{"id":13610,"date":"2012-06-22T08:19:23","date_gmt":"2012-06-22T06:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610"},"modified":"2012-06-22T08:19:23","modified_gmt":"2012-06-22T06:19:23","slug":"hinweise-des-tages-1659","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h01\">Angela Merkel&rsquo;s mania for austerity is destroying Europe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h02\">BILD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h03\">Auf Kosten der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h04\">Entscheidungsschlacht f&uuml;r die Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h05\">Bernd Riexinger &ndash; &ldquo;Grexit f&uuml;hrt zu humanit&auml;rer Katastrophe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h06\">Fiskalpakt mit dem Teufel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h07\">Straubhaar im Gespr&auml;ch &ndash; Ein Liberaler fordert Eurobonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h08\">Monti-Plan &ndash; EZB soll f&uuml;r Euro-Retter Bonds aufkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h09\">Europa hat kein Monopol auf Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h10\">WestLB-Debakel kostet Steuerzahler Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h11\">M&auml;rchen aus der Deutschen Bank (3): Staatsschulden verhindern private Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h12\">Anatomie einer Hintergehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h13\">Der n&auml;chste Juncker sollte ein Este sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h14\">Deutscher Industrie bricht der Export weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h15\">Ratingagenturen sollen f&uuml;r Urteile haften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h16\">Armut &ndash; eine Verletzung der Menschenrechte ?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h17\">Nicht mal Standard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h18\">Lobbypedia gewinnt Grimme Online Award<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angela Merkel&rsquo;s mania for austerity is destroying Europe<\/strong><br>\nThe German Chancellor is terminating growth and pushing us towards a new Depression.<br>\nWhich world leader poses the biggest threat to global order and prosperity? The Iranian president, Mahmoud Ahmadinejad? Wrong. Israel&rsquo;s prime minister, Binyamin Netanyahu? Nope. North Korea&rsquo;s Kim Jong-un? Wrong again.<br>\nThe answer is a mild-mannered opera fan and former chemist who has been in office for seven years. Yes, step forward, Chancellor Angela Merkel of Germany, whose solution to Europe&rsquo;s financial crisis &ndash; or lack thereof &ndash; has brought the continent, and perhaps the world, to the edge of a second Great Depression. [&hellip;]<br>\nWith apologies to Mike Godwin and his eponymous law, Merkel is the most dangerous German leader since Hitler. Her eight predecessors &ndash; from Konrad Adenauer to Gerhard Schr&ouml;der &ndash; presided over a manufacturing miracle at home and the rehabilitation of Germany&rsquo;s reputation abroad. Under Merkel, however, the country finds itself isolated once again, loathed and feared in equal measure. [&hellip;]<br>\nMerkel prefers to fiddle as Athens burns &ndash; and Madrid and Rome, too. [&hellip;] But Merkel won&rsquo;t budge. She is a purveyor of the conventional wisdom which says that the economy is like a household that can&rsquo;t borrow or spend more than it earns. But economies are not households &ndash; or credit cards! &ndash; and common sense tells us that the solution to a downturn caused by a prolonged drought in demand is not to reduce demand further (by slashing spending). History teaches us that the Great Depression wasn&rsquo;t helped by Herbert Hoover&rsquo;s cuts in the US and, in pre-war Germany, it was mass unemployment, not hyperinflation, that propelled Hitler to power in 1933. [&hellip;]<br>\nIn denial and bent on austerity &uuml;ber alles, Merkel is destroying the European project, pauperising Germany&rsquo;s neighbours and risking a new global depression.<br>\nShe must be stopped.