldquo;Titel, Thesen, Temperamente&rdquo; vor und empfahl ihn den Zuschauern. Der Film behandelt die Entstehung und Ausbreitung des Neoliberalismus und dessen zerst&ouml;rerische Kr&auml;fte &ndash; hier nat&uuml;rlich auf Griechenland u. seine momentane Krise bezogen.<\/em><br>\n<em>Vielleicht k&ouml;nnen Sie die Doku, die nur f&uuml;r das Internet produziert und bereits von min. 1 Millionen Griechen gesehen wurde, auch weiterempfehlen. (Anm.d.Red.: Aber gerne doch, auch wir hoffen, dass diese Dokumentation m&ouml;glichst viele Zuschauer erreicht.)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Zeit ist aus den Fugen<\/strong><br>\nMedienhistoriker werden eventuell einst festhalten d&uuml;rfen, dass knapp die H&auml;lfte der deutschen Wahlberechtigten im geistigen Urlaub war, als Europa zerbrach.<br>\nDas schrieb J&uuml;rgen Kaube vor einigen Tagen in der FAZ. Letzte Nacht verlegte Frank L&uuml;bberding das Format der Fr&uuml;hkritik auf die Berichterstattung von ARD und ZDF &uuml;ber die griechischen Wahlen. Das Fazit ist vernichtend. Nicht weil mit dem Bundesminister des &Auml;u&szlig;ersten sowie dem Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Parlaments zwei Politiker f&uuml;r die Kommentierung der griechischen Wahlergebnisse herangezogen wurden, die entweder nichts zu sagen oder aber nichts zu entscheiden haben und damit, auch ohne Jauch, ihrem automatischen Parlando freien Lauf lassen konnten.<br>\nNein. Das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen liefert tats&auml;chlich, von wenigen n&auml;chtlichsten Ausnahmen abgesehen, nur noch eine Karikatur dessen, was das Bundesverfassungsgericht einmal Grundversorgung genannt hat. Sie regrediert unter den heute Verantwortlichen zur Grunzversorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/06\/18\/die-zeit-ist-aus-den-fugen\/\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Finanzm&auml;rkte wollen linke Politik<\/strong><br>\nEinfach ist die Finanzwelt nicht, wie das Beispiel Frankreich zeigt. Dort wurde am Sonntag ebenfalls gew&auml;hlt, und das Ergebnis m&uuml;sste eigentlich jeden Investor schmerzen. Denn der neue sozialistische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande besitzt nun auch noch eine sozialistische Mehrheit im Parlament. Doch was passiert auf den M&auml;rkten? Gar nichts. Die Franzosen zahlen f&uuml;r eine zehnj&auml;hrige Staatsanleihe nur 2,6 Prozent Zinsen. Dies ist ein Rekordtief in der franz&ouml;sischen Geschichte. Offenbar ist Hollande kein Kapitalistenschreck &ndash; obwohl er Merkels Sparpolitik frontal attackiert und Wachstumsprogramme fordert. &ndash; Viele Politiker starren &auml;ngstlich auf die &ldquo;Finanzm&auml;rkte&rdquo;, dabei sind diese mindestens genauso panisch. Weltweit warten die Investoren nur darauf, dass die Eurozone endlich eine linke Strategie verfolgt. Sie warten auf Eurobonds und auf Wachstumsprogramme. Nur zu gern w&uuml;rden die Anleger eine h&ouml;here Verschuldung der Eurozone finanzieren, wenn daf&uuml;r im Gegenzug die Konjunktur anspringt. Diese neue &Uuml;bereinstimmung zwischen Linken und Anlegern hat einen sehr profanen Grund: Die Investoren f&uuml;rchten um ihre Gewinne. Einen Eurocrash wollen sie nicht riskieren. Auf genau diesen Crash steuern die Konservativen aber zu, wenn sie weiterhin auf eine reine Sparpolitik setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2012%2F06%2F19%2Fa0009&amp;cHash=43d5ec0363\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Heribert Prantl &ndash; Karlsruhe befreit das Parlament aus der Rolle des Bettlers<\/strong><br>\nDie Parlamente sind nicht die Bettler unter dem europ&auml;ischen Tisch, die darauf warten m&uuml;ssen, welche Kr&uuml;mel herunterfallen. In diese Rolle dr&auml;ngt sie die