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newstatesman.com\/politics\/politics\/2012\/06\/angela-merkels-mania-austerity-destroying-europe\">New Statesman<\/a>\n<p><strong>Anmerkung JB:<\/strong> S<em>o viel zur Popularit&auml;t unserer Kanzlerin im Ausland. Passen dazu ist auch das Cover des New Statesman:<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/208825_379177175476839_211843618_n.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/208825_379177175476839_211843618_n_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Merkels Busen, Hitler und der Terminator<\/strong><br>\n[&hellip;] Erst dann folgt die in Gro&szlig;britannien so beliebte Nazi-Beschimpfung f&uuml;r Deutsche &ndash; daf&uuml;r aber geballt: &ldquo;Merkel ist das gef&auml;hrlichste deutsche Staatsoberhaupt seit Hitler&rdquo;. Beweis daf&uuml;r sind Hasan auch &ldquo;Karikaturen in Zeitungen aus Deutschlands Nachbarl&auml;ndern&rdquo;, die die Kanzlerin mit Hitlerb&auml;rtchen oder auch Pickelhaube zeigen. Der Artikel liest sich wie eine Auflistung des nicht erst seit Ausbruch der Eurokrise begeistert verfolgten Trends, die Kanzlerin bildlich zu verunglimpfen.<br>\nNach Hitler wird die Kanzlerin mit Nero verglichen, &ldquo;der fiedelt, w&auml;hrend Athen brennt&rdquo;, sie sei ein &ldquo;Bully&rdquo;, schuld am Erstarken der Neonazis-Parteien in Europa, Sadistin, Masochistin sowie schuld an der gestiegenen Selbstmordrate in der EU. Fulminantes Ende ist der Satz &ldquo;Sie muss gestoppt werden.&rdquo; Beim Terminator war das eine Stahlschmelze. Haben Sie den Film zuende gesehen, Herr Hasan?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:angriffe-auf-die-kanzlerin-merkels-busen-hitler-und-der-terminator\/70053063.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn den Medien nichts substantielles einf&auml;llt, greifen sie gerne zum Hitler-Vergleich-Vergleich. H&auml;tte &bdquo;Herr Hasan&ldquo; geschrieben, Merkel sei &bdquo;das gef&auml;hrlichste deutsche Staatsoberhaupt&ldquo; seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik, womit er letztlich das Gleiche ausgesagt h&auml;tte, w&auml;re die Aufregung wohl ausgeblieben. Es hat aber auch etwas Gutes &ndash; so kann man als kritischer Beobachter sowohl &uuml;ber den Artikel des New Statesman als auch &uuml;ber die Hitler-Fixierung der deutschen Medien schmunzeln.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Als ich vor zehn Jahren Urlaub auf Kreta machte und an einem besonderen Sonntag fr&uuml;her aufs Zimmer ging, um das Ergebnis der Bundestagswahl zu verfolgen, fanden alle Einheimischen, die deutsch sprachen, Helmut Kohl ganz toll, obwohl er &ndash; der Sch&ouml;pfer der Europ&auml;ischen Einigung &ndash; gar nicht mehr regierte. Jetzt werden in Griechenland Hakenkreutfahnen geschwenkt und die deutsche Bundeskanzlerin wird in ausl&auml;ndischen Nachrichtenmagazinen mit Adolf Hitler und Killerrobotern verglichen. Nur weiter so.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: OeNB-Chef entr&uuml;stet mit Sparpolitik-Nazi-Bezug<\/strong><br>\nNationalbankchef Ewald Nowotny hat im Moment deutlich mehr Aufmerksamkeit internationaler Medien als ihm lieb ist. Bei einer Konferenz am Montagabend in Wien verwies er darauf, dass die Sparpolitik der 1930er Jahre zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen habe. Das hat zu einem intensiven internationalen Medienecho gef&uuml;hrt, weil dies insbesondere als Kritik an der Sparpolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel verstanden wurde.<br>\nLaut Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er am Montag, &ldquo;aufgrund irref&uuml;hrender Theorien hat eine einseitige Konzentration auf Sparpolitik zu Massenarbeitslosigkeit, dem Zusammenbruch demokratischer Systeme und am Ende zur Katastrophe des Nationalsozialismus gef&uuml;hrt&rdquo; und weiter: &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Fehler der 1930er Jahre vermeiden.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAuf &ldquo;Bild.de&rdquo; hei&szlig;t es heute, &ldquo;&Ouml;si-Banker schockiert mit Nazi-Vergleich&rdquo; und &ldquo;irrer Nazi-Vergleich zu Merkels Sparpolitik&rdquo;. Nowotnys Aussagen haben aber weite Kreise gezogen: Unter anderem schreibt die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; (SZ) von einem &ldquo;drastischen NS-Vergleich&rdquo;, mit dem Nowotny vor einer zu strikten Sparpolitik im Kampf gegen die Eurokrise gewarnt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339638589751\/Wirbel-in-Deutschland-OeNB-Chef-entruestet-mit-Sparpolitik-Nazi-Bezug\">derStandard.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Gegen Nowotnys Worte ist nicht einmal im Ansatz etwas zu sagen. Auch ich vergleiche in meinem Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3864890020\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=derspiege-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3864890020\">Stresstest Deutschland<\/a>&ldquo; die Parallelen der heutigen Austerit&auml;tspolitik zur Politik Br&uuml;nings. Das ist kein &bdquo;Nazi-Vergleich&ldquo;, wie Teile der deutschen Presselandschaft reflexhaft unken, sondern eine Warnung. Man sollte die Geschichte nicht durch einen Mangel an Fantasie beleidigen. Nur wer aus der Geschichte lernt, ist bereit f&uuml;r die Zukunft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BILD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erinnerung: Aufkleber der NachDenkSeiten zur Aktion &bdquo;BILD f&uuml;r alle&ldquo;<\/strong><br>\nAm 17. April haben wir unseren Lesern einige Schablonen f&uuml;r Aufkleber pr&auml;sentiert. Heute ist die letzte Gelegenheit, der BILD Ihre Meinung zu sagen.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120417_NDS_BILD_v2_small.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12884\">NachDenkSeiten<\/a><\/li>\n<li><strong>Gregor Gysi &ndash; F&uuml;r die 100 wird es nicht reichen<\/strong><br>\nDeutschland k&ouml;nnte gut ohne diese Zeitung leben. Ich selbst kann es auf jeden Fall. Und offenbar geht es immer mehr Menschen so, wenn ich mir die fallende Tendenz bei der &bdquo;Bild&ldquo;-Auflage anschaue. Dass der Springer-Konzern nun zum 60. Geburtstag des Blattes meint, das ganze Land mit der Jubil&auml;umsausgabe zwangsbegl&uuml;cken zu m&uuml;ssen, hat schon etwas Skurriles. Nichts k&ouml;nnte aber deutlicher machen, dass &bdquo;Bild&ldquo; immer noch glaubt, im Namen der Mehrheit zu sprechen.<br>\nIn dem Brief an die Griechinnen und Griechen hat die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung verk&uuml;ndet, im Falle eines Wahlerfolgs der Linken die Euro-Zahlungen an Griechenland unverz&uuml;glich einzustellen. &bdquo;Bild&ldquo; glaubt demnach, den Bundestag, den Bundesrat, die Bundesregierung, die EU-Kommission, die Europ&auml;ische Zentralbank und den IWF ersetzen zu k&ouml;nnen. &Uuml;brigens, selbst in ihren Hochzeiten wurde sie maximal von einem F&uuml;nftel der Deutschen angeschaut, weniger gelesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/gregor-gysi\/11450-bild-als-deutsche-kulturgeschichte#11450\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>60 Jahre Bildzeitung: Manipulation als Markenkern<\/strong><br>\nAm kommenden Samstag ist Briefkastenalarm. Der Bildbrieftr&auml;ger bringt ein Geburtstags-Pr&auml;sent. Sechs all-gemeine Gedanken anl&auml;sslich des bevorstehenden BILD-Jubil&auml;ums.<br>\n1. In jedem bundesdeutschen Briefkasten, der sich nicht wehrt, wird am 23. Juni 2012 eine Bildzeitung stecken. BILD dr&auml;ngt sich allen auf. Ein trefflicheres Symbol seines Charakters h&auml;tte das Springer-Blatt anl&auml;sslich seines 60. Geburtstages nicht w&auml;hlen k&ouml;nnen. Weil das Publikum BILD davon l&auml;uft &ndash; 5,5 Millionen verkaufte Exemplare (1985), 4,2 Millionen (2000), 2,7 Millionen (heute) -, l&auml;uft sie ihm jetzt nach.<br>\n2. BILD feiert &ndash; sich. Der Trubel, mit dem sich die gedruckte Stimme des Volkes in diesen Tagen inszeniert, erinnert an den organisierten Jubel in Volksdemokratien. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/45145\/60-jahre-bildzeitung-manipulation-als-markenkern\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><strong>Stefan Niggemeier &ndash; &ldquo;Bild macht schmutzigen Boulevard&rdquo;<\/strong><br>\nAm Sonntag wird die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung 60 Jahre alt. Keinen Grund zum Feiern sieht der deutsche Medienjournalist und &ldquo;Bild&rdquo;-Kritiker Stefan Niggemeier<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339638499347\/60-Jahre-Springer-Blatt-Bild-macht-schmutzigen-Boulevard\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auf Kosten der anderen<\/strong><br>\nEs hei&szlig;t, Deutschland sei ein klarer Gewinner in der Eurokrise. Die Wirtschaft w&auml;chst, die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Preise sind immer noch stabil. Nur