EU-Krisenpolitik. Das Verfassungsgericht erkl&auml;rt Merkel nun, dass repr&auml;sentative Demokratie nicht darin besteht, dass sie allein Repr&auml;sentantin ist. Mit einer fulminanten Entscheidung holt es die Parlamente wieder an den Tisch &ndash; dorthin, wo sie in einer Demokratie hingeh&ouml;ren. Denn Politik lebt vom Vertrauen der Menschen, nicht vom Vertrauen der M&auml;rkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/esm-urteil-des-bundesverfassungsgerichts-karlsruhe-befreit-das-parlament-aus-der-rolle-des-bettlers-1.1386876\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was n&uuml;tzt eine st&auml;rkere Parlamentsbeteiligung, wenn im Parlament der Regierung nichts entgegengesetzt wird. Wo war etwa der Widerstand oder nur der &Auml;nderungsbedarf der vor dem Gericht klagenden Gr&uuml;nen gegen den EMS. Wo findet im Parlament eine wirkliche Auseinandersetzung &uuml;ber den Fiskalpakt statt. Was hilft eine Opposition die kein Gegenkonzept zur Regierung anbieten kann, sondern bestenfalls an der Performance von Merkel herumm&auml;kelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>BUBA: eine Bilanz vom anderen Stern?<\/strong><br>\nGestern ver&ouml;ffentlichte die Deutsche Bundesbank (BUBA) ihren Monatsbericht Juni 2012, darin enthalten auch die Daten zur Bilanz der BUBA f&uuml;r den Monat Mai 2012. Die sich immer weiter aufbl&auml;hende Bilanzsumme BUBA l&auml;sst den kritischen Beobachter verwundert &uuml;ber ein Kapitel im Monatsbericht stolpern, der sich mit dem Thema &ldquo;Zur gemeinschaftlichen Haftung f&uuml;r Staatsschulden und zum Vorschlag eines Schuldentilgungsfonds&rdquo; befasst. Das Res&uuml;mee der Bundesb&auml;nker in Kurzfassung: &bdquo;Durch die umfangreiche Gemeinschaftshaftung w&uuml;rden Haftung und Kontrolle erheblich aus der Balance geraten.&ldquo;<br>\nAls w&auml;ren die Bundesb&auml;nker von einem anderen Stern schwadronieren sie ausf&uuml;hrlich gegen den Vorschlag eines Schuldentilgungsfonds, wie ihn der Sachverst&auml;ndigenrat als Vorschlag in die Debatte einbrachte und reflektieren dabei anscheinend nicht, das ein Blick in die eigene Bilanz verr&auml;t, das Haftung und Kontrolle schon lange au&szlig;er Kraft gesetzt sind und &uuml;ber die BUBA die Vergemeinschaftung von Schulden in einem riesigem Umfang betrieben wird. Denn nichts anderes wird mit den Target2 Forderungen der BUBA praktiziert. Unverantwortlich und au&szlig;er Kontrolle w&auml;chst das Risiko aus dem Target2 Zahlungssystem, denn immer mehr Zentralbankgeld muss die Zahlungsbilanzen der S&uuml;dperipherie und Irlands ausgleichen.<br>\nEin Blick auf die Fakten. Die Bilanzsumme der BUBA stieg im Mai 2012 erneut auf in neues Allzeithoch mit 1,086971 Billionen Euro, eine seit Monaten ungeheure Bilanzausweitung, vor allem als Produkt der Ausweitung der Target2 Forderungen. Im Gegenzug ertrinkt das deutsche Bankensystem in Liquidit&auml;t und bunkert diese flei&szlig;ig in der Einlagefazilit&auml;t der BUBA. Die BUBA wird immer gr&ouml;&szlig;erer Nettoschuldner des deutschen Bankensystems, w&auml;hrend auf der anderen Seite der Bilanz der BUBA die Verm&ouml;genswerte (Aktiva) immer fragw&uuml;rdiger werden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120619_1a2-450x323.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/buba-eine-bilanz-vom-anderen-stern\/\">Querschuesse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Germany, Greece and the Marshall Plan<\/strong><br>\nOLD myths die hard, and the Marshall Plan is one of them. In the New York Times of June 12th German economist Hans-Werner Sinn invokes comparisons with the Marshall Plan to defend Germany&rsquo;s position against Eurobonds, the pooling of sovereign debt within the euro zone. His worries are understandable, but the historical analogy is mistaken, and the numbers mean little. All this unnecessarily weakens his case.