wie lange noch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/kapital\/deutschland-in-der-euro-krise-auf-kosten-der-anderen\/49788?print\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Keine schlechte Zusammenfassung der Vorteile der Krise f&uuml;r Deutschland. Mit zwei Ausnahmen: Erstens: Wilfried Herz &uuml;bersieht, dass es auch in Deutschland vielen Menschen und manchen Regionen nicht gut geht. Zweitens: Wenn er auf das Geschehen &bdquo;in real terms&ldquo;, also in g&uuml;terwirtschaftlicher Betrachtung, schauen w&uuml;rde, dann w&uuml;rde er erkennen, dass volkswirtschaftlich und real betrachtet die durch Export&uuml;bersch&uuml;sse angeh&auml;uften Forderungen gegen&uuml;ber Ausl&auml;ndern dem Verschenken von Ressorucen gleichkommen &ndash; zumindest solange sie nicht in G&uuml;ter eingel&ouml;st sind. Es kann passieren, dass diese Forderungen abgewertet werden oder nicht eingetrieben werden k&ouml;nnen. &ndash; Aber dieses Vers&auml;umnis sei Wilfried Herz verziehen. Die meisten &Ouml;konomen in Deutschland k&ouml;nnen nur in monet&auml;ren Gr&ouml;&szlig;en denken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Entscheidungsschlacht f&uuml;r die Sozialdemokratie<\/strong><br>\n[&hellip;] Am Krankenbett stehen sich zwei entgegengesetzte Denk&shy;schulen gegen&uuml;ber, der Neoliberalismus und die Sozial&shy;demokratie. Moment mal, der Neoliberalismus? Ist das nicht derselbe, dem im Zuge der Finanzmarktkrise das Toten&shy;gl&ouml;ckchen l&auml;utete? Waren die Neoliberalen nicht als Schar&shy;latane enttarnt, die mit ihrer Deregulierungsmedizin den ganzen Schlammassel erst angerichtet hatten?<br>\nHeute k&ouml;nnen die Neoliberalen ihr Gl&uuml;ck kaum fassen [&hellip;] Der Boulevard lechzte f&ouml;rmlich danach, Schlendrian, soziale H&auml;ngematte und Staatsschulden zu einem unappetitlichen Gebr&auml;u zu ver&shy;mischen. Die abstrakte Finanzkrise wurde so zu einem stammtischkompatiblen Moral-Lehrst&uuml;ck &uuml;ber flei&szlig;ige Nordv&ouml;lker und faule M&uuml;&szlig;igg&auml;nger im S&uuml;den. Beinahe gerecht erschien es den emsigen Ameisen, dass die Zucht&shy;meister der Finanzm&auml;rkte nun den s&uuml;dl&auml;ndischen Grillen die Quitting f&uuml;r ihren Schlendrian ausstellten. In Deutschland fiel die Milchm&auml;dchenrechnung der &bdquo;schw&auml; bischen Haus&shy;frau&ldquo; auf besonders fruchtbaren Boden, weil in jedem von uns auf ewig das Trauma der Hyperinflation schlummert.<br>\nUm diesen Geist zu bannen, werden nun Rosskuren ver&shy;schrieben, die zur Heilung der schwinds&uuml;ch tigen Volks&shy;wirtschaften ungef&auml;hr so geeignet sind wie ein mitterlalterlicher Aderlass.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sagwas.net\/entscheidungsschlacht-fur-die-sozialdemokratie\/\">sagwas<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Paradox, dass ausgerechnet die Partei, die die Sozialdemokratie in ihrem Namen tr&auml;gt, der Sozialdemokratie in dieser &bdquo;Entscheidungsschlacht&ldquo; in den R&uuml;cken schie&szlig;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bernd Riexinger &ndash; &ldquo;Grexit f&uuml;hrt zu humanit&auml;rer Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nDas Horrorszenario eines Euro-Austritts Griechenlands ist ausgeblieben &ndash; noch. Denn die neue Regierung wird die Krise nicht l&ouml;sen, meint der Chef der deutschen Linken, Bernd Riexinger<br>\nViel Luft nach oben haben sie nicht, die Griechen. Hier wie dort &ndash; in Wirtschaft und Sport. Und so hat Deutschland am Freitag im K.-o-Spiel den wohl schw&auml;chsten Gegner der Fu&szlig;ball-EM 2012 vor sich. &ldquo;Unterdr&uuml;cker trifft Unterdr&uuml;ckte&rdquo;, &ldquo;Gl&auml;ubiger trifft Schuldner&rdquo;, feixen griechische Tageszeitungen.