<br>\nMr Sinn argues against Germany&rsquo;s detractors that Marshall Aid to postwar West Germany was low compared to Germany&rsquo;s recent assistance, debt guarantees etc. to Greece. While Marshall Aid cumulatively amounted to 4% of West German GDP around 1950 (his figure of 2% is too low but that doesn&rsquo;t matter), recent German aid has exceeded 60% of Greece&rsquo;s GDP, and total European assistance to Greece is now above 200% of Greek GDP. That makes the Marshall Plan look like a pittance. And it strips all the calls for German gratitude in memory of the Marshall Plan off their legitimacy. Or does it?<br>\nWhat Mr Sinn is invoking is just the outer shell of the Marshall Plan, the sweetener that was added to make a large political package containing bitter pills more palatable to the public in Paris and London. The financial core of the Marshall Plan was something much, bigger, an enormous sovereign debt relief programme. Its main beneficiary was a state that did not even exist when the Marshall Plan was started, and that was itself a creation of that plan: West Germany. [&hellip;]<br>\nLet&rsquo;s recap. The Marshall Plan had an outer shell, the European Recovery Programme, and an inner core, the economic reconstruction of Europe on the basis of debt forgiveness to and trade integration with Germany. The effects of its implementation were huge. While Western Europe in the 1950s struggled with debt\/GDP ratios close to 200%, the new West German state enjoyed debt\/ GDP ratios of less than 20%. This and its forced re-entry into Europe&rsquo;s markets was Germany&rsquo;s true benefit from the Marshall Plan, not just the 2-4% pump priming effect of Marshall Aid. As a long term effect, Germany effortlessly embarked on a policy of macroeconomic orthodoxy that it has seen no reason to deviate from ever since.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/blogs\/freeexchange\/2012\/06\/economic-history?fsrc=gn_ep\">The Economist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Missbrauch von Werkvertr&auml;gen &ndash; DGB-Chef wettert gegen neue Niedriglohn-Modelle<\/strong><br>\n&ldquo;Sie werden immens unter Druck gesetzt&rdquo;: Die Gewerkschaften warnen vor einer neuen Form der Ausbeutung von Arbeitnehmern durch Werkvertr&auml;ge. DGB-Chef Sommer fordert im Gespr&auml;ch mit der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; die Regierung zum Handeln auf &ndash; und bringt mehrere m&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen ins Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/missbrauch-von-werkvertraegen-dgb-chef-wettert-gegen-neue-niedriglohn-modelle-1.1386464\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man achte auf die Wortwahl der SZ: Herr Sommer kritisiert nicht, er &bdquo;wettert&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Burkhart Braunbehrens &ndash; Der Kriegserkl&auml;rer<\/strong><br>\nAls erster Gesellschafter des Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann kritisiert der Maler ein Waffengesch&auml;ft mit Saudi-Arabien. Darauf fliegt er aus dem Beirat.<br>\nEndlich redet einer. Endlich gibt jemand der &Ouml;ffentlichkeit einen kleinen Einblick in das Innenleben eines R&uuml;stungskonzerns. Endlich sagt einmal jemand, was er davon h&auml;lt, an einer Firma beteiligt zu sein, die Kampfpanzer herstellt. Jahrzehnte war es Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gelungen, dass sich keiner der gut zwei Dutzend Familiengesellschafter zu Auftr&auml;gen oder dem Wohl und Wehe der Firma &auml;u&szlig;erte. Alle, so die Doktrin, sollten sich verhalten wie der inzwischen 71-j&auml;hrige Ex-Chef Manfred Bode: Er f&uuml;hrte nach dem Krieg den Traditionskonzern fort, baute die Gesch&auml;fte aus &ndash; und gab nie ein l&auml;ngeres Interview.