<br>\nWie wenig weit sie damit von der Realit&auml;t und einem Schlusspfiff entfernt sind, wei&szlig; auch der frisch gew&auml;hlte Bundesvorstand der deutschen Linken, Bernd Riexinger. Im Gespr&auml;ch mit derStandard.at geht er mit der Politik seines Landes hart ins Gericht: Deutschland sei ein Mitverursacher der Krise, Kanzlerin Angela Merkel w&uuml;nscht er eine europ&auml;ische Isolation und auch f&uuml;r die Rolle des IWF und dessen Chefin Christine Lagarde hat er kein Verst&auml;ndnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339638537547\/Pleite-auf-Raten-Grexit-fuehrt-zu-humanitaerer-Katastrophe\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fiskalpakt mit dem Teufel<\/strong><br>\n[&hellip;] Beim Teufelspakt, man denke an Faust, gibt es meistens ein b&ouml;ses Erwachen, aber nicht f&uuml;r den Teufel. F&uuml;r Rot-Gr&uuml;n wird es etwa so aussehen: Angela Merkel wird, ganz teuflische Strategin, auch aus der B&ouml;rsensteuer noch politisches Kapital schlagen: Seht her, ich bin auch f&uuml;r Gerechtigkeit! Entsprechend wenig wird dieser richtige Teil des Teufelspakts den Roten und Gr&uuml;nen politisch nutzen. Und die Kaputtspar-Politik wird Rot-Gr&uuml;n nach der Zustimmung zum Fiskalpakt mindestens ebenso negativ anh&auml;ngen wie seiner Erfinderin. Jedenfalls bei den Fiskalpakt-Kritikern. Und die Bef&uuml;rworter w&auml;hlen sowieso CDU oder FDP. [&hellip;]<br>\nUnd die Opposition, die Linke ausgenommen, sitzt mit ihr im Boot. Teufel, Teufel!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/fiskalpakt-kommentar-fiskalpakt-mit-dem-teufel,1472602,16439126.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Stephan Hebels Kritik f&auml;llt denkbar handzahm aus. Dennoch ist dieser Kommentar bemerkenswert, ist er doch der einzige Kommentar einer gr&ouml;&szlig;eren Zeitung, der &uuml;berhaupt mit SPD und Gr&uuml;nen kritisch ins Gericht geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Straubhaar im Gespr&auml;ch &ndash; Ein Liberaler fordert Eurobonds<\/strong><br>\nDer Hamburger &Ouml;konom Thomas Straubhaar kritisiert seine Zunft f&uuml;r Realit&auml;tsferne und Leichtfertigkeit. Er selbst, sagt er, habe nach Lehman radikal umgedacht.<br>\nF&uuml;r gemeinsame europ&auml;ische Anleihen hat sich der Direktor des Hamburger Forschungsinstituts HWWI Thomas Straubhaar ausgesprochen. &ldquo;F&uuml;r eine begrenzte Zeit sollte man neben Bundesanleihen auch gemeinsame europ&auml;ische Anleihen ausgeben&rdquo;, sagte er am Dienstagabend auf einer Veranstaltung der FTD und des Global Climate Forum in Berlin. &ldquo;Das w&auml;re ein wichtiges Signal der Politik.&rdquo; [&hellip;]<br>\nEin Hauptproblem seien die Informationsasymmetrien. Einige Akteure an den Finanzm&auml;rkten w&uuml;ssten mehr und fr&uuml;her Bescheid als andere und k&ouml;nnten das ausnutzen. Ihre Handlungen h&auml;tten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, f&uuml;r die sie jedoch nicht hafteten. Damit h&auml;tten sie Anreize, zu gro&szlig;e Risiken einzugehen. Das h&auml;tte man bislang zu wenig beachtet. &ldquo;Das Pendel der Deregulierung ist in den Jahren vor der Krise zu weit ausgeschlagen&rdquo;, so Straubhaar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:straubhaar-im-gespraech-ein-liberaler-fordert-eurobonds\/70052918.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Straubhaar inszeniert seinen vermeintlichen &bdquo;Sinneswandel&ldquo; sehr professionell. Er mag zwar mittlerweile am Dogma der perfekten M&auml;rkte zweifeln, ansonsten hat er aber so gut wie gar nichts dazugelernt, wie seine <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/wochenmarkt-die-wirtschaftskolumne-jetzt-hoert-doch-endlich-merkel-zu-1843858.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=wirtschaft\">gestrige Kolumne im Stern<\/a> einmal wieder aufs Neue zeigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Monti-Plan &ndash; EZB soll f&uuml;r Euro-Retter Bonds aufkaufen<\/strong><br>\nHilfe ohne Bedingungen: So sieht der Plan von Mario Monti zur Deckelung der steigenden Renditen italienischer Staatsanleihen aus. Danach soll die EZB Bonds kaufen &ndash; im Auftrag der Rettungsfonds. F&uuml;r Italiens Premier eine angenehme L&ouml;sung.<br>\nDer Plan von Italiens Premier Mario Monti zur Deckelung der steigenden Zinskosten der s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;nder sieht anders aus als bislang &ouml;ffentlich dargestellt. Monti verlangt, dass die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) im Auftrag der Euro-Rettungsfonds EFSF und ESM Anleihen von Italien und anderen unter Druck geratenen Staaten aufkaufen soll. Das sagten zwei hochrangige Eurozonen-Vertreter der FTD. Die Rettungsfonds w&uuml;rden die EZB nach diesem Plan lediglich vor einem Teil der m&ouml;glichen Verluste aus den K&auml;ufen sch&uuml;tzen, indem sie f&uuml;r die Anleihen eine teilweise Ausfallgarantie aussprechen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:monti-plan-ezb-soll-fuer-euro-retter-bonds-aufkaufen\/70052775.