<br>\nNun ist das Schweigen gebrochen. Der ebenfalls 71-j&auml;hrige K&uuml;nstler, Ex-Kommunistenfreund und KMW-Mitgesellschafter Burkhart Braunbehrens redet. In einer Phase, da der M&uuml;nchner Firma der gr&ouml;&szlig;te Auftrag der j&uuml;ngeren Geschichte winkt: Saudi-Arabien k&ouml;nnte Hunderte Leopard-Panzer bestellen. Und Braunbehrens sagt nichts Gutes. Im Gegenteil: &ldquo;Dieser Deal muss ankommen wie ein Affront gegen die arabische Revolution.&rdquo; Es ist eine Kriegserkl&auml;rung an die zweite m&auml;chtige Konzernfamilie, den Bode-Clan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:kopf-des-tages-burkhart-braunbehrens-der-kriegserklaerer\/70051514.html#f1f1\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ratingagenturen erledigen Atomkraft<\/strong><br>\nDer Energiekonzern RWE sieht auch international keine Perspektive mehr f&uuml;r die Atomkraft: &ldquo;Die finanziellen Risiken von Neubauten halten wir nicht mehr f&uuml;r zumutbar&rdquo;, sagte gestern eine Unternehmenssprecherin und best&auml;tigte damit einen Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Deswegen werde RWE sich auch im Ausland an keinem Bau von Nuklearmeilern mehr beteiligten. Stattdessen soll es Investitionen in Solarenergie geben. Damit vollzieht das Unternehmen einen Strategiewechsel, der sich bereits bei zahlreichen Einzelprojekten angedeutet hatte. In den Niederlanden wollte RWE einst beim geplanten Kraftwerk Borssele II dabei sein, in Rum&auml;nien bei den Projekten Cernavoda 3 und 4, in Bulgarien beim AKW Belene. Doch nach und nach zogen sich RWE und auch andere Projektpartner wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten zur&uuml;ck. Kritiker der Atomkraft sehen sich best&auml;tigt, sie weisen seit Jahren darauf hin, dass ein Neubau von Atomreaktoren ohne staatliche Hilfen und Garantien betriebswirtschaftlich nicht darstellbar ist. &ndash; Nach j&uuml;ngsten Medienberichten sollen internationale Ratingagenturen dem Konzern bereits deutlich gemacht haben, dass eine Abstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit droht, sollte das Unternehmen in weitere nukleare Projekte investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F06%2F19%2Fa0046&amp;cHash=2ef496efe8\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das braucht die &ldquo;&Eacute;lectricit&eacute; de France&rdquo; (58 Kernkraftwerke) nicht zu k&uuml;mmern, denn sie ist zu 85 Prozent in Staatsbesitz. Also freut euch z.B. in Freiburg nicht zu fr&uuml;h. Das AKW Fessenheim (25 Kilometer), welches auf einem seismisch hochaktiven Gebiet steht, wird nicht durch die Ratingagenturen fallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rede von Volker L&ouml;sch am 11.6.2012 auf dem Stuttgarter Marktplatz<\/strong><br>\nLiebe Freunde und Freundinnen der Montagsdemonstrationen!<br>\nWas macht Ihr hier eigentlich immer noch?<br>\nHabt Ihr denn kein Zuhause &ndash; keine Familie?<br>\nHabt Ihr wirklich nichts Besseres zu tun, als jeden Montag den Marktplatz und dann den Verkehr zu blockieren?!<br>\nWieso steht ihr Euch zum sage und schreibe 126. Mal immer und immer wieder zu Tausenden mindestens eine Stunde lang die Beine in den Bauch?<br>\nIm Dezember war Stuttgart, war Deutschland die Plage Eures Dauerprotests doch scheinbar los.<br>\nIst es Eure Unbelehrbarkeit &ndash; Euer sprichw&ouml;rtlicher Starrsinn, oder greift hier einfach das schw&auml;bische Phlegma, welches erst Jahre nach den Ereignissen zur Kenntnis nimmt,<br>\nwas eigentlich passiert ist?<br>\nOder es ist vielleicht etwas ganz anderes?<br>\nGeht es vielleicht nur noch in zweiter Linie um einen Bahnhof?