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> An sich eine vern&uuml;nftige Idee. So vern&uuml;nftig, dass <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEE85K04820120621\">Wolfgang Sch&auml;uble gleich aus der Haut f&auml;hr<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europa hat kein Monopol auf Demokratie<\/strong><br>\nEntr&uuml;stet verwehrt sich Jos&eacute; Manuel Barroso beim G20 gegen jegliche Nachhilfe in Sachen Demokratie aus den Schwellenl&auml;ndern. Dabei habe Europa nicht nur ein Demokratiedefizit, sondern mangele gerade in der Eurokrise an Legitimt&auml;t. Ein Blick &uuml;ber den Tellerrand kann da nicht schaden, schreibt ein belgischer Chefredakteur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2211141-europa-hat-kein-monopol-auf-demokratie\">De Standaard via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>WestLB-Debakel kostet Steuerzahler Milliarden<\/strong><br>\nIn der Finanzkrise kamen auch &ouml;ffentliche Banken ins Straucheln. Nun pr&auml;sentiert das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen die Rechnung f&uuml;r das Debakel mit der WestLB: bis zu 18 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/aufarbeitung-der-finanzkrise-westlb-debakel-kostet-steuerzahler-milliarden-1.1388293\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&auml;rchen aus der Deutschen Bank (3): Staatsschulden verhindern private Investitionen<\/strong><br>\nUrspr&uuml;nglich wollte ich vor einigen Wochen nur einen einzigen Artikel &uuml;ber die seltsamen neoliberal-angebotstheoretischen Ver&ouml;ffentlichungen schreiben, die Deutsche Bank Research immer wieder produziert. Aus Platzgr&uuml;nden wurden zwei daraus (&ldquo;M&auml;rchen aus der Deutschen Bank&rdquo;, Teil 1 und Teil 2). Doch nun ist erneut ein Text aus jenem Haus erschienen, der zum Widerspruch reizt. Darin wird unter anderem das so genannte &ldquo;Crowding-Out&rdquo;-Argument f&uuml;r die s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten breitgetreten: Das Argument also, dass die Aufnahme von Krediten durch die &ouml;ffentlichen Haushalte zum Wegfallen von Kreditaufnahmem&ouml;glichkeiten f&uuml;r Unternehmen und Privathaushalte f&uuml;hre. Der Staat &ldquo;verdr&auml;nge&rdquo; also die Privaten, verhindere dadurch Investitionen sowie Konsum und bremse hierdurch wiederum die wirtschaftliche Entwicklung. Richtig ist das Argument zwar nicht. Gleichwohl ist diese Ver&ouml;ffentlichung intellektuell und empirisch deutlich anspruchsvoller als das, was DB Research &uuml;blicherweise von sich gibt. Ein guter Grund, Nr. 3 der &ldquo;M&auml;rchen aus der Deutschen Bank&rdquo; zu verfassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/667\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Anatomie einer Hintergehung<\/strong><br>\nDas j&uuml;ngste Karlsruher Urteil ist eine pr&auml;zise und dichte Beschreibung des Regierungsstils von Angela Merkel in Zeiten der europ&auml;ischen Staatsschuldenkrise. Wir lesen eine Warnung vor drohender Entdemokratisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/bundesverfassungsgericht-anatomie-einer-hintergehung-11793158.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und wieder mal steht einer der interessantesten Kommentare nicht im Politteil sondern im Feulleton.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Juncker sollte ein Este sein<\/strong><br>\nDie Zeit dr&auml;ngt: Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker k&ouml;nnte schon im Juli aufh&ouml;ren. Als Nachfolger ist Estlands krisenerprobter Finanzminister Ligi geeignet &ndash; er w&auml;re ein Vorbild f&uuml;r Griechenland und andere Problemstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/juncker-nachfolger-warum-juergen-ligi-sich-als-euro-gruppenchef-eignet-a-839914.