<br>\nDenn nicht nur in Stuttgart gehen regelm&auml;&szlig;ig Tausende auf die Stra&szlig;e.<br>\nWeltweit lehnen sich Menschen gegen ihre Entm&uuml;ndigung auf &ndash; ob es die Platzbesetzungen in Spanien, die sozialen Revolten in England, die Jugendrevolten in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern, die Massenbewegungen in Griechenland, oder ob es die Occupy-Wallstreet-Bewegungen sind; &uuml;berall bilden sich derzeit kraftvolle, zahlreiche und nachhaltige Demokratiebewegungen, deren Themen und Aktionsformen so vielf&auml;ltig wie international sind. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2012\/06\/19\/rede-von-volker-losch-am-11-6-2012-auf-dem-stuttgarter-marktplatz\/\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Syrien &ndash; &bdquo;Politische Opposition ist an den Rand gedr&auml;ngt&ldquo;<\/strong><br>\nTrotz des Waffenstillstandes, der durch die Vereinten Nationen im April vermittelt worden war, hat sich die Lage in Syrien milit&auml;risch zugespitzt. Angesichts der eskalierenden Gewalt setzten am vergangenen Wochenende die UNO-Beobachter ihre Mission aus. Steht Syrien nun unmittelbar vor einer milit&auml;rischen Intervention des Auslands?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/345\">Weltnetz TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Noch mehr Drittmittel, noch mehr &bdquo;Wettbewerb&ldquo; und noch mehr Ungleichheit &ndash; F&ouml;rderranking 2012 der DFG<\/strong><br>\nDas F&ouml;rderranking 2012 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sagt einiges &uuml;ber den Zustand der aktuellen deutschen Hochschullandschaft aus. Es belegt einmal mehr, wie sich die Konzentration erheblicher finanzieller Zuw&auml;chse &uuml;ber den Drittmittelsektor an wenigen Standorten und die strukturelle Unterfinanzierung des weitaus gr&ouml;&szlig;eren Teils der deutschen Hochschulen als zwei Seiten einer Medaille gegenseitig stabilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1424-foerderranking-dfg-2012.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fuchteln mit dem Benzinkanister<\/strong><br>\n&bdquo;Bild&ldquo; kennt nur ein Gebot: Du darfst nicht langweilen. Deshalb inszeniert &bdquo;Bild&ldquo;, deshalb bricht &bdquo;Bild&ldquo; alle Regeln, deshalb fuchtelt die Zeitung t&auml;glich mit dem Benzinkanister. Und doch, die Erfolgskurve f&auml;llt ab. [&hellip;]<br>\nWir alle unterscheiden: Was kann der, wie sieht die aus, warum hat der mehr Erfolg als ich. Unterscheiden geh&ouml;rt zu unserem Alltag. &bdquo;Bild&ldquo; macht das Unterscheiden jedoch zu einer Waffe im Dienste des Ressentiments, um so maximale Aufmerksamkeit f&uuml;r sich zu erregen. Sie macht aus den Unterschieden Auf- und Abwertungen &ndash; der r&uuml;cksichtslose Faule und der flei&szlig;ige Gute, der Allah-gl&auml;ubige Frauenzerst&uuml;ckler und der autorit&auml;ts- und rechtgl&auml;ubige katholische Steuerzahler.<br>\nF&uuml;r die Gesellschaft steckt in diesem Gesch&auml;ft Z&uuml;ndstoff. Diekmann fuchtelt t&auml;glich mit dem Benzinkanister. Denn in Zeiten, in denen Unsicherheiten wachsen und Konflikte sich versch&auml;rfen, kann ein t&auml;glich inszeniertes System aus Abwertungen in kurzer Zeit Minderheiten zu gehetzten S&uuml;ndenb&ouml;cken machen. Wer will von sich behaupten, das noch kontrollieren zu k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/storz-wolfgang\/11424-das-verstaendnis-der-bild-zeitung-von-journalismus#11424\">The European<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Interview mit Wolfgang Storz &uuml;ber die BILD<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2012\/06\/17\/dlf_20120617_0738_f8b2c397.mp3\">Deutschlandradio <\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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