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Christoph Schwennicke feiert hier in seinem &bdquo;Debattenbeitrag&ldquo; einmal mehr das baltische Wirtschaftswunder und preist die Wirksamkeit der Austerit&auml;tspolitik am Beispiel von Estlands Wirtschaftswachstum an. Was er dabei nicht erw&auml;hnt ist der Umstand, dass selbst das kleine Griechenland, dem Finanzminister Ligi hier als Vorbild dienen soll, mit 10,8 mio. Einwohnern fast acht mal gr&ouml;&szlig;er ist als das von nur 1,4 mio. Menschen bev&ouml;lkerte Estland. Die Hellenen hatten auch nicht das &bdquo;Gl&uuml;ck&ldquo; der Esten, dass ihre Hauptstadt nur einen Steinwurf von der des exportstarken EU-Musterlandes Finnland entfernt ist und dass sie mit eifriger Unterst&uuml;tzung des m&auml;chtigen Nachbarn durch eine drastische Lohndr&uuml;ckerei einen beachtlichen Handelsbilanz&uuml;berschuss erwirtschaften konnten. Jeffrey Sommers und Markku Sippola haben in ihrem Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.globalresearch.ca\/index.php?context=va&amp;aid=27273\">Applying the Neoliberal Hatchet, Destroying Estonia&lsquo;s Economy<\/a>&ldquo; schon im Oktober 2011 ganz anschaulich dargestellt, wie einfach sich ein kleines Land mit der n&ouml;tigen Beihilfe und mit radikaler Shock-Strategie aus der Rezession heraus &bdquo;liberalisieren&ldquo; kann. Paul Krugman lieferte sich zu diesem Thema erst k&uuml;rzlich ein kleines Blog-gefecht mit Estlands Pr&auml;sident. siehe <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/06\/06\/estonian-rhapsdoy\/\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/06\/07\/ballistic-in-the-baltics\/\">hier<\/a>. Interessant sind bei den beiden NYT-Artikeln vor allem einige Leserkommentare aus Estland, aus denen man einiges dar&uuml;ber erfahren kann, wie sehr die B&uuml;rger von diesem gro&szlig;artigen Aufschwung &bdquo;profitiert&ldquo; haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Bei diesen Sprechblasen &bdquo;Man kann nicht mehr ausgeben als man einnimmt&ldquo; oder &bdquo;Wir leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse&ldquo; wird immer wieder das &ouml;konomische Prinzip eines Privathaushalts oder eines Unternehmens auf eine Volkswirtschaft mit Millionen Einwohnern\/innen &uuml;bertragen. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=365\">Wir schreiben seit &uuml;ber acht Jahren<\/a>, dass diese &ouml;konomischen Modelle falsch und unqualifiziert sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutscher Industrie bricht der Export weg<\/strong><br>\nDer Einkaufsmanagerindex f&uuml;r Deutschland ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009 gefallen. Er liegt nun deutlich unter der Schwelle, die Wachstum signalisiert. Schuld ist vor allem der schwache Export.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/einkaufsmanagerindex-auf-3-jahres-tief-deutscher-industrie-bricht-der-export-weg\/v_detail_tab_print\/6779394.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Nicht nur r&uuml;ckl&auml;ufige industrielle Exporte sind f&uuml;r die erneute Abnahme des Einkaufsmanagerindex verantwortlich, sondern auch der im Monat Juni 2012 kr&auml;ftige Einbruch des st&auml;rker auf den Binnenmarkt orientierten Dienstleistungssektors. Sofern die Daten des Stimmungsindikators &bdquo;Einkaufsmanagerindex&ldquo; auch von den &bdquo;harten&ldquo; Daten zur Entwicklung des industriellen Mai-Auftragseingangs aus dem Ausland gest&uuml;tzt werden (im Monat April 2012 wiesen diese im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr bereits R&uuml;ckg&auml;nge auf), dann w&auml;re dies ein belastbares Indiz daf&uuml;r, da&szlig; die Negativfolgen der Finanzkrise und der Eurzonen-Krise bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf die deutsche Exportwirtschaft (trotz deren hoher preislicher Wettbewerbsf&auml;higkeit) durchschlagen. Siehe auch den Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13577#h05\">ZEW bricht ein: Krise schreddert deutschen Aufschwung<\/a>&ldquo; sowie die dortigen Leseranmerkungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ratingagenturen sollen f&uuml;r Urteile haften<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament will Ratingagenturen f&uuml;r ihre Urteile haftbar machen. Der Vorsto&szlig; ist Teil eines Pakets neuer EU-weit g&uuml;ltiger Regeln, die zum Ziel haben, die Bonit&auml;tsbewerter an eine k&uuml;rzere Leine zu nehmen und ihre Macht zu beschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kritik-an-bonitaetswaechtern-ratingagenturen-sollen-fuer-urteile-haften\/70052250.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als erstes sollte die EU vor der eigenen T&uuml;r kehren und die EZB zwingen, sich von Bewertungen der Ratigagenturen zu verabschieden. Es ist einfach ein Unding dass die Zentralbank der W&auml;hrungsunion, die eigenen Mitglieder durch private Agenturen bewerten l&auml;sst. Wenn auch die USA die Macht der Ratingagenturen einschr&auml;nken wollen, sollte es auch m&ouml;glich sein vor allem im Hochgeschwindigkeitshandel die Urteile der Ratingagenturen aus den automatisch reagierenden Handelssoftwaregrammen zu entfernen. Wie &uuml;berhaupt der Hochgeschwindigkeitshandel zu begrenzen ist. Die Handelsh&auml;user verf&uuml;gen heute &uuml;ber die neuesten und schnellsten Supercomputer, die nat&uuml;rlich nicht auf der Top 500-Liste der schnellsten Rechner erscheinen. Sie k&ouml;nnen z.B. testen, inwieweit potentielle K&auml;ufer bereit sind, mehr als den aktuellen Marktwert f&uuml;r bestimmte Wertpapiere zu zahlen. So werden B&ouml;rsen mit Verkaufsauftr&auml;gen geflutet, die sehr schnell wieder storniert werden, um auf diese Weise Preisgrenzen herausfinden (Raubtieralgorithmus) oder es werden <a href=\"http:\/\/www.digital-zeitschrift.de\/stories.php?id=47\">Wetten auf fallende Kurse organisiert<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Armut &ndash; eine Verletzung der Menschenrechte ?<\/strong><br>\nIn Suhl findet bis 23.6. das Bundestafeltreffen statt. Die ehrenamtliche Initiative,- mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 800 Tafeln f&uuml;r Hilfsbed&uuml;rftige, sei verfassungsrechtlich bedenklich, weil damit auf eine staatlich hervorgerufene Unterversorgung reagiert werde -, so der Sozialethiker Prof. Franz Segbers von der Uni Marburg. Armut werde zum individuellen Problem gemacht, L&ouml;sungen privatisiert. Die Tafeln geraten in die Wohlt&auml;tigkeitsfalle. Das &bdquo;Recht auf soziale Sicherheit&ldquo; ist ein Menschenrecht, doch wie steht es um die soziale Sicherheit? Professor Franz Segbers, Sozialethiker an der Universit&auml;t Marburg im Resonanzengespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr3.de\/resonanzen\/details\/20.06.2012-18.08-wdr-3-resonanzen.html\">WDR 3<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &raquo;Die Sozialpolitik ist weitgehend gescheitert&laquo;<\/strong><br>\nAuf die Hilfe der Tafeln sind 1,5 Millionen Menschen angewiesen &ndash; 200000 mehr als vor zw&ouml;lf Monaten. Ein Gespr&auml;ch mit Anke Assig. Anke Assig ist Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/06-22\/051.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nicht mal Standard<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen sparen Landkreise an den Landespauschalen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und f&uuml;hren die erzielten &Uuml;bersch&uuml;sse ihren Haushalten zu. Diesen Skandal deckte jetzt der Mitteldeutsche Rundfunk auf.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F06%2F21%2Fa0101&amp;cHash=137c7d1ce8\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/thueringen-journal\/video62050.html\">MDR Th&uuml;ringen-Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Lobbypedia gewinnt Grimme Online Award<\/strong><br>\nUnser lobbykritisches Onlinelexikon Lobbypedia hat den renommierten Grimme Online Award gewonnen. Wir sind begeistert und freuen uns dar&uuml;ber, unter den besten Webseiten 2012 zu sein! Wir haben die Lobbypedia vor anderthalb Jahren gestartet, um den Einfluss von Lobbyisten auf Politik und Gesellschaft offen zu legen. Herzlichen Dank an alle, die das Projekt mit aufgebaut, unterst&uuml;tzt und begleitet haben!<br>\nDie Jury begr&uuml;ndet den Preis unter anderem mit den Worten: &bdquo;Der Leser erf&auml;hrt, wie verschiedene Interessengruppen versuchen, die Politik f&uuml;r ihre Zwecke zu gewinnen. Das ist nicht nur f&uuml;r den interessierten B&uuml;rger wichtig, sondern auch f&uuml;r die journalistische Recherche. Die Seite schl&auml;gt eine Br&uuml;cke, denn sie schafft mehr Transparenz im Dickicht der allt&auml;glichen Meldungen und Mutma&szlig;ungen &uuml;ber politische Abh&auml;ngigkeiten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/06\/lobbypedia-gewinnt-grimme-online-award\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten gratulieren. Die Lobbypedia hat diese Auszeichnung wirklich verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13610"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13614,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13610\/